Lust auf mehr Farbe?

Papier Auf der Paperworld 2005 in Frankfurt waren die Angebote für den Bürobereich vielfältiger als je zuvor.

Papier Auf der Paperworld 2005 in Frankfurt waren die Angebote für den Bürobereich vielfältiger als je zuvor.Materialeinkäufer achten beim Kauf von Büropapier für Drucker und Kopierer oft nur auf den Tausenderpreis, wohl auch deshalb, weil der monatliche Verbrauch an A4-Blattware pro Mitarbeiter eher steigt als stagniert. Ein anderes Entscheidungskriterium ist die Beschaffenheit der Papiere. Diese differenzieren sich neben der Grammatur nach Weissegrad, Volumen und Farben sowie nach ihrer Oberflächenbeschaffenheit (ungestrichen oder gestrichen) und sind entweder multifunktional oder spezifisch für Inkjet-, Laser-, Offset- und/oder Copy-Technologien verfügbar. ÖkologischerÜber den Preis hinaus nehmen viele Unternehmen eine Verantwortung gegenüber der Umwelt wahr, z. B. durch die Verwendung von Papieren aus der Recycling- oder chlorfrei gebleichten Produktion.
Zudem gibt es die FSC-Papiere mit Rohstoffen aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Die portugiesische Inapa-Gruppe, die an der Messe vom deutschen Grosshändler Papier Union vertreten war und der in der Schweiz die Händler Biber/Baumgartner gehören, bietet unter Tecno Balance holzfreie Office- und Graphic-Papiere nach FSC an. Auf Grund eines letzten Oktober ausgestellten Zertifikats ist die Papier Union das erste deutsche Handelsunternehmen, das Papiere gemäss Forest Stewardship Council an den Verbraucher liefert. Die Händler in der Schweiz (z. B. Antalis, Sihl+Eika etc.) agieren schon viel länger im Markt mit FSC-zertifizierten Papieren. Doch da wie dort hält sich die Nachfrage nach FSC-Papieren noch auf kleiner Flamme.
Auch IQ selection smooth und IQ Triotec premium sowie Maestro bulky und Maestro supreme von Hersteller Mondi Business Paper (vormals Neusiedler) sind nach FSC zertifiziert. Ebenso das in der Schweiz hergestellte naturweisse CopyZett W von Ziegler Papier. Unter der Bezeichnung OffZett W (in Grammaturen zwischen 80 und 400 g/m2) hat Ziegler zudem ein sowohl im Offset- als auch Flexodruck bestens geeignetes FSC-Papier im Sortiment.
SpezifischerZu sehen waren auf der Paperworld auch sehr viele Papiere für spezielle Einsatzgebiete. So führte Hahnemühle FineArt das für den Tintenstrahldruck gedachte Papier Art Print live auf dem Epson-Drucker Photostylus R 300 vor. Art Print hat die Struktur und Anmut klassischer Malpapiere.
M-real stellte das ohne optische Aufheller und ganz aus Altpapier hergestellte hochweisse Evolve Office vor, das mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurde.
Die Zürcher Papierfabrik Sihl erweitert die Transparentpapier-Linie für Inkjet- und Laserprinter. Die halbdurchsichtigen Papiere können beispielsweise durch Blind- oder Heissfolienprägeverfahren veredelt werden.
Als Neuheit stellte UPM das Papier Office presentation plus mit glatter Oberfläche und hoher Weisse vor. Wegen seiner hohen Opazität eignet sich dieses Papier für den zweiseitigen Druck.
Sortimentstiefer Mondi Business Paper bietet das Büropapier Maestro nun in 34 Pastell- und Neonfarbtönen an. Die um Maestro supreme erweiterte Produktpalette umfasst eine Sortimentstiefe von 60 bis 280 g/m2 in A3, A4 sowie in Halb- und Grossformaten. Neu im Programm ist Color Copy style in Naturfärbung, für Farblaserdrucker und -kopierer, in 100, 160 und 200 g/m2 sowie in den Formaten A4, A3 und SRA3.
Data Copy, das seit 20 Jahren eingeführte Büropapier von M-real, erreicht auf der CIE-Farbskala für den Weissegrad den Spitzenwert 164 und ist damit weisser als bisher. Auf zehn Farben ist das Sortiment Logic Colours von M-real erweitert worden.
Die Grammaturen 252 und 305 g/m2 des Oki-Standard-Papiers sind für die Oki-Printer C9300 und C9500 mit dem Heavy-Media-Mehrzweckeinzug (Option) für Materialien bis zu ca. 0,4 mm Stärke geeignet.
Das für den Farblaserdruck gedachte Papier Yes Color copy von UPM ist nun neben 100 g/m2 auch in den Grammaturen 90, 130, 160, 190 und 250 g/m2 zu haben.
Die Paperworld spiegelt auch Lifestyle wider. Designer entdecken hier Trends – und wer Geschäftsideen sucht, wird fündig. Hersteller und Händler sind präsent. Standard-, Qualitäts- und Exklusivsortimente haben ihre Plattformen. Und Lust auf Office-Papiere gewinnt man wohl nur hier.
Praktischer verpacktWegen der Namensänderung von Neusiedler in Mondi wurden die Produkte im neuen Corporate Design vorgestellt. Zugleich ist der Tragekomfort der Kartons für IQ selection smooth und IQ Triotec premium mit dem Schaumstoffgriff CleverGrip erhöht worden.
Laut M-real werden in Europas Büros jährlich rund 300 Millionen Papierkartons transportiert. Die Boxen der Sortimente Data Copy und Logic 500 haben neu ein gepolstertes Trageband erhalten. Dieses Handling nennt sich Grab-and-Go-Solution.
Ebenfalls Pluspunkte gibts beim Büropapier Yes von UPM: Wird der Karton ins Regal gestellt und die perforierte Transportschutzkappe entfernt, entsteht ein Display zur Entnahme.
Der Fein- und Spezialpapierhersteller Ziegler Papier aus Grellingen präsentierte das superweisse Z-Laser Color der Standardformate A4, A3, A3+ und SRA3 (siehe auch «Überformate») in einem neuen Transportkarton, der aus einem praktischen Dispenser Tray mit Sleeve besteht. In der Schweiz sind die Formatpapiere Z-Laser Color exklusiv bei Antalis erhältlich. (hjl)
ÜberformateIn den 90er-Jahren wurden zur Formatreihe A bei ISO/DIN noch die Überformatreihen RA und SRA eingeführt, da beim Zuschneiden und Falzen Verluste auftreten. Ausgehend vom Format A0, das eine Fläche von
1,0 m2 hat, beträgt das Flächenmass durch den Überformatzuschlag bei RA0 1,05 m2 und bei SRA0 1,15 m2.
Das sieht dann z. B. für den so genannten Halbbogen wie folgt aus:
A31 (RA32) SRA33 (A3+4)
297×420 mm 305×430 mm 320×450 mm 304,8×457,2 mm
1 Endformat (beschnitten); 2 Rohformat (unbeschnitten);
3 Sekundäres Rohformat (unbeschnitten)
4 Diese Masse, umgerechnet genau 12“x18“, stimmen mit
dem maximalen Format der Papierschächte/-kassetten
bei den A3-Printern und -Kopierern überein. Auch besteht Übereinstimmung mit einem nordamerikanischen
Planformat. (hjl)
PaperworldDrei in einem: Die Paperworld fand zusammen mit der Christmas- und Beautyworld Anfang Jahr statt.
2722 Aussteller zeigten ihre Exponate, rund 106000 Fachleute aus 130 Ländern besuchten diese Messe. Druck- und Kopierpapiere waren in der Paperworld eine wichtige
Produktgruppe.
Die nächste Paperworld, Christmas- und Beautyworld finden vom 25. bis 29. Januar 2006 wieder in Frankfurt am Main statt. (hjl)
Alles so schön bunt: Farbe zieht ins Büro ein.
Das gepolsterte Trageband der Papierkartons schont Hand und Rücken.
Hans Joachim Laue

ProSieben Sat 1 und Ikea hören Kindern zu

TV-Spots Seit Mitte Dezember laufen in den Werbefenstern von Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 Spots ohne Absender, in denen sich Prominente mit Kindern unterhalten.

TV-Spots Seit Mitte Dezember laufen in den Werbefenstern von Pro Sieben, Sat 1 und Kabel 1 Spots ohne Absender, in denen sich Prominente mit Kindern unterhalten.Jetzt outet sich die ProSieben-Sat 1-Gruppe als Absender. Sie hat die Pro-bono-Kampagne unter dem Namen «einfach mal zuhören» zusammen mit dem Möbelhaus Ikea lanciert. Damit setzt sie ihr Engagement für Kinder fort, das 2003 mit dem «Keine Zeit ist Gewalt» begonnen wurde. Stammte dieser von Euro RSCG, so wurden die neuen Spots von der Zuger Agentur Hartmann Medienmacher konzipiert und von Wirz und Fraevel produziert. Medienmacher und DRS 2-Moderator Nik Hartmann sei mit der Idee gekommen, erzählt Christian Gartmann, Schweizer Geschäftsführer des ProSieben-Sat1-Vermarkters Seven One Media. Quelle der Inspiration war ein Sessel für zwei Personen von Ikea, der so abgestuft ist, dass Kind und Erwachsener auf gleicher Augenhöhe sind. Der Auflösespot wird bis Mitte März zu sehen sein. Unterstützt wird die TV-Kampagne mit Radiospots auf Privatsendern in Zürich, Bern und Basel.

4 Gigabyte fassender Sony-Memory-Stick

Datenspeicher Sony erweitert seine Flash-Media-Linie mit der Einführung des neuen 4 GB Memory Stick Pro High Speed.

Datenspeicher Sony erweitert seine Flash-Media-Linie mit der Einführung des neuen 4 GB Memory Stick Pro High Speed.Die kleinen, ab März verfügbaren externen Speicher werden damit zum mobilen Film- und Fotoarchiv für hochauflösende Digitalfotos und Videoclips.

Drei Jahrzehnte lang glatte Ideen

Shopping Das Glattzentrum wird 30. Wyler Werbung prägte die Geschichte. Visualix gestaltet die Zukunft.

Shopping Das Glattzentrum wird 30. Wyler Werbung prägte die Geschichte. Visualix gestaltet die Zukunft.
Das Datum hat Glück gebracht. Am 13. Februar 1975 hat die «Stadt vor der Stadt» eine neue Epoche des Shoppings eröffnet. Seither haben im Glattzentrum 180 Millionen Besucher die Körbe und Kofferräume gefüllt. Allein im letzten Jahr haben 7,7 Millionen Leute in über 100 Läden 637 Millionen Franken ausgegeben, wie Geschäftsführer Marcel Stoffel rechnet. Das Center auf der damals noch «grünen Wiese» ist aus einer gemeinsamen Initiative von Migros, Globus und Jelmoli entstanden. Heute bietet das Glatt Arbeit für 1250 Menschen. Das Ladenparadies hatte von Beginn weg eine Führungsrolle im nationalen und internationalen Shoppingcentermarkt. Der Erfolg ist ungebrochen. Auch im letzten Jahr ist der Umsatz um 0,71 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden. Damit gehört das Glatt mit 43387 Quadratmetern zu den flächenproduktivsten Einkaufszentren Europas.
Viel zu diesem Erfolg hat die Werbung beigetragen. «Das Glatt gehört zu den wenigen Marken der Schweiz, welche eine grosse Bühne für andere Marken bereiten und vom Dargebotenen leben kann», schreibt Urs Riedener, Mitglied der Generaldirektion vom Migros-Genossenschafts-Bund und Präsident des Verwaltungsrates AG Einkaufszentrum Glatt.
Seine Worte sind in einem reich dokumentierten Bildband «30 Jahre Glatt» abgedruckt. Das Porträt ist von der Medienverantwortlichen Brigitte Post und ihrer post.direct konzipiert worden. Gestaltet hat es die Agentur Visualix von Christian Dür. Diese Agentur in Egg, welche in der Branche auch für ihre legendären Plakanda-Feste bekannt ist, hat für das Jubiläum alle Werbung wie auch ein grosses «Shopping Festival» konzipiert. Dieses geht vom 9. März bis 9. Juli 2005 im Glatt über die Bühne.
Christian Dür und seine Visualix werden auch in Zukunft neben dem Auftrag für klassische Werbung das Glatt weiter mit Events bekannt machen. Diese spezielle Gewichtung der Kommunikation für das Glatt ist vor Visualix im Jahre 2003 von der zwischenzeitlich engagierten Agentur Unisono Events & Werbung stark gefördert worden.
Vor allem auf Plakate zu solchen Events sowie Sympathiewerbung hat vorher Ruedi Wyler gesetzt. Wyler Werbung hat über 20 Jahre lang die Glatt-Werbung geprägt und viel zum guten Image beigetragen. «Das Produkt muss gut sein», versucht Ruedi Wyler zwar seinen Einfluss der Werbung etwas abzuschwächen. Tatsache bleibt aber, dass seine Kampagnen für das Glatt die in der Schweiz wohl am meisten prämierte Arbeit für einen einzelnen Kunden ist. «Wir haben über 20 Jahre lang jährlich etwa zehn Plakate gestaltet und davon jeweils fünf an Wettbewerbe geschickt – national und international …», lässt sich Ruedi Wyler entlocken.
Im Verlauf der 30 Jahre Glatt sind in der Schweiz über 70 weitere grosse Einkaufszentren eröffnet worden. Das Glattzentrum ist bezüglich Umsatzleistung die unangefochtene Nummer 1 – und will dies auch bleiben, wie Thomas Kern meint, CEO Globus-Gruppe und Präsident des Verwaltungsrates Interessengemeinschaft Zentrum Glatt. «Die Gründer bewiesen Mut und Weitsicht – es ist an uns, täglich Innovationskraft und Kundennähe zu beweisen!»
Reigen von EventsDie 30-jährige Geschichte des Glatt wurde in einer Chronik im Spiegel der Zeit aufbereitet. Der Fotograf Willi Kracher hat über Jahre verschiedene Events in der Mall im Bild festgehalten. Die Fotoausstellung mit Hintergrundinfos wird noch bis 5. März im Glatt gezeigt.
Menschen: 30 Jahre Glatt – ein Portrait zeigt auf 92 Seiten Menschen, Geschichten, Hintergrundberichte. Das Buch ist für 12 Franken beim Infoschalter im Zentrum zu kaufen.
Das Shopping-Festival vom 9. März bis 9. Juli: Neben einem Wettbewerb für das Publikum mit wertvollen Preisen gibt es auch einen Wettbewerb für professionelle Designer. 50 Einkaufswägeli sollen möglichst kreativ gestaltet werden. Anlässlich einer Ausstellung im April werden die
Wägeli durch das Publikum prämiert.
Sonderausstellungen im Glatt zeigen vom 9. März bis 2. April «Barbie – Ikone des Lifestyle» sowie vom 21. Mai bis 18. Juni «Ferrari,
eine Legende».
Über 20 Jahre lang hat Wyler Werbung jährlich zehn Plakate gestaltet.
Neue Agentur seit 2004: Auch das Jubiläum im Glatt wird von Christian Dür und seiner Visualix betreut.
Festivalplakat von Visualix.
Vision: Visualix will das Glatt zum Festival künstlerisch verpacken.
Andreas Panzeri

MitLinks flasht für Carsharing

Website Der Zürcher Webdienstleister MitLinks hat eine Ausschreibung von Mobility Carsharing gewonnen.

Website Der Zürcher Webdienstleister MitLinks hat eine Ausschreibung von Mobility Carsharing gewonnen.MitLinks realisiert für Mobility einen Produktespot in Flash-Technologie, der bei Verkaufsgesprächen der Kundenberater sowie auf den Websites von Mobility und Partnerunternehmen zum Einsatz kommen soll. Der Spot werde das bequeme Handling und die Vielseitigkeit des Angebots vermitteln, schreibt MitLinks.

JobChange

Anfang März übernimmt Maja Traber die Leitung Marketing Service bei Publisuisse. Sie wird für den gesamten Bereich der TV-Zuschauerforschung sowie für die Erarbeitung von Studien im Bereich der Mediaforschung verantwortlich. Traber war früher unter a

Anfang März übernimmt Maja Traber die Leitung Marketing Service bei Publisuisse. Sie wird für den gesamten Bereich der TV-Zuschauerforschung sowie für die Erarbeitung von Studien im Bereich der Mediaforschung verantwortlich. Traber war früher unter anderem als wissenschaftliche Assistentin für den SRG-Forschungsdienst tätig. Gleichzeitig wird Martin Bürki neuer Leiter Kommunikation von Publisuisse. Er leitete bisher den Bereich Media-Marketing/DTP-Services bei Publicitas Bern. …
Die Softwarefirma Novell hat Gilles Lunzenfichter zum Marketing
Director für die Schweiz und die Region Mediterranea (Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien und Israel) ernannt. In der Schweiz übernimmt der gebürtige Franzose die Nachfolge von Patrik Hofer, der zum Director Alliance Marketing Novell EMEA befördert worden ist.
…
Eliane Birchmeier (links) und Judith Giger (rechts) machen sich selbstständig. Sie haben in Zug die Agentur Birchmeier und Partner AG Corporate Communications gegründet. Birchmeier war während der letzten zwölf Jahre Managing Partner und Mitinhaberin der PR-Agentur C-Matrix Group. Giger zeichnete die vergangenen zwei Jahre als Mitglied der Geschäftsleitung bei Wirz Corporate für den Bereich Public Relations verantwortlich.
…
Seit Anfang Februar arbeitet Leo Dietschi als PR-Berater bei Trimedia Communications Schweiz. Er verstärkt die Zürcher Agentur in den Bereichen Corporate Communications und Marketing Communications für Informatik, Telekommunikation und Healthcare. Dietschi war zuletzt als Berater bei der PR-Agentur Dr. Peter Knobel tätig.
…
Die Luzerner Werbeagentur Felder und Vogel hat sich mit Barbara
Buholzer verstärkt. Sie ist in der Beratung und Projektleitung tätig und verantwortet den Ausbau der Kompetenz Public Relations. Buholzer arbeitete zuletzt als Journalistin für die Schweizerische Depeschenagentur.

Auf Wolke 7

Vorstufe Mit Acrobat 7 setzt Adobe seinen bereits eingeschlagenen Weg fort. Es gibt auch für die Druckvorlagen wichtige Änderungen zur Version 6.

Vorstufe Mit Acrobat 7 setzt Adobe seinen bereits eingeschlagenen Weg fort. Es gibt auch für die Druckvorlagen wichtige Änderungen zur Version 6.Das Portable Document Format (PDF) ist ein Multitalent und für die grafische Industrie zum wichtigsten Format beim elektronischen Datenaustausch von Druckvorlagen geworden. Statt «offener» QuarkXPress- oder InDesign-Dokumente samt den notwendigen Schriften, Logos oder Bildern zu versenden, genügt heute, ein «geschlossenes» PDF-Dokument zu verwenden.Ebenfalls geeignet ist das vielseitige Format als elektronisches Dokument. Als Vision verfolgt PDF-Entwickler und -Gralshüter Adobe schon seit mehr als zehn Jahre die Ablösung des Papierdokuments durch sein elektronisches Äquivalent. Heisst: Statt Dokumente auszudrucken, sie auszufüllen und weiterzugeben oder weiter zu faxen, kann dieser Vorgang dank Acrobat-Technologie und PDF-Format komplett digital ablaufen.
Druckindustrie vernachlässigtNachdem erste PDF- bzw. Acrobat-Versionen das papierlose Büro propagierten (das damals «so» noch keiner wollte) und Adobe die Druckindustrie sträflich vernachlässigte, zeigte diese dem elektronischen Multitalent PDF ebenfalls lange die kalte Schulter. Was sollte man mit einem Dokument, das zwar vollständig ist und eine Druckvorlage darstellt, aber womit nicht einmal Beschnittzeichen platziert und auch nicht ausgegeben (belichtet) werden konnten? Adobes PDF war in seinen ersten Versionen für die professionelle Ausgabe unbrauchbar. Plug-in-Entwicklern (Hersteller von Zusatzsoftware) wie callas ist es zu verdanken, dass sich diese Situation änderte. Olaf Drümmer, callas-Geschäftsführer aus Berlin, und der frühere PostScript-Promotor und heutige PDF-Experte Stephan Jaeggi aus Binningen konnten die grafischen Betriebe in Deutschland, der Schweiz und sogar weltweit von den Vorzügen des Formats für die Druckindustrie auf Seminaren überzeugen. Seither hat sich PDF zum wichtigsten Datenformat für die Druckvorstufe entwickelt.
«Unleash the power of intelligent Adobe PDF documents» – diesen Slogan hat sich Adobe für Acrobat 7 vorgenommen. Es geht auch bei der neusten Version nicht vordergründig um Druckvorlagen, sondern um Dokumente, die mit «intelligenten» Funktionen ausgestattet werden können. Acrobat ist damit Teil einer grösseren Gesamttechnologie geworden; Adobe spricht von einer «Intelligent Document Plattform». Mit Hilfe von Acrobat 7 wird das PDF-Dokument zum Teil eines «Dokumentenlebenszyklusses».
Es können in PDF-Dokumenten Prozesse definiert werden, die in der gratis erhältlichen und ebenfalls aktualisierten Reader- oder der Acrobat-Software des Empfängers Aktivitäten auslösen. Mit neuen Funktionen können PDF-Dokumenten zusätzlich Rechte vergeben bzw. Sicherheitsmerkmale hinterlegt werden, ob der Empfänger des Dokuments dieses zum Beispiel drucken, bearbeiten und/oder speichern darf etc. Dazu nutzt der Erzeuger des Dokuments einen so genannten Policy Server. Auf diesem Server können die Regeln für die verschickten Dokumente hinterlegt werden.
Mehr SicherheitPolicies (Sicherheitsregeln) in Verbindung mit dem Policy Server erreichen eine neue Dimension im Bereich Sicherheit. Auf Grund der detaillierten Vergabe von Zugriffsrechten lässt sich die Nutzung eines PDF-Dokuments genau steuern. Nicht mehr nur im Dokument, sondern von einem Server wird die dynamische Zuordnung von Berechtigungen zur Überwachung der internen und externen Online- oder Offline-Nutzung festgelegt. Geregelt wird neben Funktionen wie Drucken, Kopieren auch zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen, digitale Unterzeichnen, Kommentieren oder auch das Einfügen/Entfernen von Elementen.
Weitere Acrobat-7-DetailsNeu können nun nicht nur aus Office, sondern auch aus der E-Mail-Applikation Outlook PDFs erzeugt werden – zumindest auf der Windows-Plattform. Bei den «PDF-Mails» bleiben alle Links und Mailadressen weiterhin aktive Links zur entsprechenden Browser- oder Mailadresse. Beigefügte Dokumente (Attachements) werden ebenfalls integriert. Des Weiteren lassen sich in Outlook Express Gruppen von Mails zu PDF-Dokumenten zusammenfassen, was die Rückverfolgung von E-Mail-Korrespondenz deutlich vereinfachen wird.
Das Modul «Web Capture», geeignet für das Umwandeln von Webseiten in PDF-Dokumente, wurde dahingehend verbessert, dass nun Seitengrössen definiert werden können. Aus in PDF-Dokumenten selektierten Textpassagen kann neu direkt ein PDF erstellt werden – praktisch, wenn man nur einen Teil eines Dokuments benötigt. Die neue Funktion «Organizer» zeigt dem Anwender, wann welche Daten bearbeitet wurden etc. Dort können auch so genannte «Collections» erzeugt, diese per Drag & Drop mit unterschiedlichen Dokumenten gefüllt und dann zusammengefasst werden.
Die für die Windows-Plattform verfügbare und mit Acrobat 7 Professional mitgelieferte Software Adobe LiveCycle Designer ist das Werkzeug für die Herstellung von PDF-Formularen. Ähnlich einem Layoutprogramm lassen sich Eingabefelder mit oder ohne Plausibilitätsprüfung etc. zu einem Formular zusammenbauen. Automatisch werden im Hintergrund XML-Markierungen generiert. Ein Formular-Assistent vereinfacht dabei die Herstellung ab Vorlagen und ermöglicht damit auch die Rückmittlung der Daten. Zur einfacheren Erstellung solcher Formulare kann ähnlich wie bei einem Web-layoutprogramm zwischen Erstellungs-, XML- und PDF-Vorschau gewechselt werden.
Mit der Professional-Version sind nun auch Farbraumtransformationen innerhalb eines PDF-Dokuments möglich, können also RGB-Daten mittels Colormanagementprofil in CMYK separiert werden. Auch Technologien aus dem Adobe-Softwarepaket Creativ Suite haben bei Acrobat Einzug gehalten. Mit dem Ink Manager können (für die Ausgabe) Farben getauscht oder zusammengefasst werden. Neu kann ein PDF-Dokument in seinen Dimensionen vergrössert werden.
Neue Features sind u. a. die Einbettung des neuen Schriftenformats OpenType sowie ein überarbeitetes Datenprüfmodul (Preflight-Tool). Auch der vernetzten Produktion von Drucksachen trägt Acrobat 7 Rechnung, in dem es den als Job Definition Format bekannten JDF-Standard unterstützt. Nun können auf solche XML-codierte JDF-Daten zugegriffen und diese geändert werden. Somit wäre Acrobat auch eine Art «JDF-Client».
Acrobat 7Die Standard-Version von Adobe Acrobat beinhaltet die notwendigen Werkzeuge für die Erstellung und den Austausch von sicheren PDF-Dokumenten. Es lassen sich Dateien aus unterschiedlichen Anwendungen und Quellen in einem einzigen Dokument zusammenführen. Das PDF-Dokument wird damit zu einem Datencontainer.
Die Professional-Version erlaubt die Erstellung von PDFs aus Programmen wie AutoCAD oder Visio. Anwender können an Dokumentenprüfprozessen beteiligt werden; zudem lassen sich mit dem LiveCycle-Designer professionelle PDF-Formulare erzeugen. (jf)
Neben Acrobat Elements (für Unternehmen ab 100 Anwender) bietet Adobe auch unter Version 7 wieder eine Standard- (links) und eine Professional-Version.
Jürgen Franck

Richtig platziert

Media Wie wichtig eine richtige Platzierung nicht nur im Leben, sondern auch in der Werbung sein kann, hat wieder einmal eine clever geschaltete Anzeige im Spiegel bewiesen.

Media Wie wichtig eine richtige Platzierung nicht nur im Leben, sondern auch in der Werbung sein kann, hat wieder einmal eine clever geschaltete Anzeige im Spiegel bewiesen.Reporter Vaughan Smith ist beim Einsatz in einem Kriegsgebiet von einem Heckenschützen getroffen worden. Glücklicherweise ist die Kugel von einem richtig platzierten Handy in seiner Brusttasche aufgefangen worden. Was die Bibel schon in mehreren Wildwestfilmen geschafft hat, ist damit auch einem smarten Telefon als Lifestyle-Gadget in den BBC World News gelungen, wie die Anzeige beweist. Den Vogel statt den Reporter abgeschossen hat dafür ein unbekannter Mediaspezialist. Nur wenige Seiten hinter der Anzeige für das Handy mit drahtloser Verbindung zu den Schutzengeln hat er eine Werbung für ein adäquates Modell von Samsung platziert. «Ausgestattet für Erfolg», heisst die Headline in diesem Inserat. Eine der plumpesten Schlagzeilen, die man sich ausdenken kann. Und doch trifft sie den Betrachter mitten ins Herz. So durchschlagend kann nur eine richtige Mediaplanung wirken. (pan)

«Split-Screens» an 200 Kiosken

Adscreen Hat Cinecom Bildschirme an 50 Kiosken zu wenig gut vermarktet? Jedenfalls geht der Auftrag nun an IP Multimedia und P-Mediateam.

Adscreen Hat Cinecom Bildschirme an 50 Kiosken zu wenig gut vermarktet? Jedenfalls geht der Auftrag nun an IP Multimedia und P-Mediateam.Seit dem 1. Februar ist die Vermarkterin IP Multimedia (Schweiz) für ein weiteres schweizweites ScreenNetz zuständig: Es wird Swiss Kiosk genannt, es umfasst derzeit 142 Kioske und wird bis Mitte Jahr auf 200 Kioske ausgebaut – 100 davon in der Deutschschweiz, die andere Hälfte in der Romandie und im Tessin. «Swiss Kiosk passt sehr gut in unser Portfolio», freut sich Martin Schlenker, Verkaufsleiter beim IP-Bereich Adscreen. «Zudem können wir damit unsere Position als Vermarkter Nummer 1 in diesem Medium weiter ausbauen.» Da das Netz im Endausbau monatlich mindestens zwei Millionen Kontakte generieren werde, gehöre es unter den Adscreen-Angeboten zu den Top-Produkten. Kommt dazu, dass die IP ab Juni auch ein Netz von vorerst 27 Avec-Shops mit rund 520000 Besuchern pro Monat ins Angebot aufnehmen wird. «Das sind zwar separate Netze, sie lassen sich aber gut kombinieren», sagt Schlenker.Zweigeteilte VermarktungDie IP wird das Kiosknetz nicht allein vermarkten, sie ist für den nationalen Verkauf zuständig, die lokale und regionale Werbung akquiriert die Agentur P-Mediateam in Dietikon. Dieses Splitting ist neu. Bisher hatte der Netzbetreiber, der Tabakkonzern BAT Switzerland (British American Tobacco Switzerland), die Vermarktung exklusiv der Cinecom übertragen. Der Grund für den Wechsel: «Cinecom hat in den letzten eineinhalb Jahren wenig Buchungen gebracht, dabei hat das Netz ein grosses Potenzial», sagt BAT-Retail Dialogue Marketing Manager Christian Genoud. Letzteres wisse er aus eigener Erfahrung: Nicht nur die Screens seien mittlerweile bei den Kioskkunden akzeptiert, auch die Promotionen der BAT-eigenen Produkte und Brands würden sehr gut verstanden.
Screens verkaufen sich nicht gutBei der PubliGroupe-Tochter Cinecom reagiert Geschäftsführer Matthias Luchsinger gelassen. «Als BAT die Vermarktung aufsplitten wollte, verzichteten wir auf den Auftrag. Eine geteilte Vermarktung ist aufwändig und entspricht nicht unserer Philosophie», sagt er. Weiter erinnerte er daran, dass das Werbemedium Screen sich derzeit noch in der Aufbauphase befinde und deshalb generell schwierig zu verkaufen sei. Dies gelte erst recht für ein Netz, das bis vor kurzem nur 50 Kioske in der Westschweiz umfasst habe. «BAT hat zudem oft einen Ausbau in Aussicht gestellt, geschehen ist aber lange nichts», sagt er. Detailhändler Coop hingegen, für den Cinecom schweizweit Screens in mittlerweile 140 Prontoshops vermarkte, zeige sich mit den Umsätzen sehr zufrieden.
Das Screen-Konzept von BATDie schweizweit 200 Kioske, die BAT mit 17-Zoll-Bildschirmen ausstattet, sind allesamt freie Kioske, die weder zu Valora noch zu Naville gehören, aber mindestens 500 Kundenbesuche pro Tag aufweisen. BAT geht mit den Kioskbesitzern fünfjährige Partnerschaften ein: Diese stellen den Platz für den Screen und für ein breiteres BAT-Produktsortiment zur Verfügung, als Gegenleistung bietet BAT den Kiosken exklusive Promotionen, die am Verkaufspunkt zusätzlichen Umsatz generieren und somit einen Wettbewerbsvorteil für die Kioske darstellen. Auf den Screens können sämtliche Produkte beworben werden, eingeschränkt ist einzig die Tabakwerbung: Hier kommen nur BAT-Produkte zum Zug. BATs Fokus liegt auf freien Kiosken, weil es dort in der Vergangenheit mit relativ wenig Produkten präsent war. Das Screen-Netz ist für BAT also ein Instrument, mit dem das eigene Sortiment an den freien Kiosken verbreitert und dort auch gleich beworben werden kann. (mk)
Mittlerweile kommen die Screens bei den Kioskkunden gut an.
Markus Knöpfli

Zwei Marketingvereine unter einem Dach

Verbände Aus VML und Wemar wird Komma.

Verbände Aus VML und Wemar wird Komma.Die 1977 gegründete Wemar, Fachvereinigung für Marketing-Kommunikation im Business-to-Business-Bereich, und die seit 1983 bestehende Vereinigung der Marketingleiter (VML) haben sich Anfang Januar zusammengeschlossen. Sie bilden neu die Fachvereinigung Kommunikation + Marketing (Komma) mit rund 100 Mitgliedern. Präsident ist Josef Hugentobler, der bisher die Wemar leitete. Komma will laut Communiqué in der deutschen Schweiz eine «qualitative Nischenposition» mit fachlich und gesellschaftlich orientierten Anlässen einnehmen.

Pirelli platziert sich auf FCB-Trikot

Sponsoring II Der Reifenhersteller Pirelli Tyre (Europe) ist ab sofort offizieller Premium-Partner des FC Basel. Über die finanziellen Details machten die beiden Partner keine Angaben.

Sponsoring II Der Reifenhersteller Pirelli Tyre (Europe) ist ab sofort offizieller Premium-Partner des FC Basel. Über die finanziellen Details machten die beiden Partner keine Angaben.Sponsoring II Der Reifenhersteller Pirelli Tyre (Europe) ist ab sofort offizieller Premium-Partner des FC Basel. Über die finanziellen Details machten die beiden Partner keine Angaben. Der Vertrag läuft über ein Jahr und enthält eine Option für zwei zusätzliche Jahre. Das Pirelli-Logo wird auf dem Rücken des FCB-Shirts platziert. Damit gewinnt der FCB einen dritten Trikotsponsor neben dem Autoimporteur Asag/Amag und dem Basler Pharmakonzern Novartis.

Euro RSCG und Exxtra als Mobius-Gewinner

Awards Zwei Schweizer Agenturen haben am amerikanischen Kreativwettbewerb Mobius Awards je ein Second Place Certificate erhalten.

Awards Zwei Schweizer Agenturen haben am amerikanischen Kreativwettbewerb Mobius Awards je ein Second Place Certificate erhalten.Awards Zwei Schweizer Agenturen haben am amerikanischen Kreativwettbewerb Mobius Awards je ein Second Place Certificate erhalten. Exxtra gewann mit dem Fernsehspot «Worth a Sin» für die Migros-eigene Glacémarke Crème d’Or. Euro RSCG wurde für die Kampagne von Free Tibet mit den Sujets «The Scream», «Red Staples» und «Medal» mit einer Auszeichnung bedacht. Insgesamt wurden an den 34. Mobius Awards 90 goldene Statuetten und 77 Second Place Certificates verliehen. 5200 Arbeiten aus 34 Ländern hatten sich um einen der begehrten Preise beworben.
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