BSW kritisiert Ranking der Media Research Group

Der Verband BSW Leading Swiss Agencie distanziert sich vom den von der Media Research Group publizierten Werbeagentur- und Mediaagentur-Rating und bezweifelt in einer Stellungnahme die Seriosität der Umfrage.

BSW Leading Swiss Agencies habe bereits 2013 entschieden, die Zusammenarbeit mit Media-Research Group zu beenden und mit dem wissenschaftlich ausgewiesenen FCI der Universität St. Gallen zusammenzuarbeiten, so die Mitteilung vom Freitag. Es zeige sich nun, dass der Entscheid richtig gewesen sei. Die Resultate würden dem direkten Vergleich mit der von der Forschungsstelle für Customer Insights der Universität St. Gallen bei über 1300 Kommunikationsverantwortlichen aus 500 Unternehmen durchgeführten Agenturstudie nicht stand halten.

«Die beiden von der Media Research Group publizierten Gesamt-Ranking von Media- und Werbeagenturen sind nicht vertretbar. Wenn Antworten von Auftraggebern die Agenturen nur vom Hörensagen kennen, mit solchen die mit Ihnen zusammenarbeiten vermischt und zu einer Rangfolge verarbeitet werden, ist das nicht korrekt. Ein Ranking nur der Publizität willen, ist nicht hilfreich.»

BSW Leading Swiss Agencies verzichte bewusst auf ein qualitatives Ranking seiner Mitgliedsagenturen, stellt ihnen dafür die individuellen Forschungsresultate als Führungsinstrument zur Verfügung.

Zum am Mittwoch publizierten Ranking der Media Research Group

Leo Burnett: Internationale Kampagne für Emmentaler mit Michelle Hunziker

Um im umkämpften europäischen Käsemarkt Boden zu gewinnen, hat Leo Burnett für Emmentaler eine internationale Kampagne. Als Gesicht konnte Michelle Hunziker gewonnen werden.

emmenthaler

Die Käse-Märkte in Europa sind weitgehend gesättigt und deshalb hart umkämpft. Unter dem Gattungsnamen Emmentaler werden die Supermarktregale mit günstigem Grosslochkäse geflutet. So kommt es, dass der original Schweizer Emmentaler AOP in den letzten 10 Jahren einen Absatzrückgang erlitten hat. Eine neue länderübergreifende Kommunikationsoffensive soll der Marke neuen Schub geben und nachhaltig die Begehrlichkeit steigern. Die von Leo Burnett entwickelte Kampagne verfolgt dabei eine klare Premium-Strategie, welche die Einzigartigkeit des Käses im Hinblick auf Herkunft, Qualität und Geschmack betont. Das rechtfertigt nicht nur den zum Teil erheblichen Preisunterschied zu Me-Too-Emmentalern, sondern lädt Emmentaler AOP auch emotional mit Wertigkeit auf.

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Gesicht der neuen Kampagne ist keine Geringere als Michelle Hunziker. Aufgewachsen ganz in der Nähe des Emmentals und bestens bekannt in der Schweiz, in Italien und in Deutschland, den Hauptmärkten des Produktes. Eine eigens in Auftrag gegebene Marktforschung bestätigt den enormen Bekanntheitsgrad von 82 bis 97 Prozent in der Zielgruppe 35 bis 65 Jahre mit mittlerem bis höherem Einkommen. Auch die Parameter Beliebtheit und Product Fit bewegen sich deutlich über dem Benchmark für Celebrity-Endorsement.

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Die Kampagne wird mit einem aufwändigen PR-Event in Mailand vorgestellt und startet Ende April in Italien und in Deutschland mit einem TV-Spot und umfassenden POS-, Event- und Online-Massnahmen. Thema der Above-the-line-Kommunikation sind besondere Momente, in denen man die offensichtlich beste Wahl getroffen hat. Der TV-Spot zeigt eine unentschlossene Michelle vor ihrem Kleiderschrank und eine umso entschlossenere vor ihrem Kühlschrank. Mit der ihr eigenen Nonchalance hält sie fest: «Sich zu entscheiden ist doch ganz einfach. Mein Emmentaler muss aus der Schweiz kommen. So wie ich.»

Tragfähige Plattform

Der neue Premium-Auftritt bricht nicht mit dem bisherigen Claim «Das Schweizer Original». Der Insight «In besonderen Momenten kommt nur das Beste auf den Tisch» liefert vielmehr die nötigen Impulse, um das Potenzial der Traditionsmarke besser auszuschöpfen.

Wie bis anhin setzt Emmentaler AOP auch in Zukunft auf mehr als einen Markenbotschafter. In der Schweiz sind es Matthias Sempach und Sonia Kälin. Und Michelle Hunziker wird vorerst in Italien und Deutschland dafür sorgen, dass Exklusivität und Natürlichkeit kein Widerspruch sein müssen. Michelle Hunzikers Wirkung nach innen ist nicht weniger stark als beim breiten Publikum. Ihre internen Ansprachen sorgten bereits vor dem eigentlichen Kampagnenstart für Euphorie bei den Länderverantwortlichen und Handelsvertretern.

Republica führt für BFU Töff-Kampagne weiter

«Besser Blickkontakt als Blechkontakt»: Zum Start der Töffsaison führt Republica die nationale Kampagne der FMS und der BFU zur Verhütung von Motorradunfällen weiter.

Mittels bestehender und neuer Massnahmen werden Biker in die Verantwortung und unbedachte Autofahrer aufs Korn genommen.

Mit dem Frühling hat die Töffsaison begonnen. Und damit auch die Zeit der Motorradunfälle. Zur Verringerung von Kollisionsunfällen haben die Föderation der Motorradfahrer der Schweiz FMS und die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu letztes Jahr eine nationale Präventionsoffensive gestartet – konzipiert und umgesetzt von Republica. Nun hat die Berner Agentur die Kampagne mit bewährten und neuen Massnahmen weitergeführt.

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Nach wie vor vermittelt die Kampagne unter dem übergreifenden Motto «Stayin’ Alive» Überlebensstrategien für Motorradfahrer. Diese werden aufgrund ihrer schmalen Silhouette im Verkehr oft übersehen und ohne eigenes Verschulden «abgeschossen». Der einzige Weg, Unfälle zu verhüten: Für die Autofahrer mitdenken und defensiv fahren. Ohne dabei den Fahrspass gänzlich zu verlieren.

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Transportiert werden die Präventionsbotschaften mit einem TV-Spot, verschiedenen Plakaten, dem «Biker-Guide», der bereits in der zweiten Auflage erscheint, sowie eigenen Online– und Social Media- Auftritten. Neu werden dieses Jahr unterhaltsame Viral-Videos gestreut, die unvorsichtige Autofahrer aufs Korn nehmen. Darüber hinaus ist «Stayin’ Alive» mit einem Stand an zahlreichen Biker- Veranstaltungen vertreten. Die erste Welle der Kampagne ist seit Frühlingsbeginn im Einsatz, eine weitere ist für das zweite Halbjahr 2015 geplant.

Verantwortlich bei der FMS: Walter Wobmann (Zentralpräsident), Claude Clément (Vize-Präsident). Verantwortlich bei der BFU: Peter Matthys (Leiter Kampagnen/Marketing), Claudia Bucher (Kampagnenleiterin). Verantwortlich bei Republica: Mike Krüll (Creative Direction), Andreas Szentkuti, Yves Kamber (Text), Lara Klopper (Art Direction), Tom Wyss, Linda Berger (Beratung), Bala Trachsel (Gesamtverantwortung), Top Fuel (Filmproduktion), Eliane Clerc (Fotografie).
 

Basel West: Coop-Broschüre «frisch» umgesetzt

Mit einer neugestalteten Broschüre informiert Coop die Kunden über den sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln auf dem Weg vom Laden bis auf den Teller. Verantwortlich für das Medium zeichnet Basel West.

Wie sollen Lebensmittel gelagert werden, damit sie möglichst lange frisch bleiben? Worauf ist bei der Zubereitung zu achten? Wie lassen sich Resten verwerten, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden? Und wie lassen sich Schädlinge fernhalten? Die Broschüre richtet sich an private Haushalte, Schulen und öffentliche Institutionen, die sich dank eines einheitlichen Tabellenrasters rasch über die optimalen Lagerbedingungen der verschiedenen Lebensmittel informieren können.

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Coop_Auftakt
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Verantwortlich bei Coop, Basel: Jörg Ledermann (Leitung Kommunikation/Qualität/Nachhaltigkeit), Barbara Irniger Furtwängler (Leitung Public Relations). Redaktion: Eva Kaufmann. Inhalt: Silvio Raggini (Leitung Qualitätscenter), Andreas Dörr (Leitung Qualitätssicherung Food). Verantwortlich bei Basel West Unternehmenskommunikation, Basel: Markus Siegenthaler (Beratung), Manuel Bürli (Design), Sinia Brugger (Lithografie). Fotografie: Daniel Aeschlimann, Zürich, Heiner H. Schmitt Jr., Basel. Fotostyling: Monika Hansen, Zürich. Druck: W. Gassmann, Biel.
 

Adrian Plachesi neuer «7vor7»-Redaktionsleiter

Ab 1. Juli 2015 übernimmt Adrian Plachesi die Redaktionsleitung des News-Magazins «7vor7». Er ersetzt damit Jan Krattiger, der ad interim die Redaktion leitet und Telebasel auf eigenen Wunsch verlässt, um sich neuen Herausforderungen in Deutschland zu stellen.

«Ich verlasse Telebasel und meine Redaktionskollegen im «7vor7» mit schwerem Herzen. Wir sind in den vergangenen Monaten zu einem tollen Team zusammengewachsen und es herrscht eine positive Aufbruchsstimmung», kommentiert der Baselbieter seine Entscheidung in einer Mitteilung.

Als Telebasel- Moderator, Redaktor und Leiter der Hintergrundsendung «Telebasel Report» verfügt Adrian Plachesi über eine langjährige Erfahrung im Lokaljournalismus. «Bei Telebasel hat sich in den letzten 22 Jahren nie so viel verändert wie jetzt. Darum ist es auch der beste Zeitpunkt, um Verantwortung zu übernehmen. Wir wollen die beste News-Sendung der Region sein», freut sich der 27-jährige auf seine neue Aufgabe bei Telebasel.

Neue Leiterin Kommunikation im Basler Gesundheitsdepartement

Anne Tschudin tritt per 1. August 2015 die Funktion als Leiterin Kommunikation im Gesundheitsdepartement Basel-Stadt an und übernimmt damit die Aufgaben von Jürg Diezig, welcher per Ende Juli in Pension geht.

Der Regierungsrat hat der Anstellung von Anne Tschudin als neue Leiterin Kommunikation des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt zugestimmt. Sie tritt diese Stelle per 1. August 2015 an und löst damit Jürg Diezig ab, welcher das Gesundheitsdepartement per Ende Juli 2015 aufgrund seiner Pensionierung verlässt.

Anne Tschudin, Jahrgang 1969, ist eidg. dipl. PR-Beraterin und hat ihre Kommunikationsausbildung 2011 mit einem Executive Master in Business Administration ergänzt. Sie verfügt über zwanzig Jahre Kommunikationserfahrung, davon acht Jahre als Leiterin Unternehmenskommunikation des Krankenversicherers Sympany in Basel. Zurzeit arbeitet Tschudin als Klinikmanagerin Chirurgie im Kantonsspital Baselland in Liestal.
 

Wenig Vertrauen in Journalisten und Werbung

Die Studie «European Trusted Brands 2015» zeigt auch, welchen Berufsgruppen und Institutionen die Menschen vetrauen. Journalisten und die Werbung erzielen dabei bescheidene Resultate – auch in der Schweiz.

Feuerwehrleute geniessen praktisch uneingeschränktes Vertrauen – nicht nur in der Schweiz: Sie erreichen in allen sieben Ländern bei den 24 erhobenen Berufsständen den höchsten Vertrauenswert. In der Schweiz sprechen 92 Prozent der Befragten den Feuerwehrleuten ein «sehr hohes» bzw. «ziemlich hohes» Vertrauen aus. Es folgen Piloten (91 Prozent) sowie Pflegefachkräfte (90 Prozent). Apothekern (88 Prozent) und Ärzten (87 Prozent) wird hierzulande ebenfalls sehr viel Vertrauen entgegengebracht.

Am wenigsten Vertrauen geniessen Immobilienmakler (14 Prozent), Fussballspieler (16 Prozent), Politiker und Autoverkäufer (je 18 Prozent), Callcenter-Angestellte (20 Prozent) sowie Finanzberater (27 Prozent). Callcenter-Angestellte schneiden in der Schweiz aber verhältnismässig gut ab – der Durchschnitt von allen befragten Ländern ist 14 Prozent, in Finnland und Deutschland sind es lediglich 4, respektive 5 Prozent.

Nicht ganz so schlecht, aber ebenfalls im hinteren Drittel findet sich die Berufsgruppe der Journalisten wieder. Lediglich 28 Prozent der Befragten halten Medienschaffende für vertrauenswürdig. Den selben Wert ergab die Befragung in Österreich, Rumänien und Russland.

  Tot. CH D FIN AUT POR ROM RUS
Feuerwehr 91% 92% 92% 98% 94% 80% 92% 89%
Piloten 87% 91% 82% 95% 89% 80% 89% 80%
Apotheker 82% 88% 82% 97% 92% 74% 77% 62%
Pflegefachkräfte 80% 90% 88% 95% 90% 78% 55% 62%
Ärzte 79% 87% 81% 92% 87% 76% 73% 55%
Handwerker 78% 82% 68% 94% 78% 63% 79% 85%
Landwirte 77% 79% 67% 84% 82% 74% 74% 81%
Lehrer 73% 71% 61% 89% 64% 71% 73% 81%
Polizisten 65% 79% 75% 91% 79% 62% 41% 30%
Armee-Offiziere 58% 62% 42% 74% 41% 46% 66% 75%
Metereologen 56% 58% 52% 73% 56% 58% 60% 33%
Richter 51% 58% 55% 70% 65% 33% 41% 35%
Priester / Pfarrer 50% 47% 39% 69% 46% 44% 46% 56%
Taxifahrer 48% 52% 49% 79% 51% 27% 29% 48%
Rechtsanwälte 46% 54% 47% 55% 56% 22% 33% 55%
Reiseveranstalter 37% 50% 26% 61% 42% 24% 38% 20%
Journalisten 30% 28% 26% 34% 28% 35% 28% 28%
Gewerkschaftsführer 24% 31% 26% 32% 30% 16% 13% 23%
Finanzberater 23% 27% 15% 29% 22% 13% 26% 31%
Fussballspieler 18% 16% 17% 27% 14% 12% 10% 28%
Autoverkäufer 16% 18% 10% 23% 17% 7% 17% 18%
Callcenter Services 14% 20% 5% 4% 11% 15% 8% 37%
Immobilienmakler 14% 14% 6% 31% 9% 9% 15% 15%
Politiker 9% 18% 12% 9% 10% 3% 2% 10%

Institutionen: Schlusslicht Werbeindustrie

Noch weniger Vertrauen geniesst in der Schweiz die Werbeindustrie – auch wenn das Verhältnis von Herrn und Frau Schweizer zu ihren Institutionen im Grossen und Ganzen nach wie vor intakt ist. Am meisten Vertrauen geniesst das Radio (75 Prozent), gefolgt von der Polizei (72 Prozent) und der Ehe (69 Prozent). Dem Fernsehen vertrauen noch knapp zwei Drittel (63 Prozent), dem Rechtssystem (58 Prozent) sowie den Umweltorganisationen (54 Prozent) noch über die Hälfte. Das Schlusslicht bildet die Werbung mit lediglich 13 Prozent. Das sind sogar noch 6 Prozent weniger als die vielgescholtene Europäische Union (19 Prozent). Dass Werbung nicht als objektive, sachliche Verkaufsberatung à la «Kassensturz» eingeschätzt wird, sondern als Information, die immer kritisch und mit einem gesunden Misstrauen rezipiert werden muss, erstaunt aber unter dem Strich wenig. (hae)
 

Radio 75%
Polizei 72%
Ehe 69%
Fernsehen 63%
Rechtssystem 58%
Umweltorganisationen 54%
Beamte 49%
Presse 47%
Regierung 46%
Banken 45%
Kirche 39%
Gewerkschaften 39%
Internationale Unternehmen 33%
Internet 27%
Politiker 20%
Euorpäische Union 19%
Werbeindustrie 13%

Mediapulse: Die Schweiz liebt Radio und TV

An der Jahreskonferenz in Bern präsentierte Mediapulse einen positiven Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr und die neusten Zahlen zu Radio und Fernsehen. Beide Medien stehen weiterhin sehr hoch im Kurs bei den Schweizerinnen und Schweizern.

Nach einem turbulenten 2013 blickt Mediapulse auf ein ruhigeres Geschäftsjahr 2014 zurück. Das zeigt sich nicht zuletzt im erfreulichen Jahresabschluss der unabhängigen Forschungsinstitution für Radio- und Fernsehnutzung: Das Unternehmen erwirtschaftete ein Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern in der Höhe von 617'000 Franken und einen Unternehmensgewinn von 554'000 Franken. Das positive Ergebnis ermöglicht Rückstellungen und sichert damit künftige Investitionen in die beiden Messsysteme.

Wie wichtig dieser finanzielle Rückhalt ist, zeigt ein Blick auf die Entwicklungspläne der Mediapulse. Das Radiomesssystem soll in den nächsten zwei Jahren grundlegend erneuert werden und auch beim Fernsehmesssystem wird bereits der nächste grosse Entwicklungsschritt geplant.

Radio und Fernsehen weiterhin top

Die Daten aus den beiden Messpanels von Mediapulse zeigen, dass die Bedeutung von Radio und Fernsehen auch in Zeiten von zunehmender medialer Konkurrenz ungebrochen hoch ist. Radio bleibt auch im 2014 das Massenmedium schlecht hin. Jeden Tag schalten fast neun von zehn Schweizern (87%) ein Radiogerät ein und konsumieren durchschnittlich 104 Minuten Radioprogramme . Selbst in der jüngsten Altersklasse der 15-24 jährigen erreicht Radio täglich rund drei von vier Personen (73%).

Noch mehr Zeit verbringt die Bevölkerung mit Fernsehen. Durchschnittlich 134 Minuten täglich bei einer täglichen Reichweite von 65 Prozent . Damit hat sich der Fernsehkonsum im letzten Jahr nicht nur stabilisiert, sondern er steigt sogar leicht an. Mehr und mehr nehmen die Zuschauer dabei das Programm selbst in die Hand: Im vierten Quartal 2014 wurden bereits 8,4 Prozent des Fernsehkonsums in der Schweiz zeitversetzt konsumiert.
 

Über 50 Prozent der Schweizer Unternehmen sind digitale Dinosaurier

Eine HWZ-Studie kommt zum Schluss, dass es mehr als der Hälfte der Unternehmen und Organisationen in der Schweiz an digitalem Know-how mangelt. Gleichzeitig schreiben 74 Prozent der Unternehmen der Digitalisierung grosse Auswirkungen auf ihre Branche zu.

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Die Studie wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich durchgeführt. «Nach wie vor scheint digitales Know-how sowohl auf Führungs- als auch auf Mitarbeiterstufe Schweizer Unternehmen zu fehlen», fasst Sven Ruoss, Studienleiter CAS Social Media Management an der HWZ, die Ergebnisse seiner Studie zusammen.

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«Dies obwohl 74 Prozent der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass die Digitalisierung grosse bis sehr grosse Auswirkungen auf ihre Branche haben wird.» Für die Hälfte der Schweizer Unternehmen werde dies bis 2017 erfolgskritisch.

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Mangelndes Know-how auf der Führungsetage und fehlende finanzielle Ressourcen

Schweizer Unternehmen fordere die digitale Transformation hauptsächlich aufgrund von Einschränkungen im IT-System, fehlender finanzieller Ressourcen und mangelndem Know-how auf der Führungsetage.

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Die wichtigsten Herausforderungen der digitalen Transformation

«Ein Umdenken ist dringend notwendig, da sich der digitalen Entwicklung keine Branche entziehen kann. Ein sinnvoller Einsatz digitaler Möglichkeiten kann die Kundenbindung massgeblich erhöhen und führt meist zu einer Effizienzsteigerung in allen Bereichen», hält Manuel P. Nappo, Leiter des Center for Digital Business an der HWZ fest. Als wegweisende Technologien erkennt die Studie «Digital Security» sowie die Bereiche «Mobile», «Big Data», «Social Media» und «Cloud Computing». Als wichtigste Beweggründe für Unternehmen, die digitale Transformation zu vollziehen, werden Produkt- und Dienstleistungserweiterungen, ein verbessertes Kundenerlebnis und die Steigerung der Produktivität aufgeführt.

DigitalCH15-Techs
Die wichtigsten digitalen Technologien

Zur Studie/Masterarbeit:

An der Studie/Befragung nahmen 463 Personen teil. Davon 77 % männlich, 23 % weiblich. 62 % der Befragten sind im Kader, 33 % haben keine Kaderfunktion und 5 % sind selbständig. Weitere zusammengefasste Informationen: Digitale Transformation in der Schweiz
#DigitalCH15

Hochspannung: Frühjahrskampagne für Züger

Online-Anzeigen treiben Axel Springer an

Digitale Rubrikenanzeigen werden zum Erlösmotor für Axel Springer. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes und 70 Prozent des operativen Gewinns entfielen beim deutschen Konzern (Bild, Die Welt) im ersten Quartal 2015 auf die digitalen Aktivitäten.

Den stärksten Zuwachs verzeichneten dabei erneut die Rubrikenangebote wie Stellenanzeigen oder Immobilieninserate, wie Axel Springer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Konzernumsatz stieg um 12,7 Prozent auf 780,6 Millionen Euro, der operative Gewinn (EBITDA) legte nur leicht um 1,2 Prozent auf 119,8 Millionen Euro zu. Der Konzernüberschuss ging um 34,4 Prozent auf 43 Millionen Euro zurück. Das höhere Vorjahresergebnis ging vor allem auf einmalige Erträge aus Anteilverkäufen zurück. Durch die Internationalisierung des digitalen Geschäfts erwirtschafte Springer bereits rund die Hälfte des Umsatzes ausserhalb Deutschlands, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner. Die Erlöse bei den Rubriken legten um 58,5 Prozent auf 176,2 Millionen Euro zu, der operative Gewinn (EBITDA) stieg dabei um fast 47 Prozent auf knapp 71 Millionen Euro. Bei den Bezahlangeboten blieben die Umsätze mit 348,7 Millionen Euro nahezu stabil. Bild erreichte in Deutschland mehr als 260'000 digitale Abonnenten, bei der Welt waren es 64'000. Die Schicksalsfrage der Branche sei nicht mehr, wie die Papierauflage zu verteidigen sei, sondern wie man mit Journalismus im Netz Geld verdienen könne, sagte Döpfner. (SDA)

Zu guter Letzt: Sicherheitsabstand

Dank aktuellem Technik-Firlefanz halten Volkswagenfahrer zuverlässig Abstand zum Vordermann. Mindestens so gut: Die Kampagne dazu.

Der Abstandregeltempomat – oder auch: Adaptive Cruise Control – sorgt (unter anderem) dafür, dass automatisch der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten wird. Also ein Tempomat, der das vordere Fahrzeug miteinbezieht und so dem Fahrer noch entspanteres Cruisen ermöglicht. Und sollte der Abstand plötzlich zu klein werden, können die Systeme auf verschiedene Arten eingreifen. Für die Fahrer von «State-of-the-Art»-Modellen wohl längst kalter Kafi, während sich die Lenker von echten älteren Autos immer noch mit mühseligen Begriffen wie Konzentration, Fahzeugbeherrschung und Bremsbereitschaft herumschlagen.

Sicherlich unter dem Strich eine gute Idee. DDB Barcelona hatte aber eine noch bessere: Um die VW-Technik zu bewerben, nahm die Agentur den Sicherheitsabstand wörtlich und entwickelte daraus eine schöne Media-Idee. Dieses schlichte Plakat…

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…entfaltete die Wirkung erst durch die Orte, an denen es aufgehängt/installiert wurde: Direkt zwischen benachbarten Konkurrenten. Etwas Abstand schadet nie. Auch wenn er für auf den Beispielen unten teilweise erstaunlich klein ist. Fast so klein wie auf der Autobahn. (hae)

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