Papier II Die Papiergrosshändler leisten wesentlich mehr als die Anlieferung von Papier.Papier – dieser dünne, biegsame, flexible,
taktile, haptische und vor allem auch preiswerte Informationsträger –
beziehen Druckereien wie auch Industrieunternehmen über den Handel oder
meistens den Grosshandel. Eine hier nicht besprochene Ausnahme bilden
die Zeitungs-, Rollenoffset- und auch Formulardruckereien, die ihre
Rollenpapiere meistens direkt von der Fabrik erhalten. Doch, so ist vom
Branchenprimus Antalis zu vernehmen, muss ein
Papiergrosshandelsunternehmen nachhaltiges und erfolgreiches
Fortbestehen über die Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern entlang
der gesamten Wertschöpfungskette bis zum Endverbraucher sichern. Vom
reinen Handel mit Bedruckstoffen allein kann ein darauf ausgerichtetes
Unternehmen offenbar langfristig und in der gleichen Grössenordnung
kaum leben; die Marktverdrängung und der gleichzeitige Margendruck sind
zu gross. Wie auch in anderen Branchen sind so die «Dienstleistungen
drumherum», die Services, zum Erfolgsrezept geworden.
Lager- und Streckengeschäft
Was den Papierhandel ausmacht, ist die Lagerung und Bereithaltung
unterschiedlicher Papiere in verschiedenen Farben, Farbnuancen,
Oberflächen, Formaten und vor allem Grammaturen. Das richtige Papier in
der richtigen Menge, Grösse und Grammatur bereitzuhalten, wird somit
für die Handelsunternehmen zur grossen Herausforderung. Dieses
Lagergeschäft genannte Segment ist der wichtigste Umsatzträger der
Papierhändler; in diesem Dienstleistungsdreieck zwischen den
Papierproduzenten und dem Endverbraucher generieren die Papierhändler
ihre Wertschöpfung. Im so genannten Streckengeschäft der durch den
Papierhändler organisierten und überwachten Direktlieferung zum
Abnehmer ist die Wertschöpfung geringer. Die Händler können hier keine
oder kaum ergänzende Dienstleistungen anbieten. Daher ist im
Streckengeschäft der Wettbewerb auch am härtesten.
Eine zentrale Rolle spielt bei den Papierhändlern die
Beschaffungslogistik (vom Papierlieferanten ins Eingangs- oder
Hochregallager) und die Distributionslogistik (vom Lager zum Kunden/zur
Druckerei). Die Herausforderung besteht für die Händler darin, den
vorhandenen Lagerplatz ideal zu nutzen. Und da Papier ausschliesslich
auf Paletten gelagert und transportiert wird, steht die optimale
Nutzung der Palettenplätze im Vordergrund. Hier kommt nun die
Erfahrung, gepaart mit den Möglichkeiten des Händlers, zum Tragen: Das
Unternehmen muss kontinuierlich zwischen «schlecht drehenden» und «gut
laufenden» Papieren unterscheiden und hier bei Bedarf immer wieder
Anpassungen am Sortiment vornehmen. Ist nicht genügend Papier einer
Sorte, Qualität oder Grammatur an Lager, muss es direkt beim
Fabrikanten bestellt werden. Mit der Verfügbarkeit sinkt der
Servicelevel am Kunden – und damit auch der neben dem Preis
zweitwichtigste Faktor beim Kaufentscheid.
Die Logistik eröffnet aber noch weitere Möglichkeiten, um die
Wertschöpfung zu verbessern. So haben die Papiergrosshändler die
Produktionslogistik und Entsorgungslogistik genannten Teilbereiche
ebenfalls für sich entdeckt: Zur Produktionslogistik zählt hier die
Verwaltung, Bereithaltung und Lieferung von Drucksachen; die
Entsorgungslogistik kümmert sich um die fachgerechte Entsorgung von bei
der Drucksachenproduktion entstehenden Papierabfällen.
Outsourcing/Papiermanagement
Der Papierhandel in der Schweiz wird von vier Unternehmen dominiert.
Mehr als 645 Millionen Franken Umsatz (Basis 2004) erwirtschaften
allein die führenden Papiergrosshändler Antalis (245 Mio.), Sihl + Eika
Papier (182 Mio.), Inapa Schweiz (Baumgartner, Biber, Biber-Rochat,
Inapa Office; 135 Mio.) und Fischer Papier (83 Mio.). Und damit Papier
in ausreichender Menge zum möglichst noch richtigen Zeitpunkt
(Just-in-Time-Lieferung) bei der Druckerei zur Verfügung steht, haben
die Papierhandelsfirmen spezifische Dienstleistungen entwickelt.
Nachfolgend und in den Kästen Hintergrundinformationen zu den
Strategien dieser führenden Schweizer Papierhändler. Allerdings mit
einer Ausnahme: Die Sihl + Eika Papier AG, die mehrheitlich zur
deutschen Schneidersöhne gehört (welche ihrerseits Teil der zu Stora
Enso gehörenden Papierhandelsgruppe Papyrus ist), kann derzeit zur
Unternehmensstrategie leider keine Aussagen machen. Der in Thalwil
ansässige, zweitgrösste Schweizer Papierhändler informiert dazu jeweils
im Mai die Fachpresse und wird dann unter anderem auch zur Ausrichtung
Stellung nehmen.
Antalis bietet «mehr als Papier»
Antalis, die Nummer eins der Schweiz, fällt im Vergleich zu den anderen
drei grossen Papierhändlern in vielerlei Hinsicht aus dem Rahmen. So
steht das Unternehmen auf insgesamt vier Beinen. Der Papiergrosshandel
deckt im Wesentlichen die Bedürfnisse der grafischen und der
Werbeindustrie ab. Der Handel mit Papieren für die Verwendung in
Büroumgebungen samt Briefumschlägen oder auch Hygienepapiere stellt das
zweite Standbein dar. Das Segment Packaging handelt mit Packmaterialien
im Bereich Sekundärverpackung, Packhilfsmaterialien (Hilfsmittel zum
Schützen und Verpacken) sowie mit Hygieneprodukten. Der Bereich Visual
Communication schliesslich fasst Produkte und Materialien für die
Bereiche Werbetechnik, Visuelle Verkaufsförderung und Ladenbau zusammen.
Damit nicht genug: Antalis setzt ganz klar auf ergänzende
Dienstleistungen und Geschäftslösungen. Jürg Pletscher, Managing
Director, erklärt, dass sich Antalis als Feinlogistiker versteht:
«Entlang der Wertschöpfungskette zwischen dem Einkauf und dem Vertrieb
von Verbrauchsgütern und -materialien sind unsere Kompetenzen in der
Logistik (Supply-Chain-Management), dem Innendienst (Operation Center)
und dem Verkauf gebündelt.» Am besten verdeutlicht dies das
Printmanagement genannte Geschäftsfeld. Der Logistiker Antalis ist mit
Printmanagement in der Lage, seinen Kunden die komplette Verwaltung
ihrer Drucksachen abzunehmen. Termingerecht und auf zum Beispiel die
Niederlassung einer Grossbank oder eines Grossverteilers zugeschnitten
werden Drucksachen geliefert. Auf Wunsch unterstützt Antalis Kunden
zusammen mit Partnerfirmen auch bei der Beschaffung von Drucksachen.
Vom kreativen Prozess bei der Herstellung dieser Drucksachen grenzt
sich Antalis allerdings klar ab und konzentriert sich auf die Stärken
Einkauf, Beschaffung, Bewirtschaftung und Feinverteilung.
Die Stärke von Antalis in der Feinlogistik wird an einem von Jürg
Pletscher angeführten Beispiel deutlich, das mit Papier direkt nun
wirklich nichts mehr zu tun hat: Im Rahmen eines Infrastruktur-Rollouts
hat das Unternehmen als Subcontracter in Kooperation mit Partnern an
470 Standorten in der Schweiz insgesamt 40000 PCs geliefert und
installiert beziehungsweise deinstalliert und abgeholt. Voraussetzung
war die Einhaltung eines Zeitfensters von 15 Minuten. Um solche
Aufträge zu erhalten, hat Antalis ein Kompetenzzentrum für die
Entwicklung von Geschäftslösungen etabliert, das über den erwähnten
vier Bereichen zum einen für den Austausch untereinander eingerichtet
wurde und zum anderen den Ausbau solcher Feinlogistik oder
Beschaffungslösungen prüft.
Die vier Unternehmen der Inapa
Zusammengefasst innerhalb einer Mehrmarkenstrategie sind unter dem Dach
der Inapa Schweiz, der Nummer drei der Schweizer Papierhandelsbranche,
die Papierhandelsunternehmen Baumgartner Rochat Papiers (betreut Kunden
aus der Westschweiz) und die Unternehmen Baumgartner Papier und Biber
Papier, die in der Deutschschweiz beide ein Vollsortiment anbieten und
sich im Markt gar konkurrenzieren. Dazu kommt das Unternehmen Inapa
Office, das selbstredend Office-Papiere vertreibt. Zu dieser Aufteilung
ist es gekommen, als sich die portugiesische Inapa-Gruppe und die
Baumgartner-Gruppe im Mai 2004 zusammengeschlossen haben. An Inapa
Schweiz hält Inapa 67,5 Prozent, die Baumgartner-Gruppe die restlichen
32,5 Prozent.
Da Baumgartner eine gut eingeführte Marke ist mit einer ausgeprägten
Expertise im Bereich der Kreativpapiere, hat sich Inapa Schweiz nach
dem Zusammengehen entschieden, das Unternehmen unter gleichem Namen
weiterzuführen und die bereits bestehende Mehrmarkenstrategie zu
erweitern. «Wir wollen Baumgartner, das immer noch ein hervorragendes
Image als Papierhändler mit dem breitesten Spezialitätensortiment hat,
noch mehr stärken und wieder dorthin bringen, wo das Unternehmen vor
einigen Jahren war», erklärt Markus Kohler, Marketingleiter Inapa
Schweiz.
Biber Papier soll seine eingeschlagene Strategie als kompetenter
Vollsortiments-Grosshändler konsequent weiterverfolgen und ausbauen.
Schwerpunkt der Biber Papier ist dabei mehr noch der OfficeBereich,
während Baumgartner sich weiter auf das Segment der Designerpapiere
konzentriert. Dennoch bieten beide Unternehmen ein gemeinsames
Produktportfolio an: So gibt es bis auf den Umschlag und leichte
Änderungen am CI von beiden die exakt gleiche Papierkollektion. Diese
wurde übrigens gerade neu aufgelegt.
Auch Inapa Schweiz setzt auf ein «Inapa Paper Management» genanntes
Werkzeug. Damit bietet das Unternehmen von der Papierentsorgung über
die Zwischenlagerung von Drucksachen bis zur Entsorgung von Papier- und
Kartonabfällen sämtliche das Papierhandelsgeschäft ergänzende
Dienstleistungen an. Hauptunterschied zu den anderen grossen Anbietern
ist die Auslagerung der Logistik. Inapa betreibt hier gemeinsam mit dem
Unternehmen Planzer einen Logisitkpool, der die Bedürfnisse der
Druckereien (Paper Management) befriedigt.
Familienbetrieb Fischer
Die Fischer Papier AG ist ein Familienbetrieb. Als ein «kleiner Fisch
im globalen Papierhandelsgeschäft», so bezeichnet sich Fischer Papier,
will das Unternehmen beweglicher, kreativer, freundlicher und schneller
sein als die Grossen – um nicht geschluckt zu werden. «Wir müssen
dauernd hart an uns, unseren Leistungen und unserem Service arbeiten.
Ausruhen gilt nicht», begründet Geschäftsführer Andreas Bernhard die
Strategie des St. Galler Handelsunternehmens.
Als eine Besonderheit hat Fischer Papier vor mittlerweile zwei Jahren
seine Logistik neu ausgerichtet. Das Kernstück dieser Neuausrichtung
heisst sinnfällig «Alles Paletti». Ausgehend von diesem Modell, wovon
jeder Kunde Gebrauch machen kann, sind 16 Sorten in über 600
ungeriesten Positionen. Diese sind augenblicklich ab Lager erhältlich
und werden zweimal am Tag geliefert. Seither können diese Artikel von
den Kunden auch ungeriest ab einer 1/4-Palette oder in auftragsgenauer
Bogenanzahl bezogen werden.
Wie die Konkurrenz übernimmt auch Fischer Papier auf Wunsch den
Transport von Drucksachen. Kunden können so vom Know-how und der
Logistik profitieren und ihre Drucksachen transportieren lassen. Der
Service beginnt bereits bei Kleinmengen ab einer 1/4-Palette und wird
auch für grössere Einheiten angeboten. Zusätzlich bietet Fischer Papier
die Möglichkeit, fertige Drucksachen einzulagern und auftragsgenau
auszuliefern.
Jürgen Franck
Antalis: Eine ganze Palette von Produkten – «Mehr als Papier»
Organisation: Kerngeschäft ist Einkauf, Beschaffung, Bewirtschaftung
und Vertrieb von Verbrauchsgütern und -materialien. Entlang dieser
Wertschöpfungskette sind die Kompetenzen in der Logistik
(Supply-Chain-Management), dem Innendienst (Operation Center) und dem
Verkauf gebündelt. Den unterschiedlichen Anforderungen der Märkte
grafische Industrie, Handels- und Dienstleistungsunternehmen,
Industrie, Versandhandel und dem Segment Werbetechnik wird Antalis mit
seiner Vertriebsstruktur – unterteilt nach Print, Office, Packaging und
Viscom – gerecht.
Strategie: Im grafischen Sektor steht Halten, Konsolidieren und der
Ausbau von Lieferanteilen im Vordergrund. Im Bereich Handel und
Dienstleistungen setzt Antalis auf Cross-Selling und bietet ganz im
Sinn von «Mehr als Papier» eine breite Palette von Produkten an – vom
Papier, über Briefumschläge und Verpackungsmaterialien bis zu
Hygieneartikeln samt definierbaren Serviceelementen. Wachstum strebt
Antalis im Sektor Verpackung und Visuelle Verkaufsförderung an. Neue
Geschäftsfelder entwickelt das Unternehmen rund um die Kreation, den
Einkauf, die Beschaffung, die Produktion und die Distribution von
Kommunikationsträgern und Verbrauchsgütern im Umfeld von
Arbeitsplätzen. Hier strebt Antalis die Führungsposition an.
Eckdaten: An den Standorten Lupfig und Meyrin beschäftigt Antalis rund
340 Mitarbeitende. 2005 wurden rund 104000 Tonnen Papier umgeschlagen.
Antalis verfügt in Lupfig über zwei automatische Hochregallager (28000
Europalettenplätze) und verschiedene Lagermodule (18500
Europalettenplätze), die manuell bedient werden. Für kleinere Volumen
verfügt das Zentrallager über 22000 Fachbodenregale. Zusätzlich
betreibt Antalis in der Westschweiz (Meyrin) eine Plattform für den
täglichen Warenumschlag. Rückgrad der IT bildet SAP. Papierlose
Kommissionierung, Tracking & Tracing (Nachverfolgung), SSCC
(Barcode zur Identifizierung einer Transporteinheit) sind
Kernfunktionen. Standardmässig werden Bestellungen am Folgetag
ausgeliefert; für die Regionen Zürich, Basel und Zentralschweiz besteht
ein Nachmittagslieferservice. Täglich werden durchschnittlich 3000
Bestellungen mit gegen 6000 Positionen verarbeitet. Rund 70 Prozent der
Auslieferung erfolgt direkt ab Lager Lupfig, die restlichen Lieferungen
werden per Bahn oder LKW auf Plattformen transportiert und dort
umgeschlagen. Das Tessin und die Westschweiz werden im Nachtsprung (mit
Feinverteilung per LKW am nächsten Morgen) auf der Schiene beliefert.
Geschäftslösungen: Antalis bietet Lösungsmodule an, die unternehmensübergreifende Prozessschritte verbinden und harmonisieren.
Print Management: Zentrale Beschaffung, Bewirtschaftung und Feinverteilung sämtlicher Drucksachen und Briefschaften.
Logistik Services: Beschaffung, Bewirtschaftung, Lagerung und bedarfsgerechte Feinverteilung.
3D Mailing Services: Von der Datenverarbeitung über die Verpackung,
Konfektionierung und den Transport wickelt Antalis alles ab, was nicht
maschinell verarbeitet werden kann.
Packaging Management: Komplettlösungen im Bereich von Transport- und
Speditionsverpackungen für die Industrie, abgestimmt auf spezifische
Verpackungs- und Speditionssituationen.
Paper Management: Umfängliche Logistikdienstleistungen für das
Druckereigewerbe. Dazu zählen neben der bogen- und zeitgenauen
Anlieferung Abholung, Transport/Feinverteilung einer Drucksache bis zum
Endabnehmer.
Produkte: Insgesamt 2000 – verteilt auf die Sortimentsbereiche Print, Office, Packaging und Viscom. (jf)
Inapa: Qualität und «Papier von Welt»
Eckdaten: Inapa Schweiz ist die Dach- und Dienstleistungsgesellschaft
der vier Papiergrosshändler Baumgartner Papier, Biber Papier,
Baumgartner Rochat Papiers und Inapa Office. Die vier Händler agieren
unabhängig voneinander im Markt. Am Firmensitz in Regensdorf befinden sich neben dem grössten Lager der
Firmengruppe die Firmen Biber Papier und Inapa Office. Weitere
Standorte sind Mägenwil (Baumgartner) und Crissier (Baumgartner
Rochat). Inapa Schweiz betreut mit 135 Mitarbeitenden über 8000 Kunden
in der ganzen Schweiz. Die umfassende Qualität stellt Inapa mit einem
ISO-9001-Managementsystem sicher. Weiter ist Inapa FSC-COC-zertifiziert
und trägt damit einem nachhaltigen Umgang mit dem Rohstoff Holz
Rechnung.
Produkte: In neun dezentralen Lagern werden mehr als 5500 Artikel gehalten. Die gesamte Lagerkapazität beträgt 7000 Tonnen.
Dienstleistungen: Kernkompetenz ist zum einen der Verkauf grafischer
Papiere in Bogen und Rollen für Druckereien und zum andern der Verkauf
von Kopierpapieren, Kuverts und Zubehör für den Bürobereich. Via
E-Commerce-Lösung haben Kunden und Mitarbeitende Zugriff auf die
Sortimente. Auf Anwenderseite haben eine oder mehrere Personen Zugang
zu kundenspezifischen Preisen und können auch die Aufträge
nachverfolgen. Wichtigste Verkaufsinstrumente sind Papierkollektionen
sowie die Papierberatung vor Ort durch Werbespezialisten bei Druckern,
Grafikern, Werbeagenturen und für den Papiereinkauf verantwortliche
Personen in Unternehmen. Zudem wird ein Musterservice angeboten: Wer
bis 18 Uhr Muster bestellt, erhält diese am nächsten Morgen. Unter dem
Begriff Inapa Paper Management fasst Inapa Schweiz Dienstleistungen
zusammen, die gemeinsam mit dem grössten Schweizer Logistikunternehmen
Planzer betrieben werden. Neben der Papierbewirtschaftung
(auftragsbezogene Lieferung) zählt zum Inapa Paper Management auch die
Lagerung von bedrucktem Papier und die Zwischenlagerung von Drucksachen
und Halbfabrikaten. Schliesslich werden auf Wunsch auch noch Papier-
und Kartonabfälle kostenlos und umweltgerecht entsorgt. (jf)
Fischer Papier: Ein Familienbetrieb mit Nähe zur Kundschaft
Organisation: Die Fischer Papier AG ist ein familiengeführtes,
schweizerisches Papierhandelsunternehmen. Das Unternehmen basiert auf
den drei Standbeinen Grafische Papiere, Büropapiere und Verpackungen.
Dank 20 eigenen Chauffeuren und Lastwagen ist eine Belieferung im
Umkreis von 100 km rund um die Standorte St. Gallen und Härkingen zweimal am Tag – am Vormittag und Nachmittag –
möglich. Fischer Papier liefert jährlich rund 20000 Tonnen Papier ab
Lager termingerecht aus, was weit über 100000 Einzelsendungen
entspricht. Die Papierproduzenten liefern mehr als 30000 Tonnen direkt.
Dieses Streckengeschäft wird von Fischer überwacht und damit auf den
Tag genau ausgeführt.
Strategie: Während sich der Trend hin zu global tätigen und
fusionierten Grosshandelsunternehmen entwickelt, hat sich Fischer
Papier bewusst entschieden, lokal und persönlich zu bleiben. So
versteht sich Fischer Papier als kreatives, unabhängiges
Papierhandelsunternehmen. Das Unternehmen setzt auf die individuelle
Beratung, ein abgerundetes Sortiment, gute Preise, eine verlässliche
Logistik und nicht zuletzt auf einen Schuss Kreativität. Fischer Papier
ist nicht ISO- und auch nicht EMAS-zertifiziert (ein von den
Europäischen Gemeinschaften entwickeltes Umweltmanagementinstrument),
setzt stattdessen bei der Qualitätskontrolle auf das Engagement jedes
einzelnen Mitarbeiters.
Eckdaten: Fischer Papier wurde 1926 durch die Herren Widmer und Huber
gegründet. 1956 übernahm Willy Fischer das Unternehmen Widmer-Huber und
änderte den Namen in Fischer Papier. 1983 übernahmen Rolf und Britta
Bernhard Fischer Papier. Das Unternehmen beschäftigte damals drei
Mitarbeitende. 1989 bezog Fischer Papier am heutigen Firmensitz in St.
Gallen-Winkeln einen Neubau. 1994 wurde in Rotkreuz eine
Tochtergesellschaft gegründet. Zusammen mit der im April 2003
gegründeten Fischer Papier Härkingen erwirtschaftete Fischer Papier im
letzten Jahr mit 90 Mitarbeitenden 85 Mio. Umsatz und lieferte 55000
Tonnen Papier, Karton sowie Verpackungsmaterialien.
Produkte: An den zwei Standorten werden etwa 1000 Artikel in
unterschiedlichen Grammaturen und zum Teil auch Oberflächen gelagert.
Neben feinsten grafischen Papieren für den Offsetdruck bietet Fischer
auch ein Sortiment an Büropapieren sowie an Karton an. Ein breites
Verpackungssortiment sowie Spezialitäten für den LFP-Bereich
(grossformatiger Digitaldruck) runden das Angebot ab. Zudem liefert
Fischer auch passende Kuverts.
Dienstleistungen: Mit Papiermanagement ermöglicht das Unternehmen die
auftragsgenaue Lieferung. Dazu zählen auch ungerieste Zwischenmengen
sowie der Transport und die Einlagerungen von Drucksachen. Mittels
E-Commerce kann online bestellt werden. Die Daten mit eigenen
Einkaufskonditionen können bei Bedarf zur Einspeisung ins
Kalkulationssystem zur Verfügung gestellt werden. Fischer Papier
übernimmt auf Wunsch auch das Recycling von Altpapier. (jf)