Dekore aufdrucken oder übertragen

Verfahren Um Bilder, Schriften und Logos auf Werbegeschenke und Verpackungshohlkörper aufzubringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Verfahren Um Bilder, Schriften und Logos auf Werbegeschenke und Verpackungshohlkörper aufzubringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.Besonders vor wichtigen Messen oder vor Jahresende machen sich viele Werbeleiter Gedanken, was sie als mehr oder weniger nützliche und originelle Geschenke verteilen wollen. Dann lässt man von spezialisierten Dienstleistern Gegenstände aller Art mit Firmenlogo, Slogan und Webadresse verzieren. Das Dekorieren – so der Fachausdruck für das direkte Drucken (Körperdruck) bzw. indirekte Übertragen von Sujets auf Gegenstände – ist aber nicht nur auf Werbegeschenke beschränkt. Über Give-aways und Streuartikel hinaus gibt es massenhaft produzierte Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens sowie als Hohlkörper ausgebildete Verpackungen, die dekoriert werden müssen.Nahezu unbegrenzt sind Grösse, Form und Material der zu dekorierenden Gegenstände. Es braucht also Verfahren, die möglichst flexibel auf die Vielfalt der Objekte einstellbar sind. Viele Dekorieraufgaben liessen sich mit mehreren Verfahren bedienen; letztendlich entscheiden Wirtschaftlichkeit, Design und notwendige Farbschichtdicke über die jeweilige Wahl des Verfahrens (siehe Kasten «Dekorierverfahren»).
Wirklich geschmackvollDass Tabletten und Pharmakapseln mit Lebensmittelfarbe bedruckt werden, überrascht nicht weiter. Etwas Besonderes ist das Bedrucken von Schokolade und Pralinen mit farbiger Schokoladenmasse oder bunter Paste, manchmal in Verbindung mit individuellen Gussformen – der Krea-tivität sind kaum Grenzen gesetzt. Hierfür gibt es sogar spezielle Lebensmittel-Siebdruckmaschinen, z. B. die RukoPrint RP 2.2. Das Repertoire des Schokoladendrucks reicht von Confiserie-Kleinauflagen bis hin zu industriellen Grossauflagen von Hohlkörpern, z. B. Weihnachtsmänner und Osterhasen. Traditionsbedingt gehört die Schweiz zu den Schokoladendruckpionieren.
Gegenstände bedruckenViele Druckdienstleister, die auf die Bedruckung von Gegenständen und Textilien spezialisiert sind, setzen Sieb- und Tampondruckmaschinen gemeinsam ein. Die Siebdruck- wie auch die Tampondruckmaschinen sind nach bestimmten Logistikszenarien ähnlich konzipiert. So gibt es getaktete Linien mit Druckstationen, die das Objekt passiert, oder das Druckmodul befindet sich über einem drehenden Rundschalttisch, auf dem die Objekte positioniert, bedruckt und ausgeworfen werden. Andere Lösungen sehen eine Schwingförderzu- und -abführung der Objekte vor. Weiter gibt es Karussellmaschinen, bei denen sich vier oder mehr Druckmodule über dem Objekt drehen und nacheinander zum Bedrucken absenken. Im Rotationstampondruck laufen die zumeist kleinen Objekte auf Förderketten dicht über- und nebeneinander.
Im Sieb- und Tampondruck kommt es auf eine exakte und sichere Positionierung der Objekte an. Für viele zu bedruckende Gegenstände wird ein genau passendes Gegenstück benötigt, das als zuverlässige Halterung agiert. Denn nicht immer reichen universelle Förder-, Greif- und Klemmwerkzeuge aus. Auch in der Dimensionierung der Maschinen spiegelt sich die Eignung für bestimmte Objektgrössen wider. So gibt es eine Vielzahl dedizierter Maschinenkonzepte. Diese werden auch mit Siebdruckmodulen kombiniert, z. B. für die Weissgrundierung im CD- oder Glasdruck.
Digitaldruck ist im KommenDie Zeiten sind vorbei, in denen Indigo, Anbieter von Digitaldrucksystemen, krampfhaft nach exotischen Vermarktungsmöglichkeiten und abenteuerlichen Anwendungen suchte. Die an der Fachmesse drupa 95 vorgestellte Indigo Omnius für das direkte und individualisierte Bedrucken von Getränkedosen verschwand nach dem Verkauf weniger Systeme aus dem Portfolio. Heute, unter der Firmierung HP Indigo, bezieht sich das «Industrial Printing» im Wesentlichen auf die Bedruckung zweidimensionaler Objekte wie Mousepads und Plastikkarten.
Für zwei- und dreidimensionale Objekte empfiehlt sich mehr denn je das Inkjetdruckverfahren. Längst hat es das Stadium der simplen Markierung von Schraubverschlüssen, Deckeln, Dosenböden, Faltschachteln und anderen Verpackungen mit dem Verfallsdatum überwunden. Zweidimensionale Gegenstände wie CDs, Plastikkarten, Mousepads und Leder sind leichte Übungen.
Im Kommen sind Flachbett-Drucksysteme, die mit optimierten UV-Tinten mühelos starre Substrate mit mehreren Zentimetern Dicke bedrucken: Schilder, Türen, Keramikfliesen. Damit machen sie dem Siebdruck weiteres Terrain streitig, selbst der grossflächige Weissvordruck wird bereits angeboten.
Nach dem Durst Rho drängen heute mehrere Systeme auf den Markt: Lüscher JetPrint UV, Spühl Virtu rs und Zünd UVjet aus der Schweiz sowie Gandinnovations JetiUV, Grapo Octopus, Inca Columbia/Spyder, NUR Tempo L, Océ Arizona UV, Tampoprint CP/DMD und Vutek PressVu UV aus dem Rest der Welt.
Eine Sonderstellung nimmt der Tampoprint DMD U 1500 ein: In Sonderausführungen, bei denen das Druckmodul entsprechend hoch über dem Flachbett arretiert ist, kann er Gegenstände bis zu einem Meter Dicke bedrucken, z. B. komplette Kühlschränke. Sogar gewölbte und strukturierte Objekte stellen für ihn kein Problem dar: fotorealistisch bedruckte Motorhauben (war letzten Mai an der drupa zu sehen), Garagentore und Heizkörper, mit Werbung bedruckte Biergartenbänke und -tische, mit Holzimitation dekorierte Möbel. Darüber hinaus kann der DMD U 1500 alle Arten von Tinten verarbeiten. Die deutsche Tampoprint, einer der grössten Tampondruckmaschinenhersteller, begreift das Inkjetverfahren als digitale Ergänzung – genau wie schon seit Jahren für den Siebdruck.
Indirekte DekorationOft ist es fertigungstechnisch unvorteilhaft oder unmöglich, die Gegenstände direkt zu bedrucken. Ein Ausweg ist der Druck und Transfer von Vordrucken. Bedruckt werden in solchen Fällen entweder Etiketten, Schiebebilder und Dekorbahnen, mit denen die Gegenstände ausgerüstet werden, oder die Materialien, aus denen später die Gegenstände geformt werden. Neben der jeweiligen Drucktechnik ist dann zusätzlich eine dem Objekt entsprechende Transfertechnologie notwendig – meistens ein Zwischenträgermaterial und eine Vorrichtung zum Übertragen des vorgedruckten Sujets. Damit erweitert sich prinzipiell die Auswahl der einsetzbaren Druckverfahren.
Etiketten und StickerDie trivialste Lösung ist der Offset- oder Flexodruck von Etiketten, die anschliessend z. B. auf Glas- oder Plastikflaschen aufgespendet werden. Gebräuchlich sind auch selbstklebende Sticker aus dem Sieb-,
Offset-, Flexo- und Digitaldruck. Mit oder ohne Bedruckung erweisen sich Schneidplotter für die Beschriftung von Schaufenstern, Autoheckscheiben und -türen sowie von Wänden für Messestände als vorteilhaft.
DecalsAnspruchsvoller ist die Herstellung und Übertragung von Decals – neudeutscher Sammelbegriff für Schiebe- und Abziehbilder. Immer wieder gern miteinander verwechselt, unterscheiden sich diese Druckprodukte jedoch eindeutig voneinander. Ihnen gemeinsam ist lediglich der Druck auf ein spezielles Trägerpapier, das eine wasserlösliche Schicht besitzt, um die Bilder nach einem Wasserbad auf das Objekt zu übertragen. Das Wasserbad bewirkt das Auflösen der oberen Papierbeschichtung, so dass entweder das Trägerpapier nach dem Aufbringen auf die Objektoberfläche abgeschält werden kann (Abziehbilder) oder die Bilder auf den aufgelösten Schichtresten gleitend auf die Objektoberfläche geschoben werden können (Schiebebilder). Aus dem unterschiedlichen Aufbringen resultieren entgegengesetzte Bedruckungssequenzen: Beim Schiebebilderdruck wird eine wasserfeste, membranbildende Grundierung (Schiebelack) gedruckt, darauf folgen gegebenenfalls Deckweiss und dann die bunten Druckfarben in seitenrichtiger Wiedergabe. Bei Abziehbildern ist alles umgekehrt: erst die bunten Farben in seitenverkehrter Wiedergabe, dann die Deckschicht aus Lack, der ebenfalls eine transparente Membran ausbildet, die nach dem Wasserbad zuverlässig das Druckbild trägt. Ohne Wasserbad kommen so genannte Anreiber aus, die ansonsten wie Abziehbilder gedruckt werden.
Über das einzusetzende Druckverfahren entscheiden aber andere Kriterien. Sieb- und Offsetdruck sind die erste Wahl, wenn dem Transfer kein weiterer Verarbeitungsschritt folgt – also beim Aufbringen auf Plastik (z. B. Modelleisenbahnwagen, Spielzeug, Gerätegehäuse, Computertastaturen), Holz (Spielzeug) und optisches Glas (Fenster, Brillen). Wenn nach dem Aufbringen eingebrannt oder glasiert und gebrannt werden soll, sind spezielle Druckfarben gefragt. Das Einbrennen (ca. 630 °C) wird vor allem auf dickeren bzw. gehärteten Trinkgläsern praktiziert, um die Glasbrennfarben kratz- und spülmaschinenfest zu konservieren (siehe z. B. www.rastal.ch). Keramikbrennfarben sind für Keramikfliesen, Schmuckkeramik und Porzellanmassenware erforderlich; hier werden die Decals auf die raue Objektoberfläche übertragen, bevor das ganze Objekt mit einer Glasur überzogen wird, die schlussendlich bei bis zu 1400 °C gebrannt wird. Solche Farben können zwar auch auf Glasschmelzebasis formuliert sein, müssen aber zusätzlich einen Farbumschlag kompensieren, der durch den Glasurbrand eintritt. Als wäre die Herausforderung ans Colormanagement noch nicht gross genug, hängt die gezielte Farbänderung nicht nur von der Temperatur, sondern auch von der Farbschichtdicke ab! Deshalb müssen die Keramikbrennfarben in exakter Schichtdicke verdruckt werden. Möglich ist dies nur im Siebdruck mit optimaler Schablonendicke und Gewebequalität oder im Bogentiefdruck mit gelasertem und tiefenvariabel geätztem Druckformzylinder.
Aufbügeln und AufklebenViele Copyshops bieten «Ihr Foto auf Ihrem T-Shirt» oder «Motiv Ihrer Wahl auf Ihrer Kaffeetasse» an. Am schnellsten ist der seitenverkehrte Druck mit einem digitalen Farbkopierer oder Farblaserdrucker auf eine Transferfolie, von der das Druckbild in speziellen Heisspressen auf das T-Shirt aufgebügelt wird. Kopierer und Inkjetdrucker kommen für den Transfer via Folie auf Kaffeetöpfe und ähnliche Souvenirs in Frage. Vergleichbare Verfahren gibt es auch für Siebdruckfolien, dann meistens, um unter Verwendung von Transfervorrichtungen mit ebenen oder gewölbten Druckflächen das Bild auf Textilien und Baseball-Caps zu übertragen.
Dekorbahnen für MöbelHier regiert der Rollentiefdruck. Einige wenige spezialisierte Betriebe produzieren Tonnen von Dekoren mit Holzimitationen für die Möbelindustrie. Die Druckformzylinder müssen endlos-nahtlos graviert sein, also ein Rapportdekor drucken können. Der Druck selbst läuft innerhalb engster Farbwiedergabe- und Passertoleranzen. Bevor die Drucker die bedruckte Papierbahn wieder aufrollen bzw. konfektionieren, wird als Finishing Kunstharz aufgetragen bzw. die Bahn in Harz getränkt. Von den Möbelbaubetrieben werden die Dekorpapiere dann mit Kaltleim auf die Holz- und Pressspanteile kaschiert. Ist Hochglanz gewünscht, wird ein zusätzlicher Lack aufgetragen, der poliert werden muss.
Blechtafeln und GetränkedosenBlechtafeln schliesslich werden auf umgebauten Bogenoffsetmaschinen mit UV-Farben und -Lack bedruckt. Diese Blechvordrucke sind oft das Halbprodukt, aus dem auf speziellen Verarbeitungsanlagen Getränkedosen, Kronkorken, Blechschachteln etc. geformt und zusammengesetzt werden. Nicht selten passiert dies in Verbindung mit dem Befüllen der Verpackung.
Dekorierverfahren im ÜberblickSiebdruck Das älteste direkte Dekorierverfahren ist der Siebdruck. Die Siebdruckform besteht aus Siebgewebe, das partiell mit Schablonenmaterial abgedeckt ist, und dem Rahmen. Entweder ist das Siebgewebe mit mittlerer Spannung in einen Rahmen eingespannt (Flachsieb) oder mit hoher Spannung zu einer Trommel geformt (Rundsieb). Die Druckfarbe gelangt auf das Objekt, indem eine Rakel die Farbe in die Siebmaschen hineindrückt und somit die bereits in den Maschen befindliche Farbe herauspresst. Siebdruckmaschinen sind unterschiedlich weit automatisiert; vollautomatische Strassen findet man vor allem beim Bedrucken von leicht zu handelnden Objekten, z. B. CDs/DVDs, Plastikkarten und Textilbahnen. Ein Vorteil des Siebdrucks sind die hohen Farbschichtdicken. Dadurch lassen sich ohne weiteres grössere Effektpigmentpartikel einbetten. Da das Druckbild fühlbar erhaben aufgebracht wird, eignet sich der Siebdruck z. B. für Blindenschrift, gedruckte Schaltkreise und Keramikschiebebilder.
Tampondruck Wenn die Farbschichtdicke nicht sonderlich hoch sein muss, ist der Tampondruck der einfachste Weg: Auf Grund der zahlreichen und leicht austauschbaren Tamponformen und -grössen lässt sich immer die ideale Art und Weise der Bedruckung finden. Tampons sind so elastisch, dass sie sich regelrecht an die Objektform anschmiegen und sogar Innenwandungen erreichen. Immer erfordert die Bebilderung der Tampondruckklischees die Berücksichtigung der Objektoberflächenform bzw. der entsprechenden Tamponform. Die Sujets müssen in Abhängigkeit davon verzerrt werden.
Indirekter Tiefdruck Der indirekte Tiefdruck ist der Anwendung in Tampondruckmaschinen vorbehalten. Im Flachformdruck werden flache Fotopolymerklischees verwendet. In Geräten, die einem Kontaktgrill oder Waffeleisen ähneln, erfolgt die Belichtung durch den Kopierfilm hindurch. Tampoprint entwickelte lasergravierbare Aluminiumoxidklischees als Alternative. Für den Rotationstampondruck sind Polymer- und Metallklischees erforderlich, die auf einen Zylinder aufgespannt werden und über rotierende Tamponwalzen massenhaft kleine Oberflächen bedrucken, z. B. Verschlusskappen.
Blechdruck Schon über 130 Jahre alt ist der Blechdruck, das erste indirekte Druckverfahren überhaupt. Heute werden die Blechtafeln auf umgebauten Bogenoffsetmaschinen mit UV-Farben und -Lack bedruckt. (dk)
Bedruckte oder gravierte Schweizer Messer zählen zu den beliebtesten Werbegeschenken.
Computer-to-Screen mit dem Lüscher JetScreen.
Optimale Qualität liefert der wasserlose Offsetdruck mit UV-härtenden Farben auf CDs/DVDs mit der Metronic CD-Print.
Computermäuse und Mousepads sind Klassiker für Sieb- und Tampondruck.
Drehknöpfe für Heizungen und Maschinen – ein Fall für den Tampondruck. Foto: Printing Intl.
Mit solchen Give-aways stellen sich die Druckindustrie und ihre Lieferanten dar. Vertreten sind alle möglichen Dekorierverfahren.
Dieter Kleeberg

Wodka-Showtime

Alkoholgetränke Um das Image aufzufrischen, hebt sich Smirnoff mit optisch-virtueller Bar-Opulenz von der ärgsten Konkurrentin ab.

Alkoholgetränke Um das Image aufzufrischen, hebt sich Smirnoff mit optisch-virtueller Bar-Opulenz von der ärgsten Konkurrentin ab.Der Lifestyle-Autor und «New York Times»-Gastrokolumnist Eric Asimov hat kürzlich von einem Wodka-Test berichtet. Dabei seien mehrere neue Marken, die in den letzten Jahren in Designflaschen und von Marketingmassnahmen begleitet auf den Markt gekommen sind, mit einer Auswahl etablierter Premium Brands blind verglichen worden. Obwohl sich ein Wodka-Test kaum mit einem von Burgundern, belgischen Bieren oder Malt Whiskeys vergleichen lässt, weil sich Reinheit als Bewertungskriterium nur schwer schmecken lässt, sei die Kennerrunde zu einem einstimmigen Resultat gekommen: Smirnoff hatte alle anderen Schnapsmarken ausgestochen. Damit kommt sie offensichtlich zu einem anderen Urteil als der grösste Teil der Konsumenten, bei dem eine absolut andere Wodka-Marke Top of Mind ist. Auch für Laien zeichnet sich Letztere durch ihren kosmopolitischen, eigenständigen und kunstvollen Werbeauftritt aus.
Darauf antwortet Smirnoff mit dem internationalen Kommunikationskonzept «Get Out», welches sein Image auffrischen soll. Die internationale Kampagne basiert auf der Idee, die Zielgruppe aufzufordern, auszugehen und das Leben in vollen Zügen zu geniessen. Der Schweizer Vertreiber Diageo hat JWT+H+F beauftragt, die Kampagnenidee unter Berücksichtigung des schweizerischen Alkoholgesetzes umzusetzen, sprich: eine Darstellung, die sich klar auf das Produkt und seine Eigenschaften bezieht. Ins Zentrum rückte das Kreativteam den Ort, an dem Smirnoff konsumiert wird. Dieser sollte einzigartig und anders als erwartet erscheinen. So sei die Buchstaben-Bar-Kampagne entstanden, die aus Cocktail-Namen Bars entstehen lässt. Die Typografie und die Farbgebung sind jeweils dem Charakter des jeweiligen Cocktails nachempfunden. Über dem Zutatenbalken wächst so auf jedem Motiv eine buchstäblich ausladende Barkulisse, auf der sich die Wodkaflaschen wie auf einer Revuebühne präsentieren. Ein visuelles Erlebnis, das die Genusswelt von Smirnoff geschmackvoll vermittelt.
Prost: JWT+H+F präsentiert Smirnoff auf der Revuebühne.
Spot on: JWT+H+F gibt Smirnoff einen grossen Auftritt auf der Revuebühne. >> Seite 9
Luca Aloisi

JobChange

Anfang März wechselt Irmtraud Oelschläger von der IHA-GfK zum Institut für Begleit- und Sozialforschung Zürich (IBSF). Sie übernimmt von Managing Director Max Müller die Leitung der Kommunikations- und Medienforschung. Müller bleibt für den Bereich M

Anfang März wechselt Irmtraud Oelschläger von der IHA-GfK zum Institut für Begleit- und Sozialforschung Zürich (IBSF). Sie übernimmt von Managing Director Max Müller die Leitung der Kommunikations- und Medienforschung. Müller bleibt für den Bereich Marktforschung zuständig. …
Trimedia Genf wird neu von Alexandra Rys geleitet. Rys war zuletzt Partnerin bei der Rochat & Partners und davor stellvertretende Direktorin von CIPR Communications. Sie sitzt für die CVP im Genfer Kantonsrat.
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Judith Bizozzero (Bild) übernimmt Anfang März die Leitung des neu formierten «Kreativpools» im Ringier-Konzernbereich Zeitschriften. Der Pool ist sowohl für Sponsoring und Kooperationen zuständig als auch für die Suche nach neuen Vertriebskanälen, insbesondere für Tele, Glückspost und Bolero. Bizozzero ist zurzeit Gebietsverkaufsleiterin für die Ringier-
Zeitschriften und Cash.
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Urs Helbling wird neues Mitglied der Redaktionsleitung und stellvertretender Chefredaktor bei der Aargauer Zeitung. Er übernimmt seine Aufgaben als Nachrichtenchef und Blattmacher am 1. Juni 2005.
Helbling ist derzeit als Nachrichtenchef und Mitglied der erweiterten
Redaktionsleitung beim Blick tätig.
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Das Schweizer Lifestylemagazin Faces hat Alex Wiederin als Creative Director (CD) verpflichtet. Der Österreicher begann seine Karriere als CD beim Magazin Tempo, bevor er in die USA auswanderte und die Agentur Büro New York gründete. Wiederin ist Mitbegründer und CD der Fashion-Bibel Another Magazine und CD von Glamour Italia. Diese beiden Aufgaben wird er neben seiner Tätigkeit für Faces weiterführen.

Intelligente Flitzer

Theater Wer sich mit der Materie auskennt, weiss, dass Theater-Websites komplexe Anforderungen stellen: Online-Buchungen, tagesaktuelles Angebot mit einer klaren Navigationsstruktur.

Theater Wer sich mit der Materie auskennt, weiss, dass Theater-Websites komplexe Anforderungen stellen: Online-Buchungen, tagesaktuelles Angebot mit einer klaren Navigationsstruktur.TBS Identity glaubt die Herausforderung für das Luzerner Theater gelöst zu haben. Seit dem Start der aktuellen Spielzeit präsentiert sich die Zentralschweizer Bühne in neuem Design.

Neue Systeme

Digitaldruck Canon führt anfangs 2005 die Schwarzweiss-Digitaldrucksysteme iR125 VP und iR150 VP im Schweizer Markt ein. Sie bieten hohe Produktionsgeschwindigkeiten von 125 bzw. 150 Seiten A4 pro Minute.

Digitaldruck Canon führt anfangs 2005 die Schwarzweiss-Digitaldrucksysteme iR125 VP und iR150 VP im Schweizer Markt ein. Sie bieten hohe Produktionsgeschwindigkeiten von 125 bzw. 150 Seiten A4 pro Minute.Modern zeigen sich die Systeme bei der Auftragsannahme, die via Internet und mit JDF-Jobticketing erfolgen kann und auf einem PDF-Workflow basiert. Zu seinen Zielgruppen zählt Canon Offsetdruckereien, die damit kostengünstig die kleiner werdenden Auflagen produzieren können.

Jesus in trendigem Outfit

Christliche Medien In den USA feiern gestylte Bibelmagazine undErbauungsliteratur Markterfolge. Die frohe Botschaft ist omnipräsent und zudem hochprofitabel.

Christliche Medien In den USA feiern gestylte Bibelmagazine undErbauungsliteratur Markterfolge. Die frohe Botschaft ist omnipräsent und zudem hochprofitabel.
Religiöse Erbauungsliteratur hat in den vergangenen Jahren in den USA verstärkt ihren Weg in den Mainstream gefunden. Buchketten wie Barnes & Noble haben inzwischen eine eigene «Christian Inspiration»-Sektion, und auch in diversen TV-Serien hat Gott einen festen Platz. Nur eine Medieninstitution wollte dem Trend Einhalt gebieten: das Jugendmagazin Rolling Stone.Als der Verlag Zondervan, seines Zeichens grösster US-Produzent christlicher Literatur, Ende Januar dort eine Anzeige für seine neue
Jugendbibel platzieren wollte, legte sich der zuständige Manager des Verlags Wenner Media, Kent Brownridge, quer. Das Inserat sei wegen seiner «spirituellen Botschaft» nicht annehmbar; Rolling Stone sei nicht in dem Geschäft um Werbung für religiöse Zwecke zu machen. Nach einem Sturm der Entrüstung seitens konservativer Medien gab Wenner Media schon nach wenigen Tagen klein bei. Die Kampagne läuft nun im Rolling
Stone genauso wie im Satireblatt The Onion, dem Brautmagazin Modern Bride sowie den Webseiten von MTV, AOL und VH1.
Aussen sexy, innen sittlichZondervan hat von der Kontroverse natürlich profitiert: Seine neu vertriebene Jugendbibelreihe «Scripture – Today´s New International Ver-
sion» (TNIV) nahm ein Vielfaches an Neubestellungen entgegen.
Das TNIV-Konzept ist betont jugendlich: weil viele Teenager mit dem alten und neuen Testament in seiner herkömmlichen Form nichts anfangen können, ändern auch weitere Bibelverleger dessen Stil und Aufmachung. Thomas Nelson zum Beispiel, ein christlicher Verlag in Nashville/Tennessee, hat vor anderthalb Jahren «Revolve» auf den Glaubensmarkt gebracht – eine Bibel für junge Frauen in Magazinform, mit strahlenden Mädchengesichtern auf dem Cover und praktischen Lebenstipps innen drin.
So trendy die Sprache und Optik des Titels, so unzeitgemäss mutet seine Botschaft an. Wenigstens aus europäischer Sicht. Beim Stichwort Hautpflege etwa heisst es: «Wenn du Sonnencreme aufträgst, nutz die Zeit, um mit Gott zu sprechen. Teil ihm mit, wie dankbar du dafür bist, wie er dich gemacht hat. Schon bald wird es dir zur Gewohnheit werden, zu ihm zu sprechen – so vertraut wie du damit bist, deine Poren zu reinigen.» Auch bei der Partnersuche gelten gewisse Regeln. «Bist du hinter einem Jungen her, weil du denkst, er könne deine Beliebtheit steigern? Überprüf deine Prioritäten, Schwester, du liegst völlig daneben», rät Revolve freundschaftlich. Denn Liebe habe nichts mit Egoismus zu tun, und genau der werde so gepflegt.
Attraktivere ZielpublikaEin weiterer Grund für den Siegeszug christlicher Medien ist, dass sie inhaltlich ein anderes, breiteres Publikum ansprechen. Die Zeiten, in denen nur ein wenig gebildetes, rechtskonservatives Publikum christliche Bücher, Zeitschriften und TV-Sender nutzte, sind vorbei, meint Heather Hendershot, Kommunikationsprofessorin am New Yorker Queens College. «Viele Christen identifizieren sich nicht mehr mit den altmodischen, auf die Bibel pochenden Fernsehpredigern, die vor laufender Kamera heulen und die Fäuste schütteln.» Die gläubigen Konsumenten von heute sind vielmehr urbane Mittelschichtler mit gutem Einkommen, die mit den radikalen, auf Sühne versessenen «Televangelisten» der 80er-Jahre nichts zu tun haben wollen, sondern auf der Suche nach
ermutigenden statt bestrafenden Sinngehalten sind.
Der christliche Buchmarkt ist seit der Jahrtausendwende förmlich explodiert. So beziffert die «Christian Booksellers Association» den jährlichen Umsatz allein im Fiction-Bereich auf zwei Milliarden Dollar. Die jährlichen Zuwachsraten betragen laut «Evangelical Christian Publishers Association» seit 2000 10 bis 14 Prozent. Kein Wunder liegt der Topseller in dieser Kategorie, «The Purpose Driven Life», mit insgesamt 20 Millionen verkauften Exemplaren bei Amazon.com derzeit auf Platz 30 und landete kurz nach Erscheinen 2002 auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste.
Boomfaktor Nine ElevenAuch säkulare New Yorker Grossverlage wie Random House oder Doubleday, die notabene beide zu Bertelsmann gehören, führen in ihrem Sortiment christliche Literatur. Zondervan gehört ebenfalls zu einem Verlagsriesen, nämlich Harper Collins. Der wiederum gehört Rupert Murdochs News Corporation. Random House hat auch den konservativen Prediger und Buchautoren Tim La Haye unter Vertrag, dessen 12-teilige Weltuntergangsvision «Finale» weltweit ein Millionenpublikum erreicht. Die apokalyptischen Szenarien in diesen Büchern, die sich auf die Offenbarung des Johannes stützen, fielen nach dem 11. September 2001 auf fruchtbaren Boden. Wurden von den ersten acht Bänden der Reihe insgesamt 30 Millionen verkauft,erzielte das neunte Buch, das unmittelbar nach Nine Eleven erschien, eine Auflage von 20 Millionen.
«Die Anbieter merken, dass immer mehr aufgeklärte, konsumfreudige Menschen solche Bücher wollen», sagt Andrea Doering vom christlichen Buchclub «Crossings» (der ebenfalls Bertelsmann gehört). Und weist darauf hin, dass noch in den 40er- und 50er-Jahren viele Grossverlage christliche Literatur anboten. Erst die linksliberale Bürgerrechtsbewegung der 60er-Jahre drängte dieses Genre gesellschaftlich und ökonomisch an den Rand. Nun hat sich der Kreis wieder geschlossen. Jesus ist auf dem Massenmarkt zurück.
Top 10 Die US-Bestseller der christlichen Literatur 2004 mit Autor und Verlag
1. «Purpose Driven Life», Rick Warren, Zondervan 2. «Glorious Appearing: The End Of Days», Jerry Jenkins, Tyndale 3. «5 Love Languages», Gary Chapman, Moody 4. «Wild At Heart», John Eldredge, Nelson
5. «Its Not About Me», Max Lucado, Integrity 6. «Purpose Driven Life Journal», Rick Warren, Zondervan 7. «Your Best Life Now», Joel Osteen, Warner Faith 8. «Passion Of Jesus Christ», John Piper, Crossway
9. «Humor Me: The Geranium Lady’s Funny Little Book of Big Laughs», Barbara Johnson, Nelson 10. «Waking TheDead», John Eldredge, Nelson
Quelle: ECPA
Ob als Zeitschrift oder Bibelanzeige (im Rolling Stone): Christliche Medien sind eindeutig auf dem Siegeszug.
Gerti Schön

Neue Vaio-Notebooks

Hardware

HardwareIn schlank und edel gestalteten Magnesiumgehäusen verbirgt die neue Vaio-Notebook-Serie von Sony die jüngste Centrino-Generation mit Intel Chipset 915, ein optimiertes 15,4 Zoll grosses Display, ein Double-Layer-DVD+RW-Laufwerk sowie eine superschnelle PCI-Express-Grafikkarte von nVidia

Vom Tuning zum Auto-Lifestyle

Motorpresse Das Automagazin Swiss Tuner wird in Autolife umbenannt. Das meldet der Newsletter von Publimedia ohne Angabe eines Termins.

Motorpresse Das Automagazin Swiss Tuner wird in Autolife umbenannt. Das meldet der Newsletter von Publimedia ohne Angabe eines Termins.Nach dem Namenwechsel und einem Facelifting wird sich die Zeitschrift mit «automobilem Lifestyle» als Themenschwerpunkt befassen. Unter dem bisherigen Namen erscheint eine regelmässige Beilage, die sich vollständig auf Tuning und Zubehör konzentriert. Swiss Tuner erscheint im Kleinverlag X-Press Media in Gockhausen ZH.

Ringier Print Adligenswil neu mit FSC-Zertifikat

Zeitungsdruck Die Zeitungsdruckerei Ringier Print Adligenswil hat sich nach den Prinzipien und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.

Zeitungsdruck Die Zeitungsdruckerei Ringier Print Adligenswil hat sich nach den Prinzipien und Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert.Damit kann das Unternehmen ihren Kunden Druckerzeugnisse auf Zeitungspapier anbieten, das aus umwelt- und sozialverträglich bewirtschafteten Wäldern stammt. FSC-Papiere enthalten mindestens 30 bis 50 Prozent Fasern, die aus solchen Wäldern kommen und unabhängig
nach den Kriterien des FSC zertifiziert wurden.

Management Buyout bei Fischer Münsingen

Print Das Druckunternehmen Fischer für Data und Print in Münsingen ist auf Anfang Jahr an das Management verkauft worden.

Print Das Druckunternehmen Fischer für Data und Print in Münsingen ist auf Anfang Jahr an das Management verkauft worden.Die drei Geschäftsführer und neuen Besitzer Daniel Linder, Beat Schaffner und Daniel Troxler haben die Aktien zu gleichen Teilen von Fischer Management übernommen. Die 75 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

TV-Spots gefährden italienische Kinder

Fernsehen Italiens TV-Werbung stellt eine Gefahr für das natürliche Essverhalten von Kindern dar. Das behauptet eine Studie der Universität La Sapienza in Rom.

Fernsehen Italiens TV-Werbung stellt eine Gefahr für das natürliche Essverhalten von Kindern dar. Das behauptet eine Studie der Universität La Sapienza in Rom.Sie untersuchte im März 2004 zwei Wochen lang das Programm des staatlichen TV-Senders RAI sowie von drei Kanälen der Mediaset-Gruppe. Die italienischen Sender zeigten doppelt so viel Nahrungsmittelwerbung wie US-Kanäle, bilanzieren die Wissenschaftler. 40 Prozent aller TV-Spots drehten sich um Lebensmittel, in jedem dritten Spot spiele zudem ein Kind die Hauptrolle. Die natürliche Beziehung von Kindern zum Essen werde so verzerrt, glaubt die Psychologin Maria D’Alessio.

Dreimal Technologie auf einen Streich

Illustrationsoffset Farbendruck Weber hat einen Vertrag für drei Rotationsdruckmaschinen von MAN Roland unterzeichnet.

Illustrationsoffset Farbendruck Weber hat einen Vertrag für drei Rotationsdruckmaschinen von MAN Roland unterzeichnet.Das Unternehmen Farbendruck Weber in Brügg bei Biel, das seit 1999 zur französischen Gruppe Partenaires-Livres gehört, hat sich schon früh auf den hochqualitativen Illustrations- oder Akzidenzrollenoffset spezialisiert. Und Rollenoffset heisst grosse Auflagen: Produziert werden bei Weber Stückzahlen beginnend bei 40 000 bis zu mehreren Millionen Exemplaren. Anlässlich des Verkaufs von drei Rotationsmaschinen des Typs Rotoman vom deutschen Maschinenhersteller MAN Roland waren Paul Steidle (Vorstandsmitglied) und Bernhard Bitzl (Hauptabteilungsleiter) nach Brügg gereist, um den Vertrag mit André Ducommun, Präsident der Farbendruck Weber, zu unterzeichnen.
Bei der Rotoman handelt es sich um eine überarbeitete Maschinengeneration, die erst an der Fachmesse drupa im Mai 2004 vorgestellt wurde. Mit bis zu 1,12 Millionen DIN-A4-Seiten/Stunde setzt die Rotoman hohe Standards bei der Druckleistung.
Die drei neuen Maschinen werden mit modernster Technologie ausgestattet, was eine beträchtliche Reduktion der Einrichtzeiten und der Makulatur ermöglicht. Auch lassen sich bessere Druckergebnisse
realisieren. Ein Kontrollsystem für die automatische Farbführung wird die Einstellung vereinfachen und die Aufrechterhaltung der Druckqualität gewährleisten. Jede Maschine ist mit einer Leimvorrichtung und einem Dreischneider für die integrierte Produktion von Beilagen oder Prospekten ausgestattet. Damit entfallen teure Offline-Prozesse in der Weiterverarbeitung, was sich positiv auf die Stückkosten auswirkt.
Investition von 30 Millionen André Docummun erklärt nach der Vertragsunterzeichnung, dass das Investitionsvolumen (inkl. geringen baulichen Veränderungen) rund 30 Millionen Franken beträgt. Damit die Ablösung reibungslos verläuft, werden die Maschinen etappenweise ersetzt. Der Startschuss fällt diesen Sommer, die Erneuerung der Anlagen soll gemäss Bernhard Bitzl in der zweiten Jahreshälfte 2006 abgeschlossen sein.
André Ducommun (2. v.l.) und Paul Steidle flankiert von Bernhard Bitzl (links) und Piet von Gunten (rechts) bei der Vertragsunterzeichnung von drei neuen Rotoman-Anlagen.
Jürgen Franck
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