Korrigendum

Im Artikel «Ein cleverer Coup der BaZ» (WW 15/05, S. 16) war zu lesen

Im Artikel «Ein cleverer Coup der BaZ» (WW 15/05, S. 16) war zu lesen, dass die Neue Fricktaler Zeitung (NFZ), das entstehende Fusionsprodukt aus Fricktaler Bote und Fricktaler Zeitung, dereinst die grösste Zeitung in dieser Region sein und dank ihrer wöchentlichen Grossauflage von 31000 Exemplaren «auch das Wochenblatt Bezirksanzeiger mit seinen 18137 Exemplaren» überragen werde. Doch der Auflagenvergleich ist falsch. Die 18137 Exemplare des Bezirksanzeigers umfassen nur die verkaufte Auflage, vergessen ging, dass das offizielle Publikationsorgan von 22 Fricktaler Gemeinden 29 weitere Ortschaften mit zusätzlich 11290 Gratisexemplaren bedient. Und Letztere hätten im Vergleich mit der gratis verteilten Grossauflage der NFZ konsequenterweise einbezogen werden müssen. Insgesamt kommt der Bezirksanzeiger also auf eine beglaubigte Verteilauflage von 29427 Exemplaren (Basis 2003). Die aktuell verteilte, aber von der Wemf noch nicht ausgewiesene Auflage des Bezirksanzeigers betrage sogar rund 34600 Exemplare, betont Rudolf Moser, Mitinhaber des herausgebenden Verlags Mobus AG. Zudem habe der Bezirksanzeiger bei der letztjährigen Mach Basic 41000 Leser ausgewiesen, 5000 mehr als die Grossauflage der Fricktaler Zeitung.

Vierrad hilft Zweirad aus der Patsche

Dienstleistungen Transa Bikes offeriert in Basel einen neuen Service, der Radfahrer mit ungewohntem Komfort verwöhnt:

Dienstleistungen Transa Bikes offeriert in Basel einen neuen Service, der Radfahrer mit ungewohntem Komfort verwöhnt:Defekte Fahrräder muss man nicht mehr in den Transa bringen, sondern sie werden von einem Kurier abgeholt. Anruf genügt, und schon kommt der Fahrradpannendienst im Auftrag von Transa und bringt den reparierten Stahlesel – wenn möglich sogar am gleichen Tag – wieder zurück. Zur Bewerbung hat Spillmann Felser Leo Burnett ein Wildplakat kreiert, das einem offiziellen Abschleppschild täuschend ähnlich sieht. Mit dem gewissen kleinen, feinen Unterschied …

Best of Print Advertising

Marktforschung Emmi, das Thailändische Fremdenverkehrsamt und die Suva schalteten im ersten Quartal dieses Jahres die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Medien.

Marktforschung Emmi, das Thailändische Fremdenverkehrsamt und die Suva schalteten im ersten Quartal dieses Jahres die beliebtesten Anzeigen in den Schweizer Medien.Best of SoutheastAffinität der Anzeigen bei den Supportern im «christlichen Lager»
Gold (162) Padma Padma 28 – Schutzprogramm (Fischerwerbung)
Silber (160) Eschenmoser 10% Rabatt auf alles (Wirz)
Bronze (155) Tentan Leucen – rote Mütze
In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Demoscope präsentiert Publimedia den Leserinnen und Lesern der Werbewoche fünfmal pro Jahr einen Auszug der Resultate aus dem Advertising-Index (AX-Print). Dieser Index (siehe unten) ist ein Modul des Market Radar und misst die Beliebtheit von Anzeigen. In den Kästen links und rechts befinden sich Anzeigen, die in der betreffenden psychografischen Zielgruppe die grösste Akzeptanz erzielten. Die drei Sujets, die bei der gesamten Stichprobe, also bei allen vier Zielgruppen insgesamt, am besten abschnitten, werden unter dem Titel «Top Three» gezeigt. (ww)

Alle im selben Bötchen

Versicherungen Die Mobiliar hat einen Überschuss erzielt und verteilt das Geld an ihre Kunden. Daraus macht Wirz Werbung eine ganze Kampagne.

Versicherungen Die Mobiliar hat einen Überschuss erzielt und verteilt das Geld an ihre Kunden. Daraus macht Wirz Werbung eine ganze Kampagne.«Wenn es bei uns gut läuft, profitieren alle.» Mit diesem Claim macht Wirz Werbung bekannt, dass die Mobiliar allen Kunden etwas von ihren Versicherungsprämien zurückzahlen kann. «Überschusskampagne» nennt sich diese Imagewerbung.Solche Überschusszahlungen haben bei der Mobiliar Tradition. Seit 1981 hat die Versicherung rund 372 Millionen Franken wieder ausbezahlt. In diesem Jahr sind es 10 Prozent der Nettoprämie oder 50 Millionen Franken. Möglich ist das sommerliche Weihnachtsmärchen vom Geldregen nicht nur für grosse, sondern auch für kleine Kunden, weil die Mobiliar in der Gesellschaftsform einer Genossenschaft organisiert ist. Bei einer Genossenschaft profitieren nicht anonyme Aktionäre, sondern viele Kundinnen und Kunden.
Das sind bei einer Million Versicherter viele. Dies hat Wirz visuell umgesetzt mit vielen kleinen Statussymbolen, die haufenweise auftreten. Die Kampagne bringt damit auf den Punkt: Nicht ein Einzelner kann sich dank dem Überschuss der Mobiliar eine Luxusjacht leisten, sondern viele kommen zu einem kleinen Schiffchen.
Fairness optisch umgesetztEntsprechend arbeiten alle vier Sujets mit verkleinerten Statussymbolen, die grosse Aktionäre sonst im Grossen hätten: Haus, Pferd, Jacht, Privatjet. In der genossenschaftlichen Verkleinerung sind entsprechend jeweils mehrere der Symbole in eine einzelne Einheit wie Standplatz, Stallbox oder Grundstück eingepasst worden. Überraschend, plakativ umgesetzt und leicht verständlich will die Kampagne bekannt machen: Komm zur Mobiliar, das ist eine faire Versicherung.
«Die Idee passt gut in die Zeit. Vor fünf Jahren wäre eine Werbung mit diesem Grundgedanken wohl weniger gut angekommen als heute», meint CD Matthias Freuler. In der Zeit des Börsenfiebers wirkte eine Genossenschaft veraltet. Jetzt sind die Aktiengesellschaften unter Druck geraten, und die Mobiliar kann ihren Trumpf Gewinn bringend für alle ausspielen. Sehen kann man die verschiedenen Sujets ab sofort in der ganzen Schweiz als Plakat, doppel- und halbseitige Anzeigen sowie als TV-Spot im Fernsehen. Im clever gemachten Film landet eine Möve auf einer Mini-Jacht, dann zieht die Kamera auf und man sieht viele kleine Boote. Dazu wurde jedes Modellboot einzeln in seiner Position gefilmt. Dann wurden die Schiffchen, individuell schaukelnd, am Computer zusammengesetzt. Die dressierte Möve konnte auf Kommando vor einer Bluescreen starten und landen. Das grafische Element der Büroklammer in den Anzeigen ergibt eine Verbindung zur bisher bekannten Kampagne mit den Schadenprotokollen. Im Herbst soll dann eine weitere Serie mit diesen witzigen Zeichnungen folgen. Diese Schadenprotokolle sind bei Jean Etienne Aebi und Publicis erfunden worden. Als Publicis das Budget der «Zürich»-Versicherung gewonnen hatte, musste die Agentur aus Konkurrenzgründen ihren Kunden Mobiliar abtreten. Nach einer Agenturevaluation wechselte das Budget zu Wirz Werbung. Matthias Freuler freut sich über diesen Sieg, weil sein «Baby» jetzt wieder zu ihm zurückgefunden hat: Freuler war bei der Geburt der Kampagne noch bei Publicis beteiligt. Mit dem Wechsel zu Wirz sind nun auch alle anderen Angebote wie Mobilife oder Mobijeune bei nur noch einer Werbeagentur gebündelt worden.
Geteilter Profit: Statt ein Pferd für einen gibt es Pferdchen für alle.
Andreas Panzeri

Beschwingt getafelt

Wie sich die RTL-Group nach den Wechseln an ihrer Spitze präsentieren und im Markt agieren will, interessiert nicht nur Medienjournalisten.

Wie sich die RTL-Group nach den Wechseln an ihrer Spitze präsentieren und im Markt agieren will, interessiert nicht nur Medienjournalisten.Auch Kunden und Mediaagenturen wollen wissen, wohin sich der TV-Anbieter aus der Bertelsmann-Gruppe entwickeln und Schwerpunkte setzen will.
Um Licht ins Dunkel zu bringen, luden Michi Frank und die IP Multimedia letzte Woche einige hochkarätige Gäste ins Zür-
cher Restaurant Sonnenberg. Anwesend beim Roundtable-Gespräch unter der Leitung von Werbewoche-Chefredaktor Pierre C. Meier waren Vertreter der grossen Mediaagenturen sowie einige Topkunden. Um es gleich vorwegzunehmen: Schmutzige Wäsche wurde von der Führungsclique der Sender RTL, RTL 2, Super RTL und Vox nicht gewaschen – und leider wurden auch keine pikanten Interna zu den kürzlichen Rochaden auf den Chefsesseln verraten. Vielmehr stufte man das, was in der heiligen Halle des Fifa-Clubs besprochen wurde, als so geheim ein wie die Kochrezepte von Jacky Donatz, der dort oben die Kochlöffel schwingt. Die anwesenden Agenturgeschäftsführer, Inhaber und «Heads of Electronic Media» fühlten denn auch den TV-Leuten so richtig auf den Zahn.
Fürs leibliche Wohl sorgte danach die Sonnenbergküche mit einem für ihre Verhältnisse zwar einfachen, aber deshalb nicht minder schmackhaften Viergänger. Und Küchenchef Donatz schliesslich nahm sich die Zeit, jedem einzelnen Gast eine Widmung in sein neuestes Promikochbuch zu schreiben, welches die Gäste als Geschenk nach Hause nehmen durften.
Primär ums Essen (und natürlich ums Trinken!) gings auch beim Texterverband Script. Nach der Generalversammlung,
welche von Script-Präsidentin Stephanie Hugentobler und Geschäftsführer Christoph Fuchs in einem atemberaubenden Tempo durchgepeitscht wurde, liess man sich an den Tischen der Berner Cinématte nieder. Die Schlemmerei unter dem Motto ÜberNraschung bestand aus einem sehr (!) reichhaltigen Apéro, diversen Salaten und einem Buffet mit fünf verschiedenen regionalen Hauptgerichten samt Beilagen. Nicht zu vergessen die Käse- und Dessertauslage. Ein Augen- und Gaumenschmaus sondergleichen, bei dem sich so mancher hungrige Texter den Teller mehr als einmal füllte.
Die eigentliche GV verkam angesichts des Vollprogramms fast zur Randnotiz. Denn genauso einhellig wie die Copywriter zum Mahl zusammensassen, hatten sie vorher sämtliche Personalia, Budgets und Anträge des Vorstands im Expresstempo abgesegnet. Und wie man hörte, steht der Texterclub auch finanziell wieder auf durchaus soliden Füssen. Bravo, weiter so!
Beat Fritschkam dank des Texterverbands Script letzte Woche ausnahmsweise mal weg von Zürich und in den Genuss einer kleinen Reise nach Bern. In der Cinématte direkt an der Aare trafen sich Mitglieder und Gäste von Script zur alljährlichen (sehr kurzen) Generalversammlung sowie dem zugehörigen Rahmenprogramm namens Scriptnight. Dabei sorgte die Cinématte-Crew einmal mehr für ein sehr reichhaltiges Buffet.
Kulinarisch unbedenklich war auch das Roundtable-Gespräch der IP Multimedia zum Thema RTL Group. Die handverlesene Gästeschar von Mediaagentur-CEOs und Topkunden liess sich dazu mit Köstlichkeiten aus der Küche von Altmeister Jacky Donatz verwöhnen – und die sind im Gegensatz zu GRP- und Marktanteils-Prognosen ein zu 100 Prozent sicherer Wert.
So nah wie die Werbewoche wird unsere Fussball-Nati diesem Pokal nie kommen!Script-Geschäftsführer Christoph Fuchs (r.) und Kaspar Silberschmidt, zurücktretendes Vorstandsmitglied, im Cinématte-Garten.
Die Script-GV, eine sonnige Sache: Präsidentin Stephanie Hugentobler (l.) mit Anton Neuenschwander und Cornelia Beutler.
Nach langjähriger Fron- und Gratisarbeit haben sich Odile Nerfin und Eric Amoudru aus dem Script-Vorstand verabschiedet.
Mélanie und Alain Martinet von Scriptnight-Sponsor Webstyle beim Apéro mit Andy Ruf (r.) am beruhigend schönen Aareufer.
Robert Sulser (l.) erzählte Script-Vorstandsmitglied Paul Girard, dass er momentan in mehrere spannende Projekte involviert sei.
Gastbesuch: Richard Staubli (l.) und Nicoletta Mastropierro vom Vorstand des Werbeclubs Bern mit Script-Member Reto M. Zurflüh.
Script-Vorstandsmitglied Sonja Brunschwiler (l.) mit Franziska Hidber, Textatelier Silberfeder, und Joachim Lienert von Volltext.
Ohne drittgrössten Wirtschaftsraum fehlt Ihrer Marke die PowerTexter-Talk in der Cinématte: Iris Erdenbrink mit Pierre-André Rion (l.) von Sense und Philipp Gafner von Gruner Brenneisen.
Krasse Zweckentfremdung: Hans-Peter Fleury (r.) missbrauchte den Kopf von Thomas Dvoràk als Pfeifenabklopfer.
Ernst Bannwart gratulierte Hélène Apel, welche in Bern neu in den Vorstand des Texterverbands gewählt wurde.
Freuten sich über den sonnigen Spätnachmittag an der Aare im Mattenquartier: Carla Muster und Michel Zenhäusern von Webstyle.
Tischgenossinnen: Elisabeth Hubatka (l.) und Monika Luck, SW-Geschäftsführerin, mit dem ADC-Vorsitzenden Andreas Prokesch.
Bereiteten sie an der Scriptnight schon die Führungsübergabe? ASW-Präsident Andy Ruf (l.) und sein Nachfolger Diego Bally.
Verwöhnten die Script-Gäste nach allen Regeln der Kunst: Cinématte-Gerant Christian Lutz mit Helferinnen Stephanie und Sabine.
Gut gelaunt: Andy Lehmann mit RTL-2-Geschäftsführer Jochen Starke und Gastgeber Michi Frank (v. l.).
Apérotime: Albert Manzinger, CEO von EMI Music, mit Klaus Kappeler und IPM-VR-Präsident Jean-Pierre Wilwerding (v. l.).
Mediaspezis: Rolf Suter, Geschäftsleiter bei m&m, Petra Kreussler, The Generation Media, und Karin Steiner (r.), Drei Media Team.
Martin Krapf, Geschäftsführer IP Deutschland, mit neuer RTL-COO Anke Schäferkordt und Gregor Doser, CIA:Mediaedge.
Christoph Winschuh (l.), El Cartel Media, erläuterte Josi Bauer und Pierre C. Meier das deutsche RTL-2-Vermarktungsmodell.
Vox-Geschäftsführer Frank Hoffmann (l.) mit Vertriebsleiterin Astrid Breuer und Philip Hofmann, Verkaufsleiter bei IPM.

Liebe ist …in zeitgenössischer Interpretation

Abstimmungen Nachdem die eingetragene Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Paaren in einigen Kantonen bereits Realität ist, wird nun am 5. Juni auch auf nationaler Ebene darüber abgestimmt.

Abstimmungen Nachdem die eingetragene Partnerschaft von gleichgeschlechtlichen Paaren in einigen Kantonen bereits Realität ist, wird nun am 5. Juni auch auf nationaler Ebene darüber abgestimmt.Zum Sieg verhelfen soll der Vorlage eine Plakatkampagne von Strahm Müller Werbung, die sich wohltuend von den Sujets der gleichzeitig ausgefochtenen Schengen/Dublin-Abstimmungsschlacht abhebt. Sie zitiert die populären «Liebe ist…»-Comics aus den 70er- und 80er-Jahren, jedoch mit dem kleinen Unterschied, dass homo- statt heterosexuelle Pärchen zu sehen sind. Und als schriftliche Liebesbeweise dienen auch nicht mehr romantische, sondern juristische Argumente: zum Beispiel das Recht auf den Spitalbesuch, auf das Erbe oder die Altersvorsorge des Lebenspartners oder der Lebenspartnerin. Die Kampagne will dem politischen Gegner mit dem stärksten aller Argumente begegnen, nämlich der Liebe.

Fels in der Brandung

Regula Weyermann wird Senior Consultant bei Burson-Marsteller. Sie betreut für grosse Kunden die Corporate & Financial Communications.

Regula Weyermann wird Senior Consultant bei Burson-Marsteller. Sie betreut für grosse Kunden die Corporate & Financial Communications.Einst hat sie in Genf die Dolmetscherschule besucht. Doch nur übersetzen, was andere sagen, war nicht das Ding von Regula Weyermann. Der Wunsch, «eigene Gedanken zu formulieren», brachte sie zum Journalismus. Nach einem Stage in der Auslandredaktion der SDA formulierte sie tatsächlich bald selber – als Korrespondentin für die Berner Zeitung in der welschen Schweiz.Acht Jahre lebte die in Grenchen geborene Medienfachfrau in Genf. Die internationale Welt dort hat ihr gefallen. Bereits als Studentin hat Weyermann bei der UNO gejobbt. Später, als Journalistin, hat sie von der UNO über internationale Konferenzen berichtet und bei dieser Gelegenheit Bundesräte, wichtige Unternehmer oder Staatsoberhäupter aus nächster Nähe verfolgen können.
«Ich war stets interessiert zu erfahren, was in der Welt läuft.» So träumte die Journalistin von einem Job als Auslandskorrespondentin. Da es bei den Zeitungen lange Wartelisten gibt, wagte sie es als Freelancerin. Weyermann folgte ihrem Lebenspartner, der geschäftlich nach Nairobi berufen wurde. Artikel über Afrika waren aber «kaum zu verkaufen». Trotzdem war die Zeit auf dem Schwarzen Kontinent wertvoll: «Ich bewundere die Menschen dort, wie sie sich durchs Leben kämpfen.»
Zurück in der Schweiz hatte Weyermann Lust auf Neues. Für die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsorganisationen betreute sie die Public Affairs. Noch einmal einen Schritt weiter Richtung PR ging es bei Kuoni. Sie wurde Kommunikationschefin Schweiz. Bereits als Studentin begleitete sie als Reiseleiterin für den Tour Operator Gruppen um die ganze Welt.
Als nach einem Jahr der Posten der Leiterin Corporate Communications bei Kuoni frei wurde, schaffte es Weyermann unter vielen Bewerbern erneut. Interne und externe Kommunikation, Medienbeziehungen pflegen, Konferenzen organisieren, Journalistenanfragen beantworten – das gehörte sechs Jahre lang zu ihren Aufgaben.
Zusätzlich wurde sie Leiterin der Marketing Communications beim börsenkotierten Unternehmen. In dieser Funktion war Weyermann für die Werbung von Kuoni Schweiz verantwortlich. Mit Stolz erinnert sie sich an die grossen Werbekampagnen «Ferien, in denen Sie alles vergessen» oder die braunen Menschen bei Helvetic-Tours, die «länger in den Ferien» bleiben konnten. Sie hätte diese Kampagnen natürlich nicht erfunden, «aber ihnen intern zum Durchbruch verholfen».
Viel gelernt in dieser Zeit hat die Kaderfrau auch bei der Lancierung einer neuen Marke. «Reisen netto» funktioniert immer noch als Direktverkaufsmarke, deren Produkte unter anderem über Beilagen in Zeitungen vertrieben werden. Es sei interessant gewesen, als Leiterin des Projektteams den Marketingmix zu bestimmen.
Ein forderndes Kapitel bei Kuoni war auch die Krisenkommunikation, etwa 1997 beim Anschlag in Luxor. Da es für solche Ereignisse keine Modellfälle gab, mussten alle Kommunikationsmassnahmen «on the job» entwickelt werden. Inzwischen hat man die Lehren gezogen und sowohl beim Bund wie auch in der Reisebranche und bei den Versicherungen entsprechende Tools entwickelt.
Es sei ihr gelungen, in ihrer Zeit als Kommunikationschefin bei Kuoni eine «Glaubwürdigkeit sowohl gegen innen wie aussen zu erreichen», freut sich Weyermann. 2002 brachte ein Streit zwischen Verwaltungsratspräsident und Verwaltungsrat die Sprecherin über Monate in die Medien. Kaum war diese Krise überwunden, wurde die Reisebranche vom Attentat in New York und schliesslich noch vom Grounding der Swissair gebeutelt. Für die Medienfrau «ein Moment zum Überdenken», obwohl es ihr bei Kuoni sehr gut gefallen hat.
Weyermann wechselte zum Schweizer Radio DRS. Am Hauptsitz in Basel wirkte sie ein Jahr lang als Geschäftsleitungsmitglied für Kommunikation und Marketing.
Mit all diesen Erfahrungen im Rucksack lockte sie jetzt das Angebot von Burson-Marsteller. Gleich mehrere Kunden mit völlig verschiedenen Themen und Aufgaben warten hier auf die kommunikative Betreuung. Sie freut sich, «täglich mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche zusammenarbeiten zu können». In der international vernetzten Agentur gibt es einen regen Austausch mit Kollegen in der ganzen Welt. «Da kommt ein sehr grosses Know-how zusammen.»
Durch Krisen in der Reisebranche gestärkt, freut sich Regula Weyermann auf den Dialog mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche.

Andreas Panzeri

Internet verpasst Aufwärtstrend

Werbemarkt Während Radio- und TV-Werbung im März im Gleichschritt vorwärts stürmen, ist die Onlinewerbung ins Stolpern geraten.

Werbemarkt Während Radio- und TV-Werbung im März im Gleichschritt vorwärts stürmen, ist die Onlinewerbung ins Stolpern geraten.Das zeigt der Goldbach Electronic Media Index (GEMI), der die Entwicklung der Schweizer Bruttowerbeeinnahmen misst. Sowohl Radio als auch Fernsehen legten um vier Punkte auf 268 respektive 310 Punkte zu. Der Online-Index ging dagegen um einen Zähler auf 149 Punkte zurück.
Das ist der erste Rückgang beim Internet-Werbeumsatz seit August 2003, als der Index von 90 auf 88 Punkte fiel. Nach dem Boomjahr 2004 zeigt der Online-Index heuer schon zum zweiten Mal Schwäche. Im Januar konnte er nur um einen Punkt zulegen, im Februar beschleunigte er aber wieder auf ein Wachstum von fünf Punkten.
Die Teletext-Werbung gewann einen Punkt und bewegt sich damit weiterhin gemächlich auf dem Plateau von etwa 200 Punkten, auf das sie Ende 2001 nach einer Wachstumsphase gesunken ist. Den Höchststand hatte der Teletext-Index im März 2000 bei 214 Punkten.
Dank der starken Entwicklung von Radio und TV legte auch der Index der elektronischen Medien um vier Punkte auf den Rekordstand von 309 Punkten zu. Er steigt damit weiterhin deutlich schneller als der Gesamtwerbemarkt, dessen Index nur um einen Zähler auf 163 Punkte angewachsen ist.
Zwar stiegen die Werbeumsätze der elektronischen Medien im März mehr als die der Medien insgesamt, doch das Internet schwächelte.
(sm)

Eine Ohrfeige für Edipresse

Lokal-TV Bei Edipresse reibt man sich die Wangen: Léman Bleu, der zentrale Baustein in der TV-Strategie, wandte sich dem Franzosen Hersant zu.

Lokal-TV Bei Edipresse reibt man sich die Wangen: Léman Bleu, der zentrale Baustein in der TV-Strategie, wandte sich dem Franzosen Hersant zu.Pech für Tibère Adler, Generaldirektor der Edipresse-Gruppe: Der Einstieg ins Medium Lokal-TV gestaltet sich weitaus schwieriger als geplant. Ausgerechnet der Genfer Sender Léman Bleu (LB), auf den er in seiner TV-Strategie so sehr zählte, hat ihm einen gewaltigen Felsbrocken in den Weg gelegt. Dabei sah im Februar, als Adler das Engagement im TV-Bereich ankündigte, alles noch so gut aus mit LB: Die Edipresse-Gruppe, die dort seit Jahren mit zwei Prozent beteiligt ist, anerbot sich, dem serbelnden Sender etwas Gutes zu tun, indem sie ihren Anteil per Mitte Jahr auf 22 Prozent aufstocken und per 1. Mai auch die Regie übernehmen würde. Doch nun, eine Woche vor dem geplanten Start von Ecran Pub, der eben gegründeten TV-Vermarkterin von Edipresse, kommt der Korb aus Genf: Die Mehrheit des LB-Verwaltungsrates verschmäht nicht nur das Liebeswerben von Edipresse, er will dem Lausanner Konzern gar das Vorkaufsrecht entziehen und stattdessen Tibère Adlers französischen Konkurrenten Hersant sowie den Genfer Investor und Regisseur Stéphane Barbier-Müller als Grossaktionäre begrüssen.
Auch punkto Werbeverkauf erhält Edipresse eine Absage. Antoni Mayer, VR-Präsident von LB, ist daran, zusammen mit Hersant und Barbier eine eigene Regie-Organisation aufzubauen, an der die drei Partner je ein Drittel halten werden. Die Zeit drängt, denn der bisherige Vermarkter Force Promotion in Lausanne will per Ende Mai seine TV-Aktivitäten aufgeben und hat seinem TV-Verkaufspersonal bereits gekündigt.
Dreiviertelmehr erforderlichZwei Unbekannte bleiben indes: Zum einen muss der Beschluss des LB-Verwaltungsrates Ende Mai noch von der Generalversammlung abgesegnet werden. Weil auch das Vorkaufsrecht ausgeschaltet werden soll, müssen drei Viertel der Aktionäre dem Vorhaben zustimmen. Mayer ist zwar zuversichtlich, dass er diese Mehrheit zu Stande bringt (siehe Kasten), doch auch Edipresse wird nicht untätig bleiben. Christophe Rasch, seit Februar TV-Verantwortlicher von Edipresse, gibt sich denn auch gelassen und bezeichnet den Entscheid des VR bloss als «eine erste Etappe». Der Beschluss werde bestimmt mit der Unterstützung der Stadt Genf an der GV korrigiert. Auch Marcel Siegenthaler, Leiter Werbemarkt bei Edipresse, macht sich keine Sorgen. Der Beschluss stelle bloss einen Vorentscheid und keineswegs ein Desaster dar, meinte er.
Das allerletzte Wort bei grösseren Aktionariatswechseln hat zudem das Departement Leuenberger. Weil primär ein französischer Teilhaber (Familie Bianco) durch einen anderen aus dem selben Land ersetzt wird, rechnet sich Antoni Mayer aber keine Probleme aus.
Doch was führte überhaupt zu der Ohrfeige für Adler und Rasch? Mayer erklärt das so: Kurz nachdem Adler bekannt gegeben hatte, dass Edipresse seinen Anteil an LB aufstocken wolle, reichte auch Hersant eine Offerte ein. Hersant gibt in der Romandie die Zeitungen La Côte, Impartial und L’Express heraus und steht in erbittertem Konkurrenzkampf zu 24 Heures von Edipresse. Letztere reagierte auf Hersants Offerte, indem sie die eigene nachbesserte. Aus finanzieller Sicht seien am Ende beide Angebote ähnlich gut gewesen, sagt Mayer.
Den Ausschlag für Hersant hätten zwei Aspekte gegeben: Zum einen hat Edipresse geblufft. So liessen Adler und Rasch Anfang April verlauten, sie hätten mit LB eine vierjährige Exklusiv-regie unterzeichnet. Tatsächlich hatten sie bloss mit Force Promotion eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben, die aber ausdrücklich das Einverständnis von LB zur Bedingung machte. Diese Einwilligung stand noch aus. Zudem, so Mayer weiter, haben vor einigen Wochen zwei Personen von Edipresse die LB-Büros inspiziert und sich dabei «wie die Herren aufgespielt». Solche Affronts aus Lausanne lässt man sich in Genf nicht gerne bieten.
Entscheidend für die Wahl Hersants war aber eine Option, die LB schon lange verfolgt: «Mit Hersant können wir endlich grenzüberschreitendes TV machen», sagt Mayer. Denn Hersant ist in der näheren und weiteren Umgebung Genfs bereits an drei TV-Projekten beteiligt, so in Lyon, Grenoble und – unmittelbar vor den Toren Genfs – an TV 8 Mont Blanc. Zu Letzterem kam Hersant übrigens erst Ende 2004, ebenfalls dank Familie Bianco, die dort Anteile hielt und diese wie in Genf abstossen wollte.
Somit könnte sich LB nun in eine TV-Kette von Hersant einreihen, die vom Genfersee bis fast zum Mittelmeer reicht. Das würde LB zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten eröffnen: den Austausch von Sendungen zum Beispiel und das Eingehen eines Werbekombis, das über die Landesgrenzen hinausreicht. Gleichzeitig bliebe LB aber als Sender, der die Weltstadt Genf abdeckt, für die mit Edipresse liierten Westschweizer Sender TVRL (Lausanne) Ici-TV (Vevey) und Canal Nord-Vaudois (Yverdon) sowie für weitere TVs ein unerlässlicher Partner im Pool Romand.
Vier statt zwei VermarkterMayer will denn auch trotz Ohrfeige an Edipresse die Brücken keineswegs abbrechen. Doch er bleibt dabei: LB soll sich neu sowohl nach Frankreich als auch zur Westschweiz hin orientieren können und sich so mehr Eigenständigkeit wahren.
Und als ob er um Verständnis für sein Fremdgehen werben wollte, sagt er: «Bedenken Sie, dass Genfs Grenze mit der übrigen Schweiz nur 6 Kilometer misst, jene mit Frankreich aber 110 Kilometer.» Zudem werde LB dank den Investitionen von Hersant und Barbier künftig weniger abhängig von den Subventionen der Stadt Genf, glaubt er. Diese hatten bisher um 270000 Franken pro Jahr betragen.
Sollten die LB-GV und das UVEK zustimmen, so wird es spannend sein zu sehen, wie sich der Lokal-TV-Markt in der Romandie weiterentwickelt. Denn dann wäre mit neuen Impulsen sowohl von Edipresse als auch von Hersant zu rechnen.
Zudem würden künftig vier statt wie bisher zwei Vermarkter bei den Werbeauftraggebern die Türen einrennen – neben Hersant und Edipresse auch Radiotele und seit kurzem die IP Multimedia. Allianzen sind deshalb wahrscheinlich. Eine erste könnte sich schon diese Woche ergeben, wenn Radiotele und Edipresse über die Lancierung eines RomandieNewsCombi, einem Pendant zum Deutschschweizer TeleNewsCombi, beraten.
Kleinaktionäre werden den Ausschlag gebenDerzeit weist Léman Bleu (LB) ein Aktienkapital von 1,8 Millionen Franken aus. Hauptaktionär ist der Kabelnetzbetreiber Naxoo (vormals Tele Genève) mit 40 Prozent, die französische Familie Bianco, seit Gründerzeiten dabei, hält 30,5 Prozent, die Stadt Genf 12,5 Prozent, Edipresse (via Tribune de Genève) 2 Prozent und diverse Kleinaktionäre besitzen insgesamt 15 Prozent. Wichtig: Die Stadt Genf ist auch an Naxoo beteiligt, und zwar zu 50,1 Prozent.
Der VR-Beschluss sieht nun für LB ein völlig neues Aktionariat vor. In einem ersten Schritt soll das Vorkaufsrecht gestrichen werden. Dann sollen Hersant und Stéphane Barbier-Müller je 15,25 Prozent der
Bianco-Anteile übernehmen und danach in einem dritten Schritt das
Aktienkapital auf rund 3 Millionen Franken aufstocken, so dass Naxoo, Barbier und Hersant je etwa 30 Prozent erhalten, während sich der Rest auf die Stadt Genf, Edipresse und die Kleinaktionäre verteilt.
Diesen Plan muss Antoni Mayer, Direktor von Naxoo und VR-Präsident von LB, Ende Mai nun an der Generalversammlung durchbringen. Die Chancen, die erforderliche Dreiviertelmehrheit zu erreichen, beurteilt er als gut, weil Naxoo, den er allein vertritt, sowie Familie Bianco den Beschluss mittragen. Macht bereits 70,5 Prozent. Für die restlichen 4,5 Prozent muss Mayer entweder einige Kleinaktionäre oder den Vertreter der Stadt Genf überzeugen. Letzterer hat aber dem Vernehmen nach im VR gegen den Plan gestimmt. «Theoretisch steht die Sache knapp», gesteht
Mayer, «aber unter den Kleinaktionären finden wir schon ein paar Freunde von Léman Bleu.» (mk)
Weko-Entscheid steht noch ausOb Edipresse sich wie vorgesehen zu 35 Prozent an Vaud TV, dem geplanten Fusionsprodukt der Waadtländer TV-Sender TVRL, Ici-TV und Canal Nord-Vaudois beteiligen darf, ist noch offen. Die Wettbewerbskommission (Weko) weiss derzeit nicht, ob sie das Vorhaben einer Untersuchung unterziehen wird. Sie hat von Edipresse aber eine Stellungnahme angefordert und diese mittlerweile erhalten, sagte der stellvertretende Direktor Patrik Ducrey. Der Hintergrund der möglichen Prüfung:
Im Jahr 2002 durfte Edipresse die Corbaz-Titel La Presse Nord-Vaudois und La Presse Riviera-Chablais nur übernehmen (und mittlerweile in 24 Heures integrieren), weil der Konzern bereit war, auf die Corbaz-Beteiligung bei Ici-TV zu verzichten. Über den Einstieg bei Vaud TV würde dieser Verzicht aber möglicherweise umgangen. Kein Problem für die Weko stellt hingegen der bevorstehende Einstieg der Edipresse in die TV-Vermarktung dar. (mk)
Austeilen, einstecken: Wer setzt sich durch im Kampf um die Poleposition im Westschweizer TV-Markt?
Markus Knöpfli

Werbeausgaben im ersten Quartal klar im Plus

Marktforschung Die Schweizer Bruttowerbeinvestitionen haben im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,7% zugelegt.

Marktforschung Die Schweizer Bruttowerbeinvestitionen haben im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,7% zugelegt.Damit zeigt sich in den Zahlen des Marktforschers Media Focus ein klarer Aufwärtstrend für das erste Quartal 2005. Im Januar war eine Zunahme um 1,3% und im Februar eine um 6,2% gemessen worden. Für das ganze Quartal beträgt das Plus 5,7%, was 47,9 Millionen Franken entspricht. Deutlich mehr in Werbung investiert haben in diesen drei Monaten die Bereiche Verkehr (64,6%), Uhren und Schmuck (63,7%) und Haushaltsartikel und -geräte (31%). Der Fahrzeugmarkt, mit einem Volumen von 92,8 Millionen Franken der weitaus grösste ausgewiesene Bereich, war dagegen leicht rückläufig (–1%). Sogar deutlich weniger Werbung als im Vorjahr wurde in den Bereichen Unterhaltungselektronik (–19%) und für Tabakwaren (–18%) geschaltet.

Erfolgreicher Umbau

Restrukturierung

RestrukturierungDie Biella Group war im Geschäftsjahr 2004 von der wirtschaftlich schwachen Entwicklung in Europa und der Schweiz und dem Konkurrenzkampf der Papier-, Büro- und Schreibwarenbranche weiterhin stark betroffen. Der Marktrückgang setzte sich fort, Preise und Margen fielen weiter. Das Ergebnis 2004 konnte dank der im Vorjahr gestarteten jedoch deutlich verbessert werden. Dieses sprogramm, das im Jahre 2004 zu einem verstärkten Abbau von Arbeitsplätzen geführt hat, sei aber noch nicht abgeschlossen, teilt das Bieler Unternehmen mit.

Hilfe, ich bin kreativ

Aufgefallen «Tatüüü, Tataaa … Wer jetzt nicht gleich zulangt, dem ist später nicht mehr zu helfen!»

Alkohol «Tatüüü, Tataaa … Wer jetzt nicht gleich zulangt, dem ist später nicht mehr zu helfen!»Geworben wird mit dieser Ankündigung für den sofortigen Kauf einer limitierten Auflage von Sierra Tequila Silver in einer lustigen Aktionsbox. Verpackt im roten Köfferchen mit der Aufschrift «Erste Hilfe» sind auch ein Gebiss, Salzstreuer, Trinkbecher und weitere Zutaten zum stilechten Genuss des mexikanischen Feuerwassers. Da ist nichts Anrüchiges dabei, denn wer kein neues Gebiss braucht, kann sich ja über den Tequila freuen, wenn er oder sie mal wirklich Erste Hilfe braucht. Nicht mehr so nüchtern kann man diese Anzeige aber betrachten, wenn man die Schlagzeile in die kreative Bewertung einbezieht. «Sofortmassnahme am Unfallort!», lockt die Headline. Unfall und Alkohol? Das weckt doch Assoziationen. Unzählige sind auf der Strasse schon – «Tatüüü, Tataaa …» – trotz Erster Hilfe wegen einem Tequila gestorben. Werbung für Alkoholika ist zurzeit ein heisses politisches Eisen. Werbung für ein kreatives oder auch nur intelligentes Umgehen mit dieser Problematik kann diese Anzeige leider nicht vermitteln.
(pan)
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