Cablecom darf Info-Kanal ausbauen

Politik Der Bundesrat hat der Cablecomeine Konzession für den Ausbau des Informationskanals in der Deutschschweiz und im Tessin erteilt.

Politik Der Bundesrat hat der Cablecomeine Konzession für den Ausbau des Informationskanals in der Deutschschweiz und im Tessin erteilt.Politik Der Bundesrat hat der Cablecom eine Konzession für den Ausbau des Informationskanals in der Deutschschweiz und im Tessin erteilt. Cablecom will künftig touristische Informationen, Hinweise auf kulturelle Veranstaltungen, Landschaftsbilder, Wetter- und Fahrplaninformationen sowie Hinweise zum eigenen Kabelprogramm ausstrahlen. Die Konzession ist strikt auf diese Inhalte beschränkt, um der dominanten Position der Cablecom als Programmverbreiterin Rechnung zu tragen und Wettbewerbsverzerrungen auszuschliessen

Lammoth führt Dialog für Sony

Unterhaltungselektronik Der japanische Konzern Sony will direkter an die Schweizer Kunden herankommen.

Unterhaltungselektronik Der japanische Konzern Sony will direkter an die Schweizer Kunden herankommen.Für den Einstieg ins Dialogmarketing hat Sony Overseas in Schlieren die St. Galler Agentur Lammoth Mailkonzept als Partner ausgewählt. Gestartet wird noch im März mit einem Mailing für Sony-Projektoren in der deutschen und der französischen Schweiz, das B-to-B-Kunden zu den Sony-Händlern manövrieren soll.

TeleTell zeigt Immobilien

TV Der Zentralschweizer Sender TeleTell hat die wöchentliche Kurzsendung «Immobilien-Tipp» lanciert. In drei Minuten werden zum Verkauf stehende Objekte vorgestellt.

TV Der Zentralschweizer Sender TeleTell hat die wöchentliche Kurzsendung «Immobilien-Tipp» lanciert. In drei Minuten werden zum Verkauf stehende Objekte vorgestellt.Weitere Informationen gibts via Teletext und auf der Website ImmoMarktZentralschweiz.ch, welche die sechs Innerschweizer Kantonalbanken betreiben. Als weitere Partner treten mehrere Immobilienfirmen der Region auf.

Publisuisse dürstet nach mehr Glotze

AdScreen Vermarktet Publisuisse neben TV-Bildschirmen zu Hause schon bald auch Screens an Kiosken?

AdScreen Vermarktet Publisuisse neben TV-Bildschirmen zu Hause schon bald auch Screens an Kiosken?Gehts nach dem Ständerat, muss die SRG mehr Gebühren-Millionen an private Anbieter abtreten als von Bundes- und Nationalrat vorgesehen. Kein Wunder, schaut sie sich nach neuen Einnahmequellen um. Eine Möglichkeit wäre ein Ausweiten der Tätigkeit von Publisuisse. Tatsächlich denkt man bei der SRG-Werbevermarkterin «über neue Geschäftsfelder nach», so deren Kommunikationsleiter Peter Kaufmann.Zu einem solchen Geschäftsfeld könnten schon bald Bildschirme an Kiosken werden. Fest steht: Der Pressegrossist Naville, der in der Romandie 200 Verkaufsstellen betreibt, das Westschweizer Fernsehen TSR und Publisuisse arbeiten zusammen an einem Projekt. Vorgesehen ist offenbar, dass Naville seine Kioske mit Screens ausrüstet, TSR diese mit Content beliefert und Publisuisse für Werbung besorgt ist – womöglich crossmedial mit TV.
Kaufmann bestätigt, dass derzeit ein gemeinsames Projekt getestet werde. «Ob es aber für uns zu einem zusätzlichen Standbein wird, ist noch nicht entschieden», sagt er. Über weitere Infos verfügt er nicht, alle zuständigen Personen sind in den Ferien. Bei Naville wird das Projekt indirekt bestätigt: Man verweist auf die TSR-Pressestelle. Dort aber ist die zuständige Person nicht erreichbar.
Eine Firma, die letztes Jahr mit der Screen-Vermarktung immerhin 3,4 Millionen Franken Nettoumsatz erwirtschaftete (siehe Seite 18) und seit kurzem ein Screen-Netz an freien Kiosken der Deutsch- und Westschweiz anbietet (WW 7/05), ist die Goldbach Media AG. Was sagt man dort zur möglichen neuen und mächtigen Konkurrentin? Goldbach-CEO Klaus Kappeler gibt sich gelassen: «Wir freuen uns über jeden Mitbewerber. Das belebt den Markt.» Im Übrigen sei er es gewohnt, dass Goldbach Media häufig der Innovator und Publisuisse der Kopierer sei.
(mk)

Hersant greift Edipresse bei der Weko an

Verlage Die Hersant-Gruppe beklagt sich bei der Wettbewerbskommission (Weko) über die Konkurrentin Edipresse.

Verlage Die Hersant-Gruppe beklagt sich bei der Wettbewerbskommission (Weko) über die Konkurrentin Edipresse.Diese verstosse gegen die Auflagen, welche die Weko zur Übernahme der Corbaz-Gruppe Ende 2002 gemacht habe, zitiert La Liberté aus einem Brief von Hersant. Ers-tens habe Edipresse ihren Stimmenanteil an der Walliser Rhône Média nach wie vor nicht unter 33 Prozent gesenkt. Zweitens habe es mit der Schaffung des Senderverbunds Vaud-TV die Verpflichtung gebrochen, keine Kontrolle über den Lokalsender Ici-TV anzustreben. Hersant sieht damit Anlass zum Widerruf der Übernahme-Genehmigung.

Zukunftsträchtige Magazine helfen, Kunden zu gewinnen

Corporate Publishing ist wichtiger Bestandteil des Instrumentenmix einer guten und erfolgreichen Unternehmenskommunikation.

Corporate Publishing ist wichtiger Bestandteil des Instrumentenmix einer guten und erfolgreichen Unternehmenskommunikation. Das professionell gemachte Kundenmagazin ist das kommunikative Flaggschiff des Unternehmens, es unterstützt die Strategie durch gezieltes Themen-Setting, und es trägt durch hohe Glaubwürdigkeit zum Reputationsgewinn bei. Corporate Publisher erzählen Geschichten, illustrieren und texten diese entlang einer magazinjournalistischen Dramaturgie. Starke Marken wie Harley Davidson, Ovomaltine oder Twinings leben von Geschichten. Und ein Kundenmagazin zahlt sich für die Pflege bisheriger und zur Gewinnung neuer Kunden aus, wie der Vertriebsleiter eines deutschen Unternehmens vorrechnet: Ein Magazin kostet 8 Euro, während für einen Besuch eines Aussendienstmitarbeiters mit ungefähr 800 Euro zu rechnen ist.Chancen der KommunikationDie Unternehmen erkennen die Vorteile des Corporate Publishing immer deutlicher. Die Vielfalt der genutzten Medien wird zunehmend grösser. Die Analyse von Zielgruppenpotenzialen führt zu neuen, anspruchsvollen Hybridmedien. Dazu zählen Magaloge, also magazinartig aufgemachte Kataloge im Consumer Business, oder Newsmags, ein Konstrukt aus Newsletter und Magazin für Entscheidungsträger, oder publizistisch aufbereitete Geschäftsberichte, die mit authentischen Reportagen von wichtigen Firmenmeetings berichten.
Qualität ist gefragtDie stetig wachsende Bedeutung hochwertiger Medien für die Wirtschaft erfordert einen Dienstleister-Support auf höchster Qualitätsstufe. Das Forum Corporate Publishing, 1999 gegründet, ist eine moderne Marketing- und Dienstleistungsplattform für professionelle Anbieter rund um das Corporate Publishing. Ziel des Verbandes ist die wirtschaftliche, berufliche und politische Förderung seiner Mitglieder, beispielsweise mit Lehrgängen wie Dipl. Corporate Publisher in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Textakademie und SPRI, mit Awards wie Best of Corporate Publishing oder mit Studienbooklets.
Die grösste Baustelle ist die interne Kommunikation Im Frühjahr 2005 wird TNS Emnid eine neue Studie zur Inhouse Communication in Deutschland publizieren. So viel vorab: 93 Prozent der Entscheidungsträger beurteilen die interne Kommunikation als die grösste Baustelle. Die Potenziale bei Unternehmenspublikationen sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft, wenn es gelingt, eine echte Vernetzung zwischen den Mitarbeitenden zu schaffen (nicht nur Print-Online, sondern Stichworte wie national/ international, zentral/dezentral, standardisiert/individualisiert, top down/bottom up etc.). (bs)
Forum Corporate Publishing (FCP)14 führende Mediendienstleister aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben im Mai 1999 das Forum Corporate Publishing gegründet, um erstmals im deutschsprachigen Raum eine Interessengemeinschaft für dieses Aufgabenfeld zu schaffen. Das Forum avancierte zum grössten Verband dieser Mediendisziplin in Europa. Das FCP ist kompetente Marketingplattform für professionelle Dienstleister. Der Zweck des Verbandes besteht in der wirtschaftlichen, beruflichen und politischen Förderung der Mitglieder und dem Imageaufbau einer zukunftsträchtigen Medienbranche. (bs)
Geschichten machen Marken: Steven Twining vertritt das Teehaus Twinings in zehnter Generation. Im Kundenmagazin Contact verrät er
die kleinen Tricks für eine perfekte Tasse Tee.
Beat Schaller

Beratung für Personalmanagement

Imagebroschüren Mit dem Zusammenschluss der Wilhelm Gruppe und der DMS Consulting Group vor zwei Jahren ist in der Schweiz ein einzigartiges Beratungsunternehmen für das Personalmanagement entstanden.

Imagebroschüren Mit dem Zusammenschluss der Wilhelm Gruppe und der DMS Consulting Group vor zwei Jahren ist in der Schweiz ein einzigartiges Beratungsunternehmen für das Personalmanagement entstanden.«Perfekt ineinander greifende Dienstleistungen, unabhängig und doch aus einer Hand: Die Wilhelm-DMS-Gruppe», heisst es in der Werbung. Diese ist jetzt neu von der Zürcher Art & Work, – Communication, Design, Coaching – realisiert worden. Die Bildsprache für die Dienstleistungsbroschüren stammen vom deutschen Künstler Per Singer, der sich seit Jahren intensiv mit den Themen Kommunikation und Technik auseinander setzt.

JobChange

verstärkt ihr Kreativteam mit drei neuen Art Directors. Robert Köhler stösst von Sulzer Sutter zur Berner Werbeagentur.

verstärkt ihr Kreativteam mit drei neuen Art Directors. Robert Köhler stösst von Sulzer Sutter zur Berner Werbeagentur.Contexta Christian Bircher war zuletzt für das Büro Reinhold tätig. Frederick Rossmann kommt von JWT + Hostettler + Fabrikant….
Seit Anfang März leitet Gründer und Verwaltungsratspräsident
Andreas Auerbach die Geschäfte von Voice Publishing. Der bisherige Geschäftsführer, Jürg Wildberger (Bild), reduziert sein Pensum, bleibt aber Aktionär und Verwaltungsrat und wird künftig einige Mandate für das Unternehmen betreuen. Daneben widmet er sich vermehrt seiner
eigenen Firma Media W.
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Das Luzerner Kulturmagazin hat Beat Reichenbach (Bild) als Verlagsleiter engagiert. Reichenbach war unter anderem als Leiter
Regionalausgaben und Wochenblätter bei der Neuen Luzerner Zeitung tätig, bevor er vergangenen Sommer die Schwingerzeitung «Schlussgang» lancierte.
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Patricia Vanek wechselt als Head of Electronic Media & Research zur Aegis Media Group Switzerland. Sie tritt die neu geschaffene Stelle per sofort an. Vanek war zuletzt für den Privatsender U1 TV tätig. Davor wirkte sie als Verantwortliche für Media Research bei TV 3 und als Head of Planning Radio/TV bei IP Multimedia (Schweiz).
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Seit 1. März ist Iris Isenschmid (Bild) neue Leiterin Unternehmens- und Marketingkommunikation bei Energie Wasser Luzern (EWL). Isenschmid war zuvor unter anderem für Wirz und Migros sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftskommunikation der HSW Luzern tätig.
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Cécile Wolfsteiner übernimmt die neu geschaffene Stelle des Product Managers Sales bei Ringier-TV. Sie arbeitete bisher als Sales und Account Manager für das Unternehmen.
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Arno B. Gähwiler hat die Leitung des Verkaufs bei Westiform Schweiz übernommen. Er erhält den Rang eines Vizedirektors bei der Unternehmensgruppe für visuelle Kommunikation. Gähwiler war zuvor 15 Jahre lang als Aktionär, Verwaltungsrats- und Geschäftsleitungsmitglied beim Konkurrenten Litex Neon tätig.

Jede zweite Week ein Musik-Special

Presse 20 Minuten Week schluckt das Good News Magazin.

Presse 20 Minuten Week schluckt das Good News Magazin.Der Konzertveranstalter Good News gibt sein Magazin auf. Die bisherige Erscheinungsweise (zehnmal jährlich) genüge angesichts der Geschwindigkeit der elektronischen Medien nicht mehr, schreibt Geschäftsführer André Béchir im Editorial der aktuellen Ausgabe. Da die Kosten für eine Frequenzsteigerung enorm seien, habe man einen Partner gesucht und in 20 Minuten Week gefunden. Die Abonnenten des Good News Magazins sollen ab 31. März alle 14 Tage 20 Minuten Week erhalten, in welches Teile des Magazins integriert würden. 20-Minuten-Geschäftsführer Rolf Bollmann bestätigt, dass die Kooperation in den Grundzügen vereinbart sei. Einzelheiten wie etwa der Starttermin stünden aber noch nicht definitiv fest, sagte er der Werbewoche. Laut Bollmann verschwindet sowohl das Good News Magazin als eigenes Produkt wie auch die Kurzfassung, die bisher monatlich in die Tagesausgabe von 20 Minuten eingebunden wurde. Stattdessen erscheint 20 Minuten Week künftig alle zwei Wochen als Musik-Special. Der Inhalt werde komplett bei 20 Minuten produziert, betont Bollmann. Good News liefere nur Informationen.
20 Minuten Week kann damit die Auflage von 60000 auf 90000 Exemplare steigern und wird erstmals auch im Abonnement verteilt. Die Anzeigentarife sollen entsprechend erhöht werden. Voraussichtlich übernimmt Ringier den Druck von 20 Minuten Week von der AZ Medien Gruppe. Das Zürcher Medienhaus ist mit 44 Prozent an Good News beteiligt. Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.
(sm)

105 verabschiedet sich aus Privatradio-Verband

Radio Der Jugendkabelsender Radio 105 tritt per sofort aus dem Verband Schweizer Privatradios (VSP) aus.

Radio Der Jugendkabelsender Radio 105 tritt per sofort aus dem Verband Schweizer Privatradios (VSP) aus.Der VSP habe mehrmals gezielt gegen eine UKW-Verbreitung von Radio 105 gearbeitet, heisst es in einem Communiqué. Er betreibe eine protektionistische und rückwärtsorientierte Politik, die darauf abziele, den Besitzstand vieler Lokalradios zu wahren. Der VSP weist die Vorwürfe zurück und kontert, Radio 105 habe im Verband selten die Mitarbeit gesucht, sondern lieber mit teils kontraproduktiven Mediencommuniqués operiert.

Von der Print-Pflicht zur Web-Kür

Tageszeitungen Droht auch bei Kursseiten und Börseninseraten eine Abwanderung ins Internet? Die Folgen wären verheerend – speziell für die NZZ.

Tageszeitungen Droht auch bei Kursseiten und Börseninseraten eine Abwanderung ins Internet? Die Folgen wären verheerend – speziell für die NZZ.In den guten alten Analogzeiten firmierte die NZZ noch als «Pflichtblatt» des Schweizer Wertpapierhandels – börsenrechtlich wie auch im eigenen Zeitungskopf. Mit der Einführung des elektronischen Handels an der Zürcher Börse vor zehn Jahren verfiel dieser Sonderstatus. Was hingegen blieb, war zum einen die Publikationspflicht börsenkotierter Unternehmen – Stichwort Kotierungsinserate – und die täglichen (Schluss-)Kursseiten im Wirtschaftsteil der Tagespresse.Zählt man Letztere an einem beliebigen Werktag aus, so kommt man bei einer Regionalzeitung im Schnitt auf maximal zwei, beim Tages-Anzeiger schon auf drei bis vier und bei der NZZ gar auf stolze 11 bis 13 Seiten. Anders als im Rubrikenmarkt würde eine Verlagerung dieses Segments ins Internet das Zentralorgan der Schweizer Wirtschaft also mit Abstand am härtesten treffen.
Kalkulierbares KlumpenrisikoNZZ-Verlagsleiter Tobias Trevisan räumt denn auch «ein kalkulierbares Klumpenrisiko» ein. Das gelte jedoch nur für die täglich etwa vier, oben rechts diskret als solche gekennzeichneten Fondsanzeigenseiten. Diese werden von den inserierenden Banken monatlich pro Zeile bezahlt und kosten die Auftraggeber laut Trevisan unterm Strich etwa gleichviel wie reguläre ganzseitige Anzeigen.
Bei den übrigen durchschnittlich acht regulären Kursseiten handelt es sich um einen redaktionellen Leserservice, den die NZZ beim Finanzinformationsdienst von Telekurs Financial (TKF) bezieht. Wie stark eine solche vorselektionierte und -formatierte Seite das Redaktionsbudget belastet, kann oder will Trevisan nicht beziffern. Auch TKF, der neben Reuters und Bloomberg dritte Player auf diesem intransparenten Markt, hüllt sich diesbezüglich in Schweigen (siehe Kasten). Ein Blick auf die Schweizer Kundenliste wird gewährt: Darauf stehen neben einigen Regionalzeitungen auch die Tamedia-Titel 20 Minuten und Finanz & Wirtschaft, nicht aber der Tagi.
Für Derivate reicht online bereitsIm Gegensatz zu seinen Mitbewerbern bietet Telekurs bis dato bloss Print-, aber keine Internet-Daten. Kein Wunder hebt TKS-Verkaufsleiter Peter Wanner die im Vergleich zum digitalen Echtzeit-Medium «bessere Übersichtlichkeit und Handlichkeit gedruckter Börsenseiten» hervor. Auch Trevisan betont, dass Internet-Finanzdienste nicht (die von den Kontrollbehörden nach wie vor geforderten) archivierbare Rückblicke auf einen Börsentag, sondern lediglich Momentaufnahmen des aktuellen Handelsgeschehens liefern. Diese seien wohl für
aktive Börsenteilnehmer, nicht aber fürs breite Publikum interessant.
Ein Trend jedoch weist definitiv Richtung Internet: So hat die Zulassungsstelle des Swiss Exchange (SWX) vergangenen Herbst die immer zahlreicheren Emittenten von Derivaten, Bonds und anderen schnelllebigen Wertpapieren von der Publikationspflicht in Zeitungen befreit. SWX-Sprecher Werner Vogt hält es für «nicht unwahrscheinlich», dass als Nächstes nachhaltigere Finanzinstrumente und irgendwann gar Kotierungsinserate nur mehr elektronisch publiziert werden müssen. Für die Schweizer Verlage mit überregionalen Tages- und Wirtschaftszeitungen würde eine solche Elektronisierung nicht nur millionenschwere Verluste, sondern auch einen weiteren Bedeutungsverlust bedeuten. Schwierig zu sagen, was schwerer wiegen würde für NZZ & Co.
«Quote Publisher»Als global operierender Finanzinformationsdienstleister mit Schweizer Wurzeln glaubt Telekurs Financial (TKF) an die Zukunft von Börsenseiten in der Presse. Davon zeugt das in Kooperation mit der NZZ von der Bieler Telekurs-Tochter Rolotec entwickelte Content-Management-System «Quote Publisher». Dieses Software-Paket automatisiert die unter immensem Zeit- und Präzisionsdruck stehende Produktion von Börsenseiten und liest die Finanzdaten – zum Beispiel Schlusskurse, Höchst- und Tiefstkurse, Volumenangaben, aber auch gerechnete Werte wie Marktkapitalisierung – direkt ins jeweilige Satzsystem ein.
Der «Quote Publisher» informiert die abonnierten Wirtschaftsredaktionen zudem laufend über alle wichtigen Börsennews und -trends. Die zeitungsinterne Handarbeit beschränkt sich auf die Auswahl der Titel und Börsenplätze sowie die Einfügung allfälliger Inserate in die Börsenseiten. Die Kosten dieses Service differieren laut TKF-Verkaufsleiter Peter Wanner je nach Lieferumfang, technischem Aufwand und Vertragslaufzeit sehr stark. (oc)
Aktienkurse als Leserservice, Fondsanzeigenseiten und Emmisionsinserate als Einnahmequellen: Letztere geraten zunehmend unter Druck.
Oliver Classen

Aktiendeal bei Jean Frey

Verlage Gerhart Isler, ehemals Verleger der Finanz und Wirtschaft, ist mit 32 Prozent bei Jean Frey eingestiegen. Er hat unter anderem den Anteil von FDP-Nationalrat Peter Weigelt übernommen.

Verlage Gerhart Isler, ehemals Verleger der Finanz und Wirtschaft, ist mit 32 Prozent bei Jean Frey eingestiegen. Er hat unter anderem den Anteil von FDP-Nationalrat Peter Weigelt übernommen.Tito Tettamanti hat seine Beteiligung am Zürcher Verlagshaus von 25 auf 32 Prozent aufgestockt. 10 Prozent hält weiterhin Konzernanwalt Martin Wagner, der als neuer VR-Präsident Adriano Agosti ablösen soll. Charles von Graffenried und Peter Kleiner treten ebenfalls aus dem VR zurück. Wirtschaftsanwalt Ulrich Kohli soll neuer Vizepräsident werden, Filippo Leutenegger VR-Delegierter.
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