L’Hebdo vermittelt Partner mit Parship

Kontaktanzeigen Das Ringier-Magazin L'Hebdo hat das Angebot der Online-Partnervermittlung Parship in seine Website integriert.

Kontaktanzeigen Das Ringier-Magazin L’Hebdo hat das Angebot der Online-Partnervermittlung Parship in seine Website integriert.Für Daniel Pillard, Direktor von Ringier Romandie, ist das die logische Ergänzung zur Kontaktrubrik im Magazin, die parallel dazu weitergeführt wird. Parship richtet sich an ein gehobenes Kundensegment; die Nutzer müssen sich für mindestens sechs Monate und eine Gebühr von 285 Franken einschreiben. Die Partnervermittlung, die mehrheitlich der deutschen Holtzbrinck-Verlagsgruppe gehört, arbeitet in der Deutschschweiz unter anderem mit der NZZ und der Weltwoche zusammen.

Arbeitstier für Farbdokumente

Digitaldruck Risos HC5000 setzt im semiprofessionellen Farbprint Benchmarks.

Digitaldruck Risos HC5000 setzt im semiprofessionellen Farbprint Benchmarks.Gemäss einer Erhebung, die IT-Experte Robert Weiss, Robert Weiss Consulting, kürzlich anlässlich einer Presseorientierung der Fritz Schumacher AG (Schumacher) präsentierte, entwickeln sich die Verkäufe der Farb-Seitendrucker im Vergleich zu den Mono- bzw. Schwarzweiss-Seitendruckern deutlich besser. Konkret haben die Verkaufszahlen der Farbdrucker in der Schweiz von 23000 auf 43000 um 87 Prozent zugenommen, während der Verkauf von Monodruckern von 168000 auf 132000 Einheiten um über 20 Prozent zurückgegangen ist. Das heisst: Dokumente werden farbiger. Dieser Trend liegt aber vermutlich nicht nur daran, dass Farbe einfach cool und gefragt ist, sondern hängt bestimmt auch mit den deutlichen Preisveränderungen zusammen. Während die Mono-Seitendrucker eine Verschiebung (= Reduktion) bei den Durchschnittspreisen von etwas mehr als 13 Prozent verkraften mussten, wurden die Farb-Seitendrucker fast um die Hälfte günstiger.Kein Wunder, möchte sich auch die Firma Schumacher zukünftig einen Teil vom Kuchen des Farbdrucker-Segments abschneiden. Dazu hat das Unternehmen einen neuen Farb-Seitendrucker von RISO Kagaku (Riso) ins Produktportfolio aufgenommen.
Ab sofort auch in der Schweiz
Mit dem Farbdrucker Riso HC5000 will Schumacher in der Schweiz punkten. Der Drucker, der auf der Fachmesse drupa im Mai 2004 bei der Fachwelt für Aufsehen sorgte, ist inzwischen verfügbar und wird jetzt in der Schweiz vom in Zürich ansässigen Unternehmen auf den Markt gebracht. Der schnelle Hochgeschwindigkeits-Vollfarbdruck ist dank einer gemeinsamen Entwicklung von Olympus und Riso möglich – Basis ist eine neue mit dem Piezo-Inkjetverfahren verwandte Inkjettechnik, die Riso Forcejet nennt.
105 Seiten/Minute – farbig
Der Riso HC5000 verarbeitet Papiere vom Format DIN A6 bis zu DIN A3 Überformat (340 x 550 mm) – und das in einer berauschenden Geschwindigkeit. So dringt der Farbdrucker in Bereiche vor, die gerade noch die Messlatte bei den Schwarzweiss-Druckern darstellte: Mit seiner Druckgeschwindigkeit von 105 Seiten pro Minute ist der HC5000 im Business-Segment der schnellste Vollfarb-Drucker der Welt. Der Drucker erreicht diese Rekordmarke durch das verwendete Line-Inkjet-Head-System, das statt eines Druckkopfes (der sich üblicherweise hin- und herbewegen muss) Druckkopfzeilen verwendet. Wenn auch diese Technologie nicht ganz neu ist, so ist der HC5000 zumindest das erste Hochgeschwindigkeits-Vollfarbdrucksystem, das diese Technik für das beidseitige Bedrucken einsetzt. Hier liegt die Geschwindigkeit deshalb bei beeindruckenden 74 Seiten pro Minute. Die Angaben beziehen sich auf die Standardauflösung von 600 dpi; bei der feineren, maximalen Auflösung von 900 dpi verringert sich die Druckleistung entsprechend.
Mit Kosten von nur 6,25 Rappen pro Seite liegen gemäss Werner Studer, Verkaufsleiter der Firma Schumacher, die Betriebskosten des HC5000 zwischen einem Drittel bis einem Zehntel der vergleichbaren Kosten von Standard-Farbdruckern. Verantwortlich für die tiefen Druckkosten und den hohen Durchsatz ist aber auch der ebenfalls von Riso entwickelte, auf PostScript 3 basierende Controller ComColor. Dieser Rip erlaubt das Drucken von wechselnden Datensätzen und ermöglicht den Anwendern, dass diese ihre Dokumente bei Bedarf automatisch sortiert drucken können. Dies erspart eine manuelle Sortierung – und im Endeffekt Zeit.
Mit dem optionalen Multifunktions-Finisher können zukünftig die gedruckten Dokumente gleich zu Dossiers, Broschüren etc. zusammengeheftet, gelocht oder gefalzt werden. Der Finisher, der auch die versetzte Ausgabe von Dokumenten ermöglicht, ist derzeit aber noch nicht erhältlich. Werner Studer geht davon aus, dass dieser im Sommer dieses Jahres verfügbar ist.
Kopie in Hochgeschwindigkeit
Der HC5000 kann auch zum leistungsfähigen Kopierer ausgebaut werden. Dazu wird ein Hochleistungs-Scanner (Epson GT 1500) angeschlossen, der die Erfassung der zu kopierenden Dokumente übernimmt. Scanner, Kabel etc. werden direkt von Schumacher angeboten.
Insgesamt hat Riso damit ein leistungsstarkes Arbeitstier für den Druck von farbigen Dokumenten entwickelt. Das belegen auch die Angaben zur Lebensdauer (6 Millionen Drucke) und zum monatlichen Druckvolumen (20000 bis 250000 Seiten). Sie führen insgesamt zu sehr guten Betriebskosten (TCO). Davon und vom Drucksystem Riso HC5000 konnte die Schumacher AG bereits eine kantonale Behörde und zwei Druckereien überzeugen.
Der HC5000 in Vollausstattung: Farbdrucksystem mit Scanner und Multifunktions-Finisher.
Jürgen Franck

MadeToPrint für Xpress

Publishing Die neue Version der Ausgabe-Extension MadeToPrint XT von callas software beschleunigt jetzt auch Drucken und Datenexport aus QuarkXPress 6.

Publishing Die neue Version der Ausgabe-Extension MadeToPrint XT von callas software beschleunigt jetzt auch Drucken und Datenexport aus QuarkXPress 6.Eine Mac-OS-X-Version ist ab sofort im Handel, die Variante für Windows 2000/XP soll ab Ende April 2005 lieferbar sein. MadeToPrint XT speichert Druckeinstellungen in abrufbaren Jobs und erlaubt das parallele Ausführen mehrerer Ausgabebefehle wie gleichzeitiges Drucken und PDF-Exportieren einer QuarkXPress-Datei. Mit MadeToPrint XT Auto gibt es ausserdem eine neue Lösung, die den automatischen Betrieb der Extension mittels überwachter Ordner (Hotfolder) möglich macht – sowohl unter Mac OS X als auch unter Windows. www.callassoftware.com

Stopp-Kleber boomt

Direktwerbung Der «Stopp Reklame»-Kleber breitet sich aus.

Direktwerbung Der «Stopp Reklame»-Kleber breitet sich aus.Gemäss dem neuen Kommunikations-Atlas der Schweiz war 1999 erst jeder fünfte Briefkasten mit einem Kleber versehen. Heute ist es fast jeder dritte. In einigen urbanen Kommunikationsräumen wie Basel, Zürich und St. Gallen wünschen schon deutlich über die Hälfte aller keine unadressierte Direktwerbung.

Neue Creative Suite

Publishing Adobe Systems kündigt voraussichtlich für Juni 2005 mit der Adobe Creative Suite 2 (CS2) eine neue Version seiner Design- und Publishing-Umgebung an.

Publishing Adobe Systems kündigt voraussichtlich für Juni 2005 mit der Adobe Creative Suite 2 (CS2) eine neue Version seiner Design- und Publishing-Umgebung an.Die CS2 Premium Edition kombiniert die neuen Vollversionen von Photoshop CS2, InDesign CS2, Illustrator CS2 und GoLive CS2 sowie Acrobat 7. 0 Professional mit dem neuen Designprozessmanager Version Cue CS2. Eine völlig neue Komponente der CS2 ist der Datei-Browser Adobe Bridge, der als Schaltzentrale für Produktivität, Bildverwaltung und Kreativität dient. www.adobe.de/products/creativesuite/

Ein Design mit neuer Kraft

Schokolade Toblerone und Ogilvy lassen in einem Publikumswettbewerb die berühmteste Schokolade der Schweiz neu verpacken.

Schokolade Toblerone und Ogilvy lassen in einem Publikumswettbewerb die berühmteste Schokolade der Schweiz neu verpacken.Sie schaut aus wie das Matterhorn und gilt als Sinnbild für Schweizer Qualität. Toblerone wurde von den Schweizer Konsumenten gemäss BrandAsset Valuator AY&R 2003 zur Power Brand Nr. 1 gewählt – vor Lego, Ovomaltine und Zweifel. Die dreieckige Toblerone wurde als eine der ersten Formen markenrechtlich geschützt. Die Schokolade wurde 1908 von Theodor Tobler und Emil Baumann in Bern entwickelt. 1969 kam die zartbittere Toblerone dunkel auf den Markt, 1973 folgte die Toblerone weiss. Auch nach dem Verkauf an den internationalen Konzern Kraft Foods wird die Toblerone weiterhin in Bern produziert. Neun von zehn Stück werden in über 120 Länder exportiert. Damit ist Toblerone ein wichtiger Imageträger der Schweiz und eine Ikone im Tourismusbereich.Weder Chancen noch Sinn also, bei der Toblerone je etwas an ihrem Erscheinungsbild zu ändern. Ausser man macht es so raffiniert wie jetzt die Marketingleute von Kraft im Zürcher Seefeld zusammen mit Grendene, Ogilvy & Mather.
«Design & Win» heisst die Idee. Bei dieser Promotion werden die Konsumenten mit einem grossen Gestaltungswettbewerb direkt in die Entwicklung der Marke einbezogen. Die drei besten Vorschläge für ein neues Verpackungsdesign werden im Oktober in einer Limited Edition auf den Markt gebracht. Einsendungen werden von Februar bis Mai erwartet.
Auch Promis mögen Toblerone
Der Wettbewerb wird bekannt gemacht mit klassischen Inseraten in diversen Medien, vorwiegend in den Publikationen von Ringier. Dort gibt es regelmässige Editorials zur Bekanntgabe der acht Wochengewinner. Diese werden unter www.toblerone.ch in einem Publikumsvoting ermittelt. Dazu stellt eine interne Jury bei Kraft Foods wöchentlich eine Vorauswahl mit den besten Einsendungen ins Netz. Banners auf diversen Ringier-Sites wie zum Beispiel Blick Online mit 200000 Visits pro Tag führen mit Links auf die Toblerone-Site. Unabhängig von der Selektion der dortigen Online-Jury darf auch ein Promi in der Schweizer Illustrierten auf Seite 3 wöchentlich seinen Favoriten für das neue Design vorstellen. Als Testimonials haben bis jetzt Vreny Schneider, Horst Petermann oder die Miss Schweiz Fiona Hefti ihre Liebe zu Toblerone offenbart.
Am POS ist der Wettbewerb On Pack mit 1,5 Millionen Schokoladen bekannt gemacht worden. Auch alle Volvo-Händler in der Schweiz wirken bei der crossmedialen Kommunikation mit, denn als Hauptpreis wird unter allen Teilnehmern des Designwettbewerbs ein Volvo XC90 sowie andere Preise im Gesamtwert von 120000 Franken verlost.
Für die Lancierung als Limited-Edition im Oktober 2005 wird eine professionelle Jury mit Experten von Toblerone, Ogilvy und Ringier die drei Sujets bestimmen. Die siegreichen Designer werden mit jeweils 5000 Franken honoriert und dürfen sich «als neue Gestalter der Ikone Toblerone» feiern lassen, wie Hermann Crux, Director Marketing bei Kraft Foods meint. Diese Ehre erklärt natürlich, wieso auch auffallend viele professionellen Designer sich bereits am Wettbewerb beteiligt haben.
Der Wettbewerb ist auf die Schweiz beschränkt. Da die Toblerone in der Schweiz produziert und gern als Mitbringsel ins Ausland mitgenommen wird, gilt sie als eine Art Botschafter für die Schweiz. «Deshalb sollten wir für den Wettbewerb und die Entwicklung der Marke auch nur den Schweizer Konsumenten einbeziehen», meint Kraft Foods.
Auf keinen Fall zur Diskussion steht, dass die Verpackung über die Limited-Edition hinaus eine gestalterische Veränderung erfahren könnte. Toblerone ist ein so berühmter Markenartikel geworden, weil die Schokolade «ein immer wieder erkennbares Design mit grosser Konstanz hat». Wichtig sei auch, dass auf der Packung keine Genussabbildung wie bei anderen Schokoladen zu finden ist. Das Versprechen wirkt bereits und viel nachhaltiger allein durch das
Erkennen der Ikone (siehe auch Interview Seite 10).
Mehr verändern und gar völlig neue Formen einbringen darf Grendene, Ogilvy & Mather als Hausagentur für den Süsswarenbereich von Kraft Foods bei der Marke Suchard. Bereits im Februar lancierte diese Traditionsmarke eine völlig neue Linie von Geschenkpralinés im Schweizer Detailhandel. Suchard Désirs, Suchard Symphonie und Suchard Kirschstängeli sollen den verwandten Produkten von Cailler und Lindt einen Teil des Marktes streitig machen. Erfolgreich auftreten will Suchard in einem modernen Verpackungsdesign mit Pralinés der Schweizer Spitzenqualität und trotzdem attraktiven Preisen.
Suchard ist die erste registrierte Marke der Welt im internationalen Markenregister in Genf. Philippe Suchard hat 1826 mit der Produktion von Schokolade angefangen. Seither war Suchard ein Pionier der Vermarktung. Schon 1855 war die Schokolade an der Weltausstellung in Paris mit dabei. 1873 hat der Patron in einer Felswand neben der Rigibahn die Worte «Chocolat Suchard» anbringen lassen.
Für die Lancierung der neuen Pralinés hat Ogilvy mit ihrem CD Michel Hitz auf eine massive nationale TV-Kampagne gesetzt. Der Spot wurde von Reto Salimbeni und seiner Manifesto Films in einem Designerloft in Mailand gedreht. Ein Mann und eine Frau haben unabhängig voneinander die gleich süsse Idee, nämlich sich gegenseitig mit den neuen Pralinen von Suchard zu überraschen – als Zeichen ihrer Wertschätzung.
Design and win! Jenen, die die Toblerone neu verpacken, winken attraktive Preise.
Ansporn zum Mitdesignen: Jede Woche stellt die interne Jury von Kraft Foods eine Vorauswahl der besten Einsendungen ins Netz.
Andreas Panzeri

Le Temps startet Börsenplattform

Zeitungen Mit dem Relaunch vom 13. April (siehe Werbewoche 12/05) halbiert Le Temps seinen Börsenteil.

Zeitungen Mit dem Relaunch vom 13. April (siehe Werbewoche 12/05) halbiert Le Temps seinen Börsenteil.Als Ersatz lanciert die Genfer Tageszeitung auf ihrer Website am 18. April eine Informationsplattform für Finanzfragen. Sie werde den Zugang zu allen Märkten ermöglichen, heisst es in einer Mitteilung. Zudem könne die Entwicklung von Standardwerten oder ausgewählten Portefeuilles verfolgt und diverse SMS-Dienste abonniert werden. Le Temps arbeitet dazu mit dem Finanzinfoservice Infotec (einer Edipresse-Tochter) und dem Mobile-Dienstleister Echovox zusammen.

Photopress erweitert Kundenportfolio

Die PR-Agentur Photopress unterstützt neu Carlsberg, Adelboden Tourismus und das Osec Business Network Switzerland im Bereich Media Relations.

Die PR-Agentur Photopress unterstützt neu Carlsberg, Adelboden Tourismus und das Osec Business Network Switzerland im Bereich Media Relations.Die Tochter der Bildagentur Keystone, die vor allem Pressebildservices anbietet, hat für Carlsberg eine Datenbank mit Navigation eingerichtet, wo sich Bilder zu den Sportsponsoring-Engagements der Biermarke finden. Für Adelboden präsentiert Photopress Fotos vom Skiweltcup sowie touristische Stimmungsbilder. Die Exportförderer von Osec stellen via Photopress aktuelles Bildmaterial von Konferenzen und Events sowie Porträts der Geschäftsleitung und Hintergrundbilder zur Verfügung.

Frisch aufgemöbelt

Mediendesign Das Zürcher Designduo Ulrike Beling und Nina Thoenen darf für Ligne Roset einen neuen Katalog für die ganze Welt produzieren.

Mediendesign Das Zürcher Designduo Ulrike Beling und Nina Thoenen darf für Ligne Roset einen neuen Katalog für die ganze Welt produzieren.Eine gute Website kann es bringen. Das Zürcher Atelier Beling Thoenen Design zeichnet neben der Aufmachung für die Schweizer Zeitschrift Ideales Heim auch für deren deutsche Ausgabe Atrium verantwortlich. Dieses Heft wird von den Marketingleuten bei Ligne Roset in Freiburg gelesen. Diese finden Beling Thoenen im Impressum aufgeführt und kibitzen deshalb interessiert auf www.belingthoenen.com. Dieser Link hat den beiden Designerinnen Ulrike Beling und Nina Thoenen eine Einladung zum Pitch mit drei namhaften Agenturen sowie schliesslich den Auftrag für einen neuen Weltkatalog von Ligne Roset eingebracht. Zwar befindet sich die Zentrale des Möbelhauses in Paris, und dort wird auch nach wie vor ein eigener Katalog in französischer Sprache produziert. Für alle anderen Länder gilt aber als Vorlage die deutsche Ausgabe. Diese wird in acht Sprachen, darunter auch Japanisch und Kyrillisch übersetzt. Insgesamt rechnet sich die gesamte Auflage für das nun bisher grösste Werk von Beling Thoenen auf 500000 Exemplare.
Die beiden Frauen übernehmen den gesamten Job vom Design des Heftes bis zum redaktionellen Abschluss. Für die Gestaltung kann auf eine Datenbank von Ligne Roset International mit 10000 Bildern zugegriffen werden. Rund 70 Prozent der Abbildungen sind noch aus altem Material zusammengesetzt worden. Es ist aber die Idee, dass Beling Thoenen sukzessive alle neuen Möbel auch nach ihren eigenen konzeptionellen Vorstellungen fotografieren lässt. «Klarheit, Sinnlichkeit und Wärme», heissen die Begriffe, mit denen die Zürcher Designerinnen die bisher eher kühl gestylten Möbel von Ligne Roset einladender für eine weibliche Welt präsentieren wollen. «In Zeiten einer schlechten Konjunktur erfährt der Zeitgeist eine Sehnsucht nach mehr Wärme», meint Ulrike Beling.
Für das Konzept der Broschüre kursiert das neue, aus den USA kommende Wort «Magalog» – der Begriff steht für eine Kombination von redaktionellem Magazin und Katalog.
Da Ligne Roset in Deutschland für den alten Katalog 15 Jahre lang mit der gleichen Agentur gearbeitet hat, erhofft man sich auch von Beling Thoenen Design eine längerfristige Zusammenarbeit.
Erfolgsgespann: Ulrike Beling (links) und Nina Thoenen firmieren seit Anfang 2004 mit Beling Thoenen Design im Zürcher Seefeld.
Das Portfolio von Beling Thoenen Design reicht von Bolero über Sport bis zum Zürcher Ballettmagazin Position five.
Andreas Panzeri

«Markt bewegen»

Verpackungsdesign Hermann Crux, Director Marketing, und Natalia Sanz, Manager Marketing bei Kraft Foods, über ihre Strategien.

Verpackungsdesign Hermann Crux, Director Marketing, und Natalia Sanz, Manager Marketing bei Kraft Foods, über ihre Strategien.WW Toblerone ist die berühmteste Verpackung der Schweiz. Wieso ein neues Design?Hermann Crux Wir versuchen den Konsumenten über verschiedenste Wege zu erreichen. Das Standardprodukt Toblerone bleibt immer unverändert und daran wird sich auch in näherer Zukunft nichts ändern. Trotzdem wollen wir Bewegung in die Marke bringen. Mit diesem Wettbewerb erreichen wir mehrmals grosse Aufmerksamkeit. Zuerst beim Ausschreiben des Wettbewerbs, dann acht Wochen lang rund um das Voting und schliesslich im Herbst noch einmal bei der Publikation der limitierten Edition mit den drei preisgekrönten Verpackungen. Unser Konzept heisst Kommunikation über 360 Grad: möglichst breit in alle Medien rein, aber mit einer sehr fokussierten Botschaft. 360 Grad kann man wunderbar mit einer so positionierten Marke kommunizieren. Mit einer weniger breiten Marke und nicht so fokussierter Botschaft könnte das gefährlich werden.
Wie gross ist das Interesse am Mitmachen beim Wettbewerb «Design & Win?»
Natalia Sanz Die Resonanz ist sehr gut. Nach einem Monat sind bereits über tausend Designvorschläge für die Gestaltung der Schweizer Schokoladenikone bei uns eingetroffen. Wir bekommen Ideen, die relativ nahe am Original sind, andere präsentieren die Welt der Berge und Kühe im Ethnostil. Auch Retromotive und Pop Art sind stark vertreten. Natürlich machen auch viele Kinder mit.
Was ist der Hintergedanke, dass das Publikum in das Design einbezogen wird?
Sanz Der Hintergedanke des Wettbewerbs ist, die Attraktivität der Marke weiter zu steigern, die Verbindung des Verbrauchers mit der Marke weiter zu aktivieren. Toblerone soll nicht nur als unantastbare Ikone verstanden werden.
Wie gross ist die Rolle der Agentur bei diesem Wettbewerb?
Crux Der Wettbewerb ist ein gemeinsamer Prozess. Der Auftrag lautete, eine Kommunikation für dieses Jahr zu finden, welche die Zielsetzung erreicht, die Marke wieder stärker an den Konsumenten hin zu bewegen. Dazu wollten wir keine Einwegkommunikation lancieren, wie sich das einstellt, wenn man TV-Werbung schaltet. Wir suchten etwas mit stärkerer Teilnahme von Seite der Konsumenten. Wir wollten aber auch kein Gewinnspiel, wo es 50 Autos zu gewinnen gibt. Unsere Idee sollte sich sehr intelligent mit der Marke beschäftigen und stark die Punkte ansprechen, die für die Schweizer Bevölkerung wichtig sind im Zusammenhang mit Toblerone. Der konkrete Vorschlag für einen Designwettbewerb ist dann von Ogilvy gekommen, unserer Hausagentur im Süsswarenbereich.
Was sind die Pläne von Kraft Foods im Bereich Suchard?
Crux Wir haben in der Schweiz drei grosse Namen von Chocolatiers, die ganz stark mit Historie verbunden sind. Lindt, Cailler und Suchard. Unsere Zielsetzung ist es, die etwas vernachlässigte Marke Suchard wieder zu einer grossen Marke zu machen. Das führt ganz stark über den Weg der Geschenkpralinés.
Also echte Chocolatierkunst. Deswegen ist neben der Lancierung der exklusiven Tafellinie mit hohem Kakaoanteil Suchard Sensations die Platzierung eines sehr hochwertigen Sortimentes von Pralinen und Kirschstängeli oder Osterhalbeier eine wichtige Offensive, um mit einer überzeugenden Schweizer Qualität die Konsumenten für Suchard – den Premium Chocolatier – zu gewinnen. Dazu haben wir eine komplett neue Produktlinie konzipiert.
Welche Rolle spielt die Preispolitik für die Positionierung?
Sanz Wichtig ist, dass wir in der Königsdisziplin der Schokolade, den Geschenkpralinen, wieder stark vertreten sind. Dieser Markt ist sehr traditionell. Wir wollen uns aber mit einem moderneren Auftritt positionieren. Vor dem Hintergrund der
zunehmenden Preissensibilität der Konsumenten ist der Preis auch bei Premiumprodukten ein zentrales Verkaufsargument geworden.
Interview: Andreas Panzeri

Surprise, surprise

Gesellschaft Acht Jahre nach seiner Lancierung 1997 hat sich Surprise einen Stammplatz auf den Strassen aller wichtigen Schweizer Städte erobert.

Gesellschaft Acht Jahre nach seiner Lancierung 1997 hat sich Surprise einen Stammplatz auf den Strassen aller wichtigen Schweizer Städte erobert.Rechtzeitig zum Start der Jubiläumsausgabe des 100. Strassenmagazins erscheinen in den Städten Bern, Basel und Zürich zwei verschiedene Plakatsujets der Zürcher Werbeagentur Publicis, die in überraschender Weise den Überlebenskampf auf der Strasse thematisieren. Der Fokus liegt auf den Menschen, die Ihr Dasein auf der Strasse bestreiten müssen. In der provokanten Aussage gipfelnd «Auf der Strasse schaffts nicht jeder bis 100», visualisieren die Sujets die typische Tatortsituation. Kreidekonturen zeigen an, dass wieder ein Mensch «unfreiwillig» von der Strasse geholt wurde. Auf den Punkt gebracht sind die Jubiläumsplakate nicht nur eine Hommage an die unzähligen bekannten und unbekannten Helden der Strasse, sondern zeigen denen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind, den konkreten Ausweg aus einer prekären Lebenssituation.

JobChange

Im Laufe des Sommers übernimmt Lukas Tenger (Bild) die Funktion des Client Service Directors bei Advico Young & Rubicam. Tenger war in den vergangenen sechs Jahren als Unitleiter für Publicis tätig. ... Texter Michael Rüegg (Bild) macht sich

Im Laufe des Sommers übernimmt Lukas Tenger (Bild) die Funktion des Client Service Directors bei Advico Young & Rubicam. Tenger war in den vergangenen sechs Jahren als Unitleiter für Publicis tätig. …
Texter Michael Rüegg (Bild) macht sich als Freelancer selbstständig. Zuvor war er zwei Jahre lang bei Jung von Matt/Limmat und danach einige Monate bei McCann Erickson tätig.
…
Anfang Mai übernimmt Frederik Stucki als Publizistischer Leiter Radio der Espace Media Groupe die programmliche Gesamtleitung von Radio Extra Bern und Canal 3. Bei Letzterem amtete er bisher als Programmdirektor.
…
Die Kommunikationsgruppe Factory hat Dominique Vonbun (Bild) zur neuen Präsidentin gewählt. Vonbun ist Geschäftsführerin von Lacoray Promotion in Zürich. Factory vereint als Generalunternehmer für Kommunikation sieben unabhängige Firmen aus unterschiedlichen Disziplinen unter einem Dach.
…
Marketingfachmann Andy Andresen und PR-Spezialistin Michèle Graf haben die Kommunikationsagentur Graf Andresen in Bern-Belp gegründet. Sie ist in den Bereichen Brandmarketing, Corporate Identity, Werbung und Kommunikation sowie Design tätig.
…
Adrian Heuss verstärkt den Bereich Life Sciences und Wissenschaftskommunikation der PR-Agentur Advocacy. Heuss hat Molekularbiologie studiert und die Ringier-Journalistenschule besucht. Danach sammelte er Erfahrungen in der Wissenschaftskommunikation bei Burson-Marsteller in Bern.
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