Jung von Matt sucht Brauchtum für Eichhof

Zusammen mit den Brauchtumsvertretern der Brauchtümer Treicheln, Bödelen, Chlefelen, Betruf, Wetterschmöcken, Maskenschnitzen, Bücheln und Kaisern sucht die Brauerei Eichhof ein neues Brauchtum. 

Jeder, der ein Innerschweizer Brauchtum ausübt, kann sich auf der Website Aufunserekultur.ch mit einem Video bewerben. Per online Voting und durch die Stimme einer Fachjury werden acht Finalisten erkoren. Im August wird in einer eigens für die Kampagne produzierten Abendshow auf Tele 1 das Finale mit den besten acht Kandidaten ausgestrahlt. Die acht Brauchtumsvertreter bewerten die Kandidaten. Zum Schluss der Sendung wird ein Fördergeld in der Höhe von 10'000 Franken an den Gewinner übergeben.

HEI_1

Das Herz der Kampagne ist der Tisch der Innerschweizer Brauchtümer. Einer der letzten Weissküfer der Schweiz stellte in 180 Stunden Handarbeit das Kunstwerk her. Auf dem Tisch sind acht Brauchtümer mit liebevoll gestalteten Bildern und Verzierungen abgebildet. Ein Stück des Tisches ist noch unbearbeitet: Dort erscheint nach der TV-Show das Bild des neuen Innerschweizer Brauchtums.

HEI_2

Verantwortlich bei Eichhof: Nabil Nasser (Marketing Direktor), David Kistler (Group Brand Manager National), Martin Kürzi (Brand Manager). Verantwortlich bei Jung von Matt/Limmat: Alexander Jaggy (Executive Creative Direction), Rob Hartmann (Creative Direction), Alain Eicher (Text), Florian Molinari (Art Direction), Nathalie Brogli (Grafik), Simone Jehle, Fiona Gottwald, Pascal Baumgartner (Beratung), Deborah Herzig (Art Buying), Philipp Bühler, Nicole Hoppler, Cyrill Hauser (Public Relations & Content), Mirjam Kluka (Fotografie), Tania Willen/silmä (Bildbearbeitung), Pepe Kägi (Produktion), Natascha Kiefer (DTP), Sven Epting/Filmzimmer (Video). Verantwortlich bei Jung von Matt/Next: Sam Sherbini (Gesamtverantwortung Digital), Marco Zimmerli (Creative Direction Digital), Ralf Brändli (Technische Verantwortung), Andrea Klainguti (Art Direction Digital), Jonas Grümann (Development Website).

 

Deindeal gewinnt erneut Swiss E-Commerce Award

Deindeal wurde gestern in Zürich mit den E-Commerce Awards 2015 für den 1. Platz in der Kategorie B2C Lifestyle & Hobby, den 3. Platz in der Kategorie Mobile Commerce sowie als Overall Champion 2015 prämiert.

Aus über 160 Bewerbungen hat eine Fach-Jury in jeder der vorhandenen zwölf Kategorien jeweils fünf nominierte Unternehmen auserkoren – eine Rekordteilnahme für den seit nun drei Jahren verliehenen Preis. Deindeal ist gleich in zwei Kategorien ins Rennen gegangen: B2C Lifestyle & Hobby und Mobile Commerce.

Mit dem Award in der Kategorie B2C Lifestyle & Hobby wurde das Unternehmen bereits im letzten Jahr ausgezeichnet. Dieses Jahr hat sich Deindeal in dieser Kategorie gegen Ansalia, Brack.ch, Keller Sports und Windeln.de durchgesetzt. In der Kategorie Mobile Commerce trat das Unternehmen gegen Home Shopping Europe, Juwelier Gabriel, Keller Sports und den Branchenriesen Zalando an und erreichte den dritten Platz nach Zalando und Keller Sports. Zusätzlich zu den Auszeichnungen in den einzelnen Kategorien wurde Deindeal als Overall Champion 2015 ausgezeichnet.

Grosser Abräumer ist der Shootingstar Farmy.ch der sowohl die Spezialkategorien Newcomer- und Startup-Award wie auch die Hauptkategorie Body & Taste für sich entscheiden konnte.

Die vollständige Auflistung der Kategoriensieger und die Gewinner der Spezialpreise finden Sie hier. 

Die Gewinner der Goldbach Awards

Am Donnerstagabend wurden die Gewinner der Goldbach Awards 2015 bekannt gegeben.

In der Manege der Sensationen feierte Goldbach am Donnerstagabend die crossmedialen Kunststücke des vergangenen Jahres. Der Gold-Preis (er ist mit 10 000 Franken dotiert und hat Einfluss auf das jährliche Kreativranking der Werbewoche) ging dabei an die Y&R Group für die Kampagne der Migros-Pflegelinie I am. Die Kampagne rief im Frühling 2014 mit einer Aktion dazu auf, einander mehr Komplimente zu machen (Werbewoche.ch berichtete).

Folgende Kampagnen wurden an der Goldbach Award Night ausgezeichnet: 
 

Gold  
Kampagne  Migros – I am: Komplimente für die Migros
Auftraggeber                 Migros-Genossenschafts-Bund
Agentur Y&R Group 

 

Silber  
Kampagne  Samsung – Alpha Cover Shoot
Auftraggeber                 Samsung Electronics Switzerland 
Agentur Serranetga

 

Bronze  
Kampagne  Seats for Switzerland 2014/2015 
Auftraggeber                 Swiss International Air Lines 
Agentur Publicis 

 

Best in Video  
Kampagne  Zürich Tourismus
Auftraggeber                 Zürich Tourismus
Agentur Wirz Werbung 

 

Best in Mobile  
Kampagne  Samsung – Alpha Cover Shoot
Auftraggeber                 Samsung Electronics Switzerland 
Agentur Serranetga

 

Best in Social Media  
Kampagne  Seats for Switzerland 2014/2015 
Auftraggeber                 Swiss International Air Lines 
Agentur Publicis 

award1
Vergabe des Best in Media Spezialpreises

award2
Vergabe des Best in Mobile Spezialpreises

award3
Vergabe des Best in Video Spezialpreises

award4
–
Die Bronze-Gewinner

award5
Die Silber-Gewinner

award6
Die Gold-Gewinner

Auftakt der Volvo Art Session im HB Zürich

Rund 200 geladene Gäste feierten am Mittwochabend die Eröffnung der Volvo Art Session 2015. Das Highlight war der Auftritt des französischen Speed Painters Franck Bouroullec.

Die offizielle Schweizer Lancierung des neuen Volvo XC90, welche von einer Tron Dance Performance der slowenischen Dance Crew «The Pastels» umrahmt und von der Markenbotschafterin Melanie Winiger moderiert wurde, rundete den Eröffnungsanlass ab. In den nächsten Tagen werden Passanten im Hauptbahnhof Zeugen interaktiver Kunstperformances verschiedener Schweizer Urban Art Künstler.

Die Volvo Art Session findet bereits zum fünften Mal statt. Speziell in diesem Jahr: Zum ersten Mal stammen alle Künstler aus der Schweiz. Einziger Exot war der Stargast der Vernissage – der Speedpainter Franck Bouroullec. Der Franzose mit Rockstar-Status realisierte in kürzester Zeit ein Kunstwerk, welches er wie üblich auf dem Kopf malte. Den Betrachtern eröffnete sich dadurch die ganze Pracht des Werkes erst am Schluss nach dem Umdrehen.

Neben Urban Art steht an der diesjährigen Volvo Art Session auch skandinavische Handwerkskunst im Vordergrund: Das Flaggschiff des schwedischen Autoherstellers, der neue Volvo XC90, wurde den anwesenden Gästen am Eröffnungsabend mit einer fulminanten Licht- und Tanz-Show präsentiert. Der Volvo XC90 ist während der ganzen Art Session in einem eigens dafür hergerichteten Ausstellungs-«Cube» für alle Besucher vor Ort live erlebbar.

Die Volvo Art Session verwandelt den Zürcher Hauptbahnhof erneut für vier Tage in ein überdimensionales Urban Art Studio. Drei virtuose Schweizer Urban-Art-Künstlerkollektive inszenieren mit einzigartigen Live Art Performances einen Volvo XC90 immer wieder aufs Neue. Den Anfang macht am Donnerstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr das Duo Ben & Julia. Am Freitag sind das Tessiner Künstler-Duo Nevercrew und der Street Art Artist Chromeo aus Winterthur an der Reihe. Als krönender Abschluss treten am Samstag gleich drei lokale Künstler auf: Harun «Shark» Dogan, Ata Bozaci und Pius Portman.

Volvo-Art-Session-Melanie-M
Melanie Winniger und Marc Sway

Volvo-Art-Session-Franck-Bo
Franck Bouroullec
 

Zu guter Letzt: Youtube als Inspiration

Ein Katzenfutterhersteller setzt bei seinem Online-Spot auf das, was Katzenliebhaber rund um die Welt auf Youtube begeistert.

Lustige Katzenvideos machen einen beachtlichen Teil des Contents auf Youtube aus und sind extrem beliebt – viel beliebter wie jede Katzenfutterwerbung. Die Katzenfuttermarke Felix hat sich bei ihrem neusten Online-Spot offensichtlich von solchen Amateur-Videos inspirieren lassen. Bei der Umsetzung besteht zwar noch Verbesserungspotential: Das Video ist zu durchgeskriptet und einigen Youtube-Katzenvideos kann es bezüglich Jö-Faktor leider nicht das Wasser reichen. Der Ansatz scheint aber vielversprechend. (sis)
 

Zeitgleiche Erscheinung für international vertriebene Musikalben festgelegt

Musikalben sollen ab dem 10. Juli weltweit grösstenteils nur noch freitags erscheinen. Labels, Handel, Musiker und andere Beteiligte hätten sich auf dieses Datum verständigt, teilte der Verband der Musikindustrie IFPI am Donnerstag mit.

Der Verband hatte eine entsprechende Einigung bereits im Februar verkündet, damals aber erklärt, dass alle Beteiligten Zeit bräuchten, sich auf die Umstellung vorzubereiten. Der einheitliche Erscheinungstag gilt für alle Formate – CDs, Platten, digitale Downloads und Streaming. Ein globaler Erscheinungstag widerspiegle die Realitäten des aktuellen weltweiten Musikgeschäfts widerspiegelt, erklärte der Chef der Concord Music Group, Glen Barros, bei dem Musikgrössen wie Paul McCartney oder Paul Simon unter Vertrag stehen. 

Der neue Erscheinungstag betrifft 45 Märkte, darunter elf Länder. Auch die Schweiz und Australien zählen dazu, wo Freitag auch bislang der traditionelle Erscheinungstag war. In den USA und Kanada war es bislang dagegen der Dienstag, in Grossbritannien und Frankreich der Montag. In Japan sollen die Werke globaler Künstler künftig auch freitags erscheinen. Alben mit einem Fokus auf den heimischen Markt sind nicht daran gebunden. (SDA)

Ein Sommer voller Sommer

Die Sommerkampagne von Contexta für Valais/Wallis Promotion zeigt den Walliser Sommer so, wie man ihn noch nie erlebt hat.

Valais/Wallis Promotion und Contexta inszenieren mit der neuen Sommerkampagne das Wallis in seiner ganzen Ursprünglichkeit und zeigen das Schweizer Ferienparadies so, wie man es bis anhin noch nicht gesehen hat. Die zentrale Botschaft dabei: Um in grenzenlose Wälder, smaragdgrünes Wasser und unberührte Natur einzutauchen, braucht man nicht weit zu reisen.

Im Zentrum der Kampagne steht die Microsite Walliser-sommer.ch. Auf der Plattform können alle «Wallis-Liebhaber» während dem Monat Juni täglich Sommerferien im Wallis gewinnen. Die Seite ermöglicht, die Vielfalt des Sommers zu entdecken und ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, wie verschiedene Tourismus-Destinationen in das Gesamtkonzept einer Kampagne eingebunden werden können. Auf der Seite finden sich die unterschiedlichsten Erlebnisse und Angebote von 19 Partnern aus dem Bereich Tourismus, Weintourismus und Wasserkraft. 

Begleitet wird die Kampagne von einem TV-Spot, Print-Inseraten, einem Erlebnis-Booklet und Online-Werbemitteln. Alles immer mit dem Ziel, die Höhepunkte des Wallis in den Mittelpunkt zu stellen und dem Zuschauer zu zeigen, dass das Wallis auch im Sommer immer eine Reise Wert ist.

wallis1
wallis2

Verantwortlich bei Valais/Wallis Promotion: Damian Constantin (Direktor), Madeleine Savioz (Marketing & Digital). Verantwortliche Agentur: Contexta. Produktion: Yves Bollag, stories; Christian Aeby (Regie). Foto: Pascal Gertschen, Christian Pfammatter, Silvano Zeiter, Giovanni Castell, David Carlier; Patrick Salonen (Postproduktion). Media: Mediaplus.
 

Gratisfunktion für mehrtägige Terminplanung

Doodle stärkt seinen Basisdienst und lanciert heute weltweit eine neue kostenfreie Funktion: Ab sofort können auch mehrtägige Veranstaltungen optimal geplant werden.

Bei Doodle stehe man in engem Austausch mit den Usern – und im Gespräch mit Event-Managern ebenso wie mit Familien und Freundescliquen habe man festgestellt, dass es viele Situationen gibt, in denen ein Treffen mehrere Tage umfasst, erklärt Doodle-CEO Michael Brecht die Idee hinter dem neuen Multiday-Feature. Der Bedarf ist offenbar gross, denn schon in einer ersten kurzen Testphase wurden auf Doodle 65 000 dieser neuen Umfragen mit über 250 000 Teilnehmern erstellt, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom Donnerstag bekannt gibt. 

So funktioniert es

Statt einzelner Tage wählt man als Terminvorschlag mehrere zusammenhängende Daten aus, definiert die Start- und Endzeiten der Veranstaltung und lässt die Umfrage-Teilnehmer wie gewohnt über die am besten passenden Optionen abstimmen.

Die neue Doodle-Funktion steht ab sofort kostenlos in der weltweiten Desktopversion von Doodle zur Verfügung und kann auch über Tablets genutzt werden. Auf der mobil optimierten Website und in den mobilen Doodle-Apps folgt das Feature in den nächsten Monaten.

 

Kooperation mit Cinergy bei der Online-Vermarktung

Werbeweischer verkündet eine neue Partnerschaft mit Cinergy zur gemeinsamen Vermarktung von ausgewählten Online-Plattformen.

Im Rahmen der Kooperation werden laut Mitteilung vom Donnerstag reichweitenstarke Kino- und Filmportale im Web zu einem Premium-Online-Angebot gebündelt, das Werbeauftraggeber für die wirkungsvolle Platzierung ihrer Kampagne bei film- und markenaffinen Zielgruppen nutzen können. Cinergy ist Herausgeber und Vermarkter von Schweizer Webplattformen wie Cineman.ch und Cine.ch. Werbeweischer ist exklusiver Vermarkter der Kino- und Filmportale Kitag.ch, Outnow.ch und Movies.ch.

«Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kinoexperten von Werbeweischer», sagt Walter Zollinger, CEO Cinergy, «mit Hilfe unseres gemeinsamen Online-Angebots werden Marken künftig die kinoaffinen Zielgruppen noch effizienter begleiten können.» Nils Schilling, Managing Director Werbeweischer, betont: «Das gemeinsame Premium-Bundle bietet unseren Kunden neue, wirkungsvolle Targeting-Optionen – ein hoch attraktives zusätzliches Angebot für unser Online-Portfolio.» Mit dem Premium-Online-Angebot von WerbeWeischer und Cinergy erreichen Kampagnen über 1 Million Unique User.

Neue Leiterin des Sawi Deutschschweiz

Am 1. Juli 2015 übernimmt Sibylle Valeggia Bigler die Leitung des Sawi Deutschschweiz in Dübendorf. Sie folgt auf Beat Mühlemann, der per Ende Mai 2015 altershalber in den Ruhestand getreten ist.

Frau Sibylle Valeggia Bigler (lic. rer. pol.) wird Leiterin des Sawi (Schweizerisches Bildungszentrum für Marketing, Werbung und Kommunikation). Valeggia Bigler ist gebürtige Tessinerin und hat an der Universität Lausanne Sozial- und Politikwissenschaften studiert. Sie ist eine mehrsprachige Marketingexpertin, verfügt über Werbeagentur- und Marktforschungs-Erfahrung und war über zehn Jahre bei der Bacardi-Martini-Gruppe in verschiedenen Marketingfunktionen tätig: Zwischen 2006 und 2012 als Head of Marketing Switzerland.
 

Kundenzuwachs und Pitch-Gewinne

Jung von Matt/Limmat ist neue Leadagentur der Post, Vizner Borel freut sich über den Pitch-Gewinn für den Apothekerverband des Kantons Zürich.

Jung von Matt/Limmat ist neue Leadagentur der Post

jungvonmatt-limmat_0

Jung von Matt/Limmat setzte sich in einem mehrstufigen Verfahren durch und ist neu als Leadagentur neu für die Marketing- und Kommunikationsmassnahmen der Schweizerischen Post verantwortlich. Hierbei unterstützt die Kommunikationsagentur die Post auch in der Harmonisierung der Konzern- und der Bereichskommunikation. «Das erfrischende Kampagnenkonzept sowie die interdisziplinäre Aufstellung von Jung von Matt haben uns überzeugt», erläutert Anke Mosbacher, Leiterin Marketing-Kommunikation und Markenführung bei der Schweizerischen Post, den Entscheid.
Die Zusammenarbeit startet ab sofort, erste Arbeiten werden im Herbst 2015 erscheinen.

diepost


Vizner Borel: Apothekerverband des Kantons Zürich gewonnen

viznerborel

Vizner Borel kann sich über einen weiteren Mandatsgewinn freuen. In einem Pitch setzte sich das Team von Lajos Vizner und Guillaume Borel durch und konnte den Apothekerverband des Kantons Zürich als neuen Kunden gewinnen. Der Zürcher Apothekerverband sorgt als Berufsverband für die Voraussetzungen, die es den Apothekerinnen und Apothekern ermöglichen, ihre beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten als Medizinalpersonen zum Wohle der Patienten und der Allgemeinheit einzusetzen. Dem AVKZ sind über 180 Apotheken angeschlossen. Gemäss Mitteilung der Agentur sind die ersten Arbeiten demnächst zu sehen.

avkz

Den Kreativen gehört die Zukunft

In Zeiten, in denen immer mehr einfache Arbeiten von Maschinen ausgeführt werden, erfreuen sich Berufe, in denen die rechte Gehirnhälfte besonders gefordert ist, also zum Beispiel Designer, Künstler und Therapeuten mit ihren kreativen und sozialen Fähigkeiten einer rosigen Zukunft.

Künstliche Intelligenz und Roboter können vieles – Kreativität, Emotionen und Ethik gehören noch nicht dazu. Futurist Gerd Leonhard zum Arbeitsmarkt in Zeiten der Roboter.

Software, Maschinen und Roboter mit Künstlicher Intelligenz (KI) übernehmen zunehmend Arbeiten, die bisher und heute noch von Menschen ausführt werden. Denn durch das Ausschalten des menschlichen Faktors steigt die Effizienz von Prozessen und sinken gleichzeitig die Kosten. Besonders durch die Automation betroffen sind mental und körperlich einfache und repetitive Tätigkeiten. Buchhalter, Kassiererinnen im Supermarkt, Finanzanalysten, Taxifahrer und sogar Barkeeper sind Jobs, die es in der heutigen Form bald nicht mehr geben wird. Bis zu 65 Prozent aller heutigen Jobs sind in den nächsten 20 Jahren gefährdet durch Maschinen (siehe Studie von Osborne/Frey, Universität Oxford).

Rechte Gehirnhälfte wird immer wichtiger

Mit der Automatisierung vieler Arbeiten steigt, gleichzeitig – im Zusammenhang mit neuen Technologien – der Wert und die Nachfrage nach typisch menschlichen Fähigkeiten. Dazu gehören zum Beispiel Empathie, das Ziehen von Synthesen, Verhandlungen führen, diskutieren, zwischen den Zeilen lesen, unsere Intuition einsetzen und kreativ sein. Wer über einen Job verfügt, in dem auch die für das Kreative zuständige rechte Gehirnhälfte beansprucht wird, ist auf dem Markt im Vorteil – eine Erfahrung, die für viele von uns im Berufsalltag neu sein dürfte.
Die linke Gehirnhälfte ist für das logische Denken zuständig – etwas, das Computer bald fast so gut oder sogar besser kann als wir Menschen. Der amerikanische Futurist Ray Kurzweil geht davon aus, dass schon 2027 der Punkt erreicht sein wird, in dem Computer die Kapazität des menschlichen Gehirns erreichen werden. Neben einem zunehmenden Einsatz von Technologie und Wissenschaft in der Arbeitswelt ist die Dominanz der rechten Gehirnhälfte künftig die grösste Anforderung an Jobbewerber. Es entstehen viele neue Jobs, bei denen es hauptsächlich auf die Vorstellungskraft, auf Team- und Diskussionsfähigkeit ankommt.

Gefragte Designer, Therapeuten und Verhandler

Das Einsetzen der gefragten menschlichen Fähigkeiten wird sich auch in Bezug auf die Saläre auszahlen. Auch wenn die Entfaltungsmöglichkeiten für die meisten der untenstehenden Berufe in der heutigen Wirtschaft begrenzt sind: Ihre Jobs erfordern, wie beispielsweise auch bei Architekten, Grafikern und Programmierern, ein hohes Mass an Kreativität und Einführungsvermögen. Diese Berufe werden deshalb die letzten sein, die von Maschinen ausgeführt werden können.

Die folgenden Jobs haben die besten Chancen, sich im Zeitalter der Automatisierung zu behaupten und erfreuen sich gleichzeitig grosser Nachfrage:

Therapeuten
Künstler
Architekten, Designer
Schauspieler, Tänzer
Filmemacher und Storyteller
Naturwissenschaftliche Forscher
Lehrer
Elektriker
Zimmerleute

Automation schafft Platz für Innovation und Kreativität

Die Industrie sieht in der Automatisierung die positiven Seiten. Indem uns Maschinen die wenig herausfordernden Arbeiten abnehmen, haben wir mehr Zeit um zum Beispiel mit den Kunden im Gespräch zu sein. Dank der Zeitersparnis können sich die Menschen überlegen, wie sie ein Unternehmen oder eine Dienstleistung weiterentwickelt werden können. Im Finanzsektor zum Beispiel erhoffen sich die Banken, dass Kunden dank intelligenter Software schneller einen Entscheid zu Hypotheken und Darlehen erhalten. Als Folge der Automation in vielen Bereichen führen die frei werdenden kreativen und intellektuellen Kapazitäten der Belegschaft zu einem Innovationsdruck für die Industrie und die Dienstleister.

Über Gerd Leonhard

Der Basler Gerd Leonhard (54) ist ein weltweit führender Zukunftsberater, Futurist, Strategieberater und KeynoteSpeaker. The Wall Street Journal bezeichnete ihn 2006 als «einen der führenden Medienfuturisten der Welt». Gerd Leonhard ist bekannt für seine provokativen und inspirierenden Präsentationen und Analysen komplexer Herausforderungen, denen sich Unternehmen und Führungskräfte zu stellen haben. Sein Angebot umfasst neben der Strategieberatung für Technologie, Marketing und Werbung, Telekommunikation, Kultur, Tourismus, Banking, Handel und Nachhaltigkeit auch die Zukunft der Medien und deren Geschäftsmodelle. Zudem ist er als Sparringpartner und Coach für CEOs und als Futurist in Residence tätig.

get_footer();