Mehr Power für die Maus

Peripherie Nachdem bei PCs Zwei-Button-Mäuse gang und gäbe sind, konnte Apple hier offenbar nicht einfach ein weiteres Produkt auf den Markt bringen. Dafür hat das Unternehmen mit der Mighty Mouse eine Computermaus der nächsten Generation vorgeste...

Peripherie Nachdem bei PCs Zwei-Button-Mäuse gang und gäbe sind, konnte Apple hier offenbar nicht einfach ein weiteres Produkt auf den Markt bringen. Dafür hat das Unternehmen mit der Mighty Mouse eine Computermaus der nächsten Generation vorgestellt, mit der sich ein Mac noch einfacher und komfortabler bedienen lassen soll. Die Mighty Mouse bietet dazu die Funktionalität von bis zu vier programmierbarenTasten – ohne dass aber auf die Einfachheit einer Eintasten-Maus verzichtet werden muss. Integriert ist ein neuartiger Scroll Ball, über den in jede Richtung gescrollt werden kann. Besonders geeignet ist die neue Maus damit für das Betrachten von Webseiten und Fotos oder die Videobearbeitung.

Entdecke die Möglichkeiten!

Print Neue oder weiter entwickelte Technologien im Offsetdruck sollten die Basis für noch mehr kreative Inspiration sein.

Print Neue oder weiter entwickelte Technologien im Offsetdruck sollten die Basis für noch mehr kreative Inspiration sein.Der Offsetdruck – und hier vor allem der Bogenoffset – ist ein Synonym für die hohe Qualität des Mediums Print. Verpackungsdrucker und viele zukunftsorientiert denkende Akzidenzdrucker haben in den letzten Jahren trotz mancher Krisenerscheinung in leistungsfähigere Druck- und Veredelungstechnik investiert. Denn sie haben erkannt, dass ein Leistungsportfolio mit vielen Extras im harten Wettbewerb hilft. Wer durch seine Leistungen austauschbar ist und sich ausschliesslich über den niedrigen Preis verkauft, wird langfristig nicht überleben und durch «verdorbene» Preise die ganze Branche gefährden – und das, obwohl doch viele Kunden durchaus bereit sind, für Qualität oder aussergewöhnliche Ideen, womit man sich aus der unüberschaubaren Masse heraushebt, mehr zu bezahlen!Für Kreative sollte die technische Aufrüstung der Druckbetriebe eigentlich Basis für noch mehr kreative Inspiration sein. Doch noch
immer sind interessante, neue oder vervollkommnete Technologien im Bereich Bogenoffset nicht genügend bekannt.
Fotorealismus ohne WasserDer wasserlose Offsetdruck – abgesehen von seiner pragmatischen Anwendung in Druckmaschinen mit integrierter Plattenbebilderung (z. B. Heidelberg QM 46-4 DI oder KBA 74 Karat) – geniesst ansonsten den Ruf als Highend-Verfahren. Durch den Wegfall des Feuchtmittels wird nicht nur der Offsetdruckprozess leichter beherrschbar und besser standardisierbar, auch der Kontrastumfang in den Bildern steigt erheblich. Hinzu kommt der geringere Tonwertzuwachs der Wasserlosdruckplatten, wodurch höhere Rasterfeinheiten druckbar werden und feinste Details wiedergegeben werden können.
Aus diesen Gründen empfiehlt sich dieses Verfahren für den fotorealistischen Bilderdruck sowie für besonders werbewirksame Sujets. Der Einsatz feinster autotypischer Raster (AM) oder frequenz- bzw. crossmodulierter Raster (FM, XM, unanfällig für störende Moirés) ist beinahe ein Muss. Sofern als Wasserlos-Formulierung verfügbar, sollten als Krönung Druckfarben verwendet werden, die den Euroskala- oder ISO-Farbraum erweitern. Bei einigen Herstellern sind zumindest
Pantone-Hexachrome-Druckfarben für Wasserlosdruck erhältlich, im konventionellen Nassoffsetdruck ist die Farbenauswahl selbstverständlich grösser.
Wem also die «HiFi-Color» genannte Farbraumerweiterung wichtiger ist als die Wasserlosqualität, sollte sich für FM-Raster plus
Sonderskala entscheiden. Dazu braucht es nicht unbedingt eine Sechsfarben-Offsetmaschine, wie der untenstehende Kasten «Hifi-Color-Skalen» zeigt.
Nicht nur PapierIm Display- und Verpackungsdruck, aber auch im Werbemitteldruck lassen sich auf Bogenoffsetmaschinen noch andere Materialien als nur holzfreie oder gestrichene Papier- und Kartonsorten bedrucken. Etwa Transparentpapier – das klingt wenig spektakulär, spricht aber wegen des Durchscheineffekts des darunter liegenden Sujets den Betrachter besonders an. Indem erklärende oder ergänzende Schriften und Grafiken aufgedruckt werden, bildet Trans-
parentpapier mit dem Darunter eine attraktive Einheit.
Auf dem Wellpappendirektdruck hat der Flexodruck längst kein Monopol mehr. Zumindest die Feinstwellensorten – E- (Standard), F-, G-, N- und die extrem feine O-Welle – sind auf vielen Mittel- und Gross-
formatmaschinen im Bogenoffset heute bedruckbar. In Kombination mit coolen Stanzungen und Prägungen, die ein Druckbild gänzlich ersetzen können, sind raffinierte Designs in grosser Vielfalt möglich. Übrigens: Was Well- kartonverarbeitung und Stanz-/Prägemaschinenherstellung betrifft, ist die Schweiz international führend.
Plastikdruck ist eine Domäne
des Drucks mit UV-Farben. Neben
dem «üblichen» Folien- und Kar-
tendruck haben sich technisch so anspruchsvolle Verfahren wie der
Lentikularbilddruck etabliert. Da-
runter zu verstehen ist der exakte Druck von streifenweise aufgesplitteten Bildern auf die Rückseite einer Lentikularfolie, deren Streifenlinsen unter verändertem Betrachtungswinkel die verschiedenen Teilbilder zusammensetzen. Möglich sind 3D-Ansichten und wechselnde Sujets, die aus zwei- oder mehrteiligen Bildfolgen bestehen.
Inline-Veredelung mit LackDie Inline-Lackierung ist kostengünstiger als das Offline-Lackieren oder Folienkaschieren bei spezialisierten Dienstleistern. Allerdings ist «offline» die bessere Wahl, wenn strukturierte Folien (z.B. für Hard-
cover oder in der Aussenwerbung), extremer Glanz oder die Kombination mit nicht alltäglichen Veredelungsschritten gefragt sind. Wie dem auch sei, kaum eine Bogenoffset-
maschine vom Halbformat an aufwärts wird heute ohne Lackturm ausgeliefert. Neben dem Vorteil der schnelleren Weiterverarbeitbarkeit der inline-lackierten Bogen (Termindruck!) können die Druckdienstleister damit ein Feature anbieten, das heute immer mehr Kunden von vornherein aus ästhetischen Gründen verlangen.
Die gängigsten Maschinenkon-
figurationen sehen ein oder zwei Lacktürme nach dem letzten
Druckwerk vor – in der Regel in Verbindung mit einer so genannten Auslageverlängerung, in der die
Aggregate für die Endtrocknung
untergebracht sind. Bei zwei Lacktürmen spricht man von einer «Doppellack-Maschine». Es gibt sogar Maschinen, die zusätzlich vor der Bogenwendeeinrichtung (also beidseitig) lackieren oder noch vor dem ersten Druckwerk einen Lackturm zum Aufbringen einer Deckweiss- oder Effektgrundierung (z. B. MetalFX-Lack) besitzen. Auf Grund der Weiterentwicklung der Lacke in punkto Feststoffgehalt, maximale Schichtdicke, Fliessverhalten und Effektpigmentierung wird heute
mit Flexo-Lackierwerken gearbeitet,
bestehend aus Rasterwalze, Kammerrakel, Lackierform- und Druckzylinder.
Schon mit einem Lackturm lässt sich viel «anstellen». Dispersionslack, also wasserbasierter Lack, ist der dominierende Lacktyp. Die Palette reicht von Schutzlack (Kratz- und Scheuerschutz im Gebrauch) über Matt- und Hochglanzlack bis hin zu Effektlacken, in welche Metall- oder Perlglanzpigmente (z. B. Iriodin) eingearbeitet sind. Stärkere Verbreitung findet die so genannte Hybridveredelung von Druckfarben. Was die aus Wirtschaftlichkeits-
überlegungen entstandene Technologie für Kreative so interessant macht, ist die Möglichkeit, mit dem letzten Druckwerk matten oder Strukturen bildenden Öldrucklack (pigmentlose Druckfarbe) in einer Spotlackierung aufzubringen und vollflächig UV-Glanzlack darüber zu drucken. An den Stellen mit Öldrucklack kann der UV-Lack nicht haften, sodass fantastische Glanzkontrasteffekte entstehen.
Weil sich konventionelle Druckfarben nicht mit hochglänzendem UV-Lack direkt überdrucken lassen, sondern erst eine Versiegelung mit schnell trocknendem Dispersionslack (Primer) erforderlich ist, wurden Doppellack-Maschinen entwi-
ckelt. Die beiden Lacktürme finden aber inzwischen auch anderweitige Verwendung. So drucken manche Betriebe alternativ zweifach Dispersionslack zur einfachen Glanzsteigerung oder setzen bei einem der beiden Lacke Effektpigmentierung ein.
Dieter Kleeberg

Ente Gut

Hans Beer ist vom Kunden zum Partner geworden. Damit verdoppelt er das feste Personal der Walker Werbeagentur in Zürich auf einen Schlag.

Hans Beer ist vom Kunden zum Partner geworden. Damitverdoppelt er das feste Personal der Walker Werbeagentur
in Zürich auf einen Schlag.
«Ob das wohl gut kommt?», dachte Hans Beer. Sein damaliger Arbeitgeber Düring in Dällikon, wo er eben als Marketingleiter eingestiegen war, wollte die frisch gegründete Agentur eines jungen Werbers aus dem Dorf engagieren, um die Produkte WC-Ente, Powerflame und Durgol besser verkaufen zu können. Pius Walker hiess der unbekannte Mann, der dem Juniorchef Heinz Düring allerdings bekannt war, weil der Sohn des lokalen Posthalters als Schüler gelegentlich bei Düring jobbte. Walker füllte in den Ferien an der Maschine WC-Enten ab.Knapp 20 Jahre später sind es nun die WC-Enten, die inzwischen ein Tablar auf dem Ikea-Gestell der Walker Werbeagentur mit Kreativ-preisen auffüllen. Die Agentur von Pius Walker wurde für ihre Kampagnen für Produkte der Düring beim New York Festival, bei der Klappe in Deutschland sowie beim ADC Deutschland und Schweiz mehrfach ausgezeichnet und hat die Schweiz in Cannes gerade mit einem Platz auf der Film-Shortlist vertreten.
Es ist gut gekommen: «Die kleine Agentur hat mit ihrer grossen
internationalen Erfahrung eine Marktlücke gefunden», kann Hans Beer heute freudig feststellen. Nach zwei Jahren Zusammenarbeit hat der Marketingleiter deshalb die Fronten gewechselt und kämpft seit ein paar Tagen an der Seite von Pius Walker für die Kunden und Zukunft der «kleinsten Werbeagentur der Welt».
Sie hätten sich sofort ergänzt und verstanden, schaut Beer auf seine fast dreijährige Kundenbeziehung mit Walker zurück. Der Marketingspezialist verkauft nun statt Konsumprodukte deren Werbung. Die Qualität ist jedoch auch hier entscheidend für den Erfolg. Mit den Ideen von Walker verkaufe er ein Produkt, von dem er als Kunde in eigener Erfahrung erlebt hat, was es im Markt bewegt. «Werbung aus unserer Agentur passt zum Ansehen der guten Schweizer Marken», sagt Beer überzeugt.
Selbstständig zu werden, war ein alter Traum von ihm. Den Frontenwechsel zu einer Grossagentur hätte ihn aber weniger gelockt. «Jetzt hat man mir den Teppich im schönen Walker-Rot ausgerollt mit der Chance für eine Partnerschaft. Da konnte ich nicht nein sagen.»
New Business und seine Erfahrungen als Kunde einbringen, sieht Beer als seine Hauptaufgaben. «Wir sind zwei Partner mit total unterschiedlicher Vergangenheit – der Kreative mit internationalem Werdegang und der Verkaufs- und Marketingleiter mit über zehn Jahren Schweizer Konsumgütererfahrung. Bei uns endet ein Kundengespräch nicht bei der Werbung. Wir beziehen Preispositionierung, Produktformen und Potenziale beim Handel mit ein», meint Beer, der mit Walkers Werbung einst den Detailhandel von Coop bis Pickpay überzeugte.
Beer studierte in St. Gallen Wirtschaft mit Schwerpunkt Finanzen. Seine Passion für das Rechnungswesen hielt sich aber in Grenzen. So ist er 1995 bei Lindt & Sprüngli ins Marketing eingestiegen. Fast vier Jahre betreute er die Lindt-Marken im Bereich der Tafelschokolade und war verantwortlich für die Touristik-Schoggi-Produkte, vom Landschaftsbildchen auf der Verpackung bis zu «gefüllten Kühen». Dann wechselte er in den Verkauf und leitete nach zwei Jahren im Key Account Management den nationalen Lindt-Aussendienst. In diesen Verkaufsfunktionen hat er einen umfassenden Einblick in den Schweizer Detailhandel gewonnen. «Es gibt praktisch keinen Kunden, den ich nicht persönlich besucht habe.»
Beer arbeitete mit Begeisterung an der heute sehr guten Positionierung von Lindt & Sprüngli. Nach dieser «lehrreichen und sehr harten Zeit des Konsumgütermarketing» wechselte er 2002 zu Düring. In Dällikon reizte ihn «eine gewisse Exotik». Die Firma war innerhalb der Near-Food-Produkte «ganz klein und trotzdem ein Teil der Grossen». Zu den Aufgaben des Marketingleiters im Familienunternehmen der dritten Generation gehörte der weitere Aufbau der Weltmarke WC-Ente, die im deutschsprachigen Raum nach wie vor direkt von Düring vertrieben wird. Neu war das Lancieren der Anzündhilfen Powerflame für Fondue, Grill und Cheminée. Mit Durgol Swiss Espresso, einem Entkalker für Espressomaschinen, hat Beer so etwas wie einen Modellfall für den Aufbau einer neuen Marke geliefert. Für dieses «Produkt mit viel Potenzial» hat er auch einen zukunftsträchtigen Schritt nach Amerika eingeleitet.
Hans Beer entspannt sich am liebsten beim Familienleben. Wenn das Töchterchen nächste Woche aber in den Kindergarten kommt, muss alles gut organisiert sein, denn seine Frau hat ebenfalls einen «150-Prozent-Job» als Einkaufsleiterin beim Globus. «Über meine Freizeitgestaltung muss ich mir zurzeit keine grossen Gedanken machen. Aber für kleine Abstecher in meine Engadiner Heimat wird es auch in Zukunft reichen», schmunzelt der Bündner.
Angesichts des «Teppichs im schönen Walker-Rot» ging Hans Beer die Partnerschaft mit Walker nur zu gern ein.

Andreas Panzeri

Crossmedia-Lösung für AZ Medien

Rubriken Die AZ Medien Gruppe stellt ihren Kunden im Stellen-, Immobilien- und Fahrzeugbereich ein neues System für die Produktion, ...

Rubriken Die AZ Medien Gruppe stellt ihren Kunden im Stellen-, Immobilien- und Fahrzeugbereich ein neues System für die Produktion, …Rubriken Die AZ Medien Gruppe stellt ihren Kunden im Stellen-, Immobilien- und Fahrzeugbereich ein neues System für die Produktion, Disposition und Distribution von Anzeigen in Print und Online zur Verfügung. Dazu hat sie mit der Unio AG einen Nutzungs- und Dienstleistungsvertrag für die Softwarelösung UnioPalma abgeschlossen. Den Anfang macht der Immobilienmarkt.

Schriften einbetten

Publishing Die bewährte Schrift-Einbettungs-Extension FontIncluder2/XT von callas software gibt es jetzt neu auch für QuarkXPress 6.x in Verbindung mit Mac OS X als Betriebssystem.

Publishing Die bewährte Schrift-Einbettungs-Extension FontIncluder2/XT von callas software gibt es jetzt neu auch für QuarkXPress 6.x in Verbindung mit Mac OS X als Betriebssystem.Die Programm-erweiterung bettet alle in einem XPress-Dokument verwendeten Schriften bei der EPS-Erzeugung aus Quark automatisch ein, parallel zur Verwendung als Extension lässt sich das Programm auch als Stand-Alone-Applikation installieren: PostScript-, EPS- oder DCS-Dateien werden auf ein Droplet gezogen und verwendete Fonts sofort eingebunden. Eine Windows-Version der FontIncluder2/XT für XPress 6.x soll ab Ende August zur Verfügung stehen.

Swisscom vermarktet TV-Fernbedienung

TV Nach dem Test von Microsofts Internet-TV-Lösung betätigt sich Swisscom Fixnet erneut als Pionierin der neuen Fernsehwelt.

TV Nach dem Test von
Microsofts Internet-TV-Lösung betätigt sich Swisscom Fixnet erneut als
Pionierin der neuen Fernsehwelt. Als erstes Unternehmen übernimmt sie
eine Lizenz für die interaktive Fernbedienung Betty. Swisscom
vermarktet das aus München stammende Gerät ab 2006 als eigenständige
Marke in der Deutschschweiz. Betty zeigt auf einem Display Zusatzinfos
zum Programm an und dient mit einer drahtlosen Verbindung zum
Telefonanschluss als Rückkanal, mit dem die Zuschauer auf Angebote von
Sendern oder Werbetreibenden reagieren können.

FAZ muss auf Buchreihe verzichten

Verlage Das Oberlandesgericht Frankfurt vermasselt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ein vermutlich lukratives Nebengeschäft:

Verlage Das Oberlandesgericht Frankfurt vermasselt der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ein vermutlich lukratives Nebengeschäft:Es hat dem Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger untersagt, für die FAZ die Buchreihe «Frankfurter Allgemeinen Bücherei» herauszugeben. Die Richter stimmten dem Eichborn Verlag zu, dass Enzensberger seinen bisherigen Vertrag bis Ende 2007 erfüllen muss. Bei Eichborn führte der Autor die erfolgreiche Reihe «Die Andere Bibliothek». Im Dezember hatte er fristlos gekündigt, um die «Frankfurter Allgemeinen Bücherei» in Angriff zu nehmen. Die FAZ verzichtet nun auf das Projekt.

Fritz und Fränzi am Kiosk

Zeitschriften Die seit 2001 von der Stiftung Elternsein herausgegebene Zeitschrift Fritz und Fränzi geht an den Kiosk.

Zeitschriften Die
seit 2001 von der Stiftung Elternsein herausgegebene Zeitschrift Fritz
und Fränzi geht an den Kiosk. Kommunikativ begleitet wird dieser
Schritt mit einer Kampagne der Agentur Jung von Matt/Limmat. Für
Chefredaktorin Sabine Danuser sowie den Stiftungsrat um Ellen Ringier
hat sich der neue Vertriebsweg aufgedrängt, weil man so auch eine
Leserschaft ansprechen will, die über die bisherigen Kanäle noch nicht
mit Fritz und Fränzi in Kontakt gekommen ist. Ein wichtiger Verteiler
sind viele Schulhäuser, wo Fritz und Fränzi gratis aufliegt. «Dort
werden aber viele potenzielle Interessenten nie erreicht», weiss
Dominic von Matt. (pan)

Stabile Plakate

Konzernzahlen Ein Verkauf bringt Affichage einen Gewinnsprung.

Konzernzahlen Ein Verkauf bringt Affichage einen Gewinnsprung.Der Verkaufserlös der Affichage Holding
ist im ersten Halbjahr um ein Prozent gesunken. Nach einem anspechenden
Jahresbeginn verzeichnete der Aussenwerber eine Abschwächung im zweiten
Quartal.
In der Schweiz blieb der Erlös praktisch unverändert auf 134,2
Millionen Franken. Alle Geschäftsbereiche haben ihre Positionen
gehalten, die elektronische Werbung legte sogar zu.  
In Zentraleuropa (Europlakat) sank der Erlös dagegen um 9,6 Prozent auf
13,7 Millionen Franken. Im Vordergrund der Ausland-Aktivitäten steht
zurzeit Bulgarien, in dessen Hauptstadt Sofia die Konzession für
Plakatierungsrechte ausgeschrieben wird. Dagegen hat Affichage
Werbeträger und Vertragsrechte in Stuttgart an JCDecaux abgetreten.
Die Einkünfte aus diesem Verkauf sorgten für ein Wachstum des
Konzernergebnisses um 38 Prozent auf 12,4 Millionen Franken trotz
sinkendem Betriebsergebnis. Dessen Rückgang um 4,4 Prozent begründet
Affichage mit höheren Ausgaben für Konzessionen und Kommissionen sowie
steigenden Produktionskos-ten durch vermehrte All-inclusive-
Angebote.

Rona Grünenfelder

Josefa Haas leitet Medieninstitut

Die Ex-SRG-Sprecherin ersetzt Karl Lüönd beim Ausbildungszentrum der Schweizer Presse.


Josefa Haas ist vom Verband Schweizer
Presse zur Leiterin seines Medieninstituts gewählt worden. Am 1. Januar
2006 übernimmt sie von Karl Lüönd die Verantwortung für das
Unternehmen, das auf berufliche Aus- und Weiterbildung für die
Medienwirtschaft spezialisiert ist. Haas leitete von 1998 bis 2005 die
Unternehmenskommunikation der SRG. Zuvor war sie zehn Jahre als
Journalistin mit den Schwerpunkten Medien und Politik beim Tages
Anzeiger und bei der Wirtschaftszeitung Cash tätig.

EtatNews

Angelink, Ammarkt

Budgetgewinne für Angelink yourposition Die Zürcher Agentur Angelink yourposition
(Suchmaschinenmarketing) hat weitere Budgets gewonnen. Der
Elektronikhändler Distrelec, der Holzbauspezialist Renggli, der
Klimatechniker Krüger und der Messgerätebauer Metrohm lassen ihre
Suchmaschinenpräsenz neu von Angelink yourposition aufbauen und
betreuen. Zudem hat die Metrology Division von Leica Geosystems ihre
Zusammenarbeit mit der Agentur verlängert.
Ammarkt schmückt sich mit Christ Die St. Galler Werbe- und Marketingagentur
Ammarkt übernimmt die gesamte Kommunikation für Christ Uhren und
Schmuck. Im Pitch um die Herbstkampagne 2005 setzte sie sich gegen vier
Konkurrenten durch. Der Neuauftritt der Fachhandelskette, die ihr
30-Jahr-Jubiläum feiert, werde in wenigen Wochen lanciert und auch über
die Weihnachtszeit und das Jahr 2006 fortgesetzt, schreibt Ammarkt in
einer Mitteilung. Geplant sind Plakate, Broschüren,
Stammkunden-Mailings, POS-Umsetzungen, Events und weitere Massnahmen.

Verpackende Geschichten

DM Was bewegt das Direct Marketing? Die aktuelle Antwort aus Cannes: Storytelling mit Paket-Mailings kommt beim Publikum gut an.

DM Was bewegt das Direct Marketing? Die aktuelle Antwort aus Cannes: Storytelling mit Paket-Mailings kommt beim Publikum gut an.Cannes hat auch dieses Jahr für viel Gesprächsstoff und Spannung gesorgt. Schon nach einem ersten Umblick war ein Trend auszumachen: Immer mehr bewegen sich die Disziplinen in ein und dieselbe Richtung. Um heute den Konsumenten aus seiner Gedankenwelt zu reissen und ihn an ein Thema heranzuführen, muss ihm eine Geschichte erzählt werden, die ihn aufmuntert oder aufhorchen lässt. Nur wer es schafft, die Konsumenten auf seine Botschaft umzulenken, erreicht etwas. Die Rede ist nicht nur von höherer Aufmerksamkeit und Einstellungsverbesserung, sondern auch von der Handlungsänderung, die das Ziel aller Direct-Marketing-Massnahmen ist.Paket-Mailings, in denen es Platz für eine Geschichte hat, waren auch bei den Cannes Lions 2005 ein Trend.
Auch DM verlangt neue ReizeSchon lange vorbei sind die Zeiten, in denen ein «Neu»- oder «Gratis»- Anreiz genug war, um den Konsumenten für die Botschaft zu gewinnen. Im Umfeld der unzähligen Informationen, die jeder täglich aufnehmen muss, genügen solche Schlüsselwörter nicht mehr. Auch die Marke und das Markenversprechen allein sind nicht mehr Garant dafür, dass etwas gelesen wird. Somit stellt sich dem Direct Marketing heute die genau gleiche Herausforderung wie der klassischen Werbung: Wie erhalte ich die Aufmerksamkeit des Kunden und gewinne ihn, sich weiter mit dem Angebot zu beschäftigen?
In Cannes am Werbefestival waren es vor allem die Paket-Mailings, die auf besonders kreative Weise hervorstachen. Manchen gelang es, Spannung zu erzeugen und gleichzeitig die relevante Botschaft auf clevere Weise zu übermitteln. Folgendes Beispiel einer Werbemassnahme für Dauerparkplätze bringt es auf den Punkt: Beim Öffnen der Schachtel taucht ein Spielzeugauto auf, das ordnungsgemäss auf dem Parkplatz steht. Film im Kopf: Was soll der volle Parkplatz? Nun soll der Empfänger die Box nochmals öffnen. Und siehe da: Beim zweiten Öffnen derselben Box ist das Auto verschwunden und zeigt einen freien Parkplatz.
Oper in der SchachtelEine andere auffallende Paketsendung war jene der Oper Frankfurt. Ihr Metier ist das Darstellen menschlicher Geschichten mit Liebe, Eifersucht, Habgier und Hass. Im Paket, das für die Oper wirbt, finden sich die Elemente wieder, die genau diese Assoziationen verstärken: eine Gewehrkugel, eine Boa-Feder und Goldglitter. Die Botschaft: Wenn die grossen Gefühle weiterhin in der Oper Bedeutung haben sollen, braucht es Sponsoren.
Und wer hat sich nicht schon den Kopf über einen bevorstehenden Autokauf zerbrochen? Audi verschickte kurzerhand Kissen mit dem Vorschlag, einfach nochmals darüber zu schlafen. Ein solches Mailing schafft Sympathie und führt vielleicht sogar zu süssen Träumen – natürlich vom Audi A4, wenn es nach den Machern geht.
Geschenke und andere Gadgets können oft am besten dazu dienen, einen Film im Kopf des Empfängers abspielen zu lassen und Assoziationen zu wecken, die eine Botschaft auf sympathische oder humorvolle Art und Weise zu übermitteln helfen. Mit dem viel zitierten Wandel der Werbung – weg von den klassischen Kommunikationsmitteln hin zu crossmedialen Dialogkonzepten – dürften Päckli-Mailings vermehrt ihre neue Funktion im Mix der Werbemittel erhalten.
Die Post hilft den TüröffnernAuch die Post hat auf das wachsende Marktbedürfnis reagiert und ein neues Angebot entwickelt, das den Versand von Paketen für Werbezwecke preislich wieder interessanter macht. Ab einem Gewicht von 100 Gramm und einer Menge von 500 Einheiten können Pakete gleichen Gewichts und gleichen Inhalts als PostPac Promo aufgegeben werden. Dadurch ist es jetzt wieder möglich, zu vernünftigen Kosten, das Paket-Mailing in der Funktion des Door-Opener im Gedächtnis der Konsumenten einzusetzen.
Und noch etwas hat sich in Cannes gezeigt: Auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Spanien, wird das Paket dazu genutzt, um an der Sekretärin vorbei zu kommen. Denn schliesslich ist sie es, die die Post sortiert und somit mitbestimmt, was bis zu den Entscheidungsträgern vordringen darf – und was nicht. Ein an den Chef adressiertes Paket-Mailing, wie das für den Audi A4, hat klar die besseren Chancen, die harten Selektionshürden im Sekretariat zu überwinden. Ralf Doller
Ralf Doller von Alex Schmid Direct, Zollikon, war Jurymitglied an den
Cannes Lions 2005.
Botschaften in der Box: Audi weckt mit einer Kissenbotschaft Träume vom A4 (oben), eine Oper lässt symbolisch grosse Gefühle abfüllen und buhlt so um potenzielle Sponsoren (links).
Dauerparkplatz gefällig? Eine Zauberkiste macht klar, wie einfach man sein Auto zum Verschwinden bringen kann.
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