Vaduzer Medienhaus mit neuem Geschäftsführer

Die Vaduzer Medienhaus AG, Herausgeberin der Tageszeitung Liechtensteiner Vaterland, steht ab Oktober unter neuer Leitung. Der Kommunikationsfachmann Daniel Bargetze löst alt Regierungsrat Hugo Quaderer als Geschäftsführer ab.

Bargetze wechselt von der Organisation HSG Alumni zum Medienhaus. Der 32-Jährige war seit 2011 Geschäftsführer bei der Ehemaligenorganisation der Universität St.Gallen (HSG), die mit rund 23'000 Mitgliedern zu den grössten Alumni-Netzwerken Europas zählt. Bargetze studierte Journalismus und Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule Winterthur sowie Internationale Beziehungen an der Universität St. Gallen. Er lebt in Liechtenstein, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Alt Regierungsrat Quaderer leitet das Medienhaus seit Dezember 2013 als  Delegierter des Verwaltungsrates. Er wird nach seinem Abgang aus der Geschäftsleitung weiterhin als Vizepräsident des Verwaltungsrates tätig sein. Die Vaduzer Medienhaus AG gibt mit dem Liechtensteiner Vaterland eine der beiden liechtensteinischen Tageszeitung heraus. Zum Portfolio gehören auch die Vaterland-Magazine, die Sonntags-Zeitung Liewo sowie die Wirtschaftszeitung  Wirtschaft regional. (SDA)

Bild: Linkedin.com

AZ Medien: Neue Verantwortung für zentrale Services und den Bereich Druck

Die AZ Medien regeln die Verantwortung in der Unternehmensleitung neu. Die ad interim Bereichsverantwortung für IT und Prepress wird aufgehoben. Der Bereich Druck wird in den Bereich «Medien Schweiz» überführt.

Die Bereiche werden geordnet in den Unternehmensbereich «Medien Schweiz» überführt. Mittellandzeitungsdruck, IT und Prepress bis 1.7.2015 und Vogt Schild Druck per 1.9.2015. «Medien Schweiz», unter Leitung von Roland Kühne umfasst dann die drei Geschäftsfelder «Fachverlag» (Zeitschriften und Bücher), «Services» (IT, Prepress, KKC, Vertrieb) und «Druck» (Mittellandzeitungsdruck und Vogt Schild Druck). Diese zentralen Bereiche sind hiermit wieder zusammengefasst. Roland Tschudi konzentriert sich in diesem Zuge auf die Funktion CFO mit Finanzen, Controlling, Projekte, Dienste und Pensionskasse.

Axel Wüstmann in einer Mitteilung: «Ich bedanke mich bei Roland Tschudi für die Führung der zentralen Bereiche zusätzlich zu seinen Aufgaben als CFO, insbesondere für die Neuausrichtung des Zeitungsdrucks in den letzten 24 Monaten mit der Modernisierung des Druckzentrums in Aarau. Roland Kühne wünsche ich bei seinen zukünftigen Aufgaben viel Erfolg.»

Factory Design Labs konzentriert sich auf Zürich

Die Agentur Factory Design Labs verlegt das gesamte Europageschäft nach Zürich. Neu sind Markenführung, Strategie, Kreation, Digital Design und Produktion an einem Standort vereint.

Was beim Alten bleibt: Factory ist eine international ausgerichtete Agentur. Am Zürcher Standort arbeiten Menschen aus sieben verschiedenen Nationen, die zwölf unterschiedliche Sprachen sprechen. «Unsere Strategen, die Kreation und unsere Onliner arbeiten fortan an einem Tisch. Dank diesem interdisziplinärem Teamwork schaffen wir für unsere Kunden innovative digitale Welten.» erläutert Andreas Schmid, Digital Director bei Factory.

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«Zuerst kommt die Idee. Sie treibt uns an. Um das Potenzial jeder Idee voll auszuschöpfen setzt die Agentur auf eine enge Zusammenarbeit aller Disziplinen und den reichen kulturellen Hintergrund des Teams.» ergänzt Nathanael Potter, Managing Director und Executive Creative Director. Potter und Schmid haben grosse Erfahrung in der Führung durchdachter, ungesehener und überraschender Kampagnen. Ob digital, social oder ganz klassisch, Marken wie Adidas Originals, Ralph Lauren, Ochsner Sport und The North Face haben bereits ihrem integrierten Ansatz vertraut.

Seit dem Start von Factory Design Labs in Europa sind Partnerschaften mit Marken wie The North Face (AOR), HEAD, Scott Sports, W Hotels, Verbier Tourist Board, Oakley, Ralph Lauren, Sunrise und Ochsner Sport entstanden. Die Agentur in Zürich ist aktiver Teil des globalen Factory Design Labs Netzwerkes, mit Hauptsitz in Denver, Colorado.

 

Marianne Janik wird neue Microsoft Schweiz Chefin

Marianne Janik  wechselt per 1. Juli von Microsoft Deutschland zu Microsoft Schweiz. In Ihrer Rolle als Country General Manager berichtet sie direkt an Eric Boustoullier, Corporate Vice President Western Europe. Sie folgt auf Petra Jenner, die per Ende Juni von ihrer Funktion zurücktritt.

Die 49-jährige Marianne Janik verantwortet seit 2011 in der Geschäftsleitung von Microsoft Deutschland als Senior Director Public Sector die Bereiche öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen. Sie konnte in diesem für Microsoft zentralen Geschäftsbereich über die letzten vier Jahre kontinuierliches Wachstum erzielen und ihre Kunden in deren Innovations- und Transformationsprozess erfolgreich begleiten. Die gebürtige Französin und promovierte Juristin verfügt über jahrelange Vertriebs- und Führungserfahrung in verschiedenen Unternehmen und Branchen. Ihre berufliche Karriere startete Marianne Janik bei der Daimler Benz AG im Bereich Public Affairs. Anschliessend übernahm sie bei einem EADS Tochterunternehmen zunächst die Vertragsabteilung und anschliessend den Vertriebsbereich für das Behörden-, Bundeswehr- und Industriekundengeschäft. Marianne Janik ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.

Petra Jenner hat sich entschieden, Microsoft nach rund sechs Jahren zu verlassen, um eine neue externe Herausforderung anzunehmen. Die 50-Jährige stiess Anfang 2009 in der Rolle als Geschäftsführerin für den Österreichischen Markt zu Microsoft. Nach zweieinhalb Jahren, die trotz der weltweiten Wirtschaftskrise sehr erfolgreich waren, wechselte Petra Jenner per Oktober 2011 als Nachfolgerin von Peter Waser in die Schweiz. Petra Jenner engagierte sich während ihrer Zeit in der Schweiz stark für das Thema digitale Transformation und insbesondere für die Führung und Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter. Sie begleitete zahlreiche lokale Unternehmen in ihrem Transformationsprozess und trieb auch Microsoft-intern den Wandel ins «Mobile first – Cloud first» Zeitalter erfolgreich voran.

Maybaum Film: Massgeschneiderter Käse für Spie ICS

Bei Imagefilmen von IT-Unternehmen denkt der Zuschauer an Serverschränke, blinkende Leuchtdioden, an Netzwerkhubs und die klassische Nahaufnahme mit Schärfeverlagerung von Tastatur zur Maus. Spie ICS haben beschlossen, mit diesen Klischees aufzuräumen.

Anstatt denselben Käse zur produzieren wie alle andern, hat man kurzerhand eigenen Käse produziert. Und das Wort wörtlich. Der Prozess des Käseherstellens dient dem versinnbildlichen der Dienstleistungen von Spie ICS. Dabei ist es erstaunlich, wie viele Analogien zwischen traditionellem Käsen und State-of-the-Art ICT-Dienstleistungen entstehen. In enger Zusammenarbeit zwischen Spie ICS und Maybaum Film ist so ein Imagefilm entstanden, der sich die traditionelle Welt des Käsens als Metapher zu Nutze macht um das Schaffen des ICT Unternehmens zu beleuchten. Dabei nimmt man sich mit einem Augenzwinkern gleich selber auf die Schippe. It’s a people business – technisch versiert sind die meisten. Aber mit Sicherheit nicht so sympathisch wie die Spie ICS, welche einen langjährigen Mitarbeiter gleich als Hauptdarsteller «Alpöhi» im Film einsetzen.

SPIE ICS | Imagefilm (DE) from Maybaum Film on Vimeo.

Verantwortlich bei Spie ICS: Oliver Wieczorek und Daniela Peters. Verantwortlich bei Maybaum Film: Michel Alraun (Regie), Laurent Ulrich (Produzent), Michel Frutig (Aufnahmeleitung), Simon Usteri (DoP), Daniel Wyss (Postproduktion), Bluebox Tonstudios (Mix- und Mastering).
 

 

Werbeanstalt: Keine Ausreden mehr bei Schmerzen

Die Kampagne der Agentur Werbeanstalt für ihren Neukunden Panadol zeigt mit übertriebenen Vorwänden, dass dank Panadol jetzt auch die heftigsten Kopf- oder Rückenschmerzen keine glaubwürdige Ausrede mehr sind.

Kopf- und Rückenschmerzen sind mühsam. Aber sie werden auch immer wieder als Ausrede missbraucht – zum Beispiel, um den Partner abzuwimmeln oder den Arbeitgeber zu vertrösten. Damit ist jetzt Schluss, glaubt man der Kampagne. Sie kommt auf verschiedensten Werbemitteln von Anzeigen über POS-Materalien bis hin zur Website sowie auf Postkarten zum Einsatz.

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Homegate.ch: Axel Konjack wird Geschäftsführer

Axel Konjack übernimmt im Laufe des Sommers 2015 die Geschäftsführung des Immobilienportals Homegate.ch. Der 45-Jährige verfügt über langjährige Erfahrung in der Medienbranche und ist ein ausgewiesener Online-Profi.

Konjack leitet als Geschäftsführer seit 2011 das offizielle Stadtportal Hamburg.de, eine Public Private Partnership und Mehrheitsbeteiligung von Axel Springer. Von 2006 bis 2010 war Konjack als Geschäftsführer für das Immobilienportal Immonet.de tätig, das ebenfalls zu Axel Springer gehört. In seinen vorherigen beruflichen Stationen arbeitete er als Leiter des Geschäftsfeldes Internet bei Axel Springer, zuvor als Projektleiter und Investment Manager in der Unternehmensentwicklung der Deutschen Mediengruppe. Axel Konjack ist Diplom-Kaufmann und hat an der Universität in Lyon Volkswirtschaftslehre studiert, weshalb er neben deutsch und englisch auch fliessend französisch spricht. Er folgt auf Heinz M. Schwyter, der wie bereits kommuniziert Anfang August in den Verwaltungsrat von Homegate wechselt.

Christoph Brand, Leiter Digital bei Tamedia: «Wir freuen uns, dass wir mit Axel Konjack einen ausgewiesenen Kenner des Immobilien-Classifieds-Markts als CEO von homegate.ch gewinnen konnten und sind überzeugt, dass er mit seinem Know-how und seiner Erfahrung in der Immobilienbranche die Marktführerschaft von homegate.ch weiter ausbauen wird.»
 

Ringier-Bildarchiv öffnet sich dem Publikum

Das Stadtmuseum Aarau ermöglicht Einblicke ins analoge Bildarchiv, das der Medienkonzern Ringier vor sechs Jahren dem Kanton Aargau übergab. In einem multimedialen Ausstellungsraum werden die Pressefotografie und ihre Produkte präsentiert.

Der Ausstellungsraum im neu erweiterten Stadtmuseum versteht sich als Schaufenster des Ringier Bildarchivs, das ein «visuelles Gedächtnis» aus sieben Millionen Fotos ist, wie das Aargauer Departement Bildung, Kultur und Sport am Montag mitteilte. In wechselnden Präsentationen werden die Pressefotografie und ihre Produkte ausgeleuchtet. Zu sehen sind Fotos zu Gesellschaft, Politik, Sport, Wirtschaft und Kultur. In einer Veranstaltungsreihe diskutieren Vertreterinnen und Vertreter des Fotojournalismus die Vergangenheit und Zukunft der Pressefotografie. Der Ausstellungsraum, der am kommenden Donnerstag eröffnet wird, und die Veranstaltungsreihe bilden den Auftakt der Zusammenarbeit zwischen dem Staatsarchiv Aargau/Ringier Bildarchiv und dem Stadtmuseum Aarau.

«Bilderschatz» dem Staat vermacht

Bislang war es darum gegangen, den umfangreichen Bestand des analogen Bildarchivs zu sichern. Der Medienkonzern Ringier hatte 2009 sein physisches Bildarchiv aus sieben Millionen Fotos dem Kanton Aargau übergeben. Das Geschenk war in 1989 Zügelschachteln verstaut. Die Sammlung, die Bilder aus dem Zeitraum von 1930 bis 1999 umfasst, ist das grösste Bildarchiv der Schweiz und gilt als «Bilderschatz». Es besteht aus Abzügen, Negativen, Dias und Glasplatten. Der Medienkonzern trennte sich von seinem analogen Bildarchiv, weil die Redaktionen seit dem Jahr 2000 mit digitalisierten Bildern arbeiten. Das Unternehmen Ringier war vor über 180 Jahren in Zofingen AG gegründet worden. (SDA)

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Fans beim Cupfinal FCZ-FCB (1:0), 22.05.1972; © StAAG / RBA13-RC00003_2

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Passanten betrachten einen Lamborghini Miura in Zürich 1967; Rudolf Rohr © StAAG / RBA3-1-171_1
 

Zu guter Letzt: Volksventilator

Volkswagen und DDB reinigen für chinesische Kinder die Luft mit einer schönen, kleinen Erfindung im Rahmen einer schönen, kleinen Kampagne.

In Teilen Chinas ist die Luft derart verschmutzt, dass selbst Autohersteller nicht mehr tatenlos zusehen können. Eigentlich nichts als recht, denn mit ihren Verbrennungsmotoren hat die Autoindustrie jahrzehntelang kräftig am Smog mitgearbeitet. Und mitverdient. Moderne Autos hingegen sind wohl nicht mehr das Hauptproblem in Gebieten, in denen die Fabriken ihren Dreck einfach ungefiltert in die Umwelt lassen. Und sowieso: Die Luft, die hinten rauskommt, soll in Smog-Gebieten sauberer sein, als diejenige, die das Auto vorne ansaugt. Das nützt den chinesischen Kindern, die in so einem lebensfeindlichen Klima zur Schule gehen, herzlich wenig.

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Was aber hilft, sind konkrete Massnahmen, welche die Luft zumindest in den Innenräumen auch ohne unerschwingliches Luftreinigungsgerät erträglich macht. VW und DBB China hatten die Idee, dass man die aufwendig entwickelten Filter, welche die Innenluft der Volkswagen von allen Schadstoffen reinigt, auch umfunktionieren könnte. Ein Stück Karton falten, Filter rein, über einen Ventilator stülpen – fertig ist der High-Tech-Luftreiniger. «Clean Air In A Box» heisst das Projekt, in dem Schulen mit dem «Bausatz» beliefert werden. Bestehende Technologie nutzen für die gute Sache. Und damit etwas Aufmerksamkeit erzeugen in eigener Sache. Gute Idee! (hae)

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Personelle Änderungen bei Adresult

Die im Jahr 2012 gegründete Affiliate-Marketing Agentur Adresult, welche sich neu als Fullservice-Performance Agentur positioniert, ernennt Philippe Müller zum Stellvertrenden Geschäftsführer und erhält Verstärkung durch Michelle Senn sowie Andrea Stalder.

Der 31-jährige Phillippe Müller, welcher seit Mitte 2014 in der Firma ist und das Account Management führt, fungiert per sofort auch als Stellvertrendender Geschäftsführer. Er wird somit dem Inhaber und Geschäftsführer Kurt Schwendener in der Weiterentwicklung der Firma und der Teamführung zur Seite stehen. Michelle Senn stösst als neue Mitarbeiterin zum bereits zehnköpfigen Account Management Team dazu.

Die Firma erhält ausserdem Zuwachs von Andrea Stalder, welche das Team als Head of Marketing und Quality-Management unterstützt. Mit dieser neu geschaffenen Stelle kann das Dienstleistungsangebot weiter professionalisiert und ausgebaut werden.

Weiter wird der bisherige Performance Media-Planner Valerio Zaminga zum neuen Head of Performance Media-Planning ernannt und ist für die Entwicklung dieses Bereichs zuständig.

Nebst der personellen Erweiterung investiert die Zürcher Performance-Agentur in die Entwicklung ihrer eigenen Tracking-Solution sowie dem einzigartigen Performance-Dashboard. Dies ermöglicht dem Kunden alle Marketing-Aktivitäten konsolidiert in einer Realtime-Übersicht zu erhalten, zu analysieren und die richtigen und wegweisenden Schlüsse zu ziehen.

Neue Töne in Apples Musikgeschäft erwartet

Wenige Tage nach den Google-Neuheiten ist jetzt Apple mit seiner Entwicklerkonferenz WWDC an der Reihe. Erwartet wird vor allem ein Grossangriff auf Spotify bei Musik aus dem Netz. Aber auch für die Apple Watch und das vernetzte Zuhause dürfte es Neuigkeiten geben.

Apple will 14 Jahre nach dem ersten iPod-Player die Initiative im Musik-Geschäft zurückgewinnen. Bei der diesjährigen Entwicklerkonferenz WWDC wird am Montag der Startschuss für einen neuen Musik-Streamingdienst erwartet, der Rivalen wie Spotify, Deezer oder Napster herausfordern soll. Nach Informationen aus der Musikbranche plant Apple einen Abo-Service in mehreren Ländern. Das bisher nur in den USA verfügbare iTunes Radio solle verbessert und ebenfalls international nutzbar werden. Die Musik-App auf Apples iPhones solle zur zentralen Schaltstelle für alle Angebote werden.

Trend zum Streming

Die Apple-Musik soll nicht nur für Nutzer von hauseigenen Geräten erreichbar sein, sondern auch auf dem rivalisierenden Android-System von Google. Apple knüpft damit an die iTunes-Tradition an: Der Musikplayer iPod und die dazugehörige Software wurden einst auch erst richtig erfolgreich, nachdem Apple sie für Nutzer des konkurrierenden Betriebssystems Windows von Microsoft geöffnet hatte. Apple ginge mit einem Streaming-Service auf die neuen Gewohnheiten der Konsumenten ein. Mit den Downloads auf seiner iTunes-Plattform ist der iPhone-Konzern zwar immer noch der grösste Musik-Verkäufer der Welt. Aber der Trend geht ganz klar zum Streaming, bei dem die Songs nicht zum Kauf heruntergeladen, sondern direkt aus dem Netz abgespielt werden. Dem Wall Street Journal zufolge soll das Abo bei Apple rund zehn Dollar im Monat kosten – und damit in etwa soviel wie bei der Konkurrenz. Die Rivalen hatten zuvor befürchtet, Apple könnte sich bei den Musik-Konzernen bessere Konditionen sichern und ihnen mit einem niedrigeren Preis das Wasser abgraben. Die Zeitung schrieb vor wenigen Tagen, Apple habe immer noch keine neuen  Verträge mit den drei grossen Musikfirmen. In der Branche geht man aber davon  aus, dass der Konzern auf der Konferenz in San Francisco Musikstars auf der  Bühne haben und seine neuen Musikdienste zumindest ankündigen wird. Grosse Hoffnungen

Die Musikindustrie verbindet mit dem Einstieg von Apple ins Streaming-Geschäft die Hoffnung auf höhere Einnahmen, schliesslich hat der Konzern mehr als eine halbe Milliarde Kunden, die es gewohnt sind, für Songs und Apps zu bezahlen. Beim Streaming-Marktführer Spotify ist aber nur jeder Vierte der über 60 Millionen Nutzer ein zahlender Kunde. Das ist eine sagenhafte Quote im  Vergleich etwa zu Online-Spielen – aber viel zu wenig aus Sicht der Plattenfirmen.

Apples Musik-Offensive dürfte die restlichen Ankündigungen der WWDC in den Schatten stellen. Zumal der erwartete Vorstoss in den Fernsehmarkt laut Medienberichten wohl noch auf sich warten lassen wird. Zeitweise wurde damit gerechnet, dass Apple in San Francisco auch einen TV-Service vorstellt, bei dem diverse US-Sender über das Internet verfügbar wären. Das könnte den amerikanischen Markt aufmischen, auf dem man heute noch meist einen teuren Kabel- oder Satellitenvertrag braucht. Doch die Rechteverhandlungen zögen sich hin, schrieb das Technologieblog Recode. Das ist auch der Hintergrund dafür, dass die erwartete Aktualisierung der Box Apple TV, die an den Fernseher angeschlossen wird, bei der WWDC vermutlich ausbleibt, wie die New York Times berichtete. Die jüngste Generation der Box kann ohnehin jetzt schon als Kommunikations-Hub für die Vernetzung des Haushalts über die neue Plattform HomeKit agieren.

Bereits eine Woche vor der WWDC wurden erste Geräte vorgestellt, die sich via iPhone oder Siri-Sprachsteuerung bedienen lassen: Glühbirnen, Türsensoren, Steckdosen-Schalter. Das Verbindung zu den Geräten wird über ein Login beim Apple-Dienst iCloud hergestellt.

Software-Aktualisierung für Apple Watch

Für die Apple Watch wird bei der WWDC eine Software-Aktualisierung präsentiert, mit der App-Entwickler auch direkten Zugriff auf die Sensoren der Computeruhr bekommen. Das hatte Apple-Manager Jeff Williams bereits Ende Mai verraten. Sie werde aber erst im Herbst die breiten Nutzer-Massen erreichen. Dann dürften auch die neuen Varianten der Betriebssysteme iOS für iPhones und iPads sowie OS X für die Mac-Computer verfügbar sein. Bei diesen Programmen, die traditionell auf der WWDC präsentiert werden, soll der Fokus diesmal aber eher auf Qualitätsverbesserungen statt des grossen Redesigns der vergangenen Jahre liegen, wie das gewöhnlich gut informierte Tech-Blog 9to5Mac erfuhr. In den bisher nur in den USA verfügbaren Bezahldienst sollen laut Medienberichten Kundenkarten integriert werden. Beim iPad soll es künftig  möglich sein, zwei Apps nebeneinander auf dem Display laufen zu lassen. (SDA)

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