Etextera deckt sämtliche Textsorten in allen Branchen ab. Schwerpunkt dabei sind klassische Corporate-Publishing–Produkte und Online-Texte. Die Kundenstruktur liegt vor allem stark im Bereich Finance, Konsum, Gesundheit, Dienstleistung sowie Technologie. Die Textagentur bietet aber nicht nur Text, sondern auch Projektarbeit – von Konzept über Redaktion, Übersetzung, Korrektorat, Grafik, Druck und Webdesign bietet die Textagentur alles an. Was ihr Erfolgsrezept ist und wie die Zukunft aussehen soll, verrät Sascha Hardegger, Inhaber von Etextera.
Herr Hardegger, herzliche Gratulation zum 5-Jahre Jubiläum von Etextera. Haben Sie die schwierigste Phase nun überstanden?
Als Unternehmen in einem hart umkämpften Markt sind wir jeden Tag aufs Neue gefordert, für unsere Kunden das Beste zu geben. Auf den Lorbeeren ausruhen, kann für ein Unternehmen tödlich sein. Das Schwierigste zu Beginn war, die grossen Auftrags-Schwankungen zu meistern: Es gab Zeiten, da hätten wir Tag und Nacht arbeiten können, dann folgten wieder Wochen, in denen weniger lief. Nach fünf Jahren haben wir das Glück, auf einen grossen Kundenstamm zu zählen, der regelmässig Aufträge platziert und so für einen gewissen «Basis-Umsatz» sorgt.
Zurückblickend, worauf setzen Sie weiterhin, was soll sich ändern?
Wir werden auch künftig auf unsere beiden Erfolgspfeiler setzen: Auf gut ausgebildete Fachfrauen, mit denen wir eine hohe (Text-) Qualität garantieren können. Ich denke, dass die Qualität in Kombination mit dem sozialen Engagement das Erfolgsrezept von Etextera ist. Dieses soziale Engagement verpflichtet uns gleichzeitig, unseren Redakteurinnen faire Stundenlöhne zu bezahlen. Gleich zu Beginn wurden wir oftmals als «Hausfrauen-Agentur» belächelt. Oftmals haben wir das Argument – oder das Vorurteil – zu Ohren bekommen, dass Frauen mit Kindern Deadlines nicht einhalten können. Heute darf ich mit Genugtuung feststellen: In den fünf Jahren, seit es Etextera gibt, haben wir noch keinen einzigen Termin verpasst. Im Gegenteil: Dank unserer Home-office-Philosophie ist es einer Redakteurin freigestellt, wann Sie einen Artikel schreibt. Dies kann auch mal abends sein, wenn die Kinder schlafen Wir erhalten Texte teilweise morgens um ein oder zwei Uhr. So passiert es ab und zu, dass ein Kunde am Nachmittag einen Auftrag erteilt und am nächsten Morgen früh schon den Text im Mail-Briefkasten findet. Entsprechend gilt mein Dank unseren Redakteurinnen, die zum Teil seit fünf Jahren für uns arbeiten und eine Topleistung erbringen.
Viele Unternehmen machen die Textarbeit inhouse. Warum lagern Ihre Kunden diese aus?
Kunden erkennen häufig, dass das Schreiben von Texten mit einem enormen Zeitaufwand verbunden ist. Das berühmte weisse Blatt, das mit Text gefüllt werden muss. Selbstverständlich kostet es, Textaufträge auswärts zu vergeben. Wenn ich aber als Auftraggeber ehrlich bin und meine Stunden verrechne, die ich etwa für das Schreiben eines Mailings verwende, ist eine externe Vergabe oftmals kostengünstiger. Zudem weiss ich dann, dass Textprofis diesen geschrieben haben und der Text zielgruppen- und kanalgerecht ist. Gerade kleinere und mittlere KMU haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, eine eigene Texterin anzustellen. Und nicht zu vergessen: Wie ein professionelles Design tragen professionelle Texte zu einem positiven Firmenimage bei. Stellen Sie sich ein Treuhandbüro vor, das für Qualität und Vertrauen wirbt und gleichzeitig auf seiner Website fehlerhaft Texte aufschaltet.
Etextera bietet mehr als Text. Die Agentur leitet auch Projekte. Sind das vor allem Kunden- und Unternehmensmagazine?
Auch. Unsere Kunden möchten heute für sämtliche Kommunikationsdienstleistungen einen Ansprechpartner haben. So kommt es oftmals vor, dass wir die Gesamtprojektleitung übernehmen. Sei dies nun für eine Unternehmensbroschüre, ein CI/CD-Manual, eine Website und vieles mehr. Vom Kick-off mit dem Kunden, Briefing und Koordination von Redaktorin, Grafiker oder Webdesigner, Übersetzer, Korrektorat und Drucker bis zum Einholen von Offerten und Führen eines Projekttimings. Auch hier haben wir uns mit den Jahren ein Netzwerk von Partnern erarbeitet, auf die wir uns voll und ganz verlassen können.
Welche Projekte, die Etextera von der Idee bis zur Umsetzung begleitet hat, stechen hierbei für Sie besonders heraus?
Wir durften für die Lenzburger Firma «Diartis» das CI/CD neu erarbeiten, dies in Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur, und im Anschluss über sämtliche Kommunikationskanäle umsetzen – von der Website bis hin zur Firmenmappe und zum Kundenmagazin. Dabei wollte Diartis ursprünglich nur sämtliche Texte von den Produktblättern, über das Kundenmagazin bis hin zur Website überarbeiten lassen. Weiter haben wir für den ETH-Rat zwei sehr umfangreiche Imprimate von A bis Z begleitet. Das heisst, die Texte gemäss Konzept aufgearbeitet sowie Grafik, Übersetzung, Korrektorat und Druck koordiniert.
Wie nutzt Etextera die Möglichkeiten der digitalen Welt, um Informationen und Prozesse, Arbeit und Menschen miteinander zu verbinden?
Ein grosser Vorteil von Etextera ist unsere Home-office-Philosophie. Dies garantiert uns absolute Flexibilität, auf der anderen Seite haben wir keine Kosten für Infrastruktur. Das bedingt aber einen regelmässigen Austausch mit unseren Redakteurinnen und Kunden über die verschiedenen Kommunikationskanäle. Hier greifen wir auf dieselben Kommunikationsmittel zurück, wie in «normalen» Büros. Spricht man sich mit einem Neukunden zu Beginn einer Zusammenarbeit oft persönlich oder telefonisch ab, läuft dies im Anschluss häufig nur noch über E-Mail oder Plattformen wie Dropbox für den Datenaustausch.
Was schenkt sich Etextera zum Jubiläum?
Wir gehen in kleinem Rahmen mit dem Team essen. Ausserdem werden wir in den nächsten Tagen unsere Kunden beschenken. Denn den Erfolg verdanken wir unseren Kunden, die uns zum Teil seit Gründung die Treue halten. Dies erachte ich nicht als selbstverständlich.
Interview: Ursina Maurer