Mode Publicis gibt der Mode von Vögele die Hauptrolle in einem neuen Film. Einem, der bewusst provoziert.Im Frühling hatte Publicis das Modehaus
Vögele erstmals mit einer Spotserie neu positioniert. Jetzt wird die
Welle im TV fortgesetzt, und nach einem kühlen Sommer kann man sich auf
einen heissen Herbst freuen. Zumindest, wenn es nach Charles Vögele
Switzerland geht. Das Schweizer Modehaus besinnt sich zwar nach wie vor
auf seine Kernkompetenz als Modeanbieter mit attraktivem
Preis-Leistungs-Verhältnis für eine breite Kundschaft von trendy bis
gediegen. Aber die Wege, die dabei beschritten werden, sind frecher,
als in der Modebranche üblich. Damit setzt sich der Weg, den Charles
Vögele mit der ersten und erfolgreichen Spotstaffel im Frühling
eingeschlagen hat, nahtlos fort.
Im neuen Film gehts für Schweizer Spotverhältnisse ungewöhnlich
heissblütig zur Sache. Mit anderen Worten: Der Produktnutzen wird
während einer Zugfahrt herzhaft ausgekostet. Die Trägerin einer
anziehenden Strickjacke mit Doppelzipper macht den gegenübersitzenden
Mann an, indem sie aufreizend mit ihrem Reissverschluss spielt. Und der
Typ – wen wunderts – spielt liebend gerne mit. Wie gut, dass der Zug in
einen Tunnel einfährt und das Licht nicht gleich angeht.
Wer auffallen will, muss Risiko zeigen. Publicis hat deshalb bewusst
einen Film vorgeschlagen, der beim Publikum auch Reaktionen auslösen
soll. «Filme, die zu reden geben», hofft CD Philipp Skrabal bei
Publicis. Mit diesem Filmstil sowie der Musik soll Vögele jünger
auftreten, als das Modehaus bei vielen noch verankert ist. Gleichzeitig
will die Bildsprache unterstreichen, dass Vögele qualitativ einiges zu
bieten hat. «Die Tonalität der Filme ist frech und mutig – aber
stilvoll und teuer umgesetzt», meint Skrabal.
Wie alle Filme der Spotserie spielt auch «Train» augenzwinkernd damit,
wie Kleidungsstücke in einer Handlung dramatisiert werden. Mit dieser
Idee wird gleichzeitig ein aktuelles Angebot präsentiert sowie die
Stärke des Mediums Film genutzt, indem für die Marke Emotionen geweckt
werden können. Damit soll die gewünschte jüngere Schicht von Kunden
angesprochen werden.
Beim Konzipieren der Spots werden jeweils zuerst die Kleidungsstücke
definiert, dann kann darum herum eine Geschichte erfunden werden. «Es
ist eine schöne Aufgabe, ein Thema so frei angehen zu können», meint
man bei Publicis.
Nach den ersten Filmen «Catwalk», «Fussballstadion», «Liebespaar im
Treppenhaus» und jetzt «Train» soll die Idee mit den dramatisierten
Kleidungsstücken später noch weitere Fortsetzungen finden.
Der Film wird in der Schweiz und in Österreich eingesetzt und ist von
GAP Films in München produziert worden, Regie Charly Stadler.
Die Kampagne wird auch von Plakaten begleitet. Diese sind aber
ausschliesslich auf das Angebot konzentriert und werden gemäss dem CI
von Publicis von Vögele in Eigenregie realisiert.
Andreas Panzeri