Autor: admin
Studie: Nicht-WM-Sender müssen mit Reichweitenverlusten rechnen
Fersehsender, die während der kommenden Fussballweltmeisterschaft keine Live-Spiele übertragen, müssen bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit Reichweiten-Einbussen von rund 25 Prozent rechnen.
Fussballweltmeisterschaft keine Live-Spiele übertragen, müssen bei der
werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen mit
Reichweiten-Einbussen von rund 25 Prozent rechnen. Zu diesem Ergebnis
kommt die gemeinsame Studie des deutschen Werbevermarkters Seven One
Media und des Kommunikationsberatungsunternehmens Medialogics. Für die
Untersuchung wurden die Reichweiten der sechs grössten deutschen
Privatsender während der Fussball-WM 1998 in Frankreich analysiert. Die
Verluste während der übrigen WM-Berichterstattung und ausserhalb der
Hauptsendezeit waren der Analyse zufolge weit weniger stark. In
Zeitschienen ohne WM-Programme blieben die Reichweiten konstant oder
lagen zwischen 13 und 20 Uhr sogar leicht über der TV-Nutzung der
Vergleichsmonate ohne WM. Die Abstrahl-Effekte einer WM auf die
TV-Nutzung seien laut Daniel Haberfeld von Seven One Media bei weitem
nicht so extrem wie angenommen, schreibt die Aargauer Zeitung. Die
Werbewirtschaft würde eine Chance verpassen, wenn sie die Werbebudgets
im Zeitraum der WM 2006 zurückfahre, so Haberfeld.
Fifa gibt Forderung des Weltzeitungsverbandes nach
Bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland wird es keinerlei Einschränkungen bei der Veröffentlichung aktueller Fotos im Internet mehr geben.
Stefan Barmettler verstärkt Chefredaktion der Bilanz
Der ehemalige Facts-Verantwortliche bildet mit Chefredaktor René Lüchinger und Pierre-André Schmitt das Führungstrio des Wirtschaftsblatts.
Creative Club Austria gibt Reinhold Gold
Ausgezeichnet wurde die Ankündigungskampagne "Kinderleicht kochen" für Annemarie Wildeisens Kochen.
vergangenen Freitag kürte der Creativ Club Austria (CCA) in Wien die
beste Werbung 2005. Der CCA vergab insgesamt 19 Gold-, 33 Silber- und
63 Bronzemedaillen. In der Kategorie „Internationale Kampagnen“ holte
die Zürcher Werbeagentur Reinhold Gold. Ausgezeichnet wurde die
Ankündigungskampagne „Kinderleicht kochen“ für Annemarie Wildeisens
Kochen. Dieselbe Kampagne schaffte es beim ADC Schweiz nur zu einer
Nominierung.
Hochzeit der Giganten in der US-Medienbranche
Der US-Medienkonzern McClatchy kauft den Konkurrenten Knight Ridder für 6,5 Milliarden Dollar. Mit der Übernahme entsteht die zweitgrösste Zeitungsgruppe der USA.
Der US-Zeitungsmarkt gilt laut SDA als schwierig, da immer mehr Leser auf Online-Medien zurückgreifen. Knight Ridder hatte sich Ende November unter dem Druck des grössten Aktionärs zum Verkauf ausgeschrieben. Trotz der relativ guten Positionierung im Verlagswesen war der Börsenkurs gemäss NZZ im vergangenen Jahr bis zur Intervention des Grossaktionärs um über einen Fünftel gefallen. Grosse Medienunternehmen wie die Washington-Post-Gruppe oder Dow Jones hatten allerdings kein Interesse an Knight Ridder gezeigt. Neben McClatchy war auch die grösste US-Zeitungsgruppe Gannett (USA Today) zeitweise im Rennen.
Jean Frey will Mitarbeitern Verluste ersparen
Das Verlagshaus Jean Frey kauft Warrants von seinen Mitarbeitern zurück, die anlässlich des Besitzerwechsels im Jahr 2002 ausgegeben worden waren.
Das neue RTVG beeinflusst Basler Privatsender
Die beiden Basler Privatsender Telebasel und NW1 werden sich bald an einen Tisch setzen müssen, denn das Bakom vergibt in der Region Basel nur eine Konzession, die mit dem Geldzustupf aus dem neuen RTVG verbunden ist.
„Die Zeiten haben sich geändert“
Die Frauenzeitung (Fraz) ist mit der ersten diesjährigen Ausgabe im neuen Kleid erschienen. Monica Jeggli, die Geschäftsführerin des Herausgebervereins Fraz, stand der Werbewoche Red und Antwort zum Relaunch.
ersten diesjährigen Ausgabe im neuen Kleid erschienen. Verspielter,
luftiger, visuell attraktiver und vielfältiger, so wünschte sich die
achtköpfige Redaktion das neue Auftreten für die Print- und
Onlineausgabe. Monica Jeggli, die Geschäftsführerin des
Herausgebervereins Fraz, stand der Werbewoche Red und Antwort zum
Relaunch.
Die Fraz wird von einer Frauenredaktion nebenberuflich hergestellt und
von einem Non-Profit-Verein herausgegeben. Das vierteljährlich
erscheinende Heft hat eine Auflage von 2500 Exemplaren. Gegründet wurde
die Frauenzeitung 1976 als Organ der in den 70er Jahren aktiven
Frauenbefreiungsbewegung FBB. Mittlerweile ist sie als „die andere
Zeitschrift für Frauen“ positioniert. Die Fraz ist im Abonnement und an
Deutschschweizer Kiosken und in Buchhandlungen erhältlich.
Das Interview mit Monica Jeggli führte Carole Scheidegger.
WW: Haben Sie den Relaunch selber konzipiert oder zählten Sie externe Hilfe von einer Agentur?
Monica Jeggli: Wir
verfügen nicht über die Ressourcen, um eine Agentur zu beauftragen. Ich
als Geschäftsführerin der Frauenzeitung habe das Konzept entwickelt und
zusammen mit unseren Grafikerinnen Felicitas Hoegger (Formerei GmbH)
und Liz Ammann (Grafik-Design) umgesetzt. Da wir ein spielerisches Heft
mit illustrativen Elementen wollten, wurde Trix Barmettler von
Miriam+me für das Illustrationskonzept beigezogen. Ausserdem hat mich
die Grafikerin Martina Ott beraten.
WW: Welche Überlegungen waren mit dem Redesign verbunden?
Jeggli: Die
Grundidee des Relaunches war, die Frauenzeitung für neue Leserinnen zu
öffnen. Vieles am Heft, wie zum Beispiel einzelne Rubrikennamen, war
praktisch nur für Eingeweihte verständlich. Wir kommen aus einer eher
lustfeindlichen feministischen Tradition, aber die Zeiten haben sich
geändert. In der Redaktion sind praktisch alle Frauen unter dreissig
Jahren. Dass soll man dem Heft auch ansehen. Inhaltlich gesehen möchten
wir eine anregende Zeitschrift machen, die Frauen nicht für dumm
verkauft. Sie soll kritisch sein, aber auch unterhalten und Spass
machen. Und Spass machen heisst auch, visuell attraktiv sein.
In der neuen Fraz soll aber auch geblättert werden dürfen – es ist
schliesslich eine Zeitschrift. Mit dem bisherigen Layout hatten wir
keine Möglichkeit, kurze Texte zu bringen. Die Leserinnen hatten nicht
die Wahl zwischen kürzeren und längeren Artikeln. Jetzt haben wir die
zweiseitige Rubrik „kurz und bündig“, wo Platz ist für Kurznachrichten.
Schon immer hatten wir am Ende des Heftes die Rubrik „Gansinger“ mit
witzig-bissigen Kurzkommentaren. Leider war das aber nicht sichtbar, da
diese Seite wie jede andere Textseite gelayoutet war. Jetzt sind es
kleine Textinseln mit Zeichnungen von unserer Illustratorin, Fabienne
Roth. Auch unsere Kolumne, das Frauenquiz und die Kurzgeschichte werden
besser verkauft durch das neue Layoutkonzept. Das klar gegliederte
Inhaltsverzeichnis mit Bildern und kurzen Anrissen der Haupttexte lädt
ein, im Heft zu schmökern.
WW: Möchten Sie auch eine neue Zielgruppe ansprechen?
Jeggli: Ja,
wir möchten ganz klar auch jüngere Frauen erreichen. Damit meine ich
aber nicht die Zwanzigjährigen, sondern Frauen gegen Dreissig und
aufwärts. Wir wollen uns auch politisch öffnen. Es reicht doch, für die
Gleichberechtigung von Frauen zu sein, wir können uns nicht noch um
alle Ungerechtigkeiten der Welt kümmern.
WW: Gibt es markante inhaltliche Änderungen oder ging es vorwiegend um ein grafisches Update?
Jeggli: Es
ging um beides. Einerseits mehr Luftigkeit und Ästhetik und
andererseits vielfältigere Inhalte – kürzere und längere Texte,
Aufwertung des aktuellen Teils im Vergleich zum Themenschwerpunkt. In
Bezug auf die Themensetzung sind wir uns ständig am Entwickeln. Wir
versuchen, etwas Neues, Eigenständiges zu machen. Das braucht Zeit.
WW: Welche neue Rubriken und Kolumnen gibt es?
Jeggli: Neu
sind die Kurznachrichen (kurz und bündig), die Köpfe des Quartals, wo
Lob und Tadel verteilt werden, dann der Standpunkt, eine
Meinungskolumne, und die Lebenshilfe. Das sind vier satirische
Frage-Antwort-Kolumnen von vier zugegebenermassen klischierten
Frauentypen. Ratgeberbücher werden ja vor allem von Frauen gelesen. Die
Kolumnen parodieren diejenigen der anderen Frauenzeitschriften und
ironisieren die teilweise absurd vereinfachenden Behauptungen der
Ratgeberliteratur.
WW: Haben Sie die neue Website selbst entworfen und umgesetzt oder ist da jemand externes tätig?
Jeggli: Das
Konzept der Website habe ich entwickelt, das an unser neues Layout
angelehnte Design und die technische Umsetzung stammen von Patrick
Jeggli und Anita Peyer von Noumenon Media Programming.
WW: Gibt es eine Änderung in der Preisstruktur der Werbung? Wird neu auf der Website Werbung geschaltet?Jeggli:
Nein, die Preise bleiben gleich und unsere Website bleibt werbefrei.
Wir sind nach wie vor ein Non-Profit-Unternehmen. Bei uns zu inserieren
verschafft den Werbenden eine hohe Glaubwürdigkeit.
