Gutes Bild dank HD-Format

Video HDTV ist auf dem Vormarsch – ein neuer Standard, der die Fantasie von Filmern und Heimkino-Fans beflügeln wird.

Video HDTV ist auf dem Vormarsch – ein neuer Standard, der die Fantasie von Filmern und Heimkino-Fans beflügeln wird.Man muss kein Visionär sein, um sich ausmalen zu können, dass Home Networks bald Standard in unseren Wohnungen und Häusern sein werden. Drahtlos werden Bild und Ton damit von einem zentralen Server auf das entsprechende Ausgabegerät übertragen. Auch die Bildqualität auf den Fernsehgeräten wird sich in Zukunft entscheidend verbessern – HDTV, hochaufgelöstes Fernsehen, ist das neue Mass aller Dinge. Die deutlich bessere Bildqualität wird durch das mit einer höheren Auflösung ausgestattete Format HD (High Definition) möglich – so denn das Fernsehgerät in der Lage ist, die hohe Auflösung auch darzustellen. Fünfmal mehr Bildpunkte stellt HDTV auf entsprechenden Fernsehgeräten dar, ausgestrahlt wird im bereits mit dem Aufkommen der DVD weit verbreiteten 16:9-Breite:Höhe-Seitenverhältnis. Wer in den Genuss der höheren Auflösungen kommen will, muss auf der Empfängerseite in neue Fernsehgeräte oder Beamer investieren. Gemäss Sony Schweiz ist HDTV nun auf dem Vormarsch: «Mehr als 100 Fernsehanstalten in den USA senden regelmässig im HD-Format», weiss Marco Di Piazza, Marketing Director bei Sony Schweiz. Die deutschen Sender Pro 7, Premiere, RTL, Sat 1 produzieren bereits für die hochauflösenden Fernsehgeräte oder sind in den Startlöchern. «Die Bedeutung von HDTV wird mit der Einführung des Farbfernsehens verglichen», erklärt Di Piazza, begeistert von der besseren Bildqualität.
Doch nicht nur am heimischen Fernsehgerät wird die neue Bildqualität einziehen. Eine knappe Woche vor Erscheinen dieser Ausgabe stellte die Dr. W. A. Günther Media Rent AG am Klotener Schluefweg – dort, wo normalerweise die Kloten Flyers um Eishockey-Punkte kämpfen – ein Novum vor. Erstmals in der Schweiz wurde eine Aktionärsversammlung (der Credit Suisse) mit Bildmaterial im HD-Format durchgeführt bzw. mit HD-Kameras aufgezeichnet.
Aber auch in anderen Bereichen wird HDTV schon verwendet: So setzt etwa der Mystery Park in Interlaken das hochaufgelöste Format bereits seit längerem für seine Projektionen ein.
HDTV – und die Erfordernisse
Damit hochaufgelöste Programme ausgestrahlt werden können, wird für die Aufnahme, die Verarbeitung und bei der Distribution spezielles Equipment benötigt. Bei der Aufnahmetechnik müssen Videoproduzenten ihr Geld in neue, HD-taugliche Kameras bzw. Camcorder investieren. Die bisher nur von Sony, JVC und Panasonic erhältlichen Camcorder zeichnen im Format HDV (High Definition Video) auf. Hier gibt es nun zwei Möglichkeiten: Zum einen kann in HDTV-Qualität (sprich im HD-Format) und zum anderen Datenkompressionsformat MPEG-2 (HDV) aufgenommen werden.
Die Frage, mit welcher Videoschnitt-Software die Aufnahmen nun bearbeitet werden können, hängt genau von diesem bei der Aufnahme gewählten Schritt ab: Wurde im echten HD-Format aufgezeichnet, dann kann zum Beispiel die erst kürzlich erschienene Software Final Cut Pro 5 von Apple verwendet werden. Wird hingegen die MPEG-Kompression gewählt, dann wird die Auswahl an Software deutlich grösser: Mit iMovie HD und Final Cut Express HD bietet Apple auch für dieses Segment zwei Lösungen zum Schneiden von Filmmaterial im HDV-Format an. Wer Adobe Premiere Pro 1.5 mit dem HDV-Plug-in versieht, kann ebenfalls Videoinhalte importieren und bearbeiten, die mit entsprechenden HDV-Digitalkameras und im MPEG-2-Format aufgenommen wurden.
Der Erfolg und die Anstrengungen von Apple im Videobereich sind offenbar nicht unbeachtet geblieben. Seit dem 17. April ist bekannt, dass die Firmen Adobe, HP, Intel, Microsoft und Dell einen neuen, OpenHD genannten Standard etablieren wollen. Adobe und Dell wollen zum Beispiel einen für die Videoproduktion optimierten PC auf den Markt bringen, der ohne spezielle Steckkarten auskommen soll.
Unter Distribution von Videocontent versteht man das Ausgeben auf entsprechende Datenträger. Wie schon beim VHS- und Video-2000-Format zu Zeiten des guten alten Videorecorders buhlen zwei Interessengruppen um den «Standard» bei der Aufzeichnung. Die Kontrahenten heissen im HDTV-Umfeld Blu-Ray und HD-DVD (siehe Kasten). Für beide Systeme stehen von mehreren Anbietern Recorder, Player und die entsprechenden Medien vor der Marktreife. Die Datenträger werden bei beiden Systemen mit blauen Lasern abgetastet bzw. beschrieben, unterscheiden sich aber in ihrem Aufbau. Während die HD-DVD bis 30 GB Daten aufzuzeichnen vermag, schafft es die Blu-Ray-Disc (BRD) auf bis 50 GB. Sony arbeitet bereits an 200 GB grossen BRDs, bei welchen die Daten dann in mehreren Ebenen aufgezeichnet werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich das von Sony geleitete Blu-Ray- und das von Toshiba und NEC angeführte HD-DVD-Konsortium vor der Markteinführung doch noch auf einen gemeinsamen Standard einigen.
HD: Von 33 auf 100 in 2 JahrenDie Diskussion um die Distribution wird HDTV als Ganzes wohl nicht aufhalten. Im Gegenteil zeigt sich die wachsende Bedeutung des HD-Formats auf europäischer Ebene an den vergangenen und bevorstehenden internationalen Sportanlässen: Bei den Olympischen Spielen in Athen wurde ein Drittel der Übertragungen im HD-Format produziert. Die kommende Winter-Olympiade in Turin wird vom Schweizer Fernsehen SF DRS durch das tpc-Produktionszentrum vollumfänglich im HD-Format aufgenommen – ab wann HDTV gesendet wird, ist bei SF DRS noch offen. Die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland wird in HD aufgezeichnet – und teilweise auch ausgestrahlt – werden, und bei den Olympischen Spielen 2008 in Bejing wird HDTV sogar der offizielle Produktionsstandard sein.
Die Film- und Videobranche hat damit einen neuen Standard. Im Gegensatz zu den beiden Fronten bei der Distribution (Blu-Ray kontra HD-DVD) stellt sich schon nicht mehr die Frage, ob sich der neue Standard HDTV durchsetzen wird – sondern wann bzw. wie schnell.
Der Haken an der neuen Qualität sind die von Videoproduzenten vorzunehmenden Investitionen. Neben HD-tauglichen Schnittplätzen und Kameras müssen auch bei den Konsumenten die Ausgabelösungen (Player/Recorder und -Medien), die Fernsehgeräte sowie die Beamer aktualisiert werden, wenn sie von der neuen Bildqualität profitieren wollen. Bei den Fernsehgeräten sind bereits «HD-ready»-fähige Geräte auf dem Markt.
Video-distributionBlu-Ray: Bis zu 25 GB Daten fassen einschichtige Blu-Ray-Discs –zweischichtige Discs bieten Platz für bis zu 50 GB. Auf die auch BD-ROM oder BRD genannten Silberlinge lassen sich damit bis vier Stunden hochaufgelöstes Video speichern. Im Gegensatz zu den in DVD, DVD±R, DVD±RW und DVD-RAM eingesetzten roten Lasern verwenden Blu-Ray-Recorder blau-violette Laser (405 nm) – daraus lässt sich der Name Blu-Ray ableiten. Die neuen Medien sind wie die bekannten CDs und DVDs 12 cm (Durchmesser) gross. Das Disc-Format Blu-Ray favorisieren derzeit führende Anbieter aus der Computer- und Home-Electronics-Branche. Zu den in einer Blu-Ray Disc Association zusammengeschlossenen Gruppe gehören u. a. die Firmen Apple, Dell, Hitachi, HP, JVC, LG, Mitsubishi, Panasonic, Pioneer, Philips, Samsung, Sharp, Sony, TDK und Thomson.
HD-DVD: Auch die HD-DVD setzt auf blaue Laser und ist im Durchmesser 12 cm gross. Technisch betrachtet ist sie eine Weiterentwicklung der erfolgreichen DVD und lässt sich auch fast genau gleich wie diese herstellen. Wichtigste Entwickler von HD-DVD sind Toshiba und NEC. Von den HD-DVDs gibt es eine 15 GB fassende Read-only-Variante sowie eine wieder beschreibbare Version, die bis 20 GB Daten fasst – zweischichtige Datenträger fassen 30 (Read only) bzw. 32 GB (Re-Writable) an Daten oder Filmcontent. (jf)
Im Vorfeld der ersten Aktionärsversammlung der Schweiz im HD-Format stellten Mitarbeitende der Dr. W. A. Günther Media Rent AG die Qualität der hohen Auflösung vor.
Sony HDR-FX1: Die erste HDV-Kamera für ambitionierte Filmer.
HDTV ermöglicht eine deutlich bessere Bildqualität.
Jürgen Franck

Neuer Partner von AVT

Vertrieb Die in Glattbrugg domizilierte Chromos AG ist neuer Vertriebspartner von AVT Ltd., Hod Hasharon/Israel, für die Märkte Schweiz, Deutschland und Österreich.

Vertrieb Die in Glattbrugg domizilierte Chromos AG ist neuer Vertriebspartner von AVT Ltd., Hod Hasharon/Israel, für die Märkte Schweiz, Deutschland und Österreich.AVT ist weltweit Marktführer für Lösungen zur Inline-Kontrolle der Oberflächen- und Druckqualität in rotativen Prozessen im Bereich des Verpackungs- und Etikettendrucks auf Basis intelligenter Bildaufnahme-, -analyse- sowie -interpretations-Technologien.

Eugster gewinnt Neukunden

Kommunikation In den vergangenen Wochen hat Eugster Kommunikation mehrere neue Mandate gewonnen.

Kommunikation In den vergangenen Wochen hat Eugster Kommunikation mehrere neue Mandate gewonnen.Die BHF Bank (Schweiz) lässt sich nach einer kurzen Pause wieder von der Agentur in Rorschacherberg betreuen und hat eine aufwändige Imagebroschüre in Auftrag gegeben. Weiter wirbt Eugster neuerdings für Streugutanlagen von Blumer Lehmann und für den Spezialisten für Gartengeräte, -fahrzeuge und -maschinen M. Dürr.

Ein Maybach fürs Volk

Oliver Classen über Sie + Er als Sonntagsvergnügen für die höheren Stände.

Oliver Classen über Sie + Er als Sonntagsvergnügen für die höheren Stände.
Weder im Editorial des Redaktionsleiters noch im Begleitschreiben des Chefredaktors fand sich ein Hinweis auf das ehrwürdige Erbe, welches das Supplement des SonntagsBlick am 1. Mai angetreten hat. Dabei hätten die sonst so traditionsbewussten Ringier-Manager mit Fug und Recht herausstreichen können, dass sie – ganz im Gegensatz zur sich andauernd nur redesignenden Konkurrenz – mit Sie + Er einen echten Relaunch wagen.Der Grund für diese Bescheidenheit dürfte mit der Positionierung des 1970 mit der Schweizer Illustrierten fusionierten Ursprungstitels als «Zeitschrift für Damen und Herren aus besseren Kreisen» zusammenhängen. Genau das nämlich will und soll deren zeitgeistige Reinkarnation keinesfalls sein. Schliesslich liegt das neue Sie + Er dem Schweizer Volkssonntagsblatt bei – und nicht etwa der siebten Ausgabe der NZZ.
Angesichts diverser hochpreisiger Artikel und Anzeigen wäre der Hochglanztitel dort jedoch fast besser aufgehoben. Oder welche der angestammten und anvisierten Blick-Leserinnen können sich die in der Modestrecke präsentierten Frühlingsfummel von Pradaguccivalentino leisten? Inserieren tun im selben Heft jedenfalls nicht zufällig nur Schweizer Mittelständler wie Vögele und Manor. Auch der weiter hinten getestete Lotus bleibt für den Durchschnittsbüezer (bei einem Richtpreis von 70000 Franken) im Reich der Männersonntagsträume.
Doch was ist ein englischer Sportflitzer gegen die schwäbische Nobelkarosse Maybach? Peanuts. Entsprechend stolz ist man an der Dufourstrasse auf die kommerzielle Präsenz der DaimlerChrysler-Tochter, die nur höchst selten Anzeigen schaltet. Und wenn dann in den edelsten
Lifestyle-Magazinen.
Was der Verlag als Ritterschlag für seine ambitionierte neue Zeitschrift interpretiert, wird mancher Abonnent als Schlag ins Arbeitergesicht empfinden. Jedenfalls lässt sich solcher Snobismus mit der sonst hausüblichen Ihr-da-oben-wir-da-unten-Haltung kaum vereinbaren.
> Oliver Classen, Redaktor

Sönd willkomm!

Oh du heiler Kanton, wo sich die Hauptstadt in einem 10-Minuten-Marsch durchschreiten lässt und die Tageszeitung Volksfreund heisst, aber dennoch kein verlängerter pub-lizistischer Arm einer populistischen Partei ist.

Oh du heiler Kanton, wo sich die Hauptstadt in einem 10-Minuten-Marsch durchschreiten lässt und die Tageszeitung Volksfreund heisst, aber dennoch kein verlängerter pub-lizistischer Arm einer populistischen Partei ist.Oh du heiler Kanton, wo sich die Hauptstadt in einem 10-Minuten-Marsch durchschreiten lässt und die Tageszeitung Volksfreund heisst, aber dennoch kein verlängerter publizistischer Arm einer populistischen Partei ist. Die Rede ist vom schönen Appenzell, wo sich die Exponenten der Schweizer Werbung und diverser angegliederter Verbände zum Tag der Werbung trafen.Ehrungen und Geschenke gabs an den Generalversammlungen zuhauf: Das Sawi ehrte Fritz Merki und Pierre Buntschu für ihren langjährigen Einsatz mit je einer originalen Appenzeller Kuhglocke. Das zurücktretende Idée-VfW-Vorstandsmitglied Heinz Egli erhielt zum Abschied Golfbälle sowie einen Rough-Rasenteppich zum Üben in der guten Stube. Der Shortlistautor und abtretende Idée-Präsident wurde von Monika Luck mit einem Original-Satz Appenzeller Gläser beglückt, und die SW-Geschäftsführerin erhielt von Landammann und SW-Präsident Carlo Schmid einen riesigen Geschenkkorb mit Appenzeller Spezialitäten.
Durch Abwesenheit am Tag der Werbung glänzten die grossen Werbeagenturen! Gerade mal Mike Krüll und Peter Leutenegger, Letzterer als BSW-Präsident in Doppelfunktion, und Euro-RSCG-Chef Frank Bodin sah man in der Ziegelhütte.
Gut vertreten waren hingegen die Werbezeitvermarkter mit ihren CEOs Michi Frank, IP Multimedia, Matthias Luchsinger, Cinecom, und Martin Schneider, Publisuisse. Auch die APG machte mit CEO Christian Kauter, Verkaufsleiter Ivan Schultheiss sowie Renato Schena, CEO der APG-Tochter Paron, ihre Aufwartung. Dazu die Vertreter einiger kleiner Verlagshäuser und last but not least auch die Print-Vermittler der
PubliGroupe mit Otto Meier und Publimedia-CEO Daniel Strobel.
Und freilich waren auch die Präsidenten anderer Kommunikationsverbände zugegen, so Andy Ruf von der ASW, der frisch gewählte Christian Staub, Idée-VfW, Jakob Nef vom SDV, Stephanie Hugentobler von Script, Gyula Sövegjarto vom Werbeclub Zentralschweiz und Reto Kammermann vom Werbeclub Zürich.
Liberalismus kontra Werbeverbote – dem redeten sowohl der Landammann als auch Bundesrat Hans-Rudolf Merz das Wort. Schön und gut, aber Liberalismus funktioniert nur, wenns dem bösen Nachbarn auch gefällt. Und der ist im Fall der Werbeverbote nicht nur böse, sondern hundsgemein. Ideologisch verbrämte Konsumentenschützerinnen, dem Genuss abholde Gesundheitsapostel und wirtschaftsfeindliche Marxianer. Mittlerweile lässt sich im Land eine regelrechte Werbeverbotsindustrie ausmachen, die sich auf Kosten unseres Wirtschaftszweigs zu profilieren sucht. Dass dies dem Finanzminister nicht passt, liegt auf der Hand. Exzellent vorbereitet rechnete der Ehrengast die durch die Werbewirtschaft generierten Steuergelder vor. Und ihm ist klar: Wenn Werber weniger werben, dürften sie auch weniger an den Fiskus abliefern.
Beat Fritschhatte am Tag der Werbung als abtretender Präsident der Idée-VfW an der GV die unangenehme Aufgabe, einen Verlust zu kommunizieren. Bleibt zu hoffen, dass es nächstes Jahr wieder aufwärts geht. Nicht besser hatten es die Verantwortlichen des Sawi, welche ebenfalls in die Roten rutschten. Einzig SW-Präsident Carlo Schmid wartete an der SW-Mitgliederversammlung mit einem positiven Abschluss auf. Die Stimmung am Tag der Werbung war dennoch gut – denn dank der Ausführungen von Finanzminister Bundesrat Hans-Rudolf Merz fühlten sich die Werber auch von der Politik wieder einmal so richtig ernst genommen.
Ein Herz für Werber zeigte Bundesrat Hans-Rudolf Merz (l.), mit Landammann und SW-Präsident Carlo Schmid.
Nicht nur Erfreuliches konnten Hans-Peter Rohner (l.) und Jürg Engi (r.), hier mit Urgestein Pierre Joliat, an der Sawi-GV berichten.
Beim Sawi-Apéro: PubliGroupe-Generaldirektor Otto Meier (r.) mit Frank Schneider, Anzeigenleiter der Schaffhauser Nachrichten.
SWA-Geschäftsführer Jürg Siegrist (l.) und Urs Schneider, der neu als Vertreter der SW in den Sawi-Schulvorstand gewählt wurde.
Treffen zweier ehemaliger Präsidenten der Idée-VfW beim Sawi-Apéro im Heimatmuseum: Heinz Egli und Romaine Marti.
Robert Bleuer (l.), alt Präsident der SW-Prüfungskommission, und Heini Billeter, Gründungsmitglied der 1957 etablierten Idée-VfW.
SW-Rechtskonsulent Marc Schwenninger (l.) mit Verena Bosshard, VB Werbung, und ASW-Präsident Andy Ruf.
Gute Laune bei Publimedia-CEO Daniel Strobel (l.) und Toni Vetterli, Marketingleiter des Verbands Schweizer Presse.
Prosit: Rolf Kälin (l.) und Louis Dreyer (r.) von der Badener Agentur MACH mit Winterthur-Werbeleiter Werner Müller.
Treue Gäste an den Veranstaltungen der Idée-VfW: Rolf Ruch und Ruth Mumenthaler, Raverta Marketing.
Neu im Vorstand der Idée-VfW: Andri Hofmann (l.), verantwortlich für den Internetauftritt, und Christian Staub, neuer Präsident.
Unterhielten sich angeregt am Idée-Apéro: Script-Geschäftsführer Christoph Fuchs und Verlagsberaterin Yvonne Philipp.
An der frischen Appenzeller Luft: Migros-Werbeleiter Beat Mühlemann (l.), Werber des Jahres, und Publisuisse-CEO Martin Schneider.
Das schöne Wetter genossen: WCZ-Präsident Gyula Sövegjarto (l.) mit Gattin Christa und Touring-Marketingleiter Reto Kammermann.
Urs Beer, Max Kuster und Diego Bally (v. l.) sah man vor der Ziegelhütte vertieft in einer intensiven Diskussion.
Fast der einzige Vertreter einer Grossagentur: Frank Bodin (l.) mit Daniel Kaczynski, Geschäftsführer Verband Schweizer Presse.
Sonnenlaune bei Christian Kauter, APG, Michi Frank, IP Multimedia, und Klaus Kappeler, Goldbach Media (v. l.).
Trotz kritischen Blicks in die Kamera – gefallen habe es auch Carlo Steiner (l.), Publisuisse, und Werni Baumann, Ad.X, war zu hören.
Bei einem Bierchen: Rolf Suter (l.), Geschäftsführer der Mediaagentur m&m, mit APG-Verkaufsleiter Ivan Schultheiss.
Ausflug ins Appenzeller Hochland: Daniela und Piero Schäfer, Presseverantwortlicher der Schweizer Werbung.
Kommt aus der Gegend: SDV-Präsident Jakob Nef (l.), hier mit SDV-Geschäftsführer Christian Altenburger.

Wein aus gutem Haus

Alkoholgetränke Für die Provins Valais vertieft Studer Partner das Markenkapital mit markanten Genussaspekten.

Alkoholgetränke Für die Provins Valais vertieft Studer Partner das Markenkapital mit markanten Genussaspekten.Der Durchschnittskonsument kennt die Weine aus dem Wallis kaum. Deren Image dagegen umso mehr. Und das lässt zu wünschen übrig. Denn: Das Imageproblem des heimischen Rebsafts – veraltete Volumenprodukte, geprägt von inkonsistenten Markom-Massnahmen – hat den ausländischen Produkten den Weg geebnet, auch wenn deren Qualität nicht immer besser war. Bedenkt man, dass sie ihre Wettbewerbsvorteile meist in ihrer exotischen Herkunft und in aggressiven Preisstrategien fanden, erkennt man den schwierigen Stand der Walliser Weine sofort. Die Angebotspolarisierung zwischen Nischen- und Volumenprodukten, die Konsumstagnation sowie das sich rasch wandelnde Konsumverhalten erforderten dynamischere Markom-Ansätze.Gemäss Bundesamt für Landwirtschaft sank der Konsum von Walliser Weinen zwischen 1997 und 2001 um über fünf Prozent, während der Gesamtkonsum leicht gestiegen war. Die Marktuntersuchung einer Walliser Arbeitsgruppe hielt denn auch fest, dass der im 2001 liberalisierte
Markt nach starken Werbe- und PR-Anstrengungen verlangt, um die Schweizer Weine und deren Regionen neu zu positionieren. Mittlerweile besitzen Importweine über 60 Prozent des Marktanteils.
Am Horizont schien sich ein Silberstreif abzuzeichnen (der Export von Schweizer Wein stieg 2004 wertmässig um 55 Prozent, und im Inland gewann er im mittleren und höheren Preisbereich Marktanteile zurück), als Winzer und Händler von den Folgen des neuen Blutalkoholgrenz-
werts wieder auf den harten Boden der Realität gebracht wurden. Wie es um das Nervenkleid des Branchenverbands Wein steht, belegt dessen Klage gegen die aktuelle Unfallpräventionskampagne des BAG und der Beratungsstelle für Unfallverhütung.
Leider lenkt er damit die Aufmerksamkeit von den Qualitätsverbesserungen in Rebbergen und Kellern der Winzer ab. Immer häufiger brillieren diese nämlich mit ausdrucksvollen Weinen an internationalen Wettbewerben. Zu den erfolgreichsten gehören die Walliser und vor allem die Kreationen der Winzergenossenschaft Provins Valais. In den letzten Jahren hamsterte sie rund um den Globus mehrere Auszeichnungen. Im April wurde ihr Clos Corbassières 2001 beim Concours Mondial de Bruxelles mit der «grossen Goldmedaille» prämiert. Mit dem Abschneiden der langjährigen Qualitätsstrategie will Provins Valais die Position auf dem Heimmarkt wie auf dem immer wichtigeren internationalen Markt stärken.
Die erfolgreiche Vermarktung der gehobenen Weinsorten (Maître de Chais) mit Hilfe von Studer Partner zeigte der Genossenschaft eine mögliche Marschrichtung auf: Aus der Verwalter- soll die Produzentenmarke Provins Valais werden – mit hoher Bekanntheit, starkem Image und damit einem belebten Kooperationsgeist. Das Resultat war ein Auftrag zur Entwicklung einer Dachkampagne.
Aus Kommunikationssicht empfahl Guido Studers Team, die ein-
geschlagene Qualitätspositionierung konsequenter auszubauen, die Verkaufs- und Kommunikationsmittel für alle Zielgruppen zu harmonisieren und mehr in die Markenbildungs- und Marktbearbeitungsmassnahmen zu investieren. Dem wurde entsprochen, die Dachmarkenkampagne liegt als Weiterentwicklung der Premium-Produkt-Kampagne vor. Sie setzt auf bereits erworbenes Markenkapital und baut mit variabler Produktintegration die Marke auf. Das Image-Upgrade peilt man durch den Fokus auf die Haute und Moyenne Gamme an und der Positionierung auf Exzellenz in allen Bereichen. Als zusätzlichen Vorteil des neuen Auftritts sieht Berater Olivier Berger die Möglichkeit, Dachmarkeninhalte und Sonderthemen zu kommunizieren, ohne ein konkretes Produkt abzubilden. Neu wurde dazu auch der Claim für den deutschsprachigen Raum entwickelt: «Provins Valais – Weine aus sehr gutem Haus».
Den Auftakt der Kampagne machen drei Sujets, in denen die Aspekte Kulinarik und Genuss mit einem Schuss Humor im Vordergrund stehen. Im Sinne einer medialen Fokusstrategie werden sie in relevanten Imagetiteln und spezifischen Fachtiteln in der Schweiz sowie punktuell auch im Ausland eingesetzt.
Das Image-Upgrade soll Exzellenz in allen Bereichen demonstrieren.
Luca Aloisi

«Es fehlt eine Funktion, um unnötige Spielereien abzuschalten»

Videoproduktion II Garant für ein gutes Resultat sind weder die Hardware noch Schnitt-Software, sondern das Konzept und die Regiearbeit, meint Filmer und Multimediaproduzent Manuel Bosshard.

Videoproduktion II Garant für ein gutes Resultat sind weder die Hardware noch Schnitt-Software, sondern das Konzept und die Regiearbeit, meint Filmer und Multimediaproduzent Manuel Bosshard.Welches sind die Vorteile der digitalen Videoproduktion?Bosshard: Mit der Digitalisierung der Produktionsmittel sinkt der Aufwand an Kosten und Zeit für Filmprojekte.
Die digitale Produktionsweise erlaubt ein sehr schnelles Arbeiten. Leidet da nicht auch die Qualität?
Doch – mitunter schon. Ein gutes Beispiel ist die Produktionsweise der Privatsender. Sie arbeiten sehr schnell. Aber es wird nur «draufgehalten»; künstlerische Ansprüche gibt es kaum mehr.
Welche Neuerung beim digitalen Video bringt Praxisnutzen und ist nicht nur Spielerei oder interessant für Leute mit ausgefallenen Ideen?Da ist die Hardware zu nennen, die viel schneller geworden ist. Früher wartete ich, wenn der Computer rechnete. Heute muss ich mich manchmal fast zu Pausen zwingen.
Dass sich der Funktionsumfang der Programme laufend vergrössert, ist nicht entscheidend?Nein, wenn die Idee stimmt, dann kann man auch mit iMovie Filme produzieren.
Fehlt an den aktuellen Programmen etwas oder sind die inzwischen schon perfekt? Es fehlt vor allem eine Funktion, womit sich alle unnötigen Spielereien abschalten lassen. Wenn ich einen Film schneide, brauche ich oft nur wenige oder gar keine Effekte. Ich schneide hart und mache hier oder da eine Überblendung. Aber den ganzen restlichen Schnickschnack brauche ich selten.
Software-Hersteller wie Apple implizieren gern, dass Programme mehr sind als Werkzeuge, nämlich Quelle der Inspiration?Ich komme durch das Experimentieren höchstens auf Ideen für Projekte, die ich im Hinterkopf habe. Wenn mich ein Thema beschäftigt, dann besteht andererseits die Gefahr, dass ich ob der vielen Effekte den Faden verliere. Das kostet sehr viel Zeit – schneller Rechner hin oder her.
Die Funktionsvielfalt der heutigen Programme ist enorm. Hat Sie das Experimentieren mit den Funktionen inspiriert? Ist schon eine visuelle Form, ein visueller Stil entstanden, weil Ihnen die Software eine Ausdrucksmöglichkeit nahe gelegt hat?
Zu experimentieren ist für mich eine gute Möglichkeit, eine Software besser kennen zu lernen. Es gibt witzige Resultate, bleibt aber meistens bei Spielereien. Ich gehe lieber von einem konkreten Projekt oder einer Idee aus und benutze die Software als reines Werkzeug.
Ist es schwieriger geworden, den Auftraggebern klarzumachen, dass professionelle Arbeit ihren Preis hat? Schliesslich ist auf jedem iBook eine Videoschnitt-Software vorinstalliert.
Ja, schon. Oft entscheiden sich die Kunden, die Arbeit selbst zu machen. Es kommt aber auch vor, dass sie zwei Wochen später vor der Tür stehen, weil sie mit ihren Aufnahmen unzufrieden sind. In solchen Fällen sitzt man drei oder vier Tage an verpixelten, überbelichteten und verwackelten Aufnahmen und versucht, zu retten, was zu retten ist – und hat am Schluss ein schlechtes Gewissen, für das Endprodukt auch noch Geld zu verlangen.
Ist es möglich, autodidaktisch zu guten Resultaten zu kommen und eine Videodokumentation oder Firmenpräsentation selbst zu
machen?
Vor ein paar Jahren hätten sich Laienfilmer wohl einen Nervenzusammenbruch eingehandelt. Heutzutage kommen sie aber sicher auf eine Lösung, die sie selbst gut finden. Die Frage bleibt, wie der Film nach aussen wirkt und ob ihn das Zielpublikum ebenfalls lässig findet. Die formalen Aspekte sind wichtig. Es ist wie beim Aufsatzschreiben: Auch ein noch so kurzer Streifen braucht eine Einleitung, eine Aussage und sollte am Ende «rund» wirken. Oftmals ist Selbstgestricktes zu lange. Die Kunst ist, zu wissen, wie man in kurzer Zeit die wichtigen Informationen rüberbringt.
Wie berechnen sich die Kosten für eine Videoproduktion?In der Branche üblich sind Tages- oder Projektpauschalen. Der Ansatz hängt von der Grösse des Teams und des Projekts ab. Mit aufwändiger Beleuchtung und Bühnenaufbauten wird es natürlich um einiges teurer. Andererseits: Mit guten Ideen kann man auch ohne viel Geld etwas Schönes machen.
Interview: Matthias Schüssler

Endlich ein Herz und eine Währung

Online Eine einheitliche Internetwährung kommt für die Schweiz in Reichweite.

Online Eine einheitliche Internetwährung kommt für die Schweiz in Reichweite.Wemf und SRG-Forschungsdienst hatten in den letzten 20 Jahren ihr Heu selten auf der selben Bühne, doch vor kurzem haben beide Seiten eingeräumt, dass sie neuerdings miteinander sprechen. Mehr noch: Dass sie die Einführung einer gemeinsamen Internetforschung und -währung prüfen (WW 11/05).An der Pressekonferenz des SRG-Forschungsdienstes liess dessen Leiter Manuel Dähler am 28. April erstmals verlauten, dass «die Gespräche mit der Wemf schon weit gediehen» seien. Die Wemf bestätigt Dählers Aussage: «Die Chance, dass wir eine gemeinsame Internetforschung und -wäh- rung realisieren werden, ist über 50 Prozent», so Wemf-Direktor René Schmutz. Ein Entscheid sei noch nicht gefallen, zudem hänge alles von den Wünschen der Werbetreibenden ab. Derzeit kläre man deren Bedürfnisse ab. Doch Schmutz stellte klar: «Es gibt keine Anzeichen dafür, dass der gemeinsame Ansatz nicht zu Stande kommt.»
Mit einer gemeinsamen Internetwährung würden die beiden Forschungsinstitutionen (inklusive ihre Verwaltungsräte) mit Riesenschritten aufeinander zugehen, haben sie sich in der Vergangenheit doch öfters einmal angefeindet (Stichworte Intermedia-Vergleich und Internetpanels). Vor allem aber haben sie in den letzten Jahren viel Geld in die je eigene Internetforschung investiert. Die SRG betreibt das MMXI-Panel, welches die Internetnutzung von Personen oder Haushalten festhält, die Wemf bietet Net Audit an, ein System, das die Zugriffe direkt auf dem Server des Anbieters zählt. Zudem führt sie die MA Comis.
Beide Ansätze haben Lücken: Gemäss Dähler kann das heutige Internetpanel kaum auf die Nutzung am Arbeitsplatz ausgedehnt werden, bei der Servermessung bleiben die zugreifenden Nutzer unbekannt und letztlich nicht genau zählbar. «Nach Einschätzung des Forschungsdienstes führt der Weg zu einer besseren Erfassung der Internetnutzung nur über eine Kombination der beiden Ansätze oder Datenquellen», sagte er an der Pressekonferenz.
Markus Knöpfli

Absolut Kunst

Feuerwasser Kunst nimmt bei der schwedischen Vodkamarke Absolut seit 20 Jahren einen hohen Stellenwert ein.

Feuerwasser Kunst nimmt bei der schwedischen Vodkamarke Absolut seit 20 Jahren einen hohen Stellenwert ein.Der weltweite Aufstieg der Markebegann mit der preisgekrönten Kampagne, an deren Anfang ein weltberühmter Name steht: Andy Warhol. Seither hat Absolut mit weltweit über 500 Künstlern und jungen Talenten zusammen gearbeitet. Zur Lancierung von Absolut Raspberri haben nun vier junge Schweizer Künstler
ihre Chance bekommen. Nik Emch, Laurent Goei, Pius Portmann und Giancomo Santiago Rogado wurden eingeladen, Werke zur Produkteinführung der neusten Line Extension zu schaffen. Entstanden sind künstlerische Produktionen von subversivem Witz, rebellisch, wild und intensiv – so wie Absolut Raspberri eben auch schmeckt. Raspberri ist die siebte Geschmacksrichtung von Absolut. In der Schweiz ist der neue Vodka mit dem Geschmack von reifen Himbeeren ab sofort in guten Bars und Delikatessgeschäften erhältlich.

Schlüsselloch inklusive

Zeitschriften Publicis macht für die Schweizer Illustrierte klar, dass sie bei Promis nicht nur näher ran will, sondern näher rankommt.

Zeitschriften Publicis macht für die Schweizer Illustrierte klar, dass sie bei Promis nicht nur näher ran will, sondern näher rankommt.
«Spielerisch in nächste Nähe der Stars.» Nach diesem Konzept hat die Schweizer Illustrierte (SI) in ihren bisherigen Leserkampagnen sowohl bei Wirz Werbung wie neu auch bei Publicis gearbeitet. Gezeigt wurde, wie Fotografinnen und Fotografen der SI keinen Aufwand scheuen, zusammen mit den Promis ins Wasser zu springen, neben einer Ballerina zu proben oder als SI-Reporter Bilder von näher als herkömmliche Paparazzi zu schiessen. Jetzt setzt Publicis die Serie fort mit einer Werbung für die eigentliche Kernkompetenz der SI, nämlich die Homestory. Ein Fussballstar interessiert nicht nur als Fussballstar, ein Moderator nicht nur als Moderator, ein Politiker nicht nur als Politiker. An Prominenten interessiert alles, die Neugierde erfasst die Lebensumstände bis hin zu Alltagsdetails. Logisch: Je besser eine Zeitschrift Zugang zu dieser Welt hat, desto spannender kann sie berichten. Zu diesem redaktionellen Credo der SI will Publicis bekannt machen, dass der Claim «näher bei den Stars» beileibe kein leeres Versprechen ist. Und es muss selbstredend das Ziel der Werbung sein, diese besondere Nähe attraktiv umzusetzen und zu akzentuieren.
Für die neue Kampagne hat die Agentur zusammen mit Chefredaktor Marc Walder und Verlagsdirektor Urs Heller einen Multiple-Choice-Auftritt entwickelt, «ein Quiz zum Schmunzeln statt zum Kopfzerbrechen», wie CD Markus Gut meint. Die drei Namen im Zusammenhang mit dem Bild amüsieren und bringen den Betrachter auf die Lösung.
Und wenn man gelegentlich etwas genauer hinschauen muss, könne das auch nicht schaden, meinen die Spezialisten für Homestorys. So kommen im Quizsujet mit den eleganten Damenschuhen zum Beispiel sowohl Patty Schnyder wie Salome Clausen in Frage. Aber mit etwas mehr Aufmerksamkeit sind im Bildhintergrund die rettenden Tennisschläger zu entdecken.
Bei der Realisation der Kampagne sei der Goodwill, den die Schweizer Illustrierte bei den Prominenten geniesst, von grossem Vorteil gewesen. «Die Zusagen kamen schnell, und Ines Rimmele vom Art Buying bei Publicis konnte sich über eine unkomplizierte Zusammenarbeit in einem guten Klima freuen», berichtet die Agentur.
Das Mitmachen bei der SI-Kampagne nütze übrigens, meint man bei Publicis, auch den Stars. Denn sie beweisen mit dem Öffnen ihrer Türen einer breiten Öffentlichkeit ihren Sinn für Humor.
Das SI-Credo für HomestorysSI-Chefredaktor Marc Walder versteht unter Homestory das Portrait
einer Person unter Einbezug der Privatsphäre. Selbstverständlich hat für ihn jeder Prominente das Recht, gewisse Bereiche nicht fotografieren zu lassen. Vor jedem Shooting findet eine Diskussion statt, was gezeigt wird und was nicht. Das Bild muss aber echt sein. Alles, was gestellt ist, künstlich oder nicht authentisch, interessiert Walder nicht.
Die Mini-Homestorys der neuen Kampagne sind eine pointierte Weiterentwicklung der letztjährigen Sujets. Der Claim «Näher bei den Stars» ist aber diesmal noch stärker visualisiert. Als zweite Stärke gefällt Walder an der Kampagne das Augenzwinkern. Wer genau hinschaut, wird in jedem Sujet ein solch witziges Detail entdecken. Aber auch hier musste gelten: Alles bleibt echt.
Die Kampagne kann aktuell beliebig fortgesetzt werden. Es werden aber keine Stars ohne ihre Erlaubnis in die Werbung eingebaut.
Die SI bewirbt sich mit Fragen: Wer ist die Schönste im ganzen Land?Neue Wäsche für die Freundin: Fussballstar Murat Yakin.
Andreas Panzeri

Das m&m-Netzwerk beginnt zu spielen

Vermarkter m&m geht definitiv nach Osteuropa – mit ein Grund dafür, dass mm&b Stuttgart den Miele-Etat für Deutschland gewann.

Vermarkter m&m geht definitiv nach Osteuropa – mit ein Grund dafür, dass mm&b Stuttgart den Miele-Etat für Deutschland gewann.«Miele hat nach einem umfassenden Review entschieden, den Etat an die Stuttgarter Mediaagentur mm&b zu vergeben. Gründe dafür lagen unter anderem im guten strategischen Verständnis für Marke, Markt und Zielgruppen.» Mit diesen knappen Worten begründet Mechthild Diermann, Leiterin Werbung International bei Miele in Gütersloh, weshalb der Hersteller von Elektro-Haushaltsgeräten und Einbauküchen per 1. Juli 2005 von der bisherigen Etathalterin Carat, Wiesbaden, zur Stuttgarter Tochter der Schweizer m&m Holding wechselt. Für die neue Betreuungsaufgabe, die den gesamten Mediaplanungs- und -einkaufsetat von Miele umfasst, kann mm&b auf die Unterstützung durch die zum Omnicom-Network gehörende OMD zählen: Diese hält an mm&b Stuttgart einen Minderheitsanteil.Wolfgang Mecklenburg, Gründer und Inhaber der m&m Holding, ist sichtlich stolz über den in Deutschland gewonnenen «Prestigekunden». Dank dem Etat von Miele erhöhe sich das Gesamtmediabudget, das mm&b Stuttgart künftig vertrete, um rund dreissig Prozent. Die Agentur, die derzeit 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftige, werde deshalb fünf bis sechs weitere Personen einstellen.
Dass mm&b in Konkurrenz zu einer Reihe grosser, internationaler Agenturen den Zuschlag erhielt, sieht Mecklenburg als «eine Folge dessen, was wir in der Schweiz für Miele gemacht haben». m&m in Glattbrugg betreut Miele Schweiz bereits seit rund sechs Jahren. Diermann bestätigt: «Die Erfahrungen mit m&m in der Schweiz waren sicher sehr nützlich, jedoch nicht allein ausschlaggebend.»
Weit wesentlicher für Miele scheint hingegen zu sein, dass m&m kürzlich definitiv beschlossen hat, nach Holland und Belgien nun auch in Osteuropa, konkret in Tschechien und Ungarn, tätig zu werden. In diesen Ländern ist auch Miele bereits präsent. Darauf angesprochen sagt Diermann: «Die internationale Ausrichtung und Erweiterung der Agentur ist für das Unternehmen Miele mit einem Umsatzanteil von 70 Prozent in Märkten ausserhalb von Deutschland grundsätzlich ein wichtiger Aspekt.»
Ein Wort in Mecklenburgs Ohr, ist er doch für die Expansion nach Osteuropa auf Kunden angewiesen, die seiner Firma auch die Budgets in diesen Märkten anvertrauen. Mündliche Zusagen hat er bereits – abgesehen von Miele ist zum Beispiel auch Emil Frey in Ungarn tätig –, vertraglich abgesichert ist allerdings nichts. «Zuerst müssen wir dort anfangen», sagt Mecklenburg.
Der Starttermin jedoch ist festgesetzt: Ende Oktober, zu Beginn des neuen Budgetjahres. Auch andere Vorbereitungen sind getroffen. So will sich m&m sowohl in Prag als auch in Budapest zu mindestens 60 Prozent an je einer bestehenden Agentur beteiligen.
In beiden Hauptstädten wurden mögliche Übernahmekandidaten gesucht und evaluiert, derzeit laufen die Vertragsverhandlungen. «Zudem haben wir in Prag und in Budapest einheimische Mediaprofis angeheuert, die den Markt gut kennen», sagt Mecklenburg. Doch trotz klarem Fahrplan bleibt er vorsichtig. «Wir wollen nichts überhasten. Und auch unsere potenziellen Kunden raten uns, dass wir lieber sorgfältig und Schritt für Schritt vorwärts gehen sollen.»
Prominente ZusageErnst Grab, bis vor zwei Jahren Direktor der Publicitas, wird per 1. Juli 2005 im Aufsichtsrat der Mediaagentur Schreiner & Van Bokkel Group BV in Holland Einsitz nehmen. Nachdem Wolfgang Mecklenburg mit seiner m&m-Holding dort eingestiegen war, hatte er seinen Freund Grab Anfang Jahr um dessen Unterstützung in den Niederlanden angefragt.
Grab ist im Ruhestand und hält keine VR-Mandate der PubliGroupe mehr. Gleichwohl hat Mecklenburgs Wahl in P-Kreisen Unruhe ausgelöst, kommt doch Grabs Zusage einem Seitenwechsel gleich. Allerdings nur fast, denn Grab wird weder bei der m&m-Holding noch bei deren Schweizer Töchtern m&m und mm&b im Verwaltungsrat Einsitz nehmen. (mk)
Markus Knöpfli

Genfer Gerangel

Lokal-TV Am Genfersee wollen viele im Fernsehmarkt mitmischen.

Lokal-TV Am Genfersee wollen viele im Fernsehmarkt mitmischen.Die Côte, das westliche Ufer des Genfersees, ist nicht nur im Pressemarkt umkämpft. Auch das Privatfernsehen hat die Region entdeckt, die laut dem Kommunikations-atlas das höchste Pro-Kopf-Reineinkommen der Schweiz aufweist. So möchte der Sender Max TV aus Morges sein Empfangsgebiet bis nach Nyon und Gland ausdehnen. Er hat ein Konzessionsgesuch beim Bundesamt für Kommunikation eingereicht, wie 24 Heures berichtet. Doch auch Léman Bleu aus Genf will seine Aktivitäten an der Côte ausbauen. Und laut Christophe Rasch, bei Edipresse verantwortlich für das TV-Geschäft, ist die Region «ein wichtiger Pol» für das geplante Vaud TV. Man sei bereits im Dialog mit den Behörden und wolle ein Büro in Nyon einrichten, sagte er gegenüber 24 Heures.
Während Edipresse in der Waadt weiter an der Senderfusion werkelt, setzt man in Genf lieber auf den französischen Grossverleger Philippe Hersant. Der Verwaltungsrat von Léman Bleu will Hersant mit rund 30 Prozent beteiligen und hat Edipresse einen Korb gegeben. Mehr darüber lesen Sie auf Seite 17.
(sm)
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