Haltestelle sorgt für «Glanz & Gloria».

Fernsehen Das Berner Büro für Contentdesign Haltestelle realisiert für SF DRS das Erscheinungsbild der neuen People-Sendung «Glanz & Gloria».

Fernsehen Das Berner Büro für Contentdesign Haltestelle realisiert für SF DRS das Erscheinungsbild der neuen People-Sendung «Glanz & Gloria».Das «glänzende» Design werde mit Sicherheit «glorreich» ausfallen, rühmt sich die Agentur im Voraus. «Glanz & Gloria» geht am 29. März um 18.45 Uhr auf SF 1 erstmals auf Sendung.

Ein plakatives Radioprogramm

Aussenwerbung Tönende Plakate beschallen die Bahnhöfe des Rüeblilands mit dem Sound von Kanal K.

Aussenwerbung Tönende Plakate beschallen die Bahnhöfe des Rüeblilands mit dem Sound von Kanal K.Etwas sonderbar sieht es schon aus: Da hängt doch tatsächlich ein Transistorradio an einem F12-Plakat der APG und dudelt munter vor sich hin. Wer sich dieser Tage in den Bahnhöfen der grösseren Aargauer Städte oder von Olten und Solothurn aufhält, wird sich an dieses Bild gewöhnen. Denn die Radioplakate sind Teil einer Werbeoffensive von Kanal K. Pünktlich zu seinem 15-jährigen Bestehen tritt das Gemeinschaftsradio mit Sitz in Aarau mit einer ungewöhnlichen Kampagne an die Öffentlichkeit. Die klingenden Plakate sind die akustisch-visuelle Umsetzung des Slogans «Hör zu – mach mit».«Damit kommunizieren wir unsere beiden USP», erklärt Richard «Ritschi» Blatter, Marketingverantwortlicher im Mandatsverhältnis bei Kanal K. «Hör zu» bezieht sich auf das Tagesprogramm des Senders – Non-Stop-Musik jenseits von Hit- und Chart-Druck. Und «mach mit» ist eine ernst gemeinte Aufforderung an die Hörerschaft: Ab 18 Uhr steht die Frequenz von Kanal K für die unterschiedlichsten Sendeinteressen offen. «Wir sind ein klassisches Mitmachradio», so Blatter.
Insgesamt gibt es rund 300 Sendungsmacherinnen und -macher, die ehrenamtlich das Abendprogramm gestalten. In der Vergangenheit habe man diese Partizipationsmöglichkeit kaum oder jedenfalls zu wenig kommuniziert, sagt Blatter, der als Ökonom und ehemaliger
Publisuisse-Mitarbeiter den Grundstein zur aktuellen Kampagne gelegt hat. Neben den F12-Plakaten an elf verschiedenen Standorten werden zusätzlich tausend A2-Plakate ausgehängt sowie insgesamt 10000 Monatsprogramme und 15000 Aufkleber verteilt.
Nicht nur formal ist diese Kampagne ungewöhnlich. Denn Werbung war für Kanal K bis anhin ein Fremdwort. Zwar ist es dem Gemeinschaftsradio gemäss Konzession erlaubt, Einnahmen mittels Werbung zu generieren, doch wird von dieser Möglichkeit bewusst kein Gebrauch gemacht. Der Grund: Zwischen Kanal K und dem zur AZ-Medien-Gruppe gehörenden Radio Argovia besteht eine Vereinbarung, die dem Mitmachsender pro Jahr rund 200000 Franken aus der Kasse des kommerziellen Aargauer Privatsenders zusichert. Im Gegenzug verzichtet Kanal K auf ein eigenes Auftreten im Werbemarkt.
Radio Argovia sieht kein ProblemDieses «Stillhalteabkommen» betrifft auch die Eigenpromotion. So darf Kanal K paradoxerweise nicht einmal damit werben, dass der Sender werbefrei ist. Die aktuelle Kampagne hingegen liegt im Rahmen des vertraglich Erlaubten. «Wir konnten völlig autonom agieren», bestätigt Michael Berger, Geschäftsleiter von Kanal K. Geldgeber Argovia wurde allerdings im Voraus über die Aktion informiert. «Für uns war und ist das aber überhaupt kein Problem, da wir uns programmlich nicht konkurrenzieren», sagt Argovia-Geschäftsführer Roland Baumgartner.
Überhaupt wird der spezielle Deal, der die Aargauer Radios miteinander verbindet, von beiden Seiten in den höchsten Tönen gelobt. Von einer Win-Win-Situation ist gar die Rede. Unisono klingt es entsprechend von Berger und Baumgartner: «Wir ergänzen einander perfekt.» In der Tat: Radio Argovia leitet regelmässig Hobby-DJs, die gerne mal Radioluft schnuppern möchten, an Kanal K weiter. Im Gegenzug finden immer wieder Moderatoren und Redaktoren zu Argovia, die ihre ersten Schritte bei Kanal K absolviert haben.
Sicher bis zum neuen RTVGObwohl zurzeit nichts auf eine Änderung hindeutet, ist das Kooperationsmodell keineswegs in Stein gemeisselt. Wie schnell ein solcher Vertrag Geschichte werden kann, zeigt der Fall von Radio 3fach. Das Zentralschweizer Jugendradio erhielt für seinen Werbeverzicht Mittel von den Radios Pilatus, Sunshine und Central. Seit letzten Dezember die Verhandlungen über eine Weiterführung dieser Finanzierung gescheitert sind, muss 3fach nach neuen Geldquellen Ausschau halten. Der Deal im Aargau, so sind die Beteiligten überzeugt, wird sicher noch eine Weile halten. «Mindestens so lange, wie die aktuelle Gesetzeslage gilt», sagt Argovia-Mann Baumgartner. Nach Inkrafttreten des neuen RTVG werde man die Situation neu beurteilen. Es sei aber durchaus möglich, dass die Vereinbarung auch weitergeführt wird.
Werbekunden haben immer ausgefallenere WünscheDas Plakat alleine tuts nicht mehr. Dieser Meinung war auch Radio Kanal K in Aarau und hat für seine aktuelle Werbekampagne die F12-Affichen kurzerhand mit Radiogeräten behängen lassen. Dass sich Kunden immer häufiger nicht mehr mit zweidimensionalem Papier zufrieden geben, beobachtet auch APG-Verkaufsleiter Ivan Schultheiss. Die Marktführerin im Bereich Aussenwerbung sei immer öfter mit ausgefallenen Ideen konfrontiert. «Wir behandeln solche Anfragen mit der gebotenen Sorgfalt», so Schultheiss.
Die bestehenden Vorschriften gestatten demnach nur selten, was Kunden neuerdings wünschen. In Lausanne etwa sind jegliche dreidimensionalen Elemente auf Plakatwänden nicht gestattet. Während im anglo-amerikanischen Raum mit ganzen Pappmöbelgarnituren auf entsprechende Angebote aufmerksam gemacht wird, ist hier zu Lande das
E-Board weiterhin das höchste der kreativen Aussenwerbergefühle. Den Durchbruch haben elektronische Plakate bisher nicht geschafft. Die noch zu hohen Investitionen, unter anderem für hochwertige Bildschirme, verunmöglichen einen attraktiven «Return».
«Selbst bei den grossen E-Boards in den hochfrequentierten Bahnhöfen von Zürich, Bern, Basel und Genf mussten wir feststellen, dass die Latte für den Markteintritt relativ hoch ist.» Den Hauptgrund dafür vermutet Schultheiss in den gut platzierten Plakatstellen der Innenstädte, mit denen analoge Papierplakate weiterhin Topresultate erreichen. (nil)
Unüberhörbar: Das Aargauer Gemeinschaftsradio Kanal K setzt den Slogan «Hör zu – mach mit» akustisch und visuell als Eigenwerbung um.
Nick Lüthi

SR DRS relauncht Website

Online Schweizer Radio DRS hat seinen Webauftritt renoviert. Das Design wurde verschlankt und die Suchfunktionen vereinfacht. Ausgebaut hat SR DRS den Programm-Guide und das Radio-on-demand-Angebot.

Online Schweizer Radio DRS hat seinen Webauftritt renoviert. Das Design wurde verschlankt und die Suchfunktionen vereinfacht. Ausgebaut hat SR DRS den Programm-Guide und das Radio-on-demand-Angebot.In der neuen Rubrik «Rat & Tat» werden Ratgeberthemen aus allen Programmen thematisch zusammengeführt. Die Website sei nun mehr denn je «die unumgängliche Ergänzung» zum Radioprogramm, schreibt SR DRS.

Ausser Spesen (fast) nichts gewesen

Verkaufsförderung Die Zusammenarbeit war top, das Resultat ein Flop. Sagen Valora und Verlegerverband nach der Aktion «Take2».

Verkaufsförderung Die Zusammenarbeit war top, das Resultat ein Flop. Sagen Valora und Verlegerverband nach der Aktion «Take2».«Take2», die herbstliche Gemeinschaftsaktion von Valora und Verband Schweizer Presse (CHP), brachte «keine signifikanten Mehrverkäufe», das Verteilen von Punkte-Sammelkarten an rund 2000 Valora-eigenen und unabhängigen Kiosken «verlief mässig bis unbefriedigend», und punkto Rücklauf und Aboverkauf «sind die erhofften Zahlen ausgeblieben». So steht es schonungslos offen in einem kürzlich publizierten CHP-Bericht. Ein deprimierendes Ergebnis für eine Aktion, die in der ganzen Deutschschweiz lief und mehrere Wochen lang. Es waren mehrere Tausend Personen involviert, Hunderte von Inseraten wurden geschaltet und Tausende von Franken für Pappfiguren in Lebensgrösse und für anderes Werbematerial ausgegeben. Ausser Spesen also nichts gewesen?
Weit gefehlt. Die Verantwortlichen des Projektteams ziehen jedenfalls «eine vorsichtig positive Bilanz». «Wichtig ist, dass diese erste Gemeinschaftsaktion stattgefunden hat …», hält der Bericht lapidar fest. Und: «Die Zusammenarbeit, die erstmals in dieser Dimension stattfand, war optimal.»
Manch einer mag sich die Augen reiben. Doch die Verantwortlichen bestehen darauf. «Es war unsere erste derart gross angelegte Aktion mit dem CHP. Bisher haben wir nur Einzeltitel-Promotionen gemacht», sagt Jürg Stauffer, Marketingleiter von Valora Retail. Auch die werbliche Umsetzung sei sehr gut gewesen, fügt er hinzu. «Valora und CHP haben zum ersten Mal in dieser Form zusammengearbeitet, und wir wussten, dass es nicht einfach wird», sagt auch Toni Vetterli vom CHP. Die Schwachstellen der Aktion seien denn auch bereits analysiert. Zum einen sei das Handling der Aktion und vielleicht auch schon der englische Name zu wenig klar gewesen. «An Kiosken mit hohen Frequenzen mag es nicht lange Erklärungen leiden», sagt Vetterli. Zum andern sei vielerorts auch das Kioskpersonal zu wenig gut informiert und motiviert gewesen.
Auch Stauffer fand die Aktion zu kompliziert. «Sie war zu wenig klar und knallig», sagt er. Das System mit den Punkten und der Sammelkarte habe zudem eine dauernde Interaktion zwischen Kioskpersonal und Kunden nötig gemacht. Zu viel Erklärungsbedarf ermüde aber die Motivation des Personals.
Dennoch soll die Aktion eine Fortsetzung finden. «Wir haben nun eine gute Basis gelegt, darauf können wir aufbauen», sagt Vetterli. Zwar folgt die nächste Aktion nicht im Frühling wie ursprünglich vorgesehen, voraussichtlich aber im Herbst, dafür dann aber auch in der Westschweiz. «Naville und die Westschweizer Verleger haben ebenfalls ihr Interesse angemeldet», sagt Vetterli. In der Projektgruppe wird man vorher aber noch einmal über die Bücher gehen und neue Ideen sowie Vereinfachungsmöglichkeiten prüfen.
«Das Wichtigste ist, dass die Ansprache der Aktion eindeutiger wird», sagt Stauffer. Das sei seitens Valora eine Bedingung. Stauffer erinnert daran, dass Rubbelspiele oder auch die Abgabe einer Blick-Sammel-CD am Kiosk kein Problem darstellen. Im Gegenteil. «Sie laufen super», sagt er. «Aber es muss einfach, simpel und klar verständlich sein.» Bei der Schulung des oft nur teilzeitlich angestellten Kioskpersonals sieht Stauffer hingegen nur beschränkten Spielraum. Komme dazu, dass Valora zwar die freien Kioske beliefere, dort aber keinen Einfluss auf das Personal ausüben könne.
So hätte «Take2» funktionieren sollen Zwischen 26. Oktober und 21. November 2004 hätte das Kioskpersonal allen potenziellen Käufern eine Sammelkarte abgeben sollen. Das geschah nicht überall. Für jeden Kauf von zwei Schweizer Zeitungen oder Zeitschriften hatte der Kunde einen Selbstklebebon zugute. Auch das klappte nicht immer. Eine Karte mit fünf eingeklebten Bons stellte einen Sofortwert von 10 Franken dar. Sie konnte in bestimmten Geschäften (zum Beispiel Coop City) bis Ende Januar an Zahlung gegeben werden, einen Mindesteinkauf von 50 Franken vorausgesetzt.
Zusätzlich nahm jede Karte an einer Verlosung teil. Insgesamt wurden rund 10 000 Karten eingelöst und 20 000 weitere eingesandt. (mk)
«Nimm zwei», riet der flotte Herr. Zwei Stimorol oder was?
Markus Knöpfli

«Üben, üben, üben»

Wettbewerbe Umfrage zum Cannes Open 2005: Was der Karriere bestandener Werber auf die Sprünge geholfen hat.

Wettbewerbe Umfrage zum Cannes Open 2005: Was der Karriere bestandener Werber auf die Sprünge geholfen hat.Das Cannes Open wird mit einer witzigen Website aus der Kreation Jung von Matt/Limmat beworben. Auf www.cannes-open.ch geben Jurymitglieder und andere Kreative ulkige Tipps, wie man in der Werbung Karriere machen könnte. Die Werbewoche hat die Idee aufgenommen und ein paar Persönlichkeiten aus der Schweizer Werbeszene gefragt:Was war ein wichtiger Tipp, der mir in meiner Karriere echt geholfen hat?
Welche Weichenstellung war in meiner Laufbahn entscheidend, dass ich heute da bin, wo ich bin?
Reini Weber «Üben, üben, üben – und zwar nicht nur im Proberaum, sondern live auf der Bühne! Deshalb würde ich als Youngster in Cannes unbedingt mitmachen wollen.
Dazu: Hungrig bleiben, dann stellen die Weichen sich von selbst. Ich zum Beispiel war immer in den zurzeit heissesten, aber auch unbequemsten, knausrigsten und ‹härtesten› Agenturen: bei Lürzer, Conrad, GGK Düsseldorf, Aebi und dann nochmals GGK Basel. Da gab es einfach die besten Lehrmeister von Conrad über Jacoby und Schirner bis hin zu Jean Etienne – und die meisten Möglichkeiten, mit anderen ‹Verschworenen› die Agentur mitprägen zu können, sich gegen den Chef zu verschwören usw. Ich hatte keinen müden Pfennig auf dem Konto, als ich von Düsseldorf in die Schweiz zurückkam, aber einen grossen Sack voller guter und schlechter Erfahrungen – und ich würde es wieder so halten wollen.»
Markus Ruf «Immer noch hilfreich finde ich, was der damalige CD von Publicis, Claude Martin, mal in Cannes anregte: dass wir wohl bessere Werbung machen würden, wenn wir davon ausgehen würden, dass die Leute, die wir ansprechen wollen, unsere Sprache nur beschränkt beherrschen oder unsere Kultur nur begrenzt kennen. Das würde helfen, weniger Wert auf oberflächliche Stilmittel wie zum Beispiel Wortspiele zu legen. Und mehr darauf, wirklich relevante Ideen zu finden. Denn die kennen keine Grenzen.
Eine Weichenstellung war, dass ich mit 15 Jahren anhand der Toni-Jogurt-Kampagne im Tagi-Magi gemerkt habe: Hey, es gibt einen Beruf, in dem man verblüffende Ideen aushecken und damit auch noch Geld verdienen kann. Da habe ich meinen damaligen Berufswunsch Journalist schnell begraben und wollte nur noch in die Werbung.»
Jean Etienne Aebi «Als Werbetwen las ich das Buch von Howard Gossage und darin: ‹Die Menschen lesen keine Werbung. Sie lesen, was sie interessiert, und manchmal ists eine Anzeige.› Ab da nahm ich die Werbung weniger wichtig und versuchte sie stattdessen richtig zu machen.»
Markus Gut «‹Um die Menschen zu erreichen, muss man sie mögen.› Diesen Ausspruch von Beatrice Tschanz halte ich mir immer vor Augen, wenn es wieder etwas elitär zugeht und verächtlich über die Leute gesprochen wird.
Auch für die Weichenstellung habe ich ein treffendes Zitat als Antwort. ‹Von meiner ursprünglichen Absicht, Diplomat zu werden, hat mich eine Definition von Winston Churchill abgebracht: ‹Ein Diplomat ist ein Mann, der zweimal nachdenkt, bevor er nichts sagt.›»
Patrick Lienert «An einen wegweisenden Tipp kann ich mich nicht erinnern, und zudem liegen noch etliche Ziele vor mir. So gesehen nehme ich Vorschläge weiterhin gerne entgegen.
Der legendäre, unterdessen verstorbene Max Hofer in Bern hat mich als Kreativen dazu gezwungen, die Prüfung zum Werbeleiter zu machen. Das hat mir unglaublich gestunken, war aber im Nachhinein ein Glücksfall. Denn wer die Werbung als Ganzes zu verstehen versucht, ist auch gegenüber seinen Kunden glaubwürdiger.»
Markus Cavegn «Keith Reinhard sagte mir: ‹Weil Ideen auch Nahrung brauchen, soll man raus in die Welt gehen. Bücher lesen, Bilder anschauen und Leute treffen. Wenn wir die ganze Zeit damit verbringen, unsere Nasen in die ADC–Bücher zu stecken, stundenlang vor Show-Reels zu sitzen, stumpfen wir ab.›
Ich habe genug Zeit und Energie damit verschwendet, vorherzusehen, was an den nächstjährigen ADC–Awards ‹in› sein könnte. Und ich habe oft genug versucht, der Jury zu gefallen. Aber am Schluss musste ich realisieren: Nur wenn du deiner Idee treu bleibst, wird der Reward kommen. Unter Umständen.»
Simone Fennel «Der wichtigste Tipp war eine Frage: (von wem, habe ich allerdings vergessen). ‹Kann man das nicht noch besser machen?›
Wer sich diese Frage immer wieder stellt, kommt um eine beinharte Analyse der eigenen Arbeit nicht herum. Sie (die Analyse) verlangt absolute Ehrlichkeit – gegenüber der Sache und gegenüber sich selbst.»
Pius Walker «Nach Dutzenden von Jobinterviews in London mit positiver Resonanz auf meine Arbeitsmappe gab es schliesslich ein Gespräch, welches mich wirklich weitergebracht hat. Tim Delaney sagte mir damals: ‹Most of your book is crap, but you can start here on Monday.›
Weichenstellung: Das Schöne im Leben eines Kreativen ist, dass jeder Moment entscheidend sein kann.»
Philipp Skrabal «Den entscheidenden Tipp in meiner Laufbahn gibt es nicht, das wäre auch zu einfach. Wenn, dann gibt es eher eine entscheidende Erkenntnis: Wer auch jenseits von fiktiven Aufträgen Kreatives schaffen möchte, soll nicht auf Briefings warten. Denn wer seine Kunden kennt, kann sie auch unaufgefordert mit treffenden Ideen überraschen. Ohne seitenlanges Briefing im Kopf entscheidet meist der Bauch des Kunden.»
Dominik Imseng «‹Alles, was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht.› Die Erkenntnis ist von Goethe. Und sie gilt auch für Ideen.
Eine Weichenstellung war der Entschluss, eine Familie zu gründen.»
Jürg Brechbühl «Der wichtigste Tipp stammt von Mathias Babst und lautet: ‹Es gibt auch ein Leben ne-ben der Werbung.› Entscheidend für meine Laufbahn war, dass ich Hannes Weber im richtigen Moment auf dem Berner Märit getroffen habe. So einfach ist es manchmal.»
Matthias Freuler «Sich niemals mit der zweitbesten Idee zufrieden geben. Und dass ich eine wirklich tolle Idee gefunden habe, erkenne ich daran, dass ich sie auf der Stelle meinem Büronachbarn zeigen will. Und dass ich die 9 andern Ideen, die ich bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls supersensationell fand, auf der Stelle wegschmeissen will.»
Umfrage:
Fünfter Jahrgang gestartetDas Cannes Open ist von Keystone im Jahre 2001 gegründet worden, um den Nachwuchs in der Werbung zu fördern und ihm eine kreative Plattform zur Verfügung zu stellen. Zusammen mit der Agentur Jung von Matt/Limmat realisiert und unterstützt von der Werbewoche, Cinecom, Clear Channel Plakanda, Reprotechnik Kloten RTK und Helvetic Airways, entwickelte sich das Projekt zu einem anerkannten und begehrten Wettbewerb in der Branche.
Zur Teilnahme aufgerufen sind kreative Köpfe bis 30 Jahre. Die Bedingungen: die Verwendung des Bildmaterials aus den Keystone-Archiven sowie ein reeller Auftraggeber. Eine ausgewählte Jury verleiht den Arbeiten zusätzliches Gewicht: Simone Fennel (Simone Fennel Atelier), Daniel Comte (Advico Young and Rubicam), Matthias Freuler (Wirz Werbung) und Markus Ruf (Ruf Lanz).
Das Siegersujet wird auf F12-Grösse in verschiedenen Schweizer Städten veröffentlicht. In Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen, Lausanne, Genf und Lugano findet das Plakat jeweils einen prominenten Platz. Zusätzliche Motivation: Die Gewinner werden zum renommierten Werbefestival in Cannes eingeladen und haben so die Chance auf einen Goldenen Löwen in der Kategorie «Print & Poster Award».
Abgabetermin für die Arbeiten ist der 18. März 2005. Die Vernissage mit den eingereichten Arbeiten, mit der Bekanntgabe des Siegers und der Shortlist findet am 23. März bei Keystone an der Grubenstrasse 45 in Zürich statt.
Anmeldung und weitere Informationen seit Anfang Februar 2005 unter www.cannes-open.ch oder bei Keystone, Frau Cristina Tonitto, 044 200 13 00 oder [email protected]
Ehrenplatz: Die Siegerarbeit 01 «More Hair» von Marietta Albinus hängt an der Zürcher Weinbergstrasse (oben links).
Siegerarbeit des Keystone Cannes Open 04 «Ohr – Extreme Carving», Hanna Zimmermann und Chantal Ehrensperger von Wirz Werbung.
Die Siegerarbeit 03 «Haar-M. Der Theatercoiffeur» vom Team Staar, Art Direction Martin Stauch und Text Armin Arnold.
«The power of carots», so heisst das Siegerplakat 02 von Moritz Staehelin, Text, und Gian Andrea Maurizio, Art.
Tipps von kreativen Köpfen auf www.cannes-open.ch
Die Jury bei der Beurteilung.
Andreas Panzeri

Platz zwei für Rapida 74 G

Auszeichnung

AuszeichnungNachdem die Rapida 74 G bereits an der drupa mit dem 1. Innovation Award der EWPA und den Zertifikaten «Emission geprüft» und «Emission Reduced Waterless Offset» ausgezeichnet wurde, errang die Bogenoffsetmaschine aus dem Hause Koenig & Bauer den zweiten Platz für den Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie 2004 in der Kategorie Druck. Sie ist die erste Maschine in Reihenbauweise, die an Stelle konventioneller Farbwerke mit zonenschraubenlosen Kurzfarbwerken ausgestattet ist. Damit vereint sie die Vorteile der flexiblen Reihenbauweise mit den Vorzügen der Kurzfarbwerk-Technologie und des wasserlosen Offsetdruckes.

Versus wirbt für Nachtbus

ÖV Die Basler Werbeagentur Versus betreut neu das Nachtbusprojekt «nightliner-bl». Der «Bus für Nachtschwärmer» verkehrt am Wochenende von Basel, Sissach und Liestal aus in umliegende Gemeinden.

ÖV Die Basler Werbeagentur Versus betreut neu das Nachtbusprojekt «nightliner-bl». Der «Bus für Nachtschwärmer» verkehrt am Wochenende von Basel, Sissach und Liestal aus in umliegende Gemeinden.Die beteiligten Partnerfirmen haben sich nach einer Evaluation für Versus entschieden. Geplant ist eine Kommunikationskampagne mit Anzeigen, Plakaten, Kinowerbung, Fahrplänen, Hengartnersystem, POS-Steller und Webauftritt sowie Tram- und Buswerbung (Hängekartons mit Dispenser, Dach- und Heckreklame). Zudem entwickelt Versus ein neues Logo mit Claim.

LZ übernimmt Calendaria

Übernahme Die LZ Medien Holding hat von Lediberg und Biella-Neher die Firma Calendaria übernommen.

Übernahme Die LZ Medien Holding hat von Lediberg und Biella-Neher die Firma Calendaria übernommen.Die Büromaterialherstellerin Biella-Neher hat sich zuvor Ende 2004 von ihrer Minderheitsbeteiligung an der Calendaria getrennt. Mit der Übernahme des Schweizer Marktleaders für Bildkalender bleiben der Firmenstandort Immensee und die 39 Arbeitsplätze erhalten.

Department kann für Entrade berichten

Energiemarkt Die Stromhandelsfirma Entrade hat die Zürcher Werbeagentur Department mit der Kreation und Umsetzung ihres Jahresberichts 2004 betraut.

Energiemarkt Die Stromhandelsfirma Entrade hat die Zürcher Werbeagentur Department mit der Kreation und Umsetzung ihres Jahresberichts 2004 betraut.Weitere Kommunikationsmassnahmen sind in Planung. Entrade ist ein Tochterunternehmen der Schweizer Stromfirma Atel und in 16 Ländern tätig

Headline schreibt CC-Preis aus

Awards I Zu seinem 50. Geburtstag lanciert Headline, der Kommunikationsclub Aargau/Solothurn, den Award Corporate Communications.

Awards I Zu seinem 50. Geburtstag lanciert Headline, der Kommunikationsclub Aargau/Solothurn, den Award Corporate Communications.Als Partner treten unter anderem die Mittelland Zeitung, die APG und die Schober Information Group auf. An dem Wettbewerb für integrierte Unternehmenskommunikation dürfen Konzepte teilnehmen, die ab 2004 erarbeitet und bis zum Eingabeschluss (31. Juli) realisiert worden sind. Anmeldungen und weitere Informationen sind unter [email protected] erhältlich.

Kodak wird alleiniger Eigentümer von KPG

Übernahme

ÜbernahmeDie Eastman Kodak Company gab Mitte Januar bekannt, dass sie durch des 50-Prozent-Anteils, den die Sun Chemical Corporation an dem 1998 gegründeten Joint Venture Kodak Polychrome Graphics (KPG) hält, zum alleinigen Eigentümer von KPG wird. Die Transaktion wird Umsatz und Ertrag von Kodak steigern, das weltweite Vertriebsnetz für die Digitaldrucksysteme der Kodak Graphic Communications Group erweitern und das Lösungsportfolio vergrössern. Kodak verspricht sich davon eine Stärkung der Position im grafischen Markt.

FSC auch bei UD Print

Produktion Das Luzerner Druckunternehmen UD Print hat eine weitere Bescheinigung für umweltgerechte Produktion erhalten:

Produktion Das Luzerner Druckunternehmen UD Print hat eine weitere Bescheinigung für umweltgerechte Produktion erhalten:Seit vergangenem Sommer besitzt UD Print das Umweltzertifikat nach ISO 14001, nun wurde die Firma Ende Jahr auch FSC-zertifiziert.
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