Publicis kommuniziert für Batigroup

Bauwirtschaft Nach einer Konkurrenzpräsentation unter vier Agenturen hat sich die Batigroup entschieden: Die Publicis Factory betreut künftig das Kommunikationsbudget des börsenkotierten Baukonzerns.

Bauwirtschaft Nach einer Konkurrenzpräsentation unter vier Agenturen hat sich die Batigroup entschieden: Die Publicis Factory betreut künftig das Kommunikationsbudget des börsenkotierten Baukonzerns.Batigroup erzielt einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Franken mit Infrastrukturbau, Tunnelbau und Gesamtleistungen für Gebäude. Erste Aufgaben der Publicis Factory sind die Erarbeitung des Jahresberichtes 2004 und die Weiterentwicklung des Corporate Design.

Abschied von den Pendlern

Gratiszeitungen Der Berner Bär hat sich gemacht: Er überliess die Pendler 20 Minuten – und wandte sich den Haushalten in Bern und Umgebung zu.

Gratiszeitungen Der Berner Bär hat sich gemacht: Er überliess die Pendler 20 Minuten – und wandte sich den Haushalten in Bern und Umgebung zu.Der Berner Bär im Rückwärtsgang: Vor rund zwei Jahren begann die Zeitung, die 2001 noch eine Gratisauflage von 141000 Exemplaren auswies, ihre Boxen in Bern abzubauen, die Kolporteure abzuziehen und die Auflage zunächst auf 136000 und dann gar auf 124000 Exemplare zu reduzieren. Das geschah ohne viel Aufhebens und hatte zwei Gründe: Neben dem täglich erscheinenden 20 Minuten hatte der nur zweimal erscheinende Berner Bär (BB) bei den Pendlern einen schweren Stand. Zudem keimte beim BB-Mutterhaus Espace Media Groupe das Interesse, zusammen mit Tamedia bei 20 Minuten einzusteigen. Statt also zu versuchen, dem möglicherweise künftigen Schwesterblatt 20 Minuten (siehe Kasten) den Markteintritt zu erschweren, zog sich der BB kampflos von der Pendlerfront zurück und begnügte sich mit den Haushalten als Leserschaft, erklärt Verlagsleiter Jürg Lehmann. Der Boxenabbau war dabei nur eine Konsequenz. Eine zweite: Vor einem Jahr erhöhte der BB die Auflage – auch dies ohne grosses Tamtam. Konkret wurde in der zweiten Wochenhälfte eine Grossauflage mit plus 20000 Exemplaren eingeführt, um so die neun Gemeinden Allmendingen, Biglen, Grosshöchstetten, Konolfingen, Münsingen, Neuenegg, Oberdiessbach, Rubigen und Worb zusätzlich bedienen zu können, wie Lehmann ausführt. Schon vorher wurden rund 40000 BB-Exemplare in den Gemeinden rund um Bern verteilt, mit der Grossauflage wird diesen jetzt aber noch mehr Gewicht beigemessen, sagt Verlagsleiter Lehmann.Was auffällt: Der BB deckt nun fast dasselbe Gebiet ab wie das Amtsanzeiger-Kombi ARBplus, dem auch der Anzeiger Region Bern (ARB) angehört. Der ARB aus dem Bund Verlag und der BB waren in früheren Zeiten harte Konkurrenten, mit der 40-Prozent-Beteiligung der Espace Media am Bund Verlag auf Anfang 2004 wurden sie jedoch zu Halbschwestern. Albert P. Stäheli, CEO der Espace Media, will denn auch die BB-Grossauflage nicht gegen den ARB oder das ARBplus verstanden wissen. Man habe sie einzig auf Wunsch des Detailhandels eingeführt und sich dabei geografisch nach dessen Einzugsgebiet gerichtet. Eine Strategie gegen den ARB sei auch deshalb nicht sinnvoll, weil sich die beiden Blätter im Inseratemarkt eher ergänzen als konkurrenzieren. Der ARB sei primär bei den Immobilieninseraten und Todesanzeigen stark, während der BB das Blatt des Gewerbes und des Detailhandels sei.
Kurzum: Der BB erscheint also seit einem Jahr in der ersten Wochenhälfte mit 124000 Exemplaren und in der zweiten Wochenhälfte mit 141000 Exemplaren. Beide Auflagen gelten seit Anfang 2004 und werden gemäss Lehmann erst durch die nächste Auflagenbeglaubigung bestätigt. In den Anzeigentarifen schlug sich die Grossauflage bisher nicht nieder, die Werbekunden erhielten also ein Supplement. Ab 2005 wird sich dies jedoch ändern: Eine 1/1-Seite 4-farbig in der Normalauflage kostet neu 9298 Franken, in der Grossauflage 9386 Franken.
Seit je erscheinen die BB-Auflagen übrigens zeitlich gesplittet: Die Stadtexemplare werden bis Dienstag- und Donnerstagabend 18 Uhr in die Stadtberner Briefkasten gesteckt, die Landauflage wird mittwochs und freitags per Frühzustellung verteilt. Das hängt unter anderem mit dem Abendverkauf zusammen: Dieser findet traditionsgemäss in der Stadt am Donnerstag und auf dem Land am Freitag statt.
Rekurskommission wird entscheidenDas Vorhaben der Espace Media, sich zu 17,5 Prozent an 20 Minuten zu beteiligen, lehnte die Wettbewerbskommission (Weko) ab.
Daraufhin reichte die Espace Media im März bei der Rekurskommission für Wettbewerbsfragen eine Beschwerde ein. Diese ist nach wie vor hängig, bestätigte Jürg Dubs, Richter und Sprecher der Rekurskommission. Auf eine zeitliche Frist wollte er sich allerdings nicht festlegen.
Im Durchschnitt dauerten solche Verfahren 9 bis 15 Monate. Zudem könne die Beschwerde nachher noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.
ARB-Submissionim Dezember Herausgeber des ARB ist der Verein Region Bern (VRB), der aus 14 Gemeinden des Kantons und der Stadt Bern besteht. Er vergibt jeweils die Lizenz für den ARB.
Inhaber der Lizenz ist der Bund Verlag, der dem VRB dafür jährlich 3,7 Millionen Franken bezahlt. Der Vertrag zwischen VRB und Bund Verlag läuft Ende 2005 aus, derzeit bereitet der VRB eine neue Ausschreibung der Lizenz vor. VRB-Geschäftsführerin Isabelle Meyer stellt sie für Dezember in Aussicht. Ob sich der Bund Verlag oder aber die Espace Media an der Submission beteiligen wird, ist gemäss Albert P. Stäheli, CEO der Espace Media, offen. (mk)
Markus Knöpfli

Puls auf Migros-Frequenz

Detailhandel Die Migros will sich mit einem Spot als Anbieterin von Markenspielwaren zu attraktiven Preisen positionieren.

Detailhandel Die Migros will sich mit einem Spot als Anbieterin von Markenspielwaren zu attraktiven Preisen positionieren.Kaum ist es November, schmücken Lichterketten, künstliche Tannenbäume und Samichläuse die Auslagen der Läden. Begleitet von zuckersüssen Weihnachtsliedern, soll die Kundschaft bereits zwei Monate vor dem Christfest zum Kaufrausch verführt werden und den Geschäften damit einen guten Jahresabschluss bescheren. Vom Brauch des Schenkens profitiert seit je besonders der Spielwarenhandel, der seinen Hauptumsatz jeweils im vierten Quartal generiert. Die Branche hat die Marktbearbeitung in den letzten drei Jahren wertmässig fast verdoppelt: Gemäss Media Focus betrugen die Werbespendings im vergangenen Jahr rund 17 Millionen Franken. 2001 waren es gerade mal 9 Millionen. Figurierte der Spielwarenbereich der
Migros 2002 noch unter den Top 5 der werbeintensivsten Firmen, wurde dieser vergangenes Jahr durch Herstellermarken wie Nokia und Hasbro (Schweiz) überholt.
Mit einem Gesamtumsatz von 400 Millionen Franken (ohne Videospiele), der einem Marktanteil von 21,4 Prozent entspricht, steht die Migros an zweiter Stelle im Spielwarenhandel. Verglichen mit Manor, der mit 21,8 Prozent den Markt anführt, konnte die Migros 2003 allerdings stärker wachsen – plus 3 Prozent, wie Désirée Strassmann, Beraterin bei Exxtra Kommunikation, weiss.
Botschaft an die ErwachsenenDie Migros-Agentur ist dieses Jahr mit der Konzeption eines neuen TV-Spots betraut worden. «Die wenigsten Erwachsenen wissen, dass Migros ein grosses Sortiment an Markenspielwaren zu attraktiven Preisen führt», so Strassmann. Deshalb zielt die Botschaft – anders als bei gängigen Spielwarenspots – vor allem auf Erwachsene.
Entsprechend gestrickt ist der Plot: Eine besorgte Mutter lässt ihr Töchterchen von sämtlichen Spezialisten untersuchen, weil sie sich die hyperaktive Euphorie ihres Kindes nicht erklären kann. Ohne Erfolg: Selbst der Rorschach-Test fördert keine Abnormalität zu Tage.
Wieder zu Hause, eilt das Mädchen in sein Zimmer und lässt seinem Spieltrieb alsogleich freien Lauf. «Mit Migros-Spielsachen sind starkes Herzklopfen, erhöhte Temperatur und glänzende Augen ganz normal», löst der Abbinder das Rätsel auf.
Neben den Erwachsenen will die Migros aber auch direkt die Kinder ansprechen. Auf Grund der guten Erfahrungswerte vom Vorjahr wurden gemäss Désirée Strassmann erneut eine Broschüre, ein POP-Auftritt, ein Adventskalender sowie eine Spielwaren-Promotion mit den Lilibiggs konzipiert.
Ob die glänzenden Kinderaugen dieses Jahr die Erwachsenen wieder zum Geldausgeben animieren können? Die aktuelle Konsumentenstimmung immerhin ist mit minus 13 Punkten freundlicher als in der Vorjahresperiode (–35), was dem Weihnachtsgeschäft heuer neuen Auftrieb geben könnte.
Ratlose Ärzte, pfiffiger Spot: Was ist bloss mit dem Kind los? Keine Sorge: Es ist nur im Spielfieber, ausgelöst durch Migros-Spielwaren.
Simone Keller

Promarca zeichnet den Nachwuchs der Markenforscher aus

Verbände Der Schweizerische Markenartikelverband Promarca hat zwei Diplomarbeiten zum Thema Markenbewertung mit seinem «Preis des Markenartikels» ausgezeichnet.

Verbände Der Schweizerische Markenartikelverband Promarca hat zwei Diplomarbeiten zum Thema Markenbewertung mit seinem «Preis des Markenartikels» ausgezeichnet.Marco Dietrich von der Uni Bern entwickelte in seiner Lizenziatsarbeit eine neue Software zur Markenbewertung. Die andere Arbeit stammt von Max Meister und Cyril Zimmermann von der HSW Bern und zeigt auf, dass betriebswirtschaftlich/verhaltenswissenschaftlich kombinierte Markenbewertungsmodelle den einseitig orientierten Modellen in Bezug auf das Corporate Brand Management unterlegen sind. Auf der Website des Verbands stehen Zusammenfassungen der prämierten Arbeiten bereit.

Doppelt sehen im Advent

Eigenwerbung Etliche Festtage fallen in diesem Jahr auf Tage, die eh arbeitsfrei wären. So manchem wird diese ungünstige kalendarische Konstellation mehr auf dem Magen liegen als die gestopfte Weihnachtsgans.

Eigenwerbung Etliche Festtage fallen in diesem Jahr auf Tage, die eh arbeitsfrei wären. So manchem wird diese ungünstige kalendarische Konstellation mehr auf dem Magen liegen als die gestopfte Weihnachtsgans.Die Zürcher Agentur Spillmann Felser Leo Burnett hat sich dieser Sorge angenommen und die Vorfreude auf die Mini-Weihnachtsferien in den Monat November vorverlegt. Dazu schickte sie all ihren Kunden einen Power-Adventskranz mit acht Kerzen.

m&m verliert – und gewinnt zugleich

Etats Die Mediaagentur m&m verliert Hyundai. Sie hat jedoch bereits einen entsprechenden Ersatz in Aussicht.

Etats Die Mediaagentur m&m verliert Hyundai. Sie hat jedoch bereits einen entsprechenden Ersatz in Aussicht.Mitsubishi, Suzuki und Hyundai, die Automarken des pleiten Autoimporteurs Erb, liessen ihre Media-etats (insgesamt rund 20 Millionen Franken) bisher durch m&m in Glattbrugg betreuen. Daran änderte sich zunächst auch nichts, als die belgische Alcopa-Gruppe Suzuki und Hyundai übernahm. Unterdessen verfügt Alcopa aber in der Schweiz nur noch über die Import- und Vertriebsrechte von Hyundai – und wird nun deren Mediabudget per Ende Dezember von m&m abziehen. m&m verliere dadurch rund einen Drittel des früheren Erb-Etats, sagte m&m-Inhaber Wolfgang Mecklenburg.Mitsubishi und Suzuki bleiben Mecklenburg treu. Mitsubishi Europa hatte im Frühjahr den Vertrieb von Mitsubishi aus der Erb-Konkursmasse herausgelöst und einer Vertriebsfirma übertragen, die weiter auf m&m setzt. Und den Import und Vertrieb von Suzuki-Autos hatte Alcopa Mitte Jahr an die Emil-Frey-Gruppe übergeben müssen, die ihre Marken Toyota, Jaguar, Lexus, Subaru, Daihatsu, Rover und Kia schon bisher von Mecklenburgs zweiter Agentur mm&b betreuen liess. Somit wurde der Suzuki-Etat lediglich von m&m zu mm&b umgetopft.
Nun hat die Emil-Frey-Gruppe auch die Auto Koch AG in Ebikon (LU) übernommen, die Opel, Saab, Chevrolet und Cadillac vertreibt. Und bereits wurden deren Mediaetats an Mecklenburgs mm&b übertragen. Damit nicht genug: Auch m&m kann ihr Hyundai-Loch bald wieder stopfen – mit einer neuen Automarke, die Mecklenburg noch nicht nennt.
Trotz des Absprungs von Alcopa betreut m&m also schon bald wieder zwei Marken. Dennoch denkt Mecklenburg über schlankere Strukturen nach. «Wir behalten zwar die beiden Firmen, werden aber im Frühjahr umziehen und die gesamte Infrastruktur zusammenlegen», sagt er. mm&b war seinerzeit als Zweitagentur gegründet worden, um Interessenkonflikte bei der Betreuung der Erb- und Emil-Frey-Etats zu vermeiden.
Markus Knöpfli

Rest in Peace

Optiker Jetzt haben Brillenschlangen endgültig ausgezischt. Jedenfalls verkünden dies die aktuellen Plakate und Inserate von Eye-Light.

Optiker Jetzt haben Brillenschlangen endgültig ausgezischt. Jedenfalls verkünden dies die aktuellen Plakate und Inserate von Eye-Light.Der Kontaktlinsen-spezialist aus Zürich empfiehlt seiner bestehenden und potenziellen Kundschaft nämlich ihre Brillen – zu Gunsten der Linsen – künftig in Frieden ruhen zu lassen. Um diese Botschaft auffallend zu dramatisieren, haben die Werbeprofis von McCann Erickson den veralteten Nasenvelos die letzte Ehre erwiesen und ihnen ein neues Etui gestaltet: Den Brillensarg.

Rauchopfer

Wem letztes Weekend der Kopf rauchte, wusste genau weshalb. Die vergangene Woche lässt sich schlicht unter dem Titel grosse Zigarren-Degustationswoche zusammenfassen.

Wem letztes Weekend der Kopf rauchte, wusste genau weshalb. Die vergangene Woche lässt sich schlicht unter dem Titel grosse Zigarren-Degustationswoche zusammenfassen.Dass die edlen Puros am 10-Jahr-Jubiläum von TeleZüri nicht fehlen durften, versteht sich von selbst. Das Geburtstagskind wollte ja entsprechend gefeiert sein – aber auch an den weiteren Events zeigte man sich mit gewickeltem Tabak à discretion von einer ungewohnt grosszügigen Seite.Perfekt organisiert präsentierte sich die Geburtstagsfete des (fast) ersten Schweizer Privatfernsehsenders (denn – notabene – als erste Privatstation muss korrekterweise Star TV bezeichnet werden). Richtig entschieden die Verantwortlichen, als sie beschlossen, auf Tische und Bestuhlung zu verzichten und die Sause als Steh-Gala durchzuziehen. Die Gelegenheit, beliebig zu switchen, wurde eifrig wahrgenommen.
Ein gigantisches Line-up erwartete die Gäste im Lakeside. Neben den mit- und hinreissenden Music-Stars Baschi und Daniela Brun sowie Ex-Publicis-Werber Marc Sway standen mit Maja Brunner und Monika Kälin auch zwei Königinnen des gemässigt-seichten Schweizer Kulturgutes auf der Bühne. Und für echtes Trucker-Feeling sorgte im Anschluss Sängerin Suzanne Klee. Unter den Gästen sah man mannigfaltige Prominenz aus den Chefetagen der Kommunikations- und Wirtschaftsbranche, beispielsweise Publicis-VRP Fredy Collioud, Phonak-Chef Andy Rihs oder Jean-Frey-CEO Filippo Leutenegger; aus der Polit-Ecke waren die Sonntalk-Stammgäste Doris Fiala und Daniel Vischer, aber auch die ewig selig-lächelnde Ruth Genner oder Profi-Experte und Betroffenheitspsychologe Alan Guggenbühl zugegen. Und aus der Cervelat-Abteilung liessen sich das Fest genauso wenige entgehen, weshalb man viele Stars und Sternchen auf der Bühne und sogar zum Greifen nah im Publikum bestaunen konnte.
Den absoluten Höhepunkt bildete aber ohne Zweifel der Miss-Schweiz-Chor unter der Leitung von Conférencière France Delon mit den Ex-Missen Anita Hodel-Buri, Jennifer Ann Gerber und Mahara McKay sowie der aktuell schönsten Schweizerin Fiona Hefti. Ohne Misstöne schmetterten sie ihr lupenreines Happy Birthday ins Publikum, welches die Darbietung kräftig bejubelte. Weiteres Merkmal für die exzellente Party-Qualität: Wenn am Schluss so ausgiebig getanzt wird wie im Lakeside, wollen die Gäste damit zeigen, dass es ihnen wirklich sehr, sehr gut gefallen hat. Und so schwangen neben dem TeleZüri-Team auch Tina Näf und das Aegis-TV-Departement sowie Josi Baur, Roman Auer und Jenni Best ausgiebig die schönen Tanzbeine.
Ebenso viel Rauch wie im Lakeside machten die Gäste an der traditionellen Gambling-Night der SonntagsZeitung, heuer durchgeführt im «Besame Mucho» im Zürcher Westend. Die lange Nacht der Zocker folgt eigentlich seit Jahren einem altbekannten Ritual: Apéro, Begrüssung durch die SonntagsZeitungs-Notablen – erstmals übrigens durch Pauletto-Nachfolger Diego Quintarelli – sowie Event-Organisator Ronnie Scholom von ShowConnection. Es folgen Roulette- und Black-Jack-Spiel bis zur (meist baldigen) Pleite und anschliessendes Abhängen an der Bar.
Da die Gambling-Night der SonntagsZeitung absoluten Kultstatus geniesst, sieht man dort auch Gäste, die sonst nicht so häufig Werber-Events frequentieren, beispielsweise Claudine Gut oder Adi Erni – und mit dem frisch gebackenen Mami Sandra Haldi war sogar eine lang vermisste Bekannte endlich mal wieder im Ausgang. Den grossen Pot knackte übrigens Piero Schäfer dank System Behring und Glücksfee Jacqueline Gervasi, welche für den SW-Kommunikationschef beängstigend zielsicher die richtigen Zahlen orakelte.
Retos Go-Kart-Bash oder «Rasen wie Amir» war schliesslich das Motto aufs Wochenende – natürlich in der passenden Gegend, im Kanton Aargau nämlich. Bereits zum vierten Mal konnten sich Touring-Inseratekunden mit ausgesuchten Promis auf dem fetzigen Rundkurs der Kartbahn Spreitenbach messen. Mit Sauber-Testfahrer Neel Jani holte sich Veranstalter Reto Kammermann gar einen waschechten Racer ins Haus. Dass die Mini-Boliden die Farben von Formel-1-Teams trugen, stachelte den Ehrgeiz der kleinen Schumis und Alonsos zusätzlich an – Mann wie Frau gaben «full throttle». Schliesslich wollte man sich von den Profis – mit Christina Surer stand nämlich ein weiterer Crack am Start – möglichst wenig Zeit abnehmen lassen. Und weil die kleinen Flitzer mit Strom aus der Steckdose laufen, war die grosse Rauchentwicklung auch bei der Rock-’n’-Race-Night den Zigarre rauchenden Zeitgenossen vorbehalten.
Beat Fritschblickt auf eine ganz schön verrauchte Woche zurück, denn neben den üblichen Branchenevents gabs noch was zu feiern.
Im Lakeside Casino Zürichhorn ging mit grossem Tamtam und Staraufgebot das 10-Jahr-Jubiläum von TeleZüri über die Bühne – natürlich gabs dazu auch feinste Zigarren. Die diesjährige Gambling-Night der SonntagsZeitung im «Besame Mucho» wiederum stand unter dem Motto «Noches locas tropicanas» – also gab es, wie könnte es anders sein, allerfeinste Zigarren. Rundenrekorde standen dann zum Wochenende auf dem Programm. Auf der Indoor-Kartbahn in Spreitenbach lud das Touring-Magazin zur Jagd auf Hundertstelsekunden, begleitet von währschafter Nahrung und viel Tranksame. Und was meinen Sie, geneigte Leserin, geneigter Leser, gab es dort auch noch? Richtig – Cognac und …
Unvergessliche Moderation: Travestie-Star France Delon.
Plastik-Ananas verliehen dem «Besame Mucho» einen Hauch Tropicana.
Die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fiel im Roulettekessel.
Smart-Kart: Nicht zu unterschätzen, obwohl «nur» mit Elektromotor.
Tamedia-Pressesprecherin Franziska Hügli mit Andreas Meili (l.), Leiter elektronische Medien, und Belcom-Verkaufsleiter Tarkan Özküp.
Feierten die fröhliche Geburtstagsparty an vorderster Front mit: Rita Meyer (l.) und Sari Steiner von TeleZüri-Vermarkterin Belcom.
Teamgeist: Daniela und Dietmar Bemberg mit Andreas Gedenk (l.), die fast den ganzen Abend die Köpfe zusammensteckten.
Endlich wieder einen Sendeplatz: VIP-TV von Peter Wyss und Simone Zikmund gibts neu auf TeleZüri.
Ob sich Ex-AZ-Chefredaktor Markus Gisler hier gerade Hans Heinrich Coninx (l.) andiente, war leider nicht zu erfahren.
Warfen sich sehr kurzfristig, aber dennoch gekonnt in Schale: TeleZüri-Werber Markus Cavegn und Freundin Nicole Bohn.
Alte Bekannte: Glamour-Paar Silvia Affolter und Siro Barino (l.) vor der Linse mit Euro-RSCG-CEO Frank Bodin.
Ob Piero Schäfer (r.) Starkoch Jacky Donatz wohl über die neusten Rezepte des Restaurants Sonnenberg ausfragte?
Zwei Schneider auf einen Streich: Josi Baur von Starcom mit Martin Schneider (l.), Publisuisse, und Urs Schneider, Mediaschneider.
Wollten sich die Gala-Party am Zürichseeufer keinesfalls entgehen lassen: Die Mediaspezialisten Danilo Crisetig und Jennifer Best.
Die Chefredaktoren von TR7 und Schweizer Familie, René Hildbrand (l.) und Dani Dunkel (r.), mit SoZ-Nachrichtenchef Philippe Pfister.
Sah man lange in einer etwas ruhigeren Ecke des Festsaals miteinander diskutieren: Sandro Rüegger (l.) und Claudio Zanetti.
Cüplilaune bei den Damen: Caroline Nünlist von Zip-Media mit Cinzia Sartorio (l.), Migrosbank, und Caroline Röösli (r.) von PKZ.
Kein Missstand, aber ein Miss-Ständchen: France Delon (Mitte) mit dem schönsten Gesangs-Quartett der ganzen Schweiz.
Tina Näf (l.) und der Rest des TV-Departements von Aegis Media leisteten an der TeleZüri-Party auf der Tanzfläche ganze Arbeit.
Begrüssungskomitee der SonntagsZeitung: Christine Lesniak und Chefredaktor Andreas Durisch (r.) mit Stefan Böni von Publimedia.
Un professionel: Diego Quintarelli, Verkaufsleiter der SonntagsZeitung, gab sich am Black-Jack-Tisch keine Blösse.
Maike Juchler, frisch designierte Weltwoche-Verlagsleiterin, mit Thomas Lang (l.) und Filippo Giarratana von Disc. Dipl. Ing. Fust.
Soll kein Glück im Spiel gehabt haben: Thomas Auer von Novasys mit den MGB-Ladys Silvia Girtanner (l.) und Rebecca Krausse.
Währschaftes Essen für die Gambler: Astrid Gartenmann und Markus Bien von der Publimedia stärkten sich mit Gulaschsuppe.
Monika Nievergelt (l.), Sunrise, und Brigitte Egloff von Christ mit Ivan Scotti, der wie im Leben auch am Spieltisch gehörig Gas gab.
Zeigten sich beim Glücksspiel zurückhaltend, hatten aber dennoch viel Spass: Joy Wildbolz und Rudolf Voegeli von Markenplan.
Besuch von der Agentur Vizeum (oft auch Familie Lehmann genannt): Sonja Erb (l.) und Maja Kuhn mit Charmeur Roman Auer.
Gaben sich vom hektischen Geschehen an den Spieltischen relativ unbeeindruckt: Urs Renner (l.) und Markus Ehrle.
Der abgebrühten Zocker Freud und Neid: Adi Erni jubelt über einen Black-Jack, derweil ihm Roman Auer über die Schulter kiebitzt.
Auch sie setzten ihr Grundkapital einigermassen zügig in den Sand: Stefan Maegli (l.), Corinna Compostella-Bürli und Lajos Vizner.
Sarah Hildebrand, Fisch Meier Direkt, Tobias Thut, Schweizer Jugendherbergen, und Reto Dürrenberger von id-Segmentmarketing (v. l.).
Hier war die Spielerwelt noch in Ordnung: Stolz zeigte Bettina Fürst von Carat Marco Reale vom Metropool ihren Gewinn.
Abzocker: Piero Schäfer sprengte mit Glücksfee Jacqueline Gervasi die Bank und liess sich von Andreas Durisch (r.) dazu gratulieren.
Abgezockt: Nach einem kurzen Zwischenhoch gingen Sandra Haldi (l.) und Claudine Gut aufs Ganze und deshalb leider leer aus.
Durchaus rasante Gäste: Touring-Marketingleiter Reto Kammermann (r.) mit den Profis Christina Surer und Neel Jani.
Werber Peter Frank mit Verena Nicole Giese, die bereits beim Warm-up Forfait erklärte und nicht zum Rennen antrat.
Das Touring-Team Alfred Blaser (l.) und Reto Mürner (r.) mit Ex-Go-Kart-Besitzer Julien Witt von der JBW-Mediaagentur.
«Also wenn die uns nicht ständig den Weg abgeschnitten hätten…» – Oliver Huber (l.) und Yves Keller bei der Rennanalyse.
Ein kleiner Schwatz in der Kaffeepause: Stefano Cester von Koller Della Piana Consulting mit Country-Sängerin Suzanne Klee.
«Und im Eck etwas nach links ausholen», erläuterten Dominic Ott (l.) und Daniel Roznovjak die Tücken der Strecke.

Widerstand ist zwecklos

Food Die neue MetzgerLehner-Kampagne will Coop-Tochter Bell über deren Kompetenzdimension «Genuss» von der Konkurrenz abheben.

Food Die neue MetzgerLehner-Kampagne will Coop-Tochter Bell über deren Kompetenzdimension «Genuss» von der Konkurrenz abheben.«Fleischkauf ist Vertrauenssache», sagt Davide Elia, Marketingleiter von Bell. Pflegte früher der Metzger den Konsumenten zu beraten, so muss heute die Marke auf der Verpackung diese Rolle wahrnehmen. Und das geschieht je nach Region bei 40 bis 60 Prozent des Fleischabsatzes im Detailhandel. Die Akzeptanz der Selbstbedienungsverpackung stieg in diametral entgegengesetzter Richtung zur Anzahl Metzgereien. In den letzten zwanzig Jahren schrumpfte diese von 4000 auf rund 1000. Markant gestiegen sind dagegen die Ansprüche ans Fleisch: Nebst der besten Qualität setzt der Konsument artgerechte Tierhaltung und -fütterung voraus. Dem stagnierenden Konsum (2003: 52 Kilo pro Kopf oder –1,2% gegenüber 2002) steht ein bewussterer Verzehr von vorverarbeitetem Fleisch gegenüber.
Dieser Trend wie auch Coops Dynamisierungsprozess in den letzten Jahren sind Bell auf Grund seines Traditions-, Qualitäts- und Innovationsbewusstseins entgegengekommen: 2003 erzielte die Bell-Aktie mit 17,6 Prozent eine zweistellige Performance – seit dem Börsengang hat sich ihr Wert verachtfacht. Die Markenführung wurde allerdings in den 90er-Jahren auf Grund der starken Markenpersönlichkeit vernachlässigt. Dies holt die Fleisch-Kompetenzmarke auf Markom-Ebene jetzt nach. Der Zeitpunkt scheint günstig, stellt doch das laufende Geschäftsjahr Bell vor neue Herausforderungen wie die Positionierung als Full-Service-Supplier im B-to-B-Bereich.
Profilierender Markenwert Genuss
Die Voraussetzung für den einheitlichen Markom-Auftritt wurde vor einem Jahr mit der neuen Markenstrategie für die Bell-Gruppe entwickelt. Diese sieht eine Konzentration und Forcierung der Marke Bell als Unternehmens- und Dachmarke der Brand-Drivers Fleisch, Geflügel und Charcuterie sowie Bell Catering und Bell Gastro Service vor. In einem ersten Schritt liess Bell 2003 das neue Logo entwickeln, das mit dem neuen CD stufenweise eingeführt wurde. Besonders anspruchsvoll war die Adaption der Produktverpackungen, welche alle innerhalb eines neuen Konzeptes umgestellt wurden. Insgesamt werden über 400 Produkte bis zum Jahresende das neue Erscheinungsbild tragen.
Ein einziger Claim
Nach gut drei nahezu «fleischlosen» Jahren in der klassischen Werbung trägt dies alleine zur höheren Visibility der Marke Bell bei. Im Sponsoring dagegen unterstützt Bell als exklusiver Verpfleger und Sponsor in den Bereichen Sport und Kultur resonanzstarke Projekte. Die Erlenbacher Werbeagentur hat für Bells neue Imagekampagne den profilierenden Konsumentennutzen Genuss als Plattform gewählt.
Denn nur Qualität garantiere Genuss und nur Innovation genussvolle Entdeckungen, so die Begründung von Berater Andreas Meier. AD Susanne Gehrig: «Wir dramatisieren das auf zwei Arten: Einerseits mit der Illustration der Beliebtheit von Bell-Produkten, die so gut sind, dass sie verzehrt sind, kaum hat man sie erblickt. Andererseits zeigen die beiden TV- und Kinospots, wie unwiderstehlich Bell-Fleisch ist.» So prallt in einem Streifen ein Piranha dreimal und mit immer grösserem «Anlauf» gegen die Aquariumsscheibe. Der Grund wird erst ersichtlich, wenn die Kamera den Blick auf den Teller freigibt, auf dem ein Rindsfilet liegt. Abwechselnde Tag-ons zeigen darauf verschiedene Bell-Produkte, die sogleich wieder vom Teller verschwinden. In der letzten Einstellung hüpft der Piranha aus dem Wasser. Wie die in allen Markom-Instrumenten integrierte Grundidee kommt nun erstmals ein einziger Claim zum Einsatz: ‹Bell – Unwiderstehlich›. «Einen einzigen überdachenden Claim hatten wir bisher nicht, sondern etwa ein Dutzend Claims», sagt Davide Elia. Die Ziele der mit hohen GRPs geplanten und auf die haushaltsführende Schweizer Bevölkerung ausgerichteten Kampagne sind die Verstärkung des Bekanntheitsgrades sowie die Vermittlung der Markenwerte und die Verankerung der Hauptproduktgruppen.
Tradition und Qualität1869 hatte Samuel Bell-Roth eine kleine «Ochsenmetzg» in Basel eröffnet und damit den Grundstein für das heute grösste Schweizer Fleischunternehmen gelegt. 1907 wurde aus der Einzelfirma eine AG, die dank innovativer Verarbeitung und Logistik sowie Übernahmen schnell expandierte.
Bereits ein Jahr vor der Allianz mit dem VSK 1913 war die Bell AG der grösste Fleischproduzent der Schweiz und in seiner Art nur von amerikanischen oder britischen Grossbetrieben übertroffen. Die grösste Verbreitung wies das Unternehmen 1962 auf, als ihm 172 Filialen gehörten. Durch die wachsende Bedeutung der Grossverteiler – Migros und Coop kontrollieren heute nahezu 80 Prozent des Schweizer Fleischmarktes – sank diese bis auf 19 Fachgeschäfte, die 2003 mittels Management Buyout abgespalten wurden.
In zwei Tranchen brachte Coop 40 Prozent der Aktien ihrer Tochter Bell in den 90er-Jahren an die Börse und behielt eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent. Nach eigenen Angaben weist Bell einen gestützten Bekanntheitsgrad von rund 80 Prozent auf und ist die bekannteste Marke für Fleisch und
Fleischwaren in der Schweiz.
2002 durchbrach die Bell-Gruppe erstmals die Umsatzdecke von 1,5 Milliarden Franken. 2003 fusionierten alle Gruppenbetriebe zur
Bell AG, die mit dem neuen CD auch ein neues Logo lancierte. Heute beschäftigt die Bell-Gruppe rund 4000 Mitarbeitende. (la)
Unwiderstehliches Fleisch von der Grossmetzgerei Bell: Den Piranha im Aquarium jedenfalls ziehts magisch an. >> Seite 7
Unwiderstehlich gut: Für den Piranha im Aquarium gibts kein Halten mehr, wenn er Rindsfilet von Bell auf dem Teller sieht.
Luca Aloisi

Tariferhöhungen sind die Regel

Anzeigen Ob versteckt oder unverblümt – die meisten grösseren Titel heben zumindest den Tausendleserpreis an.

Anzeigen Ob versteckt oder unverblümt – die meisten grösseren Titel heben zumindest den Tausendleserpreis an.Dass Zeitungen und Zeitschriften, die gemäss Mach Basic 2004 ihre Reichweiten steigerten, im nächsten Jahr auch höhere Anzeigentarife verlangen, ist nachvollziehbar. Zu dieser Kategorie gehören Blätter wie 20 Minuten, Le Matin semaine und dimanche, das Bieler Tagblatt, die Basellandschaftliche Zeitung, Le Temps, Edelweiss, Bolero, Bon à savoir oder TV8. Eine spezielle Situation ergibt sich bei 24 Heures: Das Blatt aus dem Hause Edipresse erhöht seinen Tarif per 1. Januar nur leicht, wird dann aber ab 26. Februar 2005 gleich um gut 50 Prozent teurer, weil es ab diesem Datum die Blätter La Presse Riviera-Chablais und La Presse Nord Vaudois integriert (siehe WW 32/04). Auch das Magazin, bisher die Wochenendbeilage des Tages-Anzeigers, kostet ab 1. Januar massiv mehr, nämlich pro Seite neu knapp 23000 Franken, weil es seine Reichweite auf insgesamt 500000 Exemplare erhöht und neu noch der Basler Zeitung (BaZ), der Berner Zeitung (BZ) und dem zur BZ gehörenden Solothurner Tagblatt beigelegt wird.Facts und Bilanz günstiger
Wenn leistungsbedingte Preiserhöhungen akzeptiert werden, erwartet man umgekehrt auch Preissenkungen bei Reichweitenverlust. Doch nur gerade die Bilanz und Facts machen diesen Schritt. Facts hat seine Tarife sogar schon kurz nach der Publikation der Mach Basic 04 um 10 Prozent gesenkt, auf den Jahreswechsel hin steht deshalb keine weitere Reduktion an. Anders die Bilanz: Sie reduziert den Tarif ab 1. Januar um 13,1 Prozent, womit sie gar den Reichweitenverlust von 12,2 Prozent übertrifft. Sie deutet damit wohl an, dass sich der Auflagen- und Leserschwund noch weiter akzentuiert hat.
Bei den Werbekunden noch beliebter sind Zeitungen und Zeitschriften, die trotz höherer Leistung den Tarif beibehalten und
damit den Tausendleserpreis (TLP) senken. Mit gutem Beispiel gehen hier die Schweizer Familie und das Radiomagazin voran. Sie bleiben beim 2004er-Preis, obwohl sie signifikant Reichweite gewonnen haben. Ähnlich, wenn auch ohne signifikanten Lesergewinn, verhalten sich die Aargauer Zeitung, die Mittelland Zeitung, L’Illustré, Stocks, L’Express, Kochen oder das Teleclub Magazin.
Am liebsten aber wären den Werbeauftraggebern Titel, die trotz gesteigerter Reichweite ihre Tarife senken. Doch das gibt es nicht. Das Umgekehrte hingegen schon – noch dazu in erstaunlich grosser Zahl: Blätter, die trotz teilweise signifikanten Reichweitenverlusten ihre Preise anheben. Dazu gehören in erster Linie der Beobachter und alle Deutschschweizer Sonntagsblätter, ferner der Tages-Anzeiger, die BaZ, die BZ, die Neue LZ, die WochenZeitung (WOZ), Fémina, Le Nouvelliste, La Regione und Bilan.
Bloss wenige Begründungen
In den meisten dieser Fälle hielten es die Verlags- und Anzeigenleiter nicht einmal für nötig, ihren Entscheid zu begründen. Nur bei zwei Titeln gab man eine Erklärung ab: Beim Nouvelliste seien Auflage sowie Papier- und Vertriebskosten gestiegen, zudem habe man im 2003 den sw-Tarif nicht erhöht, schrieb Olivier Debons von der Publicitas Sion. Und bei der WOZ gab Verlagsleiter Kilian Gasser zu Protokoll, dass sein Blatt seit acht Jahren auf Tariferhöhungen verzichtet habe, dies, obwohl die WOZ-Reichweite übers Ganze gesehen gewachsen sei – und die Teuerung dazu. Auch die NZZ schlägt trotz signifikantem Reichweitenverlust auf, allerdings nur beim sw-Tarif. Den Vierfarben-Preis senkt sie hingegen um 5,5 Prozent – «weil sie so ihren Inserenten die Möglichkeiten der neuen Rotation weitergeben will», wie Anzeigenleiter Marcel Kohler erklärt.
Die weitaus meisten Titel erhöhen ihre Tarife aber einmal mehr versteckt, indem sie trotz gesunkener Reichweite den absoluten Preis auf dem bisherigen Niveau belassen. Mit solch schlechtem Beispiel gehen Cash, Finanz und Wirtschaft, Schweizer Illustrierte, NZZ Folio und Sélection voran. Aber auch die HandelsZeitung, die Glückspost, der K-Tipp, die Weltwoche, L’Hebdo, die Südostschweiz, das Beste, Gesundheit Sprechstunde, L’Impartial, Il Giornale del Popolo, Annabelle, Tele und La Liberté gehören dazu.
Und was macht der Landbote, der im Juni seine Auflagenmanipulation aufgedeckt hat? Hier wird mit Argumenten jongliert: Vor einem Jahr hatte Markus Wenger, Leiter Regiezeitungen bei der Publicitas Winterthur, den damaligen Preisaufschlag damit begründet, dass die Landbote-Auflage «deutlich um 2,8 Prozent auf 48016 Exemplare gestiegen» sei. Vom Auflagenbschiss wusste er damals noch nichts. Tatsächlich war die Auflage zum wiederholten Mal gesunken. Angesichts dieses Schwindels und vor allem auf Grund der letztjährigen Argumentation wäre nun eine Tarifsenkung am Platz. Doch dafür scheint man in Winterthur kein Musikgehör zu haben. Im Gegenteil, man tut so, als verzichte man kulanterweise auf eine erneute Preiserhöhung.
Jedenfalls schrieb Wenger: Die Leserzahlen des Landboten «haben sich nur in Folge der neuen Befragung durch die Wemf verändert und rechtfertigen daher in der Normal- und Grossauflage keine Preiserhöhungen». Will wohl heissen: Dieses Jahr richten wir unsere Tarifpolitik nicht nach der Auflage, sondern für einmal nach den Reichweiten – und weil diese relativ stabil sind, verzichten wir wohl oder übel auf eine Tariferhöhung.
Markus Knöpfli

Tribune de Genève setzt auf regionale Stoffe

Zeitungen Die Tribune de Genève (TdG) unterzieht sich einem Relaunch. Während die Änderungen am Layout eher subtil sind, wurde vor allem das Konzept überarbeitet.

Zeitungen Die Tribune de Genève (TdG) unterzieht sich einem Relaunch. Während die Änderungen am Layout eher subtil sind, wurde vor allem das Konzept überarbeitet.Die TdG setzt künftig vor allem in der lokalen Berichterstattung Schwerpunkte. «Heute beginnt die Mehrheit unserer Leser mit dem Regionalbund und blättert dann rückwärts durch den ersten Bund, um auch etwas über das Weltgeschehen zu erfahren», glaubt Chefredaktor Dominique von Burg. Seite zwei bietet künftig «die Aktualität in fünf Minuten», also Kurzfutter über die wichtigsten Ereignisse der letzten 24 Stunden. Die bisher sieben Seiten umfassenden Rubriken International, Schweiz und Wirtschaft werden zum fünfseitigen Bereich «Les enjeux» («Die Einsätze») verdichtet. Die Lokalredaktion dient gemäss von Burg künftig nicht mehr als Karriere-Durchgangsstation, sondern wird mit besonders erfahrenen Journalisten besetzt.

Peter-PR plant Basler Volksfest

Events Die Betreibergemeinschaft St. Jakob in Basel lanciert nächstes Jahr ein dreitägiges Volksfest vom 9. bis 11. September mit mehr als 25 Attraktionen für 200 000 Besucher.

Events Die Betreibergemeinschaft St. Jakob in Basel lanciert nächstes Jahr ein dreitägiges Volksfest vom 9. bis 11. September mit mehr als 25 Attraktionen für 200 000 Besucher.Mit der Planung, Organisation und Durchführung wurde die Kommunikations- und Eventagentur Peter-PR beauftragt. Das Fest soll die Vielfalt der sportlichen und kulturellen Veranstaltungen in der Sport- und Eventstadt St. Jakob aufzeigen. Zu der Betreibergemeinschaft gehören das Fussballstadion St. Jakob-Park, die St. Jakob-Arena, das Reitstadion «Schänzli», die St. Jakobshalle, die Sportanlagen, der Merian Park Brüglingen, das Schwimmbad St. Jakob, das Parkhaus St. Jakob sowie der Park im Grünen.
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