Autor: admin
Best of CP
Corporate Publishing Der Branchenverband Forum Corporate Publishing hat kürzlich zum dritten Mal die besten deutschsprachigen Unternehmenspublikationen ausgezeichnet.
Rancate TI produziert. Beste B2C-Publikation in der Kategorie «Energie» ist das Kundenmagazin Energy Forum, das die Zürcher Agentur Infel für BKW-FMB Energie und Youtility realisiert. Ins-
gesamt wurden unter 537 eingereichten Arbeiten 25 Preise verliehen.
Papier erleben
Fachmesse An der noch bis heute, 25. August, stattfindenden Fachmesse X’05, will Sihl + Eika weitere Akzente im Bereich Kreativpapiere setzen.
gestellt werden am Stand 143 in Halle 5 Kreativpapiere sowie ein neues Feinpapiersortiment von Römerturm. Als Highlight und quasi als Beweis, dass sich auch Kreativpapiere im Digitaldruck bedrucken lassen, bedruckt vor Ort das Digitaldrucksystem CPS900 von Océ Kreativpapiere.
Sind Weblogs für PR nützlich?
PR News Aktuell und die Hamburger PR-Agentur Mummert Communications wollten in einer Umfrage wissen, welche Rolle Weblogs in der PR-Arbeit spielen.
Presseservice News Aktuell und die Hamburger PR-Agentur Mummert
Communications wollten in einer Umfrage wissen, welche Rolle Weblogs in
der PR-Arbeit spielen. Die Relevanz der Internettagebücher konnte aber
nicht eindeutig geklärt werden: Je rund ein Viertel der befragten 611
Agenturleute und 1141 Mitarbeiter von Pressestellen waren der Ansicht,
dass Weblogs ein wichtiges Thema sind, mit dem sich die Agentur oder
das Unternehmen noch auseinander setzen muss. Ebenfalls ein Viertel
hält Weblogs dagegen nur für eine Modeerscheinung. Jede vierte Agentur,
aber nur 13 Prozent der Pressestellen beschäftigen sich bereits mit dem
Thema. Nur ein Prozent der Medienstellen und nur 0,5 Prozent der
Agenturen führen ein eigenes Weblog. Schlicht und ergreifend keine
Ahnung, was sich hinter dem Modewort versteckt, hatte jeder fünfte
Befragte.
Werber unter Wasser
Agenturen Hüfthohes Aare-Wasser umspülte am Montag die Schreibtische der Berner Werbeagentur Contexta. Computer und wichtige Unterlagen konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.
Ringier richtet sich crossmedial aus
Werbeverkauf Ringier macht Ernst mit Crossmedia: Erstes Projekt ist der Medienverbund «Gesundheit Sprechstunde».
Crossmedia-Angebot mit Print, TV, Internet und Events aus, indem der
Medienkonzern bestehende Gefässe neu bündelt. Das Ziel ist immer
dasselbe: Dem Kunden soll der Zugang zum Angebot möglichst einfach
gestaltet werden. Am konsequentesten hat Ringier dies bei der Sendung
«Gesundheit Sprechstunde» (GES) angepackt. Nach den Diskussionen um die
Sponsoring-Akquisitionen von TV-Arzt Samuel Stutz im Mai 2004 und
nachdem das Bundesamt für Kommunikation ein Aufsichtsverfahren
eingeleitet hat (siehe Kasten), legte man TV-, Print- und
Online-Redaktionen zusammen und holte sie mit dem Verlag unter das Dach
von Ringier-TV. Zuständig für den kommerziellen Bereich ist seither
Martin Tamas, der acht Monate nach dem GES-Umbau von «positiven
Erfahrungen für alle beteiligten Medien» spricht. «Crossmedia aus einer
Hand kommt bei den Kunden extrem gut an», sagt er.
TV als Leuchtturmmedium
Das GES-Konzept: Die TV-Sendung fungiert als «Leuchtturmmedium» ohne
werbliche Auftritte. Kommerzielle Angebote und Aktionen gibt es nur im
Heft oder im Internet sowie vermehrt an Publikumsanlässen wie
Gesundheitswochen oder Kreuzfahrten auf dem «Gesundheitsschiff». «Das
ist ein Schritt näher zu den Leserinnen und Zuschauern. Gleichzeitig
verschaffen wir unsern Kunden neue Auftrittsmöglichkeiten», sagt Fibo
Deutsch, Leiter des TV-Bereichs bei Ringier.
Der Umbau hat sich im klassischen Anzeigengeschäft jedoch noch nicht
ausgezahlt: Das geliftete GES-Heft hat im 2005 leicht an Volumen
verloren. Tamas begründet dies mit einer Verlagerung hin zu
Sonderwerbeformen: «Das Kundeninteresse an Booklets, Postern und
individuellen Auftritten hat stark zugenommen», sagt er. Der
Gesamtumsatz der GES-Plattform liege aber auf Vorjahresniveau.
Angesichts des letztjährigen Wirbels wertet dies Fibo Deutsch bereits
als Erfolg: Selbst die TV-Sponsoren seien treu geblieben, sagt er.
Mit Stagnation rechnet Tamas bei Auflage (2004: 84074) und Leserzahlen
(608000). Bei den Abos ist gar ein leichter Rückgang festzustellen.
Hingegen hat sich der Kioskverkauf im 2005 praktisch verdoppelt:
Derzeit werden konstant über 3500 Hefte abgesetzt, das Sonderheft zum
Thema Rheuma verkaufte sich sogar mehr als 7000-mal. Kein Wunder, wird
man nächstes Jahr voraussichtlich sieben Sonderhefte herausgeben. Auch
versucht Tamas, die rund 14000 Deutschschweizer Arztpraxen als
Abonnenten zu gewinnen.
Die Erfahrungen bei GES haben das Verlagshaus veranlasst, auch das
14-tägliche «konsum.TV» nach dem gleichen Strickmuster in eine
attraktivere Form zu bringen. So wird sich am 4. September, in der
ersten Ausgabe von «konsum.TV» nach der Sommerpause, ein Konzeptwechsel
bemerkbar machen. Neu führt ein Moderatorenpaar – Eva Camenzind und
Marc Caprez – durch die Livesendung. Die Zuschauerbeteiligung im Studio
und per Telefon wird ausgebaut, neue Rubriken sind vorgesehen.
«Parallel dazu wollen wir eine Schiene mit Veranstaltungen und
Seminaren aufbauen und wie bei GES noch stärker auf die anderen Medien
setzen», sagt Andreas Waldis, Marketingleiter von Ringier-TV.
Insbesondere bei Print und Internet sieht er Potenzial.
Plattformartige Ansätze weist auch die Sendung «al dente» auf: Die bei
Ringier-TV angesiedelte Redaktion ist zuständig für die TV-Rezepte, sie
besorgt aber auch jene in der Betty-Bossi-Zeitung, in der «al
dente»-Beilage zur Schweizer Illustrierten und im Internet. Derzeit
testet sie gar den Rezeptversand via SMS und MMS. Auch das Werbe- und
Sponsoringangebot kommt aus einer Hand. Ähnlich, allerdings in
kleinerem Rahmen, kombiniert man «people» auf Sat 1 Schweiz mit
Printpartner SonntagsBlick und diversen Aktionen.
Stehen noch weitere Umbauten bevor? «Wir versuchen es mit allen
Sendungen, doch nicht alle sind dafür geeignet», sagt Waldis und nennt
die Voraussetzungen: Zum
einen brauche es bei Publikum und Themen eine gewisse Breite.
Erscheinungs- und Ausstrahlungsrhythmus müssten zusammenpassen und
Redaktion und Verkauf jeweils integral unter eine Leitung
gestellt werden können. «Nur so erhält eine Plattform genügend
Schlagkraft», ist Waldis überzeugt.
Markus Knöpfli
EtatNewsActiveMobile setzt auf Matter & Partner
ActiveMobile, WWF, Odlo etc.
Die Goldbach-Media-Tochter ActiveMobile hat sich zur Zusammenarbeit mit
Matter & Partner entschlossen. Die Werbeagentur erhielt das Mandat,
nachdem sie bereits einige Projektaufgaben für das junge
Mobile-Marketing-Unternehmen gelöst hatte. Mitentscheidend für die
Agenturwahl war laut Matter & Partner auch die Präsentation für
eine Kampagne, mit welcher Active-Mobile im nächsten Jahr ein neues
Produkt lancieren will.
WWF beauftragt Saatchi & Saatchi Simko
Der WWF will Kinder für die Umwelt sensibilisieren und hat dazu Saatchi
& Saatchi Simko mit einer Kampagne beauftragt. Die Genfer Agentur
setzte sich im Pitch gegen zwei Konkurrenten durch. Die Kampagne soll
Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren als Mitglieder für den Panda Club
des WWF gewinnen. Zum Einsatz kommen zunächst Anzeigen und ein
Wettbewerb. In einem zweiten Schritt soll die Kampagne
zusammen mit verschiedenen Partnern weitergeführt werden.
Publicis wirbt international für Odlo
Die Zürcher Werbeagentur Publicis erarbeitet eine Kampagne für den
Zuger Sportwäschehersteller Odlo International. Neben einem TV-Spot und
diversen Plakatsujets gehören zu dem Mandat auch Anzeigen für
Deutschland und Frankreich. Die ersten Arbeiten werden diesen Herbst zu
sehen sein. Publicis sicherte sich den Neukunden in einer
Konkurrenzpräsentation.
Goal positioniert Reha-Kliniken neu
Die Dübendorfer Werbe- und PR-Agentur Goal übernimmt die
Gesamtkommunikation für die Vereinigung der Rehabilitationskliniken der
Schweiz (VRKS). Sie setzte sich in einer Konkurrenzpräsentation gegen
drei Mitbewerber durch. Der Auftrag umfasst die Strategieentwicklung
und die Neupositionierung der VRKS. Dazu gehören ein neues Logo und
Erscheinungsbild, eine Image- und Sensibilisierungskampagne im Online-
und Offlinebereich sowie Medientraining, PR und Lobbying.
McCann Erickson gestaltet «MotorMeile»-CD
McCann Erickson hat den Pitch um die Entwicklung des
Corporate-Design-Konzepts für die geplante «MotorMeile» in Zürich für
sich entschieden. Die Grossüberbauung in Schlieren ist ein Projekt der
Halter Immobilien AG und soll eine Automobilsalon-ähnliche Plattform
für Automobile und Motorräder sowie entsprechende Dienstleister werden.
Imagefütterung für eine Branche mit Hang zum Üppigen
Food Die US-Nahrungsmittel- konzerne geraten wegen ihres Marketings für Kids ins Visier von Verbänden und Politik. Jetzt geben sie Gegensteuer.
setzen sich Grenzen beim Kindermarketing. Sie reagieren damit auf den
Druck von Verbänden und Politik.
Wenn es um das Marketing für Kinder geht,
malt Irma Zandl, Präsidentin der Jugend-Marktforschungsfirma Zandl
Group in New York, ein ausgesprochen grimmiges Zukunftsszenario: «Big
Food wird das nächste Big Tobacco werden», sagt sie, auf die
finanzielle Pleite und den Imageschaden anspielend, den die
US-Tabakkonzerne nach einer Reihe von Sammelklagen in den 1990er-Jahren
hinnehmen mussten. «Nahrungs- und Getränkefirmen werden in Zukunft bald
nur noch wirklich gesunde und frische Lebensmittel für Kinder
vermarkten. Unternehmen, die weiterhin Junkfood als gesund
porträtieren, werden von den Medien verteufelt werden.» Infolgedessen
würden grosse Konzerne wie Kraft Foods kleinere Firmen, die organische
Produkte herstellen, aufkaufen und unter ihrer Dachmarke vermarkten.
Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über die Verantwortung der
US-Nahrungsmittelhersteller an der zunehmenden Verfettung
amerikanischer Kinder verwundert Zandls Einschätzung nicht. Kinder in
den USA sehen rund 40000 TV-Spots im Jahr. Für sie gibt die Werbung
treibende Industrie, laut dem Center for Science and the Public
Interest in Washington, acht Milliarden Dollar im gleichen Zeitraum
aus. Nach einer Studie des Kindersenders Nickelodeon kann ein
durchschnittlicher 10-Jähriger zwischen 300 und 400 Marken
identifizieren. Mehr als 70 Prozent der Werbespots im Fernsehen, die
sich an Kinder richten, sind für Lebensmittel wie knuspriges
Trockenmüsli, Süsswaren und Fastfood.
Selbstregulierende Massnahmen
Die Industrie ist sich des Marketing-regens, der konstant auf die
Kinder niederprasselt, durchaus bewusst. Gemäss einer Umfrage des
Marktforschungsinstituts Harris Interactive geben 58 Prozent der
befragten Marketingprofis selbst an, Kinder würden zu sehr mit Werbung
bombardiert. Auch die Gesetzgeber haben sich der Sache inzwischen
angenommen: Der demokratische Senator Tom Harkin lobbyiert für ein
Gesetz, das es der Regierungsbehörde Federal Trade Commission (FTC)
erlauben würde, Werbung für Kinder genau zu reglementieren. Auch
Hillary Clinton fordert mittels einer Initiative eine Untersuchung über
den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Übergewicht.
Um solchem legislativen Druck zuvorzukommen, legen viele Unternehmen
sich derzeit freiwillig Restriktionen auf. Als Vorreiter gilt der
Lebensmittelgigant Kraft Foods, der im Rahmen der Initiative «Sensible
Solutions» einen kalorienarmen Getränkemix der Marke Kool Aid,
fettarmes Müsli und Minipäckchen der Ahoy- und Orio’s-Kekse
herausbringt und ab 2006 weltweit darauf verzichten will, Kinder mit
Süsswarenwerbung im Fernsehen und auf dem Schulgelände zu bombardieren.
Ausserdem sollen Kraft-Lebensmittel, die in Schulen verkauft werden,
gewissen Gesundheitsstandards genügen. Es sei «beispiellos», wie weit
die Kraft-Initiative gehe, sagt Brady Darvin, Direktor bei Strottman
Marketing, der Agentur, die Fastfoodfirmen wie Taco Bell und Quizno’s
berät. Und sie zieht weitere Unternehmen mit sich.
McDonald’s etwa bietet seine Kids-Meals nun mit Äpfeln und Saft statt
mit Pommes frites und Limonade an – ein Schachzug, der das Unternehmen
auf einen Schlag zum grössten Apfeleinkäufer der USA machte.
Chips-Hersteller Frito-Lay, der zu Pepsi-Cola gehört, bietet inzwischen
Snacks an, für die statt Cholesterol-haltiger Fettsäuren gesünderes
Maisöl verwendet wurde, und reduzierte den Fettgehalt der Dorito-Chips.
Ebenfalls neu ist, dass viele Unternehmen ihre Süsswaren in kleineren
Portionen verpacken. Mars zum Beispiel will die Kingsize-Schokoriegel
von den Regalen verbannen und stattdessen kleinere Versionen von
Snickers und Twix anbieten.
Verzicht auf Kalorienbomben
Marktmächtige Müsliproduzenten wie Kellogg’s und General Mills bieten seit neuestem
ein Knusperfrühstück mit Vollkornzusatz an. Aktiv sind auch die
amerikanischen Getränkeproduzenten Coca-Cola und Pepsi-Cola geworden,
die den Kaloriengehalt einiger ihrer Produkte reduziert haben.
Selbst die Medien zeigen Interesse: Der Kindersender Nickelodeon stimmt
sich mit den Werbetreibenden ab, dass mehr gesündere Produkte beworben
werden sollen, die auch bequem im Supermarkt erhältlich sind. So prangt
nun der beliebte Kindercartoon «Sponge Bob Square Pants» nicht mehr nur
auf Müslipackungen, sondern auch auf Mineralwasserflaschen, Spinat- und
Karottenbeutel.
Allerdings kommen manche Lebensmittel, trotz aller guten Vorsätze und
Massnahmen, beim Kunden einfach nicht an. «Wir hatten auch schon
Trinkjogurt im Angebot und den McLean Burger, der zu 93 Prozent
fettärmer ist», sagte McDonald’s-Manager Michael Donahue vor kurzem auf
einem von der FTC veranstalteten Panel zum Thema. Doch: «Die wurden vom
Markt nicht angenommen», resümierte er das enttäuschende Resultat des
neuen Konzepts, das den Image- und Umsatzrückgang der Fastfoodkette
hätte auffangen sollen.
Auch ein Verpackungshinweis, den Pepsi für seine Produkte testete,
schlug fehl. Bei seinem Projekt «Rotlicht» sollte zum Beispiel auf das
Verpackungsmaterial einer Chipstüte ein Symbol gedruckt werden, das die
Verbraucher vor ungesunden Zusatzstoffen warnt. «Die Leute haben es
gehasst», sagt Vice President Brock Leach von der Pepsi Corporation.
«Sie meinten, es sei ihnen schon klar, dass Käse-Nachos kein gesundes
Essen sind. Aber sie wollten sich deswegen nicht auch noch ein
schlechtes Gewissen machen», ist Leach überzeugt.
Grüner Punkt als Wegweiser
Stattdessen führte Pepsi den «Smartspot» ein, einen grünen Punkt, der
mit Hilfe einer kurzen Erklärung ausdrücklich auf gesunde Lebensmittel
hinweist. Ein Resultat des Lernprozesses: «Die Haltung der Kunden ist
die, dass sie lieber in einem Satz davon überzeugt werden wollen, warum
es gut für sie ist, wenn sie genau dieses Produkt wählen.» Pepsi will
in Zukunft nur noch Smartspot-Produkte in Schulen verkaufen und darüber
hinaus Ernährungsinitiativen auf regionaler Ebene und mit regionalen
Partnern starten. Zudem haben sich kürzlich Softdrinkhersteller auf
einen freiwilligen Abbau des dichten Verkaufsautomatennetzes an
öffentlichen Schulen geeinigt. Damit konnten sie ein umfassendes
Verkaufsverbot durch die Regierung gerade noch verhindern.
Auch die Selbstregulierungsbehörde der Industrie, die seit 1974
bestehende Children’s Advertising Review Unit (Caru), soll nach
anhaltender Kritik, sie sei lediglich ein Papiertiger, mehr Aufgaben
bekommen. Die Caru-Richtlinien besagen etwa, dass Snacks als solche
gekennzeichnet werden müssen und nicht als Ersatz für eine Mahlzeit
beworben werden dürfen. Auch das Advergaming, also die Einflechtung von
Marken in Computerspiele, soll überwacht werden.
Gefahr von Klagen wohl gebannt
Elisabeth Lascoutx, Direktorin der Behörde, verteidigt die Effektivität
und Effizienz von Caru und betont, dass von den 222
Werbemassnahmefällen, die Caru in den vergangenen zwei Jahren
beanstandet hatte, 97 Prozent von den Produzenten entsprechend den
behördlichen Empfehlungen korrigiert wurden. «Alle grossen Firmen
bemühen sich, die Regeln einzuhalten», sagt Lascoutx. «In den
90er-Jahren gab es öfter Probleme, aber das hat sich geändert.»
Allerdings gelten die Caru-Regeln nur bei Kindern bis zwölf Jahre.
Liegestützen statt Games
Einige Unternehmen gehen sogar so weit, dass sie die Kids animieren,
mehr Sport zu treiben. Auf der Webseite Kidnetic.com, gesponsert von
Industriegiganten wie Hershey’s, McDonald’s, Kraft und anderen, sollen
spielversessene Kinder sich einmal aktiv mit Videogames befassen. Bei
dem Spiel «The Kore» etwa sollen die Teilnehmer Liegestützen machen,
«Batchacant» fordert sie zum Speedwalking heraus.
Und Nickelodeon schaltete sein Programm im letzten Herbst sogar für
einen ganzen Tag ab und forderte die Kinder stattdessen auf: «Geht raus
und spielt!»
Dass die Verbraucher in Zukunft Sammelklagen gegen die
Lebensmittelindustrie anstrengen könnten, ist allerdings
unwahrscheinlich. Nachdem zwei Teenager in New York vor einigen Jahren
versucht hatten, Schadensansprüche gegen McDonald’s wegen ihres
Übergewichts zu erheben, fingen zahlreiche Bundesstaaten an, so
genannte «Cheeseburger-Gesetze» einzuführen, die die
Nahrungsmittelhersteller vor solchen Klagen schützen sollen. In 20
Staaten sind sie bereits effektiv, weitere elf sollen demnächst folgen.
Gerti Schön
Das Goldene Ohr wird neu
Am 1. Dezember wird zum 8. Mal das Goldene Ohr verliehen. Der Radiospot-Wettbewerb findet erstmals als Dreiländer-Vergleich für Deutschland, Österreich und die Schweiz statt.
In Marketing erhält Mandat von Kingston Technology
Kingston Technology, ein Hersteller von Speicherprodukten, beauftragt In Marketing mit der Gesamtkommunikation in der Schweiz.
Speicherprodukten, beauftragt In Marketing mit der Gesamtkommunikation
in der Schweiz. Kingston entwickelt und produziert rund um den Globus
Speichermodule für Server, Workstations, PCs, Notebooks, Laserdrucker
und Digitalkameras. Mit einem Umsatz von 2.45 Milliarden US Dollar
nimmt Kingston Technology laut Isupply mit 27 % Marktanteil den ersten
Rang im Markt der unabhängigen Speicherhersteller ein. Die
Kommunikatonsagentur In Marketing ist auf Unternehmen aus der IT-,
Telco- und Hightech-Branche fokussiert.
Gewinn an der Werdstrasse
Konzernzahlen Nach dem positiven Abschluss 2004 setzt Tamedia die erfreuliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2005 fort.
von Tamedia ist wieder erfreulich ausgefallen.Nach dem positiven Jahresabschluss 2004
setzt das Zürcher Medienhaus Tamedia die erfreuliche Entwicklung im
ersten Halbjahr 2005 fort. Der Betriebsertrag stieg um 14,3 Prozent auf
321 Millionen Franken. Das Betriebsergebnis (Ebit) erhöhte sich
überproportional um 131 Prozent auf 50,9 Millionen Franken. Die vier
Konzernbereiche weisen erstmals alle ein positives Ebit aus. Das
Konzernergebnis stieg von 17,9 Millionen auf 41,8 Millionen
Franken.
Der Betriebsertrag der Zeitungen stieg um 28,4 Prozent auf 221,8
Millionen Franken. Die Kosten für die Lancierung der Car4you-Zeitung
und für die erste Regionalausgabe des Tages-Anzeigers konnten dank dem
erstmals konsolidierten 20 Minuten und der positiven Entwicklung beim
Kadermarkt Alpha, dem Magazin und der SonntagsZeitung deutlich
überkompensiert werden. Das Betriebsergebnis im Zeitungsbereich stieg
um rund die Hälfte auf 37 Millionen Franken.
Durch den Verkauf der Kinderzeitschrift Spick ging der Umsatz bei den
Zeitschriften um 6 Prozent auf 44,1 Millionen Franken zurück. Der
Werbemarkt in diesem Segment bleibt schwierig. Das Ebit konnte sich
zwar deutlich in den schwarzen Zahlen halten, sank allerdings um rund
ein Drittel auf 2,4 Millionen Franken.
Elektronische Trendwende
Die elektronischen Medien zeigen eine erfreuliche Tendenz, nicht
zuletzt dank TeleZüri. Obwohl der Verkauf von Condor einen
Umsatzrückgang um 2,2 Millionen auf 25,5 Millionen Franken bewirkte,
kletterte das Ebit aus den roten Zahlen auf 2,9 Millionen Franken
(Vorjahr –5,6 Millionen).
Der Bereich Services konnte trotz den Verkäufen von Regor und dem Werd
Verlag den Umsatz von 101,5 Millionen halten. Dies ist in erster Linie
auf die höheren Umsätze und eine bessere Kapazitätsauslastung im
Druckzentrum Bubenberg zurückzuführen.
Tamedia rechnet für das zweite Halbjahr nicht mit deutlich steigenden
Umsätzen, angesichts der auf tiefem Niveau verharrenden Werbeausgaben
und der nur marginalen Erholung im Geschäft mit Stellenanzeigen. Der
positive Trend beim Betriebsergebnis sollte jedoch auch im zweiten
Halbjahr anhalten.
