SF geht gegen 3+ vor Gericht 

Das Schweizer Fernsehen SF hat Ernst gemacht mit seinen Drohungen gegen 3+. Es hat am letzten Donnerstag beim Handelsgericht des Kantons Zürich Klage gegen den neuen Privatsender eingereicht.

Das Schweizer Fernsehen SF hat Ernst gemacht mit seinen Drohungen gegen 3+: Es hat am letzten Donnerstag beim Handelsgericht des Kantons Zürich Klage gegen den neuen Privatsender eingereicht. Primär geht es darum, dass 3+ den Begriff «Schweizer Fernsehen» in Grossbuchstaben verwendet, wie SF-Sprecher Urs Durrer gegenüber der Werbewoche eine Meldung des Sonntagsblicks bestätigte. Diese Schreibweise habe das Staatsfernsehen als Marke eingetragen. Durrer stört sich ausserdem daran, dass 3+ vom SF-Image profitieren wolle. Den TV-Machern am Leutschenbach passt es deshalb auch nicht, dass die neue TV-Station für ihre Werbekampagne SF-Moderatoren verwendete.
Kurz vor Sendestart von 3+ war bereits publik geworden, dass SF dem neuen Kanal mit dem Gang vor den Kadi drohte (siehe
). Dominik Kaiser, der Chef von 3+, reagierte laut Sonntagsblick mit Kopfschütteln auf die Klage. Der Begriff «Schweizer Fernsehen» sei in Alleinstellung kein geschützter Markenname.

Zu guter Letzt: Coop lässt Vögel schweigen  

Bei Coop haben die lieben Vögelein als Kaufhausbeschallung ausgezwitschert. Das Klangkonzept mit Naturgeräuschen ging nämlich dem Personal zünftig auf die Nerven.

Bei Coop haben die lieben Vögelein als Kaufhausbeschallung ausgezwitschert. Mit Vogelgezwitscher und anderen Naturgeräuschen wollte der Detailhandelsriese für eine angenehme Ambiance in seinen Läden sorgen (siehe ). Das Projekt wurde aber gestoppt. Die Kunden hätten die Geräuschkulisse zwar gemocht, sagte Coop-Sprecher Felix Wehrle gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Vom Personal seien aber teilweise Beschwerden gekommen. Kritisiert worden sei vor allem die ständige Wiederholung der gleichen Geräusche. Deshalb läuft nun wieder Musik statt der Waldgeräusche. «Schliesslich ist uns die Zufriedenheit des Personals auch wichtig», sagte Wehrle. Mit der Naturgeräusch-Kulisse wollte Coop einen einheitlichen Auftritt durchsetzen und sich so auch von der Konkurrenz abgrenzen.
Eine neue Sound-Lösung werde jetzt erarbeitet. Womit die Geschäfte künftig beschallt werden, wollte Wehrle noch nicht verraten. Das neue Konzept sei aber bei Kunden und Personal mehrheitsfähig.   

Boulevardzeitung Bild will Wissen vermitteln 

Das deutsche Boulevardblatt Bild hat gemeinsam mit dem Bertelsmann Lexikon Institut und Club Bertelsmann ein Buchprojekt namens Wissensbibliothek gestartet.

Das deutsche Boulevardblatt Bild hat gemeinsam mit dem Bertelsmann Lexikon Institut und Club Bertelsmann ein Buchprojekt namens Wissensbibliothek gestartet. Der erste Band der zwölfteiligen Reihe erschien am Montag und widmet sich dem Thema «Erde und Weltall». Herausgeber der Reihe sind der Journalist und Theaterwissenschaft-Professor Hellmuth Karasek und Ulf Merbold, Astronaut und Physiker.Jeder Band der Bild-Wissensbibliothek thematisiert auf 288 Seiten einen Wissensbereich in 1000 Fragen und Antworten und kostet jeweils 9,95 Euro. Jede Woche erscheint ein weiterer Band. Am 4. Dezember 2006 liegt die Enzyklopädie dann vollständig vor. Der Club Bertelsmann wird die Bände in seinen 300 Filialen anbieten und zudem die Vertriebswege Internet und Katalog nutzen.
Laut Kai Diekmann, Bild-Chefredaktor, biete seine Zeitung jeden Tag mehr als elf Millionen Menschen «eine Fülle von Informationen und Wissen». Diesen Anspruch wolle man mit der Wissensbibliothek verlängern.

Studie: Hängeplakate im ÖV stossen auf Resonanz

Die Werbevermarkterin APG Traffic hat im Grossraum Basel die Werbewirkung von Hängeplakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln untersucht: Die Werbemittel werden beachtet und kommen gut an.

Die Werbevermarkterin APG Traffic hat im Grossraum Basel die Werbewirkung von Hängeplakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln untersucht. Sie ermittelte eine Wochenreichweite von 55 Prozent. Befragt wurden per Telefon 600 Personen. Unabhängig von Geschlecht und Altersklasse beachten 46 Prozent aller erreichten Personen Hängekartons häufig oder praktisch immer. 77 Prozent empfinden diese Form von Werbung als informativ, 55 Prozent als unterhaltsam. Im Vorfeld der Befragung wurde eigens eine Testkampagne mit neuen Sujets für den Zoo Basel lanciert. Diese Kampagne kannten 45 Prozent der befragten Personen. 8 Prozent konnten sich ungestützt an das erste Sujet erinnern, beim zweiten Sujet waren es 10 Prozent. Die Zoo-Kampagne fand bei 89 Prozent der erreichten Personen guten bis sehr guten Anklang. Die Hängekartons lösten zudem messbare Reaktionen aus: Die Rücklaufquote für den mit der Testkampagne verbundenen Wettbewerb betrug 5 Prozent, und die Besuche auf www.zoobasel.ch konnten gegenüber der Vorwoche des Aushangs um knapp 30 Prozent gesteigert werden.
APG Traffic sieht mit den Untersuchungsresultaten zur Werbung in den Fahrzeugen der Basler BLT Verkehrsbetriebe frühere Ergebnisse gestützt. Vorhergehende Studien zu den Hängeplakaten hatten für die Agglomeration Luzern eine Wochenreichweite von 55 Prozent und für Zürich von 66 Prozent ergeben. Verkehrsmittelwerbung ist gemäss APG mit einem Anteil von 6,8 Prozent hinter Plakat und Neon das drittgrösste Outdoor-Werbesegment in der Schweiz.

Three Way unterstützt Schweizer Marketing Club

Der Aargauer Webdienstleister Three Way realisiert für den Jubiläumsanlass des Schweizer Marketing Clubs (SMC) den Webauftritt.


Der Aargauer Webdienstleister Three Way realisiert für den Jubiläumsanlass des Schweizer Marketing Clubs (SMC) den Webauftritt. Im Rahmen des 50-jährigen Club-Bestehen unterstützt die Agentur den Verband mit einem umfangreichen Sponsoring und liefert einen komplett neuen Internetauftritt. Die Website
informiert über den Jubiläumsanlass in Basel vom 22./23. September und bietet noch immer eine Anmeldemöglichkeit. Der Aargauer Webdienstleister Three Way feierte dieses Jahr 2006 ebenfalls ein Jubiläum, wie einer Mitteilung zu entnehmen ist. Seit zehn Jahren bietet die Agentur für Kommunikations-Systeme sämtliche Leistungen für datenbank-basierende E-Business-Lösungen an.
 

Werbeanstalt Schweiz lässt die BaZ vorlesen

Die Werbeanstalt Schweiz hat am Samstag die Basler Zeitung von ausgebildeten Schauspielern vorlesen lassen.


Die Werbeanstalt Schweiz hat am Samstag die Basler Zeitung (BaZ) von ausgebildeten Schauspielern vorlesen lassen. An drei Stellen in der Liestaler Einkaufspassage waren die Sprecher positioniert, so, wie man es aus dem Londoner Hyde Park kennt. Grund für die Guerilla-Aktion ist, dass seit letztem Wochenende die Basellandschaftliche Zeitung mit der Mantelseite der Mittellandzeitung erscheint (siehe ).
Kartonschildern mit Aussagen thematisierten zudem die aktuelle Situation im Baselbieter Zeitungsmarkt: «Basel-Land = Rüebli-Land?», «Baselbieter Pressefreiheit ade? Aargauer Zeitung juhe?» und «Aargauer Rüebli statt Baselbieter Chirsi?».

Pleon verstärkt Krisenkommunikation in der Schweiz

Die europäische Kommunikationsagentur-Gruppe Pleon verlagert die internationale Practice «Crisis Communications & Issues Management» an den Standort Zürich. Leiten wird diesen Bereich Jens Krämer.

Die europäische Kommunikationsagentur-Gruppe Pleon baut ihren Standort in Zürich, die Pleon C-Matrix, weiter aus. Sie verlagert die internationale Practice «Crisis Communications & Issues Management» in die Limmatstadt. Leiten wird diesen Bereich Jens Krämer, der bislang Partner im Berliner Büro war und per 1. September in die Schweiz gewechselt hat. Krämer verstärkt gleichzeitig die Kernkompetenz des Schweizer Pleon-Teams in der Unternehmenskommunikation, wie es in einer Mitteilung heisst.Der personelle Neuzugang unterstreiche die Bedeutung, die Pleon Europe dem Standort Zürich für das weitere Wachstum der Gruppe beimesse, wird Alfred Köcher, CEO der Pleon C-Matrix und Board-Mitglied von Pleon, im Communiqué zitiert.
Krämer baute in den vergangenen Jahren die Practice «Crisis Communications & Issues Management» zu einer tragenden Säule von Pleon Europe auf. Er wird nationale Mandate betreuen und in die Expansion der Neugeschäfte eingebunden sein. Darüber hinaus ist er weiterhin für eine Reihe deutscher Kunden tätig.

SBB stellt Paron Kundenschalter vor die Bildfläche

Die SBB optimiert die Kundenbetreuung im Zürcher Hauptbahnhof und platziert hierfür einen neuen Infodesk in der Bahnhofshalle. Betroffen davon ist eine Big Poster Fläche von Paron.

Die SBB optimiert die Kundenbetreuung im Zürcher Hauptbahnhof und platziert hierfür einen neuen Infodesk in der Bahnhofshalle. Betroffen davon ist eine Big Poster Flächen, welche von Paron vermietet wird. Der Grossplakat-Spezialist scheint mit einem Buchungsrückgang zu rechnen, denn er hat die Preise gesenkt. In der Vergangenheit betrug der Mediapreis während einer Woche für die Fläche 43’900 Franken – neu beläuft sich dieser auf 35’970 Franken.

Web2com-Index zeigt im August erneutes Wachstum 

Der Web2com-Index für Online-Werbung legte im August um 4,3 Punkte auf 132,7 Punkte zu. Er erreichte damit den höchsten Wert des Jahres.

Der Web2com-Index für Online-Werbung legte im August um 4,3 Punkte auf 132,7 Punkte zu. Von Sommerflaute bei den Internet-Werbeausgaben kann also nicht die Rede sein. Mit dem August-Resultat erreichte der Index sogar den höchsten Wert des Jahres, wie die Publigroupe-Tochter Web2com mitteilte. In den letzten fünf Jahren wurde nie ein höherer August-Wert erzielt. Das Wachstum des diesjährigen Monats Mai erreichte der Index allerdings nicht. Im Wonnemonat hatte die Steigerung 6,6 Punkte betragen, im Juni 3,6 und im Juli 2,8 Punkte.Der Web2com-Index basiert auf monatlichen Erhebungen der Investitionen für kommerzielle Werbung nationaler und internationaler Online-Plattformen. Er soll somit aufzeigen, wie sich die Internetwerbung in der Schweiz entwickelt.

Jürg Stähelin wird neuer Kommunikationschef bei Vontobel

Anfang Dezember 2006 übernimmt Jürg Stähelin als Leiter Corporate Communications die Verantwortung für die Kommunikationsaktivitäten der Vontobel-Gruppe. Er ersetzt damit Claudia Kraaz.


Anfang Dezember 2006 übernimmt Jürg Stähelin als Leiter Corporate Communications die Verantwortung für die Kommunikationsaktivitäten der Vontobel-Gruppe. Er ersetzt Claudia Kraaz, welche die Vontobel-Gruppe Mitte Oktober verlässt. Laut einer Mitteilung möchte sie nach 14 Jahren Unternehmenskommunikation sich beruflich weiterentwickeln und wechselt in einen anderen Tätigkeitsbereich.
 
Zuletzt zeichnete Stähelin als Leiter Group Communications für die Julius Bär Gruppe verantwortlich. Dort war er zuständig für die Medienarbeit, die interne Kommunikation sowie das Brand Management. Zuvor war Stähelin während drei Jahren als Berater bei einer Schweizer Kommunikationsagentur tätig.

Twin dreht rasante Unfallpräventionskampagne 

Die Bieler Filmproduktionsgesellschaft Twin Productions dreht im Auftrag des Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit eine TV-Spot-Serie. Protagonisten sind der Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal und der Ex-Skirennfahrer Daniel Mahrer.

Die Bieler Filmproduktionsgesellschaft Twin Productions dreht eine TV-Spot-Serie im Auftrag des Schweizerischen Fonds für Verkehrssicherheit (FVS). Protagonisten in den Spots sind Ex-Mister-Schweiz Renzo Blumenthal und der Ex-Skirennfahrer Daniel Mahrer. Dramatisiert werden ungewöhnliche Szenen am Schallenberg im Emmental: Renzo Blumenthal ist unterwegs auf seinem Motorrad. Hinter einer Kurve taucht unverhofft eine Kuh auf, die gemütlich die Strasse überquert. Dank perfekter  Bremstechnik bringe Blumenthal die Maschine rechtzeitig zum Stehen, gibt Twin im Communiqué die Handlung wieder. Eine ähnliche Story wird am Sustenpass gedreht, diesmal mit Ex-Skirennfahrer Daniel Mahrer, dem ein Grass-Skifahrer in die Quere kommt.  
Für die TV-Spots zeichnet die Agentur Siebensinn verantwortlich. Sie werden nächsten Frühling ausgestrahlt und sind Bestandteil einer Dreijahres-Kampagne des Fonds für Verkehrssicherheit (FVS). Diese hat zum Ziel, die Zahl der tödlichen Motorradunfälle um 30 Prozent zu senken.  

Deutschland: Hypo Vereinsbank versteigert Auftrag für Kundenmagazin  

Die italo-bayrische Hypo- und Vereinsbank verscherbelt am 20. September den Auftrag für ein neues Magazin namens «Wealth Management» per Auktion. Selbstredend gewinnt nicht der höchste offerierte Preis, sondern der tiefste.

Die italo-bayrische Hypo- und Vereinsbank verscherbelt am 20. September den Auftrag für ein neues Magazin namens «Wealth Management» per Auktion. Selbstredend gewinnt nicht der höchste offerierte Preis, sondern der tiefste.
 
Diese unkonventionelle Art der Bank, ihre Kommunikationsaufträge zu vergeben stösst nicht auf Begeisterung. Die CP-Wissen-Redaktion schreibt dazu: «Fragwürdige Geschäftsbedingungen, Floskeln und Sprachklauseln begleiten das Verfahren». Von der seltsamen Art des Preisdumpings abgesehen, sind auch beim Zulassungsverfahren Zweifel angebracht. So ist gemäss CP-Wissen durchgesickert, dass einige Kommunikationsunternehmen hofiert wurden. Sie haben private Einladungen zu einem Preview am 5. September mit einigen Insiderinformationen zur Versteigerung erhalten. Ob’s was nützt ist fraglich, denn das Produkt sowie dessen Ziele oder Verankerung in der Konzernkommunikation sind nach wie vor schleierhaft. Brancheninsider zeigen sich nicht gerade erbaut: «Wenn Kommunikationsdienstleistungen auf diese Art verramscht werden, bleibt die Qualität auf Dauer zwangsläufig auf der Strecke», ärgert sich etwa der Geschäftsführer des Forum Corporate Publishing Michael Höflich.
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