Gallus investiert in Ostschweizer Standort

Ausbau Die Gallus Gruppe investiert 12 Millionen Franken in einen neuen Produktionsort für Siebdruckplatten.

Ausbau Die Gallus Gruppe investiert 12 Millionen Franken in einen neuen Produktionsort für Siebdruckplatten.Mit diesem wichtigen Entwicklungsschritt bekennt sich die im Bau von Etikettendruckmaschinen tätige Gruppe zum Standort Ostschweiz. Die neue Fertigungsstätte liegt in Herisau, in der Nähe des Hauptstandortes St. Gallen.

Ringier relauncht Edelweiss

Magazin Die Westschweizer Frauenzeitschrift Edelweiss erhält ein neues Layout. Auch inhaltlich wird der Titel überarbeitet.

Magazin Die Westschweizer Frauenzeitschrift Edelweiss erhält ein neues Layout. Auch inhaltlich wird der Titel überarbeitet.Edelweiss präsentiere sich ab 18. März allgemein farbenfroher und sinnlicher, schreibt Herausgeber Ringier.

«Wir sind nicht der kreativste Shop»

Ann Fudge, CEO international von Young & Rubicam, über integriertes Marketing, Kreativität und die Schweizer Tochteragentur AY&R.

Ann Fudge, CEO international von Young & Rubicam, über integriertes Marketing, Kreativität und die Schweizer Tochteragentur AY&R.
WW Frau Fudge, Sie waren während 20 Jahren im Marketing von Konsumgüterkonzernen wie General Mills und Kraft Foods tätig. Was reizte Sie am Wechsel auf die Agenturseite?Ann Fudge Die Gelegenheit, bei Young & Rubicam eine sehr kundenfokussierte Ausrichtung einzubringen und eine umfassende Marketingkommunikation ins Leben zu rufen.
Als ich selbst auf Kundenseite tätig war, arbeitete ich mit vielen Agenturen individuell zusammen. Y&R Advertising, Landor, Burson-Marsteller, Cohn & Wolfe und so weiter. Erst viel später fand ich heraus, dass sie alle zu Y&R gehören. Das fand ich frustrierend. Ich fragte die Leute: «Warum habt ihr mir nicht gesagt, über was für einen Reichtum an Möglichkeiten euer Netzwerk verfügt?»
Also versuche ich, diese andere Denkweise einzubringen, und ich glaube, mit Erfolg. Die Chefs der einzelnen Tochterfirmen von Y&R Brands tauschen heute häufiger Know-how aus. Früher kam man nur gelegentlich für einen einzelnen Pitch zusammen, wenn integrierte Kommunikation benötigt wurde. Aber es nutzt auch bestehenden Kundenbeziehungen, wenn wir uns überlegen: Welche Rolle spielen Direktmarketing oder das Internet bei ihren Geschäftszielen und wie können wir dabei helfen?
Also ist Ihre Vision von Y&R, die verschiedenen Disziplinen zu integrieren?Ich habe nicht vor, ein einziges grosses Konglomerat zu schaffen. Wir würden an Schärfe verlieren. Zu viel Einheitlichkeit schadet. Ich glaube, wir brauchen dieses bisschen mehr Schärfe, das jene besitzen, die in ihrer Disziplin herausragen. Es geht mir darum, eine Marketing Community zu erschaffen, in der die einzelnen Disziplinen miteinander reden und ihre verschiedenen Stärken einbringen.
Wir arbeiten dazu gerade an einem neuen Konzept. Sie kennen wahrscheinlich den Brand Asset Valuator (BAV), unser Tool für strategische Markenführung. Ich habe dem BAV-Team neue Energie zugeführt, und wir sind auf einige sehr interessante Ideen gestossen, die uns im Markt helfen und uns von der Konkurrenz differenzieren werden.
Könnten Sie etwas ins Detail gehen?Leider nein. Ich habe wahrscheinlich schon mehr gesagt, als ich zu diesem Zeitpunkt sollte. Aber Sie werden davon hören.
Sie sind heute erstmals in Gockhausen zu Besuch. Welchen Stellenwert hat Advico Young & Rubicam im weltweiten Netzwerk?
In meinen Augen ist jeder einzelne Markt sehr wichtig. Wenn ich mir den Fortschritt ansehe, den AY&R unter der Leitung von Edgar C. Britschgi erzielt hat, bin ich sehr zufrieden. Sie wissen ja, wir sind durch eine schwierige Zeit gegangen, nachdem unsere vorherige Führungsmannschaft die Agentur verlassen hat. Jetzt sind wir mitten im Wiederaufbau. 2004 war ein sehr gutes Jahr in dieser Hinsicht. Auch für Y&R als Ganzes, wir hatten starkes Umsatzwachstum und gute Rendite.
In der Schweiz blieb das Neugeschäft neben Sunrise aber bescheiden?Ich finde, Sunrise ist ein grossartiger Neukunde, und wir haben auch noch GE Money Bank sowie kleinere Etats gewonnen. Über das internationale Netzwerk kommt zudem Arbeit für Colgate, Danone oder Barilla hinzu. Was Sie verstehen müssen: Wachstum kommt von Neugeschäft, aber Wachstum kommt auch vom Ausbau bestehender Beziehungen. Wenn wir das Vertrauen unserer Kunden stärken, nehmen auch die Aufträge zu. Nur nicht so gleichmässig, wie man das gerne hätte.
Die ehemalige Führungscrew hat AY&R verlassen und eine eigene Agentur gegründet, weil sie mit Einmischungen des internationalen Managements nicht glücklich war. Haben Sie etwas am Führungsstil geändert?
Meine Philosophie ist es, zuzuhören. Wenn ich selbst aktiv werde, dann eher, indem ich nachfrage. Zum Beispiel, was wir tun können, um noch mehr Wachstum zu erzeugen. Aber ich kann AY&R nicht kontrollieren, und ich will das auch gar nicht. Das ist die Aufgabe der lokalen und regionalen Führung. Wir von Y&R Brands setzen nur den Rahmen. Einerseits geben wir Wachstumsziele vor, anderseits helfen wir mit kreativen Ressourcen und mit Neugeschäft.
Im Kreativranking der Werbewoche ist AY&R vom 3. auf den 9. Platz gefallen …
Wie messen Sie denn Kreativität? Sind Awards die Währung? Oder misst sie sich daran, wie mit Ideen Wachstum erzeugt wird? Awards sind wichtig, denn sie bringen Anerkennung und helfen so, kreative
Talente anzuziehen. Anderseits sind wir nicht der kreativste Kreativshop. Wir passen unsere Arbeit den Zielen des Kunden an.
Am wichtigsten ist es, die Strategie richtig umzusetzen. Wir wollen kreativ sein, aber wenn wir kreativ sind, ohne der Strategie treu zu
bleiben, werden wir unsere Kunden verlieren.
Wie geht es im laufenden Jahr weiter mit AY&R?Wir werden den bisherigen Kurs fortfahren. Ich sage immer, der einzige Weg ist nach vorne. Aber wissen Sie was? Ich leite diese Agentur nicht. Edgar leitet sie.
Kraftvolle Karriere bis zum TopshotSeit Mitte 2003 ist Ann Fudge CEO von Young & Rubicam Advertising und zugleich der Dachfirma Young & Rubicam Brands, zu der unter anderem auch die Marketingagentur Wunderman, die PR-Agenturen Burson-Marsteller und Cohn & Wolfe und die Brandingspezialisten von Landor Associates gehören.
Ann Fudge hat 1977 den Master of Business Administration an der Universität von Harvard erworben. Anschliessend war die heute 53-Jährige für die Nahrungsmittelkonzerne General Mills und Kraft Foods in verschiedenen Marketingfunktionen tätig und machte sich einen Namen durch die Wiederbelebung von verblassten Marken wie Log Cabin Syrup und Minute Rice. Zuletzt war sie Direktorin der Kraft-Division Getränke, Desserts und Cereals. 2001 verliess sie den Konzern für eine Auszeit.
Ann Fudge hat eine Reihe von Auszeichnungen gewonnen. 1995 wurde sie von den Advertising Women of New York zur Werberin des Jahres gewählt. 1998 nahm die Wirtschaftszeitschrift Fortune Magazine sie in die Liste der 50 mächtigsten Frauen auf. (sm)
Baut Marketing Community auf: Ann Fudge, CEO Young & Rubicam.
Interview: Stefano Monachesi

Grey Direct Concept gewinnt Facts-Pitch

Zeitschrift Das Nachrichtenmagazin Facts hat Grey Direct Concept mit seinem Direktmarketingmandat betraut.

Zeitschrift Das Nachrichtenmagazin Facts hat Grey Direct Concept mit seinem Direktmarketingmandat betraut.Die Tamedia-Zeitschrift entschied sich nach einer Konkurrenzpräsentation unter drei Agenturen für Grey. Die Direktmarketingagentur aus Baden besitzt Erfahrung im Verlagsbereich: Unter anderem betreut sie die Aargauer Zeitung, die Schweizer Illustrierte und den Fachzeitschriftenverlag Binkert Medien. Geschäftsführer Jürg Koller war Werbeleiter bei Ringier und Reader’s Digest, bevor er die Agentur 1985 gründete.

Antalis übernimmt Thalo

Papierhandel

PapierhandelMit der Übernahme der Geschäftsaktivitäten von Thalo Papier (Thalo) ergänzt Antalis Schweiz ihr Angebot an Spezialpapieren mit einem hochwertigen Sortiment an Fein- und Künstlerpapieren für anspruchsvolle Anwender. Die Marke Thalo wird in den Unternehmensauftritt von Antalis Schweiz integriert. Das Papierlager von Thalo wird schrittweise von Adliswil nach Lupfig verlagert. Bisherige Antalis-Kunden können durch die Übernahme von Thalos komplettem Angebot an Kreativ- und Spezialpapieren für höchste Ansprüche profitieren. In der Auftragsabwicklung soll sich kaum etwas ändern.

Swiss Poster Award zeigt Shortlist

Plakate Zum neuen APG-Plakatwettbewerb Swiss Poster Award sind über 460 Plakate eingereicht worden. Die Jury hat pro Kategorie sechs Arbeiten auf die Shortlist gesetzt.

Plakate Zum neuen APG-Plakatwettbewerb Swiss Poster Award sind über 460 Plakate eingereicht worden. Die Jury hat pro Kategorie sechs Arbeiten auf die Shortlist gesetzt.Am häufigsten nominiert ist Publicis mit Arbeiten für das Schauspielhaus Zürich, den TCS, Terre des Hommes, Surprise und The Global Fund. Je zwei Finalisten verzeichnen Jung von Matt/Limmat (für SBB und Darvida) und Ruf Lanz (für VBZ und Suva). Eine Gewinnchance haben Grey (Opticien Vu d’Ailleurs), Krieg Schlupp Springer & Jacoby (Verein Zürich für den Film), Sulzer Sutter (Buch und Wein Laden), Wirz (Haus Konstruktiv) und Wyler (Zürich Multimobil). Auf der Shortlist der Kategorie Kultur finden sich zudem auch Grafiker Niklaus Troxler (für Jazz in Wil-lisau) und zwei Arbeiten der Fachklasse Grafik an der Hochschule für Gestaltung + Kunst in Luzern.

Jaguar bittet zum weltweiten Pitch

Auto Sechs Agenturen pitchen um das weltweite Werbebudget der Automarke Jaguar.

Auto Sechs Agenturen pitchen um das weltweite Werbebudget der Automarke Jaguar.Laut einem Bericht von Advertising Age sind Euro RSCG, JWT, Berlin Cameron/Red Cell, Leagas Delaney, M&C Saatchi und Kirschenbaum Bond & Partners im Rennen. Etathalterin Young & Rubicam habe es nicht auf die Shortlist geschafft. Jaguar will die neue Werbeagentur bis Ende März ausgewählt haben. Das Budget der Ford-Tochter wird auf 150 Millionen Dollar geschätzt.

Schaufenster als Visitenkarte der Agentur

Eigenwerbung Wie kann eine neu gegründete Agentur auf kreative Weise auf sich aufmerksam machen? Eine nicht alltägliche Idee ist CD Gianni Schneiter und Account Director Gregor Meyer in Aarau eingefallen.

Eigenwerbung Wie kann eine neu gegründete Agentur auf kreative Weise auf sich aufmerksam machen? Eine nicht alltägliche Idee ist CD Gianni Schneiter und Account Director Gregor Meyer in Aarau eingefallen.Für ihre Agentur Braintrain haben sie sich in der Bahnhofunterführung in Aarau ein Schaufenster gemietet. Einfach «aus Spass an der Kommunikation». In diesem gut frequentierten Guckkasten will Braintrain in Zukunft seine Kunden vorstellen, Ideen präsentieren oder auch auf Kultur aufmerksam machen. Die erste Aussstellung im Fenster war dem Landenhof, Zentrum und Schweizerische Schule für Schwerhörige in Oberentfelden, gewidmet. In der aktuellen Ausstellung geht es um die Ästhetik von Abfallsäcken. Braintrain hat sich die offiziellen Kehrichtsäcke aus der halben Schweiz zuschicken lassen. «Um zu sehen, dass der Aarauer Sack nicht langweiliger ist als die anderen.» Angeregt vom ernüchternden Resultat dieser Recherche, hat die Agentur ein paar neue Sujets entworfen und diese ins Schaufenster gestellt. Welcher mögliche neue Sack gefällt in Aarau nun am besten? Darüber kann auf www.braintrain.ch abgestimmt werden. Die Aktion läuft auch unter dem Stichwort Standortmarketing.

Swiss-Moto grösser und vielfältiger

Ausstellungen Mit 54000 Besuchern konnte die Swiss-Moto im letzten Jahr bereits einen erfolgreichen Start in der Messe Zürich feiern.

Ausstellungen Mit 54000 Besuchern konnte die Swiss-Moto im letzten Jahr bereits einen erfolgreichen Start in der Messe Zürich feiern.Jetzt soll die neue Ausstellung rund um die Welt des Motorrades noch grösser, schöner und vielfältiger werden. Roller, Bikes, Trikes und Quads – inklusive Zubehör, Bekleidung und allem, was Töfffahren schön macht, wird in noch mehr Hallen als im letzten Jahr gezeigt. Neu integriert ist auch die Swiss Performance, die beliebte Tuning- und Customizing Show. Die Messe dauert vom 17. bis 20. Februar. Für die Werbung hat die Agentur Source Associates in Zürich Inserate und F12-Plakate sowie Fillboards, Mailings und Broschüren gestaltet.

Die Stunde des Verlegers

Lokalfernsehen Mit dem Einstieg von Edipresse wird auch in der Westschweiz ein Verlag zum Rückgrat und Motor der TV-Szene.

Lokalfernsehen Mit dem Einstieg von Edipresse wird auch in der Westschweiz ein Verlag zum Rückgrat und Motor der TV-Szene.«In der Romandie ist die Zeit reif für eine Konsolidierung des TV-Marktes. Dazu braucht es aber neue Akteure. Wir wollen einer von ihnen sein.» Mit diesen Worten erklärt Tibère Adler, CEO von Edipresse Schweiz, weshalb sein Unternehmen gerade jetzt in den Westschweizer TV-Markt einsteigt. Zudem, so Adler, biete das TV-Engagement für Edipresse einen neuen Zugang zu demselben Publikum, das der Konzern bisher mit seinen Zeitungen und Zeitschriften bedient habe.Edipresse hielt lange nur einen Zeh in diesen Markt – der Konzern ist mit knapp zwei Prozent am Genfer Léman Bleu beteiligt. Nun aber setzt Edipresse gleich zwei Füsse hinein. Zum einen verstärkt das Haus sein Engagement bei den Sendern. So ist vorgesehen, dass Edipresse den Anteil an Léman Bleu (350000 potenzielle Zuschauer) im Juni auf 22 Prozent aufstockt – via Kapitalerhöhung. Noch gewichtiger steigt der Medienkonzern aber bei Vaud TV ein, dem Fusionsprodukt der drei Waadtländer Lokal-sender TV RL in Lausanne, Canal Nord Vaudois (CNV) in Yverdon und Ici TV in Vevey (insgesamt etwa 500000 potenzielle Zuschauer).
Gemäss einer von den vier Parteien unterzeichneten Absichtserklärung werden Edipresse und TV RL je 35 Prozent an der zu gründenden Vaud TV SA halten, CNV und Ici TV bekommen je 15 Prozent.
Beteiligungen bei weiteren Westschweizer Sendern sind zwar nicht ausgeschlossen, bisher hätten aber noch keine Gespräche stattgefunden. «In den nächsten zwei Jahren konzentrieren wir uns zuerst einmal auf die beiden wichtigsten Gebiete der Westschweiz. Da haben wir genug Arbeit», sagt Christophe Rasch, der bei Edipresse mit der Leitung des Bereichs TV beauftragt worden ist.
Edipresse’ zweiter Fuss ist die Vermarktung von TV-Werbung. Der Konzern gründet dazu die Tochter Ecran Pub SA, an der er 90 Prozent und das Management 10 Prozent halten werden. Als CEO steht Bertrand Froidevaux fest, der heutige kommerzielle Leiter von Ici TV. Écran Pub steht unter zeitlichem Druck, denn sie übernimmt bereits ab 1. Mai von der Lausanner TV-Agentur Force Promotion (FP, siehe Kasten), die Ende April die TV-Vermarktung aufgibt, deren Regieverträge mit TV RL, CNV und Léman Bleu. Zusätzlich wird Ecran Pub auch Ici TV vermarkten, und bereits steht die Agentur als Exklusivvermarkter des Fusionsproduktes Vaud TV fest.
BewährungsprobeOb noch weitere Westschweizer Sender unter Vertrag genommen werden, ist offen. «Wir werden mit verschiedenen Stationen sprechen», sagt Rasch. Eine erste Bewährungsprobe steht für Ecran Pub allerdings bereits bevor: Der Vertrag, den Léman Bleu mit FP hatte, läuft Ende Jahr aus (siehe WW 4/05). Der Genfer Sender hatte ihn fristgerecht gekündigt, weil er mit den Konditionen unzufrieden war. Nicht nur Edipresse, auch Radiotele bewarb sich deshalb um die Gunst der Genfer.
Da Edipresse nun seine Beteiligung am Sender erhöht, liegt es nahe, dass Ecran Pub als Vermarkter zum Zug kommen wird. Voraussichtlich für die nächsten drei Jahre. «Das war eine Bedingung von uns», sagt Tibère Adler. Antoni Mayer, seit letztem Juni VR-Präsident von Léman Bleu, hingegen präzisiert: «Die Edipresse-Beteiligung verpflichtet uns zu nichts. Unsere Zusage für drei Jahre ist provisorisch und gilt nur, wenn ein neuer Vertrag ausgehandelt wird. Den bisherigen Regie-Vertrag mit FP wollen wir auf keinen Fall weiterführen.» Bis Ende März werde nun verhandelt. Komme kein befriedigendes Ergebnis zu Stande, werde er es mit einer
anderen Agentur versuchen, beispielsweise mit Radiotele, sagt Antoni Mayer.
«Keine Goldgrube»Wie viel Edipresse in sein gesamtes TV-Engagement investieren wird, möchte Rasch nicht sagen. Fest stehe einzig, dass das Aktienkapital der Trägerschaft von Vaud TV «mehrere Millionen» betragen müsse. Und für den Betrieb würden dann jährlich auch mindestens fünf Millionen Franken benötigt. «Mit weniger funktioniert es nicht», sagt er.
Bei der Werbeakquisition wird sich Ecran Pub sowohl der lokalen als auch der regionalen und nationalen Werbung annehmen. Heute setzen die drei Waadtländer Stationen ingesamt rund 2,2 Millionen Franken um (inklusive Sponsoring). «Dies lässt sich innert zwei bis drei Jahren verdoppeln», prophezeit Tibère Adler: «In der Westschweiz ist das Werbepotenzial noch nicht ausgeschöpft.» Er denkt an Programmverbesserungen, an den Austausch von Sendungen und an neue Werbeformen.
«Das Business ist zwar nicht gerade eine Goldgrube, aber es lässt sich mit Bestimmtheit profitabel betreiben», sagt Adler. Dem Synergiepotenzial zwischen eigener Presse und TV misst der CEO hingegen wenig Bedeutung bei. «Das darf man nicht überschätzen», meint er.
Modell für Westschweizer TV-Combi gesuchtBei Radiotele ist man vom Edipresse-Einstieg ins Westschweizer TV-Business nicht überrascht. «Wir mussten früher oder später mit einem Verleger rechnen», sagt Radiotele-Chef Bruno Oetterli. Er hoffe nun auf neuen Schub für die TV-Szene. Und er will nun klären, wie es mit dem RomandieNewsCombi (RNC) weitergehen soll (WW 4/05). Die Diskussion darüber war wegen der unsicheren Situation von FP blockiert.
Christophe Rasch seinerseits steht dem RNC eher skeptisch gegenüber. «Der Tarif ist zu tief. Das lohnt sich für Radiotele, nicht aber für die Sender», sagt er. Er wolle deshalb zusammen mit Radiotele nach einem anderen Kooperationsmodell suchen, das statt mit Telecontrol- mit den Umfragedaten des Marktforschungsinstitutes MIS Trend auskomme. «Diese sind für die Romandie repräsentativer», sagt Rasch. (mk)
Schon länger müde Mit Force Promotion (FP) steht es seit längerem nicht zum Besten. Dass das Engagement erlahmte, ist selbst auf der Homepage zu sehen: Noch immer sind dort die Tarife 2004 publiziert, die Zuschauerdaten stammen gar von 2002. Der einzige Verwaltungsrat
Daniel Berset war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Doch steht fest, dass er ursprünglich die Absicht hatte, FP als Ganzes – und nicht bloss die Aktiven – zu verkaufen.
Entsprechende Anfragen hatte er sowohl an Edipresse als auch an Radiotele gerichtet. Beide winkten aber ab. Wenn FP nun Ende April seine Segel streicht, wird Ecran Pub vielleicht einige Mitarbeiter übernehmen. Berset hingegen steigt aus dem Business aus. (mk)
Bei Léman Bleu steigt Edipresse mit 22 Prozent ein, bei den drei Waadtländer Sendern von Vaud TV mit 35 Prozent.
Markus Knöpfli

Ringier trumpft mit Powerduo auf

Anzeigenmarkt Ein neues Kombi aus Blick und SonntagsBlick will dem Metropool künftig Paroli bieten.

Anzeigenmarkt Ein neues Kombi aus Blick und SonntagsBlick will dem Metropool künftig Paroli bieten.Wer von Donnerstag bis Samstag einmal den Blick und dazu den SoBli bucht oder aber den SoBli mit einer Blick-Schaltung von Montag bis Mittwoch verbindet, erhält ab März 11 Prozent Rabatt. «Powerduo» heisst das Päckli, das 1,71 Millionen Kontakte, eine Reichweite von 32,3 Prozent und einen TKP von brutto 28 Franken (Basis: eine Tabloidseite vierfarbig) verspricht. Das Angebot entspreche einem längst bestehenden Bedürfnis, lässt Ringier verlauten. Vermutlich ist das Powerduo aber primär eine Antwort auf den Metropool (Tages-Anzeiger, Berner Zeitung, Basler Zeitung). Denn das Blick/SoBli-Kombi übertrumpft die zurzeit grösste Deutschschweizer Zeitungskombination in mehrfacher Hinsicht: Der Metropool erzielt eine Reichweite von 29,1 Prozent und nur 1,19 Millionen Kontakte, sein TKP ist jedoch mit 50.47 Franken fast doppelt so hoch wie beim Powerduo (allerdings im Zeitungsformat). Auch der Lancierungstermin weist auf ein Konkurrenzprodukt zum Metropool hin – nur zwei Monate nach dessen offenbar erfolgreichem Start. Eben erst hat dieser gejubelt, sein Januar-Umsatz liege um 18,4 Prozent höher als jener des Vorgängerkombis Swisspool vor einem Jahr. Beim Blick-Verlag gibt es dagegen kaum Grund zum Jubeln: Gemäss Blick-Anzeigenleiter Mario Cecchin liegt der Blick-Umsatz bloss auf Vorjahresniveau, und der SoBli war im Januar sogar leicht im Minus.
Dennoch will Cecchin von einer Attacke gegen den Metropool nichts wissen. Mit dem neuen Angebot wolle man vielmehr der Abwanderung der Werbung in die elektronischen Medien entgegenwirken, sagte er.
(mk)

Salut les copains!

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Prophet, dachte man sich bei Edipub und organisierte statt irgendwo jenseits der Aussengrenze unserer Kommunikationshauptstadt eine grosse Sause in Zürich-West, genauer in Aeschbis Labor-Bar.

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Prophet, dachte man sich bei Edipub und organisierte statt irgendwo jenseits der Aussengrenze unserer Kommunikationshauptstadt eine grosse Sause in Zürich-West, genauer in Aeschbis Labor-Bar. Wer nicht pünktlich da war, fand gerade mal noch ein Plätzchen ganz hinten, so rappelvoll präsentierte sich der Club.Die Erwartungen waren hoch, und auch wenn die «Media-Talkrunde mit Persönlichkeiten aus Werbung und Wirtschaft undsoweiter» etwas zu vollmundig angekündigt war, war mans zufrieden. Primär durften auf der Bühne nämlich die Edipresse-Chefredaktoren, pflegeleicht durchs Gespräch geführt von Talkmeister Kurt Aeschbacher, vor allem in Eigenwerbung machen. Einzig mit Monica Jäggi von der Mediaagentur Konnex kam noch eine Fachkraft der Gegenseite zu Wort. Sie erwartet übrigens von den Westschweizer Chefredaktoren mehr Präsenz beim Verkauf von deren Publikationen in den deutschsprachigen Landesteilen.
Mit «Vertreter der Wirtschaft» wiederum meinte man wohl Jacques Merlotti – er ist Inhaber des Restaurants Le Soupçon beim Palais de Justice in Genf und besorgte an diesem Abend das Catering. Das war wiederum, wenn auch etwas fischlastig, trotzdem nur vom Feinsten. Nach Talk und Fütterung stand eine lebendige und rasante Modeschau des Labels Tally Weijl auf dem Programm. Eine Schweizer Marke übrigens, die sich allerdings den Anschein gibt, aus Paris zu kommen, wie ein Branchenkenner nebenbei bemerkte.
Richtig zu dampfen beganns nach zehn Uhr, als die Saucissons dem Zürcher Geschnetzelten zeigten, was eine Party ist, und in Kürze die Tanzfläche zum Kochen brachten. Wie eine spontane Umfrage bei den Gästen letztlich ergab, wün- schen sich fast alle jede zweite Woche so ein Werberfest.
Beat Fritschfeierte letzte Woche mit «nos chers amis romands» in Westzürich. Und zwar exakt in der Labor-Bar, wo Edipub unter dem Motto ZürichWestSchweiz eine richtig heisse Sause steigen liess. Nach Talk und Modeschau wurde dort ausgiebig abgetanzt – ein untrügliches Merkmal für die Qualität einer Werberfete. Und auch das Durchschnittsalter war ungewohnt tief.
Viel nackte Haut gabs bei Edipub dank Modeschau.
Die Redaktionschefs von Femina, Renata Libal, und Bilan, Olivier Toublan, standen am Talk in der Labor-Bar Red und Antwort.
Peter Rothenbühler (l.), Chefredaktor Le Matin, mit Monica Jäggi von Konnex und Talkmoderator Kurt Aeschbacher.

Besuch vom Neumühlequai: Publimedia-Marketingleiter Markus Ehrle an der Bar mit Beratungsassistentin Sophie Emery.

Allergrösste Zufriedenheit bei Speis und Trank: Urs und Inge Ziegler von Ziegler Communications aus Oberrieden.

Adrian Näf (l.) und Karina Giger von Edipub mit Ronny Schmid von der in Winterthur domizilierten Mediaagentur Konnex.

Garence Primat mit Frank Casanova vom Caterer Le Soupçon, gleichzeitig auch In-Bar und eins der angesagtesten Speiselokale in Genf.

TBWA-Chef Markus Pekeler beim Talk-Apéro mit Anne Jan, Femina, und Werberin Yvonne Boller (r.).

Edipresse-Verlagsdirektor Théo Bouchat wollte partout nur mit Maria Mellea (l.) und Katja Stoffel von Mediaedge:CIA aufs Bild.

Martin Kaspar (l.) von Eventorganisatorin Tact-X mit den Gastro-Consultants Franziska und Hans Peter König, König & Partner.

Isabelle Kropf, Publicitas In-ternational, mit Bruderherz Philippe von Swissinfo.

Je später der Abend, desto jünger die Gäste: Claudia Binz (l.), Reto Mattle und Susana Adam vergnügten sich neben der Tanzfläche.

Powerduo: Katja Lechner (l.) von der CS Asset Management kam mit Kollegin Nina Müller von Sun Microsystems.

Carla Fuhlrott (r.) und Silvia Welti, Mediaschneider, leisteten Beat Krebs von OMD Gesellschaft.

Als könnten sie kein Wässerchen trüben: Roman Auer (l.) von Vizeum und Kommunikationsberater Adrian Erni.

Enchanté: Marc Moret beim gemütlichen Plauschen mit Patricia Frei (l.) und Freelance-Grafikerin Alexandra Lefort.

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