«Café Bâle» soll verjüngt werden

Regelmässige Zuschauer werden die Sitcom schon bald nicht mehr wieder erkennen.

Regelmässige «Café Bâle»-Zuschauer werden
die Sitcom schon bald nicht mehr wieder erkennen. Denn wie die Basler
Zeitung berichtete, strebt die Firma Allcomm, welche die Sendung unter
der Leitung des ehemaligen «10vor10»-Chefs Klaus Vieli produziert, eine
Verjüngungskur der Sitcom an. Deshalb werden die auslaufenden Verträge
der Schauspielerinnen Charlotte Heinimann und Dominique Lendi Ende Jahr
nicht erneuert. Als Reaktion auf diesen Entscheid gab auch Roland
Herrmann, der Dritte von vier Schauspielern, seinen Rückzug bekannt.
Der Autor und «Café Bâle»-Mitbegründer Roger Thiriet verlässt die
Sendung nach zehn Jahren ebenfalls. «Wir müssen frische Idee haben»,
erklärte Vieli gegenüber der BaZ. Roger Thiriet und die Schauspieler
hätten Hervorragendes geleistet, aber man brauche für die jüngeren
Zuschauer neue Identifikationsfiguren. Im Gegensatz zu den drei
abtretenden Schauspielern – laut Charlotte Heinimann wird einzig
Rinalda Caduff weiterhin im «Café Bâle» zu sehen sein – zeigte sich
Thiriet über die Trennung weder überrascht noch enttäuscht. Die Allcomm
produziert die Sitcom im Auftrag der Basler Zeitung Medien. Die
Zuschauerzahl pro Folge beträgt 200 000 bis 300 000, das Publikum ist
im Schnitt 63 Jahre alt.

Grübeln um «Cash daily» geht weiter

Die Freiburger Tageszeitung La Liberté bringt eine neuen Version der geplanten Line Extension in Umlauf.

Das Rätselraten um
Ringiers geplante Line-Extension «Cash daily» geht in die nächste
Runde. Während die Bilanz im September von einer täglichen Abendzeitung
mit 16 Tabloid-Seiten berichtete, brachte Marco Castellaneta
vergangene Woche gegenüber der
Freiburger Tageszeitung La Liberté ein neues Szenario ins Spiel. Die
Abendzeitung könnte eine
mindere Rolle einnehmen, so der Ringier-Kommunikationschef. Man denke
an eine Multikanalplattform mit Internet und TV, die einmal wöchentlich
von einer gedruckten Zeitung ergänzt werden könnte. Allerdings sei in
der Sache noch nichts entschieden. Dies betonte Castellaneta auch auf
Anfrage der
Werbewoche. Er wollte keine der beiden Versionen bestätigen, denn das Produkt stecke immer noch in der Projektphase.

Wieden & Kennedy gewinnt weltweites Coca-Cola-Mandat

Die weltweit tätige Werbeagentur hat den Konkurrenten Berlin Cameron geschlagen.

Die weltweit tätige Werbeagentur Wieden
& Kennedy hat den Pitch für eine globale  Coca-Cola-Kampagne
gewonnen. Wie einem Artikel von Advertising Age zu
entnehmen ist, setzte sich Wieden & Kennedy in der Schlussrunde des einjährigen Auswahlverfahrens gegen Berlin Cameron
durch. In den vergangenen Jahren setzte Coca-Cola stets auf
länderspezifische Kampagnen. Die neue Idee beinhaltet nun ein globales
Konzept, welches in die Richtung der McDonald’s- Kampagne «I’m loving
it» gehen soll und nur wenn nötig minimale kulturbedingte Änderungen
erfahren soll. Beim Honorar für den Gewinner Wieden & Kennedy soll
es sich laut Spekulationen um einen mehrstelligen Millionenbetrag
handeln. 

Le Matin Bleu startet in 44 Zentren

Am kommenden Montag kommen die Westschweizer erstmals in den Genuss von Le Matin Bleu.

Am kommenden Montag kommen die
Westschweizer erstmals in den Genuss von Le Matin Bleu. Die
Gratiszeitung startet mit rund 100 000 Exemplaren, die laut einer
Medienmitteilung in 44 Städten und Ortschaften von Genf bis Aigle über
Fribourg und Yverdon-les-Bains verteilt werden. Das Verlagshaus
Edipresse wird die Erstausgabe ab sechs Uhr morgens in ca. 400 Boxen
auflegen und an Bahnhöfen verteilen. Wie die SDA berichtet, zeigte sich
Edipresse-Generaldirektor Tibère Adler an der Medienkonferenz vom
Donnerstag äusserst zuversichtlich: «Ich bin hundertprozentig überzeugt,
dass die Le-Matin-Gruppe dank der neuen Gratiszeitung insgesamt
wachsen wird.» Die 20-köpfige Redaktion wird eine Tageszeitung
produzieren, die sich vor allem an die «junge, urbane und aktive
Bevölkerung» richtet – ähnlich dem geplanten Konkurrenzprodukt  20
minutes von Tamedia, dessen Lancierung am Montag bekannt gegeben wurde.
Doch auch trotz dieser Ankündigung plant Edipresse keinen
Strategiewechsel, denn laut Gesamtprojektleiter Théo Bouchat halte der
Verlag mit verschiedenen Werbe-Kombinationen eine «furchterregende
Waffe» in den Händen.

Swiss TXT und TeleZüri kooperieren im Reisebereich

Das Reiseangebot des Teletexts von SF1 ist ab Januar 2006 auch auf dem ZüriText von TeleZüri abrufbar.

Das Reiseangebot des Teletexts von SF1 ist
ab Januar 2006 auch auf dem ZüriText von TeleZüri abrufbar. Das Gefäss
umfasst Lastminute-Angebote auf den Seiten 400 bis 439, den
Reisekatalog auf Seite 444 sowie die Touristik-Angebote im Bereich 520
bis 560. Zusammen mit dem Online-Reisemarktplatz Planet Holiday, der
monatlich 1,5 Millionen Mal kontaktiert wird,  bilden die Angebote
die grösste Schweizer Vergleichs- und Verkaufsplattform für Reisen.
Planet Holiday ist ein Produkt der Swiss TXT, welche diesen als
crossmediale Reiseplattform über die Kanäle Teletext, Internet und
Mobile betreibt. Mit Portal-Partnerschaften, unter anderem search.ch
und romandie.com, konnte die Marktpräsenz seit 1997 massiv ausgebaut
werden.

Car4you geht neue Kooperationen ein

Die Fahrzeugbörse arbeitet ab sofort mit Autobild.ch und 20minuten.ch zusammen.

Die Fahrzeugbörse Car4you erweitert ab sofort ihre bestehenden Kooperationen mit
den Websites autobild.ch und 20minuten.ch. Fahrzeugsuchende finden nun
durch diese neue Zusammenarbeit die auf Car4you erfassten Angebote in
über
zwanzig Internetportalen, darunter blick.ch, tagesanzeiger.ch, search.ch,
acs.ch und bluewin.ch. Der Online-Fahrzeugmarkt wurde 1997 gegründet
und bietet potenziellen Autokäufern inzwischen Zugang zu rund 80 000
Fahrzeugangeboten.

Adlink nimmt Comparis.ch ins Portfolio

Der Online-Vermarkter betreut neu den Internetvergleichsdienst.

Der Online-Vermarkter Adlink  und der
Internetvergleichsdienst Comparis.ch haben eine
Vermarktungspartnerschaft geschlossen. Die werberelevante Zielgruppe
auf Comparis.ch bestehe vorwiegend aus informierten Konsumenten, die
ihre Kaufentscheidungen aufgrund ihrer Vergleiche im Internet träfen,
schreibt Adlink. Die Plattform verzeichne in der MMXI-Messung vom
September 245’000 User und über 6,3 Millionen Page Views.

Radio Sunshine testet HD-Radio als DAB-Alternative

Ab Mitte 2006 startet der Zentralschweizer Sender einen Feldversuch mit der digitalen Technologie. Da sie auf UKW basiert, soll sie kostengünstiger umgesetzt werden können als DAB.

Ab Mitte 2006 starten Radio Sunshine und
die Medienberatungsfirma Ruoss AG einen umfangreichen Feldversuch mit
High Definition (HD) Radio. Dieser Standard erlaubt es, über UKW
zusammen mit dem Analog-Signal auch digitale Daten zu übertragen. Damit
kann nicht nur das analoge Programm auch digitalisiert verbreitet
werden, sondern es lassen sich zusätzliche Programme und Datendienste
aufschalten. Im Feldversuch wird das einerseits Sunshine selbst sein,
anderseits ein weiteres Programm (als mögliche Beispiele werden Swiss
Music Radio oder Eviva genannt) und ein Infodienst mit einer Schleife
von Wortbeiträgen.
Während die HD-Technik in Europa noch praktisch unbekannt ist, steht
sie in den USA kurz vor der Marktreife: Bei 500 Sendern ist HB-Radio
laut Markus Ruoss, Inhaber der Ruoss AG und Mehrheitsaktionär von Radio
Sunshine, bereits in Betrieb, 3500 weitere haben sich dazu
verpflichtet. Die Empfangsgeräte sollen ab kommendem Jahr auf den
Massenmarkt kommen. In der Schweiz sind sie dagegen noch nicht
erhältlich.
Das Bundesamt für Kommunikation hat Sunshine und der Ruoss AG im August
die Konzession für einen zweijährigen Versuch erteilt. Getestet wird
unter anderem, wie sich HD-Radio auf den Empfang von Sendern auf
benachbarten Frequenzen auswirkt und welche Kosten für eine Umrüstung
anfallen würden. Beim finanziellen Aufwand sieht Markus Ruoss auch
einen der Hauptvorteile von HD-Radio gegenüber dem stärker propagierten
Digital Audio Broadcast (DAB): Weil das Signal über UKW verbreitet
wird, kann ein Grossteil der bisherigen Investitionen ins Sendernetz
übernommen werden, während für DAB ein ganz neues Netz aufgebaut werden
muss. Ruoss sieht HD-Radio nicht als Ersatz für die trotz grossem
Aufwand noch wenig akzeptierte DAB-Technik, sondern als kostengünstige
Alternative für Stationen mit kleinerem Budget, besonders für regionale
und lokale Veranstalter. Der Radiospezialist ist überzeugt, dass es in
Zukunft sowieso keine einheitliche Plattformen wie heute UKW geben
wird, sondern digitale Programme über eine Vielzahl von Technologien
ausgestrahlt werden. Doch leider würden in der Schweiz nahe liegende
Möglichkeiten wie HD-Radio oft gar nicht geprüft, bedauert Ruoss.
Deshalb ergreife er nun selbst die Initiative.
Billig ist das nicht: Für den zweijährigen und zweistufigen Versuch
sind 400’000 Franken budgetiert. 100’000 Franken tragen Sunshine und
die Ruoss AG selbst, für den Rest werden Sponsoren gesucht. Einig ist
sich Ruoss bereits mit einigen Ausrüstern wie den US-Frimen Broadcast
Electronics und iBiquity Digital Corporation und der italienischen
Firma RVR. Daneben habe er mündliche Zusagen von grösseren
Veranstaltern, die sich beteiligen wollen, sagte Ruoss der Werbewoche.
Allerdings sei noch nichts spruchreif. Der Verband Schweizer
Privatradios beteiligt sich mit 10’000 Franken. Ein spezielles Angebot
macht Ruoss den Radiostationen: «Wer mindestens 50’000 Franken Cash
bringt, wird als zweites Programm aufgeschaltet.»

Stefano Monachesi

Argovia sendet aus Einstein

Ab November verwandelt Radio Argovia das Restaurant Einstein regelmässig in ein Sendestudio.

Ab November verwandelt Radio Argovia das
Restaurant Einstein regelmässig in ein Sendestudio. Ab dem 2. November
veranstaltet der Sender im Lokal, das direkt unter dem Radiostudio im
neuen  AZ-Medienhaus daheim ist, einmal im Monat
(jeweils mittwochs) Unplugged-Konzerte mit Aargauer Künstlern und Bands
und überträgt diese live im Äther. Auch die Morgenshow mit Michel
Erismann sendet Anfang November aus dem Restaurant. Bei «Breakfast at
Einstein’s» können Zuhörer live beim Frühstück mit Victor Giaccobo, Mike
Müller oder Ursus und Nadeschkin dabei sein.

Berner Regierung will France 3 im Cablecom-Netz

Der Regierungsrat des Kantons Bern bittet den Kabelnetzbetreiber darum, France 3 wieder ins analoge Grundangebot für die Stadt Bern aufzunehmen.

Der Regierungsrat des Kantons Bern bittet
den Kabelnetzbetreiber Cablecom darum, France 3 wieder ins analoge
Grundangebot für die Stadt Bern aufzunehmen. Cablecom hat den
französischen TV-Sender im Dezember 2004 ins Pay-TV verlagert. Zum
Empfang sind nun laut einer Mitteilung der Regierung ein Digitaldecoder
und ein Abonnement (25 Franken pro Monat) nötig. Die Cablecom geniesse
im Bereich des Kabelfernsehens faktisch eine Monopolstellung, heisst
es. Deshalb sei der Regierungsrat der Ansicht, dass ihr analoges
Grundangebot neben den Schweizer Kanälen auch die nationalen Sender aus
den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien
umfassen sollte, solange das Digitalfernsehen noch nicht Standard
geworden sei.

Couchepin empfängt Reding anlässlich Media-Abkommen

Viviane Reding, EU-Komissarin für Informationsgesellschaft und Kommunikation, war am Donnerstag in Bern zu Besuch.

Bundesrat Pascal Couchepin hat am Donnerstag in
Bern Viviane Reding, EU-Komissarin für Informationsgesellschaft und
Kommunikation, empfangen. Wie das Eidgenössische Departement des Innern
in einer Medienmitteilung bekannt gab, fand das Treffen im Hinblick auf
das am 1. Januar 2006 in Kraft tretende Media-Abkommen zwischen der
Schweiz und der Europäischen Union statt. Das Abkommen ist Teil der
Bilateralen Verträge II und regelt die Teilnahme des Bundes an den
Programmen der EU im Bereich der Audiovision. Im Vordergrund stehen
dabei die Förderung der Entwicklung und des Vertriebs audiovisueller
Werke sowie die Förderung der Fortbildung, was der schweizerischen
Filmbranche konkrete Vorteile bringen soll. Wie der Mitteilung zu
entnehmen ist, äusserte Viviane Reding während ihrem Besuch ihre
Zufriedenheit über die Beteiligung des Bundes am europäischen Programm.
Die Schweiz hat das Media-Abkommen, an welchem sie mit 4,2 Millionen
Euro beteiligt ist, am 17. Oktober 2005 ratifiziert, die EU muss
ihrerseits bis spätestens Ende November das Genehmigungsverfahren
abschliessen.

Florian Walz arbeitet neu für Swiss Poster Research

Per sofort wechselt Florian Walz innerhalb der Affichage Holding von der E-Advertising AG in Winterthur ins Departement Corporate Development der Konzernleitung.

Per sofort wechselt Florian Walz innerhalb
der Affichage Holding von der E-Advertising AG in Winterthur ins
Departement Corporate Development der Konzernleitung. Nach seiner
langjährigen Tätigkeit in namhaften Mediaagenturen arbeitete Florian
Walz in den letzten zwei Jahren als Mediaberater und stellvertretender
Geschäftsführer bei E-Advertising. In seiner neuen Funktion als Chief
Researcher Innovation and Technology widmet sich Walz zukünftig den
technologischen Entwicklungen des gesamten Out-of-Home-Marktes und wird
ab 1. Januar 2006 die Projektleitung für die Grundlagenforschung von
Swiss Poster Research übernehmen.
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