Striktes Werbeverbot an deutschen Schulen gefordert
Der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) will Produktwerbung national aus den Schulen und ihrem Umfeld verbannen.
In Deutschland hat der Verbraucherzentrale-Bundesverband (VZBV) das strikte Verbot von Produktwerbung in und im
Umfeld von Schulen gefordert. Edda
Müller, VZBV-Vorstand, rief die Kultusministerkonferenz auf, durch
nationale Standards Werbeaktionen im Umfeld von Schulen Einhalt zu
gebieten und insbesondere klare Regeln für Bildungssponsoring durch
Unternehmen zu verabschieden.
Auf der Tagung «Werbung und Sponsoring in der Schule» am 5. September
2005 präsentierte der VZBV die Ergebnisse einer Studie, die bundesweit
die aktuelle Rechtslage und Praxis von Werbung und Sponsoring an
Schulen untersucht hat. Die Studie hat ergeben, dass Sponsoring mit
Imagewerbung an deutschen Schulen weit verbreitet ist und die
Abgrenzung zur reinen Produktwerbung oft nur fliessend ist.
Einerseits fordert der VZBV deshalb bundesweit die Entwicklung von
einheitlichen Standards für Werbung und Sponsoring in Schulen,
andererseits den Ausbau der Verbraucherbildung. Kommerzielle
Produktwerbung soll in allen Bundesländern ausnahmslos verboten werden.
Ausserdem soll die Verbraucherbildung in den Unterricht aller Schulen
aufgenommen werden, wobei auch der Umgang mit Werbung auf den Lehrplan
aller Schulen gehört.
In der Schweiz schon verbotenGemäss
Beat Zemp, Präsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und
Lehrer (LCH), ist in der Schweiz reine Produktwerbung an öffentlichen
Schulen
strikt verboten. «Als Gegenleistung der öffentlichen Schulpflicht
erhält jeder Schüler einen Konsumentenschutz», erklärte Zemp gegenüber
der Werbewoche. Als einzige vertretbare Form für marketingorientiertes
Engagement von Unternehmen in der Schule sieht Zemp projektorientiertes
Sponsoring für Bildungszwecke, das jedoch vom Bundesamt für Bildung und
Wissenschaft abgesegnet werden muss. Die Beteiligung der Swisscom am
Projekt «Schulen ans Internet» ist ein Beispiel dafür. Die Initiative
«Public Private Partnership – Schule im Netz» (PPP – SiN) bezweckt, die
Infrastruktur an den Schulen aller Stufen (ausgenommen Hochschulen) in
der ganzen Schweiz quantitativ und qualitativ zu verbessern. «Wichtig
ist, dass bei jedem projektorientierten Sponsoring für Schulen
Transparenz herrscht», führt Zemp weiter aus.
Umfeld von Schulen gefordert. Edda
Müller, VZBV-Vorstand, rief die Kultusministerkonferenz auf, durch
nationale Standards Werbeaktionen im Umfeld von Schulen Einhalt zu
gebieten und insbesondere klare Regeln für Bildungssponsoring durch
Unternehmen zu verabschieden.
Auf der Tagung «Werbung und Sponsoring in der Schule» am 5. September
2005 präsentierte der VZBV die Ergebnisse einer Studie, die bundesweit
die aktuelle Rechtslage und Praxis von Werbung und Sponsoring an
Schulen untersucht hat. Die Studie hat ergeben, dass Sponsoring mit
Imagewerbung an deutschen Schulen weit verbreitet ist und die
Abgrenzung zur reinen Produktwerbung oft nur fliessend ist.
Einerseits fordert der VZBV deshalb bundesweit die Entwicklung von
einheitlichen Standards für Werbung und Sponsoring in Schulen,
andererseits den Ausbau der Verbraucherbildung. Kommerzielle
Produktwerbung soll in allen Bundesländern ausnahmslos verboten werden.
Ausserdem soll die Verbraucherbildung in den Unterricht aller Schulen
aufgenommen werden, wobei auch der Umgang mit Werbung auf den Lehrplan
aller Schulen gehört.
In der Schweiz schon verbotenGemäss
Beat Zemp, Präsident des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und
Lehrer (LCH), ist in der Schweiz reine Produktwerbung an öffentlichen
Schulen
strikt verboten. «Als Gegenleistung der öffentlichen Schulpflicht
erhält jeder Schüler einen Konsumentenschutz», erklärte Zemp gegenüber
der Werbewoche. Als einzige vertretbare Form für marketingorientiertes
Engagement von Unternehmen in der Schule sieht Zemp projektorientiertes
Sponsoring für Bildungszwecke, das jedoch vom Bundesamt für Bildung und
Wissenschaft abgesegnet werden muss. Die Beteiligung der Swisscom am
Projekt «Schulen ans Internet» ist ein Beispiel dafür. Die Initiative
«Public Private Partnership – Schule im Netz» (PPP – SiN) bezweckt, die
Infrastruktur an den Schulen aller Stufen (ausgenommen Hochschulen) in
der ganzen Schweiz quantitativ und qualitativ zu verbessern. «Wichtig
ist, dass bei jedem projektorientierten Sponsoring für Schulen
Transparenz herrscht», führt Zemp weiter aus.
Rona Grünenfelder
