Autor: admin
Ringier relauncht Edelweiss
Magazin Die Westschweizer Frauenzeitschrift Edelweiss erhält ein neues Layout. Auch inhaltlich wird der Titel überarbeitet.
«Wir sind nicht der kreativste Shop»
Ann Fudge, CEO international von Young & Rubicam, über integriertes Marketing, Kreativität und die Schweizer Tochteragentur AY&R.
WW Frau Fudge, Sie waren während 20 Jahren im Marketing von Konsumgüterkonzernen wie General Mills und Kraft Foods tätig. Was reizte Sie am Wechsel auf die Agenturseite?Ann Fudge Die Gelegenheit, bei Young & Rubicam eine sehr kundenfokussierte Ausrichtung einzubringen und eine umfassende Marketingkommunikation ins Leben zu rufen.
Als ich selbst auf Kundenseite tätig war, arbeitete ich mit vielen Agenturen individuell zusammen. Y&R Advertising, Landor, Burson-Marsteller, Cohn & Wolfe und so weiter. Erst viel später fand ich heraus, dass sie alle zu Y&R gehören. Das fand ich frustrierend. Ich fragte die Leute: «Warum habt ihr mir nicht gesagt, über was für einen Reichtum an Möglichkeiten euer Netzwerk verfügt?»
Also versuche ich, diese andere Denkweise einzubringen, und ich glaube, mit Erfolg. Die Chefs der einzelnen Tochterfirmen von Y&R Brands tauschen heute häufiger Know-how aus. Früher kam man nur gelegentlich für einen einzelnen Pitch zusammen, wenn integrierte Kommunikation benötigt wurde. Aber es nutzt auch bestehenden Kundenbeziehungen, wenn wir uns überlegen: Welche Rolle spielen Direktmarketing oder das Internet bei ihren Geschäftszielen und wie können wir dabei helfen?
Also ist Ihre Vision von Y&R, die verschiedenen Disziplinen zu integrieren?Ich habe nicht vor, ein einziges grosses Konglomerat zu schaffen. Wir würden an Schärfe verlieren. Zu viel Einheitlichkeit schadet. Ich glaube, wir brauchen dieses bisschen mehr Schärfe, das jene besitzen, die in ihrer Disziplin herausragen. Es geht mir darum, eine Marketing Community zu erschaffen, in der die einzelnen Disziplinen miteinander reden und ihre verschiedenen Stärken einbringen.
Wir arbeiten dazu gerade an einem neuen Konzept. Sie kennen wahrscheinlich den Brand Asset Valuator (BAV), unser Tool für strategische Markenführung. Ich habe dem BAV-Team neue Energie zugeführt, und wir sind auf einige sehr interessante Ideen gestossen, die uns im Markt helfen und uns von der Konkurrenz differenzieren werden.
Könnten Sie etwas ins Detail gehen?Leider nein. Ich habe wahrscheinlich schon mehr gesagt, als ich zu diesem Zeitpunkt sollte. Aber Sie werden davon hören.
Sie sind heute erstmals in Gockhausen zu Besuch. Welchen Stellenwert hat Advico Young & Rubicam im weltweiten Netzwerk?
In meinen Augen ist jeder einzelne Markt sehr wichtig. Wenn ich mir den Fortschritt ansehe, den AY&R unter der Leitung von Edgar C. Britschgi erzielt hat, bin ich sehr zufrieden. Sie wissen ja, wir sind durch eine schwierige Zeit gegangen, nachdem unsere vorherige Führungsmannschaft die Agentur verlassen hat. Jetzt sind wir mitten im Wiederaufbau. 2004 war ein sehr gutes Jahr in dieser Hinsicht. Auch für Y&R als Ganzes, wir hatten starkes Umsatzwachstum und gute Rendite.
In der Schweiz blieb das Neugeschäft neben Sunrise aber bescheiden?Ich finde, Sunrise ist ein grossartiger Neukunde, und wir haben auch noch GE Money Bank sowie kleinere Etats gewonnen. Über das internationale Netzwerk kommt zudem Arbeit für Colgate, Danone oder Barilla hinzu. Was Sie verstehen müssen: Wachstum kommt von Neugeschäft, aber Wachstum kommt auch vom Ausbau bestehender Beziehungen. Wenn wir das Vertrauen unserer Kunden stärken, nehmen auch die Aufträge zu. Nur nicht so gleichmässig, wie man das gerne hätte.
Die ehemalige Führungscrew hat AY&R verlassen und eine eigene Agentur gegründet, weil sie mit Einmischungen des internationalen Managements nicht glücklich war. Haben Sie etwas am Führungsstil geändert?
Meine Philosophie ist es, zuzuhören. Wenn ich selbst aktiv werde, dann eher, indem ich nachfrage. Zum Beispiel, was wir tun können, um noch mehr Wachstum zu erzeugen. Aber ich kann AY&R nicht kontrollieren, und ich will das auch gar nicht. Das ist die Aufgabe der lokalen und regionalen Führung. Wir von Y&R Brands setzen nur den Rahmen. Einerseits geben wir Wachstumsziele vor, anderseits helfen wir mit kreativen Ressourcen und mit Neugeschäft.
Im Kreativranking der Werbewoche ist AY&R vom 3. auf den 9. Platz gefallen …
Wie messen Sie denn Kreativität? Sind Awards die Währung? Oder misst sie sich daran, wie mit Ideen Wachstum erzeugt wird? Awards sind wichtig, denn sie bringen Anerkennung und helfen so, kreative
Talente anzuziehen. Anderseits sind wir nicht der kreativste Kreativshop. Wir passen unsere Arbeit den Zielen des Kunden an.
Am wichtigsten ist es, die Strategie richtig umzusetzen. Wir wollen kreativ sein, aber wenn wir kreativ sind, ohne der Strategie treu zu
bleiben, werden wir unsere Kunden verlieren.
Wie geht es im laufenden Jahr weiter mit AY&R?Wir werden den bisherigen Kurs fortfahren. Ich sage immer, der einzige Weg ist nach vorne. Aber wissen Sie was? Ich leite diese Agentur nicht. Edgar leitet sie.
Kraftvolle Karriere bis zum TopshotSeit Mitte 2003 ist Ann Fudge CEO von Young & Rubicam Advertising und zugleich der Dachfirma Young & Rubicam Brands, zu der unter anderem auch die Marketingagentur Wunderman, die PR-Agenturen Burson-Marsteller und Cohn & Wolfe und die Brandingspezialisten von Landor Associates gehören.
Ann Fudge hat 1977 den Master of Business Administration an der Universität von Harvard erworben. Anschliessend war die heute 53-Jährige für die Nahrungsmittelkonzerne General Mills und Kraft Foods in verschiedenen Marketingfunktionen tätig und machte sich einen Namen durch die Wiederbelebung von verblassten Marken wie Log Cabin Syrup und Minute Rice. Zuletzt war sie Direktorin der Kraft-Division Getränke, Desserts und Cereals. 2001 verliess sie den Konzern für eine Auszeit.
Ann Fudge hat eine Reihe von Auszeichnungen gewonnen. 1995 wurde sie von den Advertising Women of New York zur Werberin des Jahres gewählt. 1998 nahm die Wirtschaftszeitschrift Fortune Magazine sie in die Liste der 50 mächtigsten Frauen auf. (sm)
Baut Marketing Community auf: Ann Fudge, CEO Young & Rubicam.
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Die Stunde des Verlegers
Lokalfernsehen Mit dem Einstieg von Edipresse wird auch in der Westschweiz ein Verlag zum Rückgrat und Motor der TV-Szene.
Gemäss einer von den vier Parteien unterzeichneten Absichtserklärung werden Edipresse und TV RL je 35 Prozent an der zu gründenden Vaud TV SA halten, CNV und Ici TV bekommen je 15 Prozent.
Beteiligungen bei weiteren Westschweizer Sendern sind zwar nicht ausgeschlossen, bisher hätten aber noch keine Gespräche stattgefunden. «In den nächsten zwei Jahren konzentrieren wir uns zuerst einmal auf die beiden wichtigsten Gebiete der Westschweiz. Da haben wir genug Arbeit», sagt Christophe Rasch, der bei Edipresse mit der Leitung des Bereichs TV beauftragt worden ist.
Edipresse’ zweiter Fuss ist die Vermarktung von TV-Werbung. Der Konzern gründet dazu die Tochter Ecran Pub SA, an der er 90 Prozent und das Management 10 Prozent halten werden. Als CEO steht Bertrand Froidevaux fest, der heutige kommerzielle Leiter von Ici TV. Écran Pub steht unter zeitlichem Druck, denn sie übernimmt bereits ab 1. Mai von der Lausanner TV-Agentur Force Promotion (FP, siehe Kasten), die Ende April die TV-Vermarktung aufgibt, deren Regieverträge mit TV RL, CNV und Léman Bleu. Zusätzlich wird Ecran Pub auch Ici TV vermarkten, und bereits steht die Agentur als Exklusivvermarkter des Fusionsproduktes Vaud TV fest.
BewährungsprobeOb noch weitere Westschweizer Sender unter Vertrag genommen werden, ist offen. «Wir werden mit verschiedenen Stationen sprechen», sagt Rasch. Eine erste Bewährungsprobe steht für Ecran Pub allerdings bereits bevor: Der Vertrag, den Léman Bleu mit FP hatte, läuft Ende Jahr aus (siehe WW 4/05). Der Genfer Sender hatte ihn fristgerecht gekündigt, weil er mit den Konditionen unzufrieden war. Nicht nur Edipresse, auch Radiotele bewarb sich deshalb um die Gunst der Genfer.
Da Edipresse nun seine Beteiligung am Sender erhöht, liegt es nahe, dass Ecran Pub als Vermarkter zum Zug kommen wird. Voraussichtlich für die nächsten drei Jahre. «Das war eine Bedingung von uns», sagt Tibère Adler. Antoni Mayer, seit letztem Juni VR-Präsident von Léman Bleu, hingegen präzisiert: «Die Edipresse-Beteiligung verpflichtet uns zu nichts. Unsere Zusage für drei Jahre ist provisorisch und gilt nur, wenn ein neuer Vertrag ausgehandelt wird. Den bisherigen Regie-Vertrag mit FP wollen wir auf keinen Fall weiterführen.» Bis Ende März werde nun verhandelt. Komme kein befriedigendes Ergebnis zu Stande, werde er es mit einer
anderen Agentur versuchen, beispielsweise mit Radiotele, sagt Antoni Mayer.
«Keine Goldgrube»Wie viel Edipresse in sein gesamtes TV-Engagement investieren wird, möchte Rasch nicht sagen. Fest stehe einzig, dass das Aktienkapital der Trägerschaft von Vaud TV «mehrere Millionen» betragen müsse. Und für den Betrieb würden dann jährlich auch mindestens fünf Millionen Franken benötigt. «Mit weniger funktioniert es nicht», sagt er.
Bei der Werbeakquisition wird sich Ecran Pub sowohl der lokalen als auch der regionalen und nationalen Werbung annehmen. Heute setzen die drei Waadtländer Stationen ingesamt rund 2,2 Millionen Franken um (inklusive Sponsoring). «Dies lässt sich innert zwei bis drei Jahren verdoppeln», prophezeit Tibère Adler: «In der Westschweiz ist das Werbepotenzial noch nicht ausgeschöpft.» Er denkt an Programmverbesserungen, an den Austausch von Sendungen und an neue Werbeformen.
«Das Business ist zwar nicht gerade eine Goldgrube, aber es lässt sich mit Bestimmtheit profitabel betreiben», sagt Adler. Dem Synergiepotenzial zwischen eigener Presse und TV misst der CEO hingegen wenig Bedeutung bei. «Das darf man nicht überschätzen», meint er.
Modell für Westschweizer TV-Combi gesuchtBei Radiotele ist man vom Edipresse-Einstieg ins Westschweizer TV-Business nicht überrascht. «Wir mussten früher oder später mit einem Verleger rechnen», sagt Radiotele-Chef Bruno Oetterli. Er hoffe nun auf neuen Schub für die TV-Szene. Und er will nun klären, wie es mit dem RomandieNewsCombi (RNC) weitergehen soll (WW 4/05). Die Diskussion darüber war wegen der unsicheren Situation von FP blockiert.
Christophe Rasch seinerseits steht dem RNC eher skeptisch gegenüber. «Der Tarif ist zu tief. Das lohnt sich für Radiotele, nicht aber für die Sender», sagt er. Er wolle deshalb zusammen mit Radiotele nach einem anderen Kooperationsmodell suchen, das statt mit Telecontrol- mit den Umfragedaten des Marktforschungsinstitutes MIS Trend auskomme. «Diese sind für die Romandie repräsentativer», sagt Rasch. (mk)
Schon länger müde Mit Force Promotion (FP) steht es seit längerem nicht zum Besten. Dass das Engagement erlahmte, ist selbst auf der Homepage zu sehen: Noch immer sind dort die Tarife 2004 publiziert, die Zuschauerdaten stammen gar von 2002. Der einzige Verwaltungsrat
Daniel Berset war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Doch steht fest, dass er ursprünglich die Absicht hatte, FP als Ganzes – und nicht bloss die Aktiven – zu verkaufen.
Entsprechende Anfragen hatte er sowohl an Edipresse als auch an Radiotele gerichtet. Beide winkten aber ab. Wenn FP nun Ende April seine Segel streicht, wird Ecran Pub vielleicht einige Mitarbeiter übernehmen. Berset hingegen steigt aus dem Business aus. (mk)
Bei Léman Bleu steigt Edipresse mit 22 Prozent ein, bei den drei Waadtländer Sendern von Vaud TV mit 35 Prozent.
Markus Knöpfli
Ringier trumpft mit Powerduo auf
Anzeigenmarkt Ein neues Kombi aus Blick und SonntagsBlick will dem Metropool künftig Paroli bieten.
Dennoch will Cecchin von einer Attacke gegen den Metropool nichts wissen. Mit dem neuen Angebot wolle man vielmehr der Abwanderung der Werbung in die elektronischen Medien entgegenwirken, sagte er.
(mk)
Salut les copains!
Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, kommt der Berg zum Prophet, dachte man sich bei Edipub und organisierte statt irgendwo jenseits der Aussengrenze unserer Kommunikationshauptstadt eine grosse Sause in Zürich-West, genauer in Aeschbis Labor-Bar.
Mit «Vertreter der Wirtschaft» wiederum meinte man wohl Jacques Merlotti – er ist Inhaber des Restaurants Le Soupçon beim Palais de Justice in Genf und besorgte an diesem Abend das Catering. Das war wiederum, wenn auch etwas fischlastig, trotzdem nur vom Feinsten. Nach Talk und Fütterung stand eine lebendige und rasante Modeschau des Labels Tally Weijl auf dem Programm. Eine Schweizer Marke übrigens, die sich allerdings den Anschein gibt, aus Paris zu kommen, wie ein Branchenkenner nebenbei bemerkte.
Richtig zu dampfen beganns nach zehn Uhr, als die Saucissons dem Zürcher Geschnetzelten zeigten, was eine Party ist, und in Kürze die Tanzfläche zum Kochen brachten. Wie eine spontane Umfrage bei den Gästen letztlich ergab, wün- schen sich fast alle jede zweite Woche so ein Werberfest.
Beat Fritschfeierte letzte Woche mit «nos chers amis romands» in Westzürich. Und zwar exakt in der Labor-Bar, wo Edipub unter dem Motto ZürichWestSchweiz eine richtig heisse Sause steigen liess. Nach Talk und Modeschau wurde dort ausgiebig abgetanzt – ein untrügliches Merkmal für die Qualität einer Werberfete. Und auch das Durchschnittsalter war ungewohnt tief.
Viel nackte Haut gabs bei Edipub dank Modeschau.
Die Redaktionschefs von Femina, Renata Libal, und Bilan, Olivier Toublan, standen am Talk in der Labor-Bar Red und Antwort.
Peter Rothenbühler (l.), Chefredaktor Le Matin, mit Monica Jäggi von Konnex und Talkmoderator Kurt Aeschbacher.
Besuch vom Neumühlequai: Publimedia-Marketingleiter Markus Ehrle an der Bar mit Beratungsassistentin Sophie Emery.
Allergrösste Zufriedenheit bei Speis und Trank: Urs und Inge Ziegler von Ziegler Communications aus Oberrieden.
Adrian Näf (l.) und Karina Giger von Edipub mit Ronny Schmid von der in Winterthur domizilierten Mediaagentur Konnex.
Garence Primat mit Frank Casanova vom Caterer Le Soupçon, gleichzeitig auch In-Bar und eins der angesagtesten Speiselokale in Genf.
TBWA-Chef Markus Pekeler beim Talk-Apéro mit Anne Jan, Femina, und Werberin Yvonne Boller (r.).
Edipresse-Verlagsdirektor Théo Bouchat wollte partout nur mit Maria Mellea (l.) und Katja Stoffel von Mediaedge:CIA aufs Bild.
Martin Kaspar (l.) von Eventorganisatorin Tact-X mit den Gastro-Consultants Franziska und Hans Peter König, König & Partner.
Isabelle Kropf, Publicitas In-ternational, mit Bruderherz Philippe von Swissinfo.
Je später der Abend, desto jünger die Gäste: Claudia Binz (l.), Reto Mattle und Susana Adam vergnügten sich neben der Tanzfläche.
Powerduo: Katja Lechner (l.) von der CS Asset Management kam mit Kollegin Nina Müller von Sun Microsystems.
Carla Fuhlrott (r.) und Silvia Welti, Mediaschneider, leisteten Beat Krebs von OMD Gesellschaft.
Als könnten sie kein Wässerchen trüben: Roman Auer (l.) von Vizeum und Kommunikationsberater Adrian Erni.
Enchanté: Marc Moret beim gemütlichen Plauschen mit Patricia Frei (l.) und Freelance-Grafikerin Alexandra Lefort.
