TSR setzt auf Grey

Medien Grey Genf betreut neu das Kommunikationsmandat des Westschweizer Fernsehens TSR (Télévision Suisse Romande).

Medien Grey Genf betreut neu das Kommunikationsmandat des Westschweizer Fernsehens TSR (Télévision Suisse Romande).Die Agentur setzte sich im Pitch in zwei Runden gegen vier Konkurrenten durch. Strategie und deren kreative Umsetzung hätten dabei den Ausschlag gegeben, heisst es in einer Mitteilung. Die ersten Massnahmen werden Anfang 2006 zu sehen sein.

Innovationen von gestern

Plakate Trotz ihrer damals ausserordentlich grossen Popularität sind die Theaterplakate der viktorianischen Ära heute weitgehend in Vergessenheit geraten.

Plakate Trotz ihrer damals ausserordentlich grossen Popularität sind die Theaterplakate der viktorianischen Ära heute weitgehend in Vergessenheit geraten.Die stilistischen Innovationen des französischen Plakats aus dem Ende des 19. Jahrhunderts verdrängten den Charme des britischen Pendants, das sich deutlich von der offiziellen Kunst absetzte und ganz der erzählerisch-folkloristischen Tradition widmete. Die Plakatsammlung des Museums für Gestaltung Zürich zeigt bei der Schweizerischen Nationalbank ab 19. Juli einige Werke der alten Meister wie Dudley Hardy und John Hassall.

Wettrüsten bei der Plakatforschung

Plakatwährung Krise bei den Schweizer Aussenwerbern. Schuld daran ist eine attraktive Forschungsmethode aus Deutschland.

Plakatwährung Krise bei den Schweizer Aussenwerbern. Schuld daran ist eine attraktive Forschungsmethode aus Deutschland.Seit fünf Jahren arbeiten die Schweizer Aussenwerber APG und Clear Channel Plakanda (CCP) am Forschungsprojekt Swiss Poster Research (SPR). Ziel des weit fortgeschrittenen Projekts ist eine gemeinsame Währung für die Kontaktchancen der Plakatstellen (siehe Kasten). Letzte Woche gab CCP nun plötzlich den Ausstieg bekannt. Mittlerweile wurde der SPR-Projektleiter Professor Martial Pasquier gar mit der Liquidation der einfachen Gesellschaft SPR beauftragt. Diese besitzt die Rechte an SPR, den erhobenen Daten von Winterthur und Zürich sowie an 350 GPS-Geräten.Beat Roeschlin, CEO von CCP, stellt klar: «Wir verabschieden uns vom Beachtungsraum-Ansatz von SPR, weil er teils Kontakte ausweist, die in der Realität gar nicht zu Stande kommen.» Ein Zurück gebe es kaum mehr. «Es müsste sich bei SPR schon Grundsätzliches ändern. Nach den Mediationsgesprächen der letzten zwei Monate glaube ich aber nicht mehr daran.» Dennoch sei er nach wie vor an einer gemeinsamen Plakatwährung für die Schweiz interessiert. «Der beste Ansatz hierfür besteht unserer Ansicht nach darin, den von der offiziellen deutschen Forschungsträgerschaft AGMA verfolgten Weg (siehe Kasten) auch für die Schweiz zu prüfen», schrieb er im Pressecommuniqué vom 28. Juni.
Doch der CCP-CEO hat sich bereits entschieden. «Die AGMA hat uns und der APG letzte Woche Gespräche über eine einheitliche Plakatforschung angeboten. Dieses Angebot nimmt CCP mit Sicherheit an», sagt Roeschlin. Er hoffe, dass sich die APG anschliessen werde. «Wir möchten ein Wettrüsten in der Plakatforschung vermeiden. Notfalls geht CCP diesen Weg aber auch allein.»
Mit dem AGMA-Ansatz könnten innert zweier Jahre definitive Zahlen für die ganze Schweiz vorliegen – zeitlich parallel zur AGMA-Erhebung in Deutschland. Roesch-lin weiss auch schon, weshalb sich das so schnell umsetzen liesse: Die für die Erhebung benötigten Daten zur Mobilität der Schweizer Bevölkerung sind beim Bundesamt für Statistik erhältlich.
Schneller und günstigerDie Reichweiten-Daten der Plakatstellen in Zürich und Winterthur stehen zur Verfügung, und die Erhebung für die Stadt Genf wird – SPR-Liquidation hin oder her – noch in diesem Herbst durchgeführt. Roesch-lin: «Zu diesem unterschriebenen Auftrag an das Institut IHA-GfK stehen wir.» Später erwartet CCP anteilsmässig eine bestimmte Anzahl SPR-Mobilitymeter und damit freie Hand, weitere Agglomerationen selbst zu erheben. Da für das AGMA-Konzept weit weniger Fallzahlen, Probanden und Testwochen nötig sind, liessen sich die ausstehenden Städte schneller und günstiger erheben. Bei der APG bezeichnet CEO Christian Kauter den CCP-Ausstieg als «Amoklauf gegen sich selbst». CCP und APG hätten die Forschungsmethode gemeinsam definiert, sich auf eine harte Währung geeinigt und jeweils alle Schritte von der unabhängigen User Group beurteilen lassen. «Dass CCP nun plötzlich abspringt, ist absurd und nicht nachvollziehbar.» Die APG werde ihr weiteres Vorgehen diese Woche festglegen. «Aber wir werden sicher nicht 50 Meter vor dem Ziel zu einer neuen Methodik wechseln», sagt Kauter mit Blick auf das AGMA-Angebot.
Professor Martial Pasquier, geistiger Vater des SPR, ist nach den Mediationsgesprächen vom Schritt der CCP nicht überrascht, bedauert ihn aber. Gleichzeitig hält er fest: «Die SPR-Daten sind genau.» Von Beginn weg sei zudem klar gewesen, dass für eine kleine Anzahl Plakatstellen spezifische Lösungen gesucht werden müssten. Den AGMA-Ansatz hält er zwar für Deutschland möglich, nicht aber für die Schweiz, da die hier verfügbaren Mobilitätsdaten kantonal zu heterogen seien. «Genau deshalb haben CCP und APG 2003 entschieden, die Mobilität der Bevölkerung anhand GPS zu erheben», sagt Pasquier. Dies sei wohl aufwändig und teuer, aber auch sehr präzis.
Überrascht wurden dagegen die User Group und der Verband Schweizerischer Werbeauftraggeber (SWA). Die User Group empfindet es als Affront, dass «wir nie über die offenbar aufgetretenen Umsetzungsprobleme und Differenzen zwischen den beiden Anbietern informiert wurden». Auch SWA-Direktor Jürg Siegrist hat bisher «keine Anzeichen für einen Bruch feststellen können». Weil der SWA aber schon einmal zwischen APG und CCP vermittelt hat, lud der SWA-Direktor auch dieses Mal alle Beteiligten zu getrennten Gesprächen vor. «Härtere Daten für das Plakat sind dringend. Darum will ich jetzt genau wissen, wo die Probleme liegen», sagt er.
So funktioniert der SPRDer SPR misst die Plakatnutzung mit Hilfe des satellitengestützten Navigationssystems Global Positioning System (GPS). Dazu tragen die Testpersonen ein handygrosses Empfangsgerät namens SPR-Mobilitymeter eine Woche lang auf sich. Dieses speichert jede Sekunde die Signale von mindestens vier Satelliten, die zurückgelegten Wegstrecken können so metergenau auf eine digitale Karte übertragen werden. Die Karte enthält auch die Positionen der Plakatstellen und deren Beachtungsraum, der in der Regel mit einem Sichtbarkeitswinkel von 150 Grad und einer Maximaldistanz von 80 Metern definiert wird. Passiert nun eine Testperson einen Beachtungsraum, lassen sich der Winkel zur Plakatstelle und die Passiergeschwindigkeit feststellen. Entsprechend wird dann der Kontakt gewichtet. Um repräsentative Daten zu Mobilität und Reichweite in der Stadt Zürich zu erhalten, waren rund 1800 Testwochen nötig. Geplant ist, etwa 10 bis 15 Schweizer Gross-Agglos in einem mehrjährigen Turnus zu erheben. (mk)
So funktioniert die AGMA-Plakatforschung«In Deutschland können wir uns nicht auf die grössten Agglomerationen beschränken. Wir müssen die Plakat-Reichweiten flächendeckend erheben», sagt Lothar Hannen, Vorstand Plakat bei der AGMA. Der SPR-Ansatz, bei dem mittels GPS die Reichweiten der Stellen und die Mobilität der Bevölkerung erfasst wird, tauge wegen der vielen benötigten Fallzahlen nicht. Die AGMA setzt deshalb auf ein dreistufiges Verfahren: Daten des Bundesverkehrsministeriums geben Auskunft über die Gesamtmobilität, mit GPS erfolgt die Validierung dieser Daten und die Reichweitenerhebung. Und drittens werden die einzelnen Stellen klassifiziert, wofür aber bereits eine anerkannte Grösse, der G-Wert des Instituts GfK, existiert. «Das Konzept ist durch alle nötigen Gremien hindurch», sagt Hannen. Die
AGMA will bereits nächstes Jahr flächendeckende GPS-Daten erheben und voraussichtlich 2007 veröffentlichen. Ob die Schweiz auch gleich miterhoben werden soll, lässt Lothar Hannen offen. (mk)
Entzweit: Christian Kauter (l.) und Beat
Roeschlin (r.), sowie Martial Pasquier (M.).
Markus Knöpfli

Noch näher rangehen

Zeitungen Der neue Landbote ist bis auf seinen Namen nicht wiederzuerkennen: Winterthur erhält eine moderne Tageszeitung.

Zeitungen Der neue Landbote ist bis auf seinen Namen nicht wiederzuerkennen: Winterthur erhält eine moderne Tageszeitung.Am 16. September erscheint der Landbote, unterdessen in seinem 169. Jahrgang, in vollkommen neuer Aufmachung. «Es ist der bisher kräftigste und entscheidendste Relaunch», sagt Chefredaktor Rudolf Gerber, der bereits zum fünften Mal innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte eine Blattkorrektur mitmacht. Gerber geht mit einem guten Gefühl in die neue Ära, obwohl Leserinnen und Leser nicht mehr allzu viel Vertrautes vorfinden werden. Eine 16-seitige Landbote-Mini-Nullnummer wurde am vergangenen Mittwoch den Medien vorgestellt. Sie kommt direkt aus dem Tamedia-Druckzentrum, wo das Blatt seit der im letzten Jahr vereinbarten Kooperation zwischen Ziegler Druck und Tamedia gedruckt wird. Verglichen mit dem altbekannten Landboten ist es in Form und Inhalt ein ganz und gar neues Produkt, das selbst auf den Titel in Fraktur verzichtet. Doch neue Seiten, neue Gefässe, veränderte Blattarchitektur und klarere Bildsprache in einem modernen, farbigen und dennoch zurückhaltenden Layout – für die Verantwortlichen «inhaltlich und gestalterisch ein Quantensprung» – dürften beim Publikum kaum auf Widerstand stossen.
Das fünfspaltige Layout der Vierbundzeitung stammt vom 38-jährigen Zürcher Grafiker Jürg Candrian, sein bisher grösstes Projekt, für das er sich von amerikanischen und englischen Vorbildern inspirieren liess.
Die Blattarchitektur wartet mit einer Neuerung auf, welche es so in der Schweizer Zeitungslandschaft noch nicht gibt: Seite 2, die «Tagesschau», bietet für Schnellleser eine Übersicht der wichtigsten Ereignisse des vorherigen Tages. Zusammen mit der Frontseite ist man so rasch über das Wesentliche informiert – ein kleiner «20-Minuten-Effekt», geschickt in die Vollzeitung verpackt. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Winterthurer orten zusätzliches Lesepublikum zwar nicht unmittelbar bei der Jugend, aber doch bei der etwas jüngeren Leserschaft: «Unsere Analysen haben gezeigt, dass der Landbote in der Altersgruppe zwischen 30 und 50 noch Wachstumspotenzial hat», sagt Lothar Dostal, Geschäftsleiter der Ziegler Druck- und Verlags-AG. Diese mittlere Lesergeneration stelle seit Internet und 20 Minuten veränderte Ansprüche an eine Zeitung. «Sie wollen wir mit dem neuen Landboten zu Stammlesern machen», hofft Dostal. Auf dieses Segment zielt besonders der Themenmix im dritten Bund «Leben» mit Kulturbeiträgen und einer Reihe von täglich wechselnden Serviceseiten (zum Beispiel Mode, Reisen, Konsum, Lifestyle, Multimedia).
Redaktion baut ausMehr Lesernähe lautet das Credo der Macher. Lokales soll sich vor allem im zweiten Bund «Lokal» abspielen. Dort fungiert die Bundauftaktseite mit der wichtigsten Geschichte als Fenster ins örtliche Geschehen. Der lokale Fokus soll aber auch vermehrt auf der Front gepflegt werden und sich möglichst durch alle Zeitungsseiten ziehen.
Was vor allem grössere Tageszeitungen kennen, führt auch der Landbote ein: Ein Newsdesk mit Themen setzenden und produzierenden Blattmachern und sauber recherchierenden Journalistinnen und Journalisten ermöglicht der Redaktion flexibles Reagieren auf die aktuelle Newslage. Das geht allerdings nur mit einer massiven Erweiterung der Redaktion, konkret mit 550 zusätzlichen Stellenprozenten. «Dafür stellen wir schweren Herzens das wöchentliche Magazin ‹Spots› ein», erklärt Verlagsleiterin Denise Pernet. Die Inhalte, namentlich Kultur- und Veranstaltungsbeiträge, wandern dadurch in den dritten Bund. Auf www.landbote.ch wird zudem eine komplette Ausgeh-Agenda aufgeschaltet. Dostal denkt auch bereits über ein monatliches Kulturmagazin zusammen mit Winterthurer Veranstaltern nach. Gleichzeitig mit dem Relaunch des Blattes geht jener der Website einher, die entschlackt mit News, Veranstaltungskalender, Leserforum, Ausgehtipps und mit einem für Winterthur neuen SMS-Service aufwartet.
Serviceorientierte WebsiteIm Zuge schwindender Werbeeinnahmen buhlt der neue Landbote selbstredend auch um kommerzielle Kunden, etwa mit der Neugestaltung der Tarifstruktur oder mit der neuen Website, die das Zusammenstellen massgeschneiderter Crossmedia-Angebote erleichtern soll.
Derzeit stagnieren die Landbote-Leserzahlen bei 69000 Leserinnen und Lesern (Auflage rund 38000). «In den kommenden fünf Jahren möchten wir unsere Reichweite auf rund 86500 Leser erweitern», erklärt Denise Pernet. Sie ist Mitglied der hauptsächlich redaktionell bestückten Projektgruppe, die seit vergangenem Herbst intensiv am Relaunch arbeitet und von der Kommunikationsagentur Contract Media Publishing AG (CMP) auf Grund einer vorausgegangenen Analyse gecoacht wird. Mit Erfolg: So lassen sich Experten wie Rolf Bollmann oder Karl Lüönd wohlwollend bis verhalten euphorisch in der Nullnummer zitieren.
Im September steigt die nächtliche Relaunchparty im Winterthurer Salzhaus, allerdings ohne Angelina Jolie. Sie fungiert zwar als Nummerngirl im decolletierten Lederoberteil auf der «Leben»-Auftaktseite der Nullnummer, in der sechstgrössten Schweizer Stadt wird die Schauspielerin aber weiterhin bloss auf der Kinoleinwand zu sehen sein.
Einig im Schatten der GrossenPlötzlich geht, was vorher lange Jahre nicht vorstellbar war: Nicht nur der Landbote (Einflussbereich Tamedia) liftet sein Gesicht, auch die anderen drei Zürcher Landzeitungen Unterländer, Oberländer und Zürichsee-Zeitung (Einflussbereich NZZ/PubliGroupe) haben zu einem neuen Layout zusammengefunden. Sie drucken im gemeinsamen Druckzentrum DZO in Oetwil – nach der Übernahme von 20 Prozent seitens Tamedia am Landboten ohne diesen. Voraussichtlich am 23. August erscheinen die Landzeitungen erstmals im individuell anpassbaren Einheitslook. «Der wird allerdings konservativer sein als jener des Landboten», schätzt Benjamin Geiger, Chefredaktor der Zürichsee-Zeitung.
Dennoch hindert die Chefredaktoren nichts an ihren informellen Treffen in Winterthur, wo sie über Synergien plaudern und zum Beispiel gemeinsame Autobeilagen planen. «Seit dem 1. Juli haben wir auch die Radio- und TV-Seiten gemeinsam», berichtet Landbote-Chefredaktor Rudolf Gerber. (rw)
Offensichtliche Steigerung: Rudolf Gerber und Denise Pernet mit dem alten und neuen Landboten.
René Worni

essiner Verleger werden Stampa Svizzera

Presse Der Verband der Tessiner Zeitungsverleger hat sich einen neuen Namen gegeben. Aus der Associazione Ticinese Editori di Giornali (ATEG) wird die Stampa Svizzera («Schweizer Presse»).

Presse Der Verband der Tessiner Zeitungsverleger hat sich einen neuen Namen gegeben. Aus der Associazione Ticinese Editori di Giornali (ATEG) wird die Stampa Svizzera («Schweizer Presse»).Die Generalversammlung hat laut einem Bericht des Corriere del Ticino zudem die Sonntagszeitung Il Caffè della Domenica als neues Verbandsmitglied aufgenommen

Green.ch kippt FCZ und ZSC

Sponsoring Der Internet-Service-provider Green.ch richtet seine Marketingstrategie künftig verstärkt auf elektronische und klassische Werbung aus.

Sponsoring Der Internet-Service-provider Green.ch richtet seine Marketingstrategie künftig verstärkt auf elektronische und klassische Werbung aus.Das Unternehmen aus Brugg hat seinen Ausstieg aus dem Sportsponsoring per Juli 2006 angekündigt. Die Verträge als Hauptsponsor des FC Zürich (FCZ) und der ZSC Lions würden nicht mehr verlängert. Das persönliche Engagement von Managing Director Guido Honegger, der als Vizepräsident des FCZ amtet, werde dadurch aber nicht tangiert, heisst es. Man habe in der Vergangenheit gezeigt, dass Green.ch auch in schwierigen Zeiten zu den Vereinen stehe, und werde dies in anderer Form in Zukunft weiterhin tun.

Warten auf die P

Radiokombis Die neuen Radioideen der Publicitas spalten den One Pool.

Radiokombis Die neuen Radioideen der Publicitas spalten den One Pool.Weil sie sich «sämtliche strategischen Optionen für die Zukunft offen halten» wollen, haben die Radios Argovia und 32 den One Pool vorsorglich per Ende Jahr aufgekündigt. Für die Begründung wählten beide Radios, bei denen nun die AZ Medien zumindest mitreden, exakt denselben Wortlaut. Zu den neuen Optionen war aus Baden keine Stellungnahme erhältlich. «Es gibt neue Ideen in der Schweizer Radioszene», hält dagegen Christian Müller, VR-Präsident von Radio 32 und Unternehmensleiter von Vogt-Schild/Hab- egger, kurz und knapp fest. Damit meint er wohl die Radiopläne der PubliGroupe, die sich gemäss CEO Hans-Peter Rohner bis Ende Jahr konkretisieren sollten.
Übrigens hat auch Radio Grischa den One Pool «vorsorglich» gekündigt, Grischa-Chef Hanspeter Lebrument begründet den Schritt aber mit den seit eineinhalb Jahren gesperrten Radiocontroldaten seines Senders. «Ohne Zahlen werden wir für den One Pool zur Belastung», sagt er. Dass die P-Pläne die Kündigung mit beeinflussten, gibt er aber offen zu, sie seien aber nicht ausschlaggebend, sagt er.
Interessant: Andernorts scheint die Lage ruhig. Der City-Pool, der Swiss Radio Pool und der Pool 2000 waren jedenfalls per 30. Juni ungekündigt.
(mk)

Fünf Städte in der Tasche

Guides Die Illnauer Agentur 4 Elements hat mit den zig Schweizer Städteführern Schluss gemacht und kürzlich die fünf wichtigsten Deutschschweizer Städte in eine einzige Broschüre im Pocketformat gepackt.

Guides Die Illnauer Agentur 4 Elements hat mit den zig Schweizer Städteführern Schluss gemacht und kürzlich die fünf wichtigsten Deutschschweizer Städte in eine einzige Broschüre im Pocketformat gepackt.Highlights und Tipps im «Best of» seien sorgfältig gewählt und beschrieben sowie thematisch gegliedert worden, verkündet die Medienmitteilung. Der Führer werde in markanten Swissness-Stellern an insgesamt 700 Adressen gratis verteilt und soll quartalsmässig mit saisonal abgestimmtem Inhalt erscheinen.

Kostspielige Zirkusnummer

Medien Bestimmt haben Sie sich auch schon gefragt: Gibt es wohl auch unter willigen Werbekonsumenten solche, denen schlecht nicht schlecht genug ist?

Medien Bestimmt haben Sie sich auch schon gefragt: Gibt es wohl auch unter willigen Werbekonsumenten solche, denen schlecht nicht schlecht genug ist?Bei der abgebildeten Anzeige drängt sich diese Frage jedenfalls geradezu auf. Befolgt sie doch alle Regeln des biederen Jöh-Effekts, um damit auf die begehrten Communities der Sehbehinderten und Kuscheltierhalter zu peilen.
Zu betonen ist hier das besonders edel anmutende Layout, das die verblüffende Leistung der «Artisten» von der Dufourstrasse hervorhebt. Eindrücklich ist nicht nur die Bravour des Quartetts, besonders ist denn auch die Levitation des Jack Russel. Hinzu kommt die gründliche Arbeit der Stylisten, die nur zu gut wissen, wie man diese besonderen Sympathieträger gestaltet und mit äusserster Sorgfalt in kleine Meisterleistungen des fragwürdigen Geschmacks verwandelt.
Optische Leckerbissen dieses Kalibers sind rar und müssen deshalb gebührend gewürdigt werden. Wir werden diese Anzeige in unserem Tresor sicher aufbewahren. Gleich neben den 100000 Franken, die das verantwortliche Verlagshaus uns – nicht als Gewinnern, sondern als
Geschädigten – ausbezahlt hat. Ist doch ein nettes Schmerzensgeld für so viel Ästhetik.
(la)

Radio Framboise wechselt Identität

Lokalradio Das Waadtländer Radio Framboise hat sich Anfang Juli in Rouge FM umbenannt und eine neue Philosophie eingeführt.

Lokalradio Das Waadtländer Radio Framboise hat sich Anfang Juli in Rouge FM umbenannt und eine neue Philosophie eingeführt.Anders als die Mitbewerber wolle man sich nicht auf Musik konzentrieren, sondern Gewicht auf Information, Magazine und Interaktivität legen, heisst es in einem Communiqué. Damit positioniert sich Rouge FM als direkter Konkurrent des SRG-Senders RSR La Première. Die Mutterfirma Maxiris, die Radio Framboise im April übernommen hat, investiert 3 Millionen Franken in den Sender und schafft sieben neue Stellen. In zwei Jahren soll Rouge FM die Gewinnzone erreicht haben.

Stromberg wirbt mit Neutral

Onlineshop Die Zürcher Agentur Neutral ist mit den Werbe- und PR-Massnahmen von Stromberg betraut worden. Stromberg gehört zu den ersten reinen Online-Modeverkäufern der Schweiz.

Onlineshop Die Zürcher Agentur Neutral ist mit den Werbe- und PR-Massnahmen von Stromberg betraut worden. Stromberg gehört zu den ersten reinen Online-Modeverkäufern der Schweiz.Der Shop vertreibt Marken wie American Apparel, Misericordia und Schiesser Revival.

Sensibler Hinschauer

Gattungsmarketing Was Print besser als andere Mediengruppen kann, hat nun auch die Berner Burson-Marsteller mit einer Anzeige erklärt. Und Originalität mit Sinnvollem verbunden:

Gattungsmarketing Was Print besser als andere Mediengruppen kann, hat nun auch die Berner Burson-Marsteller mit einer Anzeige erklärt. Und Originalität mit Sinnvollem verbunden:Die Idee, eine karitative Organisation mit willkommener Medienpräsenz und geeigneter -plattform für Spendenaufrufe zu unterstützen, gefiel auch dem Fotografen Andres Serrano und dessen New Yorker Galeristin Paula Cooper sehr gut. Das Bildsujet stellten sie denn auch kostenlos zur Verfügung. Zwar sei der Spendeneingang noch nicht massiv gewesen, was gemäss der Vereinigung für geistig Behinderte Insieme wegen der üblichen verzögerten Reaktionen bei Spendenaufrufen nicht verwunderlich sei. Dafür seien viele positive Reaktionen aus dem Umfeld von Insieme eingetroffen. Das Inserat werde wahrgenommen und wecke Sympathie, so die Verantwortlichen.
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