AZ Medien lanciert AZ Regiohelden

AZ Medien und das deutsche Internet-Unternehmen Regiohelden haben zusammen AZ Regiohelden gegründet. AZ Regiohelden ist auf  lokale Internetwerbung in der Schweiz spezialisiert und unterstützt KMU bei der Gewinnung von neuen Kundenkontakten im Internet .

Das Angebot besteht aus speziell für jeden einzelnen Kunden optimierten Google AdWords-Kampagnen, massgeschneiderten Landingpages inklusive einer professionellen Suchmaschinen-Optimierung für die Kunden-Webseiten und effizienten Online-Marketing-Kampagnen. Die KMU-Kunden profitieren so schnell und direkt von einer besseren Sichtbarkeit im Internet, sowie von mehr und qualitativ besseren Kundenkontakten. AZ Regiohelden ist Premium Partner von Google.

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Zielgruppe für das neue Angebot sind Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen wie Handwerker, Zahnärzte, Anwälte etc. AZ Regiohelden baut auf das jahrelange Know-how von Regiohelden Deutschland und sichert so einen schnellen Erfolg für die KMU-Kunden.

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«Mit dem neuen Service von AZ Regiohelden machen wir unseren KMU-Kunden ein exzellentes Angebot, um ihre lokale Werbung im digitalen Bereich zu ergänzen und auszubauen. Durch die hohe Transparenz ist es ganz einfach, den Erfolg jeder Werbe-Kampagne sofort zu messen. Damit bauen wir bei AZ Medien unser digitales Angebot im B2C- und B2B-Markt weiter aus und stärken die Marktführerschaft in der Nordwestschweiz. Regiohelden aus Deutschland ist dabei für uns der optimale Partner», so Peter Neumann, Chief Digital Officer, AZ Medien.

«Wir freuen uns, dass jetzt viele KMUs durch das neue Angebot von AZ Regiohelden eine professionelle Beratung im Bereich Digitales Marketing erhalten werden. AdWords ist weltweit erfolgreich bei Millionen von KMUs im Einsatz und bringt schnell messbaren Erfolg. Mit AZ Medien aus der Schweiz und RegioHelden aus Deutschland kommen dabei zwei Partner zusammen, die beide Experten für die Beratung im Digitalen Bereich sind und mit denen Google bereits lange erfolgreich zusammen arbeitet.» so Patrick Warnking, Country Director von Google Switzerland.

AZ Regiohelden wird von Peter Neumann (Chief Digital Officer von AZ Medien) zusammen mit Markus Fröhlich (Leiter Sales) und Pascal Gloor (Leiter kaufmännisch) verantwortet. Regiohelden Deutschland, hat Standorte in Stuttgart, Berlin, Hamburg, Köln und München und beschäftigt derzeit etwa 120 Mitarbeiter.

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In der Printausgabe 11/2015 vom Freitag, 19. Juni: Peter Neumann, Chief Digital Officer AZ Medien, und Markus Fröhlich, Leiter Sales AZ RegioHelden im Gespräch.

Studie: «Reisen Sie iOS oder Android?»

Die Unterschiede zwischen den «Anhängern» von iOS und Android machen sich auch im Reiseverhalten bemerkbar, wie die Studie «Mobile Travel Report» der Reisesuchmaschine Kayak.ch zeigt.

Die Wahl des Smartphones oder Tablets ist Ausdruck des Charakters und des Lebensstils. Gespräche über Design, Komfort und Benutzerfreundlichkeit verschiedener Betriebssysteme werden oft mit religiösem Eifer geführt. Insbesondere zwischen Android- und iPhone-Nutzern. Für den «Mobile Travel Report» analysierte die Reisesuchmaschine Kayak.ch das Suchverhalten der App-Nutzer auf iPhone, iPad und Android und hat es mit dem Suchverhalten der Computernutzer verglichen. Daraus lässt sich laut Mitteilung ein Profil des Schweizer auf Reisen erstellen und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Anwendergruppen aufzeigen.

Schweizer auf Reisen

Schweizer, welche über Kayak.ch suchen, verreisen gerne kurz (bis zu drei Tage) oder gleich länger als zwei Wochen. Während sie vorwiegend in der Economy-Klasse fliegen, mögen sie es bei den Übernachtungen komfortabler. Hierbei liegen vor allem Drei- und Vier-Sterne-Hotels im Trend, während nur jeder Zehnte in einem Ein- oder Zwei-Sterne-Hotel nächtigt. Schweizer nehmen sich, im Vergleich mit anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich viel Zeit für die Suche nach dem richtigen Angebot, gehören aber nicht zu den Frühbuchern. Im Durchschnitt werden Flugtickets 137 Tage und Hotels 102 Tage im Voraus gebucht, während Mietwagen 96 Tage vorher reserviert werden. Am meisten im Voraus suchen und buchen jedoch die Computer-Nutzer, unabhängig davon ob Flug, Hotel oder Mietwagen.

Anderes Smartphone – andere Sommerferien

Das Endgerät verrät jedoch nicht nur, ob der Besitzer ein Frühbucher ist, sondern gibt auch Auskunft über die Lieblingsdestinationen. Während iPhone-Nutzer am liebsten nach Bangkok reisen, zieht es Android-Nutzer primär nach Istanbul. Kayak-Nutzer, welche über den Computer suchen, reisen hingegen lieber nach London. Wenn es etwas weiter weg sein darf, bevorzugen iPhone-Nutzer San Francisco, Android-Nutzer Phuket und Desktop-Bucher Sydney als Fernreiseziele.

Am spendabelsten bei Flugbuchungen sind die Schweizer iPhone-Nutzer mit durchschnittlich 485 Franken pro Ticket. «Androids» geben hierfür 365 Franken aus, während Desktop-Nutzer mit 336 im Schnitt 149 Franken weniger berappen. Auch gibt es Unterschiede bei den Suchzeiten: iPhone-Nutzer suchen lieber am Mittwoch, während Android- und Desktop-Nutzer sich bereits am Dienstag mit ihren Ferien auseinandersetzen. Unabhängig des Endgerätes oder des Tages wird nach Reisen am häufigsten um 21 Uhr gesucht. Ob iPhone oder Android, die Anzahl der mobilen Reisesuchen nimmt kontinuierlich zu. 33 Prozent der Nutzung der Kayak App findet am oder in der Nähe eines Flughafens statt.

Twitter kauft Start-Up für künstliche Intelligenz

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat das US-Start-Up-Unternehmen für künstliche Intelligenz, Whetlab, gekauft. Das im US-Bundesstaat Massachusetts beheimatete Whetlab gab die Übernahme am Mittwoch (Ortszeit) auf seiner Internetseite und über Twitter bekannt.

Zur Höhe des Kaufpreises machte das Start-Up keine Angaben. Twitter äusserte sich nicht zu seinen Plänen mit Whetlab. Vermutlich nutzt Twitter künftig das Know-how des Start-Ups, um seine Mitglieder besser zu verstehen und mit Hilfe künstlicher Intelligenz ermitteln zu lassen, welche Inhalte auf Twitter und welche Werbung für die einzelnen Nutzer besonders relevant sind. Twitter hat nach eigenen Angaben weltweit rund 300 Millionen Mitglieder. Seit seiner Gründung hat das Netzwerk noch keinen Gewinn gemacht. Von Januar bis März schrieb das Unternehmen einen Verlust von 162,4 Millionen Dollar. Der Umsatz blieb in diesem Zeitraum mit 436 Millionen Dollar hinter den selbst gesteckten Zielen zurück. Twitter musste ausserdem seine Prognose für den Jahresumsatz senken. Vergangene Woche verkündete Twitter-Chef Dick Costolo seinen Rücktritt zum 1. Juli. Twitter-Mitbegründer Jack Dorsey übernimmt den Posten kommissarisch, bis ein neuer Chef gefunden ist. (SDA)
 

Zu guter Letzt: Live und direkt

Wenn irgendwo in der Nähe eine Live-Schaltung läuft, muss man sich beeilen, will man noch ins Bild platzen. Live macht Spass.

Auch wenn im Fernsehen nicht immer klar ist, was live, aufgezeichnet oder verzögert gesendet wird: Dieser junge Mann macht sich diesbezüglich wenig Gedanken und nimmt spontan Fahrt auf, als er im TV eine Schaltung von einem ihm bekannten Ort in der Nähe entdeckt. Vermutlich Studenten, vermutlich eine Universität. Auch wenn Menschen, die sich im Hintergrund laufender Kameras bemerkbar machen, oft nerven: Manche tun es auch nicht. Da soll mal jemand behaupten, die heutige Jugend schätze das gute, alte Medium Fernsehen nicht mehr. (hae)

https://www.youtube.com/watch?v=0RDpOeJf_H0

Teilerfolg für Hirschmann vor Bundesgericht

Carl Hirschmann hat vor dem Bundesgericht teilweise Recht bekommen. Seine Beschwerde gegen angeblich verletzende Artikel in Schweizer Medien wurde in mehreren Punkten gutgeheissen. Das Handelsgericht muss den Fall neu prüfen.

Hirschmann hatte über 140 Beiträge aus 20 Minuten, BZ Berner Zeitung, Der Bund, Radio 24, Sonntagszeitung, Tages-Anzeiger und Tele Züri als persönlichkeitsverletzend eingestuft und verlangt, diese im Internet und in elektronischen Archiven zu löschen. Zudem forderte er Schadenersatz und die Herausgabe des Gewinns, welcher den Medienunternehmen durch die Beiträge entstanden sein soll. Das Zürcher Handelsgericht liess den Millionenerben aber grösstenteils abblitzen. Es bewertete nur gerade drei Artikel als persönlichkeitsverletzend und lehnte den Rest der Klage ab. Der am Donnerstag veröffentlichte Entscheid des Bundesgerichts gibt dem Millionenerben nun aber in verschiedenen Punkten Recht. Zu den vom Handelsgericht beanstandeten drei Artikeln stufte das Bundesgericht neun weitere als persönlichkeitsverletzend ein. Es handelt sich dabei um sechs Berichte aus 20 Minuten, je einen in Tages-Anzeiger und Der Bund sowie einen auf TeleZüri. In mehreren weiteren Punkten weist das Gericht die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück.

Das Handelsgericht muss sich vor allem noch einmal mit der Frage befassen, ob die beklagten Medienunternehmen eine «Medienkampagne» gegen Carl Hirschmann geführt haben. Die Vorinstanz habe ein entsprechendes Feststellungsbegehren aus Gründen abgewiesen, die keine Rolle hätten spielen dürfen, schreibt das Bundesgericht. Ebenfalls neu geklärt werden muss, ob Hirschmann einen Anspruch auf Unterlassung bestimmter Aussagen oder das Löschen von Artikeln hat. Beantworten muss das Handelsgericht zudem die Frage, ob er als Folge der Persönlichkeitsverletzung von den Medienunternehmen die Herausgabe von Gewinn und eine Genugtuung beanspruchen kann.

Hirschmann muss sich mehr gefallen lassen

Die Beiträge, gegen die sich der Zürcher Jetsetter wehrt, betrafen insbesondere Vorwürfe wegen Erpressung oder Sexual- und Gewaltdelikten. Er sei keine Person der Zeitgeschichte, kritisierte Hirschmann das Urteil des Handelsgerichts. Die Medienunternehmen hätten das öffentliche Interesse mit dem eigenen verwechselt. In dieser Hinsicht jedoch bestätigt das Bundesgericht die Haltung des Handelsgerichts. Hirschmann sei eine Person des öffentlichen Interesses und habe sich deshalb in der Berichterstattung stärkere Eingriffe in seine Privatsphäre gefallen zu lassen als eine unbekannte Person. In jedem Fall sei aber die Verhältnismässigkeit zu beachten. Die obersten Richter weisen in diesem Zusammenhang zudem darauf hin, dass die Medien und die Akteure im Bereich des Peoplejournalismus eine Art Symbiose miteinander pflegen würden. Zu Recht abgewiesen habe das Handelsgericht zudem die Schadenersatzforderung von Hirschmann, schreibt das Bundesgericht weiter. Dieser habe den angeblich erlittenen Schaden nicht in ausreichender Weise dargelegt.

Hirschmann derzeit in Halbgefangenschaft

Der 34-jährige Zürcher befindet sich derzeit im Strafvollzug. Das Zürcher Obergericht hatte ihn wegen sexueller Nötigung und mehrfacher sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten verurteilt, 12 Monate davon muss er absitzen. Bei Strafen bis zu einem Jahr ist der Vollzug in Halbgefangenschaft möglich. Das heisst, dass der Verurteilte tagsüber einer normalen Arbeit nachgehen kann und nur für den Abend und die Nacht hinter Gitter muss. Dies tut Hirschmann derzeit in Winterthur. (SDA)

Zum Thema: Medien: Carl Hirschmann geht vors Bundesgericht

Zur Sache: Ausgezeichnete Werbung durch ausgezeichnete Persönlichkeiten

Das aktuelle Editorial der Werbewoche-Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich zur Verleihung des «Werber des Jahres 2015».

Tampons und Socken, Versicherungen und Waschmaschinen, Mobilfunkverträge und Schuheinlagen – Werber werben für alles Mögliche.

ADC, Best of Swiss Web, Crossmedia Award, Edi, Effie, Schweizer Dialogmarketing-Preis, Swiss Poster Award, Swiss App Awards … und wie sie alle heissen – für jeden Werbezweig gibt es etliche nationale und internationale Auszeichnungen.

Wer aber sagt den Persönlichkeiten, die ihr ganzes Herzblut, ihren Ideenreichtum und ihre Zeit in eine Kampagne investieren: «Das hast Du gut gemacht? Dein Einfall hat uns bereichert, zum Lachen oder zum Nachdenken gebracht? Wir können in unserer Gemeinschaft nicht auf Dich verzichten. Wir sind stolz auf Dich!»

Komplimente bekommen Köpfe in der Werbebranche nur selten zu hören. Lieber wird herumgemotzt, übereinander gelacht oder man reibt sich die Hände, wenn die Kampagne, für die die Konkurrenz verantwortlich ist, nicht so funktioniert, wie es ursprünglich geplant war. Dabei sind wir alle mit vollem Herzen und Köpfchen bei der Arbeit und müssen alle gleichermassen dem wachsenden Druck auf dem Markt standhalten. Ganz zu schweigen von dem Unsinn, den manch ein Auftraggeber von uns verlangt.

Damit sich der Scheinwerfer statt auf vielfach abgerundete und geglättete Kampagnen wenigstens einmal im Jahr auf Persönlichkeiten der Werbe- und Kommunikationsbranche richtet, damit Menschen mit Ecken und Kanten, mit Witz und spitzer Zunge in den Fokus kommen und gefeiert werden, ernennt die Werbewoche seit 1977 jedes Jahr eine «Werberin des Jahres» oder einen «Werber des Jahres» – und manchmal auch zwei.

Unser vom Zürcher Künstler Max Grüter gestalteter Pokal heisst «Egon». In diesem Namen schwingt das lateinische Wort «ego» – ich – mit, eine augenzwinkernde Anspielung an die Selbstverliebtheit der Branche. Auch der Mund der Figur, zum Trichter geweitet und mit grellem Orange ausgemalt, nimmt Mitteilungsauftrag und Mitteilungsbedürfnis von Akteuren in der Werbebranche aufs Korn: Ich werbe, also bin ich.

Es braucht indes auch eine kräftige Portion Selbstironie, um auf dem Werbemarkt dauerhaft ein relevanter Player sein zu können. Zu schmerzhaft können sonst die Verletzungen durch die harten Bandagen sein, mit denen hier gekämpft wird. Echte Werbepersönlichkeiten wissen deshalb nicht nur, was sie können – sondern vor allem, was sie nicht können und nicht wollen. Und stehen dazu.

Curdin Janett, CEO von Publicis und frisch gekürter «Werber des Jahres 2015», führt vor, wie es geht: «Ich sehe meinen Hauptbeitrag zum Erfolg von Werbekampagnen darin, gute Kampagnen erst einmal nicht zu verhindern», sagt er im Gespräch mit der Werbewoche. Das sitzt.
Und warum? Es ist ehrlich, authentisch, humorvoll und klug – klug deshalb, weil diese Aussage klarstellt, dass in der Werbung selten bis nie nur einer die Knalleridee hat, und nicht nur einer beurteilen kann, ob eine Kampagne funktioniert oder nicht. Und dass es zentral ist, Ideen überhaupt erst einmal zuzulassen, bevor man sie (vielleicht mit gutem Grund) verwirft.

So wie hinter einer starken, erfolgreichen Frau immer ein kluger Mann steht (und hinter einem erfolgreichen Mann eine starke Frau), so steht hinter einem erfolgreichen Werber auch immer ein Team, das so lang feilt, bis ein Einfall sitzt und auf allen Kanälen funktioniert. Und im Optimalfall auch noch ein Auftraggeber, der Humor und Weitblick hat und loslassen kann, weil er weiss, dass er es mit Profis zu tun hat. In diesem Sinne: Herzliche Gratulation zum Titel «Werber des Jahres 2015», Curdin Janett. Wir sind sehr gespannt, was Sie uns als Nächstes würzen und verkaufen werden.

Anne-Friederike Heinrich, Chefredaktorin
[email protected]
 

Euro Effie 2015: Love Life auf der Shortlist

Die 38 Finalisten des Euro Effie Awards 2015 sind bekannt. Die Love-Life-Kampagne von Rod ist in zwei Kategorien nominiert.

Die 38 Kampagnen stammen von 23 Agenturen aus neun Ländern. 14 aus Grossbritannien, neun aus Deutschland, vier aus Frankreich. Der Rest der Shortlist stammt aus Dänemark, Italien, Slowenien, Spanien, Schweden – und der Schweiz. Mit der Kampagne «Love Life – no regrets» hat es Rod Kommunikation gleich doppelt auf die Shortlist geschafft. In den Kategorien «Small Budget» und «Best Demonstration of Integrated Effectiveness» darf sich die Zürcher Agentur Chancen auf einen der begehrten goldenen Euro Effies ausrechnen. Die ganze Shortlist ist hier abrufbar (PDF).

Am 30. Juni tagt die Jury unter der Leitung von Josep Hernandez in Brüssel, um die Gewinner zu bestimmen. In dieser zweiten Runde nehmen Peter Hammett, Global Head of Brand & Communications bei Procter & Gamble, Peter Ottiger, Inhaber & CEO bei Ottiger & Partner BSW und Marc Schumacher, Strategic Planning Director und Geschäftsleitungsmitglied bei Contexta, in der Jury Platz. Bei der Juryierung wird zu 80 Prozent die Effektivität und zu 20 Prozent die Kreativität ins Urteil einfliessen. Die Gewinner werden an der Gala am Donnerstag, 20. Oktober 2015 in Brüssel verkündet und auf der Website Euro-effie.com aufgeschaltet. (hae)
 

Paymit-App mit einem Schmunzeln erklärt

Wer würde Paymit nutzen, wenn er nicht weiss, wie einfach es funktioniert? Diese Frage haben sich SIX und die Zürcher Kantonalbank gestellt und deshalb zusammen mit der Filmgerberei und Sergeant einen Online-Video, Pre-Roll Ads sowie einen Kino-Spot produziert.

Ein innovatives Produkt, welches den Schweizer Markt mitgestalten wird. Dies war die Gelegenheit, die sonst eher trockene und abstrakte Finanzthematik greifbar nah und sympathisch zu präsentieren. Die Paymit-App (Werbewoche.ch berichtete darüber) ermöglicht den Kunden Geld von Smartphone zu Smartphone zu senden oder anzufordern. Kein langes Warten mehr auf die Überweisungen von Freunden. Wenige Klicks und das Geld ist übertragen. Klingt einfach. Ist es auch. Muss aber dem potentiellen Nutzer noch schmackhaft gemacht werden.

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Wie erklärt man nun eine App so, dass es keine langweilige Anleitung ist und die breite Öffentlichkeit anspricht? Man greift zu Situationen aus dem Leben, die (fast) jeder in irgendeiner Weise kennt. Und man greift zum Storytelling-Werkzeug Humor. Am Schluss weiss jeder, worum es geht. Denn, wer war denn noch nie in einer Situation, wo er schnell noch ein Geschenk organisieren musste? Die humorvolle Kurzgeschichte ist ein Erfolg. Der Film wurde von der Zürcher Kantonalbank für die Vermarktung von Paymit eingesetzt und verzeichnet seit dem Kommunikationsstart einen markanten Anstieg der Downloads ihrer E-Banking-Mobile-App und der Aktivierungen der Funktion Paymit.

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Verantwortlich bei Zürcher Kantonalbank: Roland Aepli (Projektleiter Marketing), Simon Baumann (Leiter Fachstelle Film). Verantwortlich bei SIX Payment Services: Astrid Holenstein (Senior Marketing Manager), Silvia Meixner (Project Manager). Verantwortlich bei Filmgerberei: Flavio Gerber (Producer), Alexander Wyssling (Produktionsleiter), Ares Ceylan (Drehbuch, Regie und Edit), Silvio Gerber (DoP). Verantwortlich bei Sergeant: Michel Müller (Strategy), Alexandra Stark (Storytelling).

«Ein Geheimteam arbeitete parallel für Salt»

Curdin Janett, frischgekührter «Werber des Jahres 2015» und CEO von Publicis, spricht im Werbewoche-Interview über die grossangelegte Salt-Kampagne und über «Seats for Switzerland».

Am 23. April 2015 gab sich das Telekommunikationsunternehmen Orange Schweiz den neuen Namen «Salt.» Mit der 40 Millionen teuren Herkulesaufgabe war Publicis, die langjährige Lead-Agentur von Orange, beauftragt. Unter strengster Geheimhaltung baute Publicis ab Herbst 2013 an der Marke Salt mit – und warb gleichzeitig weiter für Orange. Curdin Janett, CEO von Publicis, wurde am Donnerstag, 18. Juni 2015, von der Werbewoche zum «Werber des Jahres 2015» ernannt. Wir sprachen mit dem frischgebackenen «Werber des Jahres» über die Effie-reife Umsetzung der Salt-Kampagne. Was die Wahl zum «Werber des Jahres 2015» für Curdin Janett bedeutet, lesen Sie in der Werbewoche 12/13, die am 10. Juli erscheint.

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WW: Curdin Janett, Mitte Mai war ein Plakat zu sehen mit der Aufschrift «Salt. 6 Wochen Rückgabegarantie» Man tat also zwei Wochen nach der Lancierung so, also ob der Name Salt bereits in den Köpfen der Leute wäre. War das wirklich der Fall?
Curdin Janett: Tatsächlich hatten wir damals bereits sehr erfreuliche Umfragewerte, die uns erlaubten, über Angebote von Salt zu sprechen und gleichzeitig sicher zu sein, dass die Leute wissen, wer der Absender ist. Wesentlich dazu beigetragen hat das enorme Medienecho um die Lancierung. Sowohl die Tagesschau als auch jedes Regionalblatt haben darüber berichtet. Allein mit der bezahlten

Dennoch war die Botschaft «Orange heisst jetzt Salt» nur kurz zu sehen. Weshalb?
Die Absicht war, den Brand-Wechsel kräftig zu verankern, jedoch so kurz wie möglich, denn wir wollten schon bald sagen, wofür die neue Marke steht. Wir kommunizierten deshalb in vier Etappen: Zuerst sagten wir, dass es Orange nicht mehr gibt. Dann, wie es jetzt heisst, wofür es steht, und was die Marke anbietet.

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Wie kam der Name in der Bevölkerung an?
Zahlen darf ich keine nennen. Doch gemäss unseren wöchentlichen Umfragen gab es ermunternde Antworten, insbesondere auf die Fragen «Interessiert Sie diese Marke?» und «Wurden Sie zu dieser Marke wechseln?»

Waren mehr Neuabonnenten als Abkündigungen festzustellen?
Die Zahlen muss Salt kommunizieren, aber die Lancierung war generell ein voller Erfolg.

Worauf legen Sie denn aktuell das Gewicht in der Kommunikation?
Derzeit richten wir uns an alle, die ihre Handy-Rechnung nicht mehr monatlich erhalten wollen, sondern wie bei ihrem Mobilitätsabo lieber einen Pass oder eine Jahreskarte lösen. Die Headline lautet: «Pass. Das einfachste Abo der Schweiz.»

Wie gingen Sie bei der Kreation der Salt-Kampagne vor?
Wir wollten eine Marke kreieren, die nicht einfach grosse Versprechen macht. Deshalb casteten wir auch keine Models, sondern schickten fünf Fotografen auf die Pirsch. Sie sollten unbemerkt Menschen fotografieren, die gerade das Handy benutzten. Erst nachher haben sie sie informiert und um ihre Adressen gebeten. Als wir dann die Bilderauswahl vornahmen, kontaktierten wir die Personen erneut und sagten ihnen, für welches Werbemittel sie vorgesehen waren und dass wir ihnen etwas bezahlen, wenn sie der Verwendung zustimmen. Kurz: Wir wollten die Realität nicht nachstellen, sondern sie auf der Strasse suchen.

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Publicis ist schon lange die Lead-Agentur von Orange. Wann wurden Sie in den Aufbau der neuen Marke Salt einbezogen?
Schon im Herbst 2013. Beeindruckend war für mich, dass man zu Beginn nicht gleich Ubers Design sprach. Sondern darüber, was sich im Telekommunikationsmarkt und in der Gesellschaft verändert und wie man eine eigene Marke positionieren und nennen wurde, falls man die Möglichkeit dazu hätte. Anfangs war die Umsetzung ja noch nicht entschieden. Man fragte sich nicht, was einem gefällt, sondern was zur Marke passt, die wir bauten. Diese Strategie wurde konsequent verfolgt.

Waren Sie auch in die Namensfindung involviert?
Nur insofern, als wir dabei sassen. Die Namensfindung selbst und das Grund-Corporate-Design besorgte aber Prophet, eine renommierte Branding-Agentur.

Wie viele Personen waren seitens Publicis involviert?
Ganz zu Beginn waren es nur drei Personen – und das Team blieb recht klein bis Herbst 2014, als die konkrete Umsetzung begann. Denn das Projekt stand unter strenger Geheimhaltung. Wir gingen diesbezüglich sehr weit: Ein Geheimteam arbeitete parallel für Salt – mit Codenamen, in separaten Büros und auf separaten Servern. Denn für das Team, das für Orange weiter arbeitete, wäre es schlecht gewesen zu wissen, dass seine Arbeiten schon bald Makulatur würden.

Die Umbenennung war nicht nur eine Kommunikationsleistung, sondern auch eine gigantische Logistikaufgabe: 84 Shops mussten umgestaltet, eine Website aufgezogen, Firmenautos und Taxis neu beschriftet und Prospekte gedruckt werden.
Wir haben als eine Art Mischung aus Generalunternehmen und «Brand Guardian» funktioniert, insgesamt wurden 16 Firmen hinzugezogen. Einige waren schon vorher Partner von Orange, andere schlugen wir vor. So hat Blue Spirit die POS-Massnahmen umgesetzt und an einem Wochenende 84 Shops umgestaltet, Emakina und Divio waren für digitale Arbeiten zuständig. Und alle standen unter Geheimhaltung.

Dennoch ging die Spekulation über den Namen noch vor der Lancierung los.
Was meiner Meinung nach ganz gut war, weil dann bei der Lancierung nicht mehr nur über den Namen, sondern auch über erste Inhalte und Angebote gesprochen und geschrieben wurde.

Die Westschweizer Satiresendung «26 Minutes» hat bereits im Februar «Salt» als neuen Orange-Namen verkündet. Wie kam es dazu?
Ich gäbe viel darum, dies zu erfahren. Erstaunlich war auch, dass sie zwar den effektiven Namen wussten, dass es aber keine weiteren Kreise zog – wohl weil man annahm, dass es ein Witz war. Das Thema stand durch den Besitzerwechsel ja im Raum, und wenn Giacobbo/Müller den Beitrag gebracht hätte, wäre wohl auch nicht die NZZ aufgesprungen.

Wie verhindern Sie, dass «im Volk» ein Rückfall zu Orange stattfindet?
Einen Rückfall kann es nicht geben, sondern bloss die Situation, dass der alte Name nicht verschwindet. Doch je mehr ein Name über neue Angebote kommuniziert wird und dies erst noch auf neue Art, desto geringer ist diese Gefahr. Aber klar: Die Bekanntheit von Orange wird nicht in drei Wochen auf Null fallen, schon gar nicht in der Westschweiz, wo im Nachbarland nach wie vor eine sehr starke Orange existiert.

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Publicis ist die grösste Schweizer Werbeagentur. Ist Grösse – auch personell – Bedingung, um einen solchen Brand-Wechsel durchziehen zu können?
Für die Kreation spielt dies wohl nicht die entscheidende Rolle. Aber die Grösse war sicherlich ein Vorteil, als es darum ging, zwei Teams parallel arbeiten zu lassen.

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Für die Swiss-Kampagne «Seats for Switzerland» wurde Publicis mehrfach ausgezeichnet. Würden Sie sie kurz beschreiben?
Es ging darum, die Identifikation der Schweizer Bevölkerung mit der Swiss zu vertiefen. Weil die Swiss Menschen zusammen bringt, riefen wir die Menschen dazu auf, uns zu erzählen, wen sie am meisten vermissen und weshalb. Die Geschichten wurden auf einer Online-Plattform publiziert, und das Publikum konnte durch Abstimmung mitentscheiden, wem Swiss mit einem Gratisticket seinen Wunsch erfüllt.

Wie war der Rücklauf?
In kürzester Zeit gingen gegen 3000 bewegende Geschichten ein. Und das Schweizer Fernsehen machte eine Sendung dazu, welche die Swiss sponserte. Zusätzlich folgte letztes Jahr eine Kampagne mit sechs ausgewählten authentischen Wiedersehens-Geschichten: Menschen, die einem Angehörigen oder Freund in der Ferne einen Überraschungsbesuch abstatteten. Diese Wiederbegegnungen liessen wir von angehenden Filmregisseuren begleiten. Das Resultat waren Geschichten, die unter die Haut gehen. Wir zeigten die Kurzfilme am TV, in Kinos und auf Seatsforswitzerland.com, was der Kampagne eine grosse Aufmerksamkeit bescherte.

Publicis wurde dafür mehrfach ausgezeichnet…
Ja, beim Crossmedia Award 2014 erhielten wir Silber, beim ADC 2015 holten wir Gold im Film und die einzige Medaille bei den Gesamtkampagnen. Und wir hoffen, dass noch weitere internationale Auszeichnungen dazu kommen werden.

Zurück zur Salt-Kampagne: Ich gehe davon aus, dass Sie sie für den Effie anmelden werden.
Da bringen Sie mich auf eine Idee. Falls die Werte auch in sechs Monaten noch so gut sind, müsste die Kampagne tatsächlich einen Effie gewinnen.

Markus Knöpfli / afh

 

Renzen: Ihr Wille zählt

Die letzten Dinge selbstbestimmt regeln. Kein Traum, sondern machbar. Das von Renzen für die Heilsarmee konzipierte und realisierte Massnahmenpaket zur Vorsorge- und Nachlassplanung nimmt sich einer so komplexen wie sensiblen Thematik an.

Mit Inseraten sowie einer ausführlichen Dokumentation werden Instrumente wie Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Testament und letztwillige Verfügung sowie die damit verbundenen Dienstleistungen der Heilsarmee vorgestellt.

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Verantwortlich bei der Stiftung Heilsarmee Schweiz, Bern: Christoph Bitter, Nathalie Schaufelberger (Fundraising). Verantwortlich bei Renzen Communications, Aarau: Dieter Zobrist (Managing Director / Beratung); Achim Kaufmann (AD); Hanno Lietz (CD).
 

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