Siegreiches Marketing

Als letzte Woche anlässlich des Schweizerischen Marketing Tags 2005 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern die Verleihung der Marketing Trophy losging, machten sicheinige Gäste berechtigte Hoffnungen.

Als letzte Woche anlässlich des Schweizerischen Marketing Tags 2005 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern die Verleihung der Marketing Trophy losging, machten sicheinige Gäste berechtigte Hoffnungen.Als letzte Woche anlässlich des Schweizerischen Marketing Tags 2005 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern die Verleihung der Marketing Trophy losging, machten sich einige Gäste berechtigte Hoffnungen. Wie aber das Leben so spielt, kann jeweils nur einer gewinnen. So landete beispielsweise Blacksocks in der Kategorie Unternehmen bis 49 Mitarbeitende an erster Stelle.Der Internetanbieter für edle Fussbekleidung sah sich mit dem Abflauen des Web-Hypes von einem stagnierenden Wachstum gefordert. Mit Radiosponsoring, der Lancierung von Testsocken und einem überarbeiteten Branding gelang im Jahr 2004 dennoch ein Wachstums-Burst. Und das war der Jury Gold wert.
Den Spitzenplatz bei den mittelgrossen Unternehmen (50 bis 299 Mitarbeitende) belegte die Vifor International mit Venofer. Um nicht in medizinischen Fachsimpeleien auszuufern, nur so viel: Mit einem Eisenpräparat zur Bildung von roten Blutkörperchen erreichte die Firma dank entsprechender Marketingmassnahmen einen weltweiten Marktanteil von über 50 Prozent. Last but not least gewann bei den Grossen (über 300 Mitarbeitende) die Emmi Frischprodukte mit der Produktelinie Caffè Latte. Das Sortiment gekühlter Kaffeegetränke wurde mit grosser Kelle angerichtet und wendet sich nicht nur an Bailey’s-Liebhaberinnen.
Am abendlichen Golden Key Charity Apéro wurde als Attraktion ein T-Shirt von Tennis-As Roger Federer versteigert. Mama Federer liess allerdings den Veranstaltern mitteilen, dass sich dieses noch in der Wäsche befinde und nachgeliefert werde. Was Erich Kienle, Emmi-Marketingleiter und nach dem Gold-Trophy-Gewinn noch immer im Siegesrausch, nicht hinderte, das Teil für 3000 Franken zu ersteigern. Den Hauptcoup landete Kienle aber noch später. Er holte Ehrengast Bundesrat Joseph Deiss als Werbeträger für Caffè Latte vor die Kameras der versammelten Presse.
Der Apéro Riche, vor allem die Fleischbällchen, war übrigens exzellent, aber nicht gratis – ein absolutes Unikum an Branchen-events. Die Einnahmen gingen, wie auch der Steigerungserlös des Tennisshirts ans SOS Kinderdorf. Die Organisatoren haben also ihre Hausaufgaben gemacht: Gutes tun und davon reden – so schafft mans in die Schweizer Medien!
Beat Fritschmachte sich letzte Woche auf nach Luzern, um am Marketing Tag 2005 der Verleihung der Marketing Trophy im KKL beizuwohnen. Das Programm versprach eine ganze Reihe von Erkenntnissen und Höhepunkten aus dem Marketingbereich. Und das KKL als Veranstaltungsort hat den Vorteil, dass es vom Bahnhof aus zu Fuss und trockenen Hauptes erreichbar ist. Was aber trotzdem schade ist: Man kriegt halt so gar nichts mehr mit von der schönen Leuchtenstadt.
Samy Liechti von Blacksocks freute sich riesig über die Gold-Trophäe in der Kategorie Unternehmen bis 49 Mitarbeitende.
Der grosse Gewinner der Kategorie grosse Betriebe hiess Emmi – CEO Walter Huber holte die Auszeichnung für Caffè Latte ab.
Mit Venofer zum Weltmarktführer – Vifor International gewann bei den mittelgrossen Unternehmen – Alexander Zwyer freut sich.
Journalistengespräche: Cash-TV-Moderatorin Katharina Deuber und Bruno Affentranger, stellvertretender Chefredaktor von Cash.
Roger Mortellaro, Publisuisse, Marco Ialuna, Euler Hermes, Massimo Moretti, Jumbo, und Tom Stuckert, Werbewoche-Anzeigenleiter (v. l.).
Hier wurde intensiv diskutiert: Markus Wunderle (l.), Wunderle AG, und Martin Wahlen von der Elektro-Einkaufs-Vereinigung.
Emmi-Marketingleiter Erich Kienle (r.) spann- te Ehrengast Bundesrat Joseph Deiss gleich als Werbeträger für seinen Caffè Latte ein.
Medienecke: Maja Candreia, Willisauer Bote, Martin Betschart, U1-TV-Station, und Tanya Aydinalp (r.), ZMS/PMA-Medienbeobachtung.
Geschäftsführerkonferenz: Ursula Grob leitet die Geschäftsstelle der Idée-VfW, Peter Grob, ist in derselben Funktion für die ASW tätig.
Bierecke: Kim Christensen mit Bettina Kammermann (l.) und Franziska Gsell, alle von Feldschlösschen.
Am Trendcommerce-Outlet: Gastgeber Filippo Zanchi (r.) mit Luca de Carli (l.), Sunrise, und Giuseppe Genetelli von Callworld.
Die Post war als «Presenting Partner» des Marketing Tags omnipräsent: Rebekka Künzig, Roland Glauser und Katrin Hagnauer (v. l.).
Gut gelaunt: Publisuisse-Direktor Martin Schneider mit Emmi-Werbeleiter Torsten Fankhännel und Peter Felser von SFLB (v. l.).
Charmant: Schober-Werbeleiterin Eva Meier, Emanuela Barbato von Brandnew, und Barbara Gfeller, Partner Reinsurance Co. Ltd. (v. l.).
Fröhlich: Rena Stutz (l.), Hotel Sales & Marketing, Christian Gut, Calltec, und Priska Schmidli, Leiterin Executive Events bei der CS.

Heikle Lage für Mediaplaner

Direktbuchungsrabatt Tamedia entzweit mit ihrem Vorstoss Media-agenturen und Werbeauftraggeber.

Direktbuchungsrabatt Tamedia entzweit mit ihrem Vorstoss Media-agenturen und Werbeauftraggeber.Über den von Tamedia in Aussicht gestellten Direktbuchungsrabatt für Mediaagenturen (siehe Kasten) herrscht bei den Werbeeinkäufern keineswegs eitel Freude. «Das ist eine sehr heisse Kartoffel», sagt etwa Robert C. Baier von der Agentur MediaBaier. Gar von einem «rechtlichen Minenfeld» spricht Andy Lehmann, Geschäftsführer der Aegis Media Group Schweiz. «Im Wesentlichen geht es ja um die Frage, wem dieses Geld gehört», sagt er. Peter Hofstetter, Inhaber der Mediaxis-MTP AG, doppelt nach: «Dieses Thema birgt einige Brisanz in sich, es tut unserem Markt aber gut.» Andere Personen beschränken sich jedoch auf Allgemeinplätze. So lässt Christof Kaufmann, CEO von OMD Schweiz, bloss einen einzigen Satz verlauten: «Wir prüfen zur- zeit diese neue Marktsituation.» Und der CEO einer weiteren Grossagentur will sich sogar nur hinter vorgehaltener Hand über diese «hochgradig medienpolitische Entwicklung» äussern. Andere wagen nicht einmal mehr das.Die wenigsten wollen denn auch die Frage beantworten, ob sie die Vereinbarung mit Tamedia unterschrieben haben. Einzig Peter Hofstetter steht offen dazu. Er habe auch seine Kunden entsprechend informiert, sagt er. Andere, so Rolf Suter von m&m und Ronny Schmid, Mitinhaber von Konnex, wollen die Kunden entscheiden lassen.
In den meisten Fällen aber wird der Tamedia-Vorstoss begrüsst. Aus zwei Gründen: Zum einen ist damit der Honorardruck, dem viele Mediaagenturen ausgesetzt sind, wieder einmal thematisiert. Ebenso die wachsende Marktdominanz der Publimedia, die zudem für die reine Vermittlung deutlich mehr als 1,5 Prozent erhält. «Tamedia stellt uns nun auf dieselbe Stufe wie Publimedia», lobt Peter Hofstetter. Und ein CEO, der nicht genannt sein will, fügt hinzu: «Wenn wir direkt buchen, nützt dies unseren Kunden mehr, weil wir dann mit den Verlagen über Platzierungen oder bestimmte Konditionen sprechen können. Manche Kunden wollen das auch so. Doch das ist ein Mehraufwand, den wir bezahlt haben möchten.»
Dennoch wird auch Kritik an Tamedia laut, vor allem wegen der Art, wie sie die Öffentlichkeit und im Besonderen den Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA) informierte. «Die Information des SWA durch Tamedia ist zwar redlich, aber sie handelte sehr blauäugig», sagt etwa Andy Lehmann. Noch mehr Hiebe erhält allerdings der SWA, der kurz nach der Information durch Tamedia mittels Warn-Mail seine Mitglieder sofort über die Tamedia-Angebote unterrichtet hatte. Lehmann: «Der SWA hat dieses Thema benutzt, um ein potenzielles Misstrauensverhältnis zwischen den Mediaagenturen und den Kunden zu konstruieren. Das Schlimmste daran: Die Mediaagenturen sehen einmal mehr wie Abzocker aus.» Auch Hofstetter ärgert sich. «Damit hat der SWA total übertrieben», sagt er. Andernorts wird das Vorgehen des SWA als «voreilig», bezeichnet. Lehmann erinnert zudem daran, dass auch die TV-Vermarkterin Publisuisse seit Jahren einen Direktbuchungsrabatt kennt, mit dem der SWA bisher kein Problem gehabt habe.
Und noch auf ein Problem weist Lehmann hin: «Tamedia nimmt den Agentur-Gesamtumsatz als Massstab und schafft damit weitere Konflikte für Kunden – etwa die Wahl zwischen grossen und kleinen Agenturen.» Verschiedene Stimmen weisen ferner darauf hin, dass der Vorstoss von Tamedia nicht isoliert gesehen werden sollte. Ein gewisses Zuwarten sei deshalb angezeigt. Zum einen werde vielleicht die PubliGroupe mit Gegenmassnahmen kontern (siehe auch Seiten 34/35). «Andererseits könnten auch weitere Eigenregieverlage dem Beispiel der Werdsträssler folgen», sagt etwa Robert C. Baier. Überhaupt plädiert der Ex-Geschäftsführer der IG Media-agenturen (IGMA) für eine pragmatische Lösung des Konflikts. «Statt dass sich nun SWA und Agenturen streiten und gegenseitig blockieren, sollten sie eher den Direktbuchungsrabatt splitten: Einen Teil für die Agentur, einen für den Kunden.»
Das Angebot von TamediaMediaagenturen, die statt über Publimedia direkt bei Tamedia-Titeln buchen und dort jährlich insgesamt mindestens eine Million Franken umsetzen, erhalten von Tamedia neuerdings einen Direktbuchungs-
rabatt von 1,5 Prozent. Übersteigt der Umsatz zudem jenen des Vorjahres, gewährt Tamedia gar vier Prozent, maximal aber 40000 Franken. Dieses Angebot, das den Agenturen in Form einer zu unterschreibenden Vereinbarung vorliegt, gilt seit 1. Januar 2005.
Jürg Brauchli, bei Tamedia Leiter Zeitungen, will damit den «freien Wettbewerb stärken», den er im Grossraum Zürich seit dem Zusammengehen von PubliGroupe und NZZ gefährdet sieht. Neu könnten die Agenturen nun ihren Buchungsweg selbst bestimmen, bisher hätten sie aus Kostenoptimierungsgründen meist über Publimedia gehen müssen. Von
einer verdeckten Rabattierung will er nichts wissen, vielmehr würden die Agenturen für den höheren Aufwand bei Direktbuchungen entschädigt, sagt er. Ein Aufwand, der übrigens auch der Publimedia abgegolten werde. Weil sie aber auch das Delcredere übernehme, sei bei ihr der Prozentsatz etwas höher. (mk)
Mediaagenturen, die direkt bei den Tamedia-Titeln buchen, erhalten von der Tamedia neuerdings einen Durchbuchungsrabatt.
Markus Knöpfli

Starmaterial im Sack

Fashion Pressemitteilungen, die mit «fantastisch» und «erfolgreicher Start» beginnen, landen oft nur angelesen im Papierkorb der Redaktionen.

Fashion Pressemitteilungen, die mit «fantastisch» und «erfolgreicher Start» beginnen, landen oft nur angelesen im Papierkorb der Redaktionen.Eine Ausnahme macht die Werbewoche im Fall der Promotionsgemeinschaft für Schweizer Mode «Real Time Society» beziehungsweise ihrer Taschen. Weil es sich dabei, so das Communiqué, «um echte Kultobjekte und gesuchte Sammlerstücke» handelt. Angesichts der wie Pilze aus dem Boden schiessenden Kulte und der liebevollen Statements auf den Tüten nehmen wir es für bare Münze.

Zwei MAN Roland 706 LV

Verkauf Das Druck- und Verlagshaus W. Gassmann mit Sitz in Biel wie auch Limmatdruck in Spreitenbach haben sich für eine Roland 706 LV von MAN Roland entschieden.

Verkauf Das Druck- und Verlagshaus W. Gassmann mit Sitz in Biel wie auch Limmatdruck in Spreitenbach haben sich für eine Roland 706 LV von MAN Roland entschieden.Beide Maschinen sollen, wenn auch unterschiedlich, umfangreich und mit modernsten Zusatzeinrichtungen ausgestattet werden.

Interne Kommunikation gewinnt an Bedeutung

Studie Interne Kommunikation (IK) ist heute eine wesentliche Aufgabe der Unternehmensführung. Das zeigt eine Studie der Hochschule für Wirtschaft Luzern.

Studie Interne Kommunikation (IK) ist heute eine wesentliche Aufgabe der Unternehmensführung. Das zeigt eine Studie der Hochschule für Wirtschaft Luzern.Das Institut für Wirtschaftskommunikation hat eine Online-Befragung bei über 1000 Unternehmen durchgeführt. Bereits die hohe Rücklaufquote (26 %) zeigt die Wichtigkeit der Thematik. 90 Prozent der Firmen beschäftigen Mitarbeiter für IK. Dabei sind 40 Prozent der Verantwortlichen in der Geschäftsleitung angesiedelt. Allerdings verfügen nur 46 Prozent der Befragten über ein schriftliches IK-Konzept. Detailergebnisse der Studie sind auf www.hsw.fhz.ch/iwk zu erfahren.

Zwangskombi Zürich-Winterthur

Nun steht es fest: Weil der Stellenanzeiger des Tages-Anzeigers ab März dienstags und donnerstags der Landbote-Normalauflage (40000 zusätzliche Exemplare) beiliegt, wird der Insertionstarif erhöht.

Nun steht es fest: Weil der Stellenanzeiger des Tages-Anzeigers ab März dienstags und donnerstags der Landbote-Normalauflage (40000 zusätzliche Exemplare) beiliegt, wird der Insertionstarif erhöht.Zeitungen Die Inserenten können nicht zwischen Tagi solo und Tagi plus wählen – der Millimeter-Preis steigt von derzeit 5.46 auf 5.99 Franken.

Initiative «PDF/X-3 Ready»

PDF

PDFEnde Januar wurde im World Trade Center in Zürich ein Verein gegründet, der /X-3 in der Schweiz zu einem rascheren Durchbruch verhelfen soll. Mitglieder der Initiative «/X-3 Ready» sind Adobe Systems (Schweiz), A&F Computer-Systeme, Digipress, Iware, Mayerthaler, Mediaforum, PBU Beratungs AG, PrePress-Consulting Stephan Jaeggi, PrintOnline, Publicitas, SMI, Topix, Ugra, ulrich-media, VSD/IGS und Werbewoche. Der ISO-Standard /X-3 verspricht, die Produktionsabläufe in der grafischen Industrie sicherer und effizienter zu machen

SF DRS: Redesign zur Chlauszeit

Fernsehen Am Tag vor St. Nikolaus wird alles neu beim Schweizer Fernsehen DRS: Der Stichtag für das Redesign ist der 5. Dezember 2005, so Chefredaktor Ueli Haldimann in der Schweizer Illustrierten.

Fernsehen Am Tag vor St. Nikolaus wird alles neu beim Schweizer Fernsehen DRS: Der Stichtag für das Redesign ist der 5. Dezember 2005, so Chefredaktor Ueli Haldimann in der Schweizer Illustrierten.Das neue Erscheinungsbild wird zurzeit unter der Führung von Creative Director Alex Hefter erarbeitet. Die Tagesschau erhält dabei nicht nur ein neues Signet und Studio, sondern auch eine neue Dramaturgie.

«Nur bei starken Marken ist der Preis Nebensache»

Sandro C. Principe, Managing Partner und CEO von BBDO Consulting Zürich, über die Einzigartigkeit von Marken.

Sandro C. Principe, Managing Partner und CEO von BBDO Consulting Zürich, über die Einzigartigkeit von Marken.WW Herr Principe, das Wertschöpfungspotenzial vieler Marken ist offenbar noch nicht ausgeschöpft. Machen Sie mit Ihrer Studie nur
Eigenwerbung?
Sandro Principe Natürlich sind die Ergebnisse der Studie auch eine Daseinslegitimation für Unternehmen wie BBDO. Heute werden hohe Investitionen in Marken und deren Pflege getätigt. Generell haben Marken einen immer höheren Stellenwert. Die Studie hilft uns als Spezialist für Markenberatung und -kommunikation, zu erfahren, wo einzelne Unternehmen und Branchen diesbezüglich stehen.
Die Studie stellt der Kommunikationsbranche aber ein schlechtes Zeugnis aus: Ihr Job ist es, Marken eindeutig zu positionieren – doch ein Erfolg ist nicht sichtbar.
Man kann das sicher so sehen, dass es die Kommunikationsindus- trie bisher nicht geschafft hat, mehr zu leisten. Dies hat aber auch damit zu tun, dass Marken bis anhin als ein Aspekt unter vielen angesehen wurde. Heute wird die Markenführung umfassender verstanden. Zusätzlich zu unseren Analysen auf detaillierten Kunden- und Marktdaten fliessen beispielsweise schon die Er-kenntnisse der Hirnforschung in Markenstrategien ein, um das Markenpotenzial noch besser als bisher nutzen zu können.
Und doch wird Ihre Arbeit nicht einfacher: Es gibt immer mehr Marken. Wie können die überhaupt noch unterscheidbar gemacht werden?
Die Zahl der Produkte und somit auch Marken hat in letzter Zeit
tatsächlich drastisch zugenommen. Dies ist mit ein Grund dafür, dass die Austauschbarkeit weiter zunimmt. Zudem verhalten sich Kunden rationaler, als vielen lieb ist. Es ist aber heute möglich, eine Marke klar zu positionieren. Entscheidend ist es, dass ein Unternehmen sich auf seine Zielgruppe fokussiert und seine Marke entsprechend über alle
Kontaktpunkte kongruent erlebbar macht.
Nun ist es aber doch sehr schwierig, eine Seife oder ein Shampoo gegen Hunderte gleichwertige Produkte zu positionieren.
Das Marketing ist sicher je nach Branche und Produkt unterschiedlich schwierig. Es kann deshalb durchaus eine Erkenntnis sein, dass nicht jedes Produkt eine Marke braucht. Dies zeigt auch der wirtschaftliche Erfolg der vielen White- Label-Produkte.
Da zählt dann nur noch der Preis.
Konsumenten verhalten sich hybrid, ganz nach dem Motto: Heute Denner, morgen Rolex. Dort, wo der Kunde keine anderen Entscheidungskriterien hat, bleibt ihm nur das Preis-Leistungs-Verhältnis. Nur ganz starke Marken schaffen es, dass der Preis zur Nebensache wird.
Interview: Patrick Steinemann

Staffel Druck erneuert

Weiterverarbeitung In der Druckweiterverarbeitung setzt Staffel Druck seit vielen Jahren auf Sammelhefter von Müller Martini.

Weiterverarbeitung In der Druckweiterverarbeitung setzt Staffel Druck seit vielen Jahren auf Sammelhefter von Müller Martini.Diesen Frühling in- stalliert das Zürcher Unternehmen nun einen neuen Sammelhefter Bravo-T mit vier Doppelanlegern, Falzanleger und Dreischneider. Dank der elektronischen Touchscreen-Steuerung mit der Möglichkeit zum menügeführten Einrichten und raschen Umstellen steht der Bravo-T für kürzeste Rüstzeiten und ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.

Swissness steht für Innovationsgeist

Awards In ihrer 29. Ausgabe sind über 450 Firmen und Nonprofit-Organisationen ins Wettrennen um die achte Marketing Trophy gestiegen.Pioniergeist weist den Weg in die Zukunft und wurde prämiert.

Awards In ihrer 29. Ausgabe sind über 450 Firmen und Nonprofit-Organisationen ins Wettrennen um die achte Marketing Trophy gestiegen.
Pioniergeist weist den Weg in die Zukunft und wurde prämiert.
Für Hochspannung war gesorgt. Die achtköpfige Jury der MarketingTrophy hatte 14 Unternehmen aus den Kategorien Klein- (bis 49 Angestellte), Mittel- und Grossunternehmen (über 300 Mitarbeitende) sowie Nonprofit-Organisationen nominiert. Die Gewinner stammen aus den unterschiedlichsten Branchen, sind aber allesamt etabliert. So wie das Zürcher Unternehmen Blacksocks, das seit 1999 die Sockensorgen mit einem Abo für Waden- und Kniestrümpfe löst.
Internetflop überlebtDas Geschäftskonzept hat mittlerweile mehrere Nachahmer auf den Plan gerufen, die auch Unterwäsche für sie und ihn im Abo anbieten. Trotzdem ist es den beiden Gründervätern Marcel Roth und Samy Liechti gelungen, mit der klaren Vision und dem auf Entscheidungsträger fokussierten Marketing dem Platzen der Internetblase zu entkommen. Ein treuer, aber nunmehr langsam wachsender internationaler Kundenstamm, die Beteiligung an Bonusprogrammen sowie das Outsourcing der Kernprozesse sowie der Infrastruktur konnten das Unternehmen nicht von der Stagnation ins Wachstum führen.
Diesem Problem begegnete die Firma mit dem Projekt «Wachstums-Burst 04», Kundenakquisition mit einem haushälterischen Budget. Die Strategie umfasste das Radiosponsoring des Strassenzustandsberichts auf DRS 3, die Lancierung von Testsokken und die Überarbeitung der neu animierten Website und der CI. Liechti will die Umsatzentwicklung nicht offenbaren, verweist dafür lieber auf die anderen Eckdaten: 17000 Kunden in rund 35 Ländern.
Bei den mittelgrossen Unternehmen machte Vifor buchstäblich aus Eisen Gold, so, wie es der Präsident des VR von Galenica Etienne Jornod einmal gesagt hatte. Dank der Eisentherapie Venofer zur Bildung von roten Blutkörperchen wurde der internationale Industriebereich des Berner Pharmakonzerns zu einem wichtigen Umsatzträger der Holding. Durch das gezielte «Life Cycle Management» konnte Vifor das Präparat als Leader auf dem Weltmarkt positionieren. Die Spezialität gehört zu den Medikamenten, mit denen der Schweizer Pharmagrossist über die Hälfte seines Betriebsergebnisses erzielt.
Mit dem Vorzeige-Case, der fulminanten Lancierung des gekühlten Lifestyle-Getränks «Caffè Latte», holte sich in der Kategorie Grossunternehmen die grösste Milchverarbeiterin der Schweiz, Emmi Frischprodukte AG, die begehrte Goldtrophäe ab. Vor nicht einmal einem Jahr brachte der Luzerner Lebensmittelkonzern in sechs europäischen Ländern das Frischegetränk in drei Geschmacksrichtungen auf den Markt. Nebst dem Celebrity Endorsement mit DJ Bobo und Roger Federer in den integrierten Marketingaktivitäten above und below the line führen die Verantwortlichen den raschen Durchbruch nicht zuletzt auf «die herausragende Produktqualität zurück». Zudem beschritt Emmi mit der unverwechselbaren Verpackung neue Wege.
So setzte sich Caffè Latte bei den traditionellen Kaffeeliebhabern wie bei Neueinsteigern durch, und das inzwischen in 13 europäischen Ländern. Das sei noch längst nicht alles, ist man in Luzern überzeugt: Als «beträchtlich» wird das Entwicklungspotenzial eingestuft. Mit der prämierten Erfolgsgeschichte dürfte Emmi dem Anspruch der Trendsetter-Molkerei Europas einen Schritt näher gekommen zu sein. Auf den Lorbeeren ruht sie sich aber nicht aus, will sie doch in wenigen Wochen erneut mit der Markteinführung eines Genussproduktes innovative Akzente setzen.
Siegreich: Mit Caffè Latte holte die Emmi Frischprodukte AG die begehrte Goldtrophäe.
Luca Aloisi

Das meint der CMO von Goldbach

WW Der ADC wird entscheiden, ob der Crossmedia Award ins Agentur-Ranking der Werbewoche aufgenommen wird: Was spricht dafür, was dagegen?

WW Der ADC wird entscheiden, ob der Crossmedia Award ins Agentur-Ranking der Werbewoche aufgenommen wird: Was spricht dafür, was dagegen?Paul Riesen Wir von Goldbach Media haben den Crossmedia Award nicht nur als Marketinginstrument lanciert, sondern weil wir den Eindruck haben, dass ein solcher Preis die umfassendste Bewertung von Kommunikation überhaupt darstellt. Es geht nicht nur um die kreative Idee oder die Erfolgsstory. Es wird aufgezeigt, wie diese verschiedenen Medien und Inhalte miteinander wirken und korrespondieren. Der ADC müsste eine solch umfassende Geschichte deshalb auch ins Ranking aufnehmen.Gibt es bereits vergleichbare Wettbewerbe und Awards im Ausland?Es gibt in Deutschland einen Wettbewerb, der im letzten Jahr an der Messe Crossmedia in Dresden erstmals durchgeführt wurde. Die Agenturen mussten aber einen vorgegebenen Case bearbeiten.
Gibt es Schweiz-typische Umstände oder Entwicklungen von Crossmedia?Die gibt es. Crossmedia entstand vor allem mit dem Aufkommen der neueren elektronischen Medien, bei denen die Interaktivität eine grosse Rolle spielt. Dort sind wir in der Schweiz mit der Breitbandentwicklung relativ weit. Wo wir sicher nicht an der Spitze sind, ist die Entwicklung punkto Streaming und andere Entwicklungen. Da ist man im Ausland zum Teil weiter.
Wie werden das Wachstum und die zukünftige Bedeutung von Crossmedia eingeschätzt?Man kann nicht eigentlich von Wachstum reden für Crossmedia im Vergleich zu herkömmlichen Arbeiten. Die Arbeiten werden immer in irgendeiner Art und Weise herkömmlich sein. Es ist mehr die ganze Denkhaltung, dass man eine Idee nicht mehr nur auf TV findet oder auf Plakaten, sondern bereits in der Konzeptphase holistischer zu denken beginnt. Das heisst: Die Medien werden erst nachher bestimmt. Das wird zunehmend der Fall sein, weil die Möglichkeiten ständig erweitert werden.
An welchen konkreten Beispielen ist Crossmedia von Goldbach schon erfolgreich eingesetzt worden?Da gibt es bereits einige. Neben unserer Kampagne «Nice Price» für Radio Energy lancierten wir den Coke Light Man ‘04 mit TV, Website, Radio und Voting. Die Jugendkarte Blue von American Express mit dem Verbund aller elektronischen Medien ist ebenfalls ein gelungenes Beispiel oder natürlich die Werbung für den Film «Spiderman».
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