Kung Fu-Werbung, die ins Auge springt

Das freie Kreativteam Ueli Bleuler und Frank Bernhardt gestaltete im Auftrag der Wing Tsun Schulen Schweiz eine nationale Imagekampagne.

Das freie Kreativteam Ueli Bleuler und Frank Bernhardt gestaltete im Auftrag der Wing Tsun Schulen Schweiz eine nationale Imagekampagne. Ziel der Kampagne war es, die Kung Fu-Schule Wing Tsun als effiziente Selbstverteidigung  und zugleich als medizinisches Gesundheitstraining zu positionieren. Das Keyvisual des fliegenden Skeletts und der Headline «Verteidige deinen Körper» soll den Bekanntheitsgrad der Kung Fu-Schulen steigern. Das Knochenmänchen springt in den nächsten Monaten von diversen Werbemitteln wie Plakaten, Inseraten, Flyern und Klebern ins Auge.

Publicis verteilt gelbe und rote Karten

Die Zürcher Werbeagentur Publicis wirbt für das WM-Theater in Winterthur.

Die Zürcher Werbeagentur Publicis wirbt für das WM-Theater in Winterthur. An 24 Tagen wird im Casinotheater während 59 Spielen bei freiem Eintritt Sportliches und Kabarettistisches geboten. Fussballverrückte Bühnenkünstler wie Joachim Rittmeyer, Tinu Heiniger oder Paul Burkhalter begleiten das Spiel, das auf Grossleinwand übertragen wird. Publicis hat für diese Aktion ein originelles Plakat kreiert, das mit fussballbestulpten Frauenbeinen die Sport- und Theaterwelt auf einen Nenner bringen soll. Ausserdem wirbt die Agentur mit einer Promo-Aktion für das WM-Theater. Ein als Schiedsrichter verkleideter Schauspieler verteilt in Winterthur rote und gelbe Karten und bezichtigt die verblüfften Passanten wahlweise eines Fouls, eines Offsides oder sonst eines Vergehens. Beim Umdrehen entpuppen sich die Karten als Event-Flyer.

Tamedia meldet den erfolgreichen Start von 20 minutes

Am 8. März 2006 war die Pendlerzeitung 20 minutes in der Westschweiz mit einer Auflage von 120´000 Exemplaren an den Start gegangen. Nach 100 Tagen meldet der Zürcher Verlag einen gelungenen Start.

Am 8. März 2006 war die Pendlerzeitung 20 minutes in der Westschweiz mit einer Auflage von 120´000 Exemplaren an den Start gegangen. Nach 100 Tagen meldet der Zürcher Verlag einen gelungenen Start. Die Anzahl der abgesetzten Zeitungen stiege permanent und erreiche mittlerweile rund 90% der Gesamtauflage, heisst es in der Mitteilung. Damit könne der auf die Bedürfnisse der Leserschaft in der Romandie angepasste Titel bereits in den ersten Monaten im Lesermarkt an die erfolgreiche Entwicklung in der Deutschschweiz anknüpfen. Das Vertriebsnetz werde in den nächsten Monaten weiter ausgebaut. Die Nutzung der Website 20minutes.ch steige ebenfalls kontinuierlich. Das in der Deutschschweiz sehr erfolgreiche crossmediale Konzept funktioniert auch in der Westschweiz.
Erfreuliches meldet 20 minutes auch von der Anzeigenfront. Die Anzeigeneinnahmen würden deutlich über den Erwartungen liegen. Erfreulich entwickelt habe sich auch die national geschaltete Werbung, welche in 20 minutes zwei Drittel des gesamten Anzeigenvolumens ausmache. Dank den höheren Anzeigevolumina erscheine das Pendlerblatt mit durchschnittlich über 40 Seiten pro Ausgabe bereits umfangreicher als ursprünglich geplant.

Web2com kooperiert mit Angelink-Firmen

Die Spezialistin für Online- und Mobile-Marketing und Tochter der PubliGroupe Web2com und die Spezialistin im Suchmaschinenmarketing Angelink yourposition kooperieren. Ziel ist die Vereinigung sämtlicher relevanter Spezialdisziplinen des Online-Marketings.

Die Spezialistin für Online- und Mobile-Marketing und Tochter der PubliGroupe Web2com und die führende Spezialistin im Suchmaschinenmarketing Angelink yourposition haben per Anfang Juni eine Kooperation vereinbart. Dritte im Bunde ist die Crossover Agentur Angelink, die sich auf Konzeption und Umsetzung von Crossmedia-Kampagnen und technologiegestützte Konzepte spezialisiert hat. Alle drei an der Kooperation beteiligten Unternehmen bleiben unabhängig und selbständig, heisst es in einer Mitteilung.
Die Kooperation hat zum Zweck, sämtliche relevanten Spezialdisziplinen des Online-Marketings zu vereinigen. Hier glaubt man nämlich eine Marktlücke ausgemacht zu haben: Im Gegensatz zum Marktinteresse existierte hierzulande kaum ein Anbieter, der in der Lage sei, das Bedürfnis nach integrierter Online-Aktivitäten zu befriedigen. Die Kooperation soll für die Kunden die Möglichkeit schaffen, sämtliche Massnahmen im Online-Marketing aufeinander abzustimmen und damit den Werbefranken optimal einzusetzen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Deutschland: Radio macht TV-Werbung wirkungsvoller

Wird ein TV-Kontakt mit zwei Radiokontakten kombiniert, steigt die Markenbekanntheit um 132 Prozent.

Wird ein TV-Kontakt mit zwei Radiokontakten kombiniert, steigt die Markenbekanntheit um 132 Prozent. Bei zwei TV-Kontakten dagegen um lediglich 125 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie von Radio Marketing Service (RMS) und ARD-Werbung Sales&Services (AS&S). «Radiopower – die Kraft, die Erinnerung schafft», so der Name der Studie, belegt, dass die Bekanntheit einer Marke stärker zunimmt, wenn die Befragten diese nicht nur im Fernsehen, sondern zusätzlich auch im Radio wahrnehmen. Unternehmen, die Teile ihres Werbebudgets vom Fernsehen ins Radio umschichten, erreichten folglich nicht nur eine höhere Werbewirkung, sondern machten ihre Kampagnen auch effizienter. Mix-Kampagnen böten ein günstigeres Preis-Leistungsverhältnis, denn Werbung im Fernsehen ist wesentlich teurer als im Radio. Hörfunk als ergänzendes Medium zum Fernsehen ist der Studie zufolge auch effizienter als Anzeigen in Zeitschriften. Denn Menschen erinnerten sich an Radiospots stärker als an gedruckte Werbung. Befragt wurden 800 Menschen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren nach 24 Fernseh- und zwölf Radiowerbespots sowie 31 Zeitungsannoncen. Geprüft wurde unter anderem Reklame für Bier, Kaffee und Autos.

USA: Neues Magazin schockt mit Ekel-Fotos

Die neue US-Zeitschrift «Shock» aus dem Hause Hachette Filipacchi Media will mit ekligen Bildern ihre Leser gewinnen.

Die neue US-Zeitschrift «Shock» aus dem Hause Hachette Filipacchi Media will mit ekligen Bildern ihre Leser gewinnen. Das Schock-Magazin lehnt sich an das etwas moderatere Original «Choc» an, das in Frankreich bereits seit zwei Jahren existiert. Mit Bildern von Menschen, die bei lebendigem Leibe verbrennen, Fotos der «schönsten Autounfälle» oder den «übelsten Sportverletzungen» will man um jeden Preis schockieren. «Shock» bietet einen unzensierten, unverfrorenen und unverfälschten Blick auf die Wirklichkeit», wird Chefredakteur Mike Hammer im deutschen Medienmagazin DWDL.de zitiert. Seine Zeitschrift ist in Amerika inzwischen heftigster Kritik ausgesetzt. Während die Macher des Skandal-Blattes trotzdem noch glauben, bis zu 300 000 Exemplare des Magazins verkaufen zu können, hoffen die Gegner auf ein rasches wirtschaftliches Aus. Die 98 Seiten dicke Erstausgabe enthielt nicht einmal vier Seiten Werbung.

Anne Kauffmann gewinnt Pfizer-Journalistenpreis

Anne Kauffmann, Redaktorin bei der Westschweizer Tageszeitung «24 Heures», gewann den mit 15 000 Franken dotierten Pfizer Journalistenpreis 2006.

Anne Kauffmann, Redaktorin bei der Westschweizer Tageszeitung «24 Heures», gewann den mit 15 000 Franken dotierten Pfizer Journalistenpreis 2006. Ausgezeichnet wurde sie für ihre sechsteilige Artikelfolge zum Thema «Vogelgrippe». Der Pfizer-Preis stand unter dem Motto «Krankheiten kennen keine Grenzen – Gesundheitsrisiken in einer globalisierten Welt». Unter mehr als 20 Einsendungen, die in die Endausscheidung gelangten, entschied sich die Jury einstimmig für die Arbeit von Kauffmann. Der Autorin sei es gelungen, das im Frühjahr in der Schweiz brandaktuelle Thema «informativ, umfassend, wissenschaftlich korrekt und doch leicht verständlich zu beleuchten», begründete die Jury. Die Preisübergabe findet am 25. Oktober 2006 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung im Zürcher Kongresshaus statt.

Schweiz beliebt

Standortmarketing Die Schweiz gehört als Kongressland unter die Top 10 der ganzen Welt.

Standortmarketing Die Schweiz gehört als
Kongressland unter die Top 10 der ganzen Welt. Dies zeigen die neusten
Zahlen der International Congress & Convention Association, nach
denen die Schweiz 2005 im internationalen Vergleich als
Kongressstandort auf Platz 10 figuriert. Damit verbessert sich die
Schweiz gegenüber 2004 um zwei Plätze. Erfasst wurden nur Kongresse,
die regelmässig durchgeführt werden, zwischen mindestens drei Ländern
rotieren und mindestens 50 Teilnehmer haben.

Schau mir in die Augen, Fenster

Banken Die Zürcher Werbeagentur Vitamin C hat für die Bank Frey eine sehenswerte Aktion inszeniert: Ein Schaufenster, das zurückschaut.


Banken Mit einem ungewöhnlichen Blickfang
macht die junge Bank Frey auf ihr neues Domizil im Finanzzentrum der
Wirtschaftsmetropole aufmerksam. Nämlich mit dem ersten Schaufenster,
das zurückschaut. An der Zürcher Bahnhofstrasse wurde der Slogan «We’re
looking out for you» wortwörtlich umgesetzt, indem auf sie-ben kleine
Flatscreens gefilmte, bewegte Augenpaare den Blick des Betrachters erwidern.
Inszeniert wurde die sehenswerte Aktion von der jungen Zürcher
Werbeagentur Vitamin C. 

Local.ch mit neuer Rubrik «Freizeit»

Nach dem zufrieden stellenden Verlauf des Pilotbetriebs der neuen Schweizer Suchmaschine Local.ch, wurde die Plattform um Guide- und Eventdaten erweitert.

Nach dem zufrieden stellenden Verlauf des Pilotbetriebs der neuen Schweizer Suchmaschine Local.ch, wurde die Plattform um Guide- und Eventdaten erweitert. Die Daten stammen von The Guide Company AG und umfassen Einträge zu Veranstaltungen, Infos zur Gastroszene und Ausgehtipps. Als nächster Schritt ist die Implementierung der Inhalte von Fundgrueb AG und der AutoBörse Medien AG bis im Herbst 2006 geplant.
Local.ch wurde im November 2005 als Unternehmen der Publigroupe-Division PubliDorect gegründet und ist Teildes Joint-Ventures zwischen PubliDirect und Swisscom Directories. Local.ch arbeitet mit LTV Gelbe Seiten zusammen. Seit April ist Local.ch online zu erreichen.

Schweizer mögen im Alltag bekannte Marken

Die Markenhitparade von Promarca zeigt, dass Schweizerinnen und Schweizer im Alltag auf gut eingeführte Markenartikel mit hohem Bekanntheitsgrad setzen.

Schweizerinnen und Schweizer setzen im Alltag auf gut eingeführte Markenartikel mit hohem Bekanntheitsgrad. Dies zeigt eine vom Marktforschungsinstitut IHA-GfK im Auftrag vom Markenartikelverband Promarca durchgeführte Online-Umfrage. Den Tag starten mehr als die Hälfte der Befragten unter der Dusche mit Nivea, für Konkurrenz sorgt bei den Frauen Dove. Am Frühstückstisch herrscht Marken-Grossandrang: Kellog’s Corn Flakes, Floralp-Butter und Granini-Fruchtsaft schaffen es in die Top Drei. Eindeutiger ist die Lage beim Kaffee: Fast ein Drittel der Befragten bevorzugt Nespresso. Überdurchschnittlich beliebt bei den Jungen hingegen ist Nescafé. Im Bereich „Getränke für Zwischendurch“ überflügeln Schweizer Marken die ausländische Konkurrenz. Valser und Rivella sind für rund ein Drittel der Befragten top, wobei Valser bei den Älteren und Rivella bei den Jüngeren punktet. Coca-Cola erreicht fast gleichauf mit Henniez Platz drei. Bei Sportlern ist Rivella mit fast 50 Prozent der Nennungen klar dominierend. In der Kategorie Snacks ist Ragusa in der Liga der grossen Riegel wie Twix, Snickers, Balisto und Mars zu finden. Im Ausgang bevorzugen vier von zehn Befragten den spanischen Schaumwein Freixenet. Den Tag beschliessen die Schweizer mit Elmex zum Zähneputzen. Mehr als die Hälfte der männlichen Befragten sowie rund 45 Prozent aller Befragten denken beim Zähneputzen in erster Linie an Elmex. Die Studienteilnehmer konnten ihre liebsten Brands aus einer Liste auswählen. No-Brand-Artikel sind dementsprechend nicht Teil der Untersuchung. Gleichzeitig teilte Promarca mit, dass die Mitgliederunternehmen im vergangenen Jahr einen Markenartikel-Umsatz von rund 6,7 Milliarden Franken erwirtschafteten. Dies entspricht einem Rückgang von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sinkende Preise und geringere Liefermengen führten im Binnenmarkt zu leicht tieferen Umsätzen, während der Exportumsatz laut Communiqué um 10 Prozent wuchs.

Das schafft kein Inserat

Plakatwerbung Wie vermietet man Räume? Wohl am besten mit Inseraten. Falsch. Mit Plakaten gehts besser.

Plakatwerbung Wie vermietet man Räume? Wohl am besten mit Inseraten. Falsch. Mit Plakat gehts besser.Weil Christian Senn, Leiter der
APG-Filialen Nordwestschweiz, für einen Lagerraum sowie drei Büro- und
Gewerberäume im Basler APG-Gebäude neue Mieter suchen musste, schaltete
er wie üblich Zeitungs- und Onlineinserate. Ohne Erfolg, die
Kombination von Print und Online brachte ihm nur ein paar Makler, keine
ernsthaften Interessenten. Darum plante er PVC-Tafeln am Eingangstor.
«Als ich jedoch die Kosten gewahrte, sagte ich mir: Für dieses Geld
kannst du auch eine Plakatkampagne starten», erzählt er. Er setzte sich
an den PC, wählte als Grundfarbe das feurige Rot des APG-Logos und
schrieb ein paar Informationen darauf. «Ich nannte nur die wichtigsten
Fakten: Objekt, Ort, Fläche, Kontaktadresse. Kein Foto, keine Details,
kein Preis», hält er fest. Dann liess er 500 F4-Plakate drucken und
vorerst 200 davon 14 Tage lang in Basel aushängen. Den Marktpreis
inklusive Druck beziffert er auf rund 6000 Franken. «Anfangs wurde ich
APG-intern belächelt», sagt Senn. Doch was kein Inserat schaffte, war
mit einem handgestrickten Plakataushang möglich: Unzählige
Interessenten meldeten sich, 80 Prozent davon explizit auf Grund der
Affiche. Unterdessen hat Senn ein Objekt vermietet, ein zweites ist in
der Schwebe – und für die letzten zwei lanciert er nochmals einen
Aushang. «Es war nur ein Versuchsballon», lacht Senn. «Doch nun habe
ich meine Verkäufer mit dieser Erfahrung zu den Immobilienfirmen
geschickt.»

Markus Knöpfli

get_footer();