SRG erforscht als Projekt-Partner Handy-TV

Die SRG ist Partner eines Modellversuchs, bei welchem die Möglichkeiten von Fernseh- und Radioempfang übers Handy getestet werden.


Die SRG ist Partner eines Modellversuchs, bei welchem die Möglichkeiten von Fernseh- und Radioempfang übers Handy getestet werden. Vielleicht noch Ende Jahr, spätestens Anfang 2007, sollen im Rahmen des Projekts «mi friends» im Bodenseeraum die typischen mobilen Mediennutzungsszenarien im Bereich Freizeit untersucht werden. Der Fokus liegt dabei auf dem Aufbau von grenzüberschreitenden Inhalten.
 
Der Projekttitel «mi friends» steht für «Mobiles Interaktives Fernsehen, Radio, Information, Entertainment und Neue Digitale Services» und gliedert sich unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) in vier Teilprojekte. Eines davon ist letzte Woche in Regensburg gestartet. Anhand von zwei Video- und Radiokanälen werden für die Rundfunk- und TV-Anbieter Daten gesammelt, damit diese sich auf die kommenden Märkte einstellen können. Während der Fussball-WM 2006 wurde ein ähnliches Projekt im Raum München durchgeführt, ein weiteres ist für den Raum Südtirol geplant.
 
Auch Swisscom und Uni St. Gallen im Gespräch
Mit an Bord des Bodensee-Teilprojekts sind neben der SRG der regionale deutsche Radiosender Seefunk und die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, wie Peter Kettner von der BLM auf Anfrage der Werbewoche sagte. Auch seien die Swisscom, die Universität St. Gallen und der ORF am Projekt interessiert. 
Sonja Levy

Zu guter Letzt: Mehr Toiletten für die Würde

«Toiletten bedeuten Würde» ist tatsächlich der Slogan einer tatsächlich am Dienstag eröffnenden Ausstellung auf dem Zürcher Paradeplatz.

«Toiletten bedeuten Würde» ist tatsächlich der Slogan einer tatsächlich am Dienstag eröffnenden Ausstellung auf dem Zürcher Paradeplatz. Die Ausstellung widmet sich einem schwierigen Thema. Einem nämlich, über das lieber geschwiegen als gesprochen wird: Dem WC, der Toilette, dem Klo. Ausgerechnet auf dem Zürcher Paradeplatz – dem Dreh- und Angelpunkt der Hochfinanz – werden lebensgrosse Figuren für die Möglichkeit des Befriedigens der hygienischen Grundbedürfnisse werben. Ob dieser Kommunikations-Schuss nicht nach hinten losgeht? Kapital ist konservativ, und so begeben sich kultivierte Damen seit Jahrzehnten für das Pudern ihrer Nasen aufs WC. Auch in diesem Sinn bedeuten Toiletten Würde, und diese Würde liegt den Paradeplatz-Passantinnen und Passanten sicherlich näher als die Not der 2,6 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sanitären Einrichtungen. Dennoch wünscht die Werbewoche der Non-Profit-Organisation German Toilet Organisation und der Marketingagentur Factum ein spendenfreudiges Publikum.

Mutiger Wirt ist Kommunikator des Monats September

Der Verband Schweizer Werbung SW hat den Wirt Jürg Bühler zum Kommunikator des Monats September gewählt.

Der Verband Schweizer Werbung SW wählt jeden Monat den «Kommunikator des Monats». Für den September wird der Titel an den Wirt Jürg Bühler verliehen. «Endlich hat jemand etwas gegen die Verbotswelle unternommen», erklärt der Verband seinen Entscheid. Zwar sei die Sache zu ernst, um Witze zu machen, aber es sei auch erfrischend, wenn sich endlich einmal jemand gegen die grassierende «Verbotitis» aufzulehnen wagt, so der Verband.Jürg Bühler, Wirt des Restaurants Bü’s in Zürich, hat zusammen mit der Zürcher Werbeagentur Reinhold Zündholzschachteln und Plakate mit lockeren Sprüchen kreiert, welche die Griesgrämigkeit der Politiker aufs Korn nehmen sollen. Dass man Bühler als Kommunikator des Monats auszeichnet, hänge vor allem damit zusammen, dass der er erstens couragiert gegen die verordnete Einheitsmeinung antrete und zweitens, weil seine Aktion eine intensive Korrespondenz ausgelöst habe.

BEA bern expo mit neuem Geschäftsführer

Christoph Caviezel ist neuer Geschäftsführer der BEA Bern Expo. Er tritt die Nachfolge von Heiner Federli per Anfang 2007 an.

Christoph Caviezel ist neuer Geschäftsführer der BEA Bern Expo. Er tritt die Nachfolge von Heiner Federli per Anfang 2007 an. Neben dem Vorsitz der Geschäftsleitung wird Caviezel für den Geschäftsbereich Gastmessen/Kongresse und Events verantwortlich zeichnen. Caviezel ist seit Anfang 2006 stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie und führt die Agentur für Innovationsförderung KTI. In den Jahren 2004 und 2005 war er als persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Joseph Deiss tätig. In den letzten zehn Jahren hat Caviezel Führungsfunktionen in verschiedenen schweizerischen und internationalen Unternehmen sowie Institutionen wahrgenommen. Federli, der die operative Führungsfunktion für die Dauer der nun abgeschlossenen Restrukturierung des Messeplatzes Bern im Mandat wahrgenommen hat, steht der BEA aber auch weiterhin für strategische Aufgaben zur Verfügung. Das Unternehmen steckte 2004 finanziell in der Klemme, wie es in einer Mitteilung heisst. Darauf folgte eine intensive Restrukturierungsphase. Heute befinde sich der Messeplatz Bern im Aufbruch und könne sich über positive Entwicklungen freuen.

Stahelpartner wirbt für ShopVille-Railcity

Die vor kurzem gegründete Werbeagentur Stahelpartner mit Sitz in Kilchberg hat das Werbebudget von ShopVille-Railcity gewonnen.

Die Werbeagentur Stahelpartner mit Sitz in Kilchberg hat das Werbebudget von ShopVille-Railcity gewonnen. Die Werbekommission von ShopVille-RailCity hat nach einer öffentlichen Ausschreibung aus einer Bewerbung von über 60 Agenturen fünf ausgewählt und zum Pitch eingeladen. Die im Mai gegründete Agentur Stahelpartner konnte sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen. Die ersten Arbeiten werden ab 2007 zu sehen sein.

Capital Communication rüstet auf

Die Zürcher Firma für Finanzkommunikation Capital Communication verstärkt dank erfreulicher Auftragslage ihr Team um zwei neue Mitarbeitende: Kian Ramezani und Kristina Wetzer.

Die Zürcher Firma für Finanzkommunikation Capital Communication verstärkt dank erfreulicher Auftragslage ihr Team um zwei neue Mitarbeitende. Kian Ramezani und Kristina Wetzer werden künftig IR/PR-Projekte für die verschiedenen Arbeitgeber von Capital Communication realisieren. Ramezani war zuvor drei Jahre im Bereich Corporate Communications für Unternehmen der Energie- und Telekommunikationsbranche in der Schweiz tätig. Wetzer arbeitete zuvor in der PR-Abteilung eines Handelsunternehmens.

3+ beliebter als erwartet

Der neue, volldigitale Schweizer Privatsender 3+ zieht nach einem Monat positive Bilanz – und das, obwohl in den ersten 31 Tagen noch keine Eigenproduktionen gezeigt worden waren. Offensichtlich trifft das Wiedersehen von bereits anderswo Ausgestrahltem auf das Interesse der Schweizer.

Der neue, volldigitale Schweizer Privatsender 3+ zieht nach einem Monat positive Bilanz – und das, obwohl in den ersten 31 Tagen noch keine Eigenproduktionen gezeigt worden waren. Offensichtlich trifft auch das Wiedersehen bereits ausgestrahlter Sendungen auf den Geschmack der Zusehenden, denn der durchschnittliche Marktanteil betrug 2,2 Prozent in der Primetime und hinsichtlich der werberelevanten Zielgruppe der 15 bis 49-Jährigen. Am besten kam aber Unterwäsche beim Schweizer Publikum an (siehe). Wie 3+ in einem Communiqué schreibt, übertraf diese Zahl die Erwartungen um 50 Prozent. Vergleichsweise guter Start Vergleicht man den Start von 3+ mit den beiden früheren Deutschweizer Privatsendern Tele24 und T3, steht 3+ gut da. Dreimal höher sei der Marktanteil verglichen mit Tele24. TV3 hingegen startete besser: Dank vielen Eigenproduktionen wurde ein Marktanteil von 4 Prozent erreicht. Da diese Woche die Eigenproduktion «Superstar» am Dienstagabend an den Start geht, rechnet man bei 3+ mit einem weiteren markanten Anstieg des Zuschauerinteresses (siehe
). In der Erstausstrahlung werden die Castings in Zürich und Basel gezeigt. In der Folgewoche die Castings in Bern und Luzern. Auch in internationalen Vergleich stehe der Sender gut da, heisst es im Communiqué weiter. So sei der deutsche Sender SuperRTL (Marktanteil 2,1 Prozent) bereits übertroffen worden. Ferner sei 3+ auch beliebter als ORF2, dessen Sendeplatz 3+ ergattern konnte (siehe
), der noch 1,3 Prozent Marktanteil erreichte. Und auch sonst ist man beim Sender mit dem Plus mit dem Start zufrieden und rechnet mit weiteren Zugewinnen, zumal auch die Reichweite seit Sendestart ausgebaut werden konnte (siehe ).

Neue Rechtskonsulentin beim Verband Schweizer Presse

Catherine Müller wird neue Rechtskonsulentin für den Verband Schweizer Presse. Sie tritt die Nachfolge von Hanspeter Kellermüller an, der per Januar 2007 die Geschäftsführung des Verbandes übernimmt.

Catherine Müller wird neue Rechtskonsulentin für den Verband Schweizer Presse. Sie tritt die Nachfolge von Hanspeter Kellermüller an, der per Januar 2007 die Geschäftsführung des Verbandes übernimmt (siehe ). Müller ist derzeit als Rechtsanwältin in einer amerikanischen Wirtschaftskanzlei in Zürich tätig und befasst sich primär mit Medien- und Entertainmentrecht. Zuvor war sie Geschäftsleitungsmitglied und Programmschaffende eines Schweizer Privatradios sowie Leiterin Programmdienste/Rechtsdienst beim Schweizer Fernsehen. In der Folge baute sie die Schweizer Niederlassung der deutschen Filmhandelsgesellschaft Telepool auf und war als deren Leiterin tätig.

MitLinks konzipiert für Kafischnaps

Die Zürcher Webagentur mitLinks realisiert die Website für die neu geschaffene Pension mit Restaurationsbetrieb an der Kornhausstrasse in Zürich.

Die Zürcher Webagentur mitLinks realisiert die Website für die neu geschaffene Pension mit Restaurationsbetrieb an der Kornhausstrasse in Zürich. Dabei zeichnet mitLinks für sämtliche Projektschritte von der Konzeption, über die Gestaltung und Textaufbreitung bis zur technischen Umsetzung verantwortlich. Im Kafischnaps werden morgens Kaffee und Gebäck und abends Bier, Schnaps und klassische Schweizer Leckereien angeboten.

Cash daily setzt auf Previon MediaSuite

Cash daily, die elektronische, interaktive Zeitung von Ringier profitiert von der neuen CMS-Infrastruktur der Ringier-Tochter Previon.

Cash daily, die elektronische, interaktive Zeitung von Ringier (siehe ) profitiert von der neuen CMS-Infrastruktur der Ringier-Tochter Previon. Bei der zentralen Verwaltung der aus verschiedenen Quellen zusammengeführten Informationen dient die Previon MediaSuite als Content-Aggregator. Den Journalisten der Cash-Redaktion steht neu ein Redaktionstool zur Verfügung, welches Daten einer Vielzahl von Quellen sammelt und diese für die Weiterverarbeitung zur Verfügung stellt. Artikel der Printprodukte, Depeschenmeldungen, Filmbeiträge, Bilder und Podcasts sind beispielsweise alle über das Redaktionstool verfügbar. Journalisten nehmen täglich wiederkehrende Produktionsaufgaben, wie die Verlinkung der ePaper-Ausgabe oder das Bereitstellen und Publizieren von Online-News über diese eine integrierte Applikation vor.

Drei Zürcher Landzeitungen neu im gemeinsamen Mantel

Die Zürichsee Zeitung, der Zürcher Oberländer und der Zürcher Unterländer sind am Dienstag erstmals mit gemeinsamem Mantel erschienen. Die Massnahme wurde als Gegenstrategie zu den regionalen Split-Ausgaben des Tages-Anzeigers realisiert.

Die Zürichsee Zeitung, der Zürcher Oberländer und der Zürcher Unterländer sind am Dienstag erstmals mit gemeinsamem Mantel erschienen. Neu ziert der Untertitel «Zürcher Landzeitung» alle drei Blätter. Gemeinsam publiziert wird ein Mantel mit den Seiten Zürich, Inland, Ausland, Wirtschaft, Kultur und Letzte Seite. Eigenständige Redaktionen gibt es für das Regionale, Lokale und den Sport. An der Vermarktung ändert sich nichts: Wie bisher werden die drei Blätter in einem Inseratekombi vermarktet. Und auch der Druck findet seit 1992 am selben Ort statt. Trotz neuem Konzept wird die Zusammenarbeit mit dem Limmattaler Tagblatt im Ressort Zürich fortgeführt. Ferner kooperiert die neue Mantelredaktion im Inland mit den NZZ-Titeln Bund und St. Galler Tagblatt. Und auch das Neue Bülacher Tagblatt wird ab 1. November unter dem gemeinsamen Titel «Zürcher Landzeitung» erscheinen – wegen der bestehenden Kooperation mit dem Zürcher Unterländer. Sechs Stellen wurden insgesamt wegen der Konzentration abgebaut. 
Gegenmassnahme zu Regional-Splits des Tages-AnzeigersDie Massnahme wurde realisiert, um mehr Gelder für die Lokalberichterstattung freisetzen zu können und sich so von der Berichterstattung der regionalen Split-Ausgaben des Tages-Anzeigers differenzieren zu können (siehe
). Auch soll so die Qualität der überregionalen Berichterstattung verbessert werden. Der Tages-Anzeiger hat in den letzten Monaten für seine Regionalberichterstattung von den drei Landzeitungen insgesamt zwölf Redaktorinnen und Redaktoren abgeworben, wurde laut SDA am Dienstag vor den Medien gesagt. Dank der Kooperation sieht man sich jedoch für den verschärften Wettbewerb gerüstet. Hinter den drei Landzeitungen stehen zwar eigenständige Verlage, doch erwarb die Neue Zürcher Zeitung durch einen Deal mit der Publigroupe im Jahr 2004 an allen drei Blättern namhafte Minderheitsbeteiligungen von 20 bis 40 Prozent. Die Kooperation stehe aber nicht in einem Zusammenhang mit der NZZ-Beteiligung, heisst es weiter. Neuorganisierte Redaktion Die neue Redaktion der Landzeitungen ist formal als Aktiengesellschaft mit dem Namen
«Zürich Land Medien AG» organisiert. Die Aktiengesellschaft gehört den drei Zeitungen zu gleichen Teilen. Die täglich rund zehn überregionalen Seiten werden von einem 10-köpfigen Redaktionsteam in Stäfa produziert. Geschäftsführer und Leiter ist Michael Schoenenberger, der bisherige stellvertretende Chefredaktor der Zürichsee Zeitung. Gemeinsam würden die drei Landzeitungen eine Auflage von 110’686 Exemplaren und 211’000 Leser erreicht, heisst es im Communiqué. Die wöchentliche Grossauflage erreiche 342’000 Leser. Damit sei die Zürcher Landzeitung die siebtgrösste Schweizer Zeitung.

«Tagesschau» in 100 Sekunden für Swisscom-Kunden

Ab 1. Dezember produziert das Schweizer Fernsehen SF eine «Tagesschau» in 100 Sekunden. Von 7 bis 23 Uhr wird man sich jeweils zur vollen Stunde mit dem Mobiltelefon über den neusten Stand der Dinge informieren können.

Ab 1. Dezember produziert das Schweizer Fernsehen SF eine «Tagesschau» in 100 Sekunden. Von 7 bis 23 Uhr wird man sich jeweils zur vollen Stunde mit dem Mobiltelefon über den neusten Stand der Dinge informieren können, heisst es in einer Mitteilung. Das neue Informationsangebot wird zunächst nur für die Swisscom produziert. Kunden von Swisscom mobile, die ein UMTS-Telefon besitzen, werden die «Tagesschau» in 100 Sekunden nutzen können. Ein identisches Angebot in Französisch produziert TSR. Für das neue Angebot wurde innerhalb der «Tagesschau» ein separater Workflow organisiert, der von der Produktion der Fernseh-«Tagesschau» unabhängig ist. Für die Produktion der 17 Bulletins pro Tag sind 5 Vollzeitstellen vorgesehen. Da es eilt, sind diese Stellen in den letzten Tagen bereits besetzt worden. Geleitet wird das technische Projekt von Bruno Schärer. Die Koordination sowie die Personalrekrutierung liegen bei Jürg Lehmann.

Pro Bulletin sind fünf bis sechs Meldungen aus allen Bereichen vorgesehen, die laufend aktualisiert werden. Dazu kommen Sportresultate, Börsenindizes und Meteo. 100 Sekunden ist ein Projekt der Chefredaktion. Da viele Berührungspunkte zu Multimedia bestehen, soll das 100-Sekunden-Team im Verlauf des nächsten Jahres in die Zuständigkeit des Multimediazentrums wechseln.

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