Stalder unter Druck

Verbände Die Verleger verwahren sich gegen SWA-Berechnungen.

Verbände Die Verleger verwahren sich gegen SWA-Berechnungen.«Unwahr, einseitig und stellenweise unanständig» – so werten die Schweizer Verleger die Äusserungen von Gérard Stalder. Der Präsident des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbandes SWA wetterte an dessen Jahresmeeting: «Die viel gelobte Medienvielfalt als Ausdruck des helvetischen Föderalismus ist das Zeitungspapier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt wird.» Stalder meinte, «die Verleger essen jetzt 65 Prozent des Werbekuchens». In einer Pressemitteilung reagiert der Verband Schweizer Presse mit Korrekturen. Gemäss den neuesten Zahlen der Stiftung Werbestatistik Schweiz beträgt der Anteil von Zeitungen, Publikumszeitschriften, Spezial- und Fachpresse am gesamten Schweizer Werbeaufkommen nur 45 Prozent. Als «völlig ohne Grundlage» bezeichnet Schweizer Presse Stalders Behauptung, die Verleger würden «ihre Machtposition dazu ausnutzen, die im Vergleich zum Ausland ohnehin schon hohen Insertionspreise laufend weiter zu erhöhen». Die Verleger: «Erstens liegen die Schweizer Anzeigenpreise im internationalen Vergleich eher tief, und zweitens haben sich die meisten Verleger bei ihrer Preispolitik in den letzten Jahren grosse Zurückhaltung auferlegt. Wo es Erhöhungen gab, waren diese durch erhöhte Kontaktleistungen gerechtfertigt.»
Das Präsidium der Schweizer Presse fordert von Stalder eine Entschuldigung und «dass die zukünftige Kommunikation sowohl inhaltlich als auch verbal auf einem Niveau geführt wird, wie es unter Marktpartnern üblich ist.». SWA-Direktor Jürg Siegrist kannte bei Redaktionsschluss die Reaktion der Schweizer Presse noch nicht und wollte keine Stellung beziehen, er meint aber: «Die Fakten und Daten sind von uns genau geprüft.»
(pan)

Offensiver Aufbauer

Erwin Steiger will als neuer Vorsitzender der GL die Demoscope-Gruppe die Fähigkeiten der Mitarbeitenden als Potenzial nutzen.

Erwin Steiger will als neuer Vorsitzender der GL die Demoscope-Gruppe die Fähigkeiten der Mitarbeitenden als Potenzial nutzen.Eine verschworene Gemeinschaft kann viel erreichen. Davon ist Erwin Steiger überzeugt, wenn er jetzt als neu dazu gekommener Chef der Demoscope-Gruppe als Erstes mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Stunde lang persönlich sprechen will. «Die Leute zusammen- schweissen», nennt er diese Aufgabe. «Wir geben uns eine neue Strategie und die kommt nicht von oben, sondern von unten», erklärt er dieses «Entwickeln via Mitarbeiter». Das habe er noch nie so gemacht, weil seine Bereiche dazu früher immer viel zu gross waren.
Bei Demoscope Research & Marketing sind rund 80 Mitarbeitende, unter anderem Psychologen, Soziologen, Ökonomen oder Juristen vollzeitlich beschäftigt. Dazu kommen je nach Auslastung noch 400 Face-to-Face-Befragerende und rund 800 freie Mitarbeitende in den drei grossen Telefonlabors mit total 280 Arbeitsstationen. Als eine Stärke des Unternehmens sieht Steiger die «gute Mischung zwischen jungen dynamischen Projektleitern und erfahrenen Marktforschungsspezialisten».
Genau ein solches überschaubares Unternehmen im Bereich KMU hat sich Erwin Steiger gesucht, nachdem er beim Versicherungsriesen Winterthur als Chef Schweiz bereits 6000 Mitarbeitende führte. Er sei nicht der Verwalter, sondern ein Führertyp, der die anderen mitreissen will.
Nach einem Monat bei Demoscope in Adligenswil hat Erwin Steiger bereits mehrere wichtige Kunden besucht. Früher hat er 80 Prozent seiner Zeit an Sitzungen teilnehmen müssen. «Jetzt bin ich wieder näher beim Kunden und Mitarbeiter.»
Nach seiner langen Karriere in einem Konzern gefällt dem neuen Vorsitzenden der Geschäftsleitung bei Demoscope auch, dass hier das Aktionariat noch überblickbar ist.
Mit dem Wesen der Marktforschung ist Steiger bestens vertraut. Er hat bei der Winterthur bereits als Kunde für mehrere grosse Aufträge nicht nur mit Demoscope zusammen-gearbeitet. Er weiss, welche Fragen aus Kundensicht die wichtigen sind. Und er weiss auch: «Die Marke Demoscope ist sehr gut positioniert.»
Die Frage nach dem USP sei schwierig. Es gibt in der Schweiz in etwa vier grosse Marktforschungsinstitute, die meisten sind Fullservice-Anbieter. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, ist noch offen. Neben sehr grossen Erfahrungen im quantitativen und qualitativen Marktforschungsbereich zeichnet sich Demoscope durch eine äusserst effiziente Umfragearbeit aus. In den Telefonlabors finden täglich Befragungen statt. «Innert sehr kurzer Zeit kommen wir zu Ergebnissen, mit denen der Kunde etwas anfangen kann, weiss der neue Chef die Qualität seiner Leute und Methoden zu unterstreichen.
Zu den grössten Projekten in der Vergangenheit zählte die letzte Volkszählung, an der man massgeblich beteiligt war. Im Markt bekannt sind auch Produkte wie Market Radar oder Brand Valuator. Im Bereich Human Capital hat man ein Instrument entwickelt, das den Firmen die Möglichkeit bietet, regelmässig die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen und zu vergleichen. Aber auch zur Messung der Kundenbindung bietet Demoscope ein Instrument an, den Customer Orientation Monitor. «Man legt auf dem Markt noch zu wenig Wert darauf, dass Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenzufriedenheit einen direkten Bezug haben», weiss Steiger. Die Möglichkeit, diesen Bezug herzustellen, bieten die beiden Tools an.
Auch in der Werbeforschung ist Demoscope sehr aktiv. Die Kosten für die Lancierung neuer Produkte sind enorm, weshalb es sich immer lohnt, die Marktchancen der Produkte, aber auch die Werbemittel und -kanäle marktforscherisch auszuloten.
Seit Marktforschung im grösseren Stil betrieben wird, sind zwar viele neue Methoden dazugekommen und die Befragung via Internet oder Intranet hat Einzug gehalten, aber immer noch sind Befrager in den Telefonlabors tätig oder im Feld mit Laptops unterwegs. Generell stellt man fest, dass die Befragten immer weniger Zeit haben, weshalb auch die Interviews kürzer werden müssen.
Ein Wachstumspotenzial sieht Steiger bei politischen oder gesellschaftlichen Umfragen. Auch wenn er nicht hofft, dass es in der Schweiz einmal so weit kommen wird wie in den USA. «Wenn Präsident Bush 90 Minuten zur Lage der Nation redet, haben seine Berater nach 45 Minuten die ersten Umfrageergebnisse erhoben und können die Fortsetzung der Rede umschreiben, je nach der Stimmung, die das Gesagte bisher ausgelöst hat.»
Erwin Steiger interessiert sich selber sehr stark für Politik. Jeder müsste etwas für das Allgemeinwohl tun, ob in der Gassenküche oder im Parlament. «Wenn jeder sich am Ganzen beteiligt, hätten wir viel weniger Probleme.» Steiger hat sich bereits mit 21 Jahren an seinem Wohnort Littau, mit 17 000 Einwohnern, im Gemeindeparlament engagiert, wurde mit 30 zum Gemeindepräsidenten gewählt und hatte das Amt zehn Jahre lang inne. Weitere Ambitionen hat er aber nicht. «Debattier Clubs sind nichts für mich. Ich bin mehr an exekutiven Aufgaben interessiert.»
Nach seinem Juristik-Studium in Zürich hat Erwin Steiger zwei Jahre auf einem Anwaltsbüro gearbeitet, bevor er zur Winterthur als Stabsjurist wechselte. Nach einer Weiterbildung im Bereich Risk Management führte er schon bald diese Abteilung. Als ihm auf der kontinuierlichen Karriereleiter nach dem Chef Schweiz die Beförderung ins weite Europa angeboten wurde, spielte es auch eine Rolle, dass er drei schulpflichtige Mädchen von 12, 15 und 16 Jahren hat. «Ich wollte nicht elf Monate pro Jahr im Ausland sein.»
Neben seiner Familie findet Steiger Erholung bei der Fussballmannschaft U80 in Littau. Das Team heisst so, damit der Name nicht ständig geändert werden muss, wenn die Spieler älter werden. Steiger trainiert regelmässig einmal pro Woche. Seine Rolle wird als «offensiver Aufbauer oder zurückhängender Mittelstürmer» definiert.
Erwin Steiger hat als neuer Chef der Demoscope-Gruppe das Ziel, die Mitarbeiter zusammen-zuschweissen.
Andreas Panzeri

Mit Herz für Weleda und Camille Bloch

Etats Die Marke für Naturheilmittel und -kosmetik Weleda wechselt nach einer Konkurrenzpräsentation zu By Heart in Zürich.

Etats Die Marke für Naturheilmittel und -kosmetik Weleda wechselt nach einer Konkurrenzpräsentation zu By Heart in Zürich.Die Agentur wird den gesamten Consumermarkt des Arlesheimer Unternehmens kommunikativ betreuen. Ebenfalls in einem Pitch hat die Agentur den Schokoladehersteller Camille Bloch als Kunden gewonnen. Das traditionsreiche Familienunternehmen aus dem Berner Jura will die Kommunikationsstrategie neu auf die Dachmarke ausrichten.

Papierveredler

Lasergravur Haptisch und visuell eindrucksvoll wirkt eine neuartige Technik für luxuriöse Bedruckstoffe.

Lasergravur Haptisch und visuell eindrucksvoll wirkt eine neuartige Technik für luxuriöse Bedruckstoffe. Laserstrahl statt Ladyshave – das ist fast normal bei Damen, die lästige Haare loswerden wollen. Auch Laseroperationen, die die Sehschärfe des Auges korrigieren, sind weltweit auf dem Vormarsch. Lasergravuren kamen bisher bei Eisen- und Nichteisenmetallen, selbst bei Hölzern und Kunststoffen in Betracht. Aber Lasergravur im Bedruckstoff Papier? Warum nicht? Die Frage stellten sich Jan Staecker, Christian Feichtinger und andere Marktstrategen einer Hamburger Werbeagentur. Ihre mehrjährigen Experimente und Entwicklungen führten im Juli 2004 zur Agenturmarke Paperlux (www. paperlux.de). An der Paperworld 2005 in Frankfurt am Main stellten sie zusammen mit der Büttenpapierfabrik Gmund die Lasergravur in filigranen Anwendungen hochwertiger Drucksachen erstmals vor.
Von anderen Materialien ist bekannt, dass die Lasergravur keine beliebige «Gravierfarbe» zulässt. So erscheint auch beim Papier dessen «Grundfarbe». Da die Grafiken, Logos und Schriftzüge in verschiedenen Tiefen aus dem Papier per Laserstrahl abgetragen werden, präsentiert sich diese Veredelungsart z. B. in einem beigefarbigen Papier braungelb oder in einer dunkelblauen Sorte schiefergrau. Solche Sujets haben Kontur und Kontrast, sind gestochen scharf, fühlbar fein und im Grunde genommen taktil wie visuell neuartig. Sofern eine Mindestgrammatur von 120–150 g/m2 verwendet wird, sengt das Laserlicht die abgetragenen, dünnhäutigen Stellen des Papiers nicht an.
Paperlux empfiehlt nur Gmund-Papiere, rät aber von der Kollektion Kaschmir Cloth ab. Die Lieferzeit für die Lasergravur beträgt ab Freigabe etwa drei Wochen. Motivtest und Prooferstellung sind Teil der Dienstleistung. Vorzugsweise werden vektororientierte Datenformate verarbeitet.
Beispiele der Paperlux-Lasergravur.
Foto: hjl
Hans Joachim Laue

Ground 15 gestaltet Orior.ch neu

Food Die Conveniencefood-Gruppe Orior hat Ground 15 mit dem Redesign ihrer Website beauftragt. Die Zolliker New-Media-Agentur setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation gegen zwei Mitbewerber durch.

Food Die Conveniencefood-Gruppe Orior hat Ground 15 mit dem Redesign ihrer Website beauftragt. Die Zolliker New-Media-Agentur setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation gegen zwei Mitbewerber durch.Neben der Corporate Site von Orior Food gestaltet Ground 15 auch die Websites der Tochterfirmen Pastinella, Fredag und Lineafresca Logistik neu.

Pulstipp neu benannt

Zeitschriften Mit der jüngsten Ausgabe wurde der Pulstipp in Gesundheitstipp umbenannt. Der neue Name soll Verwechslungen mit der Sendung «Puls» von SF DRS verhindern.

Zeitschriften Mit der jüngsten Ausgabe wurde der Pulstipp in Gesundheitstipp umbenannt. Der neue Name soll Verwechslungen mit der Sendung «Puls» von SF DRS verhindern.Am Konzept ändert sich nichts. Das Gesundheitsmagazin wurde 1994 als Begleitung zu «Puls» gegründet. Seit 1997 gehen sie getrennte Wege.

Mit kleinen Schritten

IT-Fachmedien Mehr Optimismus als auch schon in der Branche. Die letzten zwei Jahre waren für den PCtipp punkto Aboentwicklung, Einzelverkauf und Anzeigen «eine gute Zeit», sagt Gebhard Osterwalder, Gesamtleiter bei IDG Schweiz.

IT-Fachmedien Mehr Optimismus als auch schon in der Branche. Die letzten zwei Jahre waren für den PCtipp punkto Aboentwicklung, Einzelverkauf und Anzeigen «eine gute Zeit», sagt Gebhard Osterwalder, Gesamtleiter bei IDG Schweiz.IT-Fachmedien Mehr Optimismus als auch schon in der Branche. Die letzten zwei Jahre waren für den PCtipp punkto Aboentwicklung, Einzelverkauf und Anzeigen «eine gute Zeit», sagt Gebhard Osterwalder, Gesamtleiter bei IDG Schweiz. Gleichzeitig hat die Computerworld aus demselben Haus «harte Jahre» hinter sich.
Ähnlich kontrovers tönt es vielerorts in der IT-Szene, insofern stehen die beiden IDG-Titel stellvertretend für die ganze Branche. Grundsätzlich werden die wirtschaftlichen Aussichten positiv eingeschätzt, aber auch hier zeigen sich Unterschiede: Entweder schaut man vorsichtig optimistisch in die Zukunft oder aber fast euphorisch.
Relaunches und zwei neue TitelDennoch erwarten mehrere Verleger in diesem Markt eine weitere Konsolidierung. In Kleinstschritten hat sie möglicherweise sogar schon begonnen. So hat die Compress Information Group letztes Jahr zwar die Lancierung eines IT-Report gewagt, diesen aber nach dreimaligem Erscheinen wieder eingestellt. Auch der angekündigte Relaunch der Computerworld mit ihren fünf Specials per 20. Mai deutet auf eine gewisse Marktbereinigung hin: Die Zeitung wird auf Tabloid verkleinert und die Specials integriert. Gleichzeitig versucht der Titel, neu die Entwickler und Softwarearchitekten ins Boot zu holen. Deshalb erscheint jeweils einmal monatlich im weiterhin wöchentlich publizierten Magazin ein 16-seitiger Teil für diese Zielgruppe.
Neuerungen sind auch bei InfoWeek angesagt, sie erscheint bereits am 18. April geliftet. Eine Konzeptänderung steht nicht an, hingegen soll das bisher textlastige Heft «leserfreundlicher und lebendiger und die Artikel tendenziell kürzer» werden, sagt Chefredaktor Daniel Meierhans. Die InfoWeek bleibt ein Professional-Heft, das sich jedoch thematisch stark auf das Management grösserer IT-Systeme ausrichtet.
Gleichzeitig steht fest, dass 2005 mindestens zwei neue Titel auf den Markt kommen werden. Schon auf die iEX im Mai hin erscheint it4kmu (siehe «Einer, der den PR-Trend nutzen will» auf Seite 17). Im Herbst ist zudem SIR Medical geplant, eine auf medizinische IT-Themen ausgerichtete Line Extension der Schweizerischen Informatik-Revue (SIR). Interessant: SIR, SIR Medical und it4kmu arbeiten nach ähnlichen Strickmustern: SIR Medical wird seine Seiten – wie der Muttertitel SIR – grösstenteils mit bezahlten Inhalten füllen, it4kmu sogar ausschliesslich. Offenbar haben derzeit andere IT-Neulancierungen kaum Chancen.
Lifting für höhere Leserfreundlichkeit: InfoWeek.
Markus Knöpfli

TeleBasel stellt Preisfragen zum Werbeblock

TV Der Regionalsender TeleBasel lanciert einen grossen Zuschauerwettbewerb.

TV Der Regionalsender TeleBasel lanciert einen grossen Zuschauerwettbewerb.Ab 15. April wird im Vorfeld der Newssendung «7 vor 7» täglich eine Preisfrage gestellt, die sich auf den folgenden Werbeblock bezieht. Drei Antworten stehen zur Verfügung, jeder ist eine Telefonnummer zugeordnet. Unter den richtigen Antworten wird der Preis – ein Flug zu einer beliebigen Destination an einem frei wählbaren Datum – verlost. Die Preise stiftet Reiseveranstalter FTI Touristik.

In der WOZ-Kasse fehlen noch 200000 Franken

Presse Die Wochenzeitung (WOZ) hat weitere Details zu ihren Geldsorgen aufgedeckt. Die Geschäftsziele nach dem Relaunch vom Herbst 2003 wurden deutlich verpasst.

Presse Die Wochenzeitung (WOZ) hat weitere Details zu ihren Geldsorgen aufgedeckt. Die Geschäftsziele nach dem Relaunch vom Herbst 2003 wurden deutlich verpasst.500 neue Abos und durchschnittlich 500 Kioskverkäufe pro Woche fehlten ebenso wie 200000 Franken zusätzliche Werbeeinnahmen. Um das Jahr 2005 zu überleben, benötige man 300000 Franken, schreibt die WOZ. Ein Drittel des Geldes ist bereits vorhanden: Nach dem Hilferuf in den vergangenen beiden Ausgaben haben WOZ-Sympathisanten schon 100000 Franken gespendet.

Springer schlägt doppelt nach 20 Cent Saar

Presse Der Axel Springer Verlag sagt der Holtzbrinck-Gruppe im Saarland den Kampf an.

Presse Der Axel Springer Verlag sagt der Holtzbrinck-Gruppe im Saarland den Kampf an.Nachdem Holtzbrinck unter dem Dach der Saarbrücker Zeitung (SaZ) die zweite Ausgabe seiner Pendlerzeitung 20 Cent lanciert hat, bringt Springer gleich zwei Konkurrenten auf den Markt. Sowohl Welt Kompakt, die Tabloid-Ausgabe der Welt, als auch Bild erhalten eine Regionalausgabe für das Saarland. «Der Verlag der SaZ versucht, den Markt mit 20 Cent zu überschwemmen», sagt Welt-Herausgeber Jan-Eric Peters. Bei Holtzbrinck sieht man das umgekehrt: Man sei einer Offensive von Bild zuvorgekommen, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Grabner.

JobChange

Daniel Flück (Bild) ersetzt Anfang Mai Marcel Geissbühler als Geschäftsleiter der ConRadio-TV AG, welche die audiovisuellen Medien der Espace Media Groupe vermarktet. Flück war in den vergangenen Jahren kommerzieller Direktor von Radio Canal 3, d

Daniel Flück (Bild) ersetzt Anfang Mai Marcel Geissbühler als Geschäftsleiter der ConRadio-TV AG, welche die audiovisuellen Medien der Espace Media Groupe vermarktet. Flück war in den vergangenen Jahren kommerzieller Direktor von Radio Canal 3, das 2004 von Espace Media übernommen wurde. Die Verkaufsleitung der Filiale Biel wird neu von Michael Schüpbach, Verkaufsleiter der ConRadio-TV, übernommen.
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Anfang Mai stösst Martin Hitz zu SF DRS. Er übernimmt die Leitung des Projekts für einen verbesserten Internetauftritt der «Tagesschau». Hitz leitete von 1997 bis 2001 die Redaktion von NZZ Online. Seither ist er als freier Journalist, Weblogger (medienspiegel.ch) und Mitarbeiter des European Journalism Observatory der Uni Lugano tätig.
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Giuseppe Sammartano ist neuer Key Account Manager des Tessiner Werbekombis Tre Top Ticino bei der Publicitas Lugano. Er ist für die Deutschschweiz und die Romandie zuständig. Sammartano arbeitete zuletzt beim Regionalsender Tele M1. Davor leitete er die Oltner Filiale des Vermarkters The Cover Media.
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Die Zuger Event-Agentur Vitamin D hat Mike Gut als Leiter Grossprojekte verpflichtet. Gut war zuvor als Marketingleiter von Radio Z und als Geschäftsführer einer Agentur für Corporate Events tätig. Zuletzt
bewarb er sich mit dem Projekt RadioMax um die Zürcher Jugendradio-Frequenz.
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Viktoria Vaczi verstärkt die Beratung der Adliswiler Dialogagentur Fisch Meier Direkt. Sie arbeitete zuvor für die Produktionsfirma United Visions in Berlin. Schon im Februar ist die bisher selbstständig tätige Grafikerin Nora Cista zum Kreativteam von Fisch Meier gestossen.
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Radio 24 hat Shiva Arbabi (Bild) als Moderatorin verpflichtet. Sie wird ab Mitte Mai im Tagesprogramm zu hören sein. Arbabi war zuvor für Hitradio Z und Energy Zürich tätig, wo sie im August 2004 entlassen wurde.
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Mitte Mai übernimmt Max Fischer die Leitung des Ressorts Wirtschaft bei der Aargauer Zeitung. Er ersetzt Susanne Mühlemann, die in die Redaktionsleitung des SonntagsBlicks gewechselt hat. Fischer arbeitete zuletzt als Kommunikationsberater bei Contract Media.
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Die TeleBärn-Wetterfee Sylvie Kempa beginnt ein Praktikum bei Radio ExtraBern. Die ehemalige Miss Bern wird sich während sechs Monaten in den Bereichen Redaktion und Moderation weiterbilden.

Edipresse späht über den Ozean

Bilanz II Trotz Verlust 2004 ist Edipresse voller Pläne – neu auch für Asien und Lateinamerika.

Bilanz II Trotz Verlust 2004 ist Edipresse voller Pläne – neu auch für Asien und Lateinamerika.Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse weist für das vergangene Jahr einen Reinverlust von 7,9 Millionen Franken aus. Im Vorjahr hatte der Medienkonzern noch einen Gewinn von 11,8 Millionen Franken erzielt. Als Grund für die roten Zahlen werden erhebliche Restrukturierungskosten sowie hohe Investitionen in neue Produkte angeführt. Der Umsatz stieg um 7,1 Prozent auf 862 Millionen Franken. Bei vergleichbarem Konsolidierungskreis stiegen die Verkäufe allerdings nur um 0,5 Prozent. Im Heimmarkt Schweiz war der Umsatz mit –4,7 Prozent auf 479 Millionen Franken sogar rückläufig – grösstenteils wegen gesunkener Werbeeinnahmen.
Im Ausland zugelegtDie internationalen Aktivitäten legten dagegen um 26,8 Prozent zu. In Portugal und Spanien stieg der Umsatz um 32,2 Prozent auf 278 Millionen Franken. In Osteuropa erzielte Edipresse einen Erlös von 104 Millionen Franken (+14,3 Prozent). Im laufenden Jahr will Edipresse weiter expandieren. So sollen acht neue Magazine lanciert und mehrere Unternehmen mittlerer Grösse übernommen werden. Dabei will die Gruppe neu auch in den lateinamerikanischen und den asiatischen Markt eindringen. Hier zu Lande ist die Gruppe zudem daran, den Westschweizer Lokal-TV-Markt neu aufzurollen.
Nachdem Anfang Jahr die Funktionen des Verwaltungsratspräsidenten und des Generaldirektors getrennt wurden, ist Tibère Adler, bisher Generaldirektor von Edipresse Schweiz, neu Generaldirektor der ganzen Gruppe. Pierre Lamunière, Mitglied der Eigentümerfamilie, zieht sich hingegen aus der operativen Leitung zurück, bleibt jedoch vollamtlicher Verwaltungsratspräsident.
Markus Knöpfli
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