Mit der neuesten Kommtech-Studie dokumentieren die Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM und die Publica Data die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikations- und Unterhaltungstechnologie. Die Befragung wurde in den Monaten Juni und Juli dieses Jahres in der ganzen Schweiz durchgeführt.
Die digitale Aufrüstung der schweizerischen Haushalte schreitet schnell voran. Beispiel Handy: vor einem Jahr benutzen erst knapp ein Drittel der Leute ein Gerät mit eingebauter Organizer-Funktion, heute sind es schon die Hälfte der Befragten. Ebenso verfügen nun mehr als die Hälfte aller benutzten Handys über eine Kamera – 2004 waren es erst 18 Prozent. Bei den 15 bis 26-Jährigen stieg der Anteil von Mobiltelefonen mit Radioempfang von 9 auf 26 Prozent, jene mit eingebautem MP3-Player von 3 auf 23 Prozent. Eine interessante Diskrepanz offenbart sich beim Gebrauch des Internets über das Handy: obwohl die Hälfte der Geräte eine Internetfunktion haben, wird diese nur von drei Prozent auch benutzt. Über das Handy wird auch kaum Radio gehört oder ferngesehen.
Fussball-WM führte zum Flachbildschim-Boom Auch im Bereich der Unterhaltungselektronik, vorab im Bildbereich wird eine rasante Entwicklung evident. Der Anteil der Flachbildschirme stieg seit 2004 von 11 auf 20 Prozent, was die Verfasser der Studie unter anderem auf die Fussball-WM zurückführen. Bei den Abspielgeräten hat der DVD-Player den analogen Videoplayer überholt, während bei den Aufnahmegeräten der Videorecorder noch immer vorne liegt, aber auch hier ist die Tendenz zum digitalen Recorder klar. Weiter auf dem Vormarsch befindet sich auch der Breitband-Internetzugang. ADSL und TV-Kabel machen bereits 45 Prozent der Anschlüsse aus, in jungen Haushalten sind es gar 61 Prozent. In diesen Haushalten wird das WWW auch überdurchschnittlich oft für den Download von Musik und Filmen oder zum Radiohören genutzt.