Jetzt kommen die jungen Plakativen

Presse Die ersten drei Sujets des Wettbewerbs 2006, «Das kann nur ein Inserat», werden jetzt in den Medien aufgeschaltet.

Presse Die ersten drei Sujets des Wettbewerbs 2006, «Das kann nur ein Inserat», werden jetzt in den Medien aufgeschaltet.Über 120 Zeitungen und Zeitschriften
beteiligen sich 2006 an der Kampagne «Das kann nur ein Inserat». Sie
wollen zusammen über 800 ganzseitige Farbanzeigen publizieren. «Eine
gigantische Reichweite!», so der Verband Schweizer Presse. Bereits zum vierten Mal werben die Schweizer Printmedien für die
Einzigartigkeit der Wirkung ihrer Anzeigen. Dreimal dachten sich rund
ein Dutzend Werbeagenturen Produktvorteile für Inserate aus und
stellten sich mit ihren Sujets einem Publikumswettbewerb. Für das
kommende Jahr setzt der Verband nun auf frische Kräfte: Mit dem «Young
Creative»- Wettbewerb wurden Nachwuchswerber bis Jahrgang 1977
aufgefordert, den Slogan auf neue Art umzusetzen. 39 Teams nahmen die
Herausforderung an und reichten 78 Vorschläge ein.

Die Jury unter dem Präsidium von Andreas Prokesch hat «einen sehr
strengen Massstab» nach dem 10-Punkte-Programm von Michael Conrad
angewendet. Entsprechend musste es bei allem Wohlwollen für den
Nachwuchs auch kritische Bemerkungen geben.

Viel Lob, aber auch viel Tadel
«Es hat ein paar wunderschöne Ideen darunter. Einige haben aber den
Grundgedanken nicht gefunden, was ein Inserat tatsächlich kann», meinte
Frank Bodin bei der Jurierung. Markus Gut hat viele «unterhaltsame
Arbeiten – aber leider im negativen Sinn» entdeckt. Letztlich ist der
CD aber «positiv überrascht über unseren Nachwuchs». Alexander Jaggy
meinte: «Die Ausführung ist meistens so, dass wir die Botschaft
verstehen. Es gibt aber oft Diskrepanzen zwischen Text und Bild.»
Hanspeter Schweizer gab zu bedenken, dass «die Ideen im vierten Jahr
des Wettbewerbs langsam ausgereizt sind». Markus Ruf fiel auf, dass es
viele Arbeiten mit Wortspielen gegeben hat. «Die Leute haben gar nicht
nach einer Idee gesucht, sondern nur ein Wortspiel bebildert. Das
genügt nicht.» Auch Daniel Comte hätte gesamthaft gern mehr Qualität
erwartet. Er findet aber, dass bei den guten Arbeiten «viele sogar
besser als bei den Profis in den letzten Jahren ausgefallen sind». Auch
Daniel Matter glaubt, dass ein paar Arbeiten der jungen Kreativen
«tatsächlich besser sind» als bei den Profis früher. Er sah aber bei
einigen Arbeiten, «dass es noch an wirkungsvollen Headlines mangelt».

Solche Mängel sind nun in den Agenturen der Youngsters überarbeitet
worden, nachdem die Jury zwölf Ideen ausgewählt hatte, die für eine
Publikation sind. Gewonnen haben Nils Hodel, Corinne Bresch, Sylvie
Lüscher und Sabina Meyer, Isabelle Hauser und Matthias Günter, Anne
Tüscher, Alexander Jungo und Claudio Parente, Reto Oetterli und
Alischer Makarow, Yvonne Weber und Rim Sabo, Stefanija Tuskanovic und
Sabrina Böni sowie Achim Kaufmann und Alain Szerdahelyi.

Alle prämierten Anzeigen werden mit 5000 Franken entschädigt und
erscheinen von März bis September 2006 in über 120 Zeitungen und
Zeitschriften der deutschen und der welschen Schweiz sowie im Internet.
Als Abschluss und Höhepunkt der Kampagne wird auch dieses Jahr eine
Publikumsjurierung durchgeführt. Im letzten Jahr sind 25000 Stimmen
eingegangen. Als Sieger durfte sich an der Dreikönigstagung die Agentur
Favo Basel feiern lassen mit ihrem Sujet «Ein Inserat sehen auch die
wenigen Menschen, die keine Zeitung/Zeitschrift lesen».

Die Kampagne «Das kann nur ein Inserat» wird jeweils vom Departement
Werbemarkt des Verbandes Schweizer Presse in Auftrag gegeben. Dieser
übernimmt auch die Kosten für Gestaltung, Produktion und
Projektleitung. Auf der Geschäftsstelle wird die Idee von Toni
Vetterli, Leiter Marketing, zusammen mit Pepi Burch als Projektleiter
betreut. Die Anzeigendisposition (mit Schiebungsrecht) wird durch die
Publimedia AG vorgenommen. Für die rasche Datenübermittlung ist die
Print Online AG besorgt. Der Wettbewerb wird unterstützt von BSW
Leading Swiss Agencies, Schweizer Werbung (SW), ASW (Allianz Schweizer
Werbeagenturen), Werbewoche und Publimedia.

Ende März werden die Anzeigen von der Jury nochmals bewertet – diesmal
auch unter dem Aspekt «Qualität der Umsetzung». Die beiden Siegerteams
dürfen die Schweiz im Mai in Berlin beim «best young european team»,
dem Pendant zum Schweizer «Young Creative»-Wettbewerb, vertreten. Das
Siegerteam von Berlin reist im Juni ans 53. International
Advertising Festival nach Cannes. 
 

Andreas Panzeri

Steilpass für die DM-Branche

Dialog Marketing Mit dem Direct-Marketing-Pass von Euro RSCG hat Swiss Post International einen Hit gelandet.

Dialog Marketing Mit dem Direct-Marketing-Pass von Euro RSCG hat Swiss Post International einen Hit gelandet.In der Schweiz werden pro Kopf mehr
Mailings verschickt als in jedem anderen europäischen Land. Nur in
Amerika läuft Direct Marketing noch intensiver als bei uns. Wo so viel
Potenzial herrscht, braucht es auch gute Tools. Bereits einmal pries
Swiss Post International ihre Dienstleistungen mit dem so genannten
Direct-Marketing-Pass an. Jetzt hat die Agentur Euro RSCG nach einem
Pitch den Auftrag übernommen, dieses Handbuch neu zu überarbeiten. Mit
dem Direct-Marketing-Pass will Swiss Post International bei bestehenden
und potenziellen Kunden ihre DM-Leistungskompetenz demonstrieren.

Das kompakte Nachschlagewerk ist ein Arbeitstool für den täglichen
Gebrauch. Der Schweizer Pass profiliert Swiss Post International im
Ausland als den kompetenten Partner für grenzüberschreitende
DM-Projekte. Das Handbuch ist äusserlich einem echten Schweizer Pass
nachempfunden. Darin gesammelt finden sich auf 152 Seiten alle
DM-relevanten Fakten über die Schweiz und ihre Gepflogenheiten im
Bereich Dialog Marketing.

Für Frank Bodin von Euro RSCG war es wichtig, dass der Pass aber nicht
nur brauchbare Statistiken und Fakten auflistet, sondern auch mit einem
unterhaltenden Witz zum Lesen verleitet. Humorvoll gestaltet gibt es im
Pass somit auch einen amüsant getexteten Abschnitt zum Beispiel über
die «Fichenaffäre» zum Datenschutz. Im Kapitel «Land und Leute» wird
das Schweizer Schlafzimmer wegen des omnipräsenten Sturmgewehrs als
«Waffenarsenal» umschrieben. Es wird den ausländischen Marketingleuten
erklärt, was Föderalismus oder das Verhältnis der Schweiz zu Europa
ist. Welches sind die wertvollsten Marken der Schweiz? Wie präsentieren
sich die Einkommensstrukturen? Wo wird welche Sprache gesprochen?

Englisch wird hier als «zweite Landessprache» vorgestellt. Unter «Tipps
für effektives Direct Marketing» wird vor der Gefahr des falschen
Übersetzens gewarnt. Konkrete Antworten gibt es auch auf Fragen: Wo
werden welche Medien konsumiert? Wie setzt sich in der Schweiz ein
idealer Kommunikationsmix zusammen? All diese Zahlen und
Interpretationen dürften das Handbuch zu mehr als nur einem
raffinierten Werbeinstrument für Swiss Post International aufwerten.

Für Berater Peter van der Touw von Euro RSCG ist der Pass in der
vorliegenden Form nur dank einer «sehr kreativen Zusammenarbeit» mit
den Verantwortlichen von Swiss Post International und ihrer Redaktion
um Charles Constantin möglich geworden. Der Pass ist auch im
renommierten Fischer’s Archiv 2/06 über ganze vier Seiten vorgestellt
und gelobt worden sowie in der deutschen DM-Zeitschrift One to One.
Auch die Zeitung Südkurier hat den Schweizer Pass als ideales
Arbeitsinstrument für die Branche präsentiert.

Allgemeiner Tenor all dieser Rezensionen: Es gebe unzählige
Publikationen im Bereich Direct Marketing – aber keine sei so
umfangreich und neutral gestaltet wie der Schweizer Pass. Selbst die
Entwicklungen der Onlinewerbung sind in einem umfangreichen Kapitel
abgehandelt, obwohl diese Form des Direct Marketing in direkter
Konkurrenz zu den Dienstleistungen von Swiss Post International agiert.
Nur auf den letzten Seiten hat Euro RSCG schliesslich noch ein wenig
direkte Werbung für ihren Auftraggeber Swiss Post International ins
Buch gerückt.

Auf Grund des überzeugenden Erfolgs ist Euro RSCG bereits mit der
Gestaltung eines Europa-Passes beauftragt worden. Im EU-Pass werden in
ähnlicher Form die relevanten Daten für die sechs Länder Deutschland,
Österreich, Italien, England, Frankreich und Belgien zu finden sein.

Für Euro RSCG ist diese Arbeit im Dienste des Direct Marketing mehr als
nur ein weiterer Kunde. Bei der Agentur mit dem Stern ist DM schon
lange in alle kreativen Prozesse integriert und wird nicht in einer
abgesonderten Abteilung betreut. «Power of One» heisst das Stichwort.
«Wir denken nicht in Werbemitteln, sondern in Lösungen. Die Wahl der
Werbemittel folgt erst in einer zweiten Phase», umschreibt Peter van
der Touw die Philosophie. Beim neuen Pass für die DM-Branche hat sich
nun sowohl die Lösung wie das Werbemittel in einer idealen Symbiose
finden können.

Andreas Panzeri

Brokebottom Hill

Aufgefallen Die Hörzu- Werber machen das Schweinchen Babe vom Familienfilm-Held zum Rammler.

Aufgefallen Wenn das keine Überraschung ist! Erinnern Sie sich noch an das begabte,
sprechende Waisenschwein, das ein Hirtenhund sein wollte? Sie wissen
schon, das krummbeinige Schweinchen aus der irrwitzigen Tier komödie
«Ein Schweinchen namens Babe», die 1995 drei Oscars einheimste. Die
Hörzu-Werber haben es für die beliebte Rubrik «Was macht eigentlich …?»
mit dem untrüglichen Spürsinn eines Wünschelrutengängers – hier wohl
eher eines Trüffelschweins – aufgespürt. So wie es aussieht, ist Babe
noch nicht als Braten geendet, sondern hat es auf der australischen
Farm vom lieben Bauer Hoggett weitergebracht. Vom Helden von
Familienfilmen hat sich Babe – mittlerweile erwachsen – im lukrativen
Genre der Rammlerproduktionen einen Namen gemacht. In aufgeklärten
Zeiten, in denen auch Dramen über schwule Cowboys mit Oscars dekoriert
werden, kann uns Babes Coming-out nicht mehr vor den Kopf stossen. Im
Gegenteil. Gerade deswegen sind wir den kompromisslosen Werbern zu
grossem Dank verpflichtet, dass sie in ihrer Hörzu-Kampagne die
aufwühlende Geschichte von «Babe in Brokebottom Hill» erzählen. Sie
zeigt auf, was geschieht, wenn ein Schwein und ein Schaf an den eigenen
Gefühlen zerbrechen, weil sie sie nicht öffentlich auszuleben vermögen.
Die Sprache der Kreativen ist nicht vulgär, sondern setzt auf eine
authentische und schnörkellose Erzählung, die wie ein zeitloses
Meisterwerk erscheint. Wenn das nicht die Auflage steigert! (la)

CCA vergoldet Reinhold

Awards Der Creativ Club Austria (CCA) hat in Wien die beste Werbung 2005 gekürt.

Awards Der Creativ Club Austria
(CCA) hat in Wien die beste Werbung 2005 gekürt. Dabei verteilte er im
Vergleich zum Schweizer Pendant, dem ADC, sehr
grosszügig Preise: 19 Gold-, 33 Silber- und 63 Bronzemedaillen. In der
Kategorie «Internationale Kampagnen» holte die Zürcher Werbeagentur
Reinhold Gold für die Ankündigungskampagne «Kinderleicht kochen» für
Annemarie Wildeisens Kochen. Dieselbe Arbeit schaffte es beim ADC
Schweiz nur zu einer Nominierung.

„Promotional Gift Award“ und PROMOTION WORLD 2006 in Hannover

Die PROMOTION WORLD - Fachmesse für Werbeartikel und Incentives vom 24. bis 28. April in Hannover - präsentiert ein attraktives Branchenereignis.

Die PROMOTION WORLD – Fachmesse für
Werbeartikel und Incentives vom 24. bis 28. April in Hannover –
präsentiert ein attraktives Branchenereignis: Erstmals werden die
Gewinner des internationalen „Promotional Gift Award“, eine Initiative
der Nordhorner Agentur onken + friends sowie des Kölner WA Verlages, im
Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung geehrt.
Der Promotional Gift Award wird jährlich in fünf Kategorien verliehen:
Innovative Werbeartikel, Streuartikel, Kommunikative Produkte,
Premiumprodukte und Sonderanfertigungen. Die siebenköpfige
internationale Jury würdigt mit dem Preis Produkte, die durch ihre
Funktion und ihr Design besonders dazu geeignet sind, wirtschaftliche
Sachverhalte, Werbebotschaften und Marketinginhalte zielgruppengerecht
zu vermitteln.
„Wir reagieren mit dem Promotional Gift Award auf die aktuelle
Marktsituation im Bereich der Werbemittel“, erklärt Dr. Klaus
Stallbaum, Geschäftsführender Gesellschafter des WA Verlags GmbH, Köln.
„Für Anwender von Werbeartikeln ist es immer schwerer, die passende
Wahl aus einem schier unerschöpflichen Angebot von
Sympathiestiftern zu treffen. Hier sorgt das Label ‚Promotional Gift
Award‘ für Orientierungshilfe. Es steht für das Besondere, das
Ausgezeichnete.“
Die Jury des Promotional Gift Award setzt sich zusammen aus Vertretern
der Werbemittellieferanten, des Handels und der Industrieentscheider.
Komplettiert wird das Gremium durch Vertreter aus den Bereichen Design
und Kommunikation. Bewertet werden Innovationsgrad, Kreativität,
Hochwertigkeit von Material und Verarbeitung sowie möglichst
vielfältige Einsatzmöglichkeiten der Werbemittel. Idealerweise sind
mehrere Produkte einer Art in einem Konzept oder Sortiment stimmig
aufeinander bezogen.
Die in diesem Jahr erstmalig stattfindende PROMOTION WORLD bietet den
idealen Rahmen für die Preisverleihung des Promotional Gift Award. Auf
der Messe vom 24. bis 28. April präsentieren sich mehr als 120
Aussteller aus sieben Nationen auf über 3 000 Quadratmetern in Halle
10. Damit ist die PROMOTION WORLD im Zentrum der parallel
stattfindenden HANNOVER MESSE platziert.
Unter den Ausstellern befinden sich zahlreiche hochwertige
Markenartikelhersteller wie z. B. Bree, Pelikan, Rosenthal, Lamy,
Villeroy&Boch, Faber Castell, WMF oder Victorinox. Ebenso
attraktive Namen finden sich unter den ausstellenden Importeuren und
Lieferanten: Prodir, Koziol, Nici, Rastal, Terminic und Zwiesel sind
nur einige Beispiele einer umfangreichen Ausstellerliste.
„Der Promotional Gift Award und die PROMOTION WORLD passen hervorragend
zusammen“, ist Sepp D. Heckmann, Vorsitzender des Vorstandes der
Deutschen Messe AG, Hannover, überzeugt. „Ziel der PROMOTION WORLD ist
es, den Werbeartikel nicht isoliert, sondern als wesentlichen
Bestandteil des Marketing-Mixes zu präsentieren. Der Promotional Gift
Award verfolgt einen ganz ähnlichen Ansatz. Auch hier werden Produkte
ausgezeichnet, die in das Gesamtkommunikationskonzept des jeweiligen
Unternehmens integriert sind – und hier eine führende Rolle spielen.“

Teatime mit der Eigen- ständigkeit

Graphic Design Das Museum für Gestaltung in Zürich stellte in der Ausstellung «Communicate» 45 Jahre britische Grafikkultur vor. Der Londoner Kurator und Autor Rick Poynor über die Bedeutung der Sammlung.

Graphic Design Das Museum für Gestaltung in
Zürich stellte in der Ausstellung «Communicate» 45 Jahre britische
Grafikkultur vor. Werbewoche-Redaktor Luca Aloisi unterhielt sich mit
dem Londoner Kurator und Autor Rick Poynor über
die Bedeutung der Sammlung.WW: Woran denken Sie beim Begriff Schweizer Grafik-Design?Rick Poynor: Wenn
ich an die Tradition der Schweizer Grafik und Typografie denke, von Max
Bill über Josef Müller-Brockmann und Emil Ruder, denke ich an
Ordnung, Klarheit, Disziplin, Schönheit und Modernität. Alles starke
Tugenden – und zu einem gewissen Grad vielleicht auch Ausdruck von
Starrheit. Ich fühle mich aber ebenso stark von Wolfgang Weingarts
Bruch mit diesen Konventionen angezogen. Er erweiterte diese
Eigenschaften um anarchische, subjektive und ausdrucksstarke
(expressive) Züge. Persönlich fühle ich mich eher beim unvorhersagbaren
Erfindungsreichtum der gegenwärtigen Schweizer Designer wie einem
Cornel Windlin und Ralph Schraivogel zu Hause als bei der
traditionellen, kontrollierteren Schweizer Grafik.
WW:
Und worin unterscheidet sich das unabhängige britische vom Schweizer Grafik-Design?Rick Poynor:
Im Vergleich zum Schweizer Stil war das britische Design nie so
doktrinär oder streng. Britische Designer der späten 1950er- und frühen
1960er-Jahre schauten sich die Ausgaben der «Neuen Grafik» an und waren
vom Magazin wie von der Schweizer Typografie zweifellos beeinflusst. Das kann man beispielsweise sehr gut an Romek Marbers
strukturierten Penguin-Buchumschlägen erkennen, die auf einem gleich
bleibenden Liniennetz aufbauen. Britische Designer haben alles
übernommen, was sie verwenden konnten. Aber das geschah kaum aus
ideologischen Beweggründen. All diese Einflüsse haben sie dann
miteinander vermischt, vor allem jene, die aus den USA stammten. Das
britische Design war sozusagen eine Art Hybrid und ist es während der
Jahrzehnte bis heute eigentlich auch geblieben. Man kann weder einen
vorbestimmten Stil noch eine Attitüde feststellen. Alles ist möglich.
Handkehrum ist diese pluralistische Form ein Zustand, den man
mittlerweile überall kennt – auch in der Schweiz.
WW:
Diese zunehmende Durchmischung fällt ins Kapitel der Globalisierung, in
der Trends immer schneller aufeinander folgen und vernetzter sind. Gibt
es unter diesen Umständen immer noch typisch britische Elemente im
britischen Graphic Design?Rick Poynor:
Die Ausstellung «Communicate» zeigt die Arbeiten von mehr als 100
Designern aus den unterschiedlichsten Sektoren – aus dem
Verlagsbusiness, der Musik, den Künsten, Unternehmensmarken, selbst
initiierte Arbeiten und so weiter. Diese Designer verwenden eine
dermassen breite Auswahl grafischer Methoden, dass es unmöglich ist,
sie alle auf eine oder zwei visuelle Schlüsseleigenschaften
zusammenzufassen. Nehmen Sie beispielsweise die politischen oder
gesellschaftlichen Segmente, hier scheinen die Werkgruppen eines Robin
Fior aus den 1960er-Jahren und jene von Jonathan Barnbrook aus der
Jahrtausendwende von zwei verschiedenen grafischen Galaxien zu stammen.
Trotzdem verbindet ihre Überzeugung eine nachdenkliche und skeptische
Haltung sowie eine Ablehnung jeglicher Kompromisse.  Sie wollen
ihre eigenen Entdeckungen und Erfahrungen zum Designerdasein machen.

WW: Ist es diese Nonkonformität, die dem Ausstellungstitel das offenbar wichtige Attribut «unabhängig» verleiht?Rick Poynor:
Zugegeben, «independent graphic design» dürfte als Begriff weniger
verbreitet sein als unabhängiger Film oder Indie-Musik. Aber der
Löwenanteil am innovativsten, einflussreichsten und nachhaltigsten
Design Grossbritanniens kam während der vergangenen 45 Jahre ganz klar
von Designern, die die Beibehaltung ihrer Autonomie in der Arbeit zur
ersten Priorität gemacht haben. Autonome Designer ziehen es vor, ihre
Studios verhältnismässig klein zu halten, als Geschäftsgründer
Inhaber ih-res Unternehmens zu bleiben und somit die vollen Freiheiten
der Geschäftsentwicklung und -ausrichtung zu
bewahren. Den Hauptgrund für die ethische und fachliche Unabhängigkeit
hat einer der ausgestellten Designer so zusammengefasst: «Wir sind
keinen Shareholders und keiner Konzernmutter Rechenschaft schuldig. Wir
existieren einzig und allein, um gutes Design zu kreieren.»
Entsprechend hat sich die Ausstellung «Communicate» zum Ziel gesetzt,
die Besucher an die Bedeutung von kreativem Schaffen zu erinnern, das
im Geist der Unabhängigkeit entsteht, und der Titel signalisiert diesen
Umstand sehr deutlich.

WW: Was hat Sie inspiriert, diese umfassende Sammlung zusammenzutragen?
Rick Poynor: Der Hauptgrund für die Zusammenstellung von «Communicate» liegt in der
Bedeutung der Arbeiten, in ihrem unbestritten hohen kulturellen Wert
und liegt ebenso im grossen Beitrag, den die unabhängigen Designer
daran geleistet haben. Ich war denn auch überrascht festzustellen, dass
es bisher noch nie eine vergleichbare Ausstellung oder ein Buch über
das unabhängige britische Design in dieser Detailliertheit gegeben hat.
WW:
Wenn es so etwas noch nie zuvor gegeben hat, was waren dann Ihre Auswahlkriterien für die Arbeiten in der Ausstellung?
Das Ziel war, Designwerke vorzustellen, die auf irgendeine Weise
innovativ waren, die in ihrer Ausführung und Typologie herausragende
Beispiele darstellen. Arbeiten, die in Grossbritannien und zum Teil
auch im Ausland einflussreich waren, die eher ein bleibendes als ein
zeitweiliges Interesse generiert haben. Zeugnisse ihrer Zeit, die den
Zeitgeist stark kontextualisieren und das Schlüsselargument der
Ausstellung, den Wert der Kleinheit, beispielhaft zum Ausdruck bringen.

WW:
Das klingt sehr anspruchsvoll. Aber in Anbetracht der grossen Bedeutung und Ausstrahlung der britischen
Popszene fragt man sich, wo wäre das unabhängige britische Design ohne
die Musikindustrie?Rick Poynor:
Da ist was dran. In den 1960er-Jahren begann die Musikindustrie für die
meisten kreativen britischen Designer eine immer wichtigere Rolle zu
spielen. Leute wie Hipgnosis, Barney Bubbles, Malcolm Garrett,
Peter Saville, Vaughan Oliver und Julian House von Intro waren in
diesem Bereich ton- angebend. Ich glaube nicht, dass man den prägenden
Einfluss ihrer Arbeiten und ihrer Modelle überschätzen kann, auch auf
Designer, die nicht in der Musikindustrie involviert waren.

WW: Wie gross war denn die Akzeptanz dieses neuen Designstils in der visuellen Kommunikation im England der 60er- und 70er-Jahre?Rick Poynor:
Das hängt davon ab, von welcher Stilrichtung und von welchem
spezifischen Gesellschaftsmilieu wir sprechen. In den 60er-Jahren waren
die Reaktionen auf das neue Graphic Design im Allgemeinen positiv. Die
Zeit stimmte offenbar. Die Wirtschaft boomte. Ein neuer Optimismus
machte sich breit, neue Kräfte wurden vereint, die Bedeutung des Image
in der Werbung, in der Mode, im Detailhandel, im TV und der Popmusik
faszinierte grosse Kreise. Aber die Designbranche selbst war bereits in
den 70er-Jahren ein weites Feld mit den unterschiedlichsten
Stilrichtungen und Designern. Es ist sehr erstaunlich, wie lange der
professionelle Mainstream noch brauchte, bis er die Bedeutung und
Anwendbarkeit der Innovationen akzeptierte, die von Designern wie
Neville Brody ausgingen, deren Fokus auf die Popkultur gerichtet war.
Noch in den 80er-Jahren bekundete die alte Garde des Designs ihre Mühe
mit der «Frivolität» der so genannten Style Graphics. Das traditionelle
Designdenken begünstigte immer noch den Approach an der starken,
klaren, grossen Kreatividee. Diese ältere Designergeneration konnte
schlicht und ergreifend nicht verstehen, wie jemand wie Brody grafische
Signale an eine junge Zielgruppe aussenden konnte, die ihrerseits keine
Probleme hatte, die kommunizierten Codes zu entschlüsseln.

WW: Waren das die Beweggründe, die auch die jüngere Designergeneration vom
Einstieg in die vereinnahmende Maschinerie der grossen Designindustrie
abhielt?Rick Poynor:
Die Beweggründe haben sich, wie zu erwarten war, geändert. Einige
Designer sind politisch stark engagiert – ich habe die beiden Robin
Fior und Jonathan Barnbrook genannt. David King, der eine Reihe
beachteter Politposters für antifaschistische Organisationen kreiert
hatte, ist ein weiteres Beispiel aus der Ausstellung für
gesellschaftskritisch motiviertes Graphic Design. Andere Kreative
dagegen wollen einfach so frei und unabhängig wie möglich arbeiten und
ihre Interessenthemen zweck- und anwendungsfrei wahrnehmen können, also
visuelle Gestaltung ohne Hintergedanken an Anwendung, Geschäft und
Nutzen. Trotz der weiten Spanne glauben sie alle, dass ihre Stimmen,
ihre Ausdrucksformen verloren gingen, wenn sie in einem grossen
Werbenetzwerk arbeiten würden und sich den Vorstellungen und der Agenda
anderer anpassen müssten.

WW: Hat sich diese kritische Einstellung über die Jahre nicht geändert?Rick Poynor:
Eigentlich nicht. Auch wenn heutzutage Designer mit einer starken
ideellen und politischen Motivation viel seltener sind, glaube ich,
dass der Geist der hartnäckigen und kompromisslosen Unabhängigkeit
immer noch sehr wach ist, wie man an den Werken jüngeren Datums in der
Ausstellung sehen kann.

WW: Wo und wie hat das unabhängige britische Design die Werbung und die kommerzielle Kommunikation im Generellen beeinflusst?Rick Poynor:
Ich glaube nicht, dass eine Verallgemeinerung in diesem Zusammenhang
sinnvoll ist. Ein paar spezielle Beispiele können die Frage besser
beantworten. Fletcher Forbes Gill, die sich später in Pentagram
umgetauft hatten, sollten für alle kleinen, engagierten, kreativen,
motivierten Designstudios der 1960er-Jahre Schablonencharakter
erhalten. Noch heute treten die meisten britischen Designer, ohne es zu
realisieren, in die Fussstapfen der stilbildenden FFG. Später folgte
Brody, der einen riesigen Einfluss auf das Design der 1980er-Jahre
hatte – nicht nur in Grossbritannien, sondern auf der ganzen Welt.
Seine Zeitgenossen Peter Saville und Vaughan Oliver prägten überall die
Graphic Designers im Musikbusiness. Auch die Mitglieder der 8vo, die
sich stark an die Schweizer Typografie lehnten, hatten eine grosse
Wirkung. Sie führten den modernistischen Approach an die Typografie im
britischen Graphic Design wieder ein. Man erkennt ihren Einfluss
noch  20 Jahre nach ihrem Wirken. In den 1990er-Jahren erfand The
Designers Republic einen computergesteuerten technoiden Stil, der in
kurzer Zeit zu einem internationalen Phänomen wuchs und Designer in der
Schweiz, in Deutschland, den USA und in Japan  mitriss. Und so
ging und geht es weiter. «Communicate» versammelt eine Fülle von
Designern, deren Arbeit beispielhaft und bahnbrechend für das britische
wie für das internationale Design war.

WW: Die unabhängigen Graphic Designer haben lange eine schwierige Beziehung
zum kommerziellen Mainstream gehabt. Heute hingegen setzen sie auf die
gleichen Kommunikationsmechanismen internationaler Konzerne und
verschaukeln Letztere überspitzt und zynisch. Ist das die Krönung des
unabhängigen Graphic Design und stellt das einen Verlust seiner
Identität und Inspiration dar?Rick Poynor:
Ich hoffe es nicht, und ich glaube es auch nicht. Es wird immer
unabhängig gesinnte Grafiker geben, die kritisch und selbstbestimmt
kreativ ihren eigenen Weg gehen. Kultur sollte nicht fein verpackt aus
vorhersagbaren Quellen und Richtungen kommen. Will sie ihren breit
angelegten Zweck erfüllen, darf sie nicht von ein paar wenigen
Mainstreamkonzernen zuerst auf ihre Gewinnträchtigkeit überprüft
werden. Eine Kultur, der es an unabhängigen Stimmen mangelt, käme
schnell in grosse Schwierigkeiten. Und wenn das auf Musik, Film und
Literatur zutrifft, dann gilt es auch für Design, als vitaler Aspekt
unserer Kultur. Das ist eine globale Tatsache. Deshalb hoffe ich, dass
auch die Besucherinnen und Besucher in der Schweiz die Ausstellung in
diesem Sinne verstehen, sich gut unterhalten und sich von einigen der
profiliertesten britischen Designer inspirieren lassen.

Kraftvolle Grafik
In Grossbritannien ist seit den 1960er-Jahren eine der innovativsten
und vielfältigsten Grafikkulturen der Welt entstanden. Die Ausstellung
mit mehr als 600 Exponaten – von LP-Hüllen über Zeitschriften wie The
Face bis zu Plakaten und Musikclips für Kraftwerk – zeigt die
Entwicklung der unabhängigen britischen Grafik der letzten vierzig
Jahre und deren Einfluss auf die zeitgenössische Kultur. «Communicate»
ist vom 18. März bis 7. Mai im Museum für Gestaltung, Zürich, zu
besichtigen. Infos: www.museum-gestaltung.ch.

Luca Aloisi

Frühjahrskur für WSJ online

Internet Die Einstiegsseite der Wall Street Journal- Website präsentiert sich mit einer Reihe von Navigationserleichterungen.

Internet Im letzten Oktober machte das
Wall Street Journal aus dem Hause Dow Jones mit einer Palastrevolution
von sich reden. Für die internationalen Ausgaben Europe und Asia wurde
das Blatt im Kompaktformat lanciert und eng mit dem Internet verknüpft.
Jetzt präsentiert sich die überarbeitete Einstiegsseite der WSJ-Website mit einer Reihe von Navigationserleichterungen. Entsprechend dem Trend zu grösseren Bildschirmen wird der Raum besser
genutzt zu Gunsten besserer Auflösung. Wichtige Schlagzeilen sind
schneller erfass bar, und News der wichtigsten Bereiche sind schneller
abrufbar. Auch wurde die Anzahl der Firmen, Branchen, Kommentatoren und
Themen, welche die Nutzer in ihren personalisierten Nachrichten
verfolgen können, auf zehn verdoppelt. Das Wall Street Journal Online feiert dieses Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum
seit der Gründung und kann derzeit 768000 Abonnenten (Stand 4.Quartal
2005) vorweisen, was eine Steigerung von fast 8% im Jahresvergleich
bedeutet. (rw)

Engagement für Mediajuniors

Media Mit dem Workshop «Media Views» engagiert sich die NZZ für den Nachwuchs im Mediabereich – mit einer langfristigen Perspektive.

Media Mit dem Workshop «Media Views»
engagiert sich die NZZ für den Nachwuchs im Mediabereich – mit einer
langfristigen Perspektive.Das Haus an der Falkenstrasse geht in
Sachen Nachwuchsförderung eigene Wege. Bereits im vergangenen November
lancierte die NZZ ein elektronisches Tool für den Unterricht mit Namen
«eigene Meinung», das sich an Schülerinnen und Schüler der
Sekundarstufe II richtet. Offenbar stiess das Unterrichtsmittel auf
grosses Echo, denn bereits haben dieses Hunderte von Lehrkräften
bestellt und arbeiten damit. Jetzt gerät auch der Nachwuchs im
Mediabereich in den Fokus des Weltblattes. Eine Reihe von namhaften
Experten wird während des Workshops «Media Views» die laut Prospekt
«interessantesten Ansichten und neuesten Einsichten aus der Mediawelt»
jungen Mediaplanerinnen und -planern vermitteln.

Alleingang statt Partnerschaft
«Wir stellen eine Plattform zur Verfügung, weil wir glauben, dass diese
in der Branche fehlt», sagt Marketingleiter Christoph Bauer. Nach
vielen Diskussionen mit möglichen Partnern habe man sich entschieden,
dies selber zu machen, meint Bauer weiter. Voraussetzung für die
Teilnahme an dieser «neuen Chance für Mediafachleute der nächsten
Generation» ist eine zwei- bis fünfjährige Berufserfahrung sowie die
Empfehlung durch den Agenturleiter. Der fünftägige Workshop findet ab
dem 17. März in drei Modulen in Feusisberg SZ statt.

Im Mittelpunkt des ersten Teils stehen Strategie, neuste Entwicklungen
und internationale Trends. Das Thema behandelt Petra Kruse, die seit
2004 die Firma Pilot in München als Geschäftsführerin leitet. Schon zu
Beginn ihrer Karriere stand Kruse als «Media Youngster» beim ersten
Deutschen Mediapreis mit auf der Bühne. Kommunikationsberater,
Rhetorik- und Verkaufstrainer Dani Nieth wird weiter in die Geheimnisse
der Präsentationstechniken einführen.

Schwerpunkt des zweiten Teils ist Crossmedia und seine werblichen
Möglichkeiten sowie Werbewirkungsforschung. Diesen bestreiten Karsten
Krämer, Projektleiter Media Solutions bei Gruner & Jahr, und
Florian Spintler, Geschäftsleiter von Media Plus in München. Zum Thema
Werbewirkungsforschung wird sich Marketingexperte und Fachautor
Wolfgang J. Koschnick äussern, zu Mehrwert der Mediaplanung
Beat Mühlemann, der Leiter Marketingkommmunikation des
Migros-Genossenschafts-Bundes. Auch zu den Trends in den elektronischen
Medien wird es etwas zu hören geben von Marc Drüner, unter anderem
Professor für Marketing und Innovationsmanagement an der
Steinbeis-Hochschule in Berlin. Im letzten Teil geht es um die
Bedeutung von redaktioneller Leistung und Ausrichtung der Medien. Dazu
wird der designierte NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann sprechen.
 

Reine Marketingaktion?
Bis jetzt haben sich gemäss Bauer siebzehn Mediaagenturen interessiert
und junge Mediaplanerinnen und -planer für den Workshop angemeldet.
«Media Views» soll sich gemäss den Absichten der Macher langfristig
etablieren und jährlich einmal stattfinden. Aktionen dieser Art von
Verlagshäusern wertet Josefa Haas, Leiterin des Medieninstitutes des
Verbandes Schweizer Presse, in erster Linie als Marketingmassnahmen:
«Damit sollen künftige Medialeute mit der Marke vertraut gemacht und an
die NZZ gebunden werden.» Gemäss Haas sage das jedoch noch nichts über
die Qualität der Kurse aus, diese könnten sehr wohl von hohem Niveau
sein.

Selbstverständlich verfolge die NZZ in der Branche kommerzielle Ziele,
meint demgegenüber Christoph Bauer. Doch bei diesem Engagement stehe
nicht die NZZ im Vordergrund, auch wenn am Schluss Markus Spillmann
spreche, sondern man habe langfristige Ziele vor Augen. «Wenn man dann
über die NZZ spricht, so ist das ein schöner Nebeneffekt, ohne dass wir
deshalb auch nur ein Exemplar mehr verkaufen», meint Bauer.
   

René Worni

Sappi lanciert Print Media Efficiency Award für die Schweiz

Der Hersteller gestrichener Feinpapiere für die Werbe- und Marketingindustrie Sappi hat zusammen mit dem Verband BSW Leading Swiss Agencies den Sappi Print Media Efficiency Award für die Schweiz ins Leben gerufen.

Der Hersteller gestrichener Feinpapiere
für die Werbe- und Marketingindustrie Sappi hat zusammen mit dem
Verband BSW Leading Swiss Agencies den Sappi Print Media Efficiency
Award für die Schweiz ins Leben gerufen. Der für die Schweizer
Werbetreibenden und Werbeagenturen geschaffene Preis soll eine Kampagne
des vergangenen Jahres auszeichnen, die Printmedien für Werbung,
Direktmail oder Verkaufsförderung am effektivsten eingesetzt hat. Die
Kampagne kann auf Druck oder auf einer Kombination verschiedener Medien
aufbauen. Ausschlaggebend ist, dass das Medium Druck der beworbenen
Marke einen Mehrwert verleiht. Mit diesem Preis wolle Sappi
Werbefachleute und Agenturen dazu anspornen, über die Effizienz einer
integrierten Marketingkommunikation unter Verwendung von Druck als
Hauptfaktor nachzudenken, heisst es in einer Pressemitteilung. Die
Auszeichnung wird im Rahmen der Swiss Effie 2006 Preisverleihung in
Zürich am 23. März erstmals vergeben. Der Sappi Print Media Efficiency
Award für die Schweiz läuft dabei parallel zur entsprechenden
paneuropäischen Auszeichnung, die anlässlich der jährlichen Euro Effie
Awards in Brüssel verliehen wird.

Hochschule für Wirtschaft Luzern mit zwei neuen Mitarbeitern

Dr. André Briw übernimmt die neu geschaffene Stelle als Leiter des Bereichs Marketing im Institut für Kommunikation und Marketing (IKM) an der Hochschule für Wirtschaft (HSW) Luzern.

Dr. André Briw übernimmt die neu
geschaffene Stelle als Leiter des Bereichs Marketing im Institut für
Kommunikation und Marketing (IKM) an der Hochschule für Wirtschaft
(HSW) Luzern. Briw blickt auf eine langjährige Erfahrung im
strategischen und operativen Marketing zurück und war zuletzt Leiter
Marketing der Eichhof Getränke AG. Dr. Alfred Raucheisen tritt im
Sommersemester 2006 die ebenfalls neu geschaffene Stelle als Dozent für
Unternehmenskommunikation im IKM an. Raucheisen verfügt über
langjährige Praxiserfahrung auf Agentur- und Unternehmensseite und war
zuletzt Head of Corporate Communications von KPMG Schweiz.

Cannes Lions Jury für Film und Presse bestimmt

Die Organisatoren des 53. Cannes Lions International Adverstising Festivals haben am Dienstag die beiden internationalen Jurys für Film und Presse bekannt gegeben.

Die Organisatoren des 53. Cannes Lions International Adverstising Festivals haben am Dienstag die beiden internationalen Jurys für Film und Presse bekannt gegeben. Aus der Schweiz ist einzig Jürg Ämmer, Creative Director von Euro RSCG Zürich in der Presse Jury vertreten. Diese wird am 21 Juni die Gewinner in dieser Kategorie bekannt geben, die Sieger in Sachen Film stehen 3 Tage später am 24. Juni 2006 fest.

Auktionssender Arena tauft sich um

Bis 31. März wird der Münchner Betreiber des auf Versteigerungen spezialisierten TV-Senders Arena seine Marke umbenennen und dem neuen, gleichnamigen Fussballsender „Arena Bundesliga“ freie Bahn lassen.

Bis 31. März wird der Münchner Betreiber
des auf Versteigerungen spezialisierten TV-Senders Arena seine Marke
umbenennen und dem neuen, gleichnamigen Fussballsender „Arena
Bundesliga“ freie Bahn lassen. Zu der schnellen Namenseinigung kam es
laut Informationen der Welt, weil der TV-Dienstleister Plazamedia
sowohl als Gesellschafter des Verkaufskanals Arena als auch
Grossproduzent des künftigen Fussballsenders Arena mitrede. Der
Auktionssender war im September 2005 gestartet und wird über Astra
ausgestrahlt.
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