Integration geht über alles

Produktion Adobe integriert Technologien und zielt auf den durchgängigen Workflow.

Produktion Adobe integriert Technologien und zielt auf den durchgängigen Workflow. Klaus Kurz, Business Development Manager Creative Professionals bei Adobe Systems GmbH, gibt Auskunft.  
WW: Wie ist der Stand der Dinge bei der Macromedia-Integration?Klaus Kurz: Nach der Übernahme von Macromedia haben wir am Anfang vor allem erweiterte Bundles geschnürt und unsere Produkt-Suites damit aufgewertet. In der derzeitigen zweiten Phase sind wir daran, Technologien zu integrieren und zusammenzufassen. Ein aktuelles Beispiel ist die von Macromedia entwickelte Breeze-Technologie, die wir etwa in Acrobat 8 eingebettet haben. Wenn unmittelbarer Diskussionsbedarf besteht, können sich mehrere Personen damit sofort in einem virtuellen Meetingraum zu einer Web-Videokonferenz treffen und austauschen. Darüber hinaus ist es bereits heute möglich, unsere Technologien zu verknüpfen. So kann, um ein Beispiel zu nennen, Flash-Technologie genutzt werden, um Inhalte  etwa für Kataloge zu aktualisieren. Aus dem Flash-Player heraus können Textänderungen an einem Dokument via XML-Schnittstelle in ein InDesign-Dokument übertragen werden. Automatisch wird in InDesign ein PDF erzeugt, das erneut im Browser dargestellt werden kann. So profitieren die Anwender von den Interaktionsmöglichkeiten in Flash, von der Markierungssprache XML, den typografischen und gestalterischen Möglichkeiten von InDesign und der Verbindlichkeit des PDF-Formats.
WW: Welches sind die nächsten Ziele?Kurz: In Phase 3 wollen wir dort, wo es Sinn macht, Technologien verschmelzen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass wir an einer Zusammenführung von Flash und PDF arbeiten. Wir wollen einen «Universal client» entwickeln.WW: Zum vorgestellten Produkt: Wird Acrobat nach wie vor mit der Creative Suite ausgeliefert? Kurz: Ja. Dazu wird die Creative Suite auf Version 2.3 aktualisiert. Insgesamt ist Acrobat 8 damit viel besser und enger in die Creative Suite integriert. So profitiert die neue Version etwa von der zentralen Farbmanagement-Steuerung der Adobe Bridge. 
WW: Erfährt die Creative Suite 2.3 weitere Änderungen?Kurz: Ausser Acrobat erfahren die Programme keine wesentlichen Updates. Um Desktop Publisher vollständig von den Vorzügen der Creative Suite zu überzeugen und ihnen das führende Web-Entwicklungswerkzeug zur Verfügung zu stellen, wird die Creative Suite 2.3 zusätzlich Dreamweaver 8 enthalten.WW: Wohin zielt Adobe mit Acrobat 8 im Bereich Prepress?Kurz: Wir fokussieren auf den durchgängigen Workflow. Mit neuen relevanten Produkten und unter Zuhilfenahme aktueller Technologien wollen wir den Prepress-Workflow vereinfachen.WW: Wie weiter bei Adobe?Kurz: Unser Flaggschiff, die Creative Suite, wird im nächsten Jahr in einer neuen Version veröffentlicht. Besonders interessant wird das Release, weil sämtliche darin enthaltenen Produkte ein Update erfahren. Hier ist mit Quantensprüngen zu rechnen.        
Interview: Jürgen Franck

Erneut Preiserhöhungen

Papier Sappi erhöht seine Preise im europäischen Markt für gestrichene Papiere.

Papier Sappi erhöht seine Preise im europäischen Markt für gestrichene Papiere in Format und Rolle. Abhängig vom Markt werden ab dem 2. Oktober auf den meisten europäischen Märkten Preissteigerungen in Höhe von ca. 40 Euro per Tonne in Kraft treten. Grund für diese Massnahmen sind gedrückte Margen und Kostensteigerungen.

Aargauer Zeitung bald mit Sonntagsausgabe?

Peter Wanner, Verleger der Aargauer Zeitung (AZ) denkt laut über eine Sonntagsausgabe seines Blattes nach.

Peter Wanner, Verleger der Aargauer Zeitung (AZ) denkt laut über eine Sonntagsausgabe seines Blattes nach. Für Wanner, vom Branchenblatt Schweizer Journalist eben zum Verleger des Jahres gewählt, ist das Projekt schon weit mehr als eine blosse Skizze. In der entsprechenden Medienmitteilung der SDA vom Mittwoch wurden bereits einige Details bekannt: Die Sonntagsausgabe der AZ würde wie bei der Südostschweiz am Sonntag als siebte Ausgabe der Tageszeitung und nicht als eigenständige Publikation geplant. Teil des Projektes ist auch die Mittelland Zeitung, heute schon Partnerin der AZ. Die vorgesehene Auflage beträgt 200’000 Exemplare, gross genug also, um auch auf dem nationalen Inserate- und Anzeigenmarkt konkurrenzfähig zu sein.

«Die Medienforschung gehört unter ein Dach»

Forschung Der erste Schritt hin zur neuen Stiftung ist getan: Radiodirektor Walter Rüegg erläutert im Interview mit der Werbewoche die nächste Etappe und wie er sich die Forschungszukunft vorstellt.

Forschung Der erste Schritt hin zur neuen Stiftung ist getan: Radiodirektor Walter Rüegg erläutert im Interview mit der Werbewoche die nächste Etappe und wie er sich die Forschungszukunft vorstellt.  
Walter Rüegg, Direktor von Radio DRS, hat den SRG-Forschungsdienst Ende Juni in die neue Mediapulse AG ausgegliedert. Als deren VR-Präsident erläutert er die nächsten Schritte bis zur Gründung der Stiftung. Und er sagt, wie er sich die Forschungszukunft vorstellt. 
 
WW: Herr Rüegg, welche Pflöcke haben Sie bei der Mediapulse AG schon eingeschlagen?Walter Rüegg: Meine Funktion ist treuhänderischer Art. Ziel ist es, die Forschung weg von der SRG in die Stiftung überzuführen. Gemäss den Vereinbarungen zwischen SRG, Privat-TV-Verband Telesuisse und Verband Schweizer Privatradios (VSP) haben wir deshalb den Forschungsdienst aus der SRG herausgelöst und Ende Juni in die neugegründete Mediapulse AG eingebracht. Diese ist vorläufig noch eine 100-Prozent-Tochter der SRG. Doch sind deren Kompetenzen geklärt, Reglemente sowie Businessplan sind vorhanden, und wir haben die Verträge abgeschlossen, die zur Fortführung von Telecontrol (TC), Radiocontrol (RC) und der qualitativen Forschung nötig sind. Demnächst werden wir die Firma zügeln, weg von der SRG an die Thunstrasse. Ferner sind wir daran, alle Fragen im Zusammenhang mit der Einbettung von Mediapulse in die Stiftung zu behandeln.WW: Wie setzt sich das Betriebsbudget der Mediapulse AG zusammen?Rüegg: Aus dem Datenverkauf sowie aus Konzessionsabgaben aller Radio- und TV-Betreiber – zur Finanzierung der Investitionen in die Forschungsinstrumente. Diese Abgaben belaufen sich auf etwa 1,5 bis 2 Millionen Franken jährlich, das Gesamtbudget beträgt rund 17 Millionen Franken.WW: Das RTVG tritt im Frühjahr 2007 in Kraft, bis dahin sollte die Stiftung stehen. Reicht die Zeit?Rüegg: Wir können die Stiftung erst gründen, wenn das RTVG in Kraft ist. Ich denke, die Zeit reicht. Ein Entwurf für ein Stiftungsstatut liegt vor, wir haben es mit VSP und Telesuisse diskutiert (siehe unten).WW: Wer soll demnach die Stiftung präsidieren?Rüegg: Der Präsident soll eine unabhängige Person sein, er darf weder Kunde noch Lieferant sein, sollte aber einen unternehmerischen oder wissenschaftlichen Bezug zum Thema Forschung haben. Und er muss Zeit haben, denn das Präsidium ist mit viel Arbeit verbunden.WW: Welche Kompetenzen hat der Stiftungsrat?Rüegg: Er hat eine ähnliche Aufgabe wie die Generalversammlung in einer AG: Er ist oberstes Organ und wählt aus seinem Kreis den sechsköpfigen Verwaltungsrat der Mediapulse AG. Der Stiftungsrat hat ferner eine Aufsichtsaufgabe über die Geschäftsführung der Mediapulse AG, er wählt die Revisionsstelle und nimmt die Jahresrechnung ab.WW: Welchen Platz erhält die hundertprozentige SRG-Tochter Publica Data AG (PDAG)?Rüegg: Heute bereitet sie ja die Daten auf und verkauft sie ausschliesslich an die Privaten. Das soll sich ändern: Künftig sollen alle Kunden von Forschungsdaten diese bei derselben Stelle beziehen. Für die konkrete Organisation gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man gliedert die PDAG der Stiftung als weitere Tochterfirma an oder man baut die Vermarktungstätigkeit innerhalb der Mediapulse AG auf. Darüber möchten wir ebenfalls die Betroffenen anhören.WW: In diesem Punkt scheint es zwischen SRG und Privaten noch Differenzen zu geben?Rüegg: Keine grossen. Beide Seiten sind der Meinung, dass die PDAG-Aktivitäten in der Stiftung ausgeübt werden sollen. Unterschiedliche Meinungen gibt es höchstens betreffend der konkreten Abwicklung. Mir wäre eine Abteilung bei Mediapulse lieber als eine zweite Firma innerhalb der Stiftung. Die Privaten hingegen wollen Forschung und Vermarktung trennen. Die Kompetenz und die Mitarbeiter der PDAG werden wir aber auf jeden Fall brauchen.WW: Was passiert nun mit dem Entwurf?Rüegg: Er wird noch im kleinen Kreis bereinigt, dann laden wir alle Radio- und TV-Anbieter sowie die Werbebranche zu einer Modell-Präsentation an die Bieler Kommunikationstage 2006 ein. Danach findet eine Anhörung statt. Aber wir sind zuversichtlich, dass das Modell akzeptiert wird, denn es gibt gute Gründe, keinem Partner eine Mehrheitsposition zu geben. Das Bundesamt für Kommunikation hält das Modell jedenfalls für vernünftig. 
WW: SRG und Wemf werden demnächst die Firma Net Metrix AG für die neue Internetforschung gründen. Damit kommt es zwischen Net Metrix und der künftigen Stiftung zu Überschneidungen – Mediapulse ist ja ebenfalls in der Internetforschung tätig.Rüegg: Solche Überschneidungen sind vorläufig unvermeidlich, denn ein grosser Teil der Nutzung von Radio und TV – etwa das Streaming – kann heute nur noch über die Internetforschung abgebildet werden. Wenn wir nun Reichweiten addieren und korrekte Marktdaten liefern wollen, dann wird man Net Metrix konsequenterweise mittelfristig an unsere Stiftung heranführen müssen. Darüber sind allerdings erst noch Gespräche zwischen den Verlegern und der künftigen Stiftung nötig. Aber die Forschung gehört unter ein Dach, diesbezüglich sind sich SRG und Wemf ziemlich einig.WW: Das neue RTVG sieht aber bei der Stiftung keinen Einbezug der Verleger vor. Ist das Gesetz bereits veraltet?Rüegg: Das ist tatsächlich ein Problem. Wir müssen schrittweise vorgehen. Vom Gesetz her müssen wir jetzt die Forschungsstiftung aufgleisen – und dann wird es vielleicht gelingen, Net Metrix anzubinden. Man wird wohl versuchen müssen, die Forschung so auszubauen, dass man nicht gegen das Gesetz handelt, sondern es ausweitet.WW: Müsste nicht alles viel schneller gehen? Immerhin fragt sich etwa Christoph Bauer, Leiter des Cash-Medienverbunds, schon jetzt, wie er die Reichweiten von TV, IPTV, Print, Online und Mobile messen und vergleichen soll.Rüegg: Dafür habe ich Verständnis. Die gleiche Frage stellen wir uns auch. Und nicht nur wir: Auch die Werbeauftraggeber möchten sehr rasch solche vergleichbaren Daten aus einer Quelle haben. Von daher befürworte ich die Gespräche mit der Wemf und mit den Verlegern im Hinblick auf eine künftige Lösung sehr. Aber ich habe noch keine entsprechenden Signale der Verleger.WW: Apropos Intermediaforschung: An sich steht doch die Mediawatch, die nächste Generation der RC-Uhr, zur Verfügung, sie kann Radio, TV, Print, Plakat, Kino und AdScreen messen, alles aus einer Quelle. Wo steht Mediapulse diesbezüglich?Rüegg: Grundsätzlich wäre es zwar eine wünschbare Entwicklung, wenn man relativ teure Investitionen dereinst für mehrere Forschungszwecke nutzen könnte. Doch ein solcher Entscheid muss in der künftigen Stiftung getroffen werden. Solange die SRG Mediapulse besitzt, werden wir weder Print- noch Kino- oder Plakatforschung betreiben.WW: Wer wird denn bei der Stiftung über die geeigneten Forschungsinstrumente entscheiden?Rüegg: Der Stiftungsrat entscheidet, was man erforscht, über das Wie hat der Mediapulse-VR zu befinden. Künftig wird die Forschung immer auch unter dem Aspekt Preis und Verwendbarkeit betrachtet. Wenn die Stiftung neue Forschungsinstrumente beschaffen will, wird sie verschiedene Produkte, Offerten und Leistungen vergleichen und dann zu einem Konsens kommen müssen.Das Modell in KürzeIn ihrem Entwurf zum Stiftungsstatut
schlagen die SRG, der Privat-TV-Verband Telesuisse und der Verband Schweizer Privatradios (VSP) einen 15- oder 18-köpfigen Stiftungsrat vor, der zu je einem Drittel aus Vertretern der SRG, der Privaten und der Werbewirtschaft (Agenturen, Vermittler und Werbeauftraggeber) bestehen soll. Als Präsident soll eine Person hinzugewählt werden, die keiner der drei Parteien angehört.Nach der Gründung der Stiftung soll die SRG sämtliche Aktien der Mediapulse AG als Stiftungsvermögen einbringen. Zudem soll die Mediapulse AG einen sechsköpfigen, wiederum paritätischen VR (plus Präsident) erhalten, der aus Mitgliedern des Stiftungsrates besteht.
Die wissenschaftliche Kontrollkommission, die die TC- und RC-Panels regelmässig überprüft, sowie die Usercommissions, bei denen die Datenkunden Anliegen oder Reklamationen einbringen können, sind auch im neuen Modell vorgesehen.
Interview: Markus Knöpfli

Vom Virus angesteckt

Wettbewerb Maren Beck von Zogg, Kettiger, Gasser hat mit ihrer Idee «Briefmarke» den ersten Snap Viral Spot Contest gewonnen.

Wettbewerb Maren Beck von Zogg, Kettiger, Gasser hat mit ihrer Idee «Briefmarke» den ersten Snap Viral Spot Contest gewonnen. 
Gelungene Premiere für einen Wettbewerb: 95 Konzepte aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sind bei Snap Film eingereicht worden. Wer die beste Idee für einen Spot zum Thema «Deodorant» hatte, darf sein Konzept jetzt von den Produzenten bei Snap Film gratis realisieren und weltweit ins Netz stellen lassen.Teilgenommen am Kreativwettbewerb haben Werber, Journalisten, Studenten, Regisseure, Marketing-leiter, Redaktoren und Architekten. «Der grösste Teil der Ideen war hochwertig und kreativ wertvoll», urteilt Produzent Michael Kindermann von Snap Film. Es wurden Storyboards, Moodfilme, Bildreferenzen, Musikvorschläge und Drehbücher eingereicht. Einige Teilnehmer haben ganze Kampagnenpräsentationen erarbeitet.
Gewonnen hat die Idee «Briefmarke» von Maren Beck, Texterin bei der Werbeagentur Zogg, Kettiger, Gasser in Zürich. Die Idee (siehe unten) wurde gewählt, weil sie überraschend und lustig ist. Zudem ist sie klar und wird von allen verstanden. Das sind wichtige Eigenschaften für einen Viral Spot, damit er rund um die Welt verschickt wird.
Die Plätze 2 bis 8 erreichten Kim Sokola, Junior AD/Grafiker bei Wirz Werbung, Yves Peitzner, Regisseur aus München, Marco Iezzi, Redaktor bei SF, Thomas Glass und Geoff Phillips, Saatchi & Saatchi Simko, Micky Suelzer, Regisseur aus Berlin, Markus Breuer von Getty Images Deutschland und H.R. Neuschweitzer aus Zürich.
Der nächste Schritt ist ein Produktionsmeeting mit Maren Beck, dem Snap-Film-Regisseur Luzius Rüedi und dem Produzenten Michael Kindermann. In diesem Meeting werden die Einstellungen und die Dramaturgie des Spots besprochen sowie die Produktionslogistik festgelegt. Die Produktion des Viral Spots soll Ende Oktober durchgeführt sein.
Mit dem Snap Film Viral Spot Contest möchten Snap Film und Demeulemeester Publicité mit den Partnern Treibhaus, Hastings und Go Viral kreativen Leuten die Möglichkeit geben, ihre Ideen in einem Spot umzusetzen und auf die junge Werbefilm- und Marketingmethode Viral Marketing aufmerksam zu machen.
 
Synopsis der Idee «Briefmarke»Wir befinden uns
in einem gut gefüllten Bus. Es ist Sommer, die Menschen tragen kurze Sachen. Und da der Bus keine Klimaanlage hat, schwitzen die Fahrgäste. In einer Sitzbank sitzen zwei japanische Touristen, die während der Fahrt Postkarten schreiben. Direkt neben ihnen steht ein Mann im Shirt ohne Ärmel, der sich an der Haltestange über ihnen festhält, wodurch seine Achselhöhle freiliegt. Er schwitzt. Einer der Japaner ist mit dem Schreiben seiner Postkarte fertig und holt eine Briefmarke hervor. Er hält sie einen Moment lang unschlüssig in der Hand, schaut dann von links nach rechts um sich herum, befeuchtet sie schliesslich in der Achselhöhle des stehenden Mannes neben ihm und klebt sie auf die Postkarte, als ob nichts wäre. Es folgen Packshot/Claim/Super.Andreas Panzeri

Yahoo schockt mit schlechten Quartalsaussichten

Der US-Internetkonzern Yahoo hat seine Geschäftserwartungen für das laufende Quartal herab gesetzt. Die Märkte reagierten geschockt. 

Der US-Internetkonzern Yahoo hat seine Geschäftserwartungen für das laufende Quartal herab gesetzt. Die Märkte reagierten geschockt. 
 
Wie die SDA meldete, informierte Finanzchefin Sue Decker am Dienstag anlässlich einer Investorenkonferenz über «eine gewisse Schwäche in den letzten Wochen». Insbesondere sei die Werbung in den Bereichen Autos und Finanzdienstleistungen stark zurück gegangen. Yahoo rechnete für das laufende Quartal mit einem Umsatz von 1,12 bis 1,23 Dollar. Nach den Äusserungen Deckers gerieten die Aktien des Internetgiganten unter Druck und verloren bis zum Börsenschluss mehr als 12 Prozent ihres Wertes. Dieser Negativtrend erfasste auch Konkurrent Google, dessen Papiere um 4 Prozent einbüssten. 

Das laufende Jahr ist für Yahoo kein Spaziergang: Schon im Juli musste der Konzern die hohen Erwartungen dämpfen, schon damals gerieten seine Aktien ins Rutschen. Yahoo will wieder mehr Geld mit Anzeigen auf Seiten mit Suchergebnissen verdienen – zuletzt jagte Google dem Unternehmen Marktanteile ab, deshalb ging Yahoo eine Kooperation mit dem Online-Auktionshaus Ebay ein.

Telefonbuch per Handy gibt’s auch bei Search.ch

Der Suchmaschinenbetreiber Search.ch streicht hervor, wie tief die Kosten für Anfragen via Handy bei seinen Verzeichnissen sind.

Wenige Tage nachdem der Verzeichnisdienstleister Directories Abfragen via Handy angekündigt hat, doppelt Search.ch nach. Der Suchmaschinenbetreiber streicht hervor, wie tief die Kosten für Anfragen bei seinen Verzeichnissen via Handy sind. Die Dienste von Search.ch könnten schon «seit längerer Zeit» auch von unterwegs abgefragt werden, heisst es in einer Mitteilung. Ob es sich bei diesem Communiqué um eine Reaktion auf die Directories-Ankündigung handelt, sei dahingestellt (siehe ). Die Mobile-Angebote von Search.ch sind kostenlos, für den Nutzer schlagen allerdings die Verbindungskosten der Anbieter zu Buche. Die Sites von Serach.ch seien für die mobilen Abfragen so optimiert worden, dass die Verbindungskosten so tief wie möglich ausfallen. So seien die typischen Kosten für eine Telefonbuchanfrage 2 Rappen. Die Gebühren können allerdings je nach Anbieter variieren. 
 

 

Reinhold für Schweizer Presse mit crosser Kampagne 

Die Werbeagentur Reinhold unterstreicht für den Verband Schweizer Presse die Wichtigkeit von Print-Inseraten als Bestandteil einer Crossmedia-Kampagne und lanciert das Wort «cross» als Synonym für «gaga».

Die Werbeagentur Reinhold unterstreicht für den Verband Schweizer Presse die Wichtigkeit von Print-Inseraten als Bestandteil einer Crossmedia- Kampagne. Ohne Printmedien gebe es keine echte Profilierung von Produkt und Marke, heisst es in einem Communiqué der Agentur. «Natürlich kann man mit ein paar Bannern, Tischsets und einem Mailing Reklame machen», wird Reinholds Planner Marco Schönenberger in der Mitteilung zitiert. «Aber so richtig Produktwissen vermitteln, einer Marke Glaubwürdigkeit, Halt und Statur verleihen, das kann man halt nach wie vor am besten mit Anzeigen als Basis seiner Crossmedia-Kampagne. Das ist unser Ansatz.» Im Rahmen der Kampagne soll das Wort «cross» als Synonym für «gaga» lanciert werden. Der Claim dazu lautet: Ohne Printmedien ist Crossmedia nur cross.  
In der Kampagne werden gesichtslose, austauschbare Produkte gezeigt. Damit will Reinhold zeigen, was einer Marke widerfährt, wenn sie in den Printmedien nur durch Abstinenz auffällt. Geplant sind diverse Unikatanzeigen, deren Schlagzeilen und Texte von den Verlagen für den Einsatz in ihren eignen Titeln individualisiert werden können.
 
Durch eine eigene Crossmedia-Website der Schweizer Presse soll die Kampagne vertieft werden. Von dieser Website führen Links direkt zu den Crossmedia-Spezialisten der Verlage. Bei Schweizer Presse ist man gemäss Mitteilung überzeugt, dass die meisten Verlage bei der Kampagne mitmachen werden.

IGE stellt Leitfaden für Kreative online

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum hat einen Online-Leitfaden für Innovative und Kreative erarbeitet.

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) hat einen Online-Leitfaden für Innovative und Kreative erarbeitet. Die Guidelines sollen erfinderischen Menschen dabei unterstützen, ihre Ideen umzusetzen und zu schützen. Der Leitfaden gibt Auskunft dazu, welche Rolle Patente, Marken, Designs und das Urheberrecht bei der Markteinführung eines Produkts spielen. In knapper Form werden Fragen beantwortet, die Kreative und Freelancer beschäftigen können: Wie kann man einen Namen oder ein Logo schützen? Soll man seine Idee patentieren lassen? Wie können die eigenen Rechte gegenüber der Konkurrenz durchgesetzt werden? Die Informationen geben einen Überblick zu den notwendigen Schritten für die Realisation einer Idee. Wie das IGE aber selber freimütig vermerkt, ersetzen sie nicht den Rat eines Spezialisten, da der Leitfaden die Komplexität des Immaterialgüterrechts nicht vollumfänglich wiedergeben kann.

Snap Film realisiert Spot-Idee von Maren Beck

Maren Beck von Zogg, Kettiger, Gasser hat mit ihrer Idee «Briefmarke» den ersten Snap Viral Spot Contest gewonnen.

Gelungene Premiere für einen neuen Wettbewerb: 95 Konzepte aus der Schweiz, Deutschland und Österreich sind bei Snap Film eingereicht worden. Wer die beste Idee für einen Spot zum Thema «Deodorant» hatte, darf sein Konzept jetzt von den Produzenten bei Snap Film gratis realisieren und weltweit ins Netzt stellen lassen.Teilgenommen am Kreativwettbewerb haben Werber, Journalisten, Studenten, Regisseure, Marketing Leiter, Redakteure, Architekten. «Der grösste Anteil der Ideen waren hochwertig und kreativ wertvoll», urteilt Regisseur Michael Kindermann beim Organisator Snap Film. Es wurden ganze Storyboards, Moodfilme, Bildreferenzen, Musikvorschläge und ausgearbeitete Drehbücher eingereicht. Einige Teilnehmer haben sogar ganze Kampagnen-Präsentationen erarbeitet.  
Gewonnen hat schliesslich die Idee «Briefmarke» von Maren Beck, Texterin bei der Werbeagentur Zogg, Kettiger, Gasser in Zürich.
Die Idee (siehe unten) wurde gewählt, weil sie überraschend und lustig ist. Zudem ist sie klar und wird von jedem verstanden. Das sind wichtige Eigenschaften für einen Viral Spot, damit er eine Chance hat im Internet rund um die Welt verschickt zu werden.
Die weiteren Plätze 2 bis 8 erreichten Kim Sokola (Junior AD/Grafiker, Wirz Werbung), Yves Peitzner (Regisseur, München, Marco Iezzi (Redaktor, SF), Thomas Glass und Geoff Phillips (Saatchi & Saatchi Simko), Micky Suelzer (Regisseur, Berlin), Markus Breuer (Getty Images Deutschland), H.R. Neuschweitzer (Zürich).
Der nächste Schritt ist ein erstes Produktionsmeeting mit Maren Beck, dem Snap Film Regisseur Luzius Rüedi und dem Produzenten Michael Kindermann. In diesem Meeting werden die Einstellungen und die Dramaturgie des Spots besprochen und die Produktions-Logistik festgelegt. Die Produktion des Viral Spots soll Ende Oktober abgeschlossen sein.
Mit dem Snap Film Viral Spot Contest möchten Snap Film und Demeulemeester Publicité zusammen mit den Partnern Treibhaus, Hastings und Go Viral kreativen Leuten die Möglichkeit geben, ihre Ideen in einen Spot umzusetzen und auf die noch junge Werbefilm- und Marketingmethode Viral Marketing aufmerksam machen. Der Wettbewerb soll im nächsten Jahr wiederholt werden.
Synopsis der Idee «Briefmarke»Wir befinden uns in einem gut gefüllten Bus. Es ist Sommer, die Menschen tragen kurze Sachen und da der Bus keine Klimaanlage hat, schwitzen die Fahrgäste – manche mehr, manche weniger. In einer Sitzbank sitzen zwei typische japanische Touristen, die während der Fahrt Postkarten an die Daheimgebliebenen schreiben. Direkt neben ihnen steht ein Mann im Shirt ohne Ärmel, der sich an der Haltestange über ihnen festhält, wodurch seine (rasierte) Achselhöhle freiliegt. Er schwitzt.
Einer der Japaner ist mit dem Schreiben seiner Postkarte fertig und holt eine Briefmarke hervor. Er hält sie einen Moment lang unschlüssig in der Hand, schaut dann von links nach rechts um sich herum, befeuchtet sie schliesslich in der Achselhöhle des stehenden Mannes neben ihm und klebt sie auf die Postkarte, als ob nichts wäre. Der Mann an der Haltestange schaut pikiert drein.
Es folgt Packshot/Claim/Super.
 
 
Andreas Panzeri

New Impact schenkt Bernafon neues Internet-Portal zum Jubiläum

Der Berner Internetdienstleister New Impact präsentiert ein neues Internet-Portal für Bernafon anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Anbieters von Hörsystemen.

Der Berner Internetdienstleister New Impact präsentiert ein neues Internet-Portal für Bernafon anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Anbieters von Hörsystemen. Die Website soll die Kundenbindung verstärken und die Neukundengewinnung unterstützen. Konsumenten, Hörakustiker sowie Partner und Vertriebskanäle finden neu auf www.bernafon.ch eine intuitive Benutzerführung, Interaktion und ein Informations- und Dienstleistungs-Angebot, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Das visuelle Design schaffe Übersichtlichkeit und erleichtert die Nutzung des Angebots. Für die Realisierung setzte Bernafon das Content- Management-System Eprise von SilkRoad Technology ein. 

Aus Fusion entsteht neue Marketingmesse SuisseEMEX

Die beiden Messen X-Marketing und Celebrationpoint fusionieren. Aus dem Zusammenschluss entsteht die neue Messe SuisseEMEX.

Die beiden Messen X-Marketing und Celebrationpoint fusionieren. Aus dem Zusammenschluss entsteht die neue Messe SuisseEMEX. Sie soll zur nationalen B2B-Fachmesse für Marketing-Kommunikation, Events und Promotion werden, wie die Firma EMEX am Dienstag mitteilte. Als CEO der neuen Gesellschaft fungiert Ewa Ming.  
Die SuisseEMEX soll mit der Teilsegmentierung in SuisseEvent, SuisseMedia+Production und SuissePromex eine klare Ausstellerstruktur erhalten. Der im Namen enthaltene Zusatz ?Suisse? symbolisiert laut Communiqué, dass die Veranstaltung auch Treffpunkt für die Westschweizer sein soll. Der Xongress wird abgelöst vom EMEX-FORUM, an dem Referenten aus dem In- und Ausland Wissen vermitteln werden.
 
In den nächsten Wochen werden Kontakte zu verschiedensten Branchenverbänden aufgenommen und es wird ein Messe-Beirat gebildet. Termin und Standort der SuisseEMEX 2007 stehen bereits fest: Sie findet vom 21. bis 23. August 2007 im Messezentrum Zürich statt. Die für den März geplante Celebrationpoint’07 Messe entfällt.
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