Die beste Werbung der Welt

Aufgefallen In einem Mailing an potenzielle Abonnenten beginnt die Weltwoche ihre Werbebotschaft mit der Schlagzeile: «Die Weltwoche ist die beste Zeitschrift der Welt.»

Abonnentenwerbung In einem Mailing an potenzielle Abonnenten beginnt die Weltwoche ihre Werbebotschaft mit der Schlagzeile: «Die Weltwoche ist die beste Zeitschrift der Welt.»Liest man dann auch noch das Kleingedruckte im Prospekt, wird man als zielgruppen-typisch kritischer Leser darüber aufgeklärt: «Natürlich ist das gelogen …» Na, dann: Was soll ich aus einer so verlogenen Werbung für mein zukünftiges intellektuelles Wohlbefinden mitnehmen? Schwupps bevor der Prospekt im Papierkorb landet, liest man aber trotzdem weiter: «… aber steckt nicht in jeder Lüge ein Funken Wahrheit?» Verwirrt über derart viel Ehrlichkeit in einem Direct Mailing beginnt man im Prospekt zu schmökern. Dieser entpuppt sich als eine geschickt verkleinerte und eingedämpfte Taschenversion der echten Weltwoche – Megatabloid könnte man vielleicht sagen. Man beginnt zu lesen und findet dann auf Seite 7 eine witzige Kolumne zum Thema «Die reine Wahrheit und nichts als sie». Doch, denkt man, die Schlagzeile war gar nicht so blöd. Man wird so angetan, dass man sogar den Satz im beigelegten Brief glauben mag: «Wir wollen Sie nicht überreden, wir wollen Sie überzeugen!». So eigentlich funktioniert nur «die beste Werbung der Welt».
(pan)

BrandPulse pflegt die Goldene Rose

Die Zürcher Markenagentur BrandPulse hat das Festival Rose d'Or, den Wettbewerb der Fernsehunterhaltung, als neuen Kunden gewonnen.

Die Zürcher Markenagentur BrandPulse hat das Festival Rose d’Or, den Wettbewerb der Fernsehunterhaltung, als neuen Kunden gewonnen.Sie wurde mit der Überarbeitung des Brand Designs sowie weiteren Projekten für Markenpflege und Kommunikation beauftragt. Im vergangenen Jahr ist die «Goldene Rose» von Montreux nach Luzern umgezogen.

L’Agefi wird wieder teurer

Finanzpresse L'Agefi erhöht den Einzelverkaufspreis ab 1. April auf 3 Franken.

Finanzpresse L’Agefi erhöht den Einzelverkaufspreis ab 1. April auf 3 Franken.Seit dem Relaunch im vergangenen Juni war die Westschweizer Wirtschaftstageszeitung zum Einführungspreis von 2 Franken zu haben. Der Verlag zeigt sich in einer Mitteilung überzeugt, dass die Leser den Aufschlag akzeptieren werden. Der neue Preis bewege sich im üblichen Rahmen der Finanzpresse. Vor dem Relaunch kostete ein Einzelexemplar von L’Agefi 3.40 Franken.

Walker räumt an «Klappe» ab

Awards Die Zürcher Kleinagentur Walker hat an der 26. Ausgabe des deutschen TV-Spot-Wettbewerbs «Die Klappe» Silber und zweimal Bronze gewonnen.

Awards Die Zürcher Kleinagentur Walker hat an der 26. Ausgabe des deutschen TV-Spot-Wettbewerbs «Die Klappe» Silber und zweimal Bronze gewonnen.Alle Auszeichnungen gingen an Spots für PowerFlame der Firma Düring. In diesen Filmchen zeigt Pius Walker ironisch, dass die Anzündhilfen von PowerFlame sicher sind und so die Feuerwehr überflüssig machen. Der Jury hat gefallen, dass «ein banales Alltagsprodukt mit sehr kreativen Ideen beworben worden ist». Seit Bestehen der Klappe hat noch keine Schweizer Agentur im gleichen Jahr drei Preise gewonnen.Insgesamt verlieh die «Klappe»-Jury nur zweimal Gold, dreimal Silber und zwölfmal Bronze. Gold holten Springer & Jacoby für Mercedes-Benz und DBB Berlin für VW. Drei Schweizer Beiträge erhielten Shortlist-Plätze: Die Swissinfo-Spots «Glocken Zebra» und «Glocken Nashorn» von Publicis und Wirz’ Pneu-Egger-Spot «Gymnastik».
(pan)

Marquard kauft Game-Zeitschriften

Special Interest Der Zuger Verlag Marquard Media hat seine Beteiligung an der deutschen Computec Media AG von 27,2 Prozent auf über 50 Prozent aufgestockt.

Special Interest Der Zuger Verlag Marquard Media hat seine Beteiligung an der deutschen Computec Media AG von 27,2 Prozent auf über 50 Prozent aufgestockt.Marquard wolle den verbleibenden Aktionären demnächst ein Übernahmeangebot unterbreiten, teilte die börsenkotierte Computec mit. Der 1989 gegründete Verlag publiziert vor allem Zeitschriften für Computer- und Videospiele.

Car4you: Mehr Besucher, weniger Auflage

Rubrikenanzeigen Der Online-Automarktplatz Car4you.ch hat die Zahl der Besucher im Zeitraum von Januar bis März 2005 um über 20 Prozent gesteigert.

Rubrikenanzeigen Der Online-Automarktplatz Car4you.ch hat die Zahl der Besucher im Zeitraum von Januar bis März 2005 um über 20 Prozent gesteigert.Auch bei den Privatinserenten konnte Car4you laut einer Mitteilung um die Hälfte zulegen. Täglich schalteten rund 100 Private eine Occasionsanzeige, sagte Geschäftsführer Roger Dal Santo. Zurückgefahren wurde dagegen die Auflage der Car4you-Zeitung, welche Tamedia in Kooperation mit der Website publiziert. Der gedruckte Fahrzeugmarkt ist vergangenen Herbst mit 35000 Exemplaren gestartet; heute sind es noch 29000. Laut Werner Duttwiler, Leiter des Tamedia-Fahrzeugmarkts, entspricht diese Reduktion dem Plan. Man sei am Start bewusst eine höhere Auflage gefahren, um am Kiosk die nötige Präsenz zu erreichen.

Gerne gross

Claudia Gutknecht will das Stutz Image Center als Leader positionieren.

Claudia Gutknecht will das Stutz Image Center als Leader positionieren.Ob Fassadenreklame oder ein ganzes Gebäude einpacken: «Wir können sämtliche Grossflächenwerbung abdecken, mit den verschiedensten Materialien und allen möglichen Montagen», erklärt Claudia Gutknecht. Seit zwei Monaten wirkt die «Unternehmerin aus Leidenschaft» als neue Geschäftsleiterin beim Stutz Image Center in Bremgarten.Das Unternehmen ist heute Allrounder im Bereich digitale Bildbearbeitung. Die Firma ist als eine der ersten der Schweiz in das digitale Zeitalter eingestiegen und hat bereits vor acht Jahren die erste Maschine für fünf Meter breite Digitalprints in Betrieb genommen.
Alois Stutz hat sich seit der Gründung 1961 als Trendsetter im Markt behauptet. Nach seinem Rücktritt ist sein Werk nach einer Zwischenzeit bei der Valora-Gruppe an das Management übergegangen. Dieses hat in Claudia Gutknecht die richtige Powerfrau für ihre neuen Ziele gefunden. «Stutz soll im Bereich der digitalen Bildbearbeitung und des Grossformat-Inkjetdrucks als führendes Unternehmen in der Schweiz positioniert werden.»
Die neue Chefin hat ein höheres Wirtschaftsdiplom, die Ausbildung als Marketingplaner sowie die «Unternehmerschule» absolviert. Als solche bezeichnet sie ihren Weg, selber ein eigenes Unternehmen gegründet zu haben. «Ich hätte auch ein MBA machen können. Aber in der Praxis lernt man mehr als in der Theorie.»
Gutknecht hat bereits zwei eigene Firmen aufgebaut. «Etwas bewirken können» motiviert sie zum Arbeiten. Sie liebt es, den «Überblick über etwas Grosses» zu haben. Jetzt reizt sie die Herausforderung, eine Firma in schwieriger Situation zu stabilisieren, zusammen mit den neuen Besitzern, welche sie mit ihren Plänen «überzeugt haben».
Claudia Gutknecht hat sich gründlich über Risiken und Chancen informiert. «Ich war sehr zufrieden als selbstständige Geschäftsleiterin des Zürcher Büros der Schweizer AG in Hölstein und hätte in zwei Jahren diesen führenden Händler für professionelle Video- und Filmtechnik übernehmen können.»
Als zweite eigene Firma hat Gutknecht 1999 die Profevi für professionelle Fernseh- und Videoausbildung gegründet. Die Idee ist entstanden, als die neuen Privatsender wie Tele 24, TV 3 oder Pro 7 Schweiz in Aktion getreten sind. «Es war ein Boom und es gab keine Leute.» In Zusammenarbeit mit dem TPC des Schweizer Fernsehens sowie Sony in Schlieren und Apple als Ausbildungspartner hat Gutknecht Lehrgänge und Seminare erarbeitet, ähnlich dem deutschen Modell der Schule für Rundfunktechnik in Nürnberg. «Wir haben alle unser Geld zusammengekratzt, 700 Quadratmeter Bürofläche gemietet und diese mit Schnittplätzen für die Kurse ausgerüstet.» Stolz ist Gutknecht, dass fast alle Schüler einen Job gefunden hätten. Die Schule hat sie letztes Jahr verkauft.
Dank vielseitiger Erfahrung kann die neue Geschäftsleiterin in Bremgarten kompetent mit ihren Kunden reden und «technische Lösungen
für kreative Leute anbieten». Das sei spannend: «Wie bringe ich das hin, was der Kunde will?» Stutz soll wieder Trendsetter werden und neue Produkte auf den Markt bringen – was auch Investieren in neue Maschinen bedeutet.
Damit meint Gutknecht viel mehr als die neue Kaffeemaschine, die sie als Erstes für die Kantine angeschafft hat. Sie ist überzeugt: Mit solchen kleinen Veränderungen für das Betriebsklima kann sie den Mitarbeitenden wieder das Gefühl geben, «dass der Laden Zukunft hat».
Dank ihrer Erfahrung kann Claudia Gutknecht «technische Lösungen für kreative Leute anbieten.»
Andreas Panzeri

Hannibal ante portas

Tabak Die verstaubte Lokalmarke Brunette soll mit Swiss Original urbaner und trendiger werden. MRG hat das alte Elefantenlogo mit leichter Absurdität wiederbelebt.

Tabak Die verstaubte Lokalmarke Brunette soll mit Swiss Original urbaner und trendiger werden. MRG hat das alte Elefantenlogo mit leichter Absurdität wiederbelebt.
Kaum ein anderes Produkt ist von seiner Markenidentität so abhängig wie die austauschbare Zigarette. Kaum eine andere Branche lässt sogar taktische Kommunikationsmassnahmen minutiös von der Marktforschung analysieren. Trotz der sprichwörtlichen Markenloyalität – ein typischer Raucher wechselt heutzutage seinen Lebenspartner öfter als seine Zigarettenmarke – können selbst die kleinsten Änderungen an Positionierung, Konzept oder Umsetzung starke Reaktionen beim Zielpublikum auslösen. Das beweisen Camel im negativen und Parisienne im positiven Fall. Letztere baute in den vergangenen Jahren im Schatten der Tabakmultis wie Philip Morris ihren Marktanteil konstant aus – besonders in der jungen und urbanen Zielgruppe.Mit der Line Extension Swiss
Original der Lokalmarke Brunette bläst Philip Morris (PM) zum Angriff auf die Wettbewerbsraucher. Die helle American-Blend-Mischung der neuen Swiss Original soll wieder jüngere Kundensegmente zur geschmacksintensiven Maryland-Tabak-Marke Brunette führen. «Die ‹Swiss Original› ist eine Rückbesinnung zur ursprünglichen Marke, wie man sie auch bei anderen Produkten beobachten kann», sagt PM-Pressesprecher Marc Fritsch. Nur dürfe diese nicht altbacken daherkommen. Bei Brunette Swiss Original heisst das: zweidimensionales, klares Packungsdesign, nur drei Farben und, als zentrales Element der Werbung, das wiederbelebte Logo der 1924 gegründeten Marke – ein stilisierter Elefant.
Dieser wurde Anfang Jahr in der Teaser-Plakatkampagne mit ironischer Absurdität als neues Schweizer Original positioniert, indem er die klassischen Originale wie Matterhorn und Holzchalet aus der Bildfläche schob. CD Michael Gerber: «Im Spot wollen wir nun diese Positionierung weiterführen.» Darin wird eine klischeehafte Schweiz mit Matterhorn, Alphornmusik und einer Horde japanischer Touristen gründlich auf die Schippe genommen.
Denn statt das meistfotografierte Wahrzeichen abzuknipsen, sind die Touristen vom Brunette-Elefanten angezogen. Die Mechanik, traditionelle Werte humorvoll in Frage zu stellen und so die alternative Marke attraktiv zu machen, werde langfristig beibehalten, wobei der Elefant künftig nicht mehr eine so tragende Rolle spielen wird, erklärt Fritsch. Über die nächsten Spielvarianten will die Basler MRG noch nichts verraten. Klar scheint nur, dass für die vormalige Blue-collar-Marke Brunette mit weiteren nonkonformistischen Auftritten, die bislang Parisienne vorbehalten waren, eine trendige Identität aufgebaut werden soll.
Nimmt man die Stimmen der Teens und Twens in den angesagten Chat-Foren als Gradmesser für die Hipness der Marke, sieht man, dass der Elefant noch einen langen Weg vor sich hat. Die Unterstützung, die Hannibals Dickhäuter versagt blieb, dürfte bei Philip Morris im Land
ihres internationalen Sitzes kein Problem sein.
Starker Tobak aus dem Hause MRG: In der Brunette-Werbung wird die klischeehafte Schweiz gründlich auf die Schippe genommen.
Luca Aloisi

Cablecom liefert SRG-Signal

Rundfunk Die SRG hat die Distributionsverträge mit Swisscom Broadcast und Cablecom neu ausgehandelt.

Rundfunk Die SRG hat die Distributionsverträge mit Swisscom Broadcast und Cablecom neu ausgehandelt.Ab 2006 ist für die Übertragung des Signals von den SRG-Studios zu den Swisscom-Sendern in erster Linie die Cablecom zuständig. Mit den neuen Verträgen spart die SRG nach eigenen Angaben 20 Millionen Franken pro Jahr.

Der serbische Blic lanciert eine Europa-Ausgabe

Presse Der Ringier Verlag lanciert eine internationale Ausgabe der Boulevardzeitung Blic.

Presse Der Ringier Verlag lanciert eine internationale Ausgabe der Boulevardzeitung Blic.Ab 4. April richtet sich Blic Europa mit einer eigenen Redaktion an die über 950000 im Ausland lebenden Serben. Zu Beginn ist das Blatt in Deutschland, Österreich, Belgien, Holland und der Schweiz erhältlich. Die Startauflage beträgt 45000 Exemplare. Den Anzeigenverkauf übernimmt die DMB Medien & Verlags GmbH. (Siehe Editorial Seite 5)

20 Minuten und FuW unter Kalls Lupe

Zeitungen Tamedia sieht bei den Neuerwerbungen Optimierungspotenzial.

Zeitungen Tamedia sieht bei den Neuerwerbungen Optimierungspotenzial. Nach dem «unbefriedigenden Ergebnis 2003» konnte Hans Heinrich Coninx, VR-Präsident von Tamedia, diese Woche ein «erfreuliches Resultat» verkünden. Für den Zürcher Medienkonzern sei 2004 «ein Jahr der Erneuerung und des Aufbruchs» gewesen, sagte er. Das gelte zum einen in finanzieller Hinsicht (siehe Seite 18). Dann hätten aber mit Tages-Anzeiger, Facts, Schweizer Familie und Annabelle gleich vier Tamedia-Produkte auch einen Relaunch oder ein Redesign erfahren.Das war offenbar nur der Anfang. CEO Martin Kall will weitere Titel «optimieren». Namentlich erwähnte er die Anfang 2005 vollständig übernommenen 20 Minuten und Finanz & Wirtschaft (FuW). Bei 20 Minuten steht wohl in erster Linie eine weitere Expansion in die Ostschweiz an, jedenfalls will Kall ein solches Projekt «im zweiten Quartal» prüfen. Als möglichen Starttermin nannte er Herbst 2005. Über den Schritt in die Innerschweiz vor neun Monaten zeigte er sich sehr zufrieden. Auch ein Redesign scheint nicht ausgeschlossen. Der «Pioniergeist und den frechen Charakter» der Pendlerzeitung wolle man aber wahren, versicherte Kall. Weiter denkt er über Kostensynergien, etwa im IT-Bereich, nach.
Bei der «toll positionierten und trotz starkem Anzeigenverlust erfolgreichen» FuW prüft Kall, wie das Wirtschaftsblatt und Tamedia «besser zusammenarbeiten können, ohne dass die eigenständige FuW-Kultur angetastet wird». Auch hier tönte Kall an, dass er ein Redesign in Erwägung zieht.
Markus Knöpfli

APG präsentiert Rivella als Fallbeispiel

Plakat In der dritten Ausgabe ihres Newsletters PPI Flash untersucht die APG das Fallbeispiel Rivella.

Plakat In der dritten Ausgabe ihres Newsletters PPI Flash untersucht die APG das Fallbeispiel Rivella.Die Kampagne «Welche Farbe hat dein Durst» setzte stark auf Plakatwerbung und wurde durch die Studie Poster Performance Index (PPI) begleitet. Der Newsletter zeigt, wie beim Launch des Subbrands Rivella Grün die neuen Farb- und Emotionswelten im Publikum verankert wurden und welchen Anteil Kreation und Medium daran hatten. Der PPI Flash steht unter www.apg.ch/publikationen als PDF-Datei zum Download bereit.
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