Stämpfli Kommunikation unter neuer Leitung

Dominic Eichenberger wird neuer Leiter der Berner Agentur Stämpfli Kommunikation. Er tritt seine Stelle am 15. April 2015 an.

Eichenberger war zuletzt seit 2012 als Leiter Marketingkommunikation des Stade de Suisse tätig. Mit einer Ausbildung zum Schriften- und Reklamegestalter sowie einer Weiterbildung zum Planer Marketingkommunikation bringt er eine langjährige Erfahrung in der 360° Mar-kenkommunikation mit. Zu seinen Stationen gehören AY&R, Jung von Matt, Contexta, Frontwork, Aroma Productions und Creative Circle. Die Agentur Stämpfli Kommunikation ist eines von fünf Leistungsgebieten der Stämpfli AG, zu denen auch die Gebiete Internet, Publikationssysteme, Verlagsservice und Produktion gehören.

Stellenausschreibung-per-Dialogmarketingkampagne

Mit einer unkonventionellen Ausschreibung, einer Dialogmarketingkampagne unter dem Namen «Die Zeiten ändern sich», konnte die Leitung von Stämpfli Kommunikation neu besetzt und zudem  Stämpfli als vielfältige Kommunikationsdienstleisterin präsentiert werden. Via Mailing gelangten Empfänger auf eine personalisierte Microsite, die auf überraschende Weise zeigte, wie sich die Zeiten ändern – auch bei Stämpfli. Interessierte hatten die Möglichkeit, sich gleich für einen Erstkontakt einzutragen oder jemanden zu empfehlen. «Wir wollten auf selbstironische Weise zeigen, dass auch wir mit der Zeit gehen», hält Geschäftsführer Daniel Sinn fest. «Umso mehr freuen wir uns auf Dominic Eichenberger, der diesen Geist ebenfalls verkörpert.»

Goldbach erhält mit Veraison neuen Grossaktionär

Neuer Grossaktionär beim Werbevermarkter Goldbach: Die Fondsgesellschaft Veraison hat 16,3 Prozent des Aktienanteils erworben.

Damit unterstütze man «die heutige Führung und das Management von Goldbach als aktiver und engagierter Aktionär», teilte Veraison am Montag mit. «Wir freuen uns, die Goldbach Group auf dem zukünftigen Weg nach der Fokussierung zu begleiten», wird Veraison-Verwaltungsratspräsident Gregor Greber in der Mitteilung zitiert. Goldbach hat sich nach rasanter Expansion auf die Kernkompetenzen als Vermarktungsdienstleisterin mit Fokus auf die Region DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) inklusive Polen fokussiert. (SDA)

Zu guter Letzt: Mut zur Lücke

In Frankreich zeigt Smart wieder einmal ziemlich unverblümt, wie alt die Konkurrenz aussieht, wenn es um kleine Parklücken geht.

Kein- und Kleinstwagen liegen im Trend. Besonders im Stadtverkehr bieten wendige Autos zahlreiche Vorteile gegenüber ihren unhandlichen, langen Artgenossen. Besonders wenn es um die Parkplatzsuche geht: Wer ein kurzes Auto fährt, passt auch mal in eine Lücke rein, die eigentlich gar keine ist. Unangefochtener Meister dieser Disziplin ist der Smart. Für den Möbelkauf weniger geeignet, spielt er seine Stärken in der Parkflexibilätit jedoch gnadenlos aus. Ein Smart ist derart kurz, dass auch die Kleinwagen der Konkurrenz das Nachsehen haben, wenn es um Zentimeter geht.

Eigentlich ein alter Zopf, aber man kann es ja wieder mal zeigen. Und zwar so deutlich, wie es hierzulande wohl nicht möglich wäre: Die Konkurrenz wird nicht nur angedeutet, sondern in voller Pracht gezeigt. Vergleichende Werbung bewegt sich immer auf einem schmalen Grat des Wirtschaftsrecht – sowohl in der Schweiz, wie auch in der EU. Sie ist grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber strengen Auflagen. Die Aussagen müssen beispielsweise der Wahrheit entsprechen und objektiv nachprüfbar sein. Und sie dürfen die Konkurrenz nicht verunglimpfen oder herabsetzen. BBDO scheint sich der Sache jedenfalls sicher zu sein. Und sowieso: Bei so einem charmanten Spot kann Smart ohnehin niemand böse sein. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=Vb5OzqL2T20

Spotify könnte bald 8,4 Milliarden Dollar wert sein

Der weltgrösste Musik-Streamingdienst Spotify will einem Bericht zufolge bei Investoren frisches Geld einholen und könnte damit seinen Wert auf 8,4 Milliarden Dollar steigern. Bei einer neuen Finanzierungsrunde will Spotify in den kommenden Wochen 400 Mio. Dollar einnehmen.

Zu den Geldgebern zählen die Investmentbank Goldman Sachs und ein Fonds aus Abu Dhabi, wie die US-Wirtschaftszeitung Wall Street Journal berichtete. Ein Sprecher der US-Bank wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren. Mit Spotify können Musikstücke aus einem umfangreichen Katalog ausgewählt und kostenlos via Internet angehört werden. Dabei wird Werbung eingespielt und angezeigt – es sei denn, ein Nutzer entscheidet sich für ein kostenpflichtiges Abonnement. Der 2008 gegründete Dienst hat nach eigenen Angaben 15 Millionen zahlende Kunden. Weitere 45 Millionen Musikfreunde nutzen das Angebot kostenlos. (SDA)

Regen und Schnee sollen Publikum ins Kino locken

CJ 4DPlex aus Südkorea setzt auf Schnee, Regen und warme Luft, um Kinobesuchern ein noch fesselnderes Filmerlebnis zu bieten. Die stürmischen Wettereffekte werden diesen Monat im Rahmen der Cinemacon erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Sie ergänzen das 4DX-System, das dem Publikum das Gefühl vermitteln soll, noch unmittelbarer an der Leinwand-Action teilzuhaben – auch im bevorstehenden postapokalyptischen Kinosommer, wie das Magazin Variety.com berichtet.

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Katastrophen live miterleben

CJ 4DPlex bietet «4D-Kino», das laut Unternehmen noch fesselnder ist als jede 3D-Vorführung. Dazu setzt das System 4DX auf Effekte wie Bewegung, Nebel, Blitze, Gerüche oder Vibrationen. Diese füllen den Kinosaal passend zum Geschehen auf der Leinwand. Die aktuelle Erweiterung um stürmische Wetter-Effekte soll dem Hersteller zufolge gerade bei Katastrophenszenarien Seher noch stärker ins Filmerlebnis einbinden – bei Fluten, Explosionen, Erdbeben, Tornados oder Feuersbrünsten. Die Erweiterung des 4DX-Systems kommt gerade rechtzeitig für einen Kinosommer, der mit apokalyptischen Abenteuern lockt. Mitte Mai startet beispielsweise «Mad Max: Fury Road», mit dem eine Endzeit-Kult-Franchise die Rückkehr in Kinos feiert. Wenig später folgt mit «San Andreas» ein Film, der mit einem Mega-Erdbeben das kalifornische Albtraumszenario schlechthin zeigt. Beide Filme wird es in einer 4DX-Version geben, ebenso wie das gerade mit gewaltigem Erfolg an den Kinokassen angelaufene «Furious 7».

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4DX-Trend greift global um sich

Die stürmisch aufgepeppten Sommer-Blockbuster sind allerdings noch längst kein globales Phänomen. Zwar gibt es in China und Indien, also den bevölkerungsreichsten Ländern der Erde, bereits 4DX-Kinosäle. Auch in Südamerika und Osteuropa findet das Effekt-Kino zunehmend Verbreitung, im Westen dagegen fasst es eher langsam Fuß. In den USA ist erst voriges Jahr in Los Angeles der erste Saal entsprechend aufgerüstet worden, in Deutschland lässt die Technologie noch auf sich warten. In der Schweiz hat erst diesen März Arena Cinémas den ersten 4DX-Saal in Betrieb genommen, im Genfer La Praille. (pte)

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Bilder: Cj4dx.com

Watson knackt die Millionen-­Grenze

Das Nachrichtenportal Watson erreicht im März erstmals über eine Million Unique Clients. Die positive Traffic­-Entwicklung seit Januar setzt sich fort.

Seit einem Jahr lässt Watson seine Trafficzahlen von Netmetrix beglaubigen. Und nach diesen zwölf Monaten knackt das Newsportal bei den Unique Clients die Millionengrenze: Genau 1’018’262 Unique Clients haben im März auf Watson zugegriffen, wie es in einer Mitteilung heisst. Das entspricht einer Steigerung um 53’000 gegenüber dem bereits starken Vormonat.

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Auch die Visits erzielten eine neue Bestmarke – Watson wurde im März 6’309’000 Mal besucht, was einer Zunahme von 19 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Und auch die Page Impressions legten im Vergleich zum Februar um 12 Prozent zu und beliefen sich auf 34’352’000. Insgesamt konnte Watson im ersten Jahr der Netmetrix­-Messung seine Trafficwerte steigern (vgl. Grafik). Nach Quartals­-Durchschnittswerten legten die Unique Clients um
 68 Prozent zu, die Visits um 151 Prozent und die Page Impressions sogar um 413 Prozent.

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WS: Opel parkt um, ASAG steigt ein

Im Januar 2015 hat die ASAG neu die Vertretung der Automarke Opel in der Region Basel übernommen. Den Wechsel machte WS Kommunikation mittels einer Typo- Kampagne publik.

Die autoaffine Zielgruppe kann sich fortan im neuen Opel Center Basel bei der ASAG Gellert von der Qualität und Vielseitigkeit der Opel-Modellpalette überzeugen. WS Kommunikation setzte auf eine umfassende Verbreitung der Botschaft «Opel parkt um. ASAG steigt ein.» via Plakate, Inserate, Mailings, TV-Spots, Tram- und Buswerbung sowie Online Displays und einem Messauftritt.
Mit seinem Wording lehnte sich WS Kommunikation bewusst an die Dachmarkenkampagne an, die Opel in Deutschland mit dem Slogan «Umparken im Kopf» fährt. Damit wollen die Rüsselsheimer ihren angestrebten Imagewandel vorantreiben, indem sie die Zielgruppe zum Umdenken anregen und traditionelle Vorurteile gegenüber der Marke abbauen helfen.

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Verantwortlich bei ASAG: Jasmine Gasser (Leiterin Marketing und Kommunikation). Verantwortlich bei WS Kommunikation: Reto Meyer (Gesamtverantwortung), Markus Stöckli (Art Direction, Text), Joe Werner, Marion Philipp (Grafik), Nadine Wolleb (Beratung).

MCH Group übernimmt Reflection Marketing

Die MCH Group mit Sitz in Basel übernimmt rückwirkend per 1. Januar 2015 100 Prozent der Aktien der Marketing-Agentur Reflection Marketing in Dübendorf.

Reflection Marketing wird unter der Leitung der bisherigen Partner und Geschäftsführer Pascal Kreder und Urs Stamm als eigenständige Gesellschaft in die MCH Group integriert und operativ unabhängig weitergeführt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Das aktuell zehnköpfige Team der 2002 gegründeten Agentur Reflection Marketing ist spezialisiert auf «Strategisches Marketing» sowie Reviews und Lösungen im Bereich «Sponsoring & Events». Das Dienstleistungsangebot umfasst die Strategie-Entwicklung und -Umsetzung sowie die entsprechende Analyse und Konzeption.

«Mit Reflection Marketing können wir das einzigartige Netzwerk unseres Live-Marketing-Unternehmens und das Dienstleistungsangebot für unsere Kunden weiter ausbauen», erklärt René Kamm, CEO der MCH Group. «Gleichzeitig verstärken wir damit auch unsere interne Marketing-Kompetenz.» Für Pascal Kreder, einer der bisherigen Eigentümer von Reflection Marketing, sind mit der Integration in die MCH Group grosse Potenziale verbunden: «Wir werden von der starken Marktposition der MCH Group und den Synergien des Gruppen-Netzwerkes profitieren und unsere Kundenkreise erweitern können.»

Campaigning im digitalen Zeitalter

Wie muss heute eine integrierte und nachhaltige Kampagne aufgebaut sein, damit sich die Community mit Inhalten auseinandersetzt? Auf dieser Frage baute der Farner Campaigning-Event vom 1. April 2015 in Bern.

Der Einladung der führenden Schweizer Kommunikationsagentur folgten knapp 100 Personen aus Politik und Wirtschaft, welche die Diskussionen um neue Campaigning-Ansätze mit Interesse verfolgten. Roman Geiser, CEO von Farner, stellte in seinen einführenden Begrüssungsworten die Gretchenfrage fürs Wahljahr 2015: «Wie mobilisieren wir erfolgreich im digitalen Zeitalter?»

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Begrüssung und Vorstellung von Alec Ross durch Roman Geiser, CEO, Farner Consulting

Der Wandel ist bereits erfolgt

Erste Antworten fand Alec Ross, der den digitalen Wahlkampf revolutionierte. 2008 war Ross im US-amerikanischen Wahlkampf verantwortlich für Technologie und Innovation und führte mit seiner Strategie Barack Obama zum Erfolg. In seinem Eröffnungsreferat erläuterte Ross, heute Berater von Hillary Clinton, eindrücklich die Auswirkungen der Digitalisierung auf Diplomatie, Politik und Kampagnenführung und hielt fest: «The world is not changing, Smartphones and wireless technology have already changed the world.» Neben den Erfolgsrezepten der Obamakampagne, «What really mattered at the time was making political campaigning more efficient and effective», präsentierte Ross fünf Campaigning Tipps:

1. Treat your engagement on social media as you would on live TV.
2. Use social media as a place to listen, not only to send!
3. There is no such thing as online and offline! Ask them to put your twitter handle and your facebook URL below your name on TV.
4. Twitter is perfect to influence the elite and tell a story. Facebook is to reach the folks back home!
5. Put on the amount on Social Media where you are comfortable with! Give them a glimpse of your private live, but not too much!

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Interview mit Alec Ross geführt von Daniel Jörg, Digital Strategist, Farner Consulting

Auch die Schweizer Politik ist im digitalen Zeitalter angekommen

An der anschliessenden Podiumsdiskussion unter der Leitung des ehemaligen Co-Chefredaktors Markus Eisenhut (heute Farner) diskutierten die Nationalrätinnen Aline Trede, GPS und Christa Markwalder, FDP mit Christian Engeli (Kampagnenleiter greenpeace), Patrik Müller (Chefredaktor Schweiz am Sonntag) und Daniel Heller (Politberater Farner). Sushil Aerthott, verantwortlich für digitale Kampagnen bei Economiesuisse, brachte seine Erfahrungen zum Campaigning im digitalen Zeitalter mit ein.

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Während für Trede die Onlinemedien riesige Chancen und Möglichkeiten für Kleinparteien darstellen, brach Chefredaktor Müller auch eine Lanze für die bewährten Kommunikationsmittel und hielt fest: «Die Twitterkönige unter den Parlamentarier haben einen Bruchteil an Reichweite im Vergleich zu den Zeitungen.» Greenpeace-Kampagnenleiter Christian Engeli lobte die Chancen, welche digitale Kanäle beim Aufbau von Communities zu Themen und deren Mobilisierung bieten würden. Aus de r Diskussion kamen aber auch die Unterschiede zwischen der Schweiz und dem politischen System in den USA klar hervor. Alleine schon der hiesige gute Bildungs- und Informationszugang führe zu einer anderen Nutzung von Social Media Kanälen. Gerade junge Wählerinnen und Wähler könnten aber verbessert mit Social Media Elementen für Politik gewonnen werden. Die grosse Herausforderung sei es dann, diese jungen Leute aus der virtuellen Welt an die reale Urne zu bringen. Dabei betonte Markwalder, eine der fleissigsten Twitterinnen unter der Bundeshauskuppel, dass neben den Social Media Elementen der persönliche Austausch mit der Community nach wie vor der wichtigste Ansatz sei, den auch die digitale Welt nicht ersetzen könne.

Dieser persönliche Austausch mit allen Anwesenden wurde beim gemütlichen Ausklang rege gepflegt. Davor betonte Farner-CEO Roman Geiser in seinem Schlusswort, dass erfolgreiches Campaigning im digitalen Zeitalter auf dem Zusammenspiel verschiedener Elemente beruhe. Basierend auf 60 Jahren Kampagnenerfahrung verwies er auf die Farner Campaigning Box, welche unter den Stichworten «Analyse», «Integration», «Beschleunigung» und «Regionalisierung» Inhalte zu einer nachhaltigen Kampagne offeriere.

Online-Kampagnen brauchen Kreation und Targeting

Eine Viewability-Studie untersucht erstmals den Zusammenhang zwischen Sichtbarkeits- und Betrachtungsdauer von Werbemitteln. Sie zeigt: Nicht die Sichtbarkeitsdauer ist entscheidend für den Kampagnenerfolg, sondern Kreation, Botschaft und Targeting.

Der Kampagnenerfolg hängt weniger von der Sichtbarkeitsdauer (= wie lange war ein Werbemittel im sichtbaren Bereich?) als von der Betrachtungsdauer (= wie lange wurde ein Werbemittel tatsächlich betrachtet?) ab. Dagegen sind eine aufmerksamkeitsstarke Kreation und relevante Botschaften durch eine präzise Zielgruppenansprache mittels Targeting elementare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Online-Kampagne. Diese Faktoren entscheiden massgeblich darüber, ob und wie lange ein Werbemittel gesehen wird. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Viewability-Studie «Ich sehe was, was Du nicht siehst» von United Internet Media. Der Mediavermarkter der United Internet Portale GMX und Web.de hat die Untersuchung gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Eye Square, Berlin, durchgeführt.

Die Diskussion um Leistungswerte zur Qualitätsbewertung von Online-Werbung im vergangenen Jahr rückte die «Viewability» in den Mittelpunkt. United Internet Media hat jetzt den Zusammenhang zwischen der Sichtbarkeitsdauer und der tatsächlichen Betrachtung von Werbemitteln untersucht. Die Studie zeigt, dass die Sichtbarkeit eines Werbemittels dessen Betrachtung zwar bedingt, denn nur ein sichtbares Werbemittel kann auch wahrgenommen werden. Jedoch können nur 16 Prozent der Betrachtungsdauer durch die Sichtbarkeitsdauer erklärt werden. Grossformate haben gegenüber kleineren Formaten zwar eine bessere Chance, lang betrachtet zu werden. Jedoch bleibt der Zusammenhang zwischen Sichtbarkeits- und Betrachtungsdauer auch bei den Grossformaten auf überschaubarem Niveau.

Kreative Werbung wird besser wahrgenommen

Durch die gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich des eher schwachen Zusammenhangs von Sichtbarkeits- und Betrachtungsdauer zeichnet sich bereits ab, welche Rolle die Kreation einer Kampagne spielt. Vor allem Formate, die nicht durch ihre Grösse punkten oder in einem Umfeld mit kurzer Verweildauer platziert sind, sind besonders auf die Qualität der Kreation angewiesen. Wobei Werbung generell – unabhängig von der Formatgrösse – aufmerksamkeitsstark sein muss. Und eine gute Kreation hat darauf einen grossen Einfluss. Denn sie entscheidet massgeblich darüber, ob und wie lange ein Werbemittel gesehen wird. Dies zeigte bereits die OVK-Studie «The Power of Creation», die der Kreation mit einem Erklärungsanteil am Blickkontakt mit einem Werbemittel von knapp 50 Prozent eine übergeordnete Bedeutung zugeschrieben hat. Damit bestätigt «Ich sehe was, was Du nicht siehst» die Ergebnisse der OVK-Studie, die neben der Frage danach, ob ein Werbemittel wahrgenommen wird, ebenfalls die Betrachtungsdauer näher untersucht hat.

Denn wenn es darum geht, wie lange ein Werbemittel tatsächlich betrachtet wird, sinkt der Erklärungsanteil der Kreation zwar auf circa ein Drittel. Dafür werden jedoch Personenmerkmale relevanter als beim reinen Blickkontakt. Ein präzises und leistungsstarkes Targeting ist somit die Basis für die Dauer der Wahrnehmung von Werbebotschaften.

Zusätzlich zur Messung von Sichtbarkeits- und Betrachtungsdauer beinhaltet die Studie «Ich sehe was, was du nicht siehst» eine Nachbefragung. Dadurch ist eine ganzheitliche Kampagnenbeurteilung möglich, die sich nicht nur auf messbare Kennzahlen stützt. Die Nachbefragung hat gezeigt, dass die Erinnerungsleistung an ein Kampagnenmotiv weniger von der Sichtbarkeitsdauer (8 Prozent Erklärungsanteil) als vielmehr von der Betrachtungsdauer (25 Prozent Erklärungsanteil) abhängt. Weiterhin wurde deutlich, dass die Kampagne, deren Werbemittel am häufigsten und längsten betrachtet wurde, auch die höchste Werbewirkung aufwies.

Erfolgsformel für eine erfolgreiche Kampagne

Aus den Ergebnissen der «Viewability»-Studie lassen sich wichtige Erkenntnisse für die Bedingungen einer erfolgreichen Online-Kampagne ableiten. Es ergibt sich eine klassische Zweiteilung der Verantwortlichkeiten: Die Aufgabe der Online-Vermarkter ist es, gut sichtbare und grossflächige Werbeplatzierungen sowie ein präzises Targeting zur richtigen Zielgruppenansprache zur Verfügung zu stellen. Das ist aber nur die halbe Miete, denn nur wenn Agenturen und Werbetreibende die Werbeflächen mit aufmerksamkeitsstarken und online-optimierten Werbemittelkreationen bespielen, sind die Voraussetzungen für eine optimale Werbewirkung gegeben.

«Nicht jede messbare Kennziffer ist gleichermassen bedeutsam für den Kampagnenerfolg. Die Ergebnisse unserer Studie haben das erneut gezeigt. Es kommt nicht auf die Sichtbarkeitsdauer, sondern vor allem auf die Kreation und Relevanz an. Damit liefern wir den Marktteilnehmern wichtige neue Erkenntnisse zur Leistungsbewertung von Kampagnen. Vermarkter, Agenturen und Werbetreibende können nur gemeinsam eine erfolgreiche Online-Kampagne realisieren», betont Rasmus Giese, Geschäftsführer United Internet Media.

Weitere Informationen zu den Studienergebnissen auf United-internet-media.de

Zur Methodik

Die Studie wurde in einem online-repräsentativen Panel inklusive Viewability-Messung und Messung der Betrachtungsdauer anhand der Webcam der Befragten durchgeführt. Die Teilnehmer (600 Befragte, 14-59 Jahre) wurden zunächst im Online-Access-Panel rekrutiert. Ihnen wurde die Surfaufgabe gestellt, drei Webseiten (Focus.de, Web.de und GMX) zu besuchen, auf denen die zu untersuchende Zielwerbung platziert war. Dabei hatten die Befragten insgesamt mit drei Kampagnen, bestehend aus jeweils fünf Formaten (Billboard, Halfpage Ad, Superbanner, Skyscraper und Medium Rectangle) Kontakt. Im Anschluss fand eine Nachbefragung statt.

 

Jornod bleibt Verwaltungsratspräsident der NZZ

Etienne Jornod bleibt Verwaltungsratspräsident der NZZ. Der Westschweizer wurde am Samstag an der Generalversammlung in Zürich mit deutlicher Mehrheit für weitere vier Jahre gewählt - trotz scharfer Kritik an seinem Kurs.

Nach den Turbulenzen in den vergangenen Monaten musste sich der Verwaltungsrat auf eine unangenehme Versammlung gefasst machen. Gleich zwei Aktionärsgruppen hatten im Vorfeld Angriffe auf die Spitze des Unternehmens angekündigt. Die eine Gruppe wollte Jornod aus dem Amt jagen, die andere den Verwaltungsrat nur noch auf ein Jahr statt wie bisher auf vier Jahre wählen lassen. Um sich ein Stimmrecht zu sichern, hatten gar mehrere NZZ-Journalisten in den vergangenen Wochen Aktien gekauft. Die Versammlung sei jedoch „enttäuschend normal“ verlaufen, sagte ein Teilnehmer gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Jornod habe zwar einiges an Kritik einstecken müssen, bei der Wiederwahl aber erstaunlicherweise das beste Resultat erzielt.

Kritisiert wurde Jornod vor allem in Zusammenhang mit der Wahl des neuen Chefredaktors. Dass er als Nachfolger von Markus Spillmann den Chefredaktor der Basler Zeitung“ und Christoph Blocher nahe stehenden Markus Somm an die Spitze der NZZ-Redaktion holen wollte, hatte auch redaktionsintern heftige Reaktionen ausgelöst. Der frühere NZZ-Auslandredaktor Reinhard Meier bezeichnete das Manöver mit «Blocher-Mann Somm» als Anschlag auf die Seele der NZZ und als «schrecklichen Mangel politischer Urteilsfähigkeit», wie die NZZ auf Twitter verlautete. Sein Antrag, Jornod abzuwählen, wurde jedoch mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

Jornod klar bestätigt

Weil die Amtsdauer der Verwaltungsräte vier Jahre dauert, mussten sich nur drei der neun Mitglieder der Wiederwahl stellen: Neben Präsident Jornod waren dies Christoph Schmid und Bernd Kundrun. Alle drei wurden mit klaren Mehrheiten in ihren Ämtern bestätigt. Unangetastet blieb auch die vierjährige Amtszeit. Ein Antrag der Aktionärsgruppe «Freunde der NZZ» um Erhard Lee, Oliver Benz und Edwin van der Geest, die Amtszeit auf ein Jahr zu beschränken und die Statuten entsprechend zu ändern, fand keine Mehrheit. Das bestehende Modell mit den gestaffelten vierjährigen Amtszeit habe den Vorteil, dass es eine regelmässige Erneuerung bei gleichzeitiger Konstanz erlaube, heisst es in einer Mitteilung der NZZ. Dies ermögliche den Verwaltungsräten, gemeinsam eine langfristige Sichtweise zu entwickeln und trage damit zur Sicherung der wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit des Mediums bei.

Scharfe Kritik zur Begrüssung

Empfangen wurden die Aktionärinnen und Aktionäre von ehemaligen Redaktionsmitgliedern mit einem Flugblatt. Die Gruppe ohne Stimmrecht schlug dabei ungewohnt scharfe Töne an. Dem Verwaltungsrat und der Unternehmensleitung wurde vorgeworfen, sie hätten das einstige «Flaggschiff der Schweizer Presse» in eine Krise geführt, es der Lächerlichkeit preisgegeben und unverantwortbaren Risiken ausgesetzt.

Bei der NZZ herrscht seit dem vergangenen November Unruhe, nachdem bekannt wurde, dass die Druckerei in Schlieren geschlossen wird (Werbewoche.ch berichtete). 125 Angestellte verlieren damit Mitte Jahr ihren Job. Für noch negativere Schlagzeilen sorgte der Verwaltungsrat um Jornod im Dezember, als NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann gehen musste und bekannt wurde, dass dieser durch den Chefredaktor der Basler Zeitung und Christoph Blocher nahe stehenden Markus Somm ersetzt werden sollte. Aufgrund des öffentlichen Drucks und Protesten wurde schliesslich vor einem Monat eine interne Lösung getroffen. Als Chefredaktor ernannt wurde Auslandchef Eric Gujer. Dieser räumte an der Generalversammlung ein, dass die letzten Monate für die Redaktion belastend gewesen seien. Die grosse Mehrheit der Journalisten blicke nun aber nach vorne. (SDA)

Wunderman: Der gesunde Hamburger

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