Kampage soll Image der Beamten aufpolieren

Der Personalverband des Bundes (PVB) will mit dem Vorurteil aufräumen, wonach Bundesbeamte bei der Arbeit eine ruhige Kugel schieben und lanciert zu diesem Zweck eine Kampagne.

Im Hinblick auf die nächste Budgetdebatte im Parlament vom Herbst warnt er davor, den Rotstift bei den Personalkosten anzusetzen. Der PVB lancierte am Donnerstag zu diesem Zweck die Kampagne «Love Service public», welche sich optisch an die «Love Life»-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit anlehnt. Mit Flyern und Informationsmaterial will sie der Bevölkerung den grossen Nutzen der öffentlichen Arbeit in der Schweiz vor Augen halten.

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«Viele Menschen wissen nicht, wie sie von der Arbeit der Bundesangestellten profitieren», sagte Nationalrätin Maria Bernasconi (SP/GE), Generalsekretärin des PVB, vor den Bundeshausmedien in Bern. Es sei an der Zeit, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären. Hinter dem Service public stünden Menschen. Die Angestellten des Bundes seien in den vergangenen Jahren immer mehr unter Druck geraten, sagte Bernasconi. Verwaltungsarbeiten würden zunehmend ausgelagert oder privatisiert. «Das ist gefährlich.» Dass auch der Personalbestand des Bundes immer weiter steigt, hat laut Bernasconi verschiedene Gründe. Die Welt sei komplexer geworden, das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung wachse. «Wenn das Parlament immer höhere Ansprüche an die Verwaltung stellt, kann es nicht gleichzeitig die Personalkosten nach unten schrauben.»

Parlament von Service public überzeugen

Der Nationalrat hatte am Mittwoch das Sparpaket bei den Bundesfinanzen verkleinert. Unter anderen sagte er Nein zu einem Kahlschlag beim Bundespersonal. Trotzdem ist der PVB unzufrieden: Die Sparmassnahmen würden den qualitativ hohen Fortbestand der Leistungen des Service public gefährden. Und die nächste parlamentarische Budgetdebatte folgt bereits im Herbst. «Es ist wichtig, die politischen Entscheidungsträger von unserem Anliegen zu  überzeugen», sagte Bernasconi. Deshalb hat der PVB zum Ende der Sondersession allen Parlamentariern eine Papiertasche mit Informationen mit auf den Heimweg gegeben. Darin befindet sich das Material der «LOVE Service public»-Kampagne.

Die Kampagne kostet 30'000 Franken und dauert bis Ende Jahr. Sie wird laut PVB ausschliesslich durch Mitgliederbeiträge des Verbands finanziert. «Wir werden in Bahnhöfen Flyer verteilen, vielleicht Plakate aufhängen», sagte Bernasconi. Der PVB vertritt laut eigenen Angaben die Interessen von mehr als 10'000 Bundesangestellten. (SDA)

Brief an das Parlament (PDF)
 

Beobachter Natur wird wieder zur Beilage

Seit 2010 erscheint Beobachter Natur als eigenständige Publikation – damit ist nun Schluss: Das Magazin wird wieder zur Beobachter-Beilage. Neun Mitarbeitende verlieren ihren Job.

Beobachter Natur, 2009 ursprünglich als redaktionelle Beilage des Beobachter lanciert, ist seit 2010 als eigenständiges Magazin erschienen. Ab Juni 2015 erscheint der Titel wieder nur noch als Beilage. Der Grund: Das Produkt fand auf dem Abonnentenmarkt zu wenig Anklang und erreichte die gesetzten Ziele nicht. «Trotz grossem Erfolg im Werbemarkt blieben die Vertriebserlöse hinter den Erwartungen zurück.» sagt Roland Wahrenberger, Verlagsgeschäftsführer Beobachter gegenüber Werbewoche.ch. Die Abflachung der damaligen Nachhaltigkeitsbewegung (LOHAS, Lifestyle of Health and Sustainability) und der monatliche Erscheinungsrhythmus hätten es zunehmend schwerer gemacht, die Zeitschrift bei den Abonnenten zu etablieren.

Ein Stellenabbau ist laut Wahrenberger «leider unvermeidlich». Konkret bedeutet das: Insgesamt neun Stellen in Redaktion, Layout und Produktion sind von der Änderung betroffen. Wie genau die künftige Publikation aussehen wird, ist noch offen: «Das definitive Beilagen-Konzept steht noch nicht», so Wahrenberger. Das quartalsweise erscheindene Heft werde der Extra-Redaktion angegliedert und vom Umfang her «eher etwas reduziert» sein. (hae)

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Schweizer Erfolge beim Golden Award of Montreux

Erfolge beim Golden Award in Montreux: Schweizer Werber errangen trotz grosser internationaler Konkurrenz 2015 am Genfer See drei Goldmedaillen sowie Finalist Awards.

Gold ging an Havas in Direkt Marketing für Avnet Ringleader und in Poster für «Soldiers» (Zurich Chamber Orchestra) sowie für Iart mit Lindt, Chocolate Adventure in Spatial Communication. MCI wurde mit einem Finalist Award ausgezeichnet für das Grinding Symposium in Event.

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Zwei weitere Gold Medaillen mit Schweiz Bezug gab es für die deutsche Agentur Heimat mit ihrer Arbeit «S5 Samsung» für Swisscom in Event und Media.

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Der Golden Award wird seit 1989 in Montreux verliehen und eröffnet traditionell den Reigen der internationalen Kreativwettbewerbe in Europa. In Montreux wird kein Silber und Bronze vergeben, sondern nur Gold und Finalist Awards. Die Bewertungen werden bei diversen internationalen Rankings berücksichtigt. Jurymitglieder aus 16 Ländern bewerteten Arbeiten in den Hauptkategorien TV/Cinema, Print, Poster, Direct Marketing, Digital, Media, Spatial und Event, Corporate Film.

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Insgesamt wurden 59 Gold Medals vergeben. Die erfolgreichste Agentur 2015 war BBDO New York mit acht Mal Gold.

Alle Gewinner und Infos auf Goldenaward.com
 

Wirz Corporate: Geschäftsbericht für Swica

Die Gesundheitsorganisation Swica hat Wirz Corporate mit der Entwicklung und Umsetzung ihres Geschäftsberichts 2014 beauftragt.

Entstanden ist ein Geschäftsbericht in drei Sprachen, in dem sich die Swica-Philosophie, die die Gesundheit des Menschen in den Mittelpunkt stellt, widerspiegelt. Die Arbeiten der Agentur reichten von der Konzeptentwicklung, über die Gestaltung bis hin zur produktionsfertigen Umsetzung.

Zum Swica-Geschäftsbericht 2014

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Wer wird Werber des Jahres 2015?

Am 18. Juni wird der «Werber des Jahres 2015» gekürt. Wir stellen die drei Nominierten vor.

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«Wenn ich nicht Werber des Jahres werde, eröffne ich in Zürich eine Dueling Piano Bar», haben Sie 2012 anlässlich Ihrer ersten «Werber des Jahres»-Nomination angekündigt. Was wurde daraus?
Es blieb leider beim Plan. Aber offensichtlich kriege ich jetzt eine zweite Chance.

Damals arbeiteten Sie noch bei Maxomedia, der Agentur, die Sie als Student und Online-Pionier mitgegründet haben. Und Sie sagten von sich, dass Sie «kein typischer Werber» und vielleicht auch deshalb nominiert worden seien. Wie sieht das heute aus als CEO von Jung von Matt/Limmat?
Offenbar gibt es immer weniger typische Werber… Im Ernst: Heute muss jeder in der Werbung Pionierarbeit leisten. Die stetige Suche nach neuen Lösungen, das dauerhafte Lernen und Experimentieren, entspricht mir sehr. So gesehen bin ich heute vielleicht sogar ein typischer Werber – in einem neuen Sinn des Wortes.

Was waren in den letzten zwölf Monaten Ihre Höhepunkte bei Jung von Matt/Limmat?
Mein neues Umfeld schafft laufend Höhepunkte: Herausragende Arbeiten in Projekten, spannende Gespräche mit Kunden und die inspirierende Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wenn ich etwas herausgreifen müsste, dann vielleicht die Gründung von Jung von Matt/Impact. Die Geschwindigkeit, mit der wir die Agentur für datengetriebenes Online-Marketing ins Leben gerufen und an den Markt gebracht haben, lässt bei mir Pioniergefühle aufkommen.

Jvm.ch

  • Studium Betriebswirtschaft und Kommunikation an der Universität Fribourg
  • 1996 Co-Gründer Maxomedia
  • seit 2014 Mitinhaber und CEO von Jung von Matt
Migros
Swiss-Life
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Sie machen derzeit mit dem neuen Markenauftritt von Orange ziemlich von sich reden. Ist das mit ein Grund, dass Sie von den ehemaligen «Werber des Jahres»-Nominierten zur Wahl vorgeschlagen wurden?
Die Vorschläge wurden wohl abgegeben, bevor das Orange Rebranding bekannt und die Kampagne vorgestellt wurde. Ich glaube weniger, dass mich die Ehemaligen als den Werber des Jahres vorschlagen. Viel eher wird Publicis wohl die Werber des Jahres vorgeschlagen haben – wir haben die letzten Jahre in einem schwierigen Umfeld erfolgreich grosse, integrierte Kampagnen realisiert, dabei kreativ national und international gepunktet und mit unseren Kunden die Ziele erreicht. Ich könnte mir vorstellen, dass der Vorschlag diese Agentur-Leistung honoriert.

Der «Werber des Jahres» ist ein Kreativ-Wettbewerb. Worin sehen Sie als CEO von Publicis Ihren Beitrag zum Erfolg der Werbekampagnen?
Die Hauptaufgabe ist schon mal, gute Kampagnen nicht zu verhindern. Vielleicht kann man es mit einem Fussballtrainer vergleichen: Man bemüht sich um das richtige Team, die besten Rahmenbedingungen, versucht zu motivieren und die richtige Strategie auf die Tafel zu malen. Wobei ich in diesem Beispiel schon immer eher Spielertrainer war – ich funktioniere besser als Teil der Mannschaft als von der Seitenlinie aus. Auf jeden Fall ist die richtige Teamkonstellation der grösste Beitrag, den ich leisten kann.

Das ist Ihre erste Nomination zum «Werber des Jahres». Wieso sollten Sie gleich beim ersten Mal gewinnen?
Vielleicht kommt dieses Jahr halt einfach alles zusammen – die Früchte unserer Arbeit der letzten drei Jahre, die Gesamtkampagne für Swiss, die überall gewinnt, und dann noch der Launch von Salt – ein sehr guter Jahrgang.

Publicis.ch
 

  • 1990 in die Werbung eingestiegen, nach KV und erster Weiterbildung in der Werbung
  • 2000 Managing Director bei McCann Erickson in Genf
  • 2003 COO, 2005 CEO McCann Erickson Schweiz
  • 2008 Einstieg bei Publicis
  • seit 2010 CEO von Publicis Schweiz

Salt.
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volkart

2014 war Ihr Partner und Mitgründer von Hinderling Volkart, Michael Hinderling, zur Wahl nominiert. Warum hat die Agentur genau dieses Jahr eine Auszeichnung zum «Werber des Jahres» verdient?
Dass wir zwei Jahre in Folge für diesen Titel nominiert sind, ehrt uns sehr. Und hat auch gute Gründe: 2015 haben wir immerhin den Lead im Ranking der Digitalagenturen übernommen, bei den Best of Swiss Web Awards den Master und neun weitere Auszeichnungen gewonnen – und schliesslich vom ADC einen der vier dieses Jahr vergebenen Goldwürfel erhalten.

Was macht Eure Webagentur so erfolgreich?
Wir sind in der glücklichen Lage, immer wieder die besten Talente anzuziehen: Menschen, die neue Impulse geben für Projekte, die Kunden und User begeistern. Das wiederum hilft, weitere gute Mitarbeiter und mutige Kunden zu gewinnen. Dieser Kreislauf ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für unsere Agentur.

Was würde ein Sieg für Sie bedeuten?
Für Hinderling Volkart wäre es eine riesig grosse Anerkennung unserer leidenschaftlichen und harten Arbeit. Für mich persönlich wäre es ein grossartiges Geburtstagsgeschenk am Tag der Preisverleihung.

Hinderlingvolkart.com
 

  • C-Matura am MNG Rämibühl
  • Studium Grafik und Mediendesign an der F+F Schule Zürich
  • Beginn selbständige Tätigkeit im Bereich Grafik und Web
  • 2007 Gründung von Hinderling Volkart

Relaunch-Swiss
E-Banking-Postfinance

Zu guter Letzt: Plakat mit vier Pfoten

Ogilvy One UK überrascht wieder mit Aussenwerbung, die auf die Umwelt reagiert. Diesmal im Zentrum: Ein Hund.

Die Agentur hat 2013 mit der «Magic of Flying»-Kampagne für British Airways für weltweites Aufsehen gesorgt – und für einen Grand Prix in Cannes. Unter anderem am Picadilly Circus zeigte ein Kind auf der Plakatwand auf die Flugzeuge, die über es hinweg flogen – und benannte sie mit der richtigen Flugnummer.

Jetzt erweckt Ogilvy One wieder Plakatwände zum Leben. Eine Weltpremiere – und erst noch für den guten Zweck. Für das älteste und berühmteste Tierheim Grossbritanniens, Battersea Dogs & Cats Home, verteilt die Agentur im Osten Londons Flyer. Der Clou: Sie sind mit RFID ausgestattet. RFID ist laut Wikipedia «eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme zum automatischen und berührungslosen Identifizieren und Lokalisieren von Objekten und Lebewesen mit Radiowellen.» So wird es möglich, dass Kampagnenhund Barley auf den interaktiven Plakaten mit denjenigen Menschen interagiert, die einen Flyer genommen haben. Er folgt ihnen, geht auf sie zu und macht so Aufmerksamkeit zu einem Erlebnis für die Passanten.

Die Kampagne #Lookingforyou soll helfen, mehr heimatlosen Hunden ein neues Zuhause zu vermitteln. Denn: Ein Leben im Tierheim mag eine kurzfristige Verbesserung der Umstände bedeuten, ist auf die Länge aber nichts. Nichts als ein Hundeleben. (hae)

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KSP bringt für Lindor die Schweiz zum Schmelzen

Im Rahmen einer Kooperation von Lindt und der Schweizer Illustrierten veröffentlicht das People-Magazin regelmässig im richtigen Dahinschmelz-Moment von KSP kreierte Anzeigen.

Das Jahr 2015 ist bei Lindt das Lindor-Jahr. Unzählige Lindor-Momente werden über das ganze Jahr im TV, am POS, in Print, bei Promotionen und auf Social Media geteilt. Und immer wieder gibt es einen Moment, der uns besonders zum Schmelzen bringt. Und wer bringt uns diesen Moment näher als die Schweizer Illustrierte. So lag eine Kooperation mit Lindor auf der Hand. KSP kreierte eine Anzahl von Anzeigensujets, die die Redaktion der SI dann jeweils das ganze Jahr über in das entsprechende redaktionelle Umfeld einbaut. Besonders passend ist die Ausgabe von dieser Woche, in der die rote, kreisrunde Lindor-Anzeige neben der frisch geborenen Prinzessin platziert wurde.

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Verlängert wird die Aktion auf Facebook mit einem Wettbewerb, bei dem das Publikum zeigen kann, was es sonst noch zum Schmelzen bringt.

Verantwortlich bei Lindt: Marco Peter (Marketing Director), Evelyne Landolt –Jenzer (Group Product Manager Pralinés), Judith Hillebrand (Product Manager Pralinés). Verantwortlich bei KSP: Uwe Schlupp (Creative Direction), Anita Kummer (Art Direction), Virginia Waldburger (Grafik), Daniel Zehnder (Text), Audrey Isaak (Beratungsleitung), Ileanna Davanzo (Beratung).
 

Rosarot: Auftritt für Makoto-T kreiert

Genauso wie der grüne Makoto-T setzt auch der weisse auf Einzigartigkeit. Ein Attribut, das Rosarot konsequent für die ganze Marke Makoto-T zur Anwendung gebracht hat.

Die T-Idee ist laut Mitteilung von A bis Z auf Eigenständigkeit getrimmt: von A wie Auftritt über B wie Briefschaften und Broschüren, C wie Corporate Identity, D wie Design, P wie Packaging, W wie Web bis Z wie Zielgruppensprache. Und das alles mit der Wirkung, in einem gesättigten Markt sogar dem absolut durstlosen Konsumenten ein «Oh» zu entlocken. Makoto-T soll mit schwarzer Schlichtheit auf Understatement machen und so umso mehr auffallen im Regal. Das scheinbar aus der Flasche heraushängende Label des Teebeutels vermittelt, dass im Getränk noch «echter Tee» drinsteckt, schafft damit auf Anhieb Vertrauen und assoziiert Natürlichkeit und Gesundheit.

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Verantwortlich bei Makoto-T: Tobias Stalder, Beat Bryan, Hansueli Preisig. Verantwortlich bei Rosarot: René Karrer (Creative Direction), Andreas Steiner (Konzept, Text), Yolanda Lopez (Art Direction), Sandra Brandenberger (Grafik).

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Tagblatt Medien neu mit Holdingstruktur

Das Ostschweizer Medienhaus Tagblatt Medien hat sich eine Holdingstruktur gegeben und die operativen Geschäfte von den Beteiligungen getrennt. Durch eine Kapitalherabsetzung fliessen rund sechs Millionen Franken an die Aktionäre, schwergewichtig an die NZZ.

Die Generalversammlung der St. Galler Tagblatt AG habe die neue Holding-Struktur am Dienstag beschlossen, heisst es im Tagblatt vom Mittwoch. Die neue Struktur mit einer Tagblatt Medien Holding AG ersetzt die historisch gewachsene Stammhaus-Struktur der St. Galler Tagblatt AG. Diese war bisher mit der Zeitung und dem Druckgeschäft operativ tätig, hielt aber gleichzeitig auch Beteiligungen, etwa an anderen Verlagshäusern, der TVO AG oder der Radio Ostschweiz AG. Die neue St. Galler Tagblatt AG ist nun rein operativ tätig. Zudem wurde das Kapital der St. Galler Tagblatt AG von 6,2 Millionen Franken auf 124'000 Franken herabgesetzt, mittels Nennwertreduktion von 100 auf zwei Franken je Aktie. Damit fliessen zusätzlich zur Dividende 6,076 Millionen Franken an die Aktionäre, hauptsächlich an die NZZ. Diese hält über die Freie Presse Holding 93 Prozent der Aktien. NZZ-Finanzchef Jörg Schnyder sagte laut Tagblatt, die NZZ finanziere damit nicht ihre eigenen Medien. Vielmehr wolle man Mittel für weitere mediennahe Akquisitionen (wie zuvor das Swiss Economic Forum oder Moneyhouse) bereithalten. (SDA)

Adresult: Spendenplattform für Pro Juventute

Adresult konzipierte und setzte für die Schweizer Stiftung Pro Juventute, welche sich für Kinder und Jugendliche einsetzt, eine Spendenplattform um.

Die Entwicklungskosten von adresult sind eine Spende an Pro Juventute. Dank dieser Spende und den grosszügigen Unternehmenspartnern – Die Schweizerische Post, DeinDeal, Qualipet, PerfectHair und Lehner Versand – ist es möglich geworden, Spendern als Dank für ihre Unterstützung etwas zurück zu geben.

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Das Spenden auf der Plattform funktioniert dabei ganz einfach. Der Spender wählt frei einen Spendenbeitrag und erhält dafür einen Gutschein im Wert von 10 Schweizerfranken für den Einkauf in verschiedenen Online-Shops. Durch das Eintragen der Handy-Nummer und das anschliessende Bestätigen der Spende per SMS wird der Betrag über die Mobiltelefon-Rechnung abgebucht.
 

JvM führt Media-Research-Ranking wieder an

Die Media Research Group hat wieder Werbeauftraggeber zu den Agenturen befragt und aus den Resultaten ein Ranking erstellt. Jung von Matt/Limmat belegt vor Rod und Wirz den ersten Platz.

Das Agenturrating Werbeagenturen, das gleichzeitig mit dem Agenturrating Mediaagenturen im Rahmen der Werbemarkt-Studie durchgeführt wird, basiert ausschliesslich auf den Urteilen der Werbeauftraggeber. Eingeladen zur Teilnahme an der Studie werden jeweils die Top750-Werbeauftraggeber. Mitgemacht haben schlussendlich 366. Das Rating umfasst einerseits Fragen, die allen Befragten offen stehen («Wie gut kennen sie die folgenden Werbeagenturen?», «Welchen Gesamteindruck haben sie von diesen Agenturen?» und «Welche Werbeagenturen würden Sie einem Kollegen weiterempfehlen?»). Hinzu kommen Fragen, zu denen sich nur Befragte äussern können, die im Verlaufe des vergangenen Jahres Leistungen von der beurteilten Agentur bezogen haben. Die ersten Fragen geben einen Hinweis auf das Potenzial der Agenturen im Werbemarkt, die zweiten zeigen die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Werbeagentur auf. Die Kombination dieser beiden Fragetypen sollen laut Autor Walter Weder ein recht gutes Bild darüber vermitteln, wie gut die einzelnen Agenturen aufgestellt sind.

Beim Image (Gesamteindruck) und den drei Leistungen (Kreativität, Strategie und Beratung) werden die Beurteilungen mittels einer Zehnerskala ermittelt, die Bekanntheit und die Empfehlungen mittels einer Viererskala. Die auf der Viererskala gemachten Aussagen lassen sich leicht auch auf der Zehnerskala Skala abbilden. Abgefragt werden zum grossen Teil klassische Werbeagenturen, daneben aber auch einzelne Digital-Agenturen

Die Agenturen auf den Plätzen 1 bis 6 liegen sehr nahe beisammen. Nur ein Zehntel Punkt trennt sie voneinander. Erst zu der an sieben rangierten Agentur tut sich eine grössere Lücke auf. Jung von Matt, langjähriger Seriensieger des Ratings, hat sich nach einem Jahr Unterbruch zurückgemeldet.

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Jung von Matt hat bei der Strategie (+0,4) und der Beratung (+0,52) stark und bei der Bekanntheit leicht (+0,15) zugelegt. Bei den andern drei Kriterien ist die Note ganz leicht rückläufig. Wirz verlor hingegen bei den Erstempfehlungen und bei der Kreativität je 0,4 Notenpunkte. Bei Rod Kommunikation hat sich das Notenblatt im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Alles in allem resultiert ein Plus von 0,12 Punkten. Dies reicht, um mit der leicht zurückgefallenen Agentur Wirz gleichzuziehen und gemeinsam mit ihr den zweiten Platz zu belegen.

Bekanntheit, Empfehlung und Image (Gesamteindruck)

Jung von Matt ist laut Media Research die Werbeagentur mit der grössten Bekanntheit im Schweizer Werbemarkt. 121 der 359 Auftraggeber, die die Fragen des Agenturratings beantwortet haben, «wissen, wofür diese Agentur steht». Dies sind 8 mehr als im Vorjahr, aber nicht mehr ganz so viele wie 2013 (124). Wirz, vor einem Jahr bezüglich Bekanntheit noch gleichauf mit Jung von Matt ist jetzt wieder auf das Niveau des vorletzten Jahres zurückgefallen (105). Zwei weitere, Leo Burnett und Publicis, bringen es noch auf 82 bzw. 80 Auftraggeber, die «wissen, wofür diese Agentur steht». Bei beiden ist die Bekanntheit in den letzten drei Jahren aber stetig rückläufig.

Jung von Matt wird auch am häufigsten von den Auftraggebern einem Kollegen weiterempfohlen (37). Dahinter folgen Rod Kommunikation, die am zweithäufigsten (von 31 Auftraggebern) und Ruf Lanz, die am dritthäufigsten (von 28) weiterempfohlen werden.

Recht nahe beisammen sind die besten fünf Agenturen beim Image (Gesamteindruck), das von allen Auftraggebern beurteilt werden darf. Ganz leicht abzusetzen vermag sich Rod Kommunikation, die von 103 Auftraggebern eine durchschnittliche Note von 8,31 bekommt. An zweiter Stelle folgt Jung von Matt mit einer 8,17 (bei 169 Urteilen). Mit 8,06 Ruf Lanz liegt auf dem dritten Platz (bei 108 Urteilen). Wirz und Leo Burnett erhalten ebenfalls noch eine Note über 8,0. Mit Ausnahme von Wirz erleidet jede dieser Top-beurteilten Agenturen eine geringfügige Einbusse.

Mit den Leistungen der eigenen Werbeagentur sehr zufrieden

241 Auftraggeber haben die Leistungen ihrer Werbeagentur beurteilt. Die durchschnittliche Note für Kreativität, Strategie und Beratung ist mit 8,17 nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr (8,21), als der höchste Wert seit Beginn des Agenturratings im Jahre 2003 gemessen wurde, liegt aber immer noch deutlich über demjenigen von 2013 (8,10). Die Zufriedenheit der Agenturkunden mit ihren Werbeagenturen ist also weiterhin sehr hoch.

Bei der Kreativität hat sich Ruf Lanz seit drei Jahren auf einem sehr hohen Niveau etabliert. 2013 bekam sie von ihren Kunden eine 9,50, im letzten Jahr steigerte sie sich auf 9,62 und jetzt kommt sie auf eine 9,46. Damit lässt sie alle andern weit hinter sich. Mit 8,85 schafft es die erstmals abgefragte Agentur The House Agency auf den zweiten Platz, knapp vor Leo Burnett mit 8,82 an dritter und Rod Kommunikation mit 8,81 an vierter Stelle.

Bei der Strategie wurde der letztjährige Klassenbeste entthront. Die erstmals abgefragte Agentur Serviceplan setzt sich mit der Note 9,11 gegen die etablierten durch. Wirz bleibt mit 8,79 weiterhin zweitbeste Agentur. Rod Kommunikation ist vom ersten auf den dritten Platz zurückgefallen, erzielt aber mit 8,75 ein nur geringfügig schlechteres Ergebnis.

Bei der Beratung gehen alle Podestplätze an «Newcomer-Agenturen». An der Spitze liegt mit sehr hohen 9,62 Punkten The House Agency. An zwei folgt Serviceplan mit 9,22 und an drei der letztjährige Sieger Erdmannpeisker mit immer noch sehr guten 9,00.

Marktpotenzial und Kundenzufriedenheit

Vergleicht man bei den einzelnen Agenturen die drei Noten, die das Marktpotenzial zum Ausdruck bringen, mit den Noten für die drei Einzelleistungen, so erkennt man sofort, dass die Noten der Kunden für die Leistungen ihrer Agentur deutlich höher ausfallen als die Noten des Marktes. Lediglich bei Jung von Matt wird das Marktpotenzial annähernd gleich gut benotet wie die Einzelleistungen. Alle andern erhalten von ihren Kunden zum Teil markant bessere Noten als vom Markt.

2015 haben sich 366 der angefragten 750 Werbeauftraggeber an der Werbemarkt-Studie, der Trägerstudie des Agenturratings Werbeagenturen, beteiligt. Von diesen haben 359 die Fragen des Agenturratings beantwortet. Abgefragt wurden 26 Werbeagenturen. 24 wurden von mindestens 8 Kunden beurteilt. Die Umfrage wurde im Zeitraum Mitte Januar bis Ende Februar von der Media.Research.Group durchgeführt.

Weitere Ergebnisse gibt es auf Mediaresearchgroup.ch
 

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