Viva kommuniziert für Spar und Letzigrund

Detailhandel Die Zürcher Kommunikationsagentur Viva meldet zwei Neukunden. Die Lebensmittelhandelsgruppe Spar Schweiz entschied sich nach einer Agenturevaluation für Viva.

Detailhandel Die Zürcher Kommunikationsagentur Viva meldet zwei Neukunden. Die Lebensmittelhandelsgruppe Spar Schweiz entschied sich nach einer Agenturevaluation für Viva.Die projektorientierte Zusammenarbeit beginnt bereits im Januar und umfasst verschiedene Bereiche der integrierten Kommunikation. Den kommunikativen Lead übernimmt Viva auch in der Informationskampagne des Abstimmungskomitees «Pro Letzigrund». Voraussichtlich am 5. Juni 2005 entscheiden die Stadtzürcher Stimmberechtigten über den Neubau des Mehrzweckstadions Letzigrund. Unter der Leitung der «Pro Sportstadt Zürich» haben sich Sport- und Kulturinstitutionen sowie Quartiervertreter und Politiker aller wichtigen Parteien zum Abstimmungskomitee zusammengeschlossen. Viva fungiert auch als Geschäfts- und Medienstelle von «Pro Sportstadt Zürich».

Ran an den Speck

Prävention BAG, BASPO, Gesundheitsförderung Schweiz und APG plädieren gemeinsam für mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Prävention BAG, BASPO, Gesundheitsförderung Schweiz und APG plädieren gemeinsam für mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Seit dem dritten Neujahrstag gleicht die Schweiz einem riesigen Fitnessparcours: Auf mehreren tausend Plakatstellen laden Start- und Zieltransparente schweizweit zum Sprinten ein. Absender der nationalen Aktion sind das Bundesamt für Gesundheit (BAG), das Bundesamt für Sport (BASPO), die Gesundheitsförderung Schweiz und die Allgemeine Plakatgesellschaft (APG). Mit dem Slogan «Mehr Bewegung, besser leben» fordern die Kampagnenpartner die Schweizer Bevölkerung auf, das neue Jahr mit mehr Bewegung und ausgewogener Ernährung zu starten, um an Lebensqualität und Wohlbefinden zu gewinnen. Der Zeitpunkt ist alles andere als zufällig gewählt. Schliesslich haben sich die meisten in den letzten beiden Dezemberwochen ein paar Pfunde zu viel angegessen und sind deshalb besonders empfänglich für gute Vorsätze.
Studien belegen allerdings, dass sich Übermass und mangelnde Ertüchtigung keineswegs auf die Festtage beschränken: Rund 64 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind ungenügend aktiv, gut 19 Prozent sogar gänzlich inaktiv. Dies hat die Schweizerische Gesundheitsbefragung, welche alle fünf Jahre vom Bundesamt für Statistik erhoben wird, im Jahr 2002 ergeben. Die gleiche Studie besagt auch, dass zirka 37 Prozent der Erwachsenenbevölkerung übergewichtig oder fettleibig sind – Tendenz steigend. Hohe Wellen geschlagen hat im vergangenen Jahr auch eine ETH-Studie, wonach hier zu Lande jedes vierte Kind zu viel auf den Rippen hat.
Fast drei Milliarden Folgekosten
Neben der Einbusse an Lebensqualität für die Betroffenen verursachen Übergewicht und Adipositas gemäss BAG auch massive Gesundheitskosten. Fast drei Milliarden Schweizer Franken, so das Bundesamt, würden pro Jahr durch Übergewicht und Fettleibigkeit sowie deren Folgekrankheiten anfallen. Die aktuelle Start-/Ziel-Kampagne soll im diesjährigen internationalen Jahr des Sports dazu beitragen, dass ein gesundes Körpergewicht wieder zur Norm wird. Dafür stellen die Absender neben der Ernährung vor allem die Bewegung im Alltag in den Mittelpunkt.
Initiiert haben die landesweite Plakataktion APG und ihre Agentur Publicis. «Wir möchten ein- bis zweimal im Jahr eine karitative
beziehungsweise nicht kommerzielle Kampagne realisieren», meint APG- PR-Leiter Othmar Casutt und ergänzt: «natürlich auch um aufzuzeigen, dass man mit einer Plakatkampagne eine Botschaft in der ganzen Schweiz rasch vermitteln kann».
Um dies zu demonstrieren, stellt die APG landesweit 6500 Stellen zur Verfügung. Den Druck der Plakate in verschiedenen Formaten finanzieren die Bundesämter. Neben Gesundheitsförderung und Plakatwirkung sollen die Werbemassnahmen auch in der Diskussion über Werbeverbote zwischen APG und dem BAG vermitteln. Dazu Casutt: «Wir wollen zeigen, dass Prävention viel gescheiter ist als Werbeverbote.» Jüngstes Beispiel für eine ähnlich motivierte Aktion ist die Antiraser-Kampagne in Zusammenarbeit mit dem TCS, welche letzten Herbst geschaltet wurde.
Die Schweiz als Fitnessparcours: Plakate laden dazu ein, ein gesundes Körpergewicht anzustreben.

Simone Keller

Bund meldet Break-even dank «Berner Modell»

Tageszeitungen

TageszeitungenBereits im ersten Jahr nach dem Start des «Berner Modells» hat die Tageszeitung Der Bund die Gewinnschwelle erreicht. Anfang 2004 hatte die Berner Zeitung (BZ) das Verlagsmanagement des Bunds übernommen. Anzeigenkunden können die beiden Titel seither nur gemeinsam («BZ-Gesamtausgabe») buchen. Laut einer Mitteilung hat sich die anfängliche Skepsis im Anzeigenmarkt gelegt. Die BZ-Gesamtausgabe erzielte ein Werbeumsatzplus von rund 25 Prozent (Stand per Ende November). Innerhalb der kleinstmöglichen Buchungseinheit («BZ-Stadtausgabe» inkl. Bund) betrug die Ertragssteigerung sogar rund 60 Prozent.

Ménage à deux

Partnerschaft BaZ und Publicitas unterm gleichen (Haus)-Dach.

Partnerschaft BaZ und Publicitas unterm gleichen (Haus)-Dach.Publicitas und Basler Zeitung Medien (BZM) sind seit Jahren verheiratet, Haus und Herd teilen sie aber erst seit Dezember – als die Belegschaft der P Basel (inklusive Publimedia, Publimag und P International) vom Stadtzentrum zur BZM ans Wiesen-Ufer umzog. Die P-Büros liegen nun Tür an Tür zu jenen des BaZ-Verlags, der ebenfalls aus dem Stadtzentrum zurückkam. Am BZM-Gebäude prangt auch ein «Publicitas»-Logo – notabene über jenem der Basler Zeitung. In der Stadt beliess die P lediglich noch einen Schalter – im Gebäude der BaZ-Redaktion am Aeschenplatz. Der P-Einzug bringt der BZM nicht nur Mieteinnahmen, «primär erhoffen wir uns mehr Effizienz», sagt BZM-CEO Beat Meyer.
Ein konkretes Beispiel ergab sich vor wenigen Tagen: Ein Grosskunde wollte kurz vor Redaktionsschluss noch ein ganzseitiges Inserat in der BaZ platzieren. «Weil wir Verlag und Druckvorstufe direkt und die Redaktion telefonisch kontaktieren konnten, gelang es uns, dem Wunsch zu entsprechen. Vorher wäre dies kaum möglich gewesen», sagt Otto K. Walter, BaZ-Anzeigenleiter bei der P. Übrigens: Der neue Kooperationsvertrag zwischen P und BZM ist noch nicht unter Dach, dies daure noch bis etwa Mai, sagt Meyer.
(mk)

cR Basel wirbt für Reisen und Banking

Pauschalreisen Die Werbeagentur cR Basel betreut seit Anfang Jahr zwei neue Kunden. Für FTI Touristik konzipiert cR eine Imagekampagne.

Pauschalreisen Die Werbeagentur cR Basel betreut seit Anfang Jahr zwei neue Kunden. Für FTI Touristik konzipiert cR eine Imagekampagne.Der Veranstalter von Pauschalreisen hat seinen Sitz am EuroAirPort Basel-Mulhouse. Erste Arbeiten sollen laut Persoenlich.com zu sehen sein, wenn die Sommerkataloge auf den Markt kommen. Nach einer Agenturevaluation hat sich zudem die Cornèr Bank in Lugano für cR Basel entschieden. Die Agentur wurde mit der Betreuung kommunikativer Aufgaben im Above-the-line-Bereich für das Card Center der Bank beauftragt. Erste Ergebnisse gibt es Mitte 2005.

Boarder-Psychosen

Wintersport Die Snowboard-Fahrschule Laax startet mit einem witzig umfunktionierten Persönlichkeitstest in die Wintersaison.

Wintersport Die Snowboard-Fahrschule Laax startet mit einem witzig umfunktionierten Persönlichkeitstest in die Wintersaison.Kleine Budgets erfordern ausgefallene Ideen – das haben die Snowboard-Fahrschule Laax (SF) und ihre ehemalige Agentur Publicis mehrere Jahre bewiesen. Ob mit altgedienten Skihasen, Kamasutralehre oder Halfpipe-Spitalbetten: Der Fantasie der Kreativen waren kaum Grenzen gesetzt. Auch die diesjährige Winterkampagne von Krieg Schlupp Springer & Jacoby setzt auf Witz und Provokation. Schliesslich ist Mitinhaber Daniel Krieg bestens mit den Wünschen des Kunden vertraut, textete er doch bereits bei Publicis die Copys der SF.
Für den neuen Auftritt bedienen sich die Kreativen des berühmten Persönlichkeitstests des Psychiaters Hermann Rorschach. Beim Test muss die Versuchsperson anhand seitengleicher Tintenklecksbilder beschreiben, was sie sieht. Fünf solche Bilder – sie zeigen alle Snowboarder – testen seit Dezember die Psyche von Snowboard-Freaks. Die Baselines nehmen Bezug auf die Formen, welche zwischen den Spiegelbildern entstehen und kommentieren zum Beispiel: «Wenn du hier den G-Punkt siehst, brauchst du unbedingt etwas Nachhilfe». Damit soll Snowboardern suggeriert werden, dass die SF in Laax für alle das Passende zu bieten hat – egal ob Anfänger, Allrounder oder Freestyler.
Mit Tintenklecksbildern richtet sich die SF an ihre Kernzielgruppe: Snowboard-Freaks.
Simone Keller

«Fussballtalk» erreicht Rekordpublikum

Presse-TV Die Sendung «Fussballtalk» der Basler Zeitung Medien hat am Neujahrstag (inklusive Wiederholung) ihr bisher bestes Ergebnis erzielt.

Presse-TV Die Sendung «Fussballtalk» der Basler Zeitung Medien hat am Neujahrstag (inklusive Wiederholung) ihr bisher bestes Ergebnis erzielt.Über 250000 Zuschauer verfolgten die Sendung, die Anfang Oktober die Gesprächsrunde «BaZ-Standpunkte» auf SF 2 abgelöst hat. Damit hat die Basler Zeitung ihr Ziel erreicht: Beim Launch hatte Produzent Mike Helmy gegenüber der Werbewoche als Zielgrösse 200000 bis 250000 Zuschauer genannt. Die «Standpunkte» hatten jeweils nur 20000 bis 30000 Personen angelockt. «Fussballtalk» wird in der Regel im Drei-Wochen-Rhythmus produziert.

Support für die Front

Gerry Stadler soll bei der APG die Kundenangebote optimieren und die Berater unterstützen.

Gerry Stadler soll bei der APG die Kundenangebote optimieren und die Berater unterstützen.Heirat im September und drei Monate später ein völlig neuer Job: «Man muss manchmal sein Leben umkrempeln», meint Gerry Stadler. Seit Januar wirkt der Mediaspezialist bei der APG in einer neu geschaffenen Stelle als Leiter Client Services. Es sei eine spannende Aufgabe, einen völlig neu definierten Service aufbauen zu können, freut sich Stadler. Zurzeit befindet sich der Mediaprofi bei der APG in einem internen Ausbildungsprogramm. Er wird alle Abteilungen besuchen und analysieren, wie die bestehenden Synergien zwischen den einzelnen Bereichen noch besser genutzt werden können.
An der Verkaufsfront wird der Leiter Client Services nicht aktiv werden. Vielmehr besteht seine Tätigkeit darin, als Schnittstelle zwischen den Marktpartnern und den APG-Bereichen Verkauf, Marketing, Beschaffung zu wirken. Neben verkaufsspezifischen Präsentationen und dem Aufbau
mediengerechter Argumentationen wird die Schulung der Verkaufsmitarbeiter bezüglich Forschungsdaten einen Schwerpunkt bilden.
Das Engagement von Gerry Stadler bei der APG entstand aus einer gemeinsamen, langjährigen Zusammenarbeit, als Gerry Stadler noch bei Mediaplanning tätig war. Reger Meinungsaustausch führte dazu, seine Erfahrungen bei der APG nutzbringend einfliessen zu lassen.
Vor seinem Einstieg in die Werbung schloss der heutige Mediaspezialist eine Lehre als Verkäufer in der Autogarage seines Vaters ab. Vor zwölf Jahren fing Gerry Stadler als Junior Berater bei der Publicitas in Zürich an. Nach dem Erwerb umfassender Kenntnisse im Printbereich vervollständigte er sein Wissen bei Radio-tele. «Das war die spannende Epoche, als das Regionalfernsehen neu aufgebaut wurde», erinnert er sich an diese Zeit. Später kehrte er in die Medienabteilung der neu fusionierten Publimedia zurück.
Die wertvollen Erfahrungen bei Print und elektronischen Medien bildeten die ideale Voraussetzung für eine weitere Entwicklungsphase in den Mediaagenturen. Stadler wirkte zuerst bei Initiativ Media, bei Innomedia, der späteren Media Planning. Hier hat er hauptsächlich den Grosskunden Orange betreut.
Nach seinen Erfolgen befragt, ist Stadler stolz darauf, für Orange innerhalb kürzester Zeit
einen sehr grossen Bekanntheitsgrad in der Schweiz aufgebaut zu haben. «Wie kann ein völlig neuer Anbieter im Telecom-Markt erfolgreich und richtig positioniert werden?», war sowohl für die Kreativen wie auch für die Mediaprofis die spannende Frage.
Der Wunsch der Kunden nach Spezial- und Sonderformaten in allen Medien wird zunehmen. Dies bedeutet: Weg von der 0815-Kampagne mit einem Mix aus TV-Spot, Inseraten und Plakaten. «Alle wollen etwas Auffallendes und Spezielles», weiss Stadler. Gerade bei der APG sieht er hier Potenzial und will diese Bedürfnisse analysieren: Was kann die Aussenwerbung dem Kunden zusätzlich und nutzbringend zum optimalen Preis-Leistungsverhältnis anbieten?
Neue Angebote im Plakatbereich brauchen mehr Beratung. Die stetige, innovative Produkt-erweiterung – die Rolling-Star in den wichtigsten Bahnhöfen sind ein aktuelles Beispiel – führen zu Entwicklungen, die beim Kunden lanciert und erklärt werden müssen.
Der neue Leiter Client Services bei der APG findet das Plakat «ein sehr spannendes Medium» mit beinahe unbeschränkten Einsatzmöglichkeiten an völlig überraschenden Standorten. Mit dem Plakat als Basis- wie auch Komplementärmedium kann ein rascher Bekanntheitsgrad erreicht werden.
Die Schweiz gilt weltweit als das Plakatland. Mit einem Marktanteil von über 15 Prozent bei den klassischen Medien erreicht die Aussenwerbung einen europäischen Spitzenwert, rangiert auf Platz zwei hinter Print, aber noch immer vor der TV-Werbung. «Man kann Plakate nicht wegzappen oder überblättern», stellt Stadler fest.
Von seinen beruflichen Herausforderungen erholt sich Stadler regelmässig in einem Fitnessclub oder spielt gelegentlich Tennis und Squash. Der frisch gebackene Ehemann kocht gerne und zwar wie Jamie Oliver in der TV-Sendung «The Naked Chef». Einmal pro Woche gibt es einen Grosseinkauf. Dann wird jeweils nach Feierabend der Kühlschrank inspiziert auf der Suche nach Zutaten für eine kreative Küche.
Andreas Panzeri

Fotointern neu auch auf Französisch

Fachpublikationen Die Schweizer Branchenzeitschrift Fotointern lanciert im Januar eine monatliche französischsprachige Ausgabe.

Fachpublikationen Die Schweizer Branchenzeitschrift Fotointern lanciert im Januar eine monatliche französischsprachige Ausgabe.Man komme damit «dem zunehmenden Lesewunsch aus der Welschschweiz» nach, heisst es in einer Mitteilung. Der Inhalt wird nicht identisch sein mit jenem der deutschsprachigen Ausgabe, die zwanzig Mal im Jahr erscheint und ausschliesslich im Abonnement zu beziehen ist.

«Seht her, wir können auch billig!»

Lebensmittel Mit der neuen Tiefpreislinie «Prix Garantie» nimmt Coop eine Imagekorrektur vor.

Lebensmittel Mit der neuen Tiefpreislinie «Prix Garantie» nimmt Coop eine Imagekorrektur vor. Mit einem auffälligen Auftritt ganz in Pink führte Coop am 10. Januar die Dauertiefstpreislinie «Prix Garantie» ein. Die Anzeigen im Schweinebauch-Stil preisen konkrete Produkte an. Gleichzeitig könnten die Sujets auch selbstredend als Werbung für ein neues Image von Coop gewertet werden. In allen Coop-Supermärkten gibt es ab sofort rund 150 Produkte im «Prix Garantie»-Sortiment. Die neue Linie bietet diese Produkte dauerhaft bis zu 50 Prozent günstiger an. Im Durchschnitt beträgt die Verbilligung 25 Prozent. «Wer will, kann seinen Grundbedarf damit decken», erklärt Coop-Chef Hansueli Loosli. Ob Fleisch, Mineralwasser, Kartoffeln oder Waschmittel: Die verbilligten Produkte sollen garantiert nicht von minderer Qualität sein. Er sage nicht, dass Prix-Garantie-Produkte die gleiche Qualität hätten wie das restliche Coop-Sortiment. «Sie haben aber eine Qualität, die heute schon gekauft wird», präzisiert Hansueli Loosli.
Poulet aus dem WintergartenAuch beim «Prix Garantie» gilt: Wo immer möglich differenziert sich Coop von Billigprodukten, etwa durch tiergerechte Stallhaltung oder Suisse-Garantie statt anonymer Importware. Die Fischsticks bei Coop bestehen auch im «Prix Garantie»-Angebot aus Seelachs-Filets und sind nicht aus Fischmus hergestellt. Der verbilligte Schinken ist «kein gekochtes Schweinefleisch-Erzeugnis» und das Poulet kommt aus tiergerechter Stallhaltung in der Schweiz «mit Wintergarten». Möglich wird das, weil Coop Kosteneinsparungen und Effizienzverbesserungen aus dem Fusionsprozess «CoopForte» an die Kunden weiter- gibt. Zudem würden viele internationale Markenhersteller in der Schweiz das hohe Preisniveau ausnutzen und Renditen optimieren. «Das lassen wir nicht zu», meinte Loosli zu den Hintergründen der neuen Linie.
Bei den «Prix Garantie»-Produkten handelt es sich um besonders beliebte Artikel aus dem breiten Alltagsbedarf, deren Verbilligung das Budget der Konsumentinnen und Konsumenten stark entlastet.
Sparstrümpfe – wortwörtlichIn den Coop-City-Warenhäusern werden zusätzlich rund 50 «Prix
Garantie»-Non-Food-Artikel wie Unterwäsche, Strumpfwaren oder Geschirr angeboten. Mit dieser neuen Preisleistung entspricht Coop dem zunehmend preisorientierten Kundenbedürfnis und realisiert so eine erhebliche Leistungsverbesserung im Angebot. Das passt zum Zeitgeist. Hat eine Schweizer Familie vor 50 Jahren noch rund 50 Prozent ihrer Haushaltskosten für Lebensmittel ausgeben müssen, so sind es heute noch 16 Prozent. «Die Preise werden aber nie so tief fallen wie in der EU», weiss Coop: Auch die deutschen Discounter Aldi und Lidl würden bald feststellen, dass das Qualitätsniveau in der Schweiz höher sei.
«Prix Garantie» für alle, denen der Salamipreis nicht wurst ist.
Andreas Panzeri

Geschliffen wie gerutscht

Immer Ende Jahr dürfen sich ein paar Werber ganz besonders freuen. Es steht die Diplomfeier der neuen Leiterinnen und Leiter Marketingkommunikation an.

Immer Ende Jahr dürfen sich ein paar Werber ganz besonders freuen. Es steht die Diplomfeier der neuen Leiterinnen und Leiter Marketingkommunikation an.Die Verantwortlichen wählten als Austragungsort die Stadt Bern, genauer das In-Lokal Cinématte an der schönen Aare – übrigens gleich bei Contexta um die Ecke.Nun, die Diplomfeier lief ab, wie Diplomfeiern so ablaufen. Die Diplomandinnen und Diplomanden brachten Partner, Freunde oder Eltern mit, und überall sah man entspannte und erleichterte Gesichter. Quasi in Einzelabfertigung durften die Glücklichen von Prüfungskommissionspräsident René Schmutz die Berufsausweise entgegennehmen. Ein Prozedere, das an Dramaturgie und Spannung kaum zu überbieten ist, was halt in der Natur der Sache liegt. Allerdings war die Diplomübergabe kürzer als auch schon, denn die Durchfallquote war hoch wie noch nie.
Zu hören war, dass eine der beiden Sawi-Klassen sowieso etwas schwierig gewesen sei. Ein altbestandener Sawi-Referent soll gar angekündigt haben, dass er mit Dozieren aufhöre, sollte sich die nächste Klasse wieder so unflätig benehmen.
So blieb denn auch in diesem Kursblock ein Skandälchen nicht aus – es hatte etwas mit «gefälschten» Unterschriften auf der Anwesenheitsliste zu tun und versetzte die Sawi-Oberen in ziemliche Rage. Zu guter Letzt war bei der Abschlussfeier aber alles vergeben und vergessen. Was einem in der Cinématte geboten wurde, war Spitzenklasse – die Beiz wird schliesslich von einem ehemaligen Werber geführt. Das Tapas-Buffet nach spanischer Art war ein Hammer, und noch heute träumt man vom butterzarten Ochsenschwanz-Ragout.
In der letzten Woche des Jahres pilgern diverse Werber jeweils ins Landwassertal nach Davos. Angesagt ist neben Skihüttenfahren der Spengler-Cup. Der Turnier-Sponsor APG zeigt sich dort jeweils grosszügig und bittet Werberinnen und Werber für eine Nacht ins Nobelhotel, samt Matchbesuchen sowie Frühstücks-Cüpli, Lunch, Apéro, Dinner und ausgedehntem Schlummertrunk im VIP-Zelt. APG-Chef Christian Kauter, PR-Direktor Othmar Casutt und Ivan Schultheiss, Leiter des Key-Account-Managements, hatten denn auch alle Hände voll zu tun beim Begrüssen der vielen Gäste. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Casutts charmanter Partnerin Ruth Schmid, die bei der Gästebetreuung mithalf und einem jeden Wunsch von den Augen ablas.
Stimmung und Spannung am Cup waren hochkarätig. Es gab viele Tore zu bejubeln, und mit dem HC Davos gewann das Wunschteam fast aller Zuschauer. Am Spengler-Cup geniesst nämlich die einheimische Mannschaft die Sympathie sogar der eingefleischtesten HCL-, ZSC-, EVZ- oder Ambri-Fans, da Davos jeweils zusammen mit den besten Spielern anderer Nati-A-Mannschaften antritt. Hier gleich noch ein Wörtchen zu den Anhängern dieser Teams: Statistisch gesehen wurde der HCD sehr oft Schweizer Meister, wenn er den Spengler-Cup gewonnen hatte, ätsch. Hopp HCD!
So legendär und traditionell wie das Knallen der Champagnerkorken in der Silvesternacht sind die dazugehörigen Partys von Straight Friday. Michel Pernet, Pete Kurath und Barkaiser Christian «Bossi» Bosshard sorgten in den letzten Jahren
jeweils im Grandhotel Dolder für heisse Silvesternächte. Da aber die Edelherberge momentan von Stararchitekt Sir Norman Foster umgebaut wird, musste man in die Niederungen der Stadt ausweichen. Man traf sich für die rauschende Nacht mit Tischgrill für gehobene Ansprüche und Party in einem wundervoll ausstaffierten Zelt auf dem Hechtplatz. Die Organisatoren trafen auch dieses Jahr mitten ins Schwarze – die diesjährige Silvesternacht stand den früheren Dolder-Partys in nichts nach. Frohes neues Jahr, übrigens!
Beat Fritschfunktionierte eins der witzigen Silvesterhütchen flugs um und machte damit dem alten Jahr, das wir gerne möglichst schnell vergessen möchten, zum Abschied eine lange Nase. Die letzten Werberevents bestritten im alten Jahr die frischgebackenen Leiterinnen und Leiter Marketingkommunikation mit ihrer Diplomfeier in der trendigen Berner Kinobeiz Cinématte. Danach lud die APG zum Spengler-Cup der harten Eishockey-Männer nach Davos, bevor der Jahreswechsel traditionell mit den Jungs von Straight Friday über die Bühne gebracht wurde. Mangels Grandhotel Dolder, welches derzeit einem Facelifting unterzogen wird, stellte man heuer dafür auf dem Hechtplatz ein grosses Zelt mit Edel-Interieur auf.
Die ersten Gratulanten: Publisuisse-Direktor Martin Schneider (l.) und Wemf-Chef René Schmutz, Leiter der Prüfungskommission.
Drei Generationen Prüfungsleiter: Robert Bleuer, der zurücktretende Fritz Merki und Heinz Egli (v. l.), der das Amt neu innehat.
Die Sawi-Delegation an der Prüfungsfeier im Berner In-Lokal Cinématte: Claudia Facchinetti und Manfred Kranich.
Geschafft, endlich hat die Plackerei ein Ende: Silke Heinzelmann (l.) und Claudia Geissmann gehörten zu den Glücklichen.
Strahlende Gesichter: Jacqueline Schütz (l.), die frisch diplomierte Sabine Kaufmann von Polyconsult, und Ernst-Peter Walther.
Dürfen sich neu ebenfalls eidg. dipl. Leiterinnen Marketingkommunikation nennen: Sandra Genge und Judith Falusi (r.).
Nochmals drei Werbeprofis: Pascal Frei, Euro RSCG, Marco Serratore, Contexta, und Charlotte Blum, Touch Design (v. l.).
Grosses Finish in der Cinématte: Reto Meissner (l.), SBB, mit Partnerin Yvonne, und Timucin Pekgücer von John Lay Electronics.
SMP-Werbeteam: Daniela Beutler (l.) und Matthias Glauser, nun beide mit Diplom, und Werbeleiterin Charlotte Hofstetter.
Wurden von Christoph Marti von UBS zum Eishockey geladen: Andreas Gedenk (l.) und Dietmar Bemberg (r.).
Auch die APG reiste mit einer grossen Gästeschar an: Ivan Schultheiss (l.) mit Markus Kesselring von SC Johnson.
Freuten sich über die torreichen Hockeyspiele: APG-Direktor Daniel Ettlinger mit Moni und Sandro Prezzi (v. l.).
Alles im Griff: Othmar Casutt, PR-Mann der APG, mit Partnerin Ruth Schmid, die bei der Organisation tatkräftig mithalf.
Pilgerten auch ins Landwassertal: Hanspeter Lebrument und Myriam Engler mit Claudia und Christian Kauter (v. l.).
Sassen ebenfalls mit der APG zu Tisch: Mister Swisscom-Mobile Roland Ehrler kam mit seiner Ehefrau Monika.
Die abschliessende Matchkritik lieferten sich PubliGroupe-Generaldirektor Otto Meier (l.) und Urs Schneider, Mediaschneider.
Zaungäste im VIP-Zelt: Barbara Studer, Marketingleiterin Davos Tourismus, Beat Krebs, OMD, und Claudia Spalinger (v. l.).
Durften in Davos natürlich auch nicht fehlen: Roger Baur von Cinecom und Partnerin Raphaela Höhn, Jobsource.
Stammgäste bei den Silvesterpartys von Straight Friday: Sabrina Arthur, Patricia Oliveira und Pascal Baumann (v. l.).
Zum Jahreswechsel ins edle Zelt am Hechtplatz: Marcel Bosshard, IPM, und Jacqueline Zygmont, Publicitas/NZZ Media.
Dominik Lämmler und Nadine Andres (r.) von 20 Minuten leisteten Corinna Sarasin von Ringier beim Tischgrill Gesellschaft.

Schmuggel-Aktion

Softdrinks Die Fruchtsaftmarke Granador hat eine Verjüngungskur hinter sich. Zunächst wurde die Produktelinie «Nr. 1» in «100% Fruchtsaft» umbenannt und mit neuem Design versehen.

Softdrinks Die Fruchtsaftmarke Granador hat eine Verjüngungskur hinter sich. Zunächst wurde die Produktelinie «Nr. 1» in «100% Fruchtsaft» umbenannt und mit neuem Design versehen.Schliesslich wurde Jung von Matt/Limmat beauftragt, einen Weg zu finden, um das Getränk beim Handel in Erinnerung zu rufen. Das geschah mit einer aussergewöhnlichen Methode. Granador schloss mit dem Schweizer Handel eine Wette ab: «Wetten, dass Granador 100% Fruchtsaft bis Ende Jahr in den Regalen steht.» Zu diesem Zweck wurden Passanten vor den Märkten angehalten, den Fruchtsaft in die Läden reinzuschmuggeln – und das haben sie denn auch getan. Mit viel Selbstironie lieferten die Agentur und Granador schliesslich Beweismaterial für die gewonnene Wette in Form eines Films, der im Anschluss an die Aktion an den Handel verteilt wurde.
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