Gut gebrüllt, Nilpferd
Fundraising Publicis hat für den Zoo Zürich in die Trickkiste von Pariser Staranimatoren gegriffen.
Fundraising Publicis hat für den Zoo Zürich in die Trickkiste von Pariser Staranimatoren gegriffen.
Er gilt als König der Tierwelt. Im Zoo muss er aber vielerorts wie ein Schwerverbrecher hinter Gittern darben. Das soll sich ändern. Der Zürcher Zoo hat sich zu seinem 75-jährigen Bestehen im letzten Jahr eine angepasstere Stallung für die edlen Raubkatzen gewünscht. Ein Staraufgebot engagiert sich seither für das neue Löwengehege. Und wenn eine Agentur einen Löwenkopf in ihrem Logo hat, will sie bei dieser Jagd nach Geldern für die Löwen natürlich an vorderster Stelle mitwirken. Die Zürcher Agentur Publicis hat beim Pariser Studio Mac Guff Line einen Trickfilm produzieren lassen. Dieser soll dafür sorgen, dass die nötigen 7,5 Millionen Franken für das Gehege schneller zusammenkommen. Den beiden Filmfiguren hat der über die Schweizer Grenzen hinaus erfolgreiche Musiker Marc Sway seine Stimme geliehen.
Die Hauptdarsteller im Trickfilm sind Pat und Stanley, ein Nilpferd und ein Hund. Für den guten Zweck legen die beiden eine Gesangs- und Tanzeinlage à la «The Lions King» hin. Sie intonieren aus voller Brust «In the town, the nice Swiss town, the lion needs your help». Zum Schluss erscheint die Schrift: «Wir singen für das neue Löwengehege. Helfen auch Sie: PC-80-804-4.»
Der TV- und Kinospot wird im Zoo bei einer Gala zum Spatenstich der neuen Löwenanlage am 30. März auf Grossleinwand gezeigt, live begleitet von Marc Sway. Dann ist der Film in diversen Schweizer Kinos zu sehen und wird auf TeleZüri und Star TV ausgestrahlt.
Der Indische Löwe ist bedroht Wer spendet, verhilft Indischen Löwen zu mehr Lebensqualität. Mit 200 Franken wird man in Tages-Anzeiger und Zürichsee-Zeitung erwähnt. Ab 1000 Franken gibt es zusätzlich eine Einladung zur Eröffnung der Anlage. Wem die Löwen 10000 Franken wert sind, soll auf einer Donatorentafel in der neuen Anlage verewigt werden.
In diese kommt ein Löwe, der seit 1991 in Zürich lebt. Damals ist Baghirat als Geschenk der indischen Regierung zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft gekommen.
In seiner alten Heimat bewohnten Löwen ursprünglich ein grosses Verbreitungsgebiet, das sich von der arabischen Halbinsel, Palästina, Mesopotamien, Kleinasien bis nach Vorderasien erstreckte. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde diese Löwenart durch die Jagd immer mehr nach Osten zurückgedrängt.
Um dem Aussterben der Indischen Löwen entgegenzutreten, arbeiten die indischen Naturschutzbehörden eng mit den zoologischen Gärten zusammen. Seit 1991 hat sich der Bestand im Erhaltungszuchtprogramm in Europa auf 80 vermehrt. Dieses internationale Erhaltungszuchtprogramm in zoologischen Gärten ist damit zu einem wesentlichen Teil der Erhaltung dieser seltenen Löwen geworden.
Moderne Zoos sehen sich als Naturschutzzentren und haben gemeinsam eine Welt-Zoo-Naturschutzstrategie formuliert, die von der Internationalen Naturschutz-Union mitgetragen wird. Die vom Zoo Zürich 1992 formulierte Strategie stützt sich darauf und wird den Zoo Zürich zu einem der modernsten Zoos der Welt machen. Ein Kernstück ist der Masoala-Regenwald. Ein attraktives Naturerlebnis mit Tieren und Pflanzen im Mittelpunkt soll die Herzen der Besucher erobern. In Zürich sind rund 2000 Tiere in über 260 Arten zu sehen.
Stars für den KingDie 3-D-Animation für den Sammelspot zum Löwengehege wurde von Pierre Coffin und Jacques Bled vom international renommierten Produktionsstudio Mac Guff Ligne realisiert. Mac Guff Ligne wurde 1986 in Paris gegründet und sorgte mit einer 40-teiligen Miniserie auf MTV und später mit einem Musikvideo für Neneh Cherry für Aufsehen. Heute produziert Mac Guff Ligne Animationen für Werbeagenturen in der ganzen Welt wie BBC in England, Snickers in Russland, Mercedes in den USA oder Nissan in Japan.
Auch die Stimme von Pat und Stanley ist hitverdächtig: Sie gehört dem Zürcher Popstar Marc Sway. Der Sohn eines Schweizers und einer
Brasilianerin wurde vor drei Jahren von BMG München entdeckt. Letztes Jahr eroberte die Debüt-Single «Natural High» in kürzester Zeit die deutschen Airplaycharts.
Der Zoo-Song wurde von Renzo Selmi komponiert und im Zürcher Tonstudio Selmi aufgenommen. (pan)
Spass mit ernsthaftem Hintergrund: Ein Nildpferd und ein Hund trommeln im Duett Geld für das neue Löwengehege im Zoo Zürich zusammen.
Brustton der Überzeugung: Marc Sway beim Vertonen des originellen Benefiz-Spots.
Andreas Panzeri
Er gilt als König der Tierwelt. Im Zoo muss er aber vielerorts wie ein Schwerverbrecher hinter Gittern darben. Das soll sich ändern. Der Zürcher Zoo hat sich zu seinem 75-jährigen Bestehen im letzten Jahr eine angepasstere Stallung für die edlen Raubkatzen gewünscht. Ein Staraufgebot engagiert sich seither für das neue Löwengehege. Und wenn eine Agentur einen Löwenkopf in ihrem Logo hat, will sie bei dieser Jagd nach Geldern für die Löwen natürlich an vorderster Stelle mitwirken. Die Zürcher Agentur Publicis hat beim Pariser Studio Mac Guff Line einen Trickfilm produzieren lassen. Dieser soll dafür sorgen, dass die nötigen 7,5 Millionen Franken für das Gehege schneller zusammenkommen. Den beiden Filmfiguren hat der über die Schweizer Grenzen hinaus erfolgreiche Musiker Marc Sway seine Stimme geliehen.
Die Hauptdarsteller im Trickfilm sind Pat und Stanley, ein Nilpferd und ein Hund. Für den guten Zweck legen die beiden eine Gesangs- und Tanzeinlage à la «The Lions King» hin. Sie intonieren aus voller Brust «In the town, the nice Swiss town, the lion needs your help». Zum Schluss erscheint die Schrift: «Wir singen für das neue Löwengehege. Helfen auch Sie: PC-80-804-4.»
Der TV- und Kinospot wird im Zoo bei einer Gala zum Spatenstich der neuen Löwenanlage am 30. März auf Grossleinwand gezeigt, live begleitet von Marc Sway. Dann ist der Film in diversen Schweizer Kinos zu sehen und wird auf TeleZüri und Star TV ausgestrahlt.
Der Indische Löwe ist bedroht Wer spendet, verhilft Indischen Löwen zu mehr Lebensqualität. Mit 200 Franken wird man in Tages-Anzeiger und Zürichsee-Zeitung erwähnt. Ab 1000 Franken gibt es zusätzlich eine Einladung zur Eröffnung der Anlage. Wem die Löwen 10000 Franken wert sind, soll auf einer Donatorentafel in der neuen Anlage verewigt werden.
In diese kommt ein Löwe, der seit 1991 in Zürich lebt. Damals ist Baghirat als Geschenk der indischen Regierung zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft gekommen.
In seiner alten Heimat bewohnten Löwen ursprünglich ein grosses Verbreitungsgebiet, das sich von der arabischen Halbinsel, Palästina, Mesopotamien, Kleinasien bis nach Vorderasien erstreckte. Im Verlauf der Jahrhunderte wurde diese Löwenart durch die Jagd immer mehr nach Osten zurückgedrängt.
Um dem Aussterben der Indischen Löwen entgegenzutreten, arbeiten die indischen Naturschutzbehörden eng mit den zoologischen Gärten zusammen. Seit 1991 hat sich der Bestand im Erhaltungszuchtprogramm in Europa auf 80 vermehrt. Dieses internationale Erhaltungszuchtprogramm in zoologischen Gärten ist damit zu einem wesentlichen Teil der Erhaltung dieser seltenen Löwen geworden.
Moderne Zoos sehen sich als Naturschutzzentren und haben gemeinsam eine Welt-Zoo-Naturschutzstrategie formuliert, die von der Internationalen Naturschutz-Union mitgetragen wird. Die vom Zoo Zürich 1992 formulierte Strategie stützt sich darauf und wird den Zoo Zürich zu einem der modernsten Zoos der Welt machen. Ein Kernstück ist der Masoala-Regenwald. Ein attraktives Naturerlebnis mit Tieren und Pflanzen im Mittelpunkt soll die Herzen der Besucher erobern. In Zürich sind rund 2000 Tiere in über 260 Arten zu sehen.
Stars für den KingDie 3-D-Animation für den Sammelspot zum Löwengehege wurde von Pierre Coffin und Jacques Bled vom international renommierten Produktionsstudio Mac Guff Ligne realisiert. Mac Guff Ligne wurde 1986 in Paris gegründet und sorgte mit einer 40-teiligen Miniserie auf MTV und später mit einem Musikvideo für Neneh Cherry für Aufsehen. Heute produziert Mac Guff Ligne Animationen für Werbeagenturen in der ganzen Welt wie BBC in England, Snickers in Russland, Mercedes in den USA oder Nissan in Japan.
Auch die Stimme von Pat und Stanley ist hitverdächtig: Sie gehört dem Zürcher Popstar Marc Sway. Der Sohn eines Schweizers und einer
Brasilianerin wurde vor drei Jahren von BMG München entdeckt. Letztes Jahr eroberte die Debüt-Single «Natural High» in kürzester Zeit die deutschen Airplaycharts.
Der Zoo-Song wurde von Renzo Selmi komponiert und im Zürcher Tonstudio Selmi aufgenommen. (pan)
Spass mit ernsthaftem Hintergrund: Ein Nildpferd und ein Hund trommeln im Duett Geld für das neue Löwengehege im Zoo Zürich zusammen.
Brustton der Überzeugung: Marc Sway beim Vertonen des originellen Benefiz-Spots.
Andreas Panzeri
