Sport ist am meisten gefragt

Sponsoring Die Studie «Schweizer Sponsoring-Barometer 2004/ 2005» gibt Auskunft über Sponsoringentscheide.

Sponsoring Die Studie «Schweizer
Sponsoring-Barometer 2004/ 2005» gibt Auskunft über
Sponsoringentscheide. 86 Prozent der befragten Unternehmen gaben an,
Sport zu Sponsoringzwecken zu nutzen, gefolgt von Event-Marketing (73
Prozent) und Kunst/Kultur (70 Prozent). Durch die vielen globalen
Katastrophen in den letzten Jahren gewinnt laut der Studie auch das
Sozialsponsoring (51 Prozent) an Bedeutung. Die Europäische
Sponsoring-Börse und die Serviceagentur Sport + Markt führten die
Managerbefragung zum sechsten Mal durch.

Handgreiflichkeiten

Fashion Modeheinis sagt man Gehirne wie Trockenpilze nach. Das ist zwar nicht galant, stimmt aber trotzdem in elf von zehn Fällen.

Fashion Modeheinis sagt man Gehirne wie
Trockenpilze nach. Das ist zwar nicht galant, stimmt aber trotzdem in
elf von zehn Fällen. Fragen Sie solche Parvenüs also lieber nicht nach
Rudolf Diesel, dem Erfinder der Wärmekraftmaschine, sondern lieber nach
der gleichnamigen Jeansmarke. Die Ausführungen über Farbe, Form und
Material des neuen Männertäschchens werden auch Sie verblüffen. Kein
Wunder, denn das
Accessoire hat es – wie die Anzeige aus erster Hand dokumentiert –
wirklich in sich: Nein, kein Handheld oder Handy, sondern ein Romance
Romeo.
Die Rede ist von einem genügsamen Aggregat, das zwar nicht besonders
komfortabel und drehfreudig ist, dafür aber Prestige, Potenz und
Selbstwertgefühl ausdrückt. Da die Finger noch Tage nach Bedienung
sonderbar riechen und dagegen kein Bürsten und kein Schrubben nützt,
sei vor unsachgerechter Handhabung gewarnt: Wenn der Kraftstoffdruck
die Vorspannung übersteigt und sich die Düsennadel von ihrem Sitz
abhebt, strömt der Dieselkraftstoff zur Spritzöffnung aus und macht das
Taschenfutter unangenehm klebrig. Bei besonderer Beanspruchung
empfiehlt Diesel daher die extrarobuste Euronorm. Spielerisches
Ausprobieren lohnt sich! (la)

Umsätze für einheimische Popmusik auch ohne Quoten

Eine europaweite Studie der Medienberatung Goldmedia widerlegt die Annahme, dass Radioquoten für einheimische Musiktitel einen direkten Einfluss auf den Tonträgerverkauf hätten.

Die europaweite Studie «Musikquoten im
europäischen Radiomarkt» der Berliner Medienberatung Goldmedia
widerlegt die Annahme, dass Radioquoten für einheimische Musiktitel
einen direkten Einfluss auf den Tonträgerverkauf von nationalen
Künstlern hätten. Goldmedia hat in der Untersuchung, die vom Bundesamt
für Kommunikation (Bakom) unterstützt wurde, erstmals eine übergreifende
Analyse der bestehenden Quotenregelungen in Europa erarbeitet.
Regulierungen der unterschiedlichsten Art gibt es in rund 20 Ländern.
Die Studie zeigt nun, dass die Umsatzzahlen für inländische Popmusik
von vielen verschiedenen Faktoren abhängen und nicht nachweislich
positiv von den Musikquoten im Radio beeinflusst werden. Entscheidend
seien unter anderem in vielen Ländern eine starke Jugendkultur, die
Bindung der Bevölkerung an die eigene Sprache, das Musikfernsehen,
Live-Auftritte sowie die Clubszene. Wie die Nachrichtenagentur
Pressetext.de ausführt, bedeuten festgelegte Musikquoten einen starken
Eingriff in die Programmfreiheit der Radiosender. Das Europarecht setzt
hier klare Grenzen und geht davon aus, dass solche Quoten einer
Ungleichbehandlung von Künstlern aus anderen EU-Staaten entsprechen.
Eine Musikquote für einheimische Musiker gilt als wirtschaftlicher
Protektionismus und ist damit unzulässig. Anders verhält es sich mit
dem Modell Frankreichs, das einen bestimmten Anteil französischsprachiger Musik
im Radio vorschreibt, nicht aber die Herkunft der Künstler.

Ringier contra Hahn

TV-Zeitschriften Wie billig wirds wohl werden? Der Preiskampf zwischen zwei neuen Programmzeitschriften TV2 und TipTopTV ist eröffnet.

TV-Zeitschriften Wie billig wirds wohl
werden? Der Preiskampf zwischen zwei neuen Programmzeitschriften TV2
und TipTopTV ist eröffnet.
Die derzeit neu an den Kiosken für drei
Franken erhältliche Programmzeitschrift TipTopTV des HM Verlags in
St.Gallen steht in der Schusslinie von Ringier. Die Strategen an der
Dufourstrasse attackieren das vierzehntäglich erscheinende Blatt mit
dem eigenen, ebenfalls neu lancierten TV2, einem billigeren
Konkurrenzblatt für
2.40 Franken direkt an der Verkaufsfront, unter dem konsumkritischen Auge einer potenziellen Käuferschar.
«Wir werden Ringier den Preisvorteil sicher nicht
überlassen», zeigt sich der TipTopTV-Herausgeber Michael Hahn
entschlossen, den Fehdehandschuh aufzunehmen. Eigentlich ein Feind von
Preiskämpfen, habe er bei der Herausgabe des vergleichbaren Blattes
NurTV in Deutschland einschlägige Erfahrungen gemacht. In der Schweiz
sei bei den Zeitschriftenpreisen jedoch immer noch Luft drin, schätzt
Hahn.
Hahns neues Blatt bietet die Programme von 51 Sendern auf sechs Seiten
pro Tag und einen Mantelteil mit Berichten aus der Schweizer und
internationalen Film- und TV-Szene sowie Kino-, DVD- und CD-News. Ein
halbes Dutzend Rätsel runden den Inhalt ab.
Das Blatt startet mit einer Auflage von 50000 Exemplaren. NurTV hat
Hahn Anfang dieses Jahres an die deutsche WAZ-Tochter Gong Verlag
verkauft. TipTopTV startet aber auch mit Know-how im Schweizer Markt:
Den Anzeigenverkauf besorgt die RH Media GmbH. Sie gehört dem Verleger
und Unternehmer Rüdiger Hahn, welcher erst im August 2004 eine eigene
Programmzeitschrift TVvier an Ringier verkauft hat.
Ringiers TV2 wird ab 22. September an den Kiosken erhältlich sein. Mit
zehn Seiten pro Tag soll es den umfangreichsten Inhalt aller Schweizer
TV-Zeitschriften liefern, inklusive umfassenden Programmteils für
Digitalsender. Neben den Daten zum Free-TV werden die Programme der
wichtigsten 28 Digitalsender publiziert. TV2 orientiert sich vor allem
an deutschen Magazinen wie TV Movie oder TV Spielfilm. Besonders auf
Letzteres sprechen Deutschlands junge Männer an. Ringier will diesen
Effekt in der Schweiz nachstellen und die nämliche Zielgruppe besonders
mit den Programmen der Digitalsender locken. Das äussere
Erscheinungsbild von TV2 dominieren, entsprechend der Logik der
Geschlechter, Schauspielerinnen.
TV2 wird mit 110000 Exemplaren, mehr als der doppelten Auflage des
Konkurrenzblattes, erscheinen. Beide gehen mit 40000 an den Kiosk. Das
Programmheft soll später auch den Abonnenten von Blick und
SonntagsBlick zu einem Sonderpreis angeboten werden. Dominik Geisseler,
bereits Chefredaktor von Tele, hat die redaktionelle Leitung von TV2
inne. Eine eigene Redaktion ist laut Ringier-Mediensprecher Marco
Castellaneta noch nicht geplant. Der Verlag ist mit
Programmzeitschriften bereits gut ausgestattet. Zur Familie gehören
neben Tele und neu TV2 auch das Monatsheft TVvier sowie TV täglich,
Letzteres im Joint Venture mit Tamedia.

Stefano Monachesi, René Worni

Tierisch schöne Ferien

Reisen Für Privat Safaris hat Fisch Meier Direkt eine Crossmedia-Kampagne entwickelt, die ihre Headlines aus dem Reich der Tiere schöpft.

Reisen Für Privat Safaris hat Fisch Meier Direkt eine Crossmedia-Kampagne entwickelt, die ihre Headlines aus dem Reich der Tiere schöpft.Die unabhängige Kuoni-Tochter Privat
Safaris generiert die meisten Buchungen über ihre Vertriebspartner. Um
den Direktabsatz zu steigern, war eine Kampagne gefragt, deren Wirkung
sofort messbar ist. Nicht nur deswegen hat die betraute Agentur Fisch
Meier Direkt ein Crossmedia-Konzept konzipiert, sondern auch, um
Zielgruppen für das Angebot zu gewinnen, die ansonsten beim Begriff
Safari abwinken und kaum bereit sind, über Safaris als Option
nachzudenken. «Vor allem besser verdienende Ferienhungrige sind sehr
schwer von Safaris zu überzeugen», erklärt Berater Christian Staub die
Herausforderung.

Die Kreativ-Crew um Texter Thomas Engeli fand den Köder in zweideutigen
Aussagen und Guinness-Rekorden aus der Tierwelt, die inhaltlich auf das
Thema Safari abzielen und völlig andere Ferien implizieren. Mit
Anzeigen, Radiospots und «gesponserten Links» – über Begriffe wie
Badeferien – werden die Internetsurfer auf die Landingpage
Mehrerleben.ch gelockt. Erst dort erfahren sie, wer sich hinter den
Anzeigen versteckt und was die pikanten Aussagen bedeuten. «Mit diesem
Vorgehen wollen wir möglichst viele ‹ahnungslose Fische› anziehen, von
denen dann hoffentlich möglichst viele in unserem Netz hängen bleiben»,
sagt Staub. Dies im Gegensatz zu früheren Kampagnen, in denen das Thema
Safari eins zu eins umgesetzt wurde und so nur Leute angesprochen
werden konnten, die sich sowieso schon dafür interessiert hatten. Die
Kampagne läuft bis Ende Jahr.

Luca Aloisi

Westschweizer Tele-Visionen

TV Edipresse bastelt nach Vaud-TV bereits an einem zweiten Sender.

TV Edipresse bastelt nach Vaud-TV bereits an einem zweiten Sender.    Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse
hat für sein Vaud-TV noch nicht einmal ein Konzessionsgesuch gestellt –
und doch arbeitet man in Lausanne bereits an einem zweiten TV-Projekt.
«Eine Projektgruppe analysiert die Kosten sowie die technischen
Voraussetzungen für einen privaten TV-Sender, der die Genferseeregion
oder sogar die ganze Westschweiz abdecken könnte», sagt Théo Bouchat,
Direktor bei Edipresse. Ziel sei es, im Bereich Unterhaltung aktiv zu
werden und ein jüngeres Publikum anzusprechen als etwa mit Vaud-TV.

Das Projekt geniesst bei Edipresse einen hohen Stellenwert:
Projektleiter ist Christophe Rasch, bei Edipresse zuständig für
elektronische Medien. Weiter arbeiten unter anderen
Edipresse-Generaldirektor Tibère Adler sowie Bouchat selbst mit. Ein
Konzessionsgesuch steht noch in weiter Ferne. «Wir haben noch nicht
einmal entschieden, ob wir das Projekt je realisieren werden»,
präzisiert Bouchat, der aber überzeugt ist, dass neben den
TSR-Programmen genügend Platz ist für ein sprachregionales Privat-TV
sowie für die bestehenden Regional-TV-Sender.   

Markus Knöpfli

Here comes Mister Digi Trend

Als Leiter der Digi Trend Forums kehrt Ueli Custer zu den Visionen des Media Trend Journal zurück.

Ueli Custer will wissen, wie wir im Jahr
2015 kommunizieren. Der Leiter des Digi Trend Forum geht damit zurück
zu den futuristischen Wurzeln des Media Trend Journal.«Total digital» wird die Ausgabe des Media
Trend Journal im Oktober. Begleitet wird das Thema im Heft 10/2005 vom
1. Digi Trend Forum der Schweiz. Kopf oder digitaler Netzwerker hinter
beiden Projekten ist Ueli Custer. Antwort finden will er auf die Frage:
«Wie kommunizieren wir im Jahr 2015?»

Schon oft war der Medienprofi mit seiner Neugier der Zeit ein bisschen
voraus. Auf einer Schwarz-weissfotografie sieht man den vierjährigen
Ueli in St. Gallen, wie er schon früh im Kinderwagen genüsslich eine
Zeitung analysiert. Ein vergilbtes Bild aus den 50er-Jahren zeigt den
Dreikäsehoch, wie er bereits damals mit Leidenschaft eine Hermes Baby
bearbeitet. «Wahrscheinlich war ich von meiner Mutter beeinflusst»,
kramt er in seinen Erinnerungen. Diese war als Vorkämpferin für das
Frauenstimmrecht und als Konsumentenschützerin neben dem Haushalt auch
journalistisch tätig. Und so ist Ueli Custer rund um einen täglichen
Stapel von mindestens drei Zeitungen sowie diversen anderen
Publikationen aufgewachsen.
Der professionelle Einstieg in die Medien folgte dann allerdings über
Umwege. Nach einer wenig zündenden Suche an der Hochschule St. Gallen
sah er mehr Zukunft bei der Publicitas. Dort hat er in der Ostschweiz
zuerst Inserate akquiriert. Daraus hat sich ein weiterführender Kontakt
zur Werbebranche ergeben. Custer machte das Diplom als Werbeassistent
und landete schliesslich in den 80er-Jahren als Werbeleiter bei Calida
in der Innerschweiz. «Das waren die Boomjahre, wo wir den Umsatz
verdoppeln konnten und das heute unvorstellbare Problem hatten, dass
wir zu wenig Näherinnen finden konnten», erinnert er sich.

Sieben Jahre wirkte Custer am Erfolg für Calida mit. In dieser Zeit
belieferte er auch die Werbewoche mit ersten journalistischen Berichten
aus dem Werbeclub Zentralschweiz. Eine Vertiefung seines Spezialwissens
fand er dann kurzfristig bei einer Mediaagentur, bevor ihn 1988 ein
Inserat als Alleinredaktor zum Media Trend Journal gebracht hat, das
wie die Werbewoche im Verlag der Media-Daten AG erscheint. Custer
absolvierte dazu am MAZ eine weitere Ausbildung zum Fachjournalisten.

In seiner Zeit in den Anfängen des Blattes hat er die ursprünglich als
jährlichen Ordner gegründete Publikation zu einem Monatsheft entwickelt
und die Auflage von 500 auf 1500 Abonnenten gesteigert. Das Media Trend
Journal wollte sich zuerst auf den Hype der neuen Medien
spezialisieren. «Da waren wir der Zeit aber leider voraus, weil die
Technik noch zu wenig ausgereift war», blickt Custer heute zurück.
Weil noch zu wenig Leute Interesse für die neuen Ideen zeigten, das
Heft aber Potenzial hatte, hat Custer als Chefredaktor das Trend
Journal zuerst einmal umpositioniert. Statt über neue Medien zu
schreiben, liess er analysieren, wohin Werbeauftraggeber ihre Gelder am
sinnvollsten investieren sollen. Das Media Trend Journal hat sich damit
sehr schnell zu einem gefragten Tool entwickelt.

Heute ist die Zeitstimmung anders. «Die Digitalisierung hat den Markt
derart in Bewegung gesetzt, dass dies jetzt ein hochaktuelles Thema
wird», ist der Projektleiter des Digi Trend Forum überzeugt. Er denkt
dabei an das vielschichtige Verschmelzen von Individual- und
Massenkommunikation, von Kommunikation und Unterhaltungstechnologie.
Custer und sein Team glauben: Wenn die Märkte der
Individualkommunikation und Anbieter von Unterhaltungselektronik sowie
alle Player auf Seite der Massenkommunikation in einem gemeinsamen
Markt tätig sind, «dann müssen diese auch irgendwo ein Forum haben, wo
sie sich austauschen können».
Das Konzept für eine Fortsetzung des Forums auch als Heft ist, so
Custer, «noch nicht in Stein gemeisselt». Für die erste Ausgabe werden
Autoren aus ganz verschiedenen Perspektiven ihre Vorstellung schildern,
wie sie in zehn Jahren die Kommunikation sehen. Ziel ihrer Gedanken:
die verschiedenen Bereiche, die ganz unterschiedliche Kulturen haben,
zusammenbringen und herausfinden, was es für neue Geschäftsmodelle gibt
auf Grund der Digitalisierung.

Ueli Custer ist neben seiner Mitarbeit für das Media Trend Journal und
jetzt das Digi Trend Forum im Mandat auch Geschäftsleiter der Igem, der
Interessengemeinschaft elektronische Medien. Auch dort will man die
Folgen der Digitalisierung und ihre Konsequenzen für Anbieter und
Werbung genau verfolgen. Eine Arbeitsgruppe soll sich demnächst der
Problematik annehmen. «Eine ideale Synergie zu meiner Arbeit für das
Digi Trend Forum», meint Custer.

Eine Bereicherung der anderen Art findet er durch die Lage seines
Büros. Da ihn die Liebe zu einer Lehrerin einmal nach Lommiswil
verschlagen hat, wohnt und schreibt Custer nun im Solothurnischen mit
herrlichem Rundblick von den Glarner Alpen bis zum Chasseral. «Ideal
zum Biken, Walken und Wandern», meint der Medienmann, der ansonsten
(wie damals im Kinderwagen) als liebstes Hobby immer noch das
Zeitunglesen nennt.

Andreas Panzeri

Neue Spiele und Bilder

Unterhaltung Das Luzerner Theater geht unter der Direktion von Dominique Mentha in seine zweite Spielzeit und will das vorangegangene, erfolgreiche Jahr toppen.

Unterhaltung Das Luzerner Theater geht
unter der Direktion von Dominique Mentha in seine zweite Spielzeit und
will das vorangegangene, erfolgreiche Jahr toppen – in Auslastung wie
in künstlerischer Geltung. Deshalb wurde an der Besetzung der Rolle des
Werbespezialisten festgehalten. Auch für diese Spielzeit zeichnet die
Zürcher Kommunikations- und Design-Agentur TBS Identity für alle
Werbemassnahmen verantwortlich. So auch für die Umsetzung des Mottos
«Neue Spiele, neue Zeit» und dessen neu geschaffene Bildwelt.

Neuer Leiter Marketing & Kommunikation bei Digicomp Academy

Roger Kobel ist Marketingspezialist und Ausbildungsexperte.

Die Digicomp Academy hat seit Juni 2005
einen neuen Leiter Marketing & Kommunikation. Der
Marketingspezialist und Ausbildungsexperte Roger Kobel war zuvor bei
IMIS Group, Pixelpark, HNC Commerce und Edutec als Marketing- und
Verkaufsleiter tätig. Kobel ist ausserdem Präsident der Prüfungskommission für die Ausbildung der eidgenössisch diplomierten
Multimedia-KoordinatorInnen. Mit über 650 verschiedenen Kursthemen und
30 Lehrgängen ist Digicomp Academy nach eigener Aussage die grösste unabhängige
Informatikschule in der Schweiz.

«Voll Rohr» bald auf iPod

Radio 32 stellt ab 14. September ausgewählte Radioprogramme als Podcasts zur Verfügung.

Der Mittellandsender Radio 32 stellt ab
14. September ausgewählte Radioprogramme aus unterschiedlichen
Bereichen wie News, Unterhaltung und Service als Podcasts zur
Verfügung. So stehen 18 Sendungen bereits unmittelbar nach der
Ausstrahlung auf Radio32.ch zum Download auf den iPod oder andere
MP3-Player bereit. Neuste Nachrichten, das Kinomagazin mit den
aktuellen Filmstarts oder die Talkshow «voll Rohr» können
heruntergeladen und so zeit- und ortsunabhängig gehört werden. Radio 32
ist nach eigener Aussage der erste Schweizer Radiosender mit einem
laufend aktualisierten Podcastservice dieses Umfangs und bietet den
Service kostenlos an. Je nach Podcatcher-Software kann er auch
abonniert und automatisiert werden.

Streit um Werbeverstösse in «Gesundheit Sprechstunde»

Das Bundesamt für Kommunikation wirft der Sendung schwere und wiederholte Verletzung der Werbe- und Sponsoringbestimmungen vor. Presse-TV hält den Entscheid des Bakom jedoch für unverhältnismässig.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom)
wirft der Sendung «Gesundheit Sprechstunde», die unter der Konzession
von Presse-TV auf SF2 ausgestrahlt und von Ringier produziert wird,
schwere und wiederholte Verletzung der Werbe- und
Sponsoringbestimmungen des Radio- und Fernsehgesetzes vor. So
beanstandet das Bakom ungenügende Sponsorentransparenz, Schleichwerbung
und unzulässige Heilmittelwerbung. Presse-TV wird nun als
Konzessionärin verpflichtet, in den vom Bakom beanstandeten Punkten den
rechtmässigen Zustand herzustellen und das Bakom zusätzlich über die
unternommenen Schritte zu informieren. Presse-TV hält den Entscheid des
Bakom für unverhältnismässig und widerspricht dem Bundesamt in mehreren
Punkten. Am Anfang und am Ende der vom Bakom
untersuchten Sendungen wurden die Vereinigung der Schweizer Ärztinnen
und Ärzte (FMH) als Sponsorin genannt, obwohl die FMH lediglich
Sponsorengelder von Dritten sammelte und diese an Ringier
weiterleitete. Das Gesetz verlangt aus Transparenzgründen, dass alle
Sponsoren am Anfang und am Ende der Sendung erwähnt werden. Gemäss
Ringier war die Zusammenarbeit von Ringier und FMH dem Bakom jedoch
längst bekannt. Das Bundesamt habe aber erst 2004 ein Verfahren gegen
die Sendung «Gesundheit Sprechstunde» eingeleitet, als es von einem
Konkurrenzunternehmen von Ringier dazu aufgefordert worden war. Seither sind gemäss Ringier der
gesetzeskonforme Zustand und die verlangte Transparenz im
Sponsoringbereich hergestellt.

Unter anderen werden zudem folgende Sachverhalte vom Bundesamt
beanstandet: Das Schweizerische Zentrum für Allergie, Haut und Asthma
(AHA) beteiligte sich an der Finanzierung von einzelnen Sendungen, ohne
als Sponsor genannt zu werden. Des Weiteren qualifiziert das Bakom die
Präsenz der Lungenliga in der Sendung «100 Jahre Lungenliga» als
Schleichwerbung, liess sich doch Ringier die Produktion dieser Sendung
durch die Lungenliga finanzieren, ohne dies den Zuschauern
offenzulegen. Ringier findet die Bezeichnung Schleichwerbung in diesem
Zusammenhang bedenklich, ist die Institution doch gemeinnützig. «Ihr
Ziel ist es, ihre Dienstleistungen möglichst vielen Kranken und
ihren Angehörigen bekannt zu machen», heisst es in einer Mitteilung.

Zwischen Novartis und Ringier bestehe ferner eine Vereinbarung, in
welcher sich Ringier verpflichtet habe, Novartis in der «Gesundheit
Sprechstunde» zu berücksichtigen, schreibt das Bakom. Ringier kontert,
dass eine Informationsplattform wie «Gesundheit Sprechstunde» keine
Fernsehgebühren erhalte und deshalb auf
eine grosszügige Unterstützung durch die Wirtschaft angewiesen sei. Der
Medienkonzern weist darauf hin, dass die Partnerschaftsverträge mit
Novartis ausdrücklich die Unabhängigkeit der einzelnen Redaktionen
garantierten.

Auch in der Art der Präsentation und Nennung von Heilmitteln in einigen
Sendungen sieht das Bakom Schleichwerbung. Da es sich bei diesen
Produkten um verschreibungspflichtige Medikamente handelt, wurde gemäss
Bakom zugleich das Heilmittelwerbeverbot verletzt. Ringier hat die
Problematik der Nennung von rezeptpflichtigen Medikamenten erkannt,
akzeptiert jedoch den Vorwurf der Schleichwerbung für einzelne
Medikamente nicht. Es handle sich lediglich um Einzelfälle, schreibt
Ringier, und zudem sei die Redaktion der «Gesundheit Sprechstunde» der
Meinung, dass die Erwähnung journalistisch gerechtfertigt war.

Der Entscheid des Bakom kann nun innert 30 Tagen beim Eidgenössischen
Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek)
angefochten werden. Ringier unterstützt den Entscheid von Presse-TV,
gegen die Verfügung des Bakom eine Verwaltungsbeschwerde einzulegen.
Wegen des Verdachtes auf schwere und wiederholte Verletzung der Werbe-
und Sponsoringbestimmungen des Radio- und Fernsehgesetzes eröffnet das
Bakom zudem ein Verwaltungsstrafverfahren. In dessen Rahmen
können eine Busse bis zu 50’000 Franken erteilt und die unrechtmässig
erzielten Einnahmen eingezogen werden.

Redaktion des Ringier-Magazins Cicero durchsucht

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hegt Verdacht auf Geheimnisverrat.

Am vergangenen Montag wurden die
Redaktionsräume des Ringier-Magazins Cicero sowie die Wohnung eines
Cicero-Autoren wegen Verdachts auf Geheimnisverrat von der
Staatsanwaltschaft Potsdam durchsucht, wie die deutsche Presse
berichtet. Grund für die Durchsuchung war ein Artikel über den
Terroristen Abu Mussab Al Zarqawi. Der im April erschienene Bericht
soll aus geheimen Papieren des Bundeskriminalamts (BKA) zitiert haben.
Chefredakteur Wolfram Weimer sowie Cicero-Autor Bruno Schirra wurden bisher
nicht von der Staatsanwaltschaft verhört, wie einem Artikel des Tagesspiegels zu entnehmen ist. Deutsche Verleger- und
Journalistenverbände kritisierten die Durchsuchungsaktion als Eingriff in
die Pressefreiheit. Die Staatsanwaltschaft war am Montag gemäss
Netzeitung für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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