Breitbild an der Werdstrasse

TV Tamedia denkt wieder an mehr Fernsehen: Das Zürcher Medienhaus sicherte sich die Marke Tele Plus.

TV Tamedia denkt wieder an mehr Fernsehen: Das Zürcher Medienhaus sicherte sich die Marke Tele Plus. Einen «Geheimplan» hat Tele vergangene Woche aufgedeckt: Tamedia mache sich erneut bereit, den Schweizer Fernsehmarkt aufzurollen, berichtet die Ringier-Programmzeitschrift. Mitte März habe der Zürcher Medienkonzern das Logo der geplanten Station – «Tele Plus» – eintragen lassen. Noch sei beim Bundesamt für Kommunikation aber kein Konzessionsgesuch eingegangen.Kein Wunder. Derart hektisch, wie Tele suggeriert, wird Tamedia das Wagnis eines sprachregionalen Senders kaum angehen. Tatsächlich macht man sich an der Werdstrasse schon weitaus länger Gedanken über eine TV-Expansion. Das Logo wurde zwar vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum am 15. März eingetragen. Den Antrag dazu stellte Tamedia aber bereits am 1. September 2004. Die Wortmarke Tele Plus war sogar schon Ende Juni eingereicht und am 19. August eingetragen worden.
Raum zum SpekulierenTele Plus ist nicht die einzige inaktive Fernsehmarke von Tamedia. Auch wenn das defizitäre TV 3 Ende 2001 eingeschläfert wurde, hat das Medienhaus dennoch die Rechte am Namen behalten. Und nur wenige Tage nach der letzten Sendung von TV 3 reservierte sich Tamedia die Bezeichnung «Tele25». Unter diesem Arbeitstitel suchten damals Markus Gilli und Peter Canale nach Geldgebern für einen Nachfolger ihres eingestellten Senders Tele 24.
Möglich, dass die neuen TV-Pläne nicht ausgereifter sind als damals. So will es Tamedia jedenfalls verstanden wissen: «Wir halten uns alle Optionen offen und haben prophylaktisch die Marke Tele Plus im Markenregister eintragen lassen», verlautbarte die Pressestelle des Konzerns.
Doch die parallele Ausführung des Logos zu dem von TeleZüri lädt zu Spekulationen ein. Das Programm des Lokalsenders lasse sich ohne übertriebenen Aufwand auch national verwerten, glaubt Tele. Bereits heute habe TeleZüri einen nationalen Anstrich und produziere News von schweizweitem Interesse. Zudem werden Sendungen wie «Lifestyle» und «Swissdate» auch von anderen Regionalsendern erfolgreich ausgestrahlt. Der Schritt zum sprachregionalen Sender würde nur drei bis vier Millionen Franken kosten, zitiert Tele ungenannte TV-Experten.
Die Kosten sind aber nur eine Seite der Medaille. Die andere ist das Interesse beim Publikum und im Werbemarkt – eine schwierige Angelegenheit, wie zurzeit gerade U1 TV erfahren muss. Das gibt auch Bruno Oetterli zu bedenken, Chef des Vermarkters Radiotele und neuer Geschäftsführer des Senderverbunds TeleNewsCombi (TNC). Er meldet leise Zweifel an, ob Tamedia ausserhalb Zürichs die nötige Resonanz erzeugen kann. Besonders, wenn das System der Stundenschlaufe beibehalten werde, dürfte es für ein allfälliges Tele Plus schwierig werden. Konkret will Oetterli zur Frage eines Tamedia-Senders für die ganze Deutschschweiz aber nicht Stellung nehmen. «Ich habe nur die kurze Meldung von Tele gelesen, da fehlen mir einfach die Informationen», gibt er sich vorsichtig.
Tele Plus wäre auf jeden Fall eine Knacknuss für das TNC. Einerseits entstünde ein neuer Konkurrent – anderseits fehlte dem Kombi die wichtige Abdeckung in Zürich, wenn TeleZüri ausscheren oder gar in Tele Plus aufgehen würde. Fraglich auch, was aus den bisherigen Programmkooperationen würde.
Umsatzriese TeleZüriBetrachtet man die Werbeumsätze der Regionalsender, fällt TeleZüri schon heute aus dem Rahmen des TNC. Der Advertising Index Switzerland, dessen Zahlen auch Tamedia-Chef Martin Kall an der Bilanzkonferenz benutzte, beziffert die Bruttoeinnahmen des Zürcher Fernsehens auf 21 Millionen Franken. Das ist fast doppelt so viel, wie Tele M1, TeleBärn, TeleTell und TeleBasel zusammen umsetzen. TeleZüri spürt starken Aufwind. Gemäss Martin Kall wird TeleZüri 2006 die schwarzen Zahlen erreichen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres lag der Sender 30 Prozent über Budget. Der März sei komplett ausverkauft gewesen, freut sich Verkaufsleiter Tarkan Özküp. Tatsächlich könnte die beschränkte Werbezeit nach dem geltenden Radio- und TV-Gesetz sich als Wachstumshemmnis erweisen. Der Gedanke, stattdessen die Reichweite auszubauen, liegt nahe.
Die Resonanz im Werbemarkt dürfte Tele Plus sicher sein. TeleZüri ist bereits stark in den nationalen Mediaplänen vertreten. Laut Özküp betrug der Anteil der nationalen Kunden im ersten Quartal 2005 rund 90 Prozent. Doch eine der Stärken des Senders als Werbemedium ist seine regionale Verankerung. «Das Fenster zum Hof» sei TeleZüri für die Zuschauer, meint Özküp. Diese emotionale Bindung spielt er auch im Werbeblock aus, indem bewusst regionale Informationen unter die nationalen Kampagnen gemischt werden. Wer TeleZüri während der TV-Spots einschaltet, soll merken, dass er nicht bei RTL ist, so der Verkaufsleiter. Dadurch erziele der Sender eine auffällig tiefe Wegzappquote von nur 25 Prozent.
Auf eine solche Identifikation des Publikums wird Tele Plus nicht hoffen dürfen. Das weiss man auch bei Tamedia. Sprecherin Eta Pavlovic stellt klar: Trotz der Gedankenspiele um ein Going national besteht zurzeit «keine Absicht, am Konzept von TeleZüri etwas zu ändern». Tele Plus wird vorläufig weiter in der geheimen Schublade bleiben.
TV-Hochsommer Tamedia hat die Marke Tele Plus still und leise im Sommer 2004 angemeldet. Damals herrschte Hochsaison für TV-Projekte:
Anfang August stieg Christian Heeb bei Nordwest 5 ein, das sich anschickte, die ganze Region Basel zu erobern. U1 TV kündigte die Integration in den MediaOptimizer von Publisuisse und eine eigene Programmzeitschrift an. Cablecom stellte ein Konzessionsgesuch, um seinen Infokanal zum sprachregionalen Sender auszubauen, und Swisscom lancierte den Bluewin-TV-Feldversuch. An der Screen-up Anfang September kündigte RTL 2 ein Schweizer Programmfenster an. (sm)
Evolutionärer Lerneffekt: Tamedia könnte wieder nationaler Player im TV-Geschäft werden.
Stefano Monachesi

Zürcher Landpresse vereinheitlicht Layout

Zeitungen Der Zürcher Oberländer, der Zürcher Unterländer und die Zürichsee-Zeitung treten künftig mit einheitlichem Layout auf.

Zeitungen Der Zürcher Oberländer, der Zürcher Unterländer und die Zürichsee-Zeitung treten künftig mit einheitlichem Layout auf.Laut Konrad Müller, Verlagsleiter des Oberländers, wird durch die gegenseitige Anpassung der technischen Parameter auch der redaktionelle Austausch erleichtert. Das führe dazu, dass auch die Redaktionen der drei Regionalzeitungen künftig enger kooperierten. Eine Zusammenlegung der Redaktionen stehe aber nicht zur Diskussion.

Shake den Salat!

Food Das Ready-to-eat-Sortiment von Anna’s Best ist beim jüngeren Publikum wenig profiliert. Zwei Spots von Exxtra sollen Marke und Absatz stärken.

Food Das Ready-to-eat-Sortiment von Anna’s Best ist beim jüngeren Publikum wenig profiliert. Zwei Spots von Exxtra sollen Marke und Absatz stärken.Bei den haushaltführenden Personen ist Anna’s Best, die Convenience-Food-Marke der Migros und besonders deren Ready-to-cook-Palette, gut etabliert. Überraschend anders präsentiert sich ihr Markenprofil bei den jüngeren Segmenten und Berufstätigen. Obwohl mit den Ready-to-eat-Produkten das Sortiment gerade auf deren Bedürfnisse zugeschnitten scheint, hat eine Auswertung des Brand Asset Valuator gezeigt, dass die aktiveren und urbaneren Zielgruppen sich weniger an einer bestimmten Marke orientieren. Vielmehr steuern sie das weite Feld der Verkaufskanäle im Take-away-Bereich an. Hier, wo sich die Konsumenten oft spontan für das eine oder andere Fertiggericht entscheiden, liefern sich Anbieter wie Gourmessa, Eigenmarken anderer Detaillisten, Fastfood-Lokale und Kioske einen harten Konkurrenzkampf.Anna soll Leaderin werdenTrotzdem erkennen die Verantwortlichen des Migros-Genossenschafts-Bunds in dieser Zielgruppe ein grosses Wachstumspotenzial, zumal das breite Anna’s-Best-Sortiment mit seinem Consumer-Benefit «Mehr Zeit zum Leben» gut eine Top-of-mind-Position besetzen kann. Was die Food-Designer entwickeln, sollen Marketingspezialisten den Konsumenten schmackhaft machen. Um Anna’s Best als Leader im Bereich Frisch-Convenience-Produkte zu verankern, setzen sie in einer Kampagne pars pro toto auf die Shake-Salate.
Für das angepeilte Publikum mit seinen spezifischen Gewohnheiten und Einstellungen wählten die Kreativen der beauftragten Agentur Exxtra eine frechere und ausgefallenere Umsetzung: In den zwei demnächst anlaufenden Spots wird das einfache Handling und die schnelle Zubereitung nicht mit den üblichen Handbewegungen oder Tanzeinlagen dramatisiert. Die Salatsauce, die erst durch das Aufdrücken einer Kapsel an die Salatblätter gelangt, wird hier auf ungewöhnliche Art geschüttelt.
In einem schnell geschnittenen Streifen albern zwei junge Männer köstlich mit der Salatpackung herum, indem einer sie rückwärts auf eine Rolltreppe katapultiert. Der so zubereitete Salat fährt zum Absender zurück, wo er in Empfang genommen und genussvoll verspiesen wird. Im anderen Spot lässt sich eine junge Frau das Dressing durch das Rütteln eines heftig betriebenen Flipperkastens gleichmässig über den Salat verteilen. Während der Zubereitung hat sie genügend Zeit, um die bewundernden Blicke des Spielers auszukosten. Auch wenn man solchen Aufrissmethoden nur in der Werbewelt begegnet, dem Zielpublikum dürften sie gerade deshalb unaustauschbar im Kopf haften bleiben.
Knackige Salate für junge Leute.

Luca Aloisi

JobChange

wechselt Beratungsleiter Christoph Bürge (Bild) von Matter & Partner zu Krieg Schlupp Springer & Jacobi, wo er die gleiche Aufgabe übernimmt. Seine Nachfolge bei Matter & Partner tritt Marcus Gretener an.

wechselt Beratungsleiter Christoph Bürge (Bild) von Matter & Partner zu Krieg Schlupp Springer & Jacobi, wo er die gleiche Aufgabe übernimmt. Seine Nachfolge bei Matter & Partner tritt Marcus Gretener an.Anfang Mai Er leitete bisher die Beratung von Ruf Lanz. …
Christoph Beckmann leitet neu die Bereiche Marketing und Produktentwicklung der Fluggesellschaft Swiss. Er übernimmt die Aufgaben zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter Unternehmensentwicklung. Der bisherige Chief Sales & Marketing Officer Oliver Evans konzentriert sich auf die Leitung von Swiss WorldCargo.
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Anfang Juli wird Moreno Cavaliere Direktor der Filiale Basel der Publicitas und verantwortlicher Leiter der Region Mitte. Gleichzeitig nimmt er Einsitz in die Geschäftsleitung der Holding PubliPresse. Cavaliere war bisher Account Director und Verantwortlicher des Bereichs Beratung und Verkauf bei Publimedia.
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Werbeberater Sacha Steiner hat sich selbstständig gemacht. Unter der Marke Punktsteiner bietet er sich Agenturen als Troubleshooter an. Steiner war unter anderem für Advico Young & Rubicam und TBWA Switzerland sowie auf Kundenseite für Unique tätig.
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Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz hat Roger Blum zum stellvertretenden Ombudsmann für Schweizer Radio und Fernsehen DRS gewählt. Der Berner Professor der Medienwissenschaft tritt das Amt Anfang August an.
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Sacha Johann und Martin Koch verstärken die Geschäftsleitung der Luzerner Eventagentur Premotion als gleichberechtigte Partner neben dem bisherigen Agenturchef Pedro Llopart. Koch war zuvor mehrere Jahre als Werbeleiter bei der Migros Luzern tätig. Johann bleibt in einem 50-Prozent-Pensum als Marketingleiter Private Banking der Luzerner Kantonalbank tätig.
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Adrian Fetscherin (Bild) löst Michael Meier als Moderator der Presse-TV-Sendung «Fussballtalk» auf SF 2 ab. Meier übernimmt die Leitung der neuen Fussballzeitschrift Rotweiss. Fetscherin ist auch als Kommentator für «live ran» von Sat 1 Schweiz tätig. Zudem führt er den Online-Dienst Sportradio.ch.

Ein Themenkomplex mit viel Potenzial

Das von Ihnen recherchierte Thema ist in der Tat sehr spannend. Wenn der PR-Druck auf IT-Titel so weiterwächst, stehen am Ende nur Verlierer da:

Das von Ihnen recherchierte Thema ist in der Tat sehr spannend. Wenn der PR-Druck auf IT-Titel so weiterwächst, stehen am Ende nur Verlierer da:Die werbetreibenden Unternehmen, die mit ihrer redaktionell kaschierten Öffentlichkeitsarbeit ihre Zielgruppe nicht mehr erreichen; die Leser, die in ihrer Computerzeitschrift keine interessanten Inhalte mehr finden; und last but not least die Publikationen selber, weil sie auf Dauer keiner mehr lesen will. Was bleibt, ist die schwierige wirtschaftliche Situation für so manchen Verlag und die Frage, wie man dem schwindenden Anzeigengeschäft begegnen soll. Doch dafür kann es Lösungen geben. Das Thema steht der Werbewoche jedenfalls gut zu Gesicht, daraus könnte man noch mehr machen. Es wäre zum Beispiel interessant zu hören, was die Werber und PR-Leute zu dieser Problematik sagen.
Karl-Heinz Müller, Geschäftsführer der Binkert Medien AG in Laufenburg, zum Artikel «Drucken Sie diesen Text!» in WW 14/05.

Autos bekleben, Papier bedrucken

Veranstaltung Auf den Visual Days zeigten Antalis und weitere Aussteller unter anderem, wie unterschiedlichste Werbemittel produziert werden.

Veranstaltung Auf den Visual Days zeigten Antalis und weitere Aussteller unter anderem, wie unterschiedlichste Werbemittel produziert werden.Zeitgemässe Produktionsmethoden und verschiedenste Bedruckstoffe gab es an den Visual Days 2005 im Industrieambiente der ehemaligen Textilfabrik Gugelmann in Roggwil zu bewundern. Die von Antalis initiierte und zusammen mit Partnern durchgeführte Fachmesse zieht jedes Jahr eine grosse Zahl Produktionsfachleute an. Wichtiges Element der Visual Days bilden die Fachreferate. Das Themenspektrum deckte eine grosse Spannweite ab: Entwicklungen im Papierumfeld oder im Digitaldruck waren ebenso Gegenstand der Vorträge wie neuste Produktetrends und Anwendungstechniken bei Folien oder die Aktualität des Siebdrucks. Die Fachreferate seien sehr gut besucht gewesen, sagt Karin Locher, Projektverantwortliche bei Antalis. Durchschnittlich wurden 30 Zuhörer registriert. KontrasteAm Stand von NexPress wurde mit der Kodak NexPress 2100 quasi der «State of the Art» des Digitaldrucks live vorgeführt. Mit diesem Digitaldrucksystem, so war zu erfahren, können neu Papiersorten verarbeitet werden, welche bis dato im Digitaldruck nicht oder nur mit erhöhtem Aufwand – zum Beispiel durch Vorbehandlung des Bedruckstoffs – möglich waren. Die Blätter des live vor Ort gedruckten Give-away-Kalenders wurden denn auch auf 13 verschiedenen Papieren aus dem Antalis-Sortiment gedruckt.
Interessant war auch die von AWZ gezeigte neue Software zur Personalisierung von Bildern. Damit können in einem Foto integrierte Bildelemente variabel zur Personalisierung verwendet werden. So kann ein Name beispielsweise aus Steinchen oder aus Wolken am Himmel zusammengesetzt bzw. geschrieben werden. Die Technik erlaubt neue Wege in der individualisierten Kundenansprache und eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten für Mailings.
Ein besonders beliebtes Demonstrationsobjekt war die Steindruckpresse, mit der in Handarbeit Lithografien hergestellt wurden.
Folieren von Autos Auch die komplette Neueinkleidung von Fahrzeugen mit Hilfe von speziellen Folien zog viele Zuschauer an. Die grossen Flächen wurden am Stand von Avery und 3M mit Filzrakel und Verklebehandschuh in akkurater Feinarbeit aufs Auto übertragen. Ein Fahrzeug mit Folie komplett neu einzukleiden, koste übrigens gerade mal die Hälfte einer Neulackierung, war am Stand von Avery in Erfahrung zu bringen.
An den Visual Days waren auch Dienstleister etwa aus dem Bereich Large Format Printing und Hersteller von mit Werbung zu versehenden Sonnenschutzfolien präsent. Auch von den gezeigten Stickmaschinen geht eine grosse Faszination aus. Die Nähmaschinen sticken im Grossformat in atemberaubenden Tempo ihre Sujets in beliebige Stoffträger wie T-Shirts, Baseball-Caps und andere Give-aways.
Lobenswert ist der an den Visual Days durchgeführte Nachwuchswettbewerb für Lehrlinge, bei dem auch in diesem Jahr beeindruckende Arbeiten eingereicht wurden. Die Arbeiten lassen teils grosses Talent erkennen. Bei diesen Exponaten trafen sich immer wieder auch Schulklassen des grafischen Gewerbes, um die Arbeiten ihrer Kolleginnen und Kollegen zu bewundern – oder auch kritisch zu kommentieren. Dass man diesen Bereich vielleicht beim nächsten Mal mehr ins Zentrum der Ausstellung rücken könnte, war eigentlich die einzige Kritik, die seitens der jungen Besucher angebracht wurde. Die Bekanntgabe der ersten drei Plätze des Lehrlingswettbewerbs soll übrigens in etwa zwei Wochen erfolgen.
Gemischte ReaktionenPositive Rückmeldungen sind vom grösseren Teil der Aussteller gekommen. Eher unbefriedigt haben sich die Partner gezeigt, bei denen weder Produktedemos noch andere Präsentationen gezeigt wurden. Jürg Pletscher, Managing Director bei Antalis, denkt, dass die Visual Days mit noch mehr Präsentationen klar gewinnen werden. Zudem schwebt ihm für nächstes Jahr auch ein ausgebautes Abendprogramm vor.
Eine der Attraktionen der Visual Days war die Steindruckpresse.

Jürgen Franck

LG konsolidiert bei Euro RSCG und Starcom

Elektronik Der koreanische Konzern LG Electronics hat Euro RSCG mit seinem gesamteuropäischen Werbebudget betraut.

Elektronik Der koreanische Konzern LG Electronics hat Euro RSCG mit seinem gesamteuropäischen Werbebudget betraut.Die Agentur setzte sich in der Ausschreibung gegen Young & Rubicam, Saatchi & Saatchi und Leo Burnett durch. Den Lead übernimmt das Office in London. Neue europaweite Agentur für Mediaplanung und -einkauf wird die Publicis-Tochter Starcom. LG Electronics produziert Mobiltelefone, Plasmabildschirme, Haushalt- und andere elektronische Geräte. Bisher operierte der Konzern in Europa dezentral. Die Konsolidierung der Etats folgt auf die Einrichtung eines Europahauptquartiers in den Niederlanden im vergangenen Jahr. Durch die Zentralisierung und Verstärkung der Marketingkommunikations-Aktivitäten will LG Electronics die Wahrnehmung und Wiedererkennung seines Markennamens steigern.

Verfrühter Mähtag

Plakate Die Realität übersteigt in ihrer Absurdität manchmal die Fiktion, so auch bei der neuen Sloggi-Plakatkampagne.

Plakate Die Realität übersteigt in ihrer Absurdität manchmal die Fiktion, so auch bei der neuen Sloggi-Plakatkampagne.Sorgten vor einem Jahr Knackpos und überlange Stelzen von Models für geharnischte Reaktionen aus der feministischen Ecke, so dürfte heuer intern verursachter Ärger ins Haus stehen: Tage vor der Plakatierung des Teasersujets liess ein Voreiliger die Auflösung im Pendlerblatt 20 Minuten schalten. Des Rätsels Lösung: Blue Spirit, die Schweizer Agentur des Unterwäscheherstellers, hatte die international vorgelegte Neuauflage der Kampagne mit meisterlicher Retusche und hohem Teletubby-Gras zu einem witzigen Teaser aufgemotzt. Es fragt sich freilich, ob am Mähtag die Blicke den Glace-schirmchen gelten oder den altbekannten Hinteransichten.

Kobalt fährt auf SBB Immobilien ab

Immomarkt Nach einer Agenturevaluation hat sich der Bereich Bewirtschaftung Region Süd der SBB Immobilien für die Zusammenarbeit mit Kobalt Marketing und Kommunikation entschieden.

Immomarkt Nach einer Agenturevaluation hat sich der Bereich Bewirtschaftung Region Süd der SBB Immobilien für die Zusammenarbeit mit Kobalt Marketing und Kommunikation entschieden.Die Luzerner Agentur ist für die nächsten drei Jahre Partner der SBB Immobilien für Kommunikation und Public Relations. Die SBB Immobilien sind der zweitgrösste Grundstückbesitzer der Schweiz. Erste Arbeiten von Kobalt werden ab Mai 2005 zu sehen sein.

Neues Kundenzentrum

Digitaldruck Xerox hat in Rochester, USA, ein Kundenzentrum eröffnet.

Digitaldruck Xerox hat in Rochester, USA, ein Kundenzentrum eröffnet.Das Zentrum ist mit seinen 9300 Quadratmetern Fläche die weltweit grösste permanente Ausstellung digitaler Produkte für den Produktionsdruck und die Publishing-Industrie. Der Showroom wurde speziell konzipiert, um Kunden einen Einblick in innovative Drucktechnologien der Zukunft zu geben.

Event-Start in den Frühling

Zur ersten ordentlichen Generalversammlung der Vereinigung Schweizer Verlagsfachleute unter der Leitung des neuen Vorstands wurde letzte Woche ins Bistro der NZZ geladen.

Zur ersten ordentlichen Generalversammlung der Vereinigung Schweizer Verlagsfachleute unter der Leitung des neuen Vorstands wurde letzte Woche ins Bistro der NZZ geladen.Man erinnert sich: Nach der VSV-Schifffahrt ’04 erklärte sich das damalige OK wegen der Verwaisung des Vorstands bereit, das künftige Leitungsgremium des Berufsverbands zu bilden – und wurde an einer ausserordentlichen GV bestätigt. Inzwischen hat sich vieles bewegt, denn erstmals gabs ein VSV-Skiweekend, die Homepage wurde angepasst, die Verlagskurs-Kompendien des Medieninstituts sind frei zugänglich für VSV-Mitglieder und neu sind auch die monatlichen Treffen am ersten Monats-Mittwoch im Terrasse.Abgesehen vom Budget – man hatte es mit kalkulationskritischen Verlagsfachleuten zu tun – ging die GV reibungslos über die Bühne. Präsident Markus Will hatte seine anfängliche Unsicherheit schnell im Griff und konnte mit über 50 Gästen bei 205 Mitgliedern eine für Branchen-Generalversammlungen fast schon einschüchternd hohe Besucherzahl verzeichnen. Man darf gespannt sein, wie sich die VSV weiter mausern wird.
Dato gab sich in Zürich auch Le Temps die Ehre. Mit dem Genfer Titel hat eine weitere wichtige Schweizer Tageszeitung ihr Redesignprojekt abgeschlossen. Beim allerersten Beschnuppern gleich nach dem Eintreffen der Gäste in der Giesserei gaben sich zwar sowohl Romands als auch Zürcher noch leicht steif – das änderte sich aber schnell. Denn welscher Charme macht sich gut an der Limmat, und so darf man nach der Edipub-Party bei Aeschbacher mit der Le-Temps-Fete einen weiteren, überaus gelungenen Event aus der Romandie verzeichnen. Wenn doch nur noch mehr Verlage von dort Partys in Zürich machen würden, war gar zu hören. Und auch, dass die ansässigen Verlage langsam aufpassen müssten, dass sie punkto Eventqualität nicht ins Hintertreffen gerieten.
Das mit dem Hintertreffen könnte auch der renommierten Publicis widerfahren. Nicht in kreativer Hinsicht natürlich, aber bezüglich (zukünftig fehlender!) Aussicht auf die Sechseläutenwiese. Vermutlich zum letzten Mal konnte die Agentur am Bellevue an ihrem Bööggen-Event zu so grossartigem und direktem Panorama auf den brennenden Scheiterhaufenverhelfen. Schon diesen Sommer soll die Agentur an die Stadelhoferstrassezurückverlegt werden – zusammen mit der Publicis-Direktmarketing-Unit Fisch.Meier.Direkt. Und ohne Direktsicht auf die Sechseläutenwiese.
Man darf gespannt erwarten, was sich die Publicis-Oberen als Alternative zum Bööggen-Bash überlegen werden. Explodiert ist der weisseWattemann nach offizieller Zeitnehmung um 18:17:44 Uhr. Für eine exakte Schätzung gabs bei Publicis ein Essen in der Kronenhalle, gemeinhin Publicis-Firmenkantine genannt, zu gewinnen. Apropos Kronenhalle – wir haben erfahren, dass Tagi-Karikaturist Nico an einem Buch über das beste Zürcher Bratwurst- und Roastbeef-Lokal arbeitet. Der Cannes-Aufenthalter wird seit kurzem in Zürich von Karin Giger, bekannt geworden als Art-Buyerin bei Publicis und WHS, vertreten. Sie betreut auch dieses Buchprojekt.
BÖÖGG FRED & BÖÖGG CHÄSCHPIkommen als Gastgeber des Sechseläuten-Events der Publicis zu besonderen Ehren! Dieses Sujet wurde auf einer der mitgebrachten Einladungskarten von fast 80 Prozent der Anwesenden spontan durch Lachanfall zum Favoriten erklärt. Mit der traditionellen Bööggen-Sause der Agentur am Bellevue kommt der Event-Frühling übrigens erst so richtig in Fahrt. So bewegten sich die Verantwortlichen von Le Temps von Genf nach Zürich, um hier ihr Redesign schmackhaft
zu machen. Die Vereinigung Schweizerischer Verlagsfachleute wiederum eröffnete den Reigen der zurzeit reichlich anstehenden
Generalversammlungen im Bistro der NZZ.
Reif war die Zeit für ein Redesign: Le Temps.
Erste ordentliche GV des neuen Vorstands mit Kassier Martin Coninx, Vize Däni Allemann und Präsident Markus Will (v. l.).
Frauenrunde im NZZ-Bistro: Christine Rennhard, Eva Keller und VSV-Vorstandsmitglied Francine Bruni (v. l.).
Guido Eberhard, Automobil-Revue, Kathrin Spross, Spross Verlag, und Edi Lindegger, Publicitas Luzern (v. l.).
Vor der GV gabs noch einen kleinen Apéro: Ludwig Binkert (l.), IZA, mit Jörg Salzmann von Mengis Annoncen AG.
Befanden sich zwar nicht auf der Teilnehmerliste, waren aber trotzdem gern gesehen: Brigitte Schatzmann (l.) und Isabel Kaiser.
Bereit fürs bevorstehende Abstimmungsprozedere: Aled Evans (l.) vom Betty Bossi Verlag und Roli Winkler, Ringier AG.
Bienvenue à la Giesserei: Verlagsleiterin Valérie Boagno (l.), Chefredaktor Jean-Jacques Roth, Anzeigenleiterin Marianna Di Rocco.
Fröhliches Trio: Cécile Boulant (l.), Carat, Le-Temps-Verkaufsleiter Julien-V.-A. Vogel und Carol Trachsler, Initiative Media.
Genossen den Giesserei-Abend: Isabelle Kropf (l.), P-International, mit Vitto Genovese und Astrid Kägi von Le Temps.
Diskutierten an der Bar: Claudia Mühlebach (l.), Mediaagentur mm&b, und Astrid Gartenmann, Publimedia.
Testeten die seit jüngstem angesagte Art, Champagner zu trinken: Jenny Best (l.) und Andrea Brack von Apple.
Kamen gerade noch rechtzeitig zur Begrüssungsrede: Toni Vetterli, Marketingleiter der Schweizer Presse und Patrizia Serra, Stocks.
Andrea Fuchs (l.) und Nadine Müller Universal McCann Zürich, mit Philippe Meyer, bald bei McCann-Erickson Genf.
Intensives Lounge-Gespräch zwischen Ivo Knüsel (l.) von Publimedia und Kilian Gasser, selbstständiger Verlagsberater.
Ebenfalls mit von der Partie bei Le Temps: TBWA-CCO Hans-Joachim Timm und Ursula Guhl, Client Unit Director.
In der Eingangshalle angetroffen: Reto Cina, Davidoff-CEO, Christine Purgly und Fredy Collioud (v. l.) von Publicis.
Zünfter und Werber: Weggenzunft-Mitglied Beat Fingerhuth (l.), Ikea, mit Martin Bürki, Leiter Kommunikation Publisuisse.
Im Entree: Fisch-Meier-Boss Christian Hansen mit Gattin Christine Benguerel (r.) und Tagi-Verlagsleiterin Maili Wolf.
Kurt Zimmermanns Golfkolumnen in der SonntagsZeitung sind fast legendär – aber nur fast, denkt sich wohl Jürg Trösch (l.).
Auf der Festbank erwischt: Benno Gut (l.) und Markus Gyhr, Post-Production-Spezialisten mit ihrer Firma Ultra Productions.
Lukas Tenger, fotografiert im Terrassenzelt mit der sympathischen Publicis-Beraterin Muriel Asté.

Leidenschaft Papier

Jubiläum Die deutsche Büttenpapierfabrik Gmund feiert ihr 175-jähriges Bestehen.

Jubiläum Die deutsche Büttenpapierfabrik Gmund feiert ihr 175-jähriges Bestehen. Im verschneiten Gmund am Tegernsee, rund eine halbe Stunde südlich von München und nur wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt, feierte die Büttenpapierfabrik Gmund (Gmund) Ende Januar ihr 175-jähriges Firmenjubiläum. Eigentlich etwas mit Verspätung, denn genau genommen hätte das Firmenjubiläum 2004 stattfinden müssen: Die Büttenpapierfabrik Gmund – die älteste noch produzierende Papierfabrik Europas – wurde bereits 1829 durch Johann Nepomuk Haas gegründet. Doch verschiedene Verpflichtungen hätten dies unmöglich gemacht, erklärte Florian Kohler, Geschäftsführer von Gmund, den über 200 Gästen u. a. aus dem Papierhandel und der Werbebranche am Gmund Congress im Barocksaal des Tegernseer Schlosses. Klein und feinSeit 100 Jahren gehört der Papierproduzent Gmund der Familie Kohler. Als der im vergangenen Jahr verstorbene Ludwig Maximilian Kohler nach dem Krieg die Fabrik übernahm, entschloss er sich, dass das Unternehmen klein und eigenständig bleiben sollte. Diese Strategie zahlt sich bis heute aus. So beschäftigt das Unternehmen «nur» 100 Mitarbeitende – «nur» rund 5000 Tonnen Feinstpapiere verlassen das Werk pro Jahr. Trotzdem hat sich Gmund längst zum global tätigen Unternehmen entwickelt. Von 3 Prozent Exportanteil vor 55 Jahren werden heute über 70 Prozent der hergestellten Papiere in mehr als 70 Länder verkauft – vor allem nach Westeuropa, Asien und Amerika. Produziert wird direkt am aus dem Tegernsee tretenden Fluss Mangfall mit zwei Papiermaschinen: einer alten Maschine, die 1883 installiert wurde, und einer neueren aus dem Jahr 1978.
Haptik und OptikFlorian Kohler ist seit 2004 für die Geschicke des Unternehmens verantwortlich. Er glaubt, dass hochwertige Papiere nicht verschwinden werden, dass sie in der Lage sind, Emotionen und Werte zu transportieren. Das Internet hingegen halte meist «nur» Informationen bereit.
Oft frage man ihn, wie die vielen neuen Papiere entwickelt würden. Kohler erklärt, dass man dazu sehr analytisch vorgehe. Man beschäftige sich der Reihe nach mit Haptik («Papier muss sich gut anfühlen.»), Optik («Papier muss gut ausschauen.»), Sound/Klang («Dieser Parameter hat viel mit Papier zu tun, da Papier einen Sound hat, den Nutzer schätzen.»), Geruch («Wir können/wollen nicht zu viel Geruch ins Papier packen.») und Geschmack («Derzeit ist dieser Parameter noch kein wichtiges Prüfkriterium.»).
Papierdesign und MarketingErfolgsfaktoren des Unternehmens sind neben handwerklichem Können und edlen Rohstoffen die Kreativität und das innovative Papierdesign auf der einen sowie Marketing auf der anderen Seite. Die Kombination daraus ist das Erfolgsrezept. Florian Kohler macht es an der Jubiläumsfeier gleich vor: «Wenn sich Papier wie Leder anfühlt, dann muss es von Gmund sein.» Er erzählt, wie die Haptik beim Papier Alezan wieder und wieder verbessert werden konnte, bis es den eigenen Anforderungen entsprochen hat. Herausgekommen ist ein Papier, das sich tatsächlich wie Leder anfühlt und sogar wie Leder geprägt wird.
Oder die neu aufgelegte Kollektion Gmund Kaschmir: Diesen Klassiker hat der Papierproduzent überarbeitet. Das Farbsortiment wurde um tiefe, intensive Farbtöne ergänzt. Das in sattem Dunkelblau (Deep Blue) und dunklem Rot (True Red) sowie in Weiss (White) erhältliche Papier Kaschmir Cloth aus dieser Kollektion verfügt über eine samtige Oberfläche, die Gmund mit einem Spezialverfahren erreicht. Kohler lässt die Gäste die Papiere fühlen und stellt mit einem auf Kaschmir True Red für Bulgari gedruckten Muster gleich den Bezug zu Luxus her: «Papier wird somit zu einem wertvollen Accessoire.»
Doch der hohe Designanspruch, den man bei Gmund erhebt, erstreckt sich nicht nur auf die Papiere selbst, sondern zieht sich wie ein Faden durch das Unternehmen und die Produkte: Die aufwändigen Kollektionen sind wunderschön gestaltet, erhalten regelmässig Auszeichnungen und zählen zu den begehrtesten Kollektionen. So darf man auch in Zukunft gespannt sein, mit welchen Kreationen und Kollektionen die Papiermacher vom Tegernsee als Nächstes überraschen.
PapiermarketingGmund beherrscht die Klaviatur des Marketings perfekt – Corporate Identity durch und durch. Von der schriftlichen Begrüssung im Hotelzimmer auf einem anlässlich der 100-Jahr-Feier kreierten Original-Briefbogen, über bedruckte Getränkeetiketten auf den als Pausenverpflegung servierten Fruchtsäften bis zu den bedruckten Servietten und Bierdeckeln im Braustüberl: Das Gmund-Logo war omnipräsent. Doch vor allem «on stage» versteht man bei Gmund, Papier mit Emotionen und damit auch die Marke zu verkaufen.
Auch die vielen Papierkollektionen – vertrieben durch •Baumgartner, Sihl+Eika und Thalo Papier (Antalis) sind ideale Marketingwerkzeuge. Sie inspirieren Kreative, halten aber zudem technische Informationen für Druckereien bereit. (jf)
175 Jahre Gmund – die wichtigsten Stationen1829 Johann Nepomuk Haas kauft ein abgebranntes Werk, baut die Mühle neu auf und beginnt mit der Papierproduktion.
1860 Die Mühle brennt ab und wird ein Jahr später wieder aufgebaut.
1904 Die Fabrik wird durch die Familien Kohler, Pfannenberg und Stahl übernommen.
1921 Ludwig Alois Kohler kommt bei einem Betriebsunfall ums Leben; die Teilhaberrechte gehen an seinen Neffen Ludwig Wilhelm Kohler.
1952 Ludwig Maximilian Kohler wird in die Geschäftsleitung aufgenommen.
1984 Ludwig Wilhelm Kohler stirbt, Florian Kohler tritt in die Geschäftsleitung ein.
1991 Die erste Markenkollektion Silencium wird auf den Markt gebracht.
1994 Sohn Korbinian Kohler tritt in die Geschäftsleitung ein.
2000 Gmund gründet das Unternehmen LakePaper.
2004 Ludwig Maximilian Kohler stirbt, Florian Kohler übernimmt in vierter Generation die alleinige Geschäftsleitung.
Auszug aus dem von Gmund herausgegebenen Buch «Die Geschichte der Büttenpapierfabrik Gmund».
Die älteste noch produzierende Papiermaschine Europas leistet für Gmund immer noch gute Dienste.
Gmund stellte am Gmund Congress die erneuerte Kollektion Kaschmir vor.
Die Büttenpapierfabrik Gmund ist bis heute stark geprägt durch die Familie Kohler.
Jürgen Franck
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