Beipackzettel auf Sicherheitspapier

Fälschungsschutz Die Ziegler Papier AG hat ein Papier mit hohen Sicherheitsmerkmalen und dazu einen geeigneten Test-Pen zur Marktreife gebracht.

Fälschungsschutz Die Ziegler Papier AG hat ein Papier mit hohen Sicherheitsmerkmalen und dazu einen geeigneten Test-Pen zur Marktreife gebracht.Das Sicherheitspapier Z-Bond Classic Security Features 50 g/m2 verfügt über eine einseitige, chemische Oberflächenbeschichtung, in der die Security Features integriert sind. Bei Verwendung des Test-Pens entsteht auf dem Papier eine farbliche Reaktion. So lässt sich unkompliziert und schnell die Echtheit der Packungsprospekte und Garantiedokumente zu den dazugehörigen Artikeln prüfen.

Ein cleverer Coup der BaZ

Fusion Im Fricktal wird der kleinste Verleger zum grössten – weil ihm die BaZ den Vortritt lässt. Sieschafft anderswo so Vertrauen.

Fusion Im Fricktal wird der kleinste Verleger zum grössten – weil ihm die BaZ den Vortritt lässt. Sieschafft anderswo so Vertrauen.Die Zeitungsfusion im Fricktal (siehe Kasten) macht vor allem einen zum grossen Gewinner: Walter Herzog, Inhaber der Herzog Medien und Herausgeber der Fricktaler Zeitung (FZ). Denn Herzog wird bei der Neuen Fricktaler Zeitung (NFZ) nicht nur eine deutliche Mehrheit halten, sondern auch gleich die Funktionen des VR-Präsidenten und des Chefredaktors ausüben. Zudem darf er die ganze NFZ drucken, die Basler Zeitung Medien (BZM), die beim Fricktaler Boten (FB) bisher den Druck besorgte, geht (vorläufig) leer aus. Herzog gewinnt noch mehr: Als bisher kleinster Zeitungsverleger dieser Region avanciert er zur Nummer eins. Denn mit ihren 11000 abonnierten Exemplaren wird die NFZ auch den bisher grössten Titel, den Fricktal-Split der Aargauer Zeitung (AZ) mit seinen 6639 Exemplaren, deutlich abhängen. Und dank der wöchentlichen Grossauflage von 31000 Exemplaren, die gratis an alle Haushalte des oberen und unteren Fricktals verteilt wird, überragt die NFZ auch das Wochenblatt Bezirksanzeiger mit seinen 18137 Exemplaren. Dennoch gibt sich Herzog bescheiden. Ein Triumphgefühl gegenüber seinen bisherigen Konkurrenten verspüre er nicht, sagt er. «Aber es erfüllt uns mit Freude, dass unsere Familie, die seit 1878 in Rheinfelden eine Zeitung herausgibt, nun auch bei der NFZ federführend ist.»Eine Art HahnenkampfDer jetzigen Fusion ging allerdings eine Art Hahnenkampf voraus: Nachdem die BZM vor zwei Jahren beim FB eingestiegen war, vergrösserte die FZ im letzten Mai ihre Grossauflage und verteilt sie seither auch im oberen Fricktal, dem Stammgebiet des FB. Unter der Ägide von Verlagsleiterin Riccarda Mecklenburg reagierte diese im Herbst mit einem Relaunch und ebenfalls einer Grossauflage, die ihrerseits das Stammgebiet der FZ mitabdeckte. Auf welcher Seite der Leidensdruck am Ende grösser war, ist schwer auszumachen. Herzog sagt, seine FZ habe nicht gelitten, sondern 2004 etwa das Inseratevolumen von 2003 halten können. Die Inseratestatistik der Wemf weist demgegenüber für die FZ ein Minus von 12 Prozent aus. Der FB hingegen war letztes Jahr erklärtermassen in den roten Zahlen – wegen dem Relaunch, wie Mitherausgeber Bernhard Binkert betont. Dennoch behauptet er, dass gerade der Relaunch zu der «guten gesamtfricktalischen Lösung beigetragen» habe. Letzteres sieht auch Ruth Ludwig-Hagemann so, die die BZM beim FB vertritt und auch bei der NFZ im Verwaltungsrat Einsitz nimmt.
Wie dem auch sei: Ludwig ist ebenfalls mit der neuen Lösung zufrieden, obwohl die BZM künftig nur eine Minderheit halten wird. Für die BZM sei es viel wesentlicher, im Fricktal das Entstehen einer «besser positionierten Zeitung» zu ermöglichen. Vor allem aber komme so der von der BZM angestrebte Zeitungsverbund ein konkretes Stück weiter. BZM und NFZ haben auch vereinbart, ab dem 1. Juni den Zeitungsverbund Nordwestschweiz als nationale Werbeplattform zu lancieren. Diese Kooperation sei offen für weitere Partner, betonen Ludwig, Binkert und Herzog.
Sämtliche Kombis verstärkenDass dieser Verbund zu Stande kam, macht die BZM tatsächlich ebenfalls zur Gewinnerin der Fricktaler Fusion. Denn als BaZ-Verleger Matthias Hagemann die Idee nach dem Vorbild des Verbundes Südostschweiz vor zwei Jahren präsentiert hatte, war er bei sämtlichen Verlegern der Nordwestschweiz nur auf Skepsis gestossen. Die BZM als Partner der kleinen Verleger konnte sich niemand vorstellen, eher als deren Totengräber.
Im Fricktal kann die BZM nun aber erstmals konkret zeigen, wie sie Partnerschaft versteht. Diese Chance hat sie wohl verstanden. So hat sie nicht nur das Verbundangebot erneuert, sondern dieses auf die selbe Stufe gestellt wie die bisherigen Inseratekombinationen. Denn der FB ist im Kombi Hattrick, zusammen mit der Basellandschaftlichen Zeitung (bz) in Liestal und mit der Volksstimme in Sissach. Und die FZ ist mit dem Freischütz von Muri und der Aargauer Woche, dem Gratisblatt der AZ Medien, liiert. Alle diese Kombis sollen dank NFZ verstärkt werden, sagen Ludwig, Binkert und Herzog gemeinsam. In den nächsten Wochen will Herzog deshalb mit den andern Verlegern Gespräche über die zukünftige Zusammenarbeit aufnehmen.
Alle profitieren von der FusionDas Festhalten an den bisherigen Kombis demonstriert am deutlichsten, dass alle Verleger von der NFZ-Fusion profitieren werden, auch ohne neue Verpflichtungen. Diese Botschaft ist zumindest in Liestal und Sissach angekommen, ebenso die Tatsache, dass sich die BZM im Fricktal stark zurücknahm. «Dass der Grosse nicht einfach den Kleinen schluckt, bestärkt unser Vertrauen in die BZM schon», bestätigt Rolf Wirz, Chefredaktor der Volksstimme und Geschäftsleitungsmitglied beim Herausgeber Schaub Medien. An einem Weiterführen des Hattrick sei man deshalb interessiert. «Und wir werden uns sicher auch das neue Inseratekombi mit der BaZ genauer anschauen», fügt er an.
Anders sieht das bz-Verleger Mathis Lüdin: Zwar begrüsst er die NFZ-Fusion «wegen dem Overkill im Fricktal» auch, punkto Verbund Nordwestschweiz gibt er sich allerdings weiter zurückhaltend. «Schauen wir mal», sagt er nur – was jedoch weit weniger abgeneigt klingt als auch schon. Abgesehen davon ging auch er in den letzten Jahren schon zwei Kooperationen mit der BZM ein: Zum einen lässt er seine bz von der BZM-Vertriebsorganisation frühzustellen, andrerseits besteht seit dem letzten Sommer zwischen bz und BaZ ein samstägliches Stellenkombi. Und Letzteres hat der bz bisher «sicher nicht geschadet», das zumindest ist Lüdin zu entlocken.
Mit etwas Wehmut betrachtet man die neue Situation im Fricktal nur gerade in Baden. «Wir hätten uns dort ebenfalls eine Zusammenarbeit vorstellen können», sagt Ueli Eckstein, Leiter Printmedien bei den AZ Medien. Die NFZ werde aber dennoch nicht zum Hauptkonkurrenten der Aargauer Zeitung. «Das ist immer noch die BaZ», stellt Eckstein klar. Ob die Aargauer Woche deshalb das Kombi mit der NFZ aufrechterhalten will, weiss Eckstein noch nicht. «Wir müssen uns erst einmal genauer ansehen, ob wir dadurch nicht allzu sehr mit der BaZ verlinkt werden», sagt er.
Fusion im FricktalDie Regionalblätter Fricktaler Zeitung (FZ) und Fricktaler Bote (FB) fusionieren per 1. Juni 2005 zur Neuen Fricktaler Zeitung (NFZ). Hinter der FZ steht die Herzog Medien AG in Rheinfelden. Der FB wird von der Fricktaler Bote AG herausgegeben, an der die Binkert Druck AG in Frick und die Basler Zeitung Medien (BSM) je hälftig beteiligt sind. An der NFZ übernimmt Herzog 58 Prozent, BZM und Binkert erhalten je 21 Prozent. Ein gegenseitiges Vorkaufsrecht ist vereinbart.
Die NFZ wird ihren Erscheinungsrhythmus von drei auf vier Wochentage ausweiten. Das neue Blatt wird offizielles Publikationsorgan fast aller Gemeinden im unteren und oberen Fricktal. Die Redaktionsbüros in Rheinfelden und Frick bleiben bestehen, die Satzproduktion findet bei Herzog Medien und Binkert Druck statt. Druckort ist Rheinfelden. Für die Anzeigenakquisition ist die Publicitas in Rheinfelden und Frick zuständig. (mk)
Aus zwei mach eins – die Neue Fricktaler Zeitung.
Markus Knöpfli

Reihenweise Neugeschäft für New Impact

Web Der Berner Internetdienstleister New Impact hat im 1. Quartal 2005 eine Reihe neuer Kunden gewonnen.

Web Der Berner Internetdienstleister New Impact hat im 1. Quartal 2005 eine Reihe neuer Kunden gewonnen.Sie realisiert einen Online-Auftritt für die Krankenkasse Atupri, relauncht die Website des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und erstellt für ihn ein Extranet für den Datenaustausch. Vom Eishockeyclub SC Bern wurde New Impact mit dem Aufbau eines webbasierten Administrationstools für Internet und Intranet (für Marketing und Sport) beauftragt. Weiter arbeitet sie am Relaunch der Website und an einem Extranet-Kundenportal des Personalvermittlers Atefos.

Herr der Daten

Seminar Topix und Apple stellten kürzlich neue Werkzeuge zur Datenverwaltung vor.

Seminar Topix und Apple stellten kürzlich neue Werkzeuge zur Datenverwaltung vor.Daten sind für Agenturen und Vorstufenbetrieben das Kapital des Unternehmens. Sie zu schützen, zu sichern und/oder schnell verfügbar zu machen, ist daher ein grosses Anliegen (nicht nur) dieser Firmen.Den Themenkreis «Bändigung der Datenflut» behandelte dazu ein Seminar, das von der Topix AG, St. Gallen, und vom Hardware- und Software-Anbieter Apple Computer Schweiz durchgeführt wurde. Dieter Herzmann, Geschäftsführer der Topix, begrüsste dazu Ende März über 60 Teilnehmer in Zürich. Im Vordergrund standen die neusten Entwicklungen im Bereich der Datenverwaltung – im Mittelpunkt Apples leistungsfähige Server-Systeme sowie deren im Januar eingeführte Xsan-Technologie.
Xserve- und RAID-SystemeSeit Apple mit den Xserve-Servern «richtig» in den Server-Markt eingestiegen ist, sorgt das Unternehmen mit innovativen Produkten und Lösungen für Aufsehen. Bezahlt macht sich hier der Vorteil von Apple, sowohl Hardware als auch Software zu entwickeln. Neben den Xserve-Servern bietet Apple hochperformante und hochverfügbare RAID-Systeme (siehe Kasten) an, die bis 5,6 Terabyte Daten in einem RAID-Gehäuse (Enclosure) verwalten und die wiederum hintereinander geschaltet werden können. Die Xserve-RAID-Speichersysteme sind für Betriebe interessant, die grosse Datenmengen verwalten und eine hohe Verfügbarkeit benötigen – in der Medien- und Druckindustrie zum Beispiel für die Bereiche Videoediting und beim Einsatz von Content- bzw. Assetmanagement-Systemen. Vorgestellt wurde am Seminar auch die Funktion IP Failover mit zwei oder mehr Xserve. Bei dieser Methode übernimmt der zweite Server beim Ausfall des ersten dessen Funktionen unter Beibehaltung derselben IP-Adresse. Damit lässt sich eine erhöhte Ausfallsicherheit erzielen.
In einer Live-Demo wurde Remote Desktop in seiner neuen Version gezeigt. Diese Apple-Software ermöglicht die Fernsteuerung und das Überwachen (Monitoring) von Rechnern und auch von Servern.
Xsan – wo es Sinn macht Im Mittelpunkt des Nachmittagsseminars stand Xsan. Dieser Teil wurde von Apple Systems Engineer Stephan Blattmann vorgestellt und vorgeführt. Xsan ist Apples Cluster-File-System, das Datenspeicher gemeinsam nutzbar macht. Bei Xsan sorgen so genannte Metadaten-Server für die Verwaltung des Zugriffs der Daten auf die Speichersysteme (zum Beispiel RAID-Systeme), ein sinnvollerweise verwendeter zweiter Metadaten-Server übernimmt dessen Funktion, sobald dieser wichtige Server ausfällt. Das Cluster-File-System Xsan ermöglicht damit den gleichzeitigen Zugriff verschiedener Server oder Rechner auf dasselbe File-System. Insgesamt lässt sich damit die Datenverfügbarkeit steigern.
In solchen Hochgeschwindigkeitsnetzwerken müssen sämtliche Rechner mit speziellen FibreChannel-Karten ausgerüstet und zusätzlich doppelt geführte FibreChannel-Kabel verwendet werden, damit Xsan seine Leistungsfähigkeit voll ausspielen kann. Apple bietet mit Xsan die hierfür ebenfalls notwendige Software an.
Obere Mittelklasse
Mit Xsan, RAID-Systemen und G5-Servern spielt Apple damit zwar «nur» in der oberen Mittelklasse und nicht in der Oberliga der Server- und Datenspeichersysteme mit, bietet dafür aber Lösungen zu erschwinglichen Preisen an, die den meisten Agenturen und Vorstufenbetrieben ausreichen dürften. Darüber informierten die Referenten Dieter Herzmann und Stephan Blattmann von Apple ausführlich. Was im Seminar fehlte, waren objektive Vergleiche mit anderen Systemen. Das wäre andererseits aber auch etwas schwierig gewesen, weil zum einen Apple mit diesem Gesamtangebot ziemlich allein dasteht – und zum anderen dann ein Nachmittag mit Sicherheit nicht mehr ausgereicht hätte.
Als Bonbon gab Reto Büchler, Topix, einen ersten kleinen Einblick in Apples neues Betriebssystem Tiger, das inzwischen angekündigt ist und Ende April erhältlich sein soll.
TopixDie Topix AG wurde 1989 gegründet und gilt heute als anerkanntes Systemhaus und Partner für alle EDV-Belange. Die Spezialisierung auf die grafische Industrie macht Topix zum leistungsfähigen Beratungs- und Supportunternehmen mit einem Komplettangebot, von der Beratung und dem Verkauf bis hin zu Support, Service und Ausbildung. Das Unternehmen mit Sitz in St. Gallen und einem Supportstützpunkt in Zürich beschäftigt heute 13 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.topix.ch. (jf)
RAIDDas Acronym RAID steht für eine Kombination aus mehreren günstigen, redundanten Datenspeichern (Redundant Array of Inexpensive Disks). Die Redundanz ermöglicht, dass bei einem Ausfall einer Harddisk die darauf befindlichen Daten nicht verloren gehen, sondern von den anderen Festplatten wiederhergestellt bzw. verfügbar gemacht werden. Je nach Anspruch stehen verschiedene, so genannte RAID-Levels zur Verfügung (z. B. RAID 0, RAID 1 und RAID 5).
Der Vorteil von RAID-Systemen gegenüber Servern mit grösseren Harddisks ist der, dass kleinere und zusammengefasste Datenspeicher günstiger sind als grosse Massenspeicher. (jf)
SANEin SAN (Storage Area Network) ist ein Speichernetzwerk, bei dem mehrere Server oder Workstations über SAN Switches (Verteiler) auf ein oder mehrere Speichereinheiten zugreifen. Man spricht auch von einem gemeinsam genutzten Speicher. SAN konsolidiert die Inhalte/Daten in einem Volumen. Sämtliche verwendete Server können via Switch auf alle im SAN verfügbaren Harddisks zugreifen.
Jeder Rechner, der in das SAN-Netzwerk eingebunden werden soll, benötigt eine entsprechende Software (z. B. Xsan von Apple). Durch den zusätzlichen und erforderlichen Metadaten-Controller – einem weiteren dezidierten Server, der quasi als Dirigent fungiert –, wird der Zugriff auf die Files geregelt. Ein weiterer Metadaten-Controller (als Stand-by-Controller) ist erforderlich, damit beim Ausfall des ersten Metadaten-Controllers dieser übernehmen kann. (jf)
15 Xserve und 3 Xserve RAID in einem Rack.
Xsan ist Apples Cluster-File-System.
Jürgen Franck

Zahl der Woche

20 Jahre

20 JahreComputer Das Betriebssystem Windows wird 20. Microsoft will den runden Geburtstag mit einer gross angelegten Werbekampagne feiern. Sie ist in 11 Ländern geplant und soll sich über 15 Monate erstrecken. Beworben wird kein neues Produkt, sondern das bereits seit drei Jahren auf dem Markt erfolgreiche Betriebssystem XP. Die Anzeigen und TV-Spots
sollen zeigen, «wie sich mit Windows Träume verwirklichen lassen», hat Microsoft bereits verraten. Die Kampagne hat das Motto «Start Something». Sie zeigt, wie man zum Beispiel mit einem PC-Musikstudio ein
eigenes Geschäft aufbauen kann oder wie man zum Familienfotografen wird.

Für jedes Wetter

Digitalkamera Die neue HP Photosmart M22 liefert optimale Aufnahmen ohne viel Aufwand – und dies bei jedem Wetter. Rein äusserlich bringt die Digitalkamera dafür ein wasserabweisendes, bronzefarbenes Vollmetallgehäuse mit.

Digitalkamera Die neue HP Photosmart M22 liefert optimale Aufnahmen ohne viel Aufwand – und dies bei jedem Wetter. Rein äusserlich bringt die Digitalkamera dafür ein wasserabweisendes, bronzefarbenes Vollmetallgehäuse mit.Im Inneren sorgen eine Auflösung von 4 Megapixeln und ein 6-facher digitaler Zoom für gestochen scharfe Fotos bis zum Format DIN A3. Die HP Photosmart M22 ist ab Mai im Handel erhältlich.

Advico top bei den TV-Spot-Evergreens

Awards Im Rahmen des Jubiläums «40 Jahre Fernsehwerbung in der Schweiz» haben die SRG-Vermarkterin Publisuisse und der Art Directors Club Schweiz (ADC) die Höhepunkte

Awards Im Rahmen des Jubiläums «40 Jahre Fernsehwerbung in der Schweiz» haben die SRG-Vermarkterin Publisuisse und der Art Directors Club Schweiz (ADC) die Höhepunktedes helvetischen TV-Spot-Schaffens ermittelt. Eine Jury unter Vorsitz von Hansjörg Zürcher hat acht Werbefilme mit dem ADC Evergreen ausgezeichnet. Drei davon stammen von Advico Young & Rubicam: «Luxusdampfer» für die Migros (1993), «Fussballspieler» für Milch (1994) und «Die Fliege» für Hakle (1996). Der älteste prämierte Spot ist «Wohlgefühl» für Valser Wasser, den Gisler & Gisler 1980 konzipiert hat. Die weiteren Evergreens: «Business Women» von GGK Basel für Crest Präservative (1995), «Rasta» von Wirz für Pulmex (1997), «Autoradio» von Honegger von Matt für Panasonic (1998) und «Garage» von Publicis Farner Aebi Strebel für Die Mobiliar (1999). Ausgewählt wurden die Spots aus den 172 Gold- und Silber-Gewinnern der ADC-Jurierung von 1976 bis 1999.

Sihl + Eika ausgezeichnet

Papierhandel Der Fabrikant Sappi hat im März 2005 erstmalig die Sappi European Merchants of the Year-Awards präsentiert, die den besonderen Beitrag seiner vier führenden Papiergrosshändler würdigt.

Papierhandel Der Fabrikant Sappi hat im März 2005 erstmalig die Sappi European Merchants of the Year-Awards präsentiert, die den besonderen Beitrag seiner vier führenden Papiergrosshändler würdigt.Die vier Awards seien ein Zeichen der Bemühungen von Sappi, die eigenen Aktivitäten mit denen der Geschäftspartner noch enger zu verbinden, um ein beispielloses Serviceniveau zu erreichen, teilt Sappi mit. Im Bereich Wertschöpfung konnte die Sihl + Eika Papier AG den Preis entgegennehmen.

Lausanner Regierung hilft TVRL

Lokalfernsehen Die Regierung der Stadt Lausanne will Télévision de la région lausannoise (TVRL) über die Runden helfen. Sie beantragt dem Parlament ein zinsloses Darlehen von 400000 Franken.

Lokalfernsehen Die Regierung der Stadt Lausanne will Télévision de la région lausannoise (TVRL) über die Runden helfen. Sie beantragt dem Parlament ein zinsloses Darlehen von 400000 Franken.Damit soll sowohl das gegenwärtige Defizit von 90000 Franken gedeckt als auch die Liquidität bis Ende 2006 gesichert werden. Zu diesem Zeitpunkt will TVRL zusammen mit Ici TV, CNV und Edipresse den kantonalen Sender Vaud TV gründen und vom Gebührensplitting nach dem neuen RTVG profitieren. Das Darlehen der Stadt Lausanne könnte zu diesem Zeitpunkt in Aktien von Vaud TV umgewandelt werden. Die Regierung plant, sich mit 20 bis 35 Prozent an dem kantonalen Sender zu beteiligen.

Publisuisse vermarktet TSR-Sponsoring

TV Ab Anfang 2006 ist Publisuisse für das Sponsoring im Westschweizer Fernsehen TSR verantwortlich.

TV Ab Anfang 2006 ist Publisuisse für das Sponsoring im Westschweizer Fernsehen TSR verantwortlich.Die TV-Werbevermarkterin der SRG betreut diese Aufgabe bereits seit 2002 für alle 13 SRG-Radioprogramme und seit 2003 für das Tessiner Fernsehen TSI. Das Schweizer Fernsehen DRS vermarktet sein Sponsoring weiterhin intern.

Das erste Billig-Auto von Ikea

Ausbildung Wie lanciert man ein neues Produkt? An der Kreativschule des ADC/BSW hat der 8. Jahrgang seine Arbeiten präsentiert.

Ausbildung Wie lanciert man ein neues Produkt? An der Kreativschule des ADC/BSW hat der 8. Jahrgang seine Arbeiten präsentiert.Die Jury, welche die Abschlussarbeiten des 8. Kurses der Kreativschule bewertete, attestierte den jungen ADs und Textern eine sehr hohe Qualität ihrer Arbeiten. Der Kurs, an dem 11 weibliche Talente und 20 junge Männer vornehmlich aus BSW-Agenturen teilnahmen, startete am 22. September 2004 und schloss am 8. April 2005 ab. So wie bei den Grossen gab es zum Finale Gold-, Silber- und Bronzewürfel für die Teams mit den herausragendsten Lösungen zur Fantasieaufgabe «Das erste Billig-Auto von Ikea».Das Briefing setzte als Background voraus, dass der Markt «für sehr preiswerte Automobile extrem dünn» ist. Somit gäbe es ein grosses Potenzial für ein echt innovatives Konzept: Drei Türen, fünf Plätze, genügend Kraft, Sicherheit, Modernität, ansprechendes Design. Als Preis für das Fantasieauto von Ikea stellte das Briefing «klar unter 10000 Franken» in Aussicht.
Damit war auch das Zielpublikum klar umrissen: jung, erstes Auto, knappe Kasse, selbstbewusst, innovativ. Als Umsteiger wurden definiert: alle Altersklassen, offen für Neues, Post-Geiz-ist-Geil-Generation, positiv, innovativ.
Was muss die Werbung vermitteln? Hier sollte die Botschaft lauten: Neu und exklusiv bei Ikea gibt es ein supergünstiges Auto, made by Volkswagen!
Warum soll der Verbraucher das glauben? Anders als beim Smart ist das Konzept glaubwürdig minimalistisch in echter Ikea-Tradition. Viel Wert für wenig Geld. Hohe Qualität und Zuverlässigkeit durch VW ga-
rantiert. Vertrieb exklusiv über Ikea-Filialen, Wartung bei ausgewählten VW-Niederlassungen.
Als Stil des Auftritts forderte die Prüfungsaufgabe: «Reduziert (to the max), jung, herausfordernd.» Als einzige formale Bedingung galt es, das Ikea-Logo und das VW-Logo zu beachten.
Weniger Texter als früherFür das Lösen dieser Aufgaben wurden verschiedene Teams zusammengestellt. Da nur 8 Texter und 23 Art-Leute am Kurs teilnahmen, hat man in diesem Jahrgang erstmals nicht mehr darauf geschaut, dass in jeder Gruppe ein AD sowie ein Texter mitwirken muss. Es gab auch Teams ausschliesslich mit ADs. «Im Ausland funktioniert dieses Modell schon länger», weiss André Benker, der in der Schlussphase des Kurses zusammen mit Hans Tanner als Coach im Sinne eines CDs wirkte.
Die beiden Profis wollten aber nur beraten und haben bewusst «keine Ideen abgeschossen», sondern haben der Kreativität möglichst freien Lauf gelassen. Wie es sich gehört, haben alle Gruppen zuerst einmal einen Strategieplan entwickelt. Weil das Briefing sehr offen war, wurde «ein bisschen viel Zeit für lange kreative Diskussionen verloren», wie Benker meint.
Die schliesslich ausgearbeiteten Ideen wertet der Coach als «braver und vorsichtiger», als man es eigentlich von jungen Leuten erwarten könnte. Aber man sei in der heutigen wirtschaftlichen Situation vielleicht schon «konditioniert darauf, nichts mehr zu wagen und auszuprobieren». Ausnahme: Das mit einem Goldwürfel ausgezeichnete Team hat sich für einen unkonventionellen Weg entschieden und auch Sachen probiert, die im professionellen Alltag nicht realisierbar sind, aber als kreative Spielerei sehr viel Möglichkeiten eröffnen. Die Gewinner haben versucht, das neue Auto von Ikea über eine geschickt inszenierte journalistische Kampagne in den Medien zu verkaufen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ADC/BSW-Kreativschule werden (sofern sie jünger als 28 Jahre alt sind) vom 19. bis 23. Juni zur Teilnahme am Young Creative Program nach Cannes eingeladen.
ADC/BSW KreativschuleAls Juroren beim 8. Kurs der ADC/BSW Kreativschule wirkten die ADC-Mitglieder Valentina Herrmann, Simone Fennel, André Benker, Matthias Freuler und Hans Tanner sowie – als Vertreter des BSW – der strategische Planer Cary Steinmann.
Die Arbeiten werden ab Mitte April auf www.kreativschule.ch
vorgestellt.
Der nächste Kurs beginnt im September 2006. Anmeldeschluss bis Mitte Juni 2006. Kursende ist im April 2007. (ap)
Die Gold-Gewinner: Livio Dainese (Lowe), Koni Gebistorf (Contexta), Dominik Krattiger (Heye, Zürich), Maurus Zehnder (Jung von Matt/Limmat).
Silber: Nicole Glaus (Lowe), Ondrej Maczko (Matter & Partner), Annika Ramer (Jung von Matt/Limmat), Jota Ziogas (Euro RSCG).
Bronze: David Dudler (Wirz Werbung), Alexander Fürer (TBWA Switzerland), Dario Kast, Martin Stauch (Lowe Direct).
Andreas Panzeri

Der Versuch der alten Dame

Banken Ruf Lanz schickt für Bank Coop eine 87-Jährige auf Diebestour. Sie soll für Anlagen werben.

Banken Ruf Lanz schickt für Bank Coop eine 87-Jährige auf Diebestour. Sie soll für Anlagen werben.Die Diktatoren Mobutu, Marcos und Norriega haben kein Konto bei der Bank Coop. Mit diesem Ausschluss-Verfahren hat Ruf Lanz in einer ersten Kampagne für das gute Image der Bank Coop geworben. Gewisse Kunden sind nicht erwünscht. Jetzt wird die Idee umgedreht: Es gibt Leute, die unbedingt ein Konto bei der Bank Coop haben sollten. Angesprochen werden potenzielle Kunden im Bereich Anlageberatung über die kinoreife Geschichte einer 87-jährigen Frau. In einem Filmspot wird augenzwinkernd gezeigt, wie die Rentnerin ihre Finanzen mit dem Raub von Handtaschen aufbessern muss. Sie hat es verpasst, in jüngeren Jahren auf die Dienste der Anlageberater bei der Bank Coop zu vertrauen. «Wir haben bei der Jahrespräsentation Ideen mit unterschiedlichem Frechheitsgrad vorgestellt. Dieser Spot hat gerade wegen seiner Pointiertheit spontan Anklang gefunden», freut sich CD Markus Ruf über den Mut der Bank Coop. «Es gibt kein Budget wie bei Grossbanken. Also müssen wir schneller auffallen und pointierter werben», kann Ruf Lanz ihre Arbeit mit den bis jetzt jeweils sehr unkonventionellen Kampagnen für Bank Coop auch strategisch begründen.
Erfolg in drei SchrittenNeben quantitativen Zielen wie Wachstum und Ertrag setzt sich die Bank Coop auch qualitative Ziele, welche soziale, ethische und ökologische Aspekte beinhalten. Diese Haltung hat die Agentur im Frühling 2003 mit der Imagekampagne «Eine anständige Bank» zum Ausdruck gebracht. Mit dem Claim «Wir sind stolz darauf, dass nicht jedermann ein Konto bei uns hat» wurde neben den Printsujets mit den Diktatoren auch ein TV-Spot mit Ed Fagan gezeigt. Der Sammelklagenschreck war auf die Frage eines Reporters, was er von der Bank Coop halte, völlig ratlos. Weil er noch nie von ihr gehört hatte …
Dieser Imagekampagne ist es gelungen, die Bekanntheit der Coop Bank deutlich zu erhöhen und zu zeigen, wofür sie steht: Wohlstand mit Anstand. So wurde die gestützte Bekanntheit von 2002 auf 2004 um 14 Prozent gesteigert. Auch der Agentur hat dieser Erfolg mehr Bekanntheit gebracht. Die Kampagne wurde zweimal mit ADC-Silber, je einmal ADC-Bronze und Shortlist, Gold bei den New York Festivals, Gold beim Midas, Finalist in Cannes, bei Eurobest, Epica und London Festival dekoriert.
In einem zweiten Schritt konnte nach dem Image dann die Produktebene folgen. 2004 liess Ruf Lanz in einer weiterhin unkonventionellen TV-Spotserie echte Bankerinnen und Banker – Berater, Analysten und auch Führungskräfte – bekannte Schlaflieder singen. Mit der originellen Auflösung: «Wir möchten, dass alle ruhig schlafen können» – auch jene, die bis jetzt noch nicht von den Oeko-Hypotheken der Bank Coop oder dem gebührenfreien Privatkonto profitieren.
Mit der jetzt angelaufenen Kampagne 2005 geht Ruf Lanz nochmals einen Schritt weiter in der Kommunikation. Es soll gezeigt werden, dass die Bank Coop auch eine Anlagebank ist. Die Botschaft: Es lohnt sich, rechtzeitig mit einem Anlageberater der Bank Coop zu sprechen. Denn hier ist man auch als Anleger mit einem kleineren Vermögen willkommen. Und das ersparte Geld wird nachhaltig angelegt. So dass man im Alter genug davon hat.
Umgesetzt wird das drastisch pointiert mit dem Gegenteil: Wer sein Geld nicht rechtzeitig nachhaltig anlegt, der hat im Alter vielleicht zu wenig davon.
Dramatisiert wird diese Erkenntnis in einem aufwändig produzierten TV-Spot: Eine sympathische alte Dame tuckert auf einem Puch Maxi in die Stadt hinein. Sonnenstrahlen kitzeln ihr Gesicht. Die Zuschauer haben das Gefühl, die alte Dame sei auf dem Weg in die Bäckerei oder ins Café. Umso überraschter ist man, als die Seniorin mit ihrem Töffli ganz nahe an einen jungen Mann heranfährt – und ihm blitzschnell die schicke Freitagtasche entreisst. Sie wirft ihr Diebesgut in das Metallkörbchen vorne am Mofa. Dann gibt sie mit einem triumphierenden Lachen Gas. Im Text dazu die lakonische Auflösung: «Damit Sie im Alter ohne Nebeneinkünfte auskommen. Sprechen Sie rechtzeitig mit einem unserer Anlageberater. Bank Coop. Eine anständige Bank.»
Making of…Für die Umsetzung hat Ruf Lanz auf eine bereits 87 Jahre alte Kinoschauspielerin aus Schweden gesetzt. «Wir wollten jemanden, der nicht so penetrant schauspielert, wie das zum Teil in anderen Schweizer Spots der Fall ist», meint Markus Ruf. Für den betagten Star hat man nicht den Aufwand, aber dafür alle Risiken gescheut. So sass die alte Dame gar nie selber auf dem Mofa, sondern liess sich für die Fahrszenen doubeln. Für jene Szenen, in denen man sie gross im Bild sieht, wurde das Mofa auf einen Autoanhänger montiert, auf welchem die Frau bequem Platz nehmen konnte.
Condor als Produzent des Spots hat mit den Dreharbeiten gezeigt, dass man auch in Zürich pittoreske Plätzchen und versteckte Gassen so ins Bild rücken kann, dass die Szenen wie aus einem grossen Kinofilm wirken. Regie führte Andreas Hoffmann. Dieser hat für Ruf Lanz bereits den preisgekrönten Spot für Suva mit dem Unglücksraben im Gipskorsett auf der Herrentoilette realisiert. Die Musik ist von Space Train passend zur trügerischen Beschaulichkeit so komponiert worden, damit der Entreissdiebstahl möglichst überraschend wirkt. (ap)
Zusatzrente: Weil die Seniorin nicht beizeiten mit ihrem Banker gesprochen hat, muss sie jetzt zu dreisten Methoden greifen.
Andreas Panzeri
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