Wenn der Rotor heiss läuft

Dienstag ist Eröffnungstag. Am Abend findet jeweils die Gala an der Carlton-Beach statt. Eine Augenweide an Fressalien, eine Augenweide an schönen Leuten...

Zum Zehnjährigen Jubiläum von rotor Agentur für Kommunikation erschienen über 200 geladene Gäste. Nach einer ersten Stärkung mit Food & Drinks im In- nenhof der Agentur, schrieben sich 64 Rennwillige zum Qualifying des Zehnten Grossen Preises von Zürich ein. Ob als Carrera-Pilot oder als Zuschauer; es herschte Hochspannung bis zum Abwinken. Nach der Siegerehrung, welche die charmante Miss Carrera 2006 vornahm, geleiteten DJ Steve McQueen und die Unplugged-Band Los Bandidos mit ihrem Tequilla Racing Punk bis tief in die Nacht hinein.Die Rennleitung eröffnet das Qualifying zum Zehnten Grossen Preis von Zürich. Sascha Kieslinger, Art Director rotor und Alexander Gessert, Creative Director und Mitinhaber rotor.Maurizio Scarpa vom Sfax Frisurenmacher begrüsst zwei Schönheiten im Fahrerlager.Christine Roth, die ehemalige Marketingleiterin von Freitag Lab amüsierte sich zusammen mit Daniel Kistler von Ringier.Ludwig Dörr, der ehemalige Werbeleiter von Coop Schweiz fand trotz Unruhestand Zeit für einen Blitzbesuch in Zürich.Musik trifft Film: Phonogen.com-Gründer Rino Meyer posiert mit Beat Lenherr von panimage.Mit genügend Treibstoff im Tank kämpften 64 Fahrer um Tausendstel-Sekunden, um sich für das Rennen auf dem rotor Speedway im Club Zukunft zu qualifizieren.Das anschliessende Rennen wurde paarweise im K.O.-System 1 gegen 1 ausgetragen. Zwischen den Rennen fachsimpeln Beat Engeler von Fischer Architekten AG und Martin Hauser, Mitinhaber rotor über die Leistungen der Fahrer.Grosses Staunen auf der VIP-Tribüne: Bernd Götz von Swiss Re mit Ehefrau Inge, Lorenz Hauser Musik- und Eventspezialist und Gilles Bachmann von Fauxpas Grafik.Peter Burri, Marketingleiter der Gesundheitsförderung Schweiz coacht seinen Sohn Tim. Miss Carrera 2006 Oxana Fedorova überreichte den Finalisten die Preise. Der Zweitplatzierten André Becchio wurde tröstend in die Mitte genommen. Und der Sieger Oliver Fitze Inhaber Hum Records freute sich über das hart erkämpfte Carrera-Package.Danach feiert der Rennsportzirkus bis in die frühen Morgenstunden den rotor Jubiläums-Grand Prix zum legendären Tequilla Racing Punk von Los Bandidos. Text & Bild: rotor
 
Upload: Beat Fritsch
Support: Kathrin Fischer
Good Job: Urs Bühler
 Ab nächstem Montag (19.6.06) wird an dieser Stelle die tägliche Shortlist-Berichterstattung aus Cannes zu finden sein.BildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftBildunterschriftDienstag ist Eröffnungstag. Am Abend findet jeweils die Gala an der Carlton-Beach statt. Eine Augenweide an Fressalien, eine Augenweide an schönen Leuten. Die Gästedelegation der Cinecom war zufrieden und durfte heute nochmals so richtig Gas geben, denn für die Medialeute heisst es morgen bereits Abschied nehmen von der Côte.
Mittlerweile auch eingetroffen sind die Jungs von Adlink, welche beinahe einen internationalen Zwischenfall provorzierten. Die Segelyacht, auf der sie zu Gast waren, kam einer Fregatte der Marine etwas sehr nahe, worauf gleich ein Alarm ausgelöst wurde. Und zufälligerweise hat Paparazzo Fritsch das Ganze mit seinem brandneuen Teleobjektiv von seinem Balkon aus festgehalten.
 Text & Fotos: Beat Fritsch
Erstellt auf Apple
Mit Unterstützung von Olympus Schweiz

DRS 3 kommt mit Podcasts im digitalen Zeitalter an

DRS 3 springt auf den Podcast-Zug auf und wird spätestens Mitte Juli, eventuell schon früher, Hörbeiträge ins Netz stellen.

DRS 3 springt auf den Podcast-Zug auf und wird spätestens Mitte Juli, eventuell schon früher, Hörbeiträge ins Netz stellen. Das bestätigte Walter Herger, Stabschef von DRS 3, gegenüber dem Radiomagazin. Die folgenden Radioformate werden als Podcast zur Verfügung gestellt: Die Talksendung «Focus», das Hintergrundgefäss «Input» und die «Briefe an die Hörer» von Peter Schneider. Aufs Netz kommt ausserdem «Digital plus», ein «Best Of» der DRS-Fachredaktion IT/Neue Medien. Dabei handelt es sich um moderierte und exklusiv fürs Netz produzierte Beiträge, die in dieser Form nicht am Radio zu hören sein werden. Grund zur Freude gibt es für die Anhänger von Satiriker Peter Schneider: Seine «Briefe», die von Montag bis Samstag verstreut und in kurzer Form auf DRS 3 zu hören sind, werden zu einem «Wochenrückblick» geschnitten, den man am Stück herunterladen und hören kann.

Nahkampf um Leser

Zeitungen Die Agentur Hochspannung hat weitere Sujets für die Kampagne Finanz und Wirtschaft entwickelt.

Zeitungen Die Agentur Hochspannung hat weitere Sujets für die Kampagne Finanz und Wirtschaft entwickelt.Was der traditionelle Leser von Finanz und
Wirtschaft schon lange weiss, wird mit dem seit Frühling 2005
eingesetzten Claim offiziell bestätigt: «Finanz und Wirtschaft – ohne
geht’s nicht.» Mit dieser Botschaft positioniert die Agentur
Hochspannung die seit 1928 erscheinende Wirtschafts- und Börsenzeitung
«als unentbehrliche Informationsquelle für private und professionelle
Anleger».

In der im letzten Jahr eingeführten Print- und Plakatkampagne ist die
Botschaft auch optisch klar erkennbar. Typische Leser empfehlen die
Zeitung unmissverständlich und mit klarer Geste zur Lektüre. Mit der
Wahl der ungewöhnlichen Perspektive soll das Produkt in den Vordergrund
gestellt werden, meint Hochspannung.

Mit der Kampagne unter dem Motto «Ohne geht’s nicht» sollen in einem
ersten Schritt die Abonnentenzahlen gehalten und ausgebaut werden.
Gleichzeitig soll ein jüngeres Publikum angesprochen und auf die seit
Anfang Mai in neuer Frische erscheinende Fachzeitung aufmerksam gemacht
werden.

Unterstützt wird die Kampagne durch ein Jahresplakat am Zürcher
Hauptbahnhof sowie Beilagekarten in der beworbenen Publikation sowie
auch in weiteren Titeln der Publikums- und Fachpresse. Im Einsatz sind
zudem Internetbanner, denn unter www.finanzundwirtschaft.net kann die
Zeitung Finanz und Wirtschaft auch in elektronischer Form abonniert
werden – und zwar im Originallayout.    
   

Andreas Panzeri

Handy-TV profitiert von der Schweizer Nati

Die Swisscom hat im Vorfeld der Fussball-WM offensiv ihr Angebot für Handy-TV beworben. Studien zeigen aber, dass Fernsehen auf dem Mobiltelefon bei vielen Konsumenten nicht besonders gut ankommt. Die Werbewoche hat bei Swisscom nachgefragt.

Die Swisscom hat im Vorfeld der Fussball-WM offensiv ihr Angebot für Handy-TV beworben. Studien zeigen aber, dass Fernsehen auf dem Mobiltelefon bei vielen Konsumenten nicht besonders gut ankommt. Die Werbewoche hat bei Carsten Roetz, PR-Leiter bei Swisscom Mobile, nachgefragt. „Wir haben 85’000 Kunden mit UMTS-fähigen Handys. Rund ein Drittel davon nutzen regelmässig Handy-TV“, erklärte Roetz. 1’000 Personen haben den Match Frankreich-Schweiz verfolgt, rund 10’000 Kunden schalteten sich im Laufe des Spieltages ein. Den spezifischen WM-Dienst haben „mehrere zehntausend“ Kunden abonniert; genauere Zahlen will das Telekommunikationsunternehmen nicht herausrücken. „Die Nutzung von Handyfernsehen ist höher als sonst“, sagte Roetz aber immerhin dazu. Er geht davon aus, dass das Andauern des Interesses auch massgeblich davon abhängt, wie sich die Schweizer Nationalmannschaft in Deutschland weiter schlägt. Bis sich das Handy-Fernsehen definitiv durchsetzt, verstreiche wohl noch einige Zeit, glaubt Roetz: „Handy-TV ist kein offensichtliches Bedürfnis der Leute und muss mit sehr viel werberischem Aufwand bekannt gemacht werden.“ Swisscom setzt auf die Strategie, entsprechende Dienste stets in Zusammenhang mit attraktiven Geräten an den Mann zu bringen. Die WM-Aktion hat anscheinend einiges gebracht, die Verkaufszahlen für UMTS-fähige Geräte sind laut Roetz gestiegen. Ist das Grossereignis erst einmal vorbei, sieht er vor allem im Bereich Aktualität weitere Nutzungsmöglichkeiten. „Das Newsangebot on demand werden wir ausbauen“, so Roetz. Werbeblöcke sind darin momentan nicht geplant, wie der PR-Leiter erklärte: „Im jetzigen Geschäftsmodell, bei dem die Kunden spezifischen Content abonnieren, sehen wir keinen grossen Raum für Werbung.“ Die würde die Nutzer möglicherweise verärgern und dem Konzept, dass man sich unterwegs rasch informieren kann, zuwiderlaufen. „Sollte sich ein neues Businessmodell entwickeln, ergeben sich vielleicht auch neue Werbemöglichkeiten“, meinte Roetz. Neben spezifischen Diensten steht den Kunden auch das Live-Angebot von über 20 Sendern zur Verfügung. Die Werbeblöcke in deren Programm flimmern natürlich auch über die Handybildschirme.
Carole Scheidegger

Agéfi-Gruppe meldet schwarze Zahlen

An der Generalversammlung der Agefi Gruppe am Mittwoch hat CEO Alain Fabarez gemeldet, dass die Gruppe im ersten Halbjahr 2006 schwarze Zahlen schreiben wird.

An der Generalversammlung der Agefi Gruppe am Mittwoch hat CEO Alain Fabarez gemeldet, dass die Gruppe im ersten Halbjahr 2006 schwarze Zahlen schreiben wird. Grund sei die massive Kostenreduktion, die 2005 eingeführt wurde und in diesem Jahr Ergebnisse zeige sowie die um sieben Prozent gestiegenen Werbeeinnahmen. Fabarez zeigt sich auch in Sachen zukünftiger Entwicklung der Gruppe optimistisch. Die Agefi Gruppe hatte nun vier Jahre in Folge rote Zahlen geschrieben.

Cannes: Schweiz glücklos bei Young Creatives

Die Schweiz konnte keine Lions in den Kategorien Young Creatives Print und Young Creatives Cyber holen.


Die Schweiz konnte keine Lions in den Kategorien Young Creatives Print und Young Creatives Cyber holen. Für den Print ging Gold an Polen, Silber an Neuseeland, Bronze teilen sich Argentinien und Finnland. Auf das oberste Siegertreppchen im Bereich Cyber schafften es junge Kreative aus Brasilien, den zweiten Platz beleget Norwegen, den dritten Deutschland.

Charmanter Retroblick

Damenhygiene Selbstsicherheit ist für Frauen an gewissen Tagen wichtiger als sonst. Exxtra sucht für Molfina eine sympathische Eigenständigkeit.

Damenhygiene Selbstsicherheit ist für
Frauen an gewissen Tagen wichtiger als sonst. Exxtra sucht für Molfina
eine sympathische Eigenständigkeit.Das Thema der Frauenhygiene ist kein
Tabuthema mehr. Und doch scheint die Werbung für diese Produktgruppe
kein entspanntes Verhältnis zur weiblichen Natur zu finden, ist Désirée
Strassmann, Beraterin bei Exxtra, überzeugt. Dies lassen die
angestrengt fröhlichen Frauen und überaus technisch erklärten
Funktionsweisen der Produkte vermuten, die von den grossen
Konzernmarken von Always bis Tampax in deren Kampagnen eingesetzt
werden. Das von der hohen Markentreue geprägte Umfeld zementiert diese
Kommunikationsstrategie.

Um mit einem «bescheidenen» Budget dagegen anzukommen, setzt Exxtras
Werbeoffensive für die Damenhygienelinie aus der Migros ihr
Markenversprechen «Molfina schützt dich in jeder Situation» auf eine
humorvolle Weise um. Dabei soll der neue TV-Spot an die seit 2003
eingesetzte Printkampagne mit den frechen Frauenporträts anknüpfen,
welche laut BAV die Bekanntheit steigern konnte. Im Umfeld der
Frauenzeitschriften war dies kaum mehr möglich.

Die Herausforderung bestand darin, die Differenzierung gegenüber der
Konkurrenz mit einer branchenunüblichen Werbeidee für Molfina
prägnanter zu vermitteln. In der bisherigen Tonalität, mit charmantem
Selbstbewusstsein und Humor, wird auch im neuen Spot kaum ein Gedanke
über die Monatshygiene verloren. Dafür das Markenversprechen und das
breite Sortiment in den Plot eingeflochten: Indem eine junge Frau mit
ihrer Molfina-Packung zwei Knaben elegant die Sicht ins Innere der
Umkleidekabine versperrt, in der sie sich demonstrativ lasziv bis auf
Slip und BH umzieht.

Luca Aloisi

Werbung mit einer Vision

Aufgefallen Der Hauptsitz der Winterthur wechselte vergangene Woche nach Paris. Das bedeutet natürlich ein kleines Problem für die Kunden, wenn sie weiterhin an den Claim «nah bei Ihnen» glauben wollen.


Übernahmen «Nah am Leben, nah bei Ihnen.»
Das steht als Claim unter einem Plakat für die Winterthur Versicherung.
Diese flügge Tochter der Credit Suisse ist bekanntlich letzte Woche
unter die Haube gekommen. Der französische Konzern Axa hat das
Brautgeld bezahlt. Der Hauptsitz von Winterthur befindet sich seither
in Paris. Das bedeutet natürlich ein kleines Problem für die Kunden,
wenn sie weiterhin an den Claim «nah bei Ihnen» glauben wollen. Doch
keine voreilige Panik. Die Werber haben all diese Entwicklungen
natürlich vorausahnen können. In ihrer Werbung mit Vision zeigen sie,
wie Winterthur-Kunden auch in Zukunft ohne zusätzliche Kosten
ihrem Versicherer jederzeit nahe sein können. Autostopp nach Paris
heisst die Lösung. Und nicht im Kleingedruckten – wie bei
Versicherungen sonst üblich –, sondern gross auf dem Plakat ist ergänzt: «Tickets zu teuer –
Jugendträume endlich leben.» Ob die Aufforderung zum Auswandern auch
für die Angestellten der Winterthur gilt, darüber soll hier nicht
weiter gegrübelt werden. (pan)

Thurgauer Werbeverbot für Alkohol und Tabak ist definitiv

Der Thurgauer Grosse Rat macht ernst mit den kantonalen Werbeeinschränkungen. Er verbietet Plakatwerbung für alkoholische Getränke mit mehr als 15 Volumenprozent, für Alcopops und Tabakwaren.

Der Thurgauer Grosse Rat macht ernst mit den kantonalen Werbeeinschränkungen. Er verbietet Plakatwerbung für alkoholische Getränke mit mehr als 15 Volumenprozent, für Alcopops und Tabakwaren. Die Massnahme beinhaltet ein Stück Heimatschutz: Mit der Beschränkung des Werbeverbots auf alkoholische Getränke mit mehr als 15 Volumenprozent sollen einheimische Winzer und Brauer vor Umsatzeinbussen geschützt werden.Der Grosse Rat hat am Mittwoch zudem festgelegt, dass an unter 16-Jährige keine Tabakwaren verkauft werden dürfen. Den Automatenaufstellern bleibt Zeit bis zum 31. Dezember 2009, die Automaten so umzurüsten, dass Jungendliche dort keine Tabakwaren mehr kaufen können. Gesetzesverstösse können mit Bussen bis zu 20’000 Franken geahndet werden. Das Gesetz wurde klar mit 54 zu 41 Stimmen verabschiedet. Damit kommt es nicht zu einer Volksabstimmung.

Märkte für Zitronen

Kolumne Stephan Russ-Mohl über schlechte Qualität im Journalismus und was das Publikum im Seichten waten lässt.

Kolumne Warum sich im Journalismus schlechte Qualität so oft durchsetzt, was das Publikum im Seichten waten lässt.Im Seichten kann man nicht ertrinken.» Der
flotte Spruch, auf den dereinst RTL-Chef Helmut Thoma sein
Geschäftsmodell fürs private Fernsehen gründete, hat es in sich. Vor
allem der belgische Medienunternehmer Albert Frère hat von Thomas
Instinkt profitiert – hat er doch soeben 4,5 Milliarden Euro für seinen
25,1%-Anteil an Bertelsmann kassiert. Ein Deal, der nur möglich wurde,
weil Bertelsmann vor ein paar Jahren ins TV-Geschäft expandieren und
RTL unter seine Kontrolle bringen wollte und dazu die
Mehrheitsbeteiligung von Frère an dem Privatsender gegen die
Beteiligung an dem Gütersloher Medienmulti tauschte.

Viel spricht dafür, dass Thomas Erfolgsformel auch auf dem
Zeitungsmarkt der Schweiz funktioniert. Zumindest in den grossen
Verlagshäusern – bei Ringier und bei Tamedia – scheint man dies zu
glauben. Zunächst vor Jahren der Erfolg des Blicks, dann der
kometenhafte Aufstieg des Gratisblatts 20 Minuten zur auflagenstärksten
Zeitung im Lande scheint den Verlagsoberen Recht zu geben. So sehr,
dass Ringier ein wenig übermütig nun auch noch herausfinden möchte, ob
sich am Nachmittag mit Heute ein weiteres Gratisblatt durchboxen und am
Markt etablieren lässt. In der Oberklasse, bei der Neuen Zürcher
Zeitung, beim Tages-Anzeiger und auch bei vielen Regionalblättern
bröckeln derweil eher die Auflagen.

Doch warum geben sich so viele Menschen mit minderwertiger Information
zufrieden? Ein Teil des Medienmarktes funktioniert fraglos als «market
for lemons»: Damit hat der Ökonom George A. Akerlof Märkte umschrieben,
auf denen Käufer sehr viel weniger Information über die Produktqualität
haben als die Verkäufer und deshalb der Qualitätswettbewerb nicht
funktioniert. Auf solch einem Markt werden gerne Güter relativ
schlechter Qualität angeboten, so genannte «Zitronen». Sobald die
Käufer dies realisieren, sind sie ihrerseits nur noch bereit, einen
niedrigeren Preis zu entrichten. Dadurch aber verringert sich für
Anbieter teurer, hoher Qualität der Anreiz, für diesen Markt zu
produzieren. Allmählich setzt sich so in einer Spiralbewegung die
schlechte Qualität durch und verdrängt die gute vom Markt.

Lässt sich dem Trend mit Erfolgsaussicht entgegenwirken? Kurzfristig
vermutlich kaum. Langfristig sind wir dagegen, so der Ökonom John
Maynard Keynes, «alle tot». Wer als Verleger dennoch felsenfest an die
Überlebenschance des Qualitätsjournalismus glaubt, der muss Qualität
zumindest offensiv kommunizieren. Das wiederum geht nicht allein mit
Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Sie laufen ins Leere, wenn es keine
journalistischen Plattformen gibt, die sich mit Medien und Journalismus
beschäftigen.

Merkwürdig, dass so viele Verleger und Medienmanager nicht wahrhaben
wollen, dass ihr Angebot an die werbetreibende Wirtschaft, von dem sie
bisher selbst so gut gelebt haben, auch für die eigene
Zukunftssicherung taugen könnte: Ein Autokonzern, ein Modeunternehmen
oder ein Computerfabrikant darf immer dann auf besonders intensive
Wirkung seiner Anzeigen hoffen, wenn ein redaktionelles Umfeld die
Aufmerksamkeit des interessierten Publikums auf sich zieht, das
inhaltlich mit dem beworbenen Produkt korrespondiert, aber von
unabhängigen Journalisten gestaltet wird. Ähnlich liesse sich
vermutlich Nachfrage nach Qualitätsmedien generieren, wenn diese Medien
eben nicht nur für sich werben und PR betreiben würden, sondern auch
Platz bereitstellten, um redaktionell über Medien und über Journalismus
zu berichten. Wer das nicht tut, bietet seinen Kunden keine
Orientierungshilfe, was journalistische Qualität ausmacht. Deshalb ist
es wohl kaum verwunderlich, wenn die Publika dann scharenweise im
Seichten waten, bei medialen Billigst- oder Gratisangeboten zugreifen
und stattdessen viel Geld für Handy-Klingeltöne ausgeben.

Stephan Russ-Mohl leitet das europäische Journalismus-Observatorium der Universität Lugano.

FehleRSchreiber

Auto Der Clio RS kommt dieser Tage zu den Händlern. Um dies gebührend in Szene zu setzen, hat das Publicis-Team eine multimediale und teilweise provokative Kampagne ausgeheckt.


Auto Das neue Kraftbündel von Renault, der
Clio RS, kommt dieser Tage zu den Händlern. Um die anspruchsvolle,
jüngere Zielgruppe für den schnittigen Boliden zu begeistern, hat das
Publicis-Team um CD Philipp Skrabal eine multimediale und teilweise
provokative Kampagne ausgeheckt, die immer mit dem Kürzel RS –
RenaultSport – spielt. Die «aRSchgeile» Turbopumpe zündete er jeweils
medienspezifisch: vom Poster  über das Give-away-Strandtuch für
«natuRSchönheiten» bis hin zum Onlinegame der Agentur Orange8.

Grey Schweiz bei weltweiten Nokia-Kampagnen mit dabei

Die Schweizer Niederlassung des Agenturnetzwerkes Grey ist ab sofort an den internationalen Kampagnen des finnischen Handy-Riesen Nokia beteiligt.

Die Schweizer Niederlassung des Agenturnetzwerkes Grey ist ab sofort an den internationalen Kampagnen des Handy-Riesen Nokia beteiligt. Zusammen mit den Schwesterunternehmen Sek & Grey in Finnland und Grey in London wird die Schweizer Grey die nächsten Briefings umsetzen. Wie die Agentur mitteilte, haben die Planning- und Kreativ-Teams an Meetings in London und Helsinki im Lauf der letzten Wochen die neusten Produkt- und Kommunikationsstrategien erfahren. Grey in Zürich betreut Nokia schon seit längerem für den europäischen Alpenraum, Schweiz und Österreich.
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