Neue Autoren bei «Café Bâle»

Zwei neue Autoren sorgen für die dramaturgische Weiterentwicklung der Satire-Sendung auf SF2/PTV.

Zwei neue Autoren sorgen für die
dramaturgische Weiterentwicklung der Satire-Sendung «Café Bâle» auf
SF2/PTV. Aernschd Born und Martin Hennig treten die Nachfolge von Roger
Thiriet an, der die Sendung nach zehn Jahren verlässt. Born hat sich
als Texter, Liedermacher und Drehbuchautor einen Namen gemacht. Hennig
war Regieassistent am Basler Theater sowie bei diversen Spielfilmen.
Von 1986-93 war er als Fernsehredaktor in der Abteilung Dramatik beim
Schweizer Fernsehen tätig und zeichnete für Schweizer Beiträge der
Reihen Tatort, Eurocops sowie für zahlreiche Fernsehfilme und
Kinokoproduktionen verantwortlich. Heute arbeitet er als freier
Drehbuchautor. «Café Bâle» wird von Allcomm Productions in
Basel-Allschwil hergestellt. Ziel der Basler Produktionsfirma ist es,
mit den neuen Folgen vermehrt jüngere Zuschauer anzusprechen. Ab 15.
Januar werden zudem drei neue Schauspieler engagiert.

2005: Schweizer Presse nur knapp genügend

In der Online-Rating-Studie von McCann Erickson gaben die 300 Befragten strenge Zensuren. Am zufriedensten waren sie mit erfolgreichen Sportlern – nicht aber mit deren Sponsoren.

Die Deutschschweizer sind mit ihrer Presse
zufriedener als mit dem Schweizer Fernsehen. In der
Online-Rating-Studie von gaben die 300 Befragten der
Presse für das Jahr 2005 eine Durchschnittsnote von 4,13. Da die
Teilnehmer gebeten wurden, «eine Note wie in der Schule» von 1 bis 6 zu
geben, darf dieses Ergebnis als knapp genügend gelten. Das Schweizer
Fernsehen kassierte dagegen mit 3,76 eine ungenügende Note.
Allgemein verteilten die Schweizer strenge Zensuren an ihre
Institutionen und Vertreter. Am besten schnitt die
Fussball-Nationalmannschaft ab mit 4,99, gefolgt vom Segelteam Alinghi
mit 4,83. Ihre Sponsoren Credit Suisse und UBS könnten sich freuen – würden die
Grossbanken selbst nicht den viertletzten Rang belegen mit 3,09. Ein
schlechteres Image haben nur «andere Religionen» (als die
Landeskirchen, die aber auch nur 0,07 Punkte besser benotet wurden),
Krankenkassen und die Schweizer Skifahrer-Equipe, die übrigens die Raiffeisen-Bank und eine Versicherung (nicht
abgefragt) zu ihren Partnern zählt. Hauptsponsor der deutlich ungenügenden
Skifahrer (2,48) ist Swisscom, die knapp genügend abschnitt (4,08). Auf
der positiven Seite im Schweizer Bewusstsein findet sich weiter das
Formel-1-Team von Sauber (4,45), das ebenfalls von der Credit Suisse unterstützt wird.
Das beste Image jenseits von Sportidolen haben bei Herrn und Frau
Schweizer gemäss der Studie die Grossverteiler Migros und Coop. Sie
rangieren an dritter Stelle, noch knapp vor Hilfsorganisationen wie das
Rote Kreuz oder Unicef. Positiv sahen die Befragten auch die
Uhrenindustrie (4,23), die Chemie (4,05) und die SBB (4,03). Die Post
ist dagegen leicht ungenügend (3,88), die Swiss deutlich (3,16).
Von den staatlichen Institutionen vermochte die Polizei die Befragten
am meisten zufrieden zu stellen. Sie erhielt mit 4,20 als einzige eine
genügende Wertung. Unter der Vierergrenze liegen (in absteigender
Reihenfolge) das Parlament, der Bundesrat, die Behörden, das Militär
und die Parteien.
Stefano Monachesi

Marketingwert von Blogs tief eingeschätzt

Zum weitesten Nutzerkreis von Weblogs zählt laut einer Studie jeder Fünfte, zu den regelmässigen Nutzern nur 4 %.

Drei Viertel der Internet-Nutzer kennen
Blogs. Zum weitesten Nutzerkreis zählt allerdings nur jeder Fünfte. Das
hat eine Online-Befragung des deutschen Marktforschungsinstituts
Fittkau & Maass ergeben, an der sich rund 100’000 Personen aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt haben. Als
regelmässige Besucher von Blogs bezeichneten sich nur gerade 4 %, als
Blogbetreiber 2 %. «Die Ergebnisse rücken die Bedeutung von Weblogs für
Marketingzwecke wieder in das richtige Licht», erklärte
Geschäftsführerin Susanne Fittkau gegenüber dem Online-Newsdienst
Pressetext. Die explosionsartige Verbreitung von Weblogs habe einen
Hype ausgelöst, schreibt Pressetext. Marketingexperten seien auf den
Zug aufgesprungen und hätten Potenzial in der Nutzung von Blogs als
Online-Marketingplattformen genutzt. Für Fittkau ist dagegen klar:
Durch die geringe Reichweite eignen sich die Webtagebücher nicht als
Massenmarketingsmedium. Ein Vorteil sei aber, dass sie für spezifisches
Zielgruppenmarketing effektiv und mit geringen Streuverlusten
eingesetzt werden könnten: «Der typische Weblog-Besucher ist unter 30
Jahre alt, technikaffin, politisch und kulturell interessiert und zählt
zu den Intensivnutzern des Internet.»

Erster Nachdiplomkurs Campaigning abgeschlossen

18 Absolventen haben sich vertiefte Kenntnisse der jungen Kommunikationsdisziplin angeeignet.

Der Fach- und Branchenverband Pro
Campaigning meldet den erfolgreichen Abschluss seines ersten
Nachdiplomkurses. 18 Absolventen haben in 15 Unterrichtstagen und einer
individuellen Projektarbeit vertiefte Kenntnisse der
Campaigning-Kerndisziplinen erworben. Durchgeführt wurde der Kurs von
der Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz in Olten, die ihn auch
2006 wieder anbieten wird.

Ketchum gewinnt Tommy Hilfiger-Mandat

Tommy Hilfiger Europe hat die Kommunikationsagentur mit sämtlichen PR-Aktivitäten für seine Produktkategorien Bags, Eyewear, Watches und Footwear beauftragt.

Tommy Hilfiger Europe hat im Anschluss an
einen Pitch die weltweit tätige Kommunikationsagentur Ketchum mit
sämtlichen PR-Aktivitäten für seine Produktkategorien Bags, Eyewear,
Watches und Footwear beauftragt. Das Londoner Büro der Agentur wird die
Leitung des Mandats übernehmen und mit Partneragenturen in den sechs
europäischen Hauptmärkten (Österreich, Belgien, Frankreich, Spanien,
England und Schweiz) von Tommy Hilfiger zusammenarbeiten. Peter
Bütikofer & Company vertritt Ketchum in der Schweiz, die
Mandatierung beschränkt sich hierbei auf die Produktkategorie Watches.
Die Kommunikation für die Fashion-Linie von Tommy Hilfiger wird bei den
bisher dafür beauftragten Agenturen bleiben.

Livingroom.fm bringt alternatives Radioprogramm nach Basel

Am 8. Dezember startet der Sender Livingroom.fm in Basel mit Musik von Liveacts und nichtkommerziellen DJs.

Am 8. Dezember startet der Sender
Livingroom.fm in Basel aus der Osteria Acqua mit seinem Programm.
Gesendet wird die Musik von Liveacts und nichtkommerziellen DJs,
jeweils Donnerstagabend auf der Frequenz von Radio Basilisk wie die
Basler Zeitung schreibt. Das Projekt preist sich als neuartig an,
ähnelt aber stark – mit Ausnahme von geplanten Live-Gesprächen – dem
Sender Rundfunk.fm von Oliver Scotoni. Dieser sendet jeden Sommer einen
Monat lang Musik, seit sechs Jahren in Zürich und seit vier in Basel.
Livingroom.fm peilt mit einem ähnlichen Musikkonzept dasselbe Publikum
an und wird ebenfalls in zahlreichen Lokalen im Zentrum von Basel zu
hören sein.

Yahoo startet mit Schweizer Seite

Das Internetunternehmen launcht am 2. Dezember die Website Yahoo Schweiz in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch.

Das Internetunternehmen Yahoo launcht am
Freitag, 2. Dezember die Website Yahoo Schweiz in den drei offiziellen
Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch. Die Seite enthält
eine Websuchfunktion, mit welcher eine Eingrenzung auf lokale Inhalte
möglich wird, eine Bilder- und Videosuche sowie eine aus Schweizer
Quellen gespeiste Nachrichtensuche. Mit der Zusatzfunktion «erweiterte
Suche» können die Nutzer ihre Suchanfragen persönlich konfigurieren.
Diese persönlichen Einstellungen können die Nutzer sowohl auf dem
aktuell verwendeten Browser als auch auf ihrer Yahoo-ID speichern.
Damit sind Zugriffe auf die persönlich abgestimmten Suchergebnisse von
jedem Rechner weltweit möglich.

Die Romandie vermarktet sich als «Geneva Business Region»

Um das Image der Romandie im Ausland zu stärken, schaffen die sechs französischsprachigen Kantone der Schweiz und der Kanton Bern eine Dachmarke.

Um das Image der Romandie im Ausland zu
stärken, schaffen die sechs französischsprachigen Kantone der Schweiz
und der Kanton Bern eine Dachmarke. Sie treten künftig unter der
Bezeichnung «Gate West Switzerland – Geneva Business Region» auf. Die
neue Marke mit Logo wurde am Freitag von der Westschweizer
Wirtschaftsdirektorenkonferenz lanciert. Ihren ersten Auftritt wird sie
als offizieller Supporter der Segel-Crew Alinghi für den America’s Cup
2007 haben, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Dies im Rahmen
einer Partnerschaft, die der Kanton Genf bereits mit Alinghi vereinbart
hat. Gemäss der SDA kostet diese Aktion insgesamt 2 Millionen Franken,
die unter den Kantonen aufgeteilt werden. Jacqueline Maurer-Mayor,
Präsidentin der Direktorenkonferenz, erklärte laut der AP, es sei an
der Zeit gewesen, dass sich die Romandie über die institutionellen und
kantonalen Grenzen hinweg zu einer gemeinsamen Vermarktung finde. Der
Wirtschaftsraum Zürich habe sich schnell organisiert, gefolgt von der
Zentralschweiz und schliesslich auch der Region Basel, während die
Westschweiz gezögert habe.

Publikumsrat fordert tiefgreifende Änderungen bei «Black’n’Blond»

Die Ratsmitglieder haben die Sendung auf SF2 seit ihrem Start beobachtet und sind zum Schluss gekommen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Der Publikumsrat der SRG Deutschschweiz
kann der Late-Night-Show «Black’n’Blond» nicht viel Gutes abgewinnen.
Laut einem Communiqué haben die Ratsmitglieder die Sendung auf SF2 seit
ihrem Start Mitte Oktober beobachtet und sind zum Schluss gekommen,
dass die Show nur mit tiefgreifenden Veränderungen weiterhin bestehen
kann. Der Rat würde eine  gute eigene Late-Night-Show im Schweizer
Fernsehen schätzen, doch in seiner jetzigen Form erfülle
«Black’n’Blond» die Anforderungen nicht. Die ersten Ausstrahlungen
waren nach Ansicht des Rates inakzeptabel, Sprüche und Gags dümmlich,
meist von bedenklichem Niveau und in einigen Fällen Menschen
verachtend. In den letzten beiden Sendungen erkannte er eine
Veränderung zum Besseren, doch fehle es der Show noch immer an Witz und
Esprit. Dass Handlungsbedarf besteht, hat man beim Schweizer Fernsehen
offenbar auch auf höchster Ebene bemerkt: «Bei „Black’n’Blond“ sind
Fragezeichen angebracht», sagt SRG-Generaldirektor Armin Walpen in der
neusten Ausgabe von Facts. Das sehe auch Fernsehdirektorin Ingrid
Deltenre so.

Beratungen zu Tabak- und Alkoholwerbeverbot im Baselbiet stehen still

Die beiden Basler Halbkantone sollen ein gemeinsames Gesetz erhalten. Die Schweizer Werbung feiert die Auszeit als Teilsieg.

Der Baselbieter Gesetzesentwurf über ein
Verbot für Tabak- und Alkoholwerbung auf öffentlichem Grund und
Gebäuden liegt auf Eis. Wie die Basler Zeitung (BaZ) berichtet, ist der
Grund dafür bei einem Vorhaben der Parlamentskommissionen und der
Verwaltungen der beiden Basel zu suchen: Sie fordern einen Entwurf, der
für beide Kantone gelten soll, unter anderem da die Sporthalle St.
Jakob sowohl auf städtischem als auch auf landschaftlichem Boden steht.
Zur Frage, ob eine solche Harmonisierung eine Verschärfung oder eine
Abschwächung des Baselbieter Gesetzesentwurfs bedeuteten würde, wollte
die Präsidentin der landrätlichen Volkswirtschafts- und
Gesundheitskommission, Rita Bachmann, gegenüber der Werbewoche keine
Stellung nehmen. Unterdessen hat die Wirtschaft mit Plakaten und
Inseraten der Baselbieter Regierung den Kampf angesagt. Auftraggeberin
der Kampagne ist die Schweizer Werbung, deren Hauptanliegen nach
eigenen Angaben darin besteht, konsequent gegen Werbeverbote und andere
freie Marktwirtschaft bedrohende Massnahmen vorzugehen. Piero Schäfer
von der Allianz gegen Werbeverbote führt den Abbruch der
Gesetzesberatungen auf die Kampagne mit den gelben Zensurbalken zurück:
«Die Aktivitäten der Allianz scheinen Wirkung zu zeigen.»
Pikantes
Detail der ganzen Geschichte: Auf Regierungsseite möchte niemand dem
prestigeträchtigen Tennisturnier Swiss Indoors schaden, wie die BaZ
weiter schreibt. Darum enthält der stillgelegte Gesetzesentwurf die
umstrittene «Lex Davidoff», die das Verbot für den Grossanlass aufheben
würde: Veranstaltungen, «die in ihren Namenszügen einen Bezug zu
Alkohol- und Tabakprodukten aufweisen und seit mehreren Jahren
durchgeführt werden», wären vom Verbot ausgenommen.

Star TV erhält Konzessions-Verlängerung

Der Bundesrat hat die Konzession für den Sender Star TV um weitere drei Jahre verlängert.

Der Bundesrat hat die Konzession für den
Sender Star TV um weitere drei Jahre verlängert. Der Privatsender
verbreitet sein Programm im Bereich Film, Lifestyle und Entertainment
seit zehn Jahren, der weitere Verlauf hätte durch die Revision des RTVG
geklärt werden sollen. Doch weil sich diese weiterhin verzögert, musste
Star TV neue Unterlagen für eine Konzessionsverlängerung beim Bakom
einreichen. In den letzten Wochen feierte der Sender, der zurzeit
täglich 630’000 Zuschauer erreicht, das zehnjährige Jubiläum am
Bildschirm sowie mit einer Plakatkampagne. Ab 23. Dezember strahlt er
die 32 Folgen der chinesischen Fantasy-Saga «Lost City in Snow Heaven»
als erster Sender im Westen aus.

Radio hören via Bluewin-Portal

Ab dem 2. Dezember können die Besucher von Bluewin.ch die Programme von zwölf Deutschschweizer Radiostationen via das Portal empfangen.

Ab dem 2. Dezember können die Besucher von
www.bluewin.ch die Programme von zwölf Deutschschweizer Radiostationen
via das Portal empfangen. Es handelt sich dabei um Radio 24, Radio Top
und Top Two, Radio Argovia, Radio Pilatus, Radio 32 und Radio 32
Goldies, Radio Sunshine, Radio Basilisk, Life Channel und Radio 105
mit 105 Hitradio und 105 Classics. Eine Ausweitung des Angebotes auf
Sender aus der Romandie und dem Tessin sowie auf weitere
deutschsprachige Radiostationen ist für 2006 geplant.
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