Petition gegen Werbebildschirme und Leuchtdrehsäulen in Zürich lanciert

Die IG Plakat/Raum/Gesellschaft lanciert auf Schoenes-zuerich.ch eine Petition gegen den Beschluss des Stadtrats, zehn Werbebildschirme und dreissig Leuchtdrehsäulen im öffentlichen Grund zu bauen.

Im März hat der Zürcher Stadtrat beschlossen, 2016 zehn Werbebildschirme und dreissig Leuchtdrehsäulen im öffentlichen Raum zu bauen. Finanziert mit über einer Million Franken an Steuergeldern, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. «Damit begeht der Stadtrat einen Tabubruch, waren doch Werbebildschirme in der Vergangenheit nicht erlaubt. Der Stadtrat läutet eine neue Ära der Privatisierung des öffentlichen Raums durch Aussenwerbung ein, die nicht mehr rückgängig zu machen sein wird.» so die Mitteilung weiter. Die Grundlagen für den Stadtratsentscheid sind zwei Strassenumfragen sowie eine nicht veröffentlichte Energiebilanz des Testbetriebs mit zwei Bildschirmen und fünf Drehsäulen. «Die Umfragen erweisen sich bei genauer Betrachtung als unwissenschaftlich und in vielen Punkten tendenziös und manipulativ. Dennoch hat sich gezeigt, dass 57 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher der Meinung sind, es gebe zu viel Werbung in der Schweiz, in manchen Altersgruppen gar 88 Prozent.» Nachdem ein Gespräch mit Stadtrat André Odermatt vom Hochbaudepartement nicht zu einem Umdenken geführt habe, sei die Petition, welche vom Stadtrat fordert, auf die zehn Werbebildschirme und dreissig Leuchtdrehsäulen zu verzichten, lanciert worden. (hae/pd)

Teaserbild: Clear Channel

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Berner Kommunikationspreis 2015 geht an die Leichtathletin Mujinga Kambundji

Die Sprinterin Mujinga Kambundji erhält den 5. Berner Kommunikationspreis. Die Berner Public Relations Gesellschaft BPRG zeichnet sie aus, weil Sie nicht nur schnell rennt, sondern auch glaubwürdig und authentisch kommuniziert.

Die Preisverleihung fand am Montagabend an einem Festakt mit über 150 Gästen im Pavillon auf dem Gurten statt.

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Sympathisch, offen, authentisch – so charakterisieren Familie, Freunde und Sportfans Mujinga Kambundji. Und genauso kommuniziert die Berner Sprinterin auch – im Sieg und in der Niederlage. An der Leichtathletik-EM 2014 wurde sie innert weniger Tage von der guten Leichtathletin zur national bekannten Persönlichkeit. Mit ihren Leistungen und ihrer sympathischen Art begeisterte sie das Publikum im Stadion und vor dem Bildschirm. Ihr sportliches Missgeschick im Staffel-Finale meisterte sie menschlich und kommunikativ mit Bravour: indem sie sich den Kameras und den kritischen Fragen der Journalisten stellte und diese authentisch und überzeugend beantwortete. Cla Martin Caflisch, BPRG-Präsident, ist beeindruckt, wie sie die Krise meisterte: «Statt zu einer tragischen Heldin wurde sie zur Königin der Herzen und zu einem Aushängeschild der Schweizer Leichtathletik.»

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Die BPRG vergibt jedes Jahr den Kommunikationspreis an eine Persönlichkeit, die ohne entsprechende Fachausbildung aussergewöhnliche kommunikative Leistungen erbringt. Der Preisträger erhält ein eigens angefertigtes Werk des Berner Künstler Kornel Stadler und stellt sein kommunikatives Können im Talk mit Ueli Schmezer unter Beweis.

Bisherige Preisträger

2011 Steff la Cheffe Beatboxerin und Rapperin
2012 Bernd Schildger Tierparkdirektor
2013 Francis Foss Pauchard Olmo-Gründer
2014 Hans Zurbrügg Gründer und Präsident Internationales Jazzfestival Bern

Die Berner Public Relations Gesellschaft BPRG ist eine der sieben Regionalgesellschaften des nationalen Berufsverbands PR Suisse mit über 1500 Mitgliedern.

 

Bell geht neue Wege im Mobile Advertising

Bell setzt für die Grillsaison auch auf eine Mobile-Native Advertising-Kampagne und wirbt neu in der Einkaufslisten-App des Startups Bring Labs aus Zürich. Bell möchte damit gezielt Konsumenten mit einer Kaufabsicht im stetig wachsenden Mobile Kanal ansprechen.

Bell Schweiz ist der grösste Fleischwarenhersteller und eine der bekanntesten Marken in der Schweiz. Seit kurzem wirbt das Unternehmen neu auch in der Bring-App. Die Einkaufslisten-App wird vom Zürcher Unternehmen Bring Labs entwickelt. Bring («Bring!») bietet Bell die Möglichkeit, zielgerichtet in einer Mobile App die Produkte und die Marke Bell zu bewerben. Dank Bring ist Bell auch eines der ersten Unternehmen, das seine Produkte auf der neuen Apple Watch promoten wird.

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Die Verlagerung von Desktop auf Mobile nimmt auch im Werbebereich weiter rasant zu. Diesen Trend verfolgt auch Bring Labs und bietet seit kurzem neue, innovative Werbemöglichkeiten für Brands und Retailer in ihrer iOS und Android App an. Mit Bell arbeitet Bring seit dem 1. Mai 2015 zusammen. «Die Kooperation mit einem so wichtigen Unternehmen wie Bell bestätigt uns darin, dass wir mit unseren zielgerichteten Produkten einen Mehrwert für Brands kreieren» meint Marco Cerqui, CEO Bring Labs. «Wir freuen uns sehr, dass wir zusammen mit Bell diese Kampagne fahren können. Die User Experience ist auf dem Mobile-Kanal elementar. Die native Integration der Bell-Kampagne respektiert die User Experience und macht die Kampagne darum glaubhafter und effizienter.»

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Mit der Bring App planen Konsumenten ihre regelmässigen Lebensmittel- und Konsumgütereinkäufe. Im Laden angekommen, kaufen die Anwender dann anhand der ausgewählten Produkte in Bring ein. «Die Nähe zum Konsumenten zum Zeitpunkt des Kaufentscheids sind Vorteile, welche wir so nur in Bring gefunden haben.» bestätigt Daniel Kaufmann, Verantwortlicher für Online-Marketing bei Bell. Ein weiteres wichtiges Argument des Zürcher Startups: Das Smartphone hat der Konsument immer mit dabei. Sieht er eine Bell-Werbung im TV oder in einer Zeitung, begleitet ihn die Marke Bell bis auf den elektronischen Einkaufszettel. So können Multi-Channel-Kampagnen noch effizienter gestaltet werden und wirken bis zum Point Of Sale.

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Bring Labs ist ein Schweizer Startup mit Sitz in Zürich. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet die Einkaufslisten-App Bring, eine der bekanntesten Apps aus der Schweiz. Bring ist für iOS und Android verfügbar und unterstützt als eine der ersten Apps auch die neue Apple Watch und Android Wear Uhren. Das Konzept von Bring unterscheidet sich von der Konkurrenz durch Einfachheit, Funktionen für den Einkauf in Mehrpersonenhaushalten (Social Shopping) und eine hohe User Experience. Bring Labs arbeitet bereits erfolgreich mit mehreren nationalen sowie internationalen Partnern aus den Bereichen IT, Retail, Konsumgüter und Advertising zusammen und wird diese Kooperationen weiter ausbauen.

N+S gewinnt Swiss Print Award 2015

Mit dem von Jung von Matt/Limmat für Migros kreierten Taschenbuch «100 Dinge, die man gemacht haben sollte» gewinnt Neidhart + Schön Mediasolutions den Swiss Print Award 2015.

Auf rund 140 bunt illustrierten Seiten schlug Migros im Sommer 2014 die unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten für drinnen und draussen, für Regen und Sonne, für Jung und Alt vor. Für das Sommer-Ideenbuch liess sich Jung von Matt/Limmat 100 Tipps gegen Langeweile einfallen (Werbewoche.ch berichtete). Das Werk kommt im praktischen Taschenbuchformat daher, so dass es sich im Alltag überall mitnehmen lässt. Dabei lebt das Buch von den vielen Bildern und Illustrationen, Zeichnungen und den Ideen. Zum anderen begeistern die Haptik, die vielen kleinen Beilagen und die auffälligen Panoramaseiten. Gedruckte Tattoos, die sich mit etwas Wasser auf beliebige Körperstellen aufbringen lassen, Duftkarten, die Blumen und Gewürze riechen lassen, Samenpapier, das sich im Beet schnell auflöst und den im Papier enthaltenen Blumensamen freigibt – es wurde gestanzt, geprägt, es gibt Seiten zum Ausklappen, Sonderfarben, Lacke, Prägungen und vieles mehr.

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Der Swiss Print Award 2015 ist eine fantastische Reise quer durch die Papierlandschaft mit allen Drucktechniken, Veredelungs- und Weiterverarbeitungsideen. Die Preisverleihung fand am 7. Mai 2015 in Bern statt.

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Träger des Swiss Print Award sind die Zeitschriften Druckmarkt Schweiz und Viscom Print & Communication, ASW Allianz Schweizer Werbeagenturen, GIB Zürich Kaderschule, der Academy Club der Skugra und Papyrus Schweiz.

Zu guter Letzt: 20 Jahre im Getty-Fokus

Getty Images feiert den 20. Geburtstag. Eine globale Jubiläumskampagne zeigt, wie sich in dieser Zeit Prominente wie Bill Clinton oder Scarlett Johansson verändert haben.

Die Bildagentur hat in den vergangenen 20 Jahren sagenhafte 80 Millionen Fotos angesammelt. Darunter 32’246 Fotos von Bill Clinton, 54’831 von Serena Williams, 69’480 von Prinz William und 23’570 von Scarlett Johansson. Die brasilianische Agentur AlmapBBDO Sao Paulo hat mit viel Arbeit eine solide Idee in ein verblüffendes Ergebnis verwandelt und von jedem Prominenten über 100 Porträts der vergangenen zwei Dekaden feinsäuberlich chronologisch angeordnet. Ein 100-prozentiger Hingucker. Das überraschende Fazit: Wir werden alle älter. Und manchen Zeitgenossen bekommt etwas Reife eigentlich ganz gut. Königliche Haare auf dem Kopf sind ohnehin überbewertet. (hae)

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Publicis: Bibi beschenkt Royal Babys in der Schweiz

Publicis und Bibi feiern die Geburt des Royal Babys mit Gratis-Nuggis.

Am 2. Mai kam im britischen Königshaus die Prinzessin Charlotte zur Welt. Doch nicht nur im United Kingdom werden Royal Babys geboren. Denn jedes Baby ist für seine Eltern eine kleine Prinzessin oder ein kleiner Prinz. Für Publicis Grund genug, die Geburt von Her Royal Highness Charlotte für eine Promotion von Nuggis der Schweizer Marke bibi zu nutzen: Bibi schenkt allen Prinzessinnen und Prinzen, die am 2. Mai 2015 in der Schweiz geboren wurden, einen Nuggi. Die Promotion wurde gleichentags online aufgeschaltet.

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Verantwortlich bei Lamprecht: Nadine Lecler (Head of Marketing Baby & Mother Care). Verantwortlich bei Publicis: Ralph Halder (ECD), Mathias Kröbl (Grafik), Marianne Zweifel, Albert Matzinger (Text), Gina Armellino (Beratung).

 

Kostenloser Promifaktor – wie Unternehmen von unfreiwilligen Markenbotschaftern profitieren

Unternehmen können durch berühmte Kunden unbezahlbare Aufmerksamkeit erlangen und ihr Markenimage stärken. Aber das Setzen auf den kostenlosen Promifaktor gleicht einem Glücksspiel und birgt auch Risiken.

Prominente und erfolgreiche Werbung – eine Kombination, die vielen Marketern nahezu ein Naturgesetz zu sein scheint. Zumindest nimmt die Anzahl an Testimonial-Kampagnen stetig zu, wie eine aktuelle Studie von CPI Celebrity Performance zeigt. Besonders die erfolgreichen Athleten zuschauerträchtiger Sportarten stehen dabei hoch im Kurs, versprechen sie doch meist geradezu lehrbuchhafte TestimonialCharakteristika: gutes Aussehen, allgemeine Bekanntheit, ein hohes Ansehen in der sportbegeisterten Zielgruppe und im Idealfall eine charismatische Ausstrahlung. Das typische Image eines Leistungssportlers tut sein Übriges: (Selbst-)Disziplin und Ehrgeiz verknüpft mit Jugend und überdurchschnittlichem Erfolg. Welches Unternehmen möchte diese Eigenschaften nicht auf seine Produkte oder im besten Fall auf die gesamte Marke übertragen wissen?

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Athleten – glaubwürdig, aber teuer

Empirische Studien scheinen Marketern, die auf den Sportlerfaktor setzen, recht zu geben. So beziffert eine 2012 veröffentlichte Studie der Harvard Business School die durchschnittliche Umsatzsteigerung durch den Einsatz von Starsportlern als Markenbotschafter auf vier Prozent. Laut einer Untersuchung der ESB-Business-School der Hochschule Reutlingen werden Athleten zudem als glaubwürdiger bei der Vermittlung von Werbebotschaften eingestuft als prominente Schauspieler, Sänger und Politiker. Der Einsatz eines Spitzenathleten als Markenbotschafter ist jedoch bekanntlich meist mit exorbitanten Werbegagen verbunden. So verdiente Tennisass Roger Federer laut Forbes im Jahr 2014 insgesamt mehr als 40 Millionen Dollar durch Verträge mit unter anderem Nike, Credit Suisse, Mercedes-Benz und Gillette. Besteht jedoch kein ausreichender Fit zwischen Produkt und Sportler oder behalten die Verbraucher bei einem Athleten, der schon für Chips, Würste und Kopfhörer geworben hat, irgendwann einfach nur och den Sportler und nicht mehr die beworbene Marke im Hinterkopf, besteht die Gefahr, dass die teure Testimonial-Kampagne in der Masse der -unzähligen Promi-Spots untergeht. Das werbende Unternehmen setzt dann im besten Fall richtig viel Geld in den Sand, im schlechtesten Fall leidet auch das Image der Marke. Ganz davon zu schweigen, dass sich kleinere Unternehmen mit einem niedrigen Werbebudget oder Start-ups entsprechende Topsportler als Testimonials überhaupt nicht leisten können.

Kostenlose Markenbotschafter: Imagebooster?

Wie praktisch wäre es da, auch ganz ohne Multimillionenvertrag und damit ohne finanzielles Risiko vom Image eines bekannten Athleten profitieren zu können – am besten bei maximaler Authentizität des Testimonials. Wunschdenken? Nicht unbedingt. Man muss als Unternehmen nur richtig viel Glück haben, so wie beispielsweise das Modelabel Superdry. Dank der unbezahlten Unterstützung der Werbe- und Fussballikone David Beckham erlangten dessen Produkte weltweite Aufmerksamkeit. Mitbegründer James Holder entdeckte im Jahr 2005 rein zufällig den damals neuen David-Beckham-Kalender im Schaufenster eines Schreibwarenladens. Und was prangte da prominent auf dem Titelbild? Der englische Fussballstar im blauen T-Shirt mit der Aufschrift «OSAKA 6», welches Holder höchstpersönlich für sein damals zwei Jahre altes Start-up entworfen hatte. Einen Werbevertrag mit Beckham hätte sich das damals noch junge Unternehmen, das bis heute keine Endorsement-Verträge mit Prominenten eingeht, wohl niemals leisten können. Aber durch Beckham, der noch des Öfteren in SuperdryKleidung gesichtet werden sollte, gewann Superdry nicht nur internationale Aufmerksamkeit. Die kostenlose «Testimonial-Werbung» des stylischen Fussballstars bot zudem eine Authentizität, die bezahlte Kampagnen der Natur der Sache nach nur schwerlich vermitteln können: Verbraucher vertrauen einer Nielsen-Umfrage zufolge unternehmensunabhängigen Empfehlungen von Freunden und Bekannten sowie Bewertungen in Online-Kommentaren im Allgemeinen deutlich stärker als klassischen Werbeformen. Ein mehr oder weniger zufällig geschossenes Bild eines Promis beim Tragen eines neuen Labels, Fahren eines schnellen Autos oder Verzehren eines appetitlich aussehenden Burgers ist dabei eine unternehmensunabhängige Empfehlung der Extraklasse. Umso bekannter und vorbildhafter der abgebildete Sportler oder Prominente, umso besser.

So dürfte sich auch Land Rover über die kostenlose Unterstützung durch Manchester-United-Star Wayne Rooney gefreut haben: Zahlreiche Bilder und Artikel über den Stürmer und seinen massgeschneiderten Range Rover kursierten im Netz. Dabei soll Rooney den Range Rover sogar luxuriösen Autos des offiziellen Manchester-United-Sponsors Chevrolet vorgezogen haben. Das Beispiel zeigt somit auch, dass teure Sponsoring-Kampagnen immer ein gewisses Risiko bergen. Die laut «Mail» immerhin rund 53 Millionen Euro teure Chevrolet-Kampagne dürfte durch die unfreiwilligen Werbefahrten des Briten und seiner Mannschaftskollegen, die ebenfalls weiterhin in ihren Porsche und Mercedes– Karossen gesichtet wurden, zumindest nicht gerade befördert worden sein.

Unautorisierte Bilder können teuer werden

Passive und kostenlose Promotion von Marken durch Athleten und sonstigen Promis klingt verführerisch, gleicht aber letztendlich doch einem Glücksspiel, denn sie kann natürlich nicht vorhergesehen oder gar gezielt geplant werden. Auch sollten Unternehmen im ersten Glückstaumel angesichts des gerade aufgetauchten Fotos eines Spitzensportlers in den neu herausgebrachten Laufschuhen nicht alle Vorsicht über Bord werfen und die «Beweis-fotos» ungehemmt über die eigene Website und soziale Medien verbreiten. «Entsprechende Bilder dürfen nur beschafft und verwendet werden, wenn die abgebildete Person dazu ihre Einwilligung erteilt hat, alles andere wäre eine Verletzung des Rechts am eigenen Bild. Wenn es sich um eine Bildverwendung zu Werbezwecken handelt, ist eine ausdrückliche Einwilligungserklärung der betroffenen Person notwendig», gibt Dr. Andreas Meili, Anwalt für Medien- und Werberecht in Zürich, zu bedenken. «Zwar muss sich eine prominente Person grössere Eingriffe in ihre Persönlichkeitsrechte gefallen lassen als normale Personen; dies gilt aber nur, wenn solche Eingriffe durch ein überwiegendes öffentliches Interesse gedeckt sind. Die Beschaffung und Verwendung von Bildern von Prominenten mit Produkten steht jedoch nicht im überwiegenden öffentlichen Interesse, sondern im privaten Werbeinteresse des betreffenden Produktanbieters.» In einem solchen Fall stelle die unautorisierte Beschaffung und Verwendung solcher Bilder folglich eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung dar, so Meili. Auch die Verwendung des Namens von Prominenten, welche in erster Linie der Werbung von Produkten des Anbieters dient, sei nur zulässig, wenn der betreffende Prominente darin eingewilligt habe. Hinzu komme, dass viele Prominente exklusive Werbeverträge mit bestimmten Produktanbietern abgeschlossen haben und damit gutes Geld verdienen. «Deshalb wehren sie sich meistens auch gegen Dritte, welche mit ihrem Namen und ihrem Bild als ungefragte Werbeträger Werbung treiben wollen», sagt Meili.

Die FAZ musste dies schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Tennisstar Boris Becker verklagte den Verlag, weil die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sein Bild neben der Schlagzeile «Der strauchelnde Liebling» im Herbst 2001 ohne Autorisierung auf einer fiktiven Titelseite im Rahmen der Werbekampagne zur Einführung des Blattes abgebildet hatte. Das Landgericht München gab dem ehemaligen Tennisidol recht und verurteilte den Zeitungsverlag zur Zahlung von 1,2 Millionen Euro plus Zinsen an Becker.

Vergleichbare Fälle mit Schweizer Prominenten enden Meilis Erfahrung nach zwar meist mit Vergleichen, werden also nicht gerichtlich, da die Rechtslage relativ klar ist. Dennoch kann die so praktisch erscheinende, kostenlose Werbung schnell richtig teuer werden. Unternehmen, die Fotos von bekannten Sportlern, Schauspielern oder Politikern beim Nutzen ihrer Produkte entdecken, können zwar durchaus darauf hoffen, dass sich das Bildmaterial durch mediale Berichterstattung oder soziale Medien ganz ohne ihr Zutun weiterverbreitet und so die Bekanntheit und Popularität der eigenen Marke ankurbelt. Selbst aktiv werden können Sie jedoch rechtlich gesehen kaum. Dennoch: Marken, die durch ihr Design oder auffällige Logos für Wiedererkennungswert sorgen, schaffen immerhin beste Voraussetzungen dafür, dass im Fall eines mit dem Produkt gesichteten prominenten Kunden auch ohne eigenes Zutun ein Stück von dessen Bekanntheit auf sie abstrahlt.

Jessica Kliem hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaft studiert. Nach einem Volontariat in der Verlagsbranche ist sie derzeit bei der englischen Agentur Searchlaboratory im Bereich Online-Marketing tätig.

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Bild: Keystone

JvM/Brand Identity entwickelt Kraftstoffmarke

«Für wirksamen Schutz, für wirksame Pflege, mit Sicherheit.» ist das Produktversprechen, das Jung von Matt/Brand Identity für Socar Energy Switzerland entwickelt hat und fasst zusammen, was der neue Premium-Kraftstoff leistet.

Zum einen legen sich schützende Kraftstoffadditive wie eine zweite Haut über die empfindlichen Teile des Motors. Zum anderen sorgen Reinigungszusätze dafür, dass bereits existierende Ablagerungen, die durch das Tanken von nicht additivierten Kraftstoffen entstanden sind, entfernt werden.

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Jung von Matt/Brand Identity entwickelte die Markenstrategie, den Namen und das Brand Design. «Wir haben den Namen aus über 300 Vorschlägen sorgfältig ausgesucht. Velvet assoziiert Pflege, ist sehr merkfähig und besitzt eine starke Eigenständigkeit im Bereich der Mobilität» erklärt Thomas Deigendesch, Geschäftsführer von Jung von Matt/Brand Identity. Das englische Wort Velvet steht für Samt – ein edles Gewebe mit zarter Oberfläche welche gepflegt werden muss, genau wie die Oberfläche der Motorenbestandteile.

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Ebenso wichtig war der Auftritt für den Premium-Kraftstoff. Er muss den Auftrittes von Socar ergänzen und an der Tankstelle Visibilität erzeugen. Zentral war dabei die Entwicklung eines Key-Visuals, das verschiedene Leistungsaspekte miteinander verbindet. «Die Blume an sich, ist ein Symbol für Schutz und Sorgsamkeit, die futuristische Gestalt assoziiert Technologie und Innovationskraft», erläutert Deigendesch. Mit der Produktfarbe Blau wird ein guter Kontrast und Aufmerksamkeit im Umfeld der Socar-Tankstelle erreicht.

Der Auftritt soll laut Mitteilung dynamisch, frisch und wertig wirken und somit die Qualitätspositionierung von Socar stärkem. Damit greifen die Branding-Spezialisten der Zürcher Agentur Jung von Matt/Brand Identity das stärkste Bedürfnis der Hauptzielgruppe auf: Vertrauen in die Expertise eines Qualitätsanbieters sowie in die Funktionalitäten des ausgewählten Kraftstoffs.

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Verantwortlich bei Jung von Matt/Brand Identity: Thomas Deigendesch (Projektleitung, Brand Strategy, Naming); Pascal Frey (Brand Design, Brand Implementation). Motion Design: Aldinger+Wolf Stuttgart.
 

Private Radio- und Fernsehstationen werben für neues Gesetz

Die privaten Radio- und Fernsehstationen setzen sich für das neue Gesetz ein, über das am 14. Juni abgestimmt wird. Dieses bringe nicht nur tiefere Gebühren, es führe auch zu einer Stärkung der privaten Stationen gegenüber der SRG, argumentieren sie.

Ein Nein zum neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) hätte «katastrophale Auswirkungen» für die private Radio- und TV-Szene in der Schweiz, schreiben die Verbände der über sechzig Schweizer Privatradios und -fernsehen in einer Mitteilung vom Montag. Im Abstimmungskampf werde vor allem über die Rolle der SRG diskutiert. Bisher kaum erwähnt worden sei, dass das Gesetz vor allem auch für die privaten Radio- und Fernsehstationen substanzielle Verbesserungen bringe. Bei einem Nein sei der regionale Service public und damit auch die Medienvielfalt in den Regionen «ernsthaft bedroht».

Tiefere Gebühr als heute

Mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) soll die bisherige geräteabhängige Empfangsgebühr durch eine allgemeine Abgabe ersetzt werden, weil Radio- und Fernsehprogramme heute auch auf dem Computer oder dem Handy konsumiert werden können. Die Abgabe für Haushalte würde laut dem Bundesrat von heute 462 auf 400 Franken sinken. Für Unternehmen hängt die Höhe der Abgabe vom Umsatz ab. Rund drei Viertel der Unternehmen – jene mit einem Umsatz von unter 500'000 Franken pro Jahr – müssten keine Abgabe zahlen.

Mehr Geld für die Privaten

Trotz der tieferen Gebühr würden die regionalen Radio- und Fernsehveranstalter mehr Geld erhalten. Heute erhalten die Privaten mit Service-public-Auftrag insgesamt rund 54 Millionen Franken pro Jahr. Neu könnten sie bis zu 27 Millionen Franken zusätzlich erhalten sowie bei der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden und beim Umstieg auf digitale Technologien stärker unterstützt werden. Mit dem neuen Gesetz werde sichergestellt, dass die regionalen Radio- und TV-Sender mit der technologischen Entwicklung der nationalen und internationalen Konkurrenz Schritt halten könnten, schreiben die Verbände der Privatradios und -fernsehen.

Kritik am Gewerbeverband

Den Gewerbeverband, der das Referendum ergriffen hatte, rufen sie zu mehr Fairness und Sachlichkeit auf. Dass die Mediengebühr auf 1000 Franken steigen würde, sei eine «bewusst gestreute und völlig absurde Falschaussage» der Gegner. Es sei viel mehr so, dass die Gebühren sinken würden. Bei einem Nein dagegen würden die heutigen hohen Gebühren zementiert. Gemäss der ersten SRG-Trendumfrage könnte es am 14. Juni knapp werden: Ende April hätten sich 46 Prozent der Teilnahmewilligen bestimmt oder eher für die Vorlage ausgesprochen, 45 Prozent waren bestimmt oder eher dagegen, und 9 Prozent hatten noch keine Meinung. Der Ausgang sei völlig offen, sagen die Meinungsforscher. (SDA)

 

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Velvet gestaltete Plakat für Wetter-Ausstellung

Velvet entwickelte das Key Visual für die Ausstellung «Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch.», die ab dem 9. Mai 2015 im Forum Schweizer Geschichte Schwyz gezeigt wird.

Wie ist es, auf einer Parkbank von einem Wolkenbruch überrascht zu werden? Und wie fühlt es sich an, in eine Wolke zu tauchen? Die Ausstellung «Wetter. Sonne, Blitz und Wolkenbruch.» im Forum Schweizer Geschichte Schwyz macht Wetterphänomene sinnlich erlebbar, erklärt, was Wetter ist und wie es entsteht. Die Luzerner Agentur Velvet hat das Plakat und die Kommunikationsmittel für die Ausstellung entwickelt. Das Plakatmotiv «Dame trägt Gummistiefel», ist ab Montag in der Stadt Luzern und im Kanton Schwyz zu sehen.

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Verantwortliche beim Schweizerischen Nationalmuseum / Forum Schweizer Geschichte Schwyz (FSGS): Andi Spillmann (Gesamtleitung), Marco Castellaneta (Leiter Museumsbetrieb und Leiter Kommunikation, Marketing & Verkauf Schweizerisches Nationalmuseum), Peter Krebs (Leiter Marketing), Karin Freitag-Masa (Leiterin Betriebsadministration / Marketing & PR im FSGS). Verantwortlich bei Velvet Creative Office: Jürg Schaffhuser (CD), Peter Moser (AD), Oliver Zwimpfer/Daniela Erni (Bildmontage und -bearbeitung), Corinna Rota (Beratung).

 

Rod setzt Nachhaltigkeitsbotschaft der SBB in Szene

Die SBB-Schafe sorgten am Montag für ein beachtliches mediales Echo. In Szene gesetzt hat die sympathischen Landschaftspfleger die Agentur Rod Kommunikation.

Die SBB hat einen Nachhaltigkeitsvorteil, den das Unternehmen als Beitrag zu einer nachhaltigen Schweiz konsequent über alle Divisionen und Bereiche entwickelt. Ab sofort gilt dies auch auch in der Böschungspflege – 2700 Hektaren entlang des Bahnnetzes gilt es nämlich bei der SBB im Griff zu haben. Ab sofort sind 80 Schafe für die SBB im Einsatz, welche die Böschungen entlang der Gleise pflegen. Die seltenen «Skudde»-Schafe haben gegenüber der maschinellen Böschungspflege diverse Vorteile: Sie bewegen sich zum Beispiel effizienter in unwegsamem Gelände, haben ein selektives Abfressverhalten –sie dezimieren wuchernde Problempflanzen, begünstigen das Wachstum von Wiesenpflanzenarten und verschonen gleichzeitig den Lebensraum von bodenbrütenden Vögeln. Während 22 Stunden vollbringen die SBB Schafe täglich eine beachtliche Fressleistung von 1000 Quadratmetern. Durch ihren Einsatz fördern sie die Biodiversität der Natur und den Erhalt ihrer pro specie rara Schafrasse.

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Verantwortlich für die Inszenierung dieser Nachhaltigkeitsbotschaft ist mit der SBB die Agentur Rod Kommunikation, fotografiert wurden die Schafe vom renommierten Fotografen Bruno Augsburger. Ein Tag nach der Lancierung deuten viele Zeichen auf die Popularität der neuen SBB-Mitarbeitenden hin: neben der Resonanz in 20 Minuten und der deutschen Zeitung Die Welt figurierte der Hashtag #sbbmääh am Montag zeitweise auf Platz 2 der Trend Topics auf Twitter.

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Verantwortlich bei SBB: Jan-Hendrik Völker-Albert (Leiter Strategie, Marketing & Nachhaltigkeit); Christina Elisabeth Meier (Leiterin Nachhaltigkeit); Christina «Shibby» Schmid (Social Media, E Business); Myriam Siksou (Leiterin Marketing Konzern).
 

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