Mehr Effizienz für Effie
Branchenverband Die Vereinigung der Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen heisst neu BSW Leading Swiss Agencies.
Überdurchschnittliche Qualität auf internationalem Niveau wird künftig für die Aufnahme und den Verbleib einer Agentur im BSW entscheidend sein. In Zeiten, wo «Diskussionen zunehmend auf Preishysterie reduziert werden», wie BSW-Präsident Peter Leutenegger meint, muss Qualität wieder zum Thema gemacht werden. Potenziellen Kunden muss bewusst gemacht werden: «Gute Werbung ist wirksam und liefert ‹business building ideas› für die Unternehmen.» Es ist dem Verband deshalb ein Anliegen, die Qualität nachhaltig zu fördern – bei Agenturen und Kunden.
Neuausrichtung des EffieDie Führerschaft der BSW-Agenturen gründet darin, dass sie im globalen Markt bestehen und internationalen Standards gerecht werden. Die Aufnahme bei BSW Leading Swiss Agencies wird deshalb an eine noch strengere Qualitätskontrolle geknüpft. Der Verband repräsentiert nur die führenden Schweizer Werbe- und Kommunikationsagenturen, die auf Grund ihrer Kompetenz, Grösse und Erfahrung auch den anspruchsvollsten Aufgaben gewachsen sind.
Das hauptsächliche Augenmerk gilt dabei der Effizienz der Kommunikation. Werbung muss wirksam und wirtschaftlich sein – dies erwartet die Kundschaft. Der vom Verband verliehene Effie-Preis wird in diesem Zusammenhang neu ausgerichtet. Belohnt wird künftig noch vorrangiger die messbare Marktleistung einer Kampagne respektive das Erreichen gesetzter Marketingziele. Dazu soll eine neue Jury einberufen werden, in welcher «nicht nur Werber, sondern auch Topleute aus der Wirtschaft» vertreten sind, wie BSW-Geschäftsführer Walter Merz erklärt. Jeder Einsender einer Kampagne «soll erkennen, dass er mit einer guten Arbeit gewinnen kann, wenn seine Kampagne messbar etwas bewirkt hat».
Der Preis für hervorragende Marktkommunikation soll «kein Preis von Werbern für Werber» sein. Entsprechend sollen bei der Jurierung ADC-Auszeichnungen auch nicht mehr so stark im Vordergrund stehen. Man will «Unternehmen auszeichnen, die den Mut haben, in Kommunikation zu investieren». Nicht zuletzt will der Verband nämlich auch stärker bekannt machen, «dass Kommunikation in der Schweiz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist», wie Vizepräsident Kurt Gallus Schmid betont.
Optimistischer MonitorGemäss einer verbandsinternen Umfrage war 2004 für die BSW-Agenturen ein Jahr der Konsolidierung. Sie konnten ihre Erträge gegenüber 2003 halten. Für 2005 sind die BSW-Agenturen optimistisch. 75 Prozent der Agenturen erwarten einen gleich bleibenden oder höheren Umsatz und Gewinn gegenüber Vorjahr. Bei den Kunden sehen die Agenturen teilweise noch brachliegendes Potenzial: Markenführung, Engagement des Topmanagements, langfristiges Denken sowie die Kommunikation als Key Factor des Marketingerfolgs – das sind die Elemente, die nach Überzeugung der BSW-Agenturen in der Werbewirtschaft den Ausschlag geben und denen noch grössere Bedeutung zugemessen werden müsste.
Das neue BSW-Logo: Schweizerisch mit globalem Horizont.
Andreas Panzeri
