Crashtest für Pistenraser
Versicherungen Mit Bergbauern-Weisheiten von Ruf Lanz ermuntert SuvaLiv zur Vorsicht auf der Skipiste.
Versicherungen Mit Bergbauern-Weisheiten von Ruf Lanz ermuntert SuvaLiv zur Vorsicht auf der Skipiste.Nahezu ein Drittel aller Sportunfälle sind Wintersportunfälle. Das ist kein Zufall, weiss man bei der Präventionsstelle der Suva, denn auf und neben den Pisten wird immer schneller und riskanter gefahren. Begünstigt wird dieser Trend durch immer leistungsfähigeres Material wie auch durch die hohen Förderkapazitäten der Bergbahnen und den somit stark frequentierten Pisten. Auch wenn bei einem Skiunfall die Schwere der Verletzungen und die Kosten deutlich höher sind als bei einem Snowboardunfall, hat ein Zusammenprall in beiden Fällen oft fatale Folgen.Immerhin: Laut Unfallstatistik ist die Anzahl an Schneesportunfällen (2002: rund 32000) seit gut sieben Jahren stabil – leichte Veränderungen von Jahr zu Jahr sind auf die unterschiedlichen Schnee- und Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Die Entwicklung der Unfallkosten verläuft nahezu parallel zur Unfallhäufigkeit und liegt seit Jahren bei über 180 Millionen Franken, wobei die tieferen Kosten bei den Snowboardunfällen und die kürzere Heilungsdauer der meist jüngeren Verunfallten positiv auf die Gesamtsumme wirken. Auf Grund der medizinischen Diagnosen und der Zunahme der Ausfalltage geht die SuvaLiv davon aus, dass in den letzten Jahren schwere Skiunfälle eher zugenommen haben.
Um die drohenden Gefahren anschaulich zu machen, setzt die Suva heuer erstmals eine Berechnung vom Biomechanischen Institut der ETH ein, die eindrücklich zeigt, wie gefährlich das Rasen auf den Skipisten ist. Nachgewiesen wurde zum Beispiel, dass eine Kollision auf der Piste mit 50 km/h dem Aufprall nach einem Sturz aus 9,8 Meter Höhe entspricht. Dieses Ergebnis hat nun Ruf Lanz, die Hausagentur der SuvaLiv, dramatisiert: Auf Plakaten und flankierenden Inseraten dramatisiert ein verblüffendes Motiv die bei einem Crash waltenden Kräfte – nämlich anhand eines Sprungs von einem Hochhaus.
In zahlreichen Schweizer Wintersportorten soll das Plakat an die Eigenverantwortung appellieren, direkt am POD – «Point of Danger», so CD Danielle Lanz. Und weil die Suva nicht mit erhobenem Zeigefinger warnen will, entwickelte die Agentur zusätzliche Werbemassnahmen mit ebenso überraschenden Umsetzungen und an Orten, an denen man es nicht unbedingt erwartet. «Damit wollen wir der Zielgruppe der Wintersportler noch näher kommen», erklärt Agenturpartner Markus Ruf. Als Werbeträger kommen Sicherheitsbügel der Sessellifte für die Suva-Botschaft zum Einsatz. Denn man hat minutenlang Zeit, sie anzuschauen. Und dies unmittelbar vor der Abfahrt. Auf die Gefahren des Rasens machen hier knochenharte Bergbauern-Weisheiten aufmerksam. «Ertönt vom Hang ein lauter Schrei, sind des Rasers Knochen Brei» oder «Verkriecht sich der Schneehase im Bau, fährt ein Raser wie die Sau» sind nur zwei von fünf Sujets. Weit herum dürfte auch die Gondel im Skigebiet Laax, das besonders viele junge Wintersportler anzieht, für Aufsehen sorgen. Erinnert sie doch mit Ambulanz-Design und funktionierendem Blaulicht daran, dass, wer lieber ins Tal als ins Spital kommt, mit Vorteil vorsichtig fährt.
Kampagne gegen das Pistenrasen, direkt am POD («Point of Danger»):Bauernregeln am Sicherheitsbügel, Gondel im Ambulanz-Look.
Ruf Lanz macht für SuvaLiv die Gefahren des Pistenrasens anschaulich. Die Kampagne schliesst neben Plakaten auch Massnahmen direkt am POD (dem «Point of Danger») ein: Bergbahngondeln im Ambulanz-Look und träfe Sprüche am Skilift. >> Seite 9
Um die drohenden Gefahren anschaulich zu machen, setzt die Suva heuer erstmals eine Berechnung vom Biomechanischen Institut der ETH ein, die eindrücklich zeigt, wie gefährlich das Rasen auf den Skipisten ist. Nachgewiesen wurde zum Beispiel, dass eine Kollision auf der Piste mit 50 km/h dem Aufprall nach einem Sturz aus 9,8 Meter Höhe entspricht. Dieses Ergebnis hat nun Ruf Lanz, die Hausagentur der SuvaLiv, dramatisiert: Auf Plakaten und flankierenden Inseraten dramatisiert ein verblüffendes Motiv die bei einem Crash waltenden Kräfte – nämlich anhand eines Sprungs von einem Hochhaus.
In zahlreichen Schweizer Wintersportorten soll das Plakat an die Eigenverantwortung appellieren, direkt am POD – «Point of Danger», so CD Danielle Lanz. Und weil die Suva nicht mit erhobenem Zeigefinger warnen will, entwickelte die Agentur zusätzliche Werbemassnahmen mit ebenso überraschenden Umsetzungen und an Orten, an denen man es nicht unbedingt erwartet. «Damit wollen wir der Zielgruppe der Wintersportler noch näher kommen», erklärt Agenturpartner Markus Ruf. Als Werbeträger kommen Sicherheitsbügel der Sessellifte für die Suva-Botschaft zum Einsatz. Denn man hat minutenlang Zeit, sie anzuschauen. Und dies unmittelbar vor der Abfahrt. Auf die Gefahren des Rasens machen hier knochenharte Bergbauern-Weisheiten aufmerksam. «Ertönt vom Hang ein lauter Schrei, sind des Rasers Knochen Brei» oder «Verkriecht sich der Schneehase im Bau, fährt ein Raser wie die Sau» sind nur zwei von fünf Sujets. Weit herum dürfte auch die Gondel im Skigebiet Laax, das besonders viele junge Wintersportler anzieht, für Aufsehen sorgen. Erinnert sie doch mit Ambulanz-Design und funktionierendem Blaulicht daran, dass, wer lieber ins Tal als ins Spital kommt, mit Vorteil vorsichtig fährt.
Kampagne gegen das Pistenrasen, direkt am POD («Point of Danger»):Bauernregeln am Sicherheitsbügel, Gondel im Ambulanz-Look.
Ruf Lanz macht für SuvaLiv die Gefahren des Pistenrasens anschaulich. Die Kampagne schliesst neben Plakaten auch Massnahmen direkt am POD (dem «Point of Danger») ein: Bergbahngondeln im Ambulanz-Look und träfe Sprüche am Skilift. >> Seite 9
Luca Aloisi
