Wirz lanciert Anzeigenkombi Metropool

Medien Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation hat Wirz Werbung das Werbebudget des Metropool gewonnen.

Medien Im Rahmen einer Konkurrenzpräsentation hat Wirz Werbung das Werbebudget des Metropool gewonnen.Die neue Anzeigenkombination vonTages-Anzeiger, Basler Zeitung und Berner Zeitung geht am 1. Januar 2005 an den Start. Erste Arbeiten von Wirz werden noch vor Weihnachten zu sehen sein. Metropool ist nach Mobiliar und Kuoni bereits der dritte Neukunde der Zürcher Agentur innert zwei Monaten.

Publicis übernimmt Fisch Meier ganz

Agenturen CEO und Miteigentümer Gilbert Fisch verlässt Fisch Meier Direkt im Frühling 2005. Gleichzeitig wird Mehrheitseigner Publicis Alleineigentümer der Dialogagentur.

Agenturen CEO und Miteigentümer Gilbert Fisch verlässt Fisch Meier Direkt im Frühling 2005. Gleichzeitig wird Mehrheitseigner Publicis Alleineigentümer der Dialogagentur.Anfang April wird der ehemalige Geschäftsführer von Lowe Direct, Christian Hansen, neuer CEO.

Bakom gegen Radio-Inspill am Genfersee

Lokalradio Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat bei der französischen Medienaufsichtsbehörde CSA seinen Unmut über die Strategie der Sender NRJ Léman und Radio Nostalgie Léman geäussert.

Lokalradio Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat bei der französischen Medienaufsichtsbehörde CSA seinen Unmut über die Strategie der Sender NRJ Léman und Radio Nostalgie Léman geäussert.Diese haben eine Sendelizenz des CSA für die Region Annemasse und Pays de Gex in Frankreich, wenden sich aber hauptsächlich an das Schweizer Publikum. Das CSA habe Verständnis für das Anliegen gezeigt und nähere Untersuchungen versprochen, heisst es in einer Mitteilung.

Eine Automarke fürs Seniorenheim

Man(n) muss sich zu helfen wissen. Besonders wenn man(n) in ein Alter kommt, in dem man(n) nicht mehr ganz zurechnungsfähig ist und als Folge davon beispielsweise den Fahrausweis abgeben muss.

Man(n) muss sich zu helfen wissen. Besonders wenn man(n) in ein Alter kommt, in dem man(n) nicht mehr ganz zurechnungsfähig ist und als Folge davon beispielsweise den Fahrausweis abgeben muss.Zum Glück sorgt aber die menschliche Fortpflanzung dafür, dass laufend neue Fahrausweisträger auf den Markt kommen. Manche davon besitzen sogar ein solch sportliches Auto, dass man(n) sie deswegen gerade heiratet. Besonders empfehlenswert sind dabei Dodge-Fahrerinnen, zumal diese Automarke bekannt für ihre potente Hörnerausstattung ist. So kommt er nicht nur ohne Fahrausweis durch seine gezählten Tage, sondern auch ohne Viagra. Denn wer will schon an einem Herzversagen sterben, wenn in der Garage die Viper darauf wartet, auf Hochtouren gebracht zu werden. Langer Rede kurzer Sinn: Lieber ein potentes Auto als eine Blondine im Bett. Oder nochmals anders ausgedrückt: Alter schützt vor Torheit nicht. (mehr zu Chandra Kurt und SexSells auf ihrem neuen Internetauftritt www.chandrakurt.com)
(ck)

Geplante Fusion

Agenturen Im Frühling kündigte die Zürcher PR-Agentur Piar den Umzug an die Wengistrasse 7, wo die PR-Agentur Vipr bereits ihren Sitz hat, an.

Agenturen Im Frühling kündigte die Zürcher PR-Agentur Piar den Umzug an die Wengistrasse 7, wo die PR-Agentur Vipr bereits ihren Sitz hat, an.Damals hiess es, die beiden Agenturen versprächen sich Synergien bei der Marktbearbeitung, würden aber selbstständig bleiben. Nach dem Einzug wird offenbar eine festere Verknüpfung angepeilt: Piar habe eine enge Kooperation mit Vipr bekannt gegeben, die in eine Fusion münden solle, schreibt Pressetext Europa.

Etablierter Tiefpreispionier

Die SeriPlakat AG ist seit mehr als siebeneinhalb Jahren auf Plakate spezialisiert und seit zwei Jahren Marktführer im Outdoorbereich mit 45 Prozent Marktanteil in den Formaten F4, F12 und GF.

Die SeriPlakat AG ist seit mehr als siebeneinhalb Jahren auf Plakate spezialisiert und seit zwei Jahren Marktführer im Outdoorbereich mit 45 Prozent Marktanteil in den Formaten F4, F12 und GF.Im Bereich F200 NP und LP (LP Leuchtplakate mit Diadruck) sind es gar 60 Prozent. Die Druckerei verfügt heute über die grösste Kapazität im Schweizer Plakatmarkt. Die SeriPlakat verwendet zur Herstellung der Plakate drei verschiedene Druckverfahren. «Damit können wir die Druckverfahren für das Qualitätsempfinden unserer Kunden einsetzen und sind nicht aus irgendwelchen Gründen an ein Verfahren gebunden», sagt Thomas Lorenz, Leiter Marketing und Verkauf. Seit Bestehen der Firma hält SeriPlakat die Preise unverändert. Beim Markteintritt hatte das Unternehmen die damals gängigen Druckpreise für Plakate um die Hälfte unterboten. «Heute müssen sich auch Mitbewerber nach diesen Preisen orientieren», weiss Lorenz.
«Ihr Partner für grossformatige Werbemittel» zählt heute 34 Mitarbeitende, arbeitet auf 14 Grossformatdruckwerken und empfiehlt sich selbstbewusst als Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Eine Frau mit viel Kredit

Karin Rhomberg will nach 13 Jahren Credit Suisse ihren guten Ruf nutzen und macht sich selbstständig.

Karin Rhomberg will nach 13 Jahren Credit Suisse ihren guten Ruf nutzen und macht sich selbstständig.
Angefangen hat sie mit Couvertzukleben in einer PR-Agentur. Dann aber ging alles sehr schnell. Karin Rhomberg, heute Stiftungsrätin beim SPRI und viel versprechende Jungunternehmerin, hat sich ihr Studium der Geschichte und Publizistik in Zürich mit einem 40-Prozent-Job in einem Kommunikationsbüro verdient. Nach dem Lizenziat meldete sie sich für eine Praktikumsstelle bei der Credit Suisse. Eigentlich sollte sie dort irgendetwas mit Marktforschung machen. Aber dann wurde ein Platz in der Presseabteilung frei, den sich Karin Rhomberg vielleicht dank ihrer Liz-Arbeit – einer Feldstudie über die Ausbildung für Public Relations – sichern konnte. Nach wenigen Monaten erfolgte die Übernahme der Volksbank durch die Credit Suisse, und es brauchte beim neuen Bankriesen plötzlich Leute in einem Restrukturierungsprojekt. Karin Rhomberg schien ideal für dieses Team geeignet. «Ein Glücksfall», sagt sie heute dazu, denn in den folgenden drei Jahren lernte sie bei der Reorganisation die Bank so detailliert kennen, wie es viele andere wohl in einer ganzen Karriere nicht schaffen.
Zurück in der Linie, war diese Kenntnis aller Abteilungen die perfekte Qualifikation, als – «zum zweiten Mal Glück» – der Chefposten der Pressestelle neu besetzt werden musste. Und nach dem Umbau der Credit Suisse Group Ende 1996 wurde Rhomberg zur Kommunikationschefin ernannt. Die PR-Frau bekam die Aufgabe und Chance, erstmals eine integrierte Kommunikationsabteilung auf Gruppenstufe aufzubauen. Diese ist bis zu Rhombergs Austritt in diesem November von einer Hand voll auf über hundert Leute angewachsen, wobei der Übersetzungsdienst sowie Intranet und Internet einen grossen Teil ausmachen.
«Ein faszinierender Job», blickt Rhomberg zurück. Sie hat nicht nur eine ganze Reihe Topbanker persönlich betreut, sondern auch etliche Höhen und Tiefen miterlebt. «Am spannendsten waren die intensiven Projekte, in denen das ganze Team über sich selbst hinauswuchs», meint Rhomberg. «In der Presseabteilung eines globalen Unternehmens bekommt man zudem sehr interessante Einblicke in fremde Medienwelten», erinnert sich die «verhinderte Journalistin» an die Aufgabe, als sie und einige ihrer Teammitglieder mehrmals fast aus dem Büro heraus auf das nächstmögliche Flugzeug nach Tokio hetzen mussten.
«Es war mir in 13 Jahren nie einen Tag langweilig», fasst Rhomberg ihre Arbeit zusammen. Befriedigt hat sie bei ihrem Job vor allem auch das Zusammenarbeiten mit den verschiedensten Leuten. «In einem Grossbetrieb hat man aus der Kommunikationsabteilung heraus viel Kontakt – vom Portier über die Druckerei bis zum Topmanagement.»
Trotzdem hat sich Karin Rhomberg nun für eine komplette Neuorientierung von der globalen Bank weg zum Einfraubetrieb entschlossen. Es war «schon länger im Hinterkopf», dass sie einmal selbstständig werden wollte. «In einer anderen Firma das ‹Gleiche› machen hatte für mich keinen Reiz», sagt sie.
Mit ihrem eigenen Unternehmen will Karin Rhomberg sich entgegen den Tipps einiger Kollegen nicht nur auf den Finanzbereich spezialisieren. Neben klassischer Wirtschaft will sie auch etwas Kulturelles machen, Nonprofit-Organisationen oder Einzelpersonen betreuen. «Mich interessieren nicht nur CEOs, sondern auch Politiker und andere Führungspersönlichkeiten.»
In ihrem Büro in einer ehemaligen Druckerei an der Zürcher Hornbachstrasse, wo sich verschiedene illustre Medienleute eingemietet haben, arbeitet Karin Rhomberg zurzeit noch allein und mit freien Mitarbeitenden. «Ich will zuerst einmal unabhängig die Konturen der Agentur entwickeln, dann kann ich gezielt weitere Leute suchen.» Für die Administration der Finanzen hilft ihr Ehemann. Obwohl sie ja selber mal bei einer Bank gearbeitet hat.
Karin Rhomberg bleibt nicht aufs Banking fixiert: «Mich interessieren auch Politiker und andere Führungspersönlichkeiten.»
Andreas Panzeri

Vermögende Verleger

People Trotz Werbekrise gehen die Schweizer Medienunternehmer nicht am Bettelstab. Die Liste der 300 Reichsten, welche die Bilanz am Mittwoch publiziert hat, umfasst im Bereich Medien sechs Einträge.

People Trotz Werbekrise gehen die Schweizer Medienunternehmer nicht am Bettelstab. Die Liste der 300 Reichsten, welche die Bilanz am Mittwoch publiziert hat, umfasst im Bereich Medien sechs Einträge.An der Branchenspitze liegen die Zürcher Verlegerfamilien Ringier und Coninx, beide mit einem geschätzten Vermögen von 900 bis 1000 Millionen Franken. Mit 300 bis 400 Millionen taxiert die Bilanz den Besitz von Magazinverleger Jürg Marquard. Gleich viel soll Peter Gmür besitzen, nachdem er den Vermarkter Cinecom an die PubliGroupe veräussert hat. Auch der Grandseigneur der Espace Media Groupe, Charles von Graffenried, liegt in dieser Gewichtsklasse. «Nur» 200 bis 300 Millionen nennt die Familie Lamunière (Edipresse) ihr Eigen.Nicht zur Medienbranche, sondern zu den Investoren zählt die Bilanz Tito Tettamanti. Der Tessiner besitzt 25 Prozent des Bilanz-Mutterhauses Jean Frey AG und ein Vermögen von 400 bis 500 Millionen Franken.
(sm)

Mega, diese Poster

Die Spezialisten bei Christinger Partner in Schlieren meinen: Ob dekorativ ummantelte Baugerüste, die Verhüllung der eigenen vier Wände oder die Nutzung angemieteter Megaposter-Stellen:

Die Spezialisten bei Christinger Partner in Schlieren meinen: Ob dekorativ ummantelte Baugerüste, die Verhüllung der eigenen vier Wände oder die Nutzung angemieteter Megaposter-Stellen:«Der Image- und Werbeeffekt bringt die Konsumenten ins Staunen und Mitbewerber aus dem Häuschen.» Dank dem «schweizweit führenden Technopark» mit digitalem Grossformatdruck auf 12 verschiedenen Drucksystemen kann Christinger in jeglichen Dimensionen und für alle Anwendungen erbauliche Resultate garantieren. Auch die Kundenliste nicht nur im Megaposter-Bereich ist beeindruckend. Soeben erhielt Christinger den Auftrag zur Umbeschriftung von 1300 Kiosken bis Mitte 2006 oder hat auch 150 Zürcher Taxis mit einem neuen Sujet versehen.

JobChange

Der Kabelnetzkonzern Cablecom hat Stephen Wright als Director of Corporate Development engagiert. Er nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung. Wright war in den letzten sechs Jahren für Sunrise tätig. ... Stefan Aeschimann übernimmt ab 1. Dezemb

Der Kabelnetzkonzern Cablecom hat Stephen Wright als Director of Corporate Development engagiert. Er nimmt Einsitz in die Geschäftsleitung. Wright war in den letzten sechs Jahren für Sunrise tätig. …
Stefan Aeschimann übernimmt ab 1. Dezember die neu geschaffene Stelle des Leiters Corporate Public Affairs bei der Aare-Tessin AG für Elektrizität (Atel). Er wirkte seit 2003 als Leiter Political Issue Management bei der Flughafen Zürich AG.
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Stefan Züger, Leiter PR/Kommunikation, verlässt Scout24 Schweiz per Ende November. Sein Aufgabengebiet wird danach mit den Bereichen Business Development und Marketing zusammengelegt und von deren bisherigem Leiter, Patrick C. Price, geleitet.
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Nach vier Jahren verlässt Katja Biffiger den Medienvermarkter
Cinecom Anfang Dezember. Ihre Nachfolge als Beraterin Print tritt Andrea Blatter an. Sie ist künftig für die Kinozeitschrift Close-up und das Teleclub-Magazin zuständig.
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Seit 1. November 2004 verstärkt Jeannine Jäger in der Funktion einer Mediaplanerin das Konnex-Team. Sie war die letzten vier Jahre
als Mediaplanerin bei der Mediaagentur mm+b tätig.
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Wenige Monate nach seinem Amtsantritt als Verlagsleiter von TR7 verlässt Roger Knabenhans die Programmzeitschrift der Jean Frey AG wieder. Der frühere Leiter des NZZ-Rubrikenmarktes hatte die Verlagsleitung von TR7 im September übernommen.
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Ab Anfang 2005 leitet Christoph Voser (Bild) das Verkaufsteam der Radio Basel 1 Werbe AG. Er ersetzt Martin Gisin, der das Unternehmen verlässt. Voser war während der letzten 12 Jahre beim deutschen Radio Regenbogen für die Vermarktung in der Schweiz zuständig.

Werbung soll unter Bakom-Aufsicht bleiben

Die Aufsicht über Radio- und TV-Programme soll im neuen RTVG gleich geregelt werden wie heute.

Die Aufsicht über Radio- und TV-Programme soll im neuen RTVG gleich geregelt werden wie heute.Medienpolitik Dafür hat sich die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats ausgesprochen. Der Nationalrat wollte die Kompetenzen der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) und des Bakom in einer Behörde vereinen. Nach Kommissionswille bleibt nun das Bakom für Werbung und Sponsoring zuständig. Die UBI soll Streitigkeiten um den Programmzugang beurteilen.

Wider die Musealisierung

Gastkommentar Plakatgestaltung bedeutet Zeitgenossenschaft sowie effektvolles Changieren zwischen Kunst und Kommerz, meint der Grafik-Designer K. Domenic Geissbühler.

Gastkommentar Plakatgestaltung bedeutet Zeitgenossenschaft sowie effektvolles Changieren zwischen Kunst und Kommerz, meint der Grafik-Designer K. Domenic Geissbühler.
Für die Jüngeren unter uns zunächst ein Definitionsversuch: Plakat [das; frz., ndrl.], öffentlich angebrachtes, meist grossformatiges Anschlagblatt mit mitteilendem oder werbendem Charakter, oft künstlerisch gestaltet. Man unterscheidet das textlose Bildplakat, das nur aus Text bestehende Textplakat und als Mischung dieser beiden Plakatarten das Bildtext- und das Textbildplakat.Das Plakat war schon immer ein Kind der Strasse, gemacht für die Menschen auf den Strassen dieser Welt. Worin aber liegt seine kommunikative Eigenart, sein ästhetischer Reiz, seine künstlerische Faszination? Ist das Plakat gar ein Wegbereiter zeitgenössischer Kunst? Durchaus. Genauer: Es ist ein Vorläufer serieller Kunst.
Zudem ist es ein Medium mit hoher zeitgeschichtlicher Aussagekraft. Ob Film, Theater, Getränke, Versicherungen oder Autos: Alle bedienen sich seiner, um ihre Einzigartigkeit und Zeitgenossenschaft zu illustrieren. Entsprechend mutierte der Plakatgestalter immer mehr zum Kommunikator, der dieses oder jenes Produkt zum Erfolg führen soll.
Früher waren die kommerziellen den kulturellen Plakaten qualitativ oft überlegen; heute ist es umgekehrt. Nicht geändert haben sich die Gesetze, nach denen Plakate funktionieren – oder nicht. Büstenhalter, Leberwurst und Goldschmuck haben hier eines gemeinsam: Sie brauchen eine gewisse Grösse, um über dieses Medium zur Geltung zu kommen. Mit vergrösserten Inseraten aus der Werbekampagne ist es also nicht getan.
Die Mehrheit der Plakate hatte zu jeder Zeit keinen künstlerischen Wert. Aber einige sind im kollektiven Gedächtnis haften geblieben, haben die Betrachter herausgefordert und berührt. Diese Aushängeschilder unserer Zunft erreichen erstaunliche Auktionspreise und werden in Sammlungen gehortet. So erfreulich diese Form der Wertschätzung ist, so gefährlich ist sie auch. Denn Musealisierung ist der Tod von Zeitgenossenschaft. Und genau dadurch zeichnet sich das Strassenmedium Plakat ja aus.
Erfreulich ist auch die im Begriff «Musealisierung» mitschwingende künstlerische Anerkennung. Die Litfasssäule als Freilichtmuseum: Tatsächlich stehen die Leistungen auf dem Gebiet des Plakats den Meisterwerken der Grafik in nichts nach. Umgekehrt ist und bleibt das Plakat für den Grafik-Designer jenes Medium, mit dem er am meisten über sich selbst sagen kann.
PS: Als langjähriger Auftragsempfänger des Opernhauses Zürich und anderer kultureller Institutionen schätze ich Sponsoring sehr, denn es gibt unsereins die Möglichkeit zur kompromisslosen Gestaltungsarbeit.
> Karl Domenic Geissbühler ist ADC-Mitglied und selbstständiger
Grafik-Designer in Zürich.
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