Scanner und Dokumentenmanager

Multifunktion Der neue HP Scanjet 7650 zeigt, wie einfach und effizient professionelles Dokumentenmanagement sein kann:

Multifunktion Der neue HP Scanjet 7650 zeigt, wie einfach und effizient professionelles Dokumentenmanagement sein kann:Er bietet schnellen elektronischen Zugriff auf Informationen, geringe Aufbewahrungskosten und über die mitgelieferte Bildbearbeitungssoftware die Möglichkeit, professionelle Präsentationen zu erstellen. Mit dem schnellen Flachbettscanner (12 DIN-A4-Seiten in Farbe oder Schwarzweiss pro Minute) können selbst unhandliche Vorlagen wie dicke Bücher oder grosse Ordner problemlos gescannt werden – mit einer automatischen 50-Blatt-Duplex-Dokumentenzuführung auch unbeaufsichtigt. www.hp.ch

Kundenbetreuung von Multicolor Print verstärkt

Service Seit Anfang März arbeitet Roman Flecklin als Key Account Manager beim Baarer Druckunternehmen Multicolor Print.

Service Seit Anfang März arbeitet Roman Flecklin als Key Account Manager beim Baarer Druckunternehmen Multicolor Print.Er betreut den Kundenkreis der Region Zürich. Flecklin bringt Know-how als Schriftsetzer und Kundenberater im Innen- und Aussendienst mit. Zuletzt war er Leiter Verkauf/Marketing bei EDP-Services, einem Anbieter von Standard-Software in der Verlagsbranche. www.multicolorprint.ch

Wellnesshotels, Wein, Museen und Rauchspeck unter einem Dach

Tourismus Die erfolgreiche italienische Tourismusregion Südtirol bündelt ihr vielfältiges Angebot unter einer Dachmarke. Sie kennzeichnet nicht nur Ferienorte, Hotels, Museen und Seilbahnen, sondern auch zahlreiche Landwirtschaftsprodukte.

Tourismus Die erfolgreiche italienische Tourismusregion Südtirol bündelt ihr vielfältiges Angebot unter einer Dachmarke. Sie kennzeichnet nicht nur Ferienorte, Hotels, Museen und Seilbahnen, sondern auch zahlreiche Landwirtschaftsprodukte. «Südtirol – Land der Gegensätze und der Vielfalt. Kaum eine Region Europas zeigt sich so abwechslungsreich wie der Landstrich zwischen Brenner und Salurn», heisst es selbstbewusst in einem PR-Text der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG). Die Promotoren der norditalienischen Provinz leisten dermassen gute Arbeit, dass manche Zeitgenossen glauben, das Südtirol sei ein eigener Staat. Die Kulturlandschaft mit den schroffen Dolomiten, den romantischen Schlössern und mediterran nach Ginster riechenden Städten Bozen und Meran ist eine äusserst erfolgreiche Ferienregion. Jährlich reisen vier Millionen Gäste in diesen mit Kultur durchwirkten Obstgarten, die Hotels verzeichnen 20 Millionen Logiernächte. Dabei hatte das Südtirol lange keine guten Karten. Bis 1918 gehörte die damals überwiegend deutschsprachige Region zur österreichischen Monarchie, nach dem Ersten Weltkrieg fiel der grösste Teil an Italien; durch Einwanderung wuchs der italienische Bevölkerungsanteil rasch. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt das Südtirol als nach Unabhängigkeit strebende Unruheprovinz, wo die Aktivisten Hochspannungsmasten und Polizeiposten sprengten. Nach schweren politischen Auseinandersetzungen trat ein Autonomiestatut in Kraft, welches die Gleichberechtigung der deutschen und der italienischen Sprache garantierte. Mittlerweile leben die Sprachgruppen gut zusammen, und das Südtirol gehört zu den prosperierendsten Regionen Italiens.
Ein Patchwork von LogosTourismus und Landwirtschaft sind die Hauptpfeiler der Südtiroler Wirtschaft. Hunderte von Hotels und Pensionen und das grösste zusammenhängende Obstbaugebiet Europas, prächtige Weinberge und grüne Matten bilden eine attraktive und spannende Symbiose. Doch 90 touristische Logos und weitere 50 Marken verwirrten den potenziellen Gast zunehmend, eine historisch gewachsene Vielfalt, ein Tuttifrutti von Labeln, in den die Verantwortlichen mit der Kreation einer Dachmarke Ordnung bringen wollten. Landesrat Werner Frick ergriff vor anderthalb Jahren die Initiative und setzte sich mit Christoph Engl, dem agilen Chef der Südtirol Marketing Gesellschaft, zusammen (siehe Interview auf Seite 13). «Eine Faust ist stärker als fünf Finger», formulierten die Marketingstrategen – etwas rigoros, aber unmissverständlich – ihr Konzept.
Markenwerte ermitteltAuf der Suche nach einer passenden Agentur stiess man auf die Berliner Markenagentur MetaDesign, die unter anderem Audi, Apple und Siemens berät. Eine von der Südtiroler Regierung eingesetzte Arbeitsgruppe ermittelte durch Umfragen als Erstes die Markenwerte der Region. Dabei kristallisierten sich Pluspunkte wie «glaubwürdig», «unverfälscht» oder «Zeit haben und geniessen» und «herzliche Gastfreundschaft» heraus. Weitere aus den Gäste-Umfragen destillierte Werte: «voller Kontraste» und «traditionsreich», all diese Qualitäten sollte die neue Dachmarke repräsentieren.
Der von MetaDesign gestaltete Schriftzug enthält zwei verschiedene Grüntöne, dazu kommt eine stilisierte, in allen Regenbogenfarben gestreifte Bergkette, die zum Beispiel in Plakate integriert wird, aber auch auf Briefen erscheint. Die für das «Südtirol»-Logo gewählte Schrift vermittelt eher holzschnittartige Kernigkeit als leichte Eleganz. In einem detaillierten Manual erarbeitete MetaDesign einen Leitfaden für die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten des neuen Schriftzugs.
In Italien heisst die Region «Alto Adige», weshalb man für das Inland dieses, ebenfalls rechtlich geschützte, Logo in der gleichen Schrift wählt; auch hier dient der popige Bergzug als Blickfang.
Im deutschen Sprachraum ist das Logo «Südtirol» oft mit der Schlagzeile «Magie der Vielfalt» gekoppelt; im englischen Sprachraum mit «South Tyrol, the magic of diversity». Schon bald soll das Logo «Südtirol» den Bekanntheitsgrad der Logos «Italia» oder «España» aufweisen.
Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird die Dachmarke von einem «Dachmarkenbeirat» zügig an alle Regionen, Orte, Betriebe und Organisationen vergeben, welche im Einklang mit den Werten und der Philosophie des Südtirols arbeiten. Die Bandbreite reicht vom Viersternehotel in Bozen über das Obstbaumuseum in Lana bis zur Seilbahn in den Ötztaler Alpen. Eine Pension, auf deren Weinkarte kein Südtiroler Tropfen figuriert, hat freilich nicht den Hauch einer Chance, sich mit der Dachmarke schmücken zu dürfen.
Breites DachDas Südtirol ist mit den ausgedehnten Apfelhainen, den Weinbergen und der leistungsfähigen Milchwirtschaft auch landwirtschaftlich ein Schwergewicht. Clever binden die Markenstrategen den Landwirtschaftsbereich in ihr Konzept ein. Da manche Obstbauern und Rebbergbesitzer als zweites Standbein eine Pension führen, ist die Nutzung der Dachmarke für einheimische Landwirtschaftsprodukte sinnvoll.
Geräucherter Schinken des bekannten Produzenten Siebenförcher in Meran, Käse aus dem Vintschgau, Wein vom Kalterer See können die Dachmarke tragen wie kulinarische Südtirol-Wochen bei Jelmoli. Das breite Dach der neuen Marke umfasst alles, was das Südtirol zu bieten hat: vom eleganten Luxushotel aus der Belle Epoque bis zum «Speck vom Feinsten».
Wirrwarr adieuHistorisch gewachsen, entstanden im Südtirol viele lokale Labels für Kurorte, Hotels, Museen, Schlösser oder Seilbahnen. In diesen kaum überschaubaren Wildwuchs bringt die neue Dachmarke jetzt Ordnung; denn Leistungsträger, die einem bestimmten, hohen Anforderungsprofil genügen, dürfen sich mit der Dachmarke «Südtirol» schmücken.
MetaDesign – Spitze in Corporate DesignDie 1990 gegründete Berliner Agentur MetaDesign verfügt über
Filialen in San Francisco und seit dem Jahr 2000 in Zürich (MetaDesign Suisse). Ihre Kernkompetenzen liegen im Bereich Corporate Identity, Brand Strategy, Corporate Design, Industrial Design. Auch im Corporate Publishing und im Bereich Naming hat sich die Agentur einen Namen gemacht. «Unser Anspruch: Ihre Unverwechselbarkeit», lautet das Credo der Agentur, die auf Glaubwürdigkeit und Vertrauen setzt, den höchsten Gütern für die Zukunftssicherung von Unternehmen, Institutionen oder Tourismusregionen. MetaDesign hat den Anspruch, diese Erfolgsfaktoren mittels Corporate Design glaubwürdig und überzeugend umzusetzen.
Mit Auftraggebern wie Volkswagen, Audi oder den Berliner Philharmonikern hat die Agentur mehrere wichtige Preise gewonnen und sich in der Spitzengruppe der europäischen Branding-Agenturen etabliert. «Wir schätzen Unordnung, weil wir gerne aufräumen», heisst es in der Homepage der Agentur. Und: «Wir lieben ästhetische Lösungen, weil wir aus tiefer Überzeugung Gestalter sind.» (wc)
Glaubwürdig, unverfälscht, gastfreundlich: Das Südtirol setzt schnörkellos auf seine angestammten Qualitäten.
Christoph Engl über das Erfolgsgeheimnis des Südtirols.
WW In der Schweiz gehen die Übernachtungszahlen zurück, im Südtirol legten sie letztes Jahr um drei Prozent zu. Wie machen Sie das?
Christoph Engl Südtirol positioniert sich als Genussland, als nördlichste Region Italiens mit Weinbergen, Palmen und hohen Bergen.
Und wie erfährt die Welt von diesen Vorzügen?Die im Jahr 2000 gegründete Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) ist privatwirtschaftlich organisiert, erhält aber jährlich 11,2 Millionen Euro von der öffentlichen Hand. 3,5 Millionen Euro kommen von privaten Geldgebern wie den Südtiroler Produkten, namentlich der Wein-, Apfel- und Speckwirtschaft und von touristischen Körperschaften. Auf Grund detaillierter Untersuchungen in den wichtigsten Herkunftsländern richten wir unsere Kampagnen aus.
Können Sie Beispiele nennen?In der Schweiz mit ihrer hohen Zeitungsdichte, wo viel gelesen wird, liegt das Schwergewicht von Werbung und PR auf den Printmedien. In Deutschland wird das Budget zu 70 Prozent für TV-Spots verwendet, in Italien machen wir das Südtirol in Promotionsshows am Fernsehen bekannt, einer Mischung aus PR, Werbung und Journalismus, die man in der Schweiz kaum goutieren würde, die aber in Italien sehr populär ist.
Welches sind die Botschaften?Wir haben längst eingesehen, dass wir mit Kirchturmpolitik nicht weiter kommen. Südtirol wird als Ganzes, als eine kontrastreiche Symbiose aus Natur, Kultur, Landwirtschaft und Tourismus promotet. In einem Werbespot sind vielleicht die blühenden Obstplantagen und Rad fahrende Touristen zu sehen. So werben wir gemeinsam für landwirtschaftliche Produkte und für den Tourismus.
Wieso der starke Bezug zur Landwirtschaft?Im Südtirol ist der Tourismus eng mit der Landwirtschaft verbunden. Weinberge und Obstplantagen prägen die Landschaft, viele Besitzer von Pensionen haben als zweites wirtschaftliches Standbein noch Weinberge oder einen Milchbetrieb.
Und die Luxushotels?Die Zahl der Drei- und Viersternehotels mit Wellnessanlagen ist hoch und ihre Auslastung überdurchschnittlich, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Wie bewährt sich die Zusammenarbeit mit MetaDesign?Die Firma hat mit uns die Dachmarkenstrategie entwickelt. Wichtig für uns ist der Imagetransfer mit renommierten Marken. Top-Fotografen schiessen in unserer Region zum Beispiel Modeaufnahmen für das Haus Ermenegildo Zegna; im Prospekt heisst es dann vielleicht «Zegna und das Südtirol – das beste von Italien». Dieser Transfer, der beiden Partnern nützt, funktioniert mit hochwertigen Marken, ob es sich um Automobile, Mode oder Uhren handelt.
Wie wichtig ist der Schweizer Markt?In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen von Schweizer Gästen um einen Drittel. Nach Deutschland und Italien ist der Schweizer Markt der drittwichtigste. Schweizer mögen Genussferien, sind kaufkräftig und wollen Qualität, die sie bei uns zu einem reellen Preis bekommen. Die Schweiz als mehrsprachiges Land hat eine starke Affinität zum zweisprachigen Südtirol. Weil die Schweizer die schönsten Berge haben, positionieren wir das Südtirol dort als mediterranes Genussland.
Wie beurteilen Sie den Tourismus in der Schweiz?Wir haben immer grosse Bewunderung für den Schweizer Tourismus gehegt. Dort standen die Hotelpaläste in grandioser Landschaft, als wir noch kaum Pensionen zu bieten hatten. Doch für Südtiroler gilt die Schweiz heute als unerschwinglich.
Interview: Werner Catrina
Christoph Engl ist in Bozen geboren und lebt dort. Der Jurist ist seit 2001 Direktor der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG), welche die Provinz international erfolgreich vermarktet.
Werner Catrina

Kompakte, schnelle und schöne Kamera

Digitalfotografie Zentrales Herzstück der neuen Digitalkamera Cybershot W5 von Sony ist der 5-Mega-Pixel-Chip mit einem 14-Bit-Analog/Digital-Wandler

Digitalfotografie Zentrales Herzstück der neuen Digitalkamera Cybershot W5 von Sony ist der 5-Mega-Pixel-Chip mit einem 14-Bit-Analog/Digital-Wandler, der auch bei spontanen Schnappschüssen für hohe Bildauflösung und exzellente Bildqualität sorgt. Die Cybershot W5 ist in nur 1,62 Sekunden startbereit und kann mit einer einzigen Akkuladung bis zu 390 Fotos aufnehmen. www.sony.ch

Expansion mit Rückschlägen

KMU-Titel Der Markt der KMU-Zeitschriften bleibt in Bewegung. Die Zeit der raschen Expansionen ist vorbei.

KMU-Titel Der Markt der KMU-Zeitschriften bleibt in Bewegung. Die Zeit der raschen Expansionen ist vorbei.
In den letzten drei Jahren kam es unter den KMU-Zeitschriften zu Neugründungen und Expansionsversuchen. Auf den ersten Blick geht es 2005 analog weiter. So erscheint in diesen Tagen schonwieder ein neuer KMU-Titel für die ganze Deutschschweiz namens Blickpunkt:KMU. Das rund 90 Seiten starke, gebundene und sauber aufgemachte Gratisheft mit der Byline «Ein Magazin aus Ihrer Sicht» startet mit 11500 Exemplaren. Davon werden 9000 Exemplare an Adressen von KMU mit mindestens zehn Mitarbeitenden verschickt, weitere Exemplare gehen an Finanzinstitute mit KMU-Kunden, der Rest liegt an Messen auf. Herausgegeben wird das sechsmal jährlich erscheinende Heft vom sechs Monate jungen Verlag Demolli & Partner in Basel.
Weniger werbelastig
Doch trotz junger Firma und neuem Titel – einiges weist darauf hin, dass Blickpunkt:KMU primär in die Fussstapfen des bisherigen vierteljährlichen KMU Spezial tritt. Letzteres ist offenbar letztmals im September 2004 erschienen, die Homepage ist tot, das Telefon in Basel wird nicht abgenommen und E-Mails werden nicht vom Verleger selbst beantwortet. Gleichzeitig wirkt Yasemin Demolli, eine ehemalige Kadermitarbeiterin des KMU Spezial, heute als Hauptherausgeberin des Blickpunkt:KMU. Genaueres ist jedoch weder bei Demolli & Partner noch beim KMU Spezial zu erfahren. Doch beim Blickpunkt:KMU grenzt man sich vom KMU Spezial ab. Verlagsleiter Michel Gysin betont, dass sich das neue Heft im Gegensatz zum KMU Spezial nicht als Bindeglied zwischen KMU und IT-Branche sehe, man wolle thematisch sehr viel breiter und weniger fachspezifisch fahren. Der Blickpunkt:KMU sei auch weniger «werbelastig», sagt Gysin, fügt jedoch hinzu, dass man zu den Artikeln jeweils thematisch passende und bezahlte Publireportagen publiziere, die man mit «Advertorial» bezeichne. Je besser ein solches «Advertorial» das redaktionelle Umfeld ergänze, desto weniger müsse der Kunde dafür bezahlen, sagt Gysin.
Dies so viel zum Newcomer. Doch auch bei den bestehenden Titeln gibt es Änderungen. Am spektakulärsten ist jene des Leader, der bis vor einem Jahr bloss die Ostschweiz (WG 26, 28, 44, 61) abdeckte, dann jedoch rasant expandierte und sich offenbar damit übernahm. Anfang Mai 2004 lancierte das SVP-nahe Magazin eine Ausgabe Nordwestschweiz (6000 Exemplare), schon Ende Mai(!) folgte die Ausgabe Zürich (17000 Exemplare) und im Juni dann Bern/Solothurn (13000 Exemplare). Auch ein Zentralschweizer Leader-Split war geplant. Doch mittlerweile musste der Verlag Metrocomm in Wil (SG) kräftig zurückbuchstabieren: Die Ausgaben Zürich und Nordwestschweiz wurden nach der ersten Nummer – weil unrentabel – sofort wieder eingestellt, ausserhalb der Ostschweiz hat einzig noch die Ausgabe Bern/Solothurn Bestand. Der Hauptgrund gemäss Verleger Natal Schnetzer: Der Leader habe in Basel und Zürich keine geeigneten Akquisitionspartner gehabt. Tatsächlich hatte Metrocomm in beiden Fällen zwei Ostschweizer Agenturen, darunter die Context Publishing seines Vaters, mit dem Inserateverkauf beauftragt. Anders in Bern, wo eine Agentur vor Ort akquiriert. Den Traum von der Deutschschweizer Abdeckung mittels regionaler Splits hat Schnetzer zwar noch nicht ganz ausgeträumt, aber er will künftig doch in kleineren Schritten vorgehen. Und vor allem nur noch mit Verkaufsorganisationen vor Ort.
Erneuter Split
Eine ähnliche Erfahrung machte der grösste KMU-Titel, der KMU-Manager. Zwar stockte er im letzten Jahr seine beglaubigten 116000 Exemplare um 30000 Postfach-Exemplare auf. Gleichzeitig splittete er die Auflage: 400000 Exemplare für den Grossraum Zürich erhielten ab September eine 16-seitige Beilage mit eigenem Titelblatt, Auftaktinterview, bezahlten PR-Texten und etwa acht Seiten Rubrikinserate – um regionalen Kunden preislich entgegenzukommen. Schon im Dezember folgte ein weiterer Split für die Ostschweiz. Doch im Gegensatz zum Zürcher Split war jener in der Ostschweiz nicht rentabel und erschien nur einmal, wie Co-Verleger Peter Blattner freimütig zugibt. Der Grund: Man hatte das harte Ostschweizer Pflaster unterschätzt.
Positiv zu werten ist, dass der KMU-Manager, der sich schon bisher als einziger KMU-Titel an der MA Leader beteiligte, im letzten Jahr auch als einziger seiner Gilde bei der Mach Basic erheben liess. Mit 100000 Lesern teilt er jedoch das Schicksal vieler Gratistitel, die nicht einmal einen Leser pro Exemplar erreichen. Ein Wermutstropfen für den KMU-Manager stellt ferner ein taufrisches Urteil der Lauterkeitskommission dar, wonach das Blatt bisher Publireportagen nicht klar genug vom redaktionellen Text abgegrenzt hat (siehe Kasten). Man werde voraussichtlich dem Urteil nachkommen und künftig für PR-Texte ein anderes Layout wählen, hiess es beim KMU-Manager.
Angestrengt hatte das Urteil ein Fast-Namensvetter des KMU-Managers, das KMU-Magazin. Beim Herausgeber Engeli & Partner hatte man sich Sorgen um das Image des eigenen Titels gemacht, sagte Chefredaktor Hans Suter. «Wir setzen uns für sauberen Journalismus ein und wollen verhindern, dass die Mängel einiger Mitbewerber imagemässig auf
alle abfärben.» Wesentlichste Neuerung beim KMU-Magazin: Es wird erstmals bei der MA Leader dabei sein. Zudem hat das Heft gemäss Suter ein «sehr gutes Jahr» hinter sich. «Wir waren über Budget – und in den ersten zwei Monaten 2005 sind wir sogar massiv über Budget.»
Eine «äusserst positive Entwicklung» hat auch das dreijährige KMU-Business hinter sich, sagt dessen Verleger Jorge Chavez. Das Heft aus dem Hause Mediax konnte die Zahl seiner Ausgabe seit dem Start im Herbst 2002 von fünf auf sechs und jetzt acht pro Jahr steigern. Letztes Jahr schrieb das Heft zudem bei allen Ausgaben schwarz. Deshalb steht schon jetzt fest, dass «die Bilanz für den KMU-Markt», wie Chavez sein Blatt bezeichnet, ab 2006 monatlich erscheinen wird.
Ferner will er die Redaktion ausbauen, mehr Zusatznutzen für Abonnenten auf der Homepage generieren und «mittelfristig die Zahl der Abos von heute knapp 13000 verdreifachen». Dazu geht er Kooperationen mit Wirtschaftstiteln ein, aktuell etwa ein Abo-Kombi-Angebot mit Stocks, das gemäss Chavez sehr gut läuft.
Klares Verdikt der LauterkeitskommissionKommerzielle Kommunikation «muss so gestaltet und gekennzeichnet sein, dass sie als bezahlte Einschaltung klar erkennbar ist». So steht es in Punkt 3.12 der Grundsätze für die Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation.
Die Lauterkeitskommission hält nun fest, dass es beim KMU-Manager an der eindeutigen Trennung fehle, obwohl dieser seine Publireportagen als solche kennzeichne. «Die PR-Beiträge weisen die identische Spaltenzahl, denselben Aufbau und das gleiche Layout sowie dieselben Kennfarben auf. Daher kann nicht mehr von einer genügenden Erkennbarkeit und Abgrenzung gesprochen werden.» Der Kommissionsbeschluss ist deshalb klar: Der beurteilte Titel «hat unlauter im Sinne des Grundsatzes Nr. 3.12 gehandelt und wird aufgefordert, diese Art der kommerziellen Kommunikation zu unterlassen.»
Dieses Verdikt wiegt umso schwerer, als der KMU-Manager auch das Gütesiegel «Q-Publikation» des Verbandes Schweizer Presse trägt. Als Q-Publikation aber muss er sich an bestimmte Richtlinien halten, zu denen auch folgende gehört: «Die Grundsätze der Schweizerischen Lauterkeitskommission werden beachtet und eingehalten.» Es wird nun interessant sein zu sehen, wie das für die Zertifizierung zuständige Fachgremium reagiert. Denn gemäss Leitbild vergibt es nicht nur das Siegel, sondern «überwacht auch die Einhaltung der Standards.»
Nebenbei: Das Urteil dürfte auch für das neue Heft Blickpunkt:KMU interessant sein. Auch dort ist das Layout für Publireportagen und Artikel identisch, zudem werden die PR-Texte mit dem ungebräuchlichen «Adver-
torial» eher kaschiert als gekennzeichnet. (mk)
Markus Knöpfli

Panta Rhei begleitet Smeraldo Tours

Tourismus Die Public-Relations-Agentur Panta Rhei in Amriswil TG hat das PR- und Marketing-Mandat des Reiseveranstalters Smeraldo Tours übernommen.

Tourismus Die Public-Relations-Agentur Panta Rhei in Amriswil TG hat das PR- und Marketing-Mandat des Reiseveranstalters Smeraldo Tours übernommen.Smeraldo Tours ist Spezialist für Sardinien und die Amalfiküste. Panta Rhei betreut bereits eine Reihe von Tourismus-Etats, darunter KLM Royal Dutch Airlines, Europa-Park, Appenzellerland Tourismus, Hotelplan und das KKL Luzern.

Aus Spass am Freud

Aufgefallen Ein Symbol ist nicht nur ein Sinnbild, sondern kann laut Duden bisweilen auch «Ausdruck des Unbewussten, Verdrängten» sein.

Zeitungen Ein Symbol ist nicht nur ein Sinnbild, sondern kann laut Duden bisweilen auch «Ausdruck des Unbewussten, Verdrängten» sein.Zeitungen Ein Symbol ist nicht nur ein Sinnbild, sondern kann laut Duden bisweilen auch «Ausdruck des Unbewussten, Verdrängten» sein. Das wusste auch jener Wiener Seelendoktor, der vor über 100 Jahren seine Traum(symbol)deutung schrieb. Und das wissen die «Publicisten» ebenfalls, welche die dieser Tage dreijährig werdende Feiertagsausgabe der NZZ bewerben.
Sie tun dies seit deren Geburtsstunde mit jeweils nur einem einzigen Wort, dem sie durch die Visualisierung einer Silbe erst
etwas Rätsel- respektive Traumhaftes und dann Doppelbödiges verleihen.
Freunde der kommerziellen Ironie erinnern sich gerne an das «Wirtschaft» symbolisierende schwarze Schaf oder den stellvertretend für «Standpunkte» stehenden Punk. Auch die dem Betrachter fordernd entgegen- gestreckte hohle Hand beim «Aktienhandel» verweist auf eine Bedeutung hinter der Bedeutung, die in ihrer Prägnanz und Süffisanz fast freudianisch wirkt. Doch genug der elenden Werbeerklärung, schliesslich machen Träume ungleich mehr Spass und Sinn als deren Analyse.
(oc)

Warmer Regen – das macht Freude am Goldbach

Crossmedia Goldbach Media hat die eigenen Erwartungen 2004 weit übertroffen und schreibt erstmals klar schwarze Zahlen.

Crossmedia Goldbach Media hat die eigenen Erwartungen 2004 weit übertroffen und schreibt erstmals klar schwarze Zahlen.
Nach drei schwierigen Jahren mit Break-even im Jahr 2003 wirft die Goldbach Media AG 2004 erstmals einen ansehnlichen Gewinn von 1,7 Millionen Franken ab. Ein erstaunlicher Kraftakt, wenn man bedenkt, dass das Crossmedia-Unternehmen noch 2002 ein Defizit von 16,8 Millionen Franken auswies. Entsprechend stolz präsentierte CEO Klaus Kappeler seine Zahlen.Möglich wurde das Glanzresultat durch eine satte Steigerung des Nettoumsatzes von 26 Prozent auf 162,8 Millionen Franken. Dies erstaunt umso mehr, als Goldbach Media noch im letzten November anlässlich des Einstiegs von Investor 3i für 2004 eine Umsatzsteigerung von 15 bis 20 Prozent prognostiziert hatte. Kappeler begründete die starke Abweichung mit einem überaus guten vierten Quartal, in dem sich die Werbekunden diametral anders verhielten als ein Jahr zuvor. «Um die eigenen Bilanzen zu verbessern, haben uns damals einige Kunden in letzter Minute noch Grossaufträge entzogen», erinnert sich Kappeler.
Beigetragen zu dem branchenweit wohl einzigartigen Zuwachs haben alle Goldbach-Bereiche. So nahm die TV-Vermarktung um 10 Prozent auf 113,4 Millionen Franken zu, der Radioteil steigerte sich um 49 Prozent auf 29,8 Millionen Franken und der Online-Umsatz verdreifachte sich sogar beinahe – natürlich in erster Linie dank der Adlink-Integration – von 5,8 Millionen auf 16,2 Millionen Franken. Das noch junge Medium AdScreen konnte seinen Umsatz im ersten vollen Jahr auf 3,4 Millionen Franken versiebenfachen. Bei den Anteilen am gesamten Gruppenumsatz kam es zu leichten Verschiebungen: TV macht noch 70 Prozent aus (Vorjahr: 80 Prozent), Radio kommt auf 18 Prozent (15,5 Prozent), Online und AdScreen erreichen mittlerweile Anteile von 10 beziehungsweise
2 Prozent. Kappeler schätzt, dass der TV-Anteil trotz weiterem Wachstum in drei Jahren noch etwa 50 Prozent ausmachen und somit das Unternehmen breiter abgestützt sein wird.
Besonders erfreut ist Kappeler, dass Goldbach 2004 nicht nur Gewinn, sondern auch ein Eigenkapital von 1,4 Millionen Franken erwirtschaftet hat. 2003 wies dieser Posten noch ein Minus von 5,1 Millionen Franken aus und war bloss mit Darlehen gedeckt. «Diese Entwicklung haben wir aus eigener Kraft geschafft. Wir können nun ein gesundes Unternehmen präsentieren», frohlockt er. Der Eigenkapitalanteil macht gemessen an der Bilanzsumme von 63 Millionen Franken 2,1 Prozent aus.
Ein Börsengang sei kein Thema, hatte Kappeler im letzten Herbst betont. Dies sagt er auch jetzt wieder, relativiert aber: «Wir wollen noch ein weiteres Jahr mit einem Superresultat vorlegen und werden uns dann überlegen, wie es weiter gehen soll.» Und 2005 scheint gut zu werden, denn trotz Krebsgang der Werbewirtschaft befindet sich Goldbach Media weiter im Steigflug. So rechnet Kappeler mit einem erneuten Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich. Dies lässt sich mit ersten Trendzahlen aus dem ersten Quartal untermauern: Goldbach liege derzeit punkto Auftragseingänge um 20 Prozent über Vorjahr, sagte Kappeler. Neu baut Goldbach jetzt einen Mobile-Bereich auf, zudem will die Gruppe am 1. Juni den ersten Crossmedia-Award vergeben. Darüber hinaus wird insbesondere im Bereich AdScreen das Portfolio verbreitert.
Goldbach Media WienGut 4 Millionen Franken des Goldbach-Nettoumsatzes stammen von Goldbach Media Wien. Der Zuwachs beträgt dort 70 Prozent, wobei ein Drittel aus dem TV-Geschäft kommt (erstes Volljahr mit MTV) und zwei Drittel im Online-Bereich erwirtschaftet wurden. (mk)
Markus Knöpfli

Warenangebote professionell publiziert

Premedia & Print Katalogproduktionen verlangen passende Druckverfahren und einen standardisierten Crossmedia-Workflow.

Premedia & Print Katalogproduktionen verlangen passende Druckverfahren und einen standardisierten Crossmedia-Workflow.Standardisierung ist das A und O der Gewinn bringenden Katalogproduktion. Vorgefertigte Produktstrukturen und Schnittstellen sowie automatisierte Abläufe sind dabei kein Widerspruch zu individuellen Kundenwünschen und flexiblen Lösungen, sondern eine Voraussetzung. Denn heute handelt es sich bei Katalogproduktionen fast immer um Crossmediaprojekte. Das bedeutet, dass aus ein und demselben Datenbestand verschiedene Medien bedient werden: Print, Web und CD-ROM. Aus diesem Grund muss die Planung sehr detailliert erfolgen (siehe Kasten).Bei einer Fullservice-Betreuung des Kunden umfasst der Premedia-Workflow das Erstellen, Übernehmen und Verwalten von Textinhalten, Bildern und Grafiken. Die übernommenen Textinhalte (Warengruppen/-namen, Erläuterungen/ Testimonials, Optionen, Schlüssel-/ Bestellnummern, Abmessungen/Gewichte/Konfektionsgrössen, Preise, Querverweise) bilden das Gerüst des Kataloges. Ideal ist der Import strukturierter Daten direkt aus dem Warenwirtschaftssystem des Kunden. Sollen Foto- und Videoaufnahmen erfolgen, müssen die Waren und eine Liste auf Basis des Warenwirtschaftssystems bereitgestellt werden. In dieser Phase empfiehlt sich bei geplanten Sprachversionen die Übersetzungsarbeit unter Berücksichtigung eventueller Auslandspreise.
Die Bilder kommen meistens aus der digitalen Studiofotografie. Die Fotografen betten heutzutage oft ICC-Profile in die Photoshop-Dateien ein, um damit eine konsistente Farbwiedergabe der Bilder zu ermöglichen. Übernommen oder erstellt werden müssen auch Corporate-Design-Elemente des Kunden, also Logos, Schriften, Schmuckfarbendaten und digitale Grafiken.
Contentmanagement mit XMLAlle erstellten und übernommenen Inhalte landen in einer Mediendatenbank, die von einem Content-management-System verwaltet wird. Dazu «markiert» das System diese Dateien mit Metadaten, das heisst, es werden Schlagworte (Warenname, Schlüssel-/Bestellnummern, Preise, Versionen etc.) teils automatisch durch XML-Export, teils manuell zugeordnet. Dabei sollten seitens der Urheber (Kunden, Fotografen) Rechtevermerke bereits eingetragen sein (Microsoft Office «Eigenschaften», Photoshop «Datei-Informationen»). Dann lassen sich die Dokumente auch nach den Metadaten ablegen, sortieren und aufrufen.
Die Extensible Markup Language (XML), ein wichtiger Automatisierungsfaktor, ist eine HTML-verwandte Metasprache, die zum Markieren der Dateien mit Metadaten verwendet wird. Das besondere Potenzial von XML liegt darin, dass bei Texten, Bildern und Grafiken, die aus elektronischen Dokumenten stammen (z. B. Word-, Excel-, PDF- oder Layoutdatei), welche nach XML exportiert wurden, die Beziehungen untereinander erhalten bleiben. Diese Seitenelemente können also ohne weiteres skaliert, ein-/umgefärbt, gedreht, verschoben, in der Auflösung verändert oder zwischen Versionen ausgetauscht werden.
Printlayout als Basis
In der Regel gilt der gedruckte Katalog als Hauptprodukt; Web und CD sind technisch gesehen Nebenprodukte. Deshalb ist der nächste Schritt die Gestaltung der Druckseiten. Hierbei greifen die Layouter, die mit QuarkXPress oder Adobe InDesign arbeiten, auf die Mediendatenbank zurück. Sollen verschiedene Versionen erzeugt werden, bietet sich dank XML die Roundtrip-Methode an: Aus der Layoutdatei werden die Inhalte samt XML-Daten exportiert, hinsichtlich der neuen Sprach- und/oder Preisversion bearbeitet (z. B. durch die entsprechenden XML-markierten neuen Daten ersetzt) und wieder ins unangetastete Layout importiert. Den Abschluss der Premedia-Schiene für den Druck bildet der Export der Katalogseiten via Acrobat Distiller ins PDF.
Grosse Versandhäuser lassen oft zusätzlich Special-Interest-Editionen mit ausgewählten Warengruppen produzieren. Interessant ist auch der Trend zu massstäblich verkleinerten Zweitausgaben des Gesamtkataloges im Taschenbuchformat.
Das XML-exportierte Printlayout dient zugleich als Basis für die CD- und Webproduktion. Nun können, zum Beispiel mit Adobe FrameMaker, die Seitenelemente entsprechend dem neuen Zielmedium optimiert werden – weitestgehend automatisch in Verbindung mit der Mediendatenbank: Die Warengruppen werden in übersichtlichen Menüs zusammengefasst und verlinkt, die Bilder und Grafiken erhalten niedrigere Auflösungen und werden als JavaScript-klickbare SVGs (Scalable Vector Graphics) mit einer vergrösserten Darstellung oder einem kurzen Videoclip verknüpft, Buttons und elektronische Formulare ergänzen bzw. verändern das Erscheinungsbild. SVGs sind Bilddateien, die mit Interaktivität versehen wurden oder die mehrere Sprachversionen in ihren Bildebenen aufweisen.
Im Gegensatz zu einer CD, die wie der gedruckte Katalog ein Offline-Medium ist, bietet der Katalog im Internet nahezu unbegrenzte
E-Commerce-Möglichkeiten! Auch hier sind Standardbausteine wieder von Vorteil: Der Mediendienstleister wird nicht jedes Mal von null an programmieren, sondern fertige Lösungen nutzen, beispielsweise eSystems Shopmaker, in deren vorgegebene Strukturen lediglich die Kundeninhalte aus der Mediendatenbank und die Layoutideen einfliessen – spezielle XML-Vokabulare für E-Commerce und Online-Marktplatzsysteme
(z. B. BMEcat, ebXML, eCl@ss, UNSPSC, XForms) machen es möglich. Durch automatische Bestellauswertung lassen sich sogar Beratungsfunktionen generieren: So listet der Internetbuchversand Amazon bei jedem abgefragten Produkt auf, für welche ähnlichen Titel sich andere Käufer noch entschieden haben.
Print und FinishingAuflagenhöhe und Seitenumfang eines Kataloges entscheiden über das Druckverfahren. Dominierend bei den Versandhauskatalogen ist der Tiefdruck deutlich vor dem Heatset-Rollenoffset. Berücksichtigt man jedoch auch Kataloge mit geringeren Seitenumfängen und niedrigeren Auflagen, hat der Offsetdruck insgesamt ein leichtes Übergewicht.
Unabhängig davon wird bei hochvoluminösen Tiefdruck- oder Heatset-
Katalogen der Umschlag oftmals vom Bogenoffsetdruck beigesteuert.
Tiefdruck und Heatset sind qualitativ ebenbürtig. Ikea lobt jährlich die qualitativ beste Tiefdruckerei für ihre in mehreren Ländern gedruckten Kataloge.
Ein kleines, aber stetig wachsendes Anwendungsgebiet ist der On-Demand-Druck von sehr kleinen oder stark gesplitteten Katalogauflagen. Dann bietet sich der toner- oder tintenbasierte Digitaldruck an. Der Seitenumfang spielt dabei keine Rolle; es ist kein Problem, digital mehrere 1000 Seiten in sortierter Reihenfolge auszudrucken. Darüber hinaus kommen im Versandraum Inkjetsysteme für den Adresseneindruck auf den Umschlag oder in Umschlagfenstern zum Einsatz.
Wichtig ist, dass bei hohen Seitenumfängen die Weiterverarbeitungstechnik – vor allem Falzbogenlogistik und Kapazität im Dreiseitenbeschnitt – dafür ausgelegt ist. Zweckmässig sind Diskus-Zwischenlagersysteme als Kapazitätspuffer zwischen Druck- und Falzmaschine. In Zeitschriftendruckereien sind solche Systeme vorhanden, weshalb diese Betriebe oft auch im Katalogdruck engagiert sind. Abschliessend werden die Kataloge in Schrumpffolien oder Tragebeutel eingeschweisst.
Planungskriterien bei der KatalogproduktionOrganisation und Volumen Allgemein: Auflagenhöhe/Seitenumfang (Druckverfahren!), Jahres-/ Saison-Editionen. Contentmanagement: Bild- und Textübernahme aus Office-Programmen, Datenbanken, Warenwirtschaftssystemen (XML-kompatibel, Intranet-Anbindung).
Crossmedia: Mehrfachverwendung der medienneutral vorgehaltenen Katalogdaten (Print, CD, Web), Versionierung. Distribution: adressiert (Post, Kurier), Beileger in Printprodukten/Verpackungen, Web-Download (mit Erfassen der Kundendaten).
Kreative Gestaltung/Illustration Allgemein: Produktfotos, Anwendungsfotos (Screenshots, Action), CAD-Zeichnungen, Schemata, Diagramme, Markenlogos. Bilderstellung: digitale Studiofotografie, Models/Locations buchen, Grafiken erstellen. Layout: einheitliche oder individuelle/wechselnde Aufmachung, Bildplatzierung frei oder nach Schema. Erster Eindruck: emotional, originell, seriös, technisch, übersichtlich. Versionen: Format- und Sprachversionen (Übersetzer beauftragen), Special-Interest-Editionen. Convenience: Stichwort-Index (Seitenzahlen, Links), Produktgruppen (verschiedenfarbig,
Piktogramme, Querverweise, digitale Finder), Bestellnummern.
Preisdarstellung: direkt neben den Produkten, tabellarisch, in separater Preisliste. Bestellmöglichkeiten: perforierte Postkarten, Faxformular,
E-Mail, Telefon-Hotline, Aussendienst, Onlineshopping (Warenkorbsystem, Zahlungsweise Kreditkarte/Rechnung/Nachnahme).
Funktion und Business Allgemein: Versandhandel, Internethandel, Vertriebsunterstützung, Beratung, Kundenbindung, Image.
Zielgruppe: Privatendkunden (Consumer), Firmenendkunden (Geschäftsführer, Büro/Verwaltung, Einkauf, Technik/Support), Handel (Einkauf, Vertrieb/Verkauf). Branche: Industrie, IT/Elektronik, Möbel, Bekleidung, Allround, Reise/Touristik, Bücher (Verlag, Buchhandel) etc.
Response: Marketing- und Messinstrument für die erfolgreiche Platzierung der Produkte im Markt. (dk)
Tiefdruck: Die Druckformzylinderbreite der KBA TR12 beginnt bei 4,32 m – bei entsprechendem Zylinderumfang bietet sie Platz für bis zu 288 A4-Katalogseiten.
Mit der XTension Atomik Roundtrip von Easypress können in QuarkXPress verschiedenen Versionen eines Katalogs erzeugt werden.
Dank XML können Inhalte auch im Internet publiziert werden.
Dieter Kleeberg

SFLB hilft Helvetas beim Geldsammeln

Entwicklungshilfe Nach einer Agenturevaluation hat sich die Entwicklungs-organisation Helvetas für die Zusammen-arbeit mit Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) entschieden.

Entwicklungshilfe Nach einer Agenturevaluation hat sich die Entwicklungs-organisation Helvetas für die Zusammen-arbeit mit Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) entschieden.Entwicklungshilfe Nach einer Agenturevaluation hat sich die Entwicklungs-organisation Helvetas für die Zusammenarbeit mit Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB) entschieden. Geplant sind eine neue Kommunikationskampagne sowie Fundraising-Massnahmen. Erste Arbeiten werden im Frühling zu sehen sein. Dieses Jahr feiert Helvetas ihr 50-Jahre-Jubiläum. Mit über 43000 Mitgliedern sowie rund 40000 Gönnerinnen und Gönnern gehört Helvetas zu den grossen Schweizer Hilfswerken.

Neue Musik- und Foto-Player

Apple hat neue iPod-photo-Modelle vorgestellt. Neben einem 30 GB fassenden Modell für 7500 Musikstücke gibt es nun auch ein 60-GB-Modell mit einem Fassungsvermögen von bis zu 15000 Songs.

Apple hat neue iPod-photo-Modelle vorgestellt. Neben einem 30 GB fassenden Modell für 7500 Musikstücke gibt es nun auch ein 60-GB-Modell mit einem Fassungsvermögen von bis zu 15000 Songs.Lifestyle Das grössere Modell speichert neben der Musiksammlung bis zu 25000 digitale Fotos, die über sein hochauflösendes Farbdisplay wiedergegeben werden. Beide Modelle können über den neuen iPod Camera Connector Fotos von Digitalkameras importieren und auf dem Display darstellen. www.apple.com/chde

Newton 21 für DirecTrade

Events Die DirecTrade AG hat sich für Newton 21 entschieden. Ab sofort unterstützt die Zürcher Kommunikationsagentur die Event- und Handelsfirma mit Marketing-Kommunikation.

Events Die DirecTrade AG hat sich für Newton 21 entschieden. Ab sofort unterstützt die Zürcher Kommunikationsagentur die Event- und Handelsfirma mit Marketing-Kommunikation.DirecTrade ist in der Schweiz und in Deutschland vertreten. Neben Eventorganisation und -support betätigt sich das Unternehmen als Generalimporteur für diverse Produkte aus den Bereichen Sport und Lifestyle.
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