Crossmotion: Gepard und Editorial Office fusionieren

Die Zürcher Medienunternehmen Gepard Documentary and Media Production und Editorialoffice Neue Medien schliessen sich zu Crossmotion Media Engineering zusammen.

Die Zürcher Medienunternehmen Gepard
Documentary and Media Production und Editorialoffice Neue Medien
schliessen sich zu Crossmotion Media Engineering zusammen. Zwei bisher
unabhängige Medienwelten werden so vereint: Die klassische (Corporate
Films und Videos, Print) und die interaktive (Internet, Intranet, 2-
und 3-D-Animation und -Visualisierung, Flash und Software). Hintergrund
der Fusionierung ist gemäss Rolf Roth, Mitinhaber von Crossmotion, das
starke Zusammenwachsen der klassischen und der interaktiven
Bewegtbild-Medien. Crossmotion bietet Beratung, Konzeption, Kreation
und Realisation aus einer Hand an. Crossmotion produziert ferner
CD-ROMs, DVDs, Streaming Media, Flash und Software. Aktuelle Projekte
werden derzeit für Zürich Financial Services, Telekurs Multipay sowie
für Unique Zurich Flughafen realisiert. Neben Rolf Roth und Michael
Rosewich ergänzt Thomas von Ah als Creative Director das Team von
Crossmotion. Von Ah war Mitbegründer der Werbe- und Designagentur
Glamour Engineering und Creative Director der Smart Factory.

Egmont übernimmt Magazingeschäft von Attic Futura

Die Berliner Mediengruppe Egmont soll das Magazin-Geschäft des Münchner Verlages Attic Futura übernehmen, wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten.

Die Berliner Mediengruppe Egmont soll das
Magazin-Geschäft des Münchner Verlages Attic Futura übernehmen, wie die
beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Das Magazingeschäft von
Attic Futura umfasst inklusive aller Online-Merchandise-Rechte Titel
wie FHM, FHM Collections, Sugar, Star Hits, Girlfriends und K-Club. Der
Verlagsstandort soll wie bis anhin München bleiben. Bis Dezember 2006
soll der Verlag weiter unter der Leitung von Geschäftsführer Neil
Raaschou bleiben. Als zweite Geschäftsführerin wird Tina Deissler
(Cultfish Entertainment) im Laufe des Jahres 2006 in das Unternehmen
eintreten.

Peter Rothenbühler freut sich auf 20 minutes

«Wir begrüssen den Eintritt eines so bedeutenden Verlagshauses wie Tamedia», kommentiert Peter Rothenbühler die Expansion von 20 Minuten in die Romandie.

«Wir begrüssen den Eintritt eines so
bedeutenden Verlagshauses wie Tamedia», kommentiert Peter Rothenbühler
die Expansion von 20 Minuten in die Romandie. Durch Martin Kalls
Kampfansage kann sich Edipresse endlich vom Image des gefrässigen
regionalen Monopolisten befreien, hofft der Chefredaktor von Le Matin.
Seine Zuversicht wird in den welschen Redaktionsstuben kaum geteilt.
Mitarbeitende bei 24 heures und Tribune de Genève fürchten einen
Stellenabbau im Gefolge der konzerneigenen Gratiskonkurrenz. Wie sich
die Westschweizer Journalisten auf die «guerre des gratuits»
vorbereiten, welche Expansionsgelüste Edipresse-Direktor Theo Bouchat
für Le Matin Bleu hegt und warum Peter Rothenbühler am Wert einer
Gesamtschweizer Abdeckung zweifelt, lesen Sie in der Werbewoche vom 27.
Oktober 2005.
Kein Werbewoche-Abo? Einzelausgaben der Werbewoche können per E-Mail
bei Ginette Peter () bestellt werden (CHF
8.00+MwSt./Porto).

St. Galler Pressing in Mostindien

Print Das St. Galler Tagblatt kontert die Tamedia-Offensive im Thurgau.

Print Das St. Galler Tagblatt antwortet mit zwei Blättern aus seinem Verbundsystem auf die im Thurgau expandierende Tamedia.Als die Aktionäre der Thurgauer Zeitung
(TZ) Anfang September den Verkauf ihres Verlages an Tamedia, die
Herausgeberin des Tages-Anzeigers, bekannt gaben, war der Ärger beim
St.Galler Tagblatt (SGT) gross. Denn auch der St. Galler Grossverlag,
eine Tochter der NZZ-Gruppe, hatte mit der TZ über Kooperationen im
Druck- und Inseratebereich und später gar über eine Einbindung in das
SGT-Kopfblattsystem verhandelt. «Den Zuschlag hat schliesslich
überraschend der Zürcher Bewerber erhalten – aber nicht für ein
Kooperationsmodell, sondern für eine vollständige Übernahme», stellte
das SGT am 9. September, einen Tag nach Bekanntgabe des Deals,
verständnislos fest. In derselben Ausgabe gab Hans-Peter Klauser,
Vorsitzender der Geschäftsleitung, bekannt, dass sein Verlag «nun die
Expansion im Nachbarkanton auf anderem Weg suche: mit dem Ausbau des
bisherigen Angebots und einem prominenteren Auftritt für Thurgauer
Themen».
Eineinhalb Monate nach der Enttäuschung macht man sich nun in St.Gallen
daran, die skizzierten Ideen umzusetzen. Dies geschieht gemäss
SGT-Verlagsleiter Daniel Ehrat in zwei Phasen: Die erste beginnt am 28.
Oktober und umfasst eine Reihe Sofortmassnahmen. Für die zweite Phase,
die längerfristige Aktivitäten beinhaltet, höhere Geldbeträge benötigt
und frühestens 2006 einsetzt, wurden mehrere Szenarien ausgearbeitet.

Streudichten über 60 Prozent
Um zu verstehen, was bereits in der ersten Phase realisiert wird, muss
man sich die Ausgangslage vor Augen führen: Heute stehen sich im
Thurgau zwei Blätter mit unterschiedlichen Stärken gegenüber: Die
Thurgauer Zeitung ist stark im Westen, wobei sie in fünf der insgesamt
acht Bezirke Streudichten von über 40 Prozent, teilweise gar über 60
Prozent, ausweist. Demgegenüber hat das Tagblatt seine Leser primär in
den Ostbezirken Arbon (Streudichte 44 Prozent) und Bischofszell (27
Prozent), in den übrigen Gebieten erreicht es weniger als 10 Prozent
der Haushalte. Aktuell kommt die TZ-Normalauflage im WG 44 auf 69000
Leser, notabene 21000 weniger als nach der Fusion mit den
Ruckstuhl-Blättern im Jahr 2001. Das Tagblatt weist im selben Gebiet
33000 Leser auf, 11000 weniger als nach dem bisherigen Höchststand im
Jahr 2004. Südlich des Thurgau, in Wil, besteht aber noch ein drittes
Blatt, die Wiler Zeitung, die von der Druckerei Flawil herausgegeben
wird und ebenfalls zum SGT-System gehört. Schon heute nascht diese
unter dem Zaun hindurch in den Thurgau hinüber, wo sie im Bezirk
Münchwilen immerhin 9 Prozent der Haushalte erreicht.
Am 28. Oktober nun eröffnen sowohl das Tagblatt für den Kanton Thurgau
als auch die Wiler Zeitung gemeinsam eine Zweifronten-Offensive gegen
die Thurgauer Zeitung. In beiden Fällen werden die bestehenden
Zeitungen noch stärker als bisher «thurgauisiert», wie Ehrat sich
ausdrückt. So wird das Tagblatt für den Kanton Thurgau als einziges
SGT-Kopfblatt die Frontseite stärker mit eigenen Themen und Bildern
bestücken können. «Die Front muss eine thurgauische Anmutung erhalten»,
sagt dazu Chefredaktor Gottlieb Höpli. Zudem wird der Ostschweiz-Bund
für Mostindien so umgestellt, dass er neu mit einem zweiseitigen
Thurgau-Auftakt eröffnet. In den Regiobünden See, Thurtal und
Oberthurgau wird der Lokaljournalismus leicht ausgebaut und vor allem
die Berichterstattung aus der Kantonshauptstadt verstärkt.
Höpli betont, dass weniger quantitative denn qualitative Anstrengungen
nötig seien: «Innerhalb des SGT-Verbundes ist der Thurgau schon heute
jene Region, für die wir die grösste redaktionelle Leistung erbringen.»
Die Thurgauer Redaktion werde deshalb bei 20 Personen belassen. Die
Zeitung müsse aber noch stärker auf die Thurgauer Leserinnen und Leser
ausgerichtet werden.
Auch die Wiler Zeitung baut ihren Thurgau-Anteil aus: Statt einer Seite
Hinterthurgau wie bisher werden es künftig deren zwei sein, neu ergänzt
durch eine Seite zum Gesamtkanton Thurgau.
Dieser redaktionelle Fokus wird marketingmässig unterstützt mit einer
Plakatkampagne sowie Mailings in den fünf Bezirken Arbon, Bischofszell,
Weinfelden, Kreuzlingen und Münchwilen. Die dortigen 25000 potenziellen
Tagblatt-Abonnenten können wählen zwischen einem sechswöchigen
Gratisabo oder einem Jahresabo zum halben Preis – gleichzeitig nehmen
sie an der Verlosung eines Zeppelinfluges teil. «Das haben wir in
dieser Art noch nie gemacht», stellt Ehrat fest. Er erhofft sich davon
bis Ende dieses Jahres 2000 Probeabos und daraus dann mindestens 800
längerfristige Abos.

Kostenlose Todesanzeigen
Auch im Anzeigenbereich zieht Ehrat neue Saiten auf: So werden die
Thurgauer Todesanzeigen, mit denen das Tagblatt bisher mehr schlecht
als recht bestückt war, ab dem 28. Oktober «und sicher bis Ende 2006»
gratis angeboten. «Todesanzeigen weisen darauf hin, wie stark ein Titel
etabliert ist. Deshalb pushen wir diesen Bereich, indem wir auch an die
Gemeinden und Bestattungsunternehmen gelangen», sagt der Verlagsleiter.
Noch auf einer anderen Ebene will Ehrat ausbauen: bei den
Gemeindeseiten, einem Gefäss, in dem gegen ein kleines Entgelt jede
Gemeinde ihre Gemeinderats- und Vereinsmitteilungen einmal wöchentlich
unredigiert publizieren kann. An den Tagen, an denen die Seite
erscheint, wird das Tagblatt in den betreffenden Gemeinden wie ein
amtliches Publikationsorgan gestreut. Bisher machen aber lediglich drei
Gemeinden von diesem Angebot Gebrauch.

Weitere Pfeile im Köcher
Über die weiteren Ideen, die noch dem Verwaltungsrat vorgelegt werden,
ist Ehrat nur so viel zu entlocken: Das Szenarien-Paket beinhaltet
unter anderem eine fertig berechnete Grossauflage, wie sie auch die
Thurgauer Zeitung kennt, dann einen Namenwechsel zu Thurgauer Tagblatt,
was aber aus rechtlichen Gründen frühestens ab Januar 2008 möglich ist,
sowie Expansionen in weitere Bezirke, insbesondere nach Frauenfeld.
Offen ist zudem, ob per 2006 ein Inseratekombi mit den Schaffhauser
Nachrichten zu Stande kommt. «Wir haben dort jedenfalls
diverse Kombivarianten offeriert», sagt Ehrat.

Markus Knöpfli

Liberty Global schliesst Übernahme von Cablecom ab

Der Kabelnetzbetreiber Cablecom ist nun definitiv in amerikanischen Händen.

Der Kabelnetzbetreiber Cablecom ist nun
definitiv in amerikanischen Händen. Die Übernahme des ganzen
Aktienkapitals sei erfolgt, teilte der US-Konzern Liberty Global in
einem Communiqué mit. Für rund 2,8 Milliarden Franken wurden die
Anteile von den bisherigen Eigentümern Apollo Management, Towerbrook
Capital Partners und Partnern von Goldman Sachs verkauft. Liberty
Global finanzierte den Kauf durch eine Kombination von rund 1,2
Milliarden US-Dollar aus bestehenden flüssigen Mitteln und rund 1
Milliarde US-Dollar durch die Ausgabe neuer Anleihen. Mit der
abgeschlossen Transaktion erweitere Liberty Global die europäischen
Aktivitäten um einen bedeutenden Markt, heisst es in der Mitteilung
weiter. Gemessen an den Abonnentenzahlen, sei das Unternehmen nun der
grösste Breitband-Netzbetreiber in elf seiner vierzehn europäischen
Märkte.

Werbeumsätze wuchsen im September

Deutlich höhere Werbeausgaben tätigten die Branchen Dienstleistungen, Verwaltung/Politik und Unterhaltungselektronik/Foto/Uhren.

Der Advertising Index Switzerland (AIS) liegt im
September bei 101,2 und bleibt somit weiterhin
stabil. Gemäss den Daten der AG für Werbemedienforschung (Wemf) liegen
die Werbeumsätze im September bei 351 Millionen Franken und sind
gegenüber 2004 um 1,2% gesunken. Deutlich höhere Werbeausgaben
als im Jahr zuvor tätigten die Branchen Dienstleistungen (+66,7%),
Verwaltung/Politik (+46,4%) sowie Unterhaltungselektronik/Foto/Uhren
(+21,4%). Die Medienbranche reduzierte ihre Investitionen mit -28,5% am
stärksten. Die übrigen Branchen lagen im September mit ihren
Investitionen um maximal 15% über oder unter den Werbeausgaben
des Vorjahres.
In den ersten neun Monaten 2005 liegen die Werbeumsätze bei 2631
Millionen Franken. Im Vergleich zu 2004 sind die Umsätze um 2,6%
gestiegen. Folgende Branchen tätigten
deutlich höhere Werbeausgaben als im Vorjahr: Dienstleistungen
(+78,6%), Finanzen/Versicherungen (+23,4%), Wohnen/Haus (+20,7%) und
Kultur/Freizeit (+20,5%). Die Branche Medien hat auch verteilt über die ersten drei Quartale am stärksten reduziert (-23,4%).

ProSiebenSat.1 kürzt Sparpläne dank mehr Umsatz

Der deutsche TV-Konzern steigerte den Umsatz im 3. Quartal um 15 %.

Der deutsche TV-Konzern ProSiebenSat.1
Media konnte Umsatz und
Ergebnis im 3. Quartal 2005 nach vorläufigen
Zahlen deutlich steigern. Mit 415,9 Millionen Euro lag der
Konzernumsatz um 15 % über dem Vorjahresquartal. Das Ergebnis (Ebitda)
verbesserte sich um 177 % auf 60 Millionen Euro. Die erfreuliche
Entwicklung sei primär
auf höhere Werbeeinnahmen dank steigender Zuschauer-Marktanteile
zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung. Aufgrund des Umsatzplus
reduziert die ProSiebenSat.1-Gruppe
nun die Sparpläne, die zur Halbjahresbilanz gefasst worden waren. Statt
um 30 Millionen Euro sollen die operativen Kosten nur noch um 20
Millionen gesenkt werden.Trotz des erfreulichen Wachstums geht
das Unternehmen aber weiterhin davon aus, dass die Netto-TV-Werbeerlöse 2005
um rund 2 % rückläufig sein werden.

Schussfahrt mit Mister 12 Prozent

Vorsorge Pucci Sulzer kommuniziert den neuen Raiffeisen-Vorsorgeplan 3 mit einem Feuerwerk von Crossmedia und Pirmin Zurbriggen.

Vorsorge Pucci Sulzer kommuniziert den
neuen Raiffeisen-Vorsorgeplan 3 mit einem Feuerwerk von Crossmedia und
Pirmin Zurbriggen als Zündrakete und Sicherheit.Eine Rendite «bis zu 12 Prozent»
verspricht der Vorsorgeplan 3 der  Raiffeisenbank. Wie kann ein
solches Angebot publik gemacht werden, ohne als Lockvogel zu wirken
oder gar den gefürchteten «Kassensturz» auf den Plan zu rufen?
Die Berechnungen der Raiffeisenbanken sind ambitiös und trotzdem
seriös. «Pirmin Zurbriggen» lautete deshalb die personifizierte Lösung,
als Pucci Sulzer mit ihrem langjährigen Kunden Raiffeisenbank nach
einer Figur suchten, welche als Testimonial «12%» glaubhaft unter das
Volk bringen kann.
Pirmin Zurbriggen ist Olympiasieger, Weltmeister, Hotelier und Vater
mit zwei halbwüchsigen Kindern. Er dient der Vorsorgekampagne deshalb
exemplarisch für den Werte- und Bedürfniswandel, wie ihn jeder Mensch
in seinen Lebensphasen durchmacht. Zurbriggen entwickelte sich vom
jungen Athleten zum Familienmenschen und selbstverwirklichten
Unternehmer. Ein ideales Vorbild also, das sich nun um seine Vorsorge
Gedanken macht und deshalb mit der Raiffeisenbank in Kontakt treten
sollte.

Lockruf für die Website
Genau dies will das Feuerwerk an Anzeigen und Spotschaltungen
erreichen, das seit dem letzten Sonntag und noch bis zum 13. November
in den Schweizer Medien stattfindet. In einem Inserat oder gar Spot
kann die ganze Komplexität eines Vorsorgeplans und seiner
Steuerersparnis nicht erklärt werden. «Unsere Werbung hat deshalb nur
die Absicht, die Leute für eine weiterführende Information auf die
Website der Bank zu lenken», erklärt Berater Frank Mitteldorf bei Pucci
Sulzer. Auf www.raiffeisen.ch findet sich dann ein Kalkulator, mit
welchem nach der Eingabe von Einkommen, Wohngemeinde, Zivilstand und
Vermögen die Steuersparmöglichkeiten je nach jährlicher Einlage online
berechnet werden können.
Transportiert wird das Angebot mit einer crossmedialen Kampagne, die
über den gesamten Mix die Positionierung zwar stringent, aber je nach
Funktion des Mediums frei umsetzt. Mit Fantasie ist Pucci Sulzer in
Zusammenarbeit mit Konnex Media beim Platzieren der Inserate
vorgegangen. «Es wurde Wert darauf gelegt, dass konzentriert mit
wenigen Medienpartnern mittels Sonderformaten das Optimum an
Aktivierung realisiert wird», erklärt CD Däni Sulzer. Er ist überzeugt,
dass hier seine interdisziplinäre Projektorganisation «ein Ergebnis mit
messbarer Wirkung erzielen wird».
Vor allem bei den Ringier-Titeln verblüffen die Sonderformen. Im
SonntagsBlick verweist ein Balken unten auf der Frontseite auf eine
doppelseitige Anzeige mit Zurbriggen auf Seite 6 und 7. Dazu gibt es im
gleichen Blatt ein kleines Textinserat mit Details zu «Vorsorgen mit
Vorteilen». In der Schweizer Illustrierten wird die grosse Anzeige mit
einem Advertorial zu Zurbriggen ergänzt. In diesem wie eine
SI-Homestory gestalteten Text erklärt er, dass Spitzenleistungen schon
immer sein Ziel waren. «Als Weltmeister, als Olympiasieger und auch bei
der Vorsorge für meine Familie …» Und: «So wie Pirmin Zurbriggen
profitieren auch Sie von Spitzenresultaten von bis zu 12 Prozent
Rendite.» Solche Publireportagen sind auch in weiteren Medien ergänzend
zu den Anzeigen eingeplant.
Bei der Illustré hat es die Agentur «mit viel persönlichen
Verhandlungen» geschafft, dass im Titelblatt ein Loch gestanzt wird,
durch welches die blaue Raiffeisen-Anzeige durchschimmert. Beim L’Hebdo
ist das Inserat hinter dem Titelblatt als aufklappbarer Papillon
versteckt.

Hauptrolle für Kundenmagazin
Direct Mails, POS-Massnahmen, Lokalinserate, Plakate, Newsletter und
Kontobeilagen machen weiter darauf aufmerksam, dass die Aktion auch von
einem Wettbewerb begleitet wird. Eine wichtige Rolle bei der Promotion
des Vorsorgeplans3 spielt auch das Kundenmagazin Panorama des Schweizer
Verbandes der Raiffeisenbanken. Dieses erscheint achtmal pro Jahr in
drei Sprachausgaben und erreicht mit 440000 Exemplaren eine Leserschaft
von über 800000.
Ein Spot mit Pirmin Zurbriggen und seinen beiden Kindern beim Skifahren
ist mit grossem Aufwand in Saas Fee gedreht worden. Der Skistar wedelt
dabei beim Sausen über den Gletscher eine Zahl «12%» in den frischen
Schnee. Allerdings wird die Integrationsfigur hier bei den waghalsigen
Sprüngen über die Gletscherspalten von einem Stuntman gedoubelt.
Vielleicht ein Indiz, dass doch nicht alles stimmt mit diesen 12
Prozent? Tatsächlich klärt der Kalkulator auf der Website die neugierig
Gewordenen darüber auf, dass hier nicht der Zinsertrag, sondern «nur»
die Rendite nach Berücksichtigung der Steuerersparnis «bis zu 12
Prozent» betragen kann.
 

Andreas Panzeri

GEMI bleibt stabil

Werbemarkt Der Goldbach Electronic Media Index zeigte im September wenig Bewegung.

Werbemarkt Der Goldbach Electronic Media
Index (GEMI) zeigte im September wenig Bewegung. Das Gesamtergebnis der
elektronischen Medien blieb bei 310 Indexpunkten stehen. Auch der
Gesamtwerbemarkt verharrte bei 163 Punkten. Die TV-Werbung sank um
einen Zähler auf 313 Punkte, während die Radiowerbung um einen auf 252
Punkte stieg. Deutlich zulegen konnte die Onlinewerbung. Gegenüber den
im letzten Monat gemeldeten Zahlen stieg ihr Index um ganze sieben
Punkte auf 166. Dieser Sprung wird allerdings durch eine Nachbesserung
relativiert, die den August-Stand neu mit 164 Punkten beziffert.
Komplett überarbeitet präsentiert sich der Teletext-Index: Weil die
Eigenwerbung nicht mehr einbezogen wird, wurden die Zahlen für 2004 und
2005 neu berechnet. Mit früheren Daten ist der Index deshalb nicht mehr
vergleichbar. Während die Kurve inklusive Eigenwerbung für den
bisherigen Jahresverlauf eine Stagnation anzeigte, präsentiert sich die
bereinigte Statistik als deutlicher Abwärtstrend, der erst jetzt mit
einem Anstieg um einen auf 171 Punkte
gestoppt wurde. (cs/sm)

Crossmedia ist in

Ausbildung Nachdem dieses Jahr erstmals ein Crossmedia-Award vergeben wurde und das erste Crossmedia-Forum stattfand, bietet das Sawi wohl schon bald einen Lehrgang für Crossmedia an.

Ausbildung Nachdem dieses Jahr erstmals
ein Crossmedia-Award vergeben wurde und das erste Crossmedia-Forum
stattfand, bietet die Ausbildungsstätte Sawi in Biel wohl schon bald
eine Ausbildung für Crossmedia an. Diese soll primär in den Agenturen
«das Crossmedia-Verständnis und das Methodenwissen auf Beraterebene
implementieren». Initiantin des neuen Lehrgangs ist die Goldbach Media
AG, die elektronische und digitale Medien crossmedial vermarktet. Das
Sawi und der BSW sind nun daran, ein Konzept auf die Beine zu stellen.
Fest steht bisher aber nur, dass der Kurs im Dezember ausgeschrieben
und Anfang 2006 durchgeführt wird. Die Inhalte sind dagegen noch offen.
Vor allem müssen sich die drei Partner erst auf ein gemeinsames
Crossmedia-Verständnis einigen. Eine Nachfrage bei Sawi und BSW ergab,
dass dort noch keine Definition für den Begriff Crossmedia vorliegt.
(mk)

Zuger Media ernennt Daniel Troxler zum Verlagsleiter

Neben Unternehmenskommunikation, Lesermarketing und IT ist er neu auch für den Anzeigenverkauf zuständig.

Daniel Troxler ist neu alleiniger
Verlagsleiter der Zuger Media, die die Lokalzeitung Zuger Presse
herausgibt. Troxler war bisher für die Unternehmenskommunikation und
das Lesermarketing sowie für den IT-Bereich zuständig. Nun übernimmt er
auch die Verantwortung für den gesamten Anzeigenverkauf. Claudia
Rogenmoser, Leiterin Administration, betreut künftig auch einzelne
Verlagsmarketingprojekte und unterstützt Troxler in diesem Bereich. Der
bisherige Anzeigenleiter Thomas Akermann hat den Verlag verlassen.
Daniel Troxler ist seit Mai 2004 für die Zuger Media tätig. Zuvor war
er in der  Kommunikations- und Marketingberatung tätig und über
zehn Jahre lang Marketingleiter einer Grossbank in der Zentralschweiz.

Ins Rote getroffen

Gastronomie Zum erneuerten Café Rondell am Zürcher Bellevue hat TBWA Design und Werbemittel beigesteuert.

Gastronomie Das Café Rondell am Zürcher Bellevue ist wieder offen. Mit neuem Namen, neuem Konzept und TBWA als Hausagentur.Ist das Zürcher Bellevue der neue
Mittelpunkt Europas? Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich die
komplett sanierte Traminsel mit ihrem Café anschaut. Das Lokal steht
der grossstädtischen Architektur aus den Dreissigerjahren mit seinem
neuen Gastronomiekonzept der Gebrüder Rosenberger in nichts nach:
Caffè-Kultur und Italianità pur mitten in die Stadt.
Der Name «Caffè & Bar Bellevue» bringt das gastronomische Konzept
auf den Punkt – alles atmet den Geist Italiens. Eine Traumaufgabe für
die Agentur, gibt der Strategische Planer Cary Steinmann von TBWA zu
verstehen. Von der Namensgebung über das Logo- und Verpackungsdesign
bis zur Kampagne hat TBWA den Kunden beraten.
Beim Logo-Design liessen sich die Kreativen von der italienischen
Tricolore, der kreisförmigen Baukontur und von der Bedeutung des
Bellevue als Dreh- und Angelpunkt inspirieren. Während TBWA in der
witzig reduzierten Teaserkampagne der
dynamischen Architektur huldigt, dreht sich in der Folgekampagne alles
um die Tragtasche des Lokals: mal zum Cocktailglas umfunktioniert, mal
mit einem schiefen Turm aus Caffè-Cups oder geöffnet wie eine Jalousie.
Über zwanzig weitere saisonale und themenspezifische Sujets sind in der
Pipeline.   

Luca Aloisi

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