Chevrolet von Viral Marketing überfahren

Viral Marketing ist in aller Munde. Der Schuss kann allerdings auch nach hinten losgehen, wie Chevrolet erfahren musste.

Viral Marketing ist in aller Munde:
Werbung soll vom Konsumenten mitgestaltet werden. Dieser Schuss kann
allerdings auch nach hinten losgehen, wie Chevrolet erfahren musste.
Mitte März stellte der Autoriese laut Pressetext.ch eine Website mit
Videoclips zum neuen Modell 2007 Tahoe online. Den Besuchern der Site
bietet sich die Möglichkeit, die Clips mit eigenen Werbeslogans zu
ergänzen. Davon wurde rege Gebrauch gemacht, und zwar keineswegs nur in
freundlicher Weise. Die User reagierten teilweise zynisch und machten
sich über den hohen Benzinverbrauch von Geländewagen und Klimaanlagen
lustig. Chevrolet beweist allerdings Grösse und will die Clips laut
Pressetext nicht vom Netz nehmen – trotz Slogans wie „Das Öl auf
unserem Planeten ist beinahe aufgebraucht. Man benötigt kein GPS, um zu
sehen, wohin uns dieser Weg führt.“ Melias Tezanos, Pressesprecherin
von Chevrolet, erklärte, dass das Unternehmen im Vorfeld mit positiven
als auch negativen Reaktionen gerechnet habe. 

Mit Dynamite für Tassimo

Tassimo, ein Getränkesystem der Kraft Foods, mit welchem Kaffee, aber auch anderes hergestellt werden kann, hat die Chamer Agentur Dynamite Advertising mit der Frühlingspromo beauftragt.

Tassimo, ein Getränkesystem der Kraft Foods, mit welchem Kaffee, aber auch anderes hergestellt werden kann, hat die Chamer Agentur Dynamite Advertising mit der Frühlingspromo beauftragt. Wer sich für ein solches System entscheidet, hat die Wahl zwischen Bons im Wert von 50 Franken und der Möglichkeit, die Getränkemaschine innert zwei Wochen gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückzusenden. Die Aktion umfasst neben Leaflet und POS –Material auch Anzeigen (Coop Zeitung) und Online-Werbung.

Guter Start – auf tiefem (Preis-)Niveau

Print Die Unternehmen der visuellen Kommunikation in der Schweiz verzeichneten im vierten Quartal 2005 einen Aufschwung.

Print Die Unternehmen der visuellen
Kommunikation in der Schweiz verzeichneten im vierten Quartal 2005
einen Aufschwung. Dies geht aus einer Umfrage hervor, die der
Branchenverband Viscom in Zusammenarbeit mit der KOF/ETH im
Januar/Februar 2006 durchführte. In den Erwartungen der Geschäftslage
zeige sich, dass der Bereich Druck, welcher in den letzten Monaten den
positiven Entwicklungen der Vorstufe und der Druckweiterverarbeitung
hinterherhinkte, in den nächsten sechs Monaten stärker zulegen könnte.
Wie der Verband weiter mitteilte, hat der Wettbewerbsdruck in der
grafischen Industrie bei fast 23 Prozent der an der Umfrage
teilnehmenden Unternehmen trotz teils erheblich gestiegenen
Einkaufspreisen zu tieferen Verkaufspreisen als im Vorquartal geführt.
Im Vergleich zum fast doppelt so hohen Wert im Vorquartal entspricht
dies jedoch einer Abschwächung des Preiszerfalls. Erfreulich entwickelt
hat sich die Kapazitätsauslastung: Sie stieg im 4. Quartal 2005 und
erreichte mit 88,9 Prozent einen Höchststand.

Der Netzwerker

Roger Baur hat sich mit NetProfit selbstständig gemacht und will seinen Kunden bessere Chancen im Web eröffnen.

Roger Baur hat sich mit NetProfit selbstständig gemacht und will seinen Kunden bessere Chancen im Web eröffnen.Rupert Murdoch hat kürzlich verlauten
lassen, er werde «eine Milliarde ins Internet und in Online- Geschichten
investie- ren». Als ein Teil dieser Investitionen hat er vor einem Jahr
www.myspace.com gekauft. Auf dieser Community-Website finden sich 50
Millionen registrierte Privatleute. Man kann hier seine Projekte,
Events, Lieblingsmusik oder auch Tante Olga und Katze Siam
präsentieren. Ähnliche Communities sind Tilllate oder
www.klassenfreunde.ch. Bei den Freunden wirkt Baur als Berater bei der
Kommerzialisierung mit. Bei Tilllate hat er als «graue Eminenz» seit
der Gründung viel zur buchstäblich grenzenlos gewordenen Entwicklung
beigetragen.

Roger Baur kennt das Netz. Er hat recherchiert und dabei gesehen, dass
viele Werbeauftraggeber und Agenturen ein grosses Nachholbedürfnis
haben, «weil der Markt überproportional wächst». Doch viele sitzen da,
sind online – aber schon längstens nicht mehr auf Draht, was mit dem
Internet wirklich möglich wäre.

NetProfit heisst nun die Firma, mit welcher Roger Baur in dieser
Marktlücke aktiv werden will. «Nichts ist stärker als eine Idee, deren
Zeit gekommen ist», zitiert Baur dazu Victor Hugo in seinem
Arbeitspapier. Darin steht zu lesen, dass NetProfit seinen Kunden
helfen will, ihre «Chancen in digitalen Netzen klarer zu sehen». Der
Netzberater will «Strategien justieren», «Gewinnmöglichkeiten umfassend
ausschöpfen» sowie spezialisiertes Personal suchen, Kooperationspartner
zusammenbringen und Projekte leiten. NetProfit kann beim Aufbau von
Websites oder als Generalunternehmer das Vermarkten organisieren.

Baur kann für seine neue Firma auf die Partnerschaft eines etablierten
Personalberaters zählen. Das Büro von NetProfit wird in Wollerau sein –
aber natürlich noch mehr präsent im Web. Roger Baur ist Ende letzten
Jahres bei Cinecom ausgestiegen, um «wieder einmal zu überlegen, was er
in seinem weiteren Berufsleben eigentlich machen will». Den Entschluss
dazu hat er auf der Hochzeitsreise mit seiner Raphaela gefasst. Seither
hat er mit verschiedenen Unternehmen Gespräche geführt und hätte sich
bereits «mehrmals wieder anstellen» lassen können.

Ihn interessiert
aber mehr die Form der Mandate. «Es gibt ein riesiges Potenzial beim
Vermarkten diverser Websites», ist er überzeugt. Und in der Branche
weiss man: Nur wenige haben im interaktiven Bereich mit digitalen
Medien so viel Erfahrung wie Roger Baur – vor allem im Aufbau und
Verkauf. Er hat neben anderen Firmen zwei Jahre lang Qualiclick mit
aufgebaut und «versteht sehr schnell, was es braucht, um eine Firma
erfolgreich zu machen».

Baur fühlte sich schon immer als «Early adapter», interessierte sich
für neue Gadgets und fand so seine ideale Lehrstelle als Verkäufer für
Unterhaltungselektronik. Dort hätte er schon als Stift «mehr Umsatz als
der Chefverkäufer» generiert. Nach der Lehre fand er nur bei der Migros
einen Job und wechselte deshalb als Plakatkleber zur APG. Hier bildete
er zusammen mit zwei Kollegen «das Team der hungrigen Jungen». Infolge
überdurchschnittlicher Leistungen wurde er bereits nach einem Jahr zum
Vorarbeiter befördert. «Das war aber nicht das Ende der Fahnenstange» –
und so hat er sich mit der Abendschule weitergebildet.

Nach zwei Jahren
war er bei der APG verantwortlich für die Flächenbeschaffung an den
Bauwänden der Stadt Zürich. Auch hier konnte er innert eines Jahres den
Umsatz verdoppeln. Trotzdem empfand man ihn damals bei der APG 1987 mit
25 Jahren noch zu jung für eine Führungsposition im Verkauf. So wurde
er halt von der Konkurrenz Plakanda als Verkaufsleiter abgeworben. «Das
galt bei der APG als Hochverrat. Aber ich habe bei einer kleinen Firma
mehr Möglichkeiten für meinen Kampfgeist gesehen.»

Als Plakanda verkauft worden ist, verspürte Baur Lust nach einer
Abwechslung. Er hat gemeinsam mit Freunden das Fitness-Center Vitatop
in Zürich übernommen und drei Jahre geführt. In dieser Phase hat er
auch den Verband der Fitness-Center mitgegründet und dort die
Zusammenarbeit mit den Krankenkassen in die Wege geleitet. Der fitte
Jungunternehmer baute im Team mit den gleichen Freunden eine Kette für
Selbstbedienungs-Solarien auf und gründete 1994 mit einem Kollegen
zusammen eine Beratungsfirma für Aussenwerbung. Damit war Baur wieder
zurück im Medienbereich.

Er suchte eine neue Herausforderung als Anzeigenverkäufer bei der
Zeitung Sport, «verdiente dort nur noch die Hälfte», aber hatte grossen
Spass an dieser neuen Welt. 1997 regte er einen Special über
Snowboarden an und konnte die Idee auch verkaufen. Nach diesem «ersten
Snowboard-Special in der Schweiz» adaptierte er das gleiche Konzept
auch für ein Formel-1-Special.

Dann kam die Zeit des Internet beim Jean Frey Verlag. «Alle wollten
Banner – ohne zu wissen, was das ist.» Baur wechselte verlagsintern zur
Weltwoche, wo auch ein Internetportal immer mehr zum Thema wurde. 1999
hat er für den ganzen Verlag die Banner verkauft, parallel dazu auch
noch den Marketing-Planer gemacht. In dieser Zeit suchte Qualiclick
einen Mann für die Key-Accounts. Baur hat vor allem die Kontakte zu den
Mediaagenturen betreut. Er bildete die Leute aus und machte die
Agenturen fit für den Online-Markt. Diese Idee hat Baur auch bei der
Überführung von Qualiclick zu Adlink weiterentwickelt. 

Bei Cinecom hat Baur das «rundum glückliche Paket» geschaffen, wo alle
möglichen Medien miteinander verknüpft werden. Er wollte es aber nicht
Crossmedia nennen, «das tönte zu banal für unsere Multimedia-Projekte»,
bei denen ein Konsument von verschiedensten Medien einen ganzen Tag
hindurch begleitet wird.

Bei Cinecom hat Netzwerker Baur zusammen mit IP-Multimedia die IG
Adscreen gegründet und versuchte dort alle, die in der Schweiz etwas
mit Adscreen zu tun haben, in diesen Verband mit inzwischen 30
Mitgliedern zu bringen. Mit dem Verkauf von Cinecom an die PubliGroupe
war wieder einmal Zeit für etwas Neues, «weil er sich in grossen
Unternehmen einfach nicht so frei entfalten kann». – Und was gibt es da
Besseres als die Gründung einer eigenen Firma.

Andreas Panzeri

Rege Anflugbewegungen bei der Agentur am Flughafen

Der Textilverband Schweiz ist mit einer Nachwuchskampagne neu mit an Bord der Agentur am Flughafen, und auch andere Unternehmen und Organisationen vertrauen auf die Ostschweizer.

Der Textilverband Schweiz ist mit einer Nachwuchskampagne neu mit an Bord der Agentur am Flughafen, und auch andere Unternehmen und Organisationen vertrauen auf die Ostschweizer. So haben das Winterthurer Entsorgungsunternehmen Alpa und die Rorschacher Kanalprofis ihre Etats der kreativen Crew der Agentur am Flughafen anvertraut.

Kein Geschäft mit dem Tod

Regionalpresse Am linken Ufer des Zürichsees sammelt Tamedia mit der ersten Regionalausgabe des Tages-Anzeiger Erfahrungen – seit einem Jahr.

Regionalpresse Am linken Ufer des Zürichsees sammelt Tamedia mit der ersten Regionalausgabe des Tages-Anzeiger Erfahrungen – seit einem Jahr.«Möchten Sie den Tages-Anzeiger zwei
Monate lang zusammen mit der Regionalausgabe für 35  Franken
testen?», flötet eine Stimme durch den Hörer. Nein? Doch vielleicht
wolle man einem arbeitslosen Kollegen, der den Stellenanzeiger sicher
brauchen könne, ein Geschenk machen? Derzeit laufen am linken
Zürichseeufer die Drähte heiss, denn der Tages-Anzeiger macht
Telefonmarketing. Etwas mehr als ein Jahr nach der Lancierung der
ersten Regionalausgabe für den Bezirk Horgen in Wädenswil verkauft die
Beilage im Tabloidformat kaum Inserate und die Akzeptanz bei den
Behörden und bei der Bevölkerung harzt.

Seit der ersten Nummer der Tagi-Regionalausgabe Ende Februar 2005 hat
das Blatt gerade zwei private Todesanzeigen veröffentlichen können. Das
«Geschäft mit dem Tod» ist deshalb von Bedeutung, weil es als eine Art
einfaches Barometer für die Wertschätzung der angestammten Bevölkerung
gegenüber der Zeitung funktioniert. Dasselbe gilt für Vereinsinserate.
Gerade in Wädenswil, dem Sitz der linksufrigen Redaktion des
Tages-Anzeiger, herrscht eine für Schweizer Verhältnisse fast schon
beängstigende Dichte von Vereinen. Dennoch hapert es mit ihrer
Insertionsbereitschaft. Erst kürzlich hat die Anzeigenleitung die
Vereine angeschrieben und ihnen 15 Prozent Sonderrabatt für die
Publikation ihrer Anlässe geboten. «Im lokalen Markt entscheidet, wer
die Vereins- und Todesanzeigen hat», sagt Peter Curiger, Filialleiter
der Publicitas in Horgen. Er verkauft die angestammte Zürichsee-Zeitung
(ZSZ), die mit der Publicitas unter Regievertrag steht, doch
gelegentlich auch Inserate für die Tagi-Regionalausgabe.

Um überhaupt zu Inseraten von lokalen Gewerbetreibenden und
Veranstaltern zu kommen, bietet die Tagi-Regionalausgabe potenziellen
Inserenten hohe Einführungsrabatte um 30 Prozent an. Grossinserenten
buchen direkt im Tages-Anzeiger und sind an der Regionalausgabe nicht
interessiert, doch können lokale Gewerbler diesem Angebot kaum
widerstehen. Unter Inserateverkäufern weiss man aber, dass hohe Rabatte
mittelfristig den Tod einer Zeitung bedeuten können.

Blättert man das Tabloid durch, dann fallen hin und wieder unbezahlte
Füller- und Eigeninserate auf. Einzelne Bezirksgemeinden haben zudem
die Lieferung ihrer amtlichen Inserate um ein weiteres Jahr verlängert.
Andere, etwa Kilchberg, Thalwil und Richterswil, geben jedoch dem Blatt
die «Amtlichen» nicht oder nicht mehr. «Es ist unschön, wenn amtliche
Inserate, die an Fristen gebunden sind, zeitversetzt in den Zeitungen
erscheinen», sagt Andreas Meienberg, Gemeindeschreiber von Richterswil.
Die Gemeinde hat sich Ende 2005 definitiv für die Zürichsee-Zeitung als
alleiniges Publikationsorgan entschieden, nicht zuletzt, weil im
Tagi-Regionalblatt die Gemeinderatsberichte gelegentlich als
fragmentierte Füller verwendet worden seien, sagt Meienberg.

Der kommerzielle Erfolg für die Regionalausgabe des Tages-Anzeiger
lässt demnach auf sich warten. Gemäss Filialleiter Curiger verhält sich
das Anzeigenvolumen bei der Zürichsee-Zeitung zudem wie in der Zeit vor
der neuen Konkurrenz. Wie präsentiert sich die Situation im Lesermarkt?
Immerhin sammelt Tamedia am linken Seeufer auswertbare Erfahrungen im
lokalen Zeitungsgeschäft. Ab Herbst sollen diese dann in vier weiteren
Regionalredaktionen am rechten Seeufer, im Zürcher Unterland und
Oberland sowie in der Stadt Zürich zur Anwendung kommen. Auf Grund der
aktuellen Erhebungen der MACH Basic 2006-1 der Wemf erreicht der
Tages-Anzeiger im Bezirk Horgen 35 000 Leserinnen und Leser, die
Zürichsee-Zeitung dagegen 30 000.

Die vom VSW und der Wemf in der Media Performance erhobenen
Verbreitungsdaten der Schweizer Presse zeigen jedoch, dass die ZSZ in
den meisten Bezirksgemeinden eine stärkere Haushaltsabdeckung aufweist.
In den Gemeinden Adliswil und Langnau im Sihltal sind die Werte für den
Tages-Anzeiger dagegen höher, weil die ZSZ dort als Sihltaler nur
dreimal die Woche erscheint. Abgesehen vom Sihltal erreichte der
Tages-Anzeiger 2005  in zehn Bezirksgemeinden eine Abdeckung von
26,8 Prozent, Die Zürichsee-Zeitung 39,8 Prozent. Gemäss den
Verantwortlichen der Zürichsee-Zeitung habe das Blatt an Abos zugelegt.
Das allerdings bekräftigen auch die Exponenten des Tages-Anzeiger.

Für die Akzeptanz beim Publikum sind jedoch die journalistischen
Inhalte entscheidend. «Wir versuchen, keine Hofberichterstattung zu
machen», sagt Patrick Gut, seit März neuer Redaktionsleiter der
Tagi-Lokalredaktion. Die Kontakte zum Publikum, zu Vereinen und
Behörden würden zunehmend besser. Einzelne Gemeinden benachteiligten
den Tages-Anzeiger jedoch mit Informationen. «Seit euch ist die ZSZ
besser geworden», das höre er dagegen immer wieder, sagt Gut. «Wir
haben viel gemeinsam, schlechte Texteinsendungen, den Druck der
Gemeinden und ähnliche Arbeitsabläufe», sagt ZSZ-Redaktionsleiterin
Charlotte Walder. Doch 85 Prozent der journalistischen Primeurs lese
man immer noch in der ZSZ, sagt sie selbstbewusst.

Georges Müller, Ex-Chefredaktor einer Lokalzeitungsoffensive Ende der
90er-Jahre im Bezirk Horgen, meint im Vergleich: «Die Tagi-Leute machen
einen hervorragenden Job, da musste auch die ZSZ erwachen.»

René Worni

Jean Frey schafft Wende

Jahresergebnis V Der Jean Frey Verlag beendet sein Geschäftsjahr mit leicht vermindertem Umsatz und Gewinn.

Jahresergebnis V Der Jean Frey Verlag beendet sein Geschäftsjahr mit leicht vermindertem Umsatz und Gewinn. Der Umsatz der Jean Frey Gruppe mit den
Titeln Bilanz, Beobachter, Weltwoche und weiteren Fachzeitschriften
wies für das Geschäftsjahr 2005 einen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent
auf 93,2 Millionen Franken aus. Auch der Gewinn nach Steuern schrumpfte
von 11,2 Millionen auf 6,6 Millionen Franken. Gleichzeitig ging die
Umsatzrendite von 11,6 Prozent auf 7,1 Prozent zurück.

Das Gesamtergebnis wertet CEO Philippo Leutenegger indessen als
zufrieden stellend und entspreche den schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen im Printgeschäft, wie er mitteilte. Der Rückgang der
Erträge begründet der Verlag vor allem mit dem Werbeauftragsvolumen,
das generell bei den Printmedien zurückgegangen sei. Der Verlag hat im
vergangenen Geschäftsjahr in verschiedene Projekte und in zusätzliches
Personal investiert. Diese Investitionen in die erfolgreichen Produkte
stünden nach einem erfolgreichen Turnaround, dem verschiedene
Sparrunden vorausgegangen waren, im Vordergrund, hiess es. (rw)

Time Warner will im Mobilfunk Fuss fassen

Der US-Medienkonzern Time Warner, zu dem auch der Onlinedienst AOL gehört, will sich verstärkt im Mobilfunk engagieren. Dafür soll Mobiltelefonie in das Triple-Play-Konzept (Telefon, Internet, Fernsehen über einen Anschluss) integriert werden.

Der US-Medienkonzern Time Warner, zu dem auch der Onlinedienst AOL gehört, will sich verstärkt im Mobilfunk engagieren. Dafür soll Mobiltelefonie in das Triple-Play-Konzept (Telefon, Internet, Fernsehen über einen Anschluss) integriert werden. Time Warner ist bereits durch eine Partnerschaft mit dem Netzbetreiber Sprint an Mobilfunkdiensten beteiligt. Unter dem Stichwort „Quadrupel Play“ hat der Schweizer Kabelnetzbetreiber Cablecom diese Idee bereits realisiert und bietet neben Kabelfernsehen, Breitband-Internet und Festnetztelefonie seit kurzem auch Mobiltelefonie.

Award Corporate Communications 2006 ist eröffnet

Der Preis für integrierte Unternehmenskommunikation „Award Corporate Communications“ hat sich für sein zweites Jahr noch mehr Partner und Sponsoren zugesichert. Der Preis wird nun auch in der West- und Südschweiz intensiver ausgeschrieben.

Der Preis für integrierte Unternehmenskommunikation „Award Corporate Communications“ hat sich für sein zweites Jahr noch mehr Partner und Sponsoren zugesichert. Der Preis wird nun auch in der West- und Südschweiz intensiver ausgeschrieben. Neu engagieren sich als Partner und Sponsoren für den Award auch die Schweizer Werbung SW, die Zeitschrift Bilan, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Waadt heig-vd sowie das Unternehmen Tradoc Übersetzungen. Mit Frank Bodin von Euro RSCG und Dr. Christian König von Farner Public Relations konnten zwei weitere kompetente Juroren für den Award gewonnen werden. Der Preis richtet sich an grosse Organisationen und Konzerne sowie an KMUs und Agenturen. Die Eingaben werden auch in diesen Kategorien bewertet. Anmeldungen sind bis 31. Mai auf der Website www.award-corporate-communications.ch möglich. Der Einsendeschluss für die Award-Dossiers ist 31. Juli.

Gewinnrückgang beim TV Produktionscenter Zürich

Der Umsatz des TV Produktionscenter Zürich (TPC) ist im Jahr 2005 von 139,2 auf 135,4 Mio. Franken gesunken.

Der Umsatz des TV Produktionscenter Zürich (TPC) ist im Jahr 2005 von 139,2 auf 135,4 Mio. Franken gesunken. Der Gewinn fiel mit 0,5 Mio. Franken deutlich tiefer aus als im Vorjahr, als der Fernsehproduzent TPC noch 4,7 Mio. Franken Gewinn vermeldete. 82 Prozent des Umsatzes von TPC, einer Tochtergesellschaft der SRG SSR idée suisse, kommt dabei von der SRG. 95,1 Mio. Franken Umsatz stammen allein vom Schweizer Fernsehen. Im Jahr 2004 waren es rund 5 Mio. Franken mehr, meldet die SDA. Als Ursache für diesen Rückgang gilt der Spardruck beim Schweizer Fernsehen. Mit anderen Unternehmenseinheiten der SRG ist der Umsatz jedoch gestiegen. Dies trifft auch für den Umsatz mit anderen Schweizer Fernsehproduzenten zu, der von 8,6 auf 11,1 Millionen Franken angewachsen ist. Das Geschäft mit ausländischen Auftraggebern blieb konstant.

Strategiechef von Advico Young & Rubicam neu in der Geschäftsleitung

Dr. Caspar Coppetti, der im letzten Jahr die Leitung der Strategieabteilung von Advico Young & Rubicam übernommen hat, wird per 1. April Mitglied der Geschäftsleitung der Kreativagentur.

Dr. Caspar Coppetti, der im letzten Jahr die Leitung der Strategieabteilung von Advico Young & Rubicam (AYR) übernommen hat, wird per 1. April Mitglied der Geschäftsleitung der Kreativagentur. „Caspar hat in den letzten drei Jahren massgeblich zur positiven Agenturentwicklung beigetragen“, begründet AYR-CEO Edgar Britschgi die Beförderung in einem Communiqué. Coppetti war zuvor als Unternehmensberater bei McKinsey & Company tätig. Als Leiter der Strategieabteilung bei AYR ist er für die Kundenberatung in den Bereichen Marktentwicklung und -führung zuständig.

TV-Sender Berlusconis zu Geldstrafe verurteilt

Der zum Medienimperium von Italiens Ministerpräsidenten Berlusconi gehörende Fernsehsender Rete 4 ist wegen der ungleichen Verteilung von Sendezeit im Wahlkampf zur Zahlung von 250'000 Euro verurteilt worden.

Der zum Medienimperium von Italiens Ministerpräsidenten Berlusconi gehörende Fernsehsender Rete 4 ist wegen der ungleichen Verteilung von Sendezeit im Wahlkampf zur Zahlung von 250’000 Euro verurteilt worden. Die zuständige Regulierungsbehörde hatte den Sender vor wenigen Wochen aufgefordert, der Mitte-Links-Opposition in der Nachrichtensendung TG 4 zwischen dem 22. und 28. März mehr Platz einzuräumen. Dem kam Rete 4 nicht nach und liess Berlusconis Mitte-Rechts-Regierung häufiger zu Wort kommen. Bereits am 22. März sei TG 4 zur Zahlung von 200’000 Euro verurteilt worden, schreibt die NZZ. Weitere 100’000 Euro muss die Magazin-Sendung „Studio Aperto“ des Berlusconi-Senders Italia 1 zahlen.
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