Tagespresse verliert weiter

Auflagezahlen Die Auflagen der Tagespresse hören nicht auf zu sinken. Auch die Sonntagspresse scheint am Zenit.

Auflagezahlen Die Auflagen der Tagespresse hören nicht auf zu sinken. Auch die Sonntagspresse scheint am Zenit. Per 1. Oktober hat die AG für Werbemedienforschung (Wemf) die beglaubigten Auflagezahlen der Schweizer Printtitel bekanntgegeben. Die Daten sind auf der Website der Wemf abrufbar. Der Zeitraum der Erhebung erstreckt sich auf die Zeit vom 1. Juli 2005 und 30. Juni 2006. Die Werte basieren wie immer auf den von den Zeitungen und Zeitschriften selbst deklarierten Auflagen, welche diese bis am 15. September eingereicht haben. Das vollständige Bulletin erscheint erst im November.  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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So erklärt es sich, dass zum Beispiel das St. Galler Tagblatt derzeit noch fehlt. Im Falle der Basler Zeitung beziehungsweise der Titel der Espace Media Groupe, unter anderem mit Bund und Berner Zeitung, hat der Ausstand andere Gründe. Bei der Basler Zeitung will man erst die Wirkung der jüngst gestarteten Basellandoffensive abwarten, welche die BaZ als Antwort auf die Kooperation der Basellandschaftlichen Zeitung mit der Mittelland Zeitung eingeleitet hat. «Mit der BaZ-Grossauflage von 90’000 verteilten Exemplaren jeweils am Freitag wollen wir Impulse im Leser- und Inseratemarkt setzen», sagt CFO Jürgen Hunscheidt. Selbstverständlich ziehe man die Auflagenbeglaubigung in keiner Weise in Zweifel.
Bei der Espace Media Groupe verunmöglicht eine Anpassung der Abo-Datenbankstrukturen die Deklaration. «Wir können nicht mehr auf die alten Zahlen zurückgreifen und werden deshalb mit der Beglaubigung aussetzen», sagt Gruppensprecher Christopher Wehrli. Da Espace den Bund jeweils in der Gesamtauflage mit der Berner Zeitung ausweist, entfallen auch diese Angaben.
Blick verliert immer nochDie Auflagen der meisten Deutschschweizer Tageszeitungen zeigen in die Verlustrichtung. Allein der Erfolg der Pendlerzeitung 20 Minuten bleibt mit einer Gesamtauflage von 419’684 Exemplaren ungebrochen und ist damit das am meisten konsumierte Zeitungsprodukt der Tagespresse. Die Expansion in die Westschweiz mit 20 Minutes hat der Gesamtauflage einen Zuwachs von knapp 40’000 Exemplaren gebracht. Dies war bereits nach der Ausdehnung nach St. Gallen etwa in gleichem Umfang der Fall.
Die meistverkaufte Bezahlzeitung bleibt der Blick mit 254’657 verkauften Exemplaren. Doch die Auflagenentwicklung des Boulevardblattes setzt sich weiter nach unten fort. Gegenüber der Vorjahresperiode verlor der Blick weitere 7’605 Exemplare (2003 waren es 275’275).
An zweiter Stelle der Bezahlzeitungen steht der Tages-Anzeiger (210’142), doch auch hier schrumpft die Auflage um 5’895 Exemplare. Dafür weist das Tamedia-Flaggschiff erstmals gesondert 15’145 Exemplare für die Regionalausgabe am linken Seeufer aus.
An dritter Stelle folgt die MittellandZeitung, ebenfalls mit um 2’637 auf 186’749 Exemplare rückläufiger Gesamtauflage. Die Rangliste setzt sich fort mit der Neuen Zürcher Zeitung (146’729, minus 4’216), der Südostschweiz (139’802) und der Neuen Luzerner Zeitung (131’004). Neu in der Rangliste figuriert die Zürcher Landzeitung mit einer Auflage von 109’930 Exemplaren, die sich zu einer Mantelzeitung bestehend aus Zürichsee Zeitung, Zürcher Oberländer und Zürcher Unterländer zusammensetzt.
Auch in der Romandie zeigt die Entwicklung der Auflagen der grossen Tageszeitungen nach unten. Hatte im vergangenen Jahr praktisch einzig Le Matin eine positive Auflagenentwicklung ausgewiesen, verliert das Blatt jetzt leicht (76’194, minus 216). Denkbar, dass einige Leser zum Gratisblatt Le Matin Bleu aus dem Stammhaus Edipresse greifen, welches erstmals eine provisorisch beglaubigte Auflage von 134’500 Exemplaren ausweist. Leaderin bleibt 24heures mit einer Auflage von 95’315 Exemplaren. Drittplatziert folgt die Tribune de Genève, die weiter an Auflage verliert (67’151, minus 3’978). Die unabhängige La Liberté bleibt dagegen mit minim steigender Auflage bei 38’733 Exemplaren stabil.
Im Tessin verliert die grösste Tageszeitung Corriere del Ticino (39’061, minus 237), während La Regione Ticino (34’114, plus 1’071) aufholt. Auch das kleine Giornale del Popolo legte leicht zu.
Wirtschaft im PlusDie Sonntagspresse scheint ihren Zenit erreicht zu haben. Der grösste Titel, SonntagsBlick, verliert 7’855 Exemplare (neu 272’425), ebenso die SonntagsZeitung, während die NZZ am Sonntag um 5’733 Exemplare zulegt (neu 121’204). In der Westschweiz verliert Le Matin Dimanche 2’368 Exemplare (neu 215’024).
 
 
 
 
 
 
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Bei den Wirtschaftstiteln deutet die Auflagenentwicklung abgesehen von der Finanz und Wirtschaft mit einem leichten Minus von 665 Exemplaren (neu 34’538) nach oben. Die Bilanz legt um 1’440 zu (neu 38’100), ebenso aufwärts gehts mit Cash (61’547, plus 2’703).

 

 
 
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Ein Negativtrend zeigt sich bei den Zeitschriften. Die auflagenstärkste, der Beobachter, weist den grössten Auflagenrückgang um 11’223 Exemplare (neu 31’5081) aus.
 

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Auch die andere Grosse, die Schweizer Illustrierte, verliert 7’721 Exemplare (neu 232’519). Selbst die in der Westschweiz meistgelesene Fémina muss um 4’183 Exemplare (neu 213’662) zurückbuchstabieren. Die Schweizer Familie legt hingegen zu (plus 3’738, neu 175’643). In der Romandie hat das Nachrichtenmagazin L’Hébdo zugelegt (plus 959, neu 44’870), ebenso das einst arg schlingernde Facts (plus 106, neu 73’140). Die Weltwoche schliesslich hat zugelegt (plus 2’413, neu 82’849), während die Wochenzeitung leicht Auflage verlor (minus 366, neu 13’866).
René Worni

Köppel akquiriert David Schnapp für die Weltwoche

Roger Köppel befindet sich auch weiterhin auf Akquisitionstour für seine Weltwoche. Nachdem er Peer Teuwsen vom Magazin weglotste, holt er nun auch David Schnapp von der SonntagsZeitung.

Roger Köppel befindet sich auch weiterhin auf Akquisitionstour für seine Weltwoche. Nachdem er Peer Teuwsen vom Magazin des Tages-Anzeigers weglotste, kauft er nun erneut bei Tamedia ein: Ab 1. Februar 2007 arbeitet auch David Schnapp, Leiter Produktion bei der SonntagsZeitung, für die Weltwoche. Wie Persoenlich.com berichtet, wird er dort in ähnlicher Funktion tätig sein wie bei der SonntagsZeitung. 

Weber Shandwick erhält Auszeichnung von Holmes Group

The Holmes Group, Herausgeber der PR-Fachzeitschrift Holmes Report, hat die PR-Agentur Weber Shandwick zum «Pan-European Consultancy of the Year» gewählt.

The Holmes Group, Herausgeber der PR-Fachzeitschrift Holmes Report, hat die PR-Agentur Weber Shandwick zum «Pan-European Consultancy of the Year» gewählt. Die Auszeichnung ist im Rahmen des European Consultancy Report zum dritten Mal verliehen worden. Für Paul Holmes, Chefredakteur des Holmes Report, war die Geschäftstätigkeit der Agentur in den vergangenen zwölf Monaten ausschlaggebend. Unter anderem wurden neue Projekte für American Airlines, BBC, die Euro 2008 Fussballmeisterschaft, Kellogg’s, die Royal Bank of Scotland, Tchibo und Warner Bros an Land gezogen. Das Unternehmen arbeitet derzeit an 24 multinationalen Projekten innerhalb Europas.
Weber Shandwick unterhält mit über 81 Standorten auf 39 Märkten das grösste PR-Netzwerk der Welt, heisst es in einer Medienmitteilung. Dieses Jahr weitete das Unternehmen seine Tätigkeit in der EMEA-Region auf die nordische Region und auf Zentral- und Osteuropa aus.

Reinhold geht aus

Ratgeber Der Verlag Gourmedia in Zürich hat die Werbeagentur Reinhold beauftragt, seine Ausgeh-Magazine besser zu kommunizieren.

Ratgeber Der Verlag Gourmedia in Zürich hat die Werbeagentur Reinhold beauftragt, seine Ausgeh-Magazine «Zürich geht aus!», «Das Tessin geht aus!» und das im Dezember neu erscheinende Heft «Basel geht aus!» besser zu kommunizieren. Die Magazine haben das Zeug zum Bestseller. «Mehrere Millionen Pick ups erreichen wir alleine mit der Zürcher Ausgabe. Wer dieses Heft hat, nimmt es nicht weniger als 36 Mal pro Jahr zur Hand», sagt Ralph Lindemann, Verlagsleiter von Gourmedia. Für die noch vor Weihnachten erscheinende Basler-Ausgabe haben die Tester über 200 Restaurants, Beizli und Clubs in Basel und der Region, im Elsass und Südbaden besucht. «Meine Gürtelschnalle sitzt im letzten Loch», stöhnt Cheftester und Chefredaktor Wolfram Meister. Anzeigen für die Basler Ausgabe sowie für das Kombi Basel/Zürich/Tessin können noch bis Mitte Oktober gebucht werden.

Zu guter Letzt: Bloggen für schlechte Reklame

Paul Reinzeichner hat sich einen Feierabendspass geleistet. Er hat einen Blog und in dem geht es um Reklame. Um gute Reklame und um schlechte Reklame.


Paul Reinzeichner hat sich einen Feierabendspass geleistet. Er hat einen Blog und in dem geht es um Reklame. Um gute Reklame und um schlechte Reklame. Gute Kampagnen werden gelobt, schlechte kommen ganz schlecht weg. Gottseidank ist Herr Reinzeichner total subjektiv und gottseidank damit total unterhaltsam. Nur eines trübt seinen erfrischenden Auftritt: Es gibt ihn gar nicht. Zumindest nicht im Schweizer Telefonbuch. Denn Paul Reinzeichner ist ein Blogger, und die gibt es nur im Web. In seinem Technorati-Profil kann man lesen: Er kam von ganz unten. Aber er wollte mehr. Und hat sich als Schwarzkünstler aus der Bleiwüste in die farbige Welt der doppelseitigen Anzeigen vorgearbeitet. Beheimatet im Zürcher Seefeld (wo man schon immer wusste, was gute Werbung ist), fühlt er sich berufen, das Werbetreiben in der Schweiz zu kommentieren. Die Werbewoche meint: Hossa! Reingucken und Kommentare schreiben! 

Gegen den Strom unterwegs

Wochenpresse Die Institution Wochenzeitung begeht ihr erstes Vierteljahrhundert, unter anderem mit einer dicken Jubiläumsnummer.

Wochenpresse Die Institution Wochenzeitung begeht ihr erstes Vierteljahrhundert, unter anderem mit einer dicken Jubiläumsnummer.Die Jugendunruhen zu Beginn der 80er-Jahre schoben zahlreiche Projekte an, die heute längst feste Institutionen des soziokulturellen und politischen Lebens sind. Ihre Gründungsmotive sind der nachfolgenden Generation kaum mehr geläufig. Eine dieser Institutionen feiert jetzt ihr erstes Vierteljahrhundert: Die Wochenzeitung – immer schon WoZ. Am 2. Oktober 1981 brachte eine kleine Gründergruppe unter dem Eindruck der Zürcher Unruhen die erste Ausgabe heraus. «Es gab damals viele junge Leute, die etwas sagen und schreiben wollten. In den anderen Zeitungen war das nicht möglich, da sie der Jugendbewegung sehr ablehnend gegenüber standen», sagt Mitgründerin Marianne Fehr, heute Redaktorin bei der Weltwoche, in der aktuellen WoZ-Jubiläumsnummer.
Seither hat das selbstverwaltete Blatt, das bis heute seinen Macherinnen und Machern gehört, eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Gegensatz zu anderen Zeitungen, die sich im politischen Spektrum längst nicht mehr eindeutig orten lassen, gilt die WoZ stets als links. Ob sich die Weltwoche unter dem neuen Besitzer Roger Köppel zur Antipodin von rechts entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
WoZ als StartrampeDie WoZ mit ihrer Geschichte zeitigt eigene Mythen und Legenden. Sie ranken sich um die stattliche Schar der Schreibenden, die während eines kurzen Gastspiels oder einer Lebensperiode als Teil des Kollektivs die vergangenen 25 Jahre mitprägten. Einige von ihnen bekleiden heute Schlüsselpositionen bei verschiedenen Medien. «Die WoZ ist eine Ausbildungsstätte, wir formen Cracks», sagt dazu Redaktionsleiterin Susan Boos. Leider seien Ablösesummen in diesem Geschäft nicht üblich.
Immerhin: Ehemalige schrieben die Jubiläumsnummer, die sich konsequent nach dem Layout der ersten Nummer von 1981 richtet – mit 56 Seiten, eine der dicksten WoZ, die es jemals gab. Und sie wartet mit Besonderheiten auf: So spricht erstmals nach 16 Jahren in einem Deutschschweizer Medium der ehemalige Militärkommandant Efrem Cattelan im Interview mit Roger Monnerat, Mitgründer, langjähriger WoZ-Redaktor und heute Schriftsteller, über die Hintergründe der Geheimarmee P26.
Augenmerk verdient auch das Interview von Res Strehle, das der Ex-WoZ-Mitgründer und heutige Chefredaktor von Das Magazin mit SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli geführt hat. Der SVP-Vordenker und Weltwoche-Kolumnist outet sich dabei als Bewunderer von Niklaus Meienberg, zählt unter anderen Karl Kraus zu seinen Vorbildern und rechnet mit der 68er-Bewegung ab.
Aus heutiger Sicht gesehen seltsam ging es mitunter in den Redaktionsräumen der WoZ zu und her. Drei WoZ-Leute der ersten Stunde (Marianne Fehr, Adrian Schmid und Alexander Grass) erinnern sich in der Jubiläums-WoZ, wie es früher war. Die Macher stürzten sich mit wenig Ahnung vom Zeitungsmachen ins Geschäft. Wer hätte schon gedacht, dass es auch Layouter für die junge Zeitung braucht, geschweige denn ein Korrektorat?
Den Redaktionsalltag der Gründerphase prägten immer wieder endlose Grundsatzdiskussionen. Eine drehte sich darum, ob die WoZ als grösster selbstverwalteter Betrieb Computer – in Zeiten der deutschen Rasterfahndung ein Synonym für den Überwachungsstaat schlechthin – anschaffen sollte oder nicht. Das Kürzen von Texten war oft ein Problem, weil sich gewisse Schreibende dadurch in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt fühlten.
Doch die Debatten waren nie isoliert. So versuchte etwa die Poch damals im Parlament, die Einführung von Computern zu verhindern. Später brach der Fichenstaat auf. «Viele subtile Wahrnehmungen waren richtig, auch wenn der fundamentale Widerstand absurd war», meint Adrian Schmid, Ex-Vizepräsident der Grünen Schweiz und heute beim VCS in leitender Position.
Inzwischen hat die WoZ einige währschafte Krisen durchgestanden und ist dank Umstrukturierungen und Sparrunden im Aufwind (siehe
). Doch auch die grösste unabhängige linke Zeitung der Schweiz quält die Frage, wie lange es angesichts von Gratiscontent und dem Boom elektronischer Kommunikation die Zeitung als solche noch geben wird. «Ohne Zeitung – das ist fast unvorstellbar», sagt Susan Boos und fügt an, es werde immer Leute geben, die bereit seien, für ein Medium zu zahlen, das ihnen sozusagen die Zusammenhänge der Welt erklärt.René Worni

Peter Siegenthaler übernimmt Leitung von Swissinfo

Am 1. Oktober hat Peter Siegenthaler die Leitung der deutschsprachigen Redaktion von Swissinfo/Schweizer Radio International übernommen. Er löst damit Rita Emch ab.


Am 1. Oktober hat Peter Siegenthaler die Leitung der deutschsprachigen Redaktion von Swissinfo/Schweizer Radio International übernommen. Er löst damit Rita Emch ab, wie Swissinfo am Mittwoch mitteilte. Siegenthaler ist studierter Nationalökonom und startete seine journalistische Laufbahn als Wirtschaftsredaktor bei der Tageszeitung Der Bund. 1988 wechselte er zu Schweizer Radio DRS, wo er verschiedene Funktionen innehatte. Er war Produzent der Sendung Rendez-vous am Mittag sowie Redaktor und später Leiter des Konsum-Magazins Espresso. 2002 wurde er Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit des Fonds Landschaft Schweiz, dessen Geschäftsleitung er angehörte. Swissinfo/Schweizer Radio International ist die Unternehmenseinheit der SRG, welche das Auslandmandat erfüllt.

60 Jahre Müller Martini

Weiterverarbeitung Mit einer Open-House-Veranstaltung am Firmensitz in Zofingen feierte Müller Martini das 60-Jahr-Jubiläum.

Weiterverarbeitung Mit einer Open-House-Veranstaltung am Firmensitz in Zofingen feierte der Druckweiterverarbeitungsspezialist Müller Martini am 22. September 2006 das 60-Jahr-Jubiläum. Dabei nutzte Müller Martini die Gelegenheit, den Kunden seine weltweit anerkannte Technikkompetenz unter Beweis zu stellen. Auf einem Betriebsrundgang erhielten die Besucher die Gelegenheit, sich ein Bild vom Unternehmen zu machen. Ein Beispiel für Technikkompetenz und Innovationskraft gab Müller Martini den Besuchern mit Live-Vorführungen des Sammelhefters BravoPlus. Dieser vollautomatische Sammelhefter wurde in Kombination mit einer Bograma-Inline-Stanzmaschine und «Pick’n’Place»-Aufspendegerät präsentiert. Hersteller von drahtgehefteten Produkten profitieren damit vom Zusatznutzen. Am Beispiel einer Inline-Konfiguration, die das Heften, Schneiden und Stanzen in einem Durchgang ermöglicht, wurde ersichtlich, wie eine Vielzahl von kreativen formgestanzten, gelochten und perforierten Produkten effizient hergestellt werden kann.

Wolfgang Schweiger neuer Head of Healthcare der Pleon C-Matrix

Pleon C-Matrix, die Schweizer Organisation der europäischen Kommunikationsberatung Pleon, verstärkt das Kompetenzspektrum um den Bereich Healthcare.


Pleon C-Matrix, die Schweizer Organisation der europäischen Kommunikationsberatung Pleon, verstärkt das Kompetenzspektrum um den Bereich Healthcare. Seit Anfang Oktober treibt Wolfgang Schweiger als Head of Healthcare diesen Geschäftsbereich am Standort Zürich voran. Daneben ist er weiterhin für das Business Development des Healthcare-Geschäfts von Pleon in München tätig.
 
Schweiger baute als Senior Partner am Standort München die Practise Healthcare auf und führte diese während zehn Jahren. In dieser Funktion war er für diverse Pharma-, Biotech- und Medizintechnikunternehmen sowie Kliniken tätig. In Zürich liegt seine Hauptaufgabe in der Entwicklung nationaler und internationaler Mandate, auch wird er weiterhin deutsche Kunden betreuen.

CtP-Komplettlösung für KMU

Computer to Plate Heidelberg stellt neue CtP- und Workflow-Lösungen für das Klein- und Mittelformat vor.

Computer to Plate Heidelberg stellt neue CtP- und Workflow-Lösungen für das Klein- und Mittelformat vor.Mit der Erweiterung ihrer thermalen CtP-Belichter-Familie um den Suprasetter A52/A74 antwortet die Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) auf die Bedürfnisse der klassischen KMU-Druckereien. Diese kleineren und mittleren Akzidenzdruckereien erwarten gemäss Vorstandsmitglied Jürgen Rautert «einen zuverlässigen, hochwertigen und zukunftsgerichteten Plattenbelichter mit Thermaltechnologie, der zu den dort mehrheitlich kleineren Druckformaten passt».Erweiterung der «A-Klasse»Obwohl Heidelberg bei der Qualität der Belichter keine Abstriche gemacht hat, werden die neuen Plattenbelichter in gleicher Konfiguration etwa 20 bis 30 Prozent günstiger angeboten als etwa die schnelleren und für einen höheren Durchsatz ausgelegten, ebenfalls komplett von Heidelberg entwickelten und gefertigten Suprasetter S74/H74. Konzeptionell ergänzen die neuen Belichter eher den erst im April auf der Fachmesse Ipex vorgestellten Suprasetter A105. Der A105 ist ebenfalls eine Einstiegslösung, allerdings für das Grossformat.
Produktmanager Andreas Forer nennt als Vorzüge der neu vorgestellten und ab sofort verfügbaren Plattenbelichter A52/A74 den geringen Platzbedarf. Er betont, dass der Suprasetter A52/A74 der platzsparendste, vollautomatische CtP-Belichter seiner Klasse sei. Dabei ist der Suprasetter A52/A74 in Bezug auf die Qualität keine abgespeckte Version. Es können feinste Auflösungen bis zum 160er Raster (400 lpi) ausgegeben werden. Sofern softwareseitig unterstützt, lassen sich neben normalen Rastern (AM) auch frequenzmodulierte Raster (FM) und Heidelbergs Hybridraster Prinect Hybrid Screening belichten.
Besonders interessant für die KMU-Betriebe ist sicherlich, dass die Belichter zuerst als Suprasetter A52 und damit für das Kleinformat angeschafft werden können. Wenn sich die Druckerei für das nächstgrössere Mittelformat entscheidet, kann sie den Plattenbelichter alleine durch das Aufspielen einer neuen (kostenpflichtigen) Software zum Suprasetter A74 hochrüsten. Neben dem Format kann der Belichter auch beim Plattenhandling mitwachsen. So ist es möglich, den Belichter als manuelles CtP-System zu ordern und später durch den Aufbau einer Auto Top Loader genannten Einheit zum Vollautomaten auszubauen. «Damit», so Forer, «können Druckereien Erfahrungen mit der Direktbebilderung und der Thermotechnologie sammeln und sich bei zunehmendem Plattenvolumen jederzeit für einen Ausbau zum Vollautomaten entscheiden.»
Der Plattenbelichter kann mit den gängigen Stanzsystemen bestellt oder nach Kundenwunsch nachgerüstet werden. Besonderes Augenmerk hat Heidelberg zudem auf die zuverlässige Entfernung des Zwischentrennpapiers gelegt; dies soll sich dank spezieller Sensoren «mit 100-prozentiger Sicherheit» entfernen lassen. Ebenfalls um die Zuverlässigkeit des Belichters zu erhöhen, können sich Heidelberg-Techniker via Remote-Services mit der Maschine verbinden und kleinere Störungen beheben, ohne dass ein Techniker aufgeboten werden muss.
Neue Rip-EinstiegslösungSpeziell für KMU-Betriebe, die im Kleinformat arbeiten, hat Heidelberg ein zum Suprasetter A52/A74-Belichter passendes Workflow-Paket geschnürt. Dieses besteht aus der Rip-Software Prinect MetaDimension 52i und dem Acrobat Plug-in Prinect Imposition Editor. Die letztgenannte Acrobat-Erweiterung wird zum Ausschiessen der PDF-Seiten verwendet. Hier können verschiedene Seitenformate, Falzschemata und Druckbogendefinitionen hinterlegt werden. Die Einstellungen zum Ausschiessen der Druckform können im Job Definition Format (JDF) gespeichert und diese Vorlagen für jeweils ähnliche Aufträge verwendet werden. Prinect MetaDimension 52i schliesslich ist ein auf Adobe-Technologie basierendes Rip und dient damit der Umwandlung von Vorstufendaten in belichtbare Ausgabesignale.
Freie SystemwahlDie Thermal-Belichter wurden von Heidelberg mit sämtlichen gängigen «digitalen» Platten getestet. Je nach Wunsch des Kunden können prozesslose und chemiefreie Offsetplatten verwendet werden. Heidelberg bietet dazu ebenfalls eine eigene Platte an. Diese Saphira genannte, chemielose Platte ist aber keine Eigenentwicklung, sondern wird von Heidelberg unter eigenem Label (als OEM-Produkt) angeboten. «Damit erhält der Kunde auf Wunsch von uns eine Komplettlösung, die vom Acrobat-Plug-in über das Rip und die Platte bis zur Plattenbelichtung eine sichere und wirtschaftliche Lösung darstellt», ist von Heidelberg zu erfahren.
Heidelberg setzt auf CtP statt auf DI«Die GTO DI spark, eine erste Direct-Imaging-Maschine,
die Heidelberg 1991 auf den Markt brachte, hatte aus heutiger Sicht eine unterdurchschnittliche Qualität», fasste Jürgen Rautert, Vorstandsmitglied der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg), den damaligen Einstieg des Unternehmens in die Bebilderungstechnologie zusammen. Die Maschine nutzte ein Funkenerosionsverfahren, das in qualitativer Hinsicht keine besseren Ergebnisse zuliess. Erst eine zusammen mit Presstek entwickelte Bebilderungseinheit machte die spätere GTO DI erfolgreich. Zu Beginn dieses Jahres hat sich Heidelberg nun von der
Direktbebilderung in der Druckmaschine verabschiedet; die Produkte Quickmaster DI 46 und Speedmaster 74 DI werden seither nicht mehr angeboten. «Das soll nicht heissen, dass die DI-Technologie der falsche Weg war. Mittlerweile stehen Technologien zur Verfügung, die flexibler und produktiver sind.
Für den Bereich der Kleinauflagen bieten wir seit der IPEX neu unsere Farbwerkstechnologie Anicolor an», ergänzt Rautert. Gleichzeitig lässt Rautert eine Hintertür offen: «Dies soll nicht heissen, dass wir uns mit diesem Schritt für alle Zeiten von der Direktbebilderung verabschiedet haben.»
Heidelbergs Einstieg in Computer-to-Plate erfolgte mit dem monströsen Belichter «Gutenberg», vorgestellt 1995. Es wurden zwar rund 100 Maschinen verkauft, dennoch wurde die Produktion dieser frühen Belichtergeneration schon bald wieder eingestellt. Ein Rückschlag für Heidelberg war die Beendigung einer Technologie-Partnerschaft mit und durch Creo. Heidelberg setzt seither auch in diesem Bereich und mit grossem Erfolg vermehrt auf Eigenentwicklungen.
Jürgen Franck

Marketingkonzept für Berner Oberland geht in Vernehmlassung

Die Verantwortlichen im Berner Oberland reagieren auf Erhebungen und beginnen die Marke Berner Oberland wieder aktiver zu pflegen.


Die Verantwortlichen im Berner Oberland reagieren auf Erhebungen und beginnen die Marke Berner Oberland wieder aktiver zu pflegen. Dafür hat die Volkswirtschaftskammer am Mittwoch ein entsprechendes Marketingkonzept vorgestellt. Es sieht vor, eine gemeinsame Kommunikationsplattform zu errichten. Des Weiteren sollen die Angebote der Wirtschaftsförderung ausgebaut werden und auf die Bedürfnisse der Unternehmen im Berner Oberland abgestimmt werden. Zudem möchte das Konzept die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region stärken; dabei soll auch die Gastfreundschaft ein Thema spielen. Eine entsprechende Kampagne soll die Bevölkerung und Institutionen sensibilisieren. Bevor das Konzept in Kraft tritt, geht es in eine breite Vernehmlassung.

Zukunftsergründer gesucht

Unternehmensberatung Die Festland Werbeagentur hat für PricewaterhouseCoopers eine Recruitment-Kampagne mit innovativen Funktionen entwickelt.

  Unternehmensberatung Im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte und Talente präsentiert sich PricewaterhouseCoopers (PwC) mit einem neuen Kreativkonzept. Die von der Festland Werbeagentur entwickelte Recruitment-Kampagne überrascht mit innovativen Funktionen, welche die tieferen Qualitäten einer Karriere bei PwC zum Ausdruck bringen: Hinter Bezeichnungen wie «Zukunftsergründer», «Karriereleiterin» oder «Konzepterzeuger» kommen denn auch konkrete Stellenprofile in den drei PwC-Kompetenzfeldern Wirtschaftsprüfung, Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsberatung zum Vorschein.
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