«Infotainment hat sich nicht bewährt»

«Tagesschau»-Redaktionsleiter Heiner Hug will auch im neuen Auftritt eine seriöse Sendung produzieren und auf Showelemente verzichten.

Am Montag, 5. Dezember starten die
Nachrichtensendungen des Schweizer Fernsehens im neuen Kleid. Nicht nur
das Dekor wird neu gestaltet, auch Ablauf und Dramaturgie sollen
moderner und dynamischer werden. Als Anpassung an die News der
deutschen Privatsender will Heiner Hug, «Tagesschau»-Redaktionsleiter,
den Relaunch nicht verstanden wissen. «Die Privatsender sind nicht
unser Vorbild», sagte er im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung.
«Wir wollen seriöser und solider daherkommen.» Man mache keine Show;
Infotainment habe sich nicht bewährt und sei selbst bei den Privaten
nicht mehr so gefragt. Auch Expertenstimmen gehören nach Hugs Meinung
nicht unbedingt in die «Tagesschau». Einerseits seien sie als Element
zu lang, anderseits finde man zu jedem Thema auch eine gegenteilige
Expertenmeinung. Als zentrales Anliegen der «Tagesschau» nannte Hug
Verständlichkeit. Dazu sollen die Beiträge künftig klarer nach den
verschiedenen Aspekten eines Themas gegliedert und zudem vermehrt mit
Grafiken und Karten angereichert werden.

Internationaler Preissegen für Schweizer Werber

Gleich drei internationale Kreativwettbewerbe haben am Donnerstag ihre Preisträger bekannt gegeben. Schweizer Agenturen schnitten am besten bei den Epica Awards ab.

Gleich drei internationale
Kreativwettbewerbe haben am Donnerstag ihre Preisträger bekannt
gegeben. Schweizer Agenturen schnitten am besten bei den Epica Awards
ab. Neben den bereits vermeldeten Hauptpreisen für JWT+H+F und
Spillmann Felser Leo Burnett (SFLB)(vgl. Newsmail vom 30. 11.) gab es
je viermal Silber und Bronze. Silber in der Kategorie Print erhielt
Euro RSCG für Tele, in der Kategorie «Techniques» Jung von Matt/Limmat
für Piaggio Scooter, Ruf Lanz für McKinsey und wiederum SFLB (für Pet
Recycling). Mit Print-Bronze ausgezeichnet wurden Sulzer Sutter für
Buch & Wein, Publicis für Sportplausch Wider und Advico Young &
Rubicam für Greenpeace. Advico holte auch die einzige Schweizer
Auszeichnung in der Kategorie Film, Bronze für den Lovely-Spot «Cowboy»
(Schweizer Milchproduzenten). Die Eurobest Awards zeichneten
helvetisches Werbeschaffen mit fünf Bronze-Statuetten aus. SFLB und Ruf
Lanz teilen sie unter sich auf. Ruf Lanz wurde für die
McKinsey-Telefonnummern sowie für das Dolder-Sujet «Prinz Charles» in
den Kategorien Print und Outdoor geehrt, SFLB für die Plakat-Kampagne
der National Versicherung sowie für deren TV-Spot «Cliff». Noch nicht
genug der Ehre für SFLB: Im Wettbewerb für «Interactive &
Alternative Media» der New York Festivals wurde die Zürcher Agentur mit
einer WorldMedal in Bronze für die verschneiten Autos geehrt, die zum
Saisonbeginn für Alpenarena.ch warben.

Swisscom Adventskalender als WebEvent auf www.sat1.ch

Auf www.sat1.ch finden die User ab dem 1. Dezember ihren persoönlichen und interaktiven Adventskalender und das gesamte Angebot des Swisscom Online-Shop mit vielen attraktiven Geschenkideen für Weihnachten.

(pr) Der Swisscom Online-Shop realisiert mit
www.sat1.ch die erste konvergente Kampagne für den interaktiven
Adventskalender auf www.swisscom.com/onlineshop. Der führende Schweizer
Telekommunikationskonzern setzt die vernetzte
Kommunikationslösung «WebEvent» von SevenOne Media Schweiz für
seine Shopping-Plattform im Internet ein. Als Teil der Kampagne wird
erstmals in der Schweiz auch die neue Sonderwerbeform «Superblitz» im
Teletext eingesetzt. Auf www.sat1.ch finden die User ab dem 1.
Dezember ihren persönlichen und interaktiven Adventskalender und das
gesamte Angebot des Swisscom Online-Shop mit vielen attraktiven
Geschenkideen für Weihnachten: Hinter jedem Türchen des
Adventskalenders verbirgt sich eine Überraschung. Täglich werden
attraktive Preise verlost und als Hauptgewinn winkt ein neuer VW Fox.
 
Der Adventskalender wird in www.sat1.ch durch redaktionelle Teaser und
Shop Tipps eingebunden, welche den User direkt zur gemeinsamen
Kooperation führen. Gleichzeitig bewerben grossflächige,
aufmerksamkeitsstarke Werbemittel auf allen Webseiten der
ProSiebenSat.1 Networld das Webevent. Damit erreicht die Kooperation
auch die User von ProSieben.ch, kabeleins.ch, N24.ch sowie wetter.com.
Ergänzt werden die Kommunikationsmassnahmen im Internet durch die in
der Schweiz erstmals eingesetzte Werbeform „Superblitz“ im Sat.1
Teletext. Der „Superblitz“ deckt während sechs Sekunden pro Minute die
Einstiegsseite 100 im Sat.1 TEXT Schweiz vollflächig ab und bietet so
ein exklusives Werbeumfeld. Last but not least wird auf die gemeinsame
Kooperation auch in TV-Trailers für sat1.ch hingewiesen.

Swisscontent verstärkt Team dank guter Auftragslage

Ab sofort unterstützt Swisscontent die KMU Task Force des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) beim inhaltlichen Um- und Ausbau seines Gründerportals kmuinfo.ch.

Ab sofort unterstützt Swisscontent die KMU
Task Force des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) beim
inhaltlichen Um- und Ausbau seines Gründerportals kmuinfo.ch. In den
nächsten Wochen werden vorerst die Content-Rubriken überarbeitet und
ergänzt. Am Ende dieses Prozesses steht ein Relaunch des dreisprachigen
Informationsportals. Zudem hat der Swiss Venture Club, ein national
tätiger Verein zur Förderung und Unterstützung kleiner und mittlerer
Firmen, den Contentprovider mit der Produktion seiner beiden
Zeitschriften SVC Magazin und SVC Forum betraut. Als Reaktion auf diese
neuen Aufträge hat Swisscontent seinen Mitarbeiterstamm ausgebaut. Neu
unterstützt Munja Heinrich als Designerin und Layouterin das Team. Sie
hat an der Fachhochschule Trier Kommunikationsdesign studiert und war
zuletzt während drei Jahren als Junior Art Directorin bei der
Werbeagentur Antwerpes & Partner in Köln und Basel tätig. Markus
Kick verstärkt seit 1. November die Redaktion. Er hat das MAZ
absolviert und arbeitete in den letzten Jahren unter anderem für den
Tages-Anzeiger, die HandelsZeitung, Radio DRS und das
Konsumentenmagazin Saldo. Auch die französisch- und
italienischsprachigen Redaktionen wurden um je eine Stelle erweitert.
Neu sind Martina Reuschenbach und Tatjana Balenieri  für die
französisch- beziehungsweise italienischsprachige KMU-Site des Seco
zuständig.

Dialog ist entscheidend für Schulsponsoring

Der Fachverband für Sponsoring führte letzten Monat in München eine Gesprächsrunde durch, an welcher über die Chancen und Probleme des Schulsponsorings beraten wurde.

Der Fachverband für Sponsoring (Faspo)
führte letzten Monat in München eine Gesprächsrunde durch, an welcher
über die Chancen und Probleme des Schulsponsorings beraten wurde.
Vertreter von Schulbehörden, Medien und Unternehmen diskutierten und
kamen zum Schluss, dass Kommunikationsdefizite bislang das grösste
Hemmnis für die Entwicklung des Schulsponsorings seien. Anlass zur
Veranstaltung gab der Vormarsch, auf welchem sich das Schulsponsoring
seit einiger Zeit befindet. Eltern und Behörden sind durch diesen Trend
verunsichert, da sie sich oftmals zu wenig über die Ziele und Absichten
der Unternehmen informiert fühlen. Diese hingegen beklagen, sich
ständig für Sponsoring rechtfertigen zu müssen. Auch wenn man in
hiesigen Breitengraden noch weit von amerikanischen Verhältnissen
entfernt ist – finden dort doch beispielsweise so genannte Coke-Days
mit indirektem Verbot für Konkurrenzprodukte an öffentlichen Schulen
statt –  sieht Jean-Baptiste Felten, Faspo-Vorstand und Inhaber
der Kommunikationsagentur Felten & Cie in Tägerwilen, klaren
Handlungsbedarf: «Es müssen gemeinsam klare Kriterien festgelegt
werden, was in Bezug auf Sponsoring an Schulen erlaubt ist und was
nicht.» Der Faspo werde nun einen «Code of Practice» als Richtlinie für
alle Beteiligten entwickeln, welcher in Zukunft auch der Schweiz als
Diskussionsgrundlage dienen könnte.

Blick poliert Website

Die Zürcher Agentur Netvertising hat das Design von Blick Online überarbeitet und dem SonntagsBlick einen eigenen Auftritt gegeben.

Die Zürcher Agentur Netvertising hat das
Design von Blick Online unter der Leitung von Balz Lendorff
überarbeitet. Typografisch entspricht die Seite jetzt mehr dem Layout
der Printausgabe. Neben dem neuen klaren Design wurde sie auch
technisch erweitert und bietet nun zusätzlich News-Alerts, RSS-Feeds,
Weblogs, User-Kommentare und eine verbessere Navigationsstruktur.
Zeitgleich erhält der SonntagsBlick eine eigene Online-Präsenz. In
Zukunft werden aktuelle Blogs, Leser-Aktionen sowie eigenständige
redaktionelle Beitrage die Print-Inhalte des Sonntagblatts ergänzen.

Edipresse erklärt sich zu erneuten Verhandlungen bereit

Die Generaldirektion des Lausanner Verlags wird ab Januar erneut mit seinen Journalisten über einen Firmen-Gesamtarbeitsvertrag verhandeln.

Die Generaldirektion des Lausanner Verlags
Edipresse hat sich am Donnerstag zu erneuten Verhandlungen mit seinen
Journalisten über einen Firmen-Gesamtarbeitsvertrag bereit erklärt. Die
Gespräche sollen laut einer Meldung der Nachrichtenagentur SDA ab
Januar wieder aufgenommen werden. Redaktionsvertreter Christophe
Fovanna schlägt dafür vor, bei Null zu beginnen. Die Verhandlungen über
einen neuen Edipresse-Firmen-Gesamtarbeitsvertrag waren am 22. November
abgebrochen worden, nachdem die Generaldirektion zuletzt einen
Vorschlag des Personalvertreters abgelehnt hatte.

Creative Marketing kommuniziert für Three Way

Die Aargauer Agentur realisiert unter anderem Massnahmen zum 10-jährigen Jubiläum des Webdienstleisters.

Die Aargauer Agentur Creative Marketing
Service kommuniziert neu für den Webdienstleister Three Way, der
demnächst sein 10-jähriges Bestehen feiern kann und gemäss Mitteilung
zu den Top 5 im Schweizer E-Business-Markt gehört. Die erfolgreiche
Tätigkeit mit namhaften Kunden soll kommuniziert werden, die
Pressearbeit verstärkt und Werbemittel gestaltet werden. So hat Three
Way mit Creative Marketing Infos gegen die Vogelgrippe und für
optimales Heizen im Winter verfasst. Zudem sollen Aktivitäten im
Zusammenhang mit dem Jubiläum verstärkt werden.

Frank Lowe will es noch einmal wissen

Die britische Werbelegende gründet zwei Jahre nach der Pensionierung eine neue Agentur und wirbt bei Lowe London den Chairman ab – und vielleicht auch den grösten Kunden.

Die britische Werbelegende Frank Lowe
meldet sich zurück: Zwei Jahre nach seiner Pensionierung gründet er
gemeinsam mit Paul Weinberger eine neue Agentur. Der Zeitpunkt ist kein
Zufall: Laut Advertising Age ist vor drei Monaten das Konkurrenzverbot
ausgelaufen, das Lowe bei der Pensionierung mit seinem früheren
Arbeitgeber Interpublic vereinbart hatte. Frank Lowe hatte 1981 in
London die Agentur Lowe Howard-Spink gegründet und zum internationalen
Lowe-Netzwerk ausgebaut, um es 1990 an Interpublic zu verkaufen. Sein
Schritt zurück in den Werbemarkt wird seine alte Agentur schmerzen.
Partner Paul Weininger war bisher Chairman von Lowe London. Advertising
Age vermutet, dass Weininger den grössten Kunden, die Supermarktkette
Tesco mit einem Etat von 75 Millionen Dollar, mitnehmen wird. Lowe hat
in jüngerer Zeit bereits einige wichtige Etats – etwa von Unilever,
HSBC und Braun – verloren und kürzlich die bestverdienenden
Angestellten um einen freiwilligen Lohnverzicht von 10 %  gebeten.
Bei Interpublic nahm man die Nachricht dennoch sportlich: «Wenn Keith
Richards immer noch Rock’n’Roll spielen kann, dann kann Frank das
vielleicht auch», sagte ein ungenannter Manager der Werbeholding zu
Advertising Age.

Saubere Werbung für die ganze Schweiz

Die Projekt GmbH hat ihr Angebot für Frisch-Hemdenwerbung ins Tessin und die Romandie ausgebaut.

Die Projekt GmbH aus Horn am Bodensee hat
ihr Angebot für Frisch-Hemdenwerbung ins Tessin und die Romandie
ausgebaut. Damit können ab sofort schweizweit Werbekunden erreicht
werden, die ihre Hemden waschen lassen. Textilreinigungen befestigen
Flyer oder Samplings an Kleiderbügeln und ermöglichen damit, die gut
situierte Zielgruppe im werberelevanten Alter zwischen 20 und 50 Jahren
zu bewerben, wie es in einer Mitteilung heisst. 

Ruf Lanz gewinnt das Goldene Ohr

Die Zürcher Werbeagentur setzte sich bei der Jury des Wettbewerbs nicht nur gegen die heimische Konkurrenz durch. Teilnehmer aus Deutschland und Österreic holten Silber und Bronze.

Die besten Radiospots dieses Jahres
stammen von Ruf Lanz. Die Zürcher Werbeagentur setzte sich bei der Jury
des Wettbewerbs Das Goldene Ohr nicht nur gegen die heimische
Konkurrenz, sondern auch gegen Teilnehmer aus Deutschland und
Österreich durch. Die Veranstalter hatten Das Goldene Ohr erstmals als
Drei-Länder-Vergleich positioniert und auch die Jury entsprechend
besetzt.
Die siegreiche Spotkampagne hat Ruf Lanz für das NZZ Folio konzipiert.
Sprecher Horst Warning trägt darin ins Deutsche übersetzte
Popsong-Texte wie Gedichte vor. Realisiert wurden die Spots vom Zürcher
Tonstudio Selmi.
Neben dem goldenen wurden drei silberne und sechs bronzene Ohren
verliehen. Ogilvy & Mather Wien wurde mit Silber für eine Serie im
Auftrag des Autokonzerns Ford prämiert. Die beiden andern silbernen
Ohren bleiben in der Schweiz: Bei Spillmann Felser Leo Burnett für die
Feldschlösschen-Kampagne (Produktion Jingle Jungle) und bei Frank
Baumanns Agentur Wörterseh für das Berufs- und Weiterbildungszentrum
Brugg (Selmi).
Zweimal Bronze kassierte Scholz & Friends Berlin: Einmal für
Hapag-Lloyd Express und einmal für Queisser Pharma. Die dritte
Auszeichnung für Deutschland holte Kolle Rebbe, Hamburg, für
FriendScout24. Auch Österreich darf sich mit Lowe GGK in Wien über ein
bronzenes Ohr freuen (für Almdudler). Das halbe Dutzend voll machen
zwei Zürcher Agenturen: Jung von Matt/Limmat für den Silvesterlauf des
Tages-Azeigers (Produktion Jingle Jungle) und nochmals Ruf Lanz,
diesmal für Sport Factory Outlet (Selmi).
Shortlistplatzierungen erreichten zudem Walker Werbeagentur, zweimal
FCB Kobza, Wien, und wiederum Jung von Matt/Limmat und Ogilvy &
Mather Wien.

Liechtensteiner Volksblatt kommt über den Rhein

Die Tageszeitung expandiert mit einer wöchentlichen Grossauflage in den Kanton St. Gallen.

Die Tageszeitung Liechtensteiner
Volksblatt expandiert in den Kanton St. Gallen. Ab 2006 erscheint es
jeweils am Freitag mit einer Grossauflage von 21’000 Exemplaren. Sie
wird in Werdenberg und Sargans unter dem Namen Rheinzeitung in 12 500
Haushaltungen und Postfächer verteilt. In Liechtenstein bleibt es beim
Titel Liechtensteiner Volksblatt. Laut der Nachrichtenagentur SDA
werden sich die beiden Ausgaben nur auf der Frontseite unterscheiden.
Die Freitagsausgabe des Volksblattes werde aber eine regionalere
Ausrichtung haben als an den übrigen Tagen. Zur Aufbereitung regionaler
Themen würden zusätzlich zwei bis drei freie Mitarbeiter eingestellt,
sagte Volksblatt-Verlagsleiter Dani Sigel auf Anfrage der SDA. Bei der
ältesten liechtensteinischen Tageszeitung verspricht man sich von der
Expansion auch einen Zuwachs im Inserategeschäft. Die Tarife für ein
Inserat in zwei Ländern lägen bei gleicher Leistung bis 20 % unter den
bestehenden Angeboten, heisst es in einer Mitteilung.
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