Player im professionellen Farbdruck

Digitaldruck Erstmals in der Schweiz zeigt Graphax den bizhub PRO 6500e, das neue Farbdruck-Produktionssystem von Konica Minolta.

Digitaldruck Erstmals in der Schweiz zeigt Graphax den bizhub PRO 6500e, das neue Farbdruck-Produktionssystem von Konica Minolta.Anfang Oktober stellte Graphax an einem Kunden-Event im Flughafengelände in Glattbrugg die aktuellen Drucksysteme von Konica Minolta für das Office-Segment (hier nicht berücksichtigt) und den Produktionsdruck vor. Zu sehen war mit dem bizhub PRO 1050 ein mit diversen Finishingaggregaten ausgebautes Schwarzweissdrucksystem. Mit einer Leistung von 105 Seiten/Minute gehört der Drucker zu den schnellen Systemen im Markt. Von der Ipex nach GlattbruggWohl auch weil diese am Schwarzweissmodell vorgestellten Weiterverarbeitungsmodule bzw. Finisher von Konica Minolta entwickelt wurden, passen sie problemlos an das erstmals in der Schweiz vorgestellte Farbproduktionssystem bizhub PRO 6500e, dem Star der Kundenveranstaltung.
Das von Konica Minolta entwickelte und gefertigte Farbdrucksystem, das nach seiner Vorstellung auf der Ipex im April das erste Mal in der Schweiz zu sehen war, soll gemäss Richard Matt, Marketingverantwortlicher bei Graphax, nun bereits ab November verfügbar sein.
Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Einführung des Farbproduktionssystems scheinen gut: Das bizhub PRO 6500e beeindruckt neben einer hohen Druckqualität (1200 x 600 dpi) auch durch eine beachtliche Druckgeschwindigkeit (65 Seiten/Minute). Neben der sauberen Auflösung sorgt ein von Konica Minolta entwickelter Toner für hochwertige Druckergebnisse. «Als Vorteil ist beim Simitri-HD-Toner der beim Laserdruck für die Übertragung notwendige Wachs in den Partikeln eingebettet» erklärt Tiziano Snozzi, Produktmanager Production Printing bei Graphax. «Dadurch verschwinden die bislang üblichen Wachsstreifen von der Papieroberfläche.»
Vielfältig sind die Möglichkeiten beim Finishing. Sowohl das bizhub PRO 1050 als auch das bizhub PRO 6500e können mit diversen Aggregaten verbunden werden. Eine Falzeinheit beherrscht die verschiedensten Falzarten – vom Brief- über den Z- bis zum Dreifachfalz. Ein Heft-Finisher kann bis zu 100 Blatt heften; der Broschüren-Finisher erlaubt die Herstellung von bis zu 200 Seiten dicken Broschüren – inklusive Falzen und Heften.
Seine Zielgruppe definiert das im Bereich Dokument- und Outputmanagement tätige Unternehmen Graphax zum einen mit Copyshops (Printing on demand), aber auch Offsetdruckereien, die zur Abrundung ihres Angebots in den Digitaldruck einsteigen wollen.
Bilder aus WortenEin weiteres Highlight der Tagesveranstaltung war die Präsentation der ideal zum Konica-Minolta-Farbdrucksystem passenden Bildpersonalisierungs-Software DirectSmile, die Graphax exklusiv in diesem Segment in der Schweiz vertreibt. Vorgestellt wurde DirectSmile vom Vertriebsverantwortlichen Roland Schmidt. Neben einer kostenlosen (eingeschränkten) Lösung im Web bietet der Berliner Software-Produzent DirectSmile Software-Produkte für verschiedene Bedürfnisse an. Sie reichen von einfacheren Arbeitsplatzlösungen (DirectSmile SE) bis zur skalierbaren Integrationslösung (DirectSmile Enterprise).
Das aus einer Werbeagentur hervorgegangene Unternehmen, das, so Schmidt, die bis dahin zur Verfügung stehenden Möglichkeiten als nicht interessant genug erachtete, bietet seine Optionen primär für Adobe InDesign an.
Im Gegensatz zur Lösung von etwa AlphaPicture, wo Anwender bildpersonalisierte Bilddaten beziehen können, kann der DirectSmile-User die Bildkompositionen selbst erstellen. AlphaPicture sieht Schmidt jedoch nicht als Konkurrenten, im Gegenteil arbeiten die beiden Unternemen gar seit kurzem zusammen: AlphaPicture bleibt Lieferant von Bildpersonalisierungen für kleinere Anwender und Aufträge – wer sich tagtäglich damit beschäftigen will/muss, setzt besser auf ein Tool von DirectSmile.
bizhub PRO 6500eNach seinem Ausstieg
aus der Digitalfotografie setzt Konica Minolta noch konsequenter auf den Digitaldruck. Mit dem bizhub PRO 6500e hat das Unternehmen an der Ipex erstmals ein Farbproduktionssystem vorgestellt. Der Drucker schafft bis zu 65 Seiten/Minute (Farbe, Duplex) mit einer Auflösung von 1200 x 600 dpi. Es können Grammaturen zwischen 50 und 300 g/m2 verarbeitet werden. Das neue Drucksystem kann für den Druck von Dokumenten mit variablen Inhalten (Variable Data Printing) verwendet werden.    Jürgen Franck

Keine Zeit für Journalismus

Kolumne Nie zuvor gab es so viele gute Journalisten wie heute. Wer so was sagt, liest wohl keine Schweizer Presseerzeugnisse, findet Karin Müller.

Kolumne Nie zuvor gab es so viele gute Journalisten wie heute. Wer so was sagt, liest wohl keine Schweizer Presseerzeugnisse.In der Medienbranche gehts hektisch zu und her. Die Konkurrenz wird grösser, die Stories jedoch nicht vielfältiger. Eine wunderbare Sache für PR-Agenturen. Wer einigermassen schreiben kann, findet seine Pressetexte eins zu eins in der Zeitung . Vielen herzlichen Dank, sagt da der Kunde zum PR-Berater, der seinen Augen nicht traut. Noch besser wirds, wenn Redaktionen die PR-Agentur als Ghostwriterin einspannen. Die Kasse klingelt, denn einerseits hat der Medienverantwortliche beim Kunden einen Stein im Brett – wegen der Nähe zur Redaktion. Andererseits kann er den Mehraufwand gleich wieder verrechnen.Untersuchungen zeigen, dass rund 40 Prozent aller Berichte von Tageszeitungen aus PR-Mitteilungen entstehen. Ein PR-Text soll jedoch nicht kritisch sein, sondern ein Produkt anpreisen. Gefragt sind also Medienschaffende, die in Pressemitteilungen zwischen den Zeilen lesen können. Stattdessen drücken sie auf «kopieren» und wenden sich der nächsten Information zu. Doch wo führt das hin?
Alle bejammern den Einheitsbrei in der multimedialen Welt. Will man dies aber in einer Chefetage diskutieren, heisst es: «Keine Zeit». In der Hektik bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Stattdessen wird alles zu Fastfood: Texte, Chefredaktoren, Ressortleiter, Redaktoren. Inhalt wie Menschen werden austauschbar. Günstig versus Qualität.
Oft höre ich junge Leute sich fragen: «Soll ich in den Journalismus oder in eine PR-Agentur?» Ist da heute noch ein Unterschied? Kritische Journalisten, die ab und zu auch mal ein Thema hinterfragen, sind nicht wirklich willkommen. Sie gelten als Querulanten. Chefredaktoren könnten sich gar von ihnen in Frage gestellt sehen. Menschen, die viel denken, sind oft anstrengende Mitarbeiter für Führungskräfte. Denen wird stattdessen ein Korrespondentenjob offeriert.
Womit wir beim nächsten Qualitätsthema wären: Wie viel sind die aktuellen Führungskräfte in der Medienszene wert? Ein guter Chefredaktor mit hoher Sozialkompetenz will gute Leute um sich wissen. Er investiert in sein höchstes Gut: die Mitarbeitenden. Er engagiert Journalisten mit ausgewiesener Berufserfahrung. Journalisten mit einem dicken Adressbuch mit lauter Connections drin. Journalisten, die das ABC der Recherche kennen und gute Geschichten erzählen können.
Diese Fähigkeiten muss man besser nutzen. Nächstes Jahr kommen neue Titel auf den Markt – schnelle, dynamische Zeitungen von Grossverlagen, die viel Geld in Konzepte investieren. Ich denke spontan an eine neue Zeitung aus dem Hause Tamedia. Wie wärs, wenn ein Konzern wie dieser vermehrt Geld in die künftige Redaktion stecken würde? Ein Team von erfahrenen Qualitätsjournalistinnen und -journalisten würde eine neue Tageszeitung auf die Beine stellen. Gesucht wird nicht die umgeschriebene Meldung der Nachrichtenagentur. Gesucht wird die Story hinter der Story. Geschichten über spannende Köpfe in diesem Land. Doch solche Recherchen benötigen Zeit. Ich bin sicher, dass ein Titel, der sich diese Zeit wieder nehmen würde, eine treue Leserschaft fände.
Mir jedoch blutet das Herz. Der Journalismus verkommt zur lässigen Übergangsbeschäftigung für «Youngsters». Die treffen sich in der Szenebar und finden es «mega», dass sie redaktionell arbeiten können. Damit wir uns richtig verstehen: Es wäre wunderbar, wenn Journalismus quasi zum Kult würde. Und ich weiss, dass es Junge gibt, die ihre Chance packen und sich richtig ins Metier stürzen. Dies sind zurzeit jedoch Einzelmasken.
Der Beruf darf nicht verwässern. Journalismus bedeutet Herzblut, Seele, Leidenschaft, heisst, jeden Tag zu versuchen, die spannendste Zeitung/Zeitschrift/Sendung zu kreieren. Journalismus darf nicht «jetzt geh ich ein paar PR-Stories umschreiben» sein.
Deshalb plädiere ich für mehr Hirnleistung in den Chefetagen der Verlage und hoffe, dass einige Klardenker die Notbremse ziehen. Pressemitteilungen können durchaus als Infoquelle für eine gute Story dienen. Sie sollten jedoch aus journalistischer Sicht kritisch betrachtet und sorgfältig durchleuchtet werden. Ich weiss, wovon ich rede. Schliesslich schreibe ich täglich neue Pressemitteilungen für meine Kunden.
Karin Müller, früher Journalistin, betreibt heute ein eigenes Kommunikationsbüro in Zürich.

Neues Rotlichtplakat sorgt erneut für rote Köpfe bei der EVP

Ein Dübendorfer Erotikclub preist 120 Top-Girls ab 20 Jahren an – auf einem Plakat am Flughafen. Das geht nicht, findet man bei der EVP, die das Plakat entfernen lassen will.

Ein Dübendorfer Erotikclub preist 120 Top-Girls ab 20 Jahren an – auf einem Plakat am Flughafen. Das geht nicht, findet man bei der EVP, die das Plakat entfernen lassen will. Nachdem die Sexplakat-Affäre in Baden endlich beendet ist (siehe
), folgt nun die nächste Episode in der Affiche Evangelische Volkspartei (EVP) gegen den Zerfall der Sitten. Parteivertreter beurteilen das neue Plakat am Flughafen als anstössig und werden am nächsten Montag im Kantonsrat dafür eintreten, dass es entfernt werden muss, wie 20Minuten am Mittwoch berichtete. Bordell-Werbung am Flughafen, dem Tor zur Schweiz, das sei inakzeptabel und eine ganz schlechte Visitenkarte für das Land, ereifert sich EVP-Kantonsrätin Lisette Müller-Jaag. Bei der Flughafenbetreiberin Unique hat man kein Verständnis für die Empörung, das Plakat sei im Vergleich zu mancher Unterwäschewerbung völlig harmlos. Dass sich dennoch einige Menschen in ihrem persönlichen Empfinden gestört fühlen, bestätigen die Flughafen-Taxifahrer. Vor allem Familien fragten sich schon manchmal, was das soll, heisst es im Bericht von 20Minuten.
Die EVP hatte ihren Fokus in letzter Zeit stark auf sexistische Werbung gesetzt. So lancierte die Partei eine Petition für ein Verbot von herabwürdigender Werbung, in der überwiegend Frauen in ihrer Würde verletzt werden (siehe
). Der Bundesrat hat indessen bereits entschieden, dass die bestehenden Rechtsmittel über die Lauterkeitskommission ausreichten.

35 Arbeiten auf der Edi-Shortlist 

Die Shortlist für den Edi.06, den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis, ist veröffentlicht. Aus 201 Einsendungen wurde bestimmt, wer für die Edis in Gold, Silber und Bronze in die engere Wahl kommt.

Die Shortlist für den Edi.06, den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis, ist veröffentlicht. Aus 201 Einsendungen wurde bestimmt, wer für die Edis in Gold, Silber und Bronze in die engere Wahl kommt. In der Kategorie «Commercials» stellte der Westschweizer Regisseur Thierry Bourduille mit Jurykollegen wie Markus Ruf und Martin Spillmann eine Shortlist mit 17 Spots zusammen. In der Kategorie «Clips & Trailers» amteten unter anderem Catherine Mühlemann von MTV, Texter/Konzepter Thomas Campolongo und der Komponist und Sounddesigner Corry Knobel als Jurymitglieder. Sie setzten neun Filme auf die Shortlist. Ebenfalls neun Einreichungen haben es in der Kategorie «Corporate» auf die Shortlist geschafft. Die Preisverleihung findet am 16. November im Zürcher Schiffbau statt. Zuvor gibt es am Nachmittag im Zürcher Museum für Gestaltung sämtliche Shortlist-Filme zu sehen. Die Shortlist zum Edi.06 finden Sie in der
neusten Ausgabe der Werbewoche
.

Zu guter Letzt: Neusprechen Sie laut und deutlich

Beim deutschen Traditionsverlag Gruner + Jahr gibt man sich New Media-mässig neuzeitlich. Um auf der Höhe zu bleiben, will Gruner + Jahr nicht mehr einfach nur ein Druck- und Verlagshaus sein, sondern Life Enriching Media.

Beim deutschen Traditionsverlag Gruner + Jahr gibt man sich New Media-mässig neuzeitlich. Um auf der Höhe zu bleiben, will Gruner + Jahr nicht mehr einfach nur ein Druck- und Verlagshaus sein, sondern Life Enriching Media. Denn Verlagsleiter Bernd Kundrun hat das Internet entdeckt und dort die Zukunft gesehen. Und um sich mit der Zukunft zu unterhalten, reicht gute, alte (deutsche) Hausmannskost nicht mehr. Es reicht auch nicht mehr, einfach gute Zeitschriften zu drucken, nein, man braucht eine Mission und diese Mission in die Zukunft braucht ein Mission Statement. Dieses wurde nun in einem Strategic Manager Meeting erläutert: Expand your Brand. Der erste Step in Richtung dieser Brand Expansion soll jetzt die Einführung der neuen Selbstbeschreibung Life Enriching Media sein. Dieses neue Label soll die Zeitschriften des Hauses sowie die Online-Angebote zieren, wie ein Sprecher des Verlags der Süddeutschen Zeitung verriet. Verwirrenderweise soll dann auch der alte Name, eben das Druck- und Verlagshaus auch beibehalten werden, von einer Kursänderung ist trotzdem die Rede.
In Zukunft will der Verlag sich nicht mehr nur in Einbahnkommunikation üben, sondern mit der Leserschaft munter dialogisieren. Hoffentlich sprechen die neudeutsch, sonst ist dann schnell aus für die Lebensbereicherung durch Medien. Diese will der Verlag übrigens auch über Handy bewerkstelligen. Aktuell kündigt das G + J Frauenmagazin Woman an, es werde konkrete Einkaufstipps via Internet aufs Handy senden. Wer also in Paris ein Buch kaufen will, dem bleibt das lästige Schlendern entlang der Alleen und das Stöbern durch die Buchauslagen erspart. Stattdessen einfach internetfähiges Handy anwerfen und auf der Woman-Website suchen. Stay tuned for more from the Brave New World von Gruner + Jahr.

Jungunternehmer starten im Fernsehen

Das Schweizer Fernsehen SF plant eine Doku-Serie über Jungunternehmer. Im nächsten April soll die elfteilige Sendereihe namens «Start up – Der Weg zur eigenen Firma» starten.

Das Schweizer Fernsehen SF plant eine Doku-Serie über Jungunternehmer. Im nächsten April soll die elfteilige Sendereihe namens «Start up – Der Weg zur eigenen Firma» starten. Die Kamera begleitet die Jungunternehmer auf ihrem Weg in die berufliche Selbständigkeit. Gezeigt werden sollen initiative Menschen, wie diese aus ihrer Businessidee ein Geschäft machen können und welche Chancen ihnen dabei offen stehen – es gehe um echte Chancen und echte Risiken. Es sei die Möglichkeit für die Zuschauer, «hautnah dabei zu sein», schreibt SF in einer Mitteilung. Und benennt die Sendung als «Fernsehen über die zukünftige Generation der Macher und Opinionleader». Die Vorselektion der Porträtierten übernimmt das Institut für Jungunternehmen, die Förderagentur für Innovation des Bundes stellt die Coaches. Die Anmeldefrist für Interessierte läuft bis am 11. Dezember 2006.

Mediaedge:cia lanciert MEC Interaction Switzerland

Mediaedge:cia MEC lanciert in Zürich und Lausanne Services für digitale Medien. Tiziano Obrecht leitet den Bereich Digital Media in beiden Standorten per sofort.

Mediaedge:cia MEC, die globale Kommunikationsagentur für die Planung und Implementierung ganzheitlicher Konzepte, lanciert in der Schweiz Services für digitale Medien. MEC Interaction Switzerland hat zwei neue Standorte in Lausanne und Zürich. Diese bieten neben den Bereichen Electronic Media und Outdoor Media nun auch fokussiert Services für Digital Media an. Somit soll die strategische Beratung und Einbeziehung der digitalen Medien Online, Search, Affiliate und Mobile in die ganzheitlichen Kommunikationskonzepte verstärkt werden. Geleitet wird der Bereich Digital Media in beiden Standorten per sofort von Tiziano Obrecht, Head of Interaction Switzerland (Bild). Obrecht ist seit rund sechs Jahren im Onlinegeschäft tätig. Zuletzt zeichnete er während zwei Jahren als Director Product Management beim Online-Vermarkter Adlink verantwortlich. Zuvor hat er rund drei Jahre als Senior Account Manager bei Publimedia Webadvertising und ein Jahr als Prozess Manager bei der IBM Schweiz gearbeitet.

Studie: Deutschschweizer schauen am wenigsten Fernsehen

Der Fernsehkonsum steigt europaweit stetig an. Das Schlusslicht aber bilden die Deutschschweizer. Dies zeigt eine neue Studie der IP Gesellschaften Europas und der RTL Group.

Die IP Gesellschaften in Europa und die RTL Group haben die neue Ausgabe der jährlichen „Television Key Facts“ veröffentlicht. Die Studie Fakten, Daten, Entwicklungen und Highlights zu rund 900 TV-Sendern in 36 europäischen Ländern sowie den USA und Japan. Der Fernsehkonsum erwachsener Zuschauer steigt europaweit stetig an und liegt im Westen des Kontinents bei 222 Minuten pro Tag. Allgemeiner Trend: In Westeuropa ist die Sehdauer im Süden höher als im Norden. Spitzenreiter im Fernsehen sind die Griechen (256 Minuten), gefolgt von den spanischen Zuschauern (249). Deutschland liegt mit einer Sehdauer von 226 Minuten im europäischen Mittelfeld. Schlusslichter sind neben Dänemark (162) Schweden (156) und die deutschsprachige Schweiz (148). In Osteuropa ist die Sehdauer tendenziell sogar noch höher. Serbien (289), Ungarn (280) und Polen (255) belegen hier die ersten drei Plätze. Im Vergleich zu Europa bleibt der Fernseher aber in den USA am längsten eingeschaltet (299 Minuten).
Voranschreitende DigitalisierungDie Digitalisierung schreitet in den europäischen Haushalten weiter voran. 52 Millionen Haushalte empfangen Ende 2005 digitales Fernsehen vornehmlich über Satellit, während die Digitalverbreitung über Kabel und vor allem DSL eine weniger wichtige Position einnimmt. Bemerkenswert ist die Entwicklung der digitalen Terrestrik (DVB-T): 12 bis 14 Millionen vorwiegend westeuropäische Haushalte empfangen DVB-T. Frankreich, Tschechien, Malta sowie Spanien (mit einer Wiedereinführung) haben diese Technologie im letzen Jahr erfolgreich gestartet. Besonders in Staaten wie Italien, Spanien oder Großbritannien hat DVB-T ein hohes Empfangspotenzial, da hier das Kabelfernsehen weniger ausgeprägt ist. Die Unterschiede bei der digitalen Ausstattung der TV-Haushalte variieren in Europa sehr stark. Während Großbritannien die Spitzenposition (66,4 Prozent) bei der Verbreitung von Digitalfernsehen belegt, besteht hier vor allem in Osteuropa noch Entwicklungsbedarf.
Nationales liegt im Trend Ein interessanter Trend: Internationale Formate, die auf die Bedürfnisse der Zuschauer in den einzelnen Ländern abgestimmt sind, setzen ihren Vormarsch fort und gehen erfolgreich auf nationale Besonderheiten des Ausstrahlungslandes ein. Reality-Shows mit Prominenten und Doku-Soaps ziehen immer mehr Zuschauer in ihren Bann, während Talent- und Casting-Shows auch nach mehreren Staffeln beachtliche Einschaltquoten erzielen. Fernsehen leistet darüber hinaus immer noch eine wichtige Orientierungsfunktion und bietet Lebenshilfe in vielen Bereichen. Das zeigt der große Erfolg des Genres „Docutainment“, das sich in Europa mit Koch-Shows oder Erziehungsratgebern immer mehr durchsetzt und vermehrt junge Zielgruppen erreicht. Schließlich setzen die Sender auch auf nationale Adaptionen fiktionaler Formate und treffen damit den Geschmack der Zuschauer, wie es erfolgreiche Soaps und Telenovelas aufzeigen.

Zu guter Letzt: Alles schon mal dagewesen?

Kopieren ist menschlich. Laut Frank A. Meyer leben die Journalisten davon. Und in der Kunst ist die Praxis auch gang und gäbe. Und nun zeigt eine Website, dass auch in der Werbewelt die Kreativsten der Kreativen zu einem menschlich bewährten Mittel greifen, wenns etwas hapert mit der genuinen Idee.

Kopieren ist menschlich. Laut Frank A. Meyer leben die Journalisten davon. Und in der Kunst ist die Praxis auch gang und gäbe. Und nun zeigt eine Website, dass auch in der Werbewelt die Kreativsten der Kreativen zu einem menschlich bewährten Mittel greifen, wenn’s mal nicht so klappt mit der tollen neuen Idee. Die Rede ist vom Kopieren, von der Adaption.  
Wer behauptet, dass genuine Kreationen und einmalige Ideen einfach nur genuin und einmalig sind, sollte sich auf der Website
eines Besseren belehren lassen. Dort werden Original und Kopien von Werbeideen einander gegenübergestellt, so dass offenkundig wird, wer sich wo bedient haben könnte. «Das Wissen um die Bewältigung in frührer Zeit hilft bei der Entscheidungsfindung», nennen moderne Experten die Praxis des Kopierens. «Es gibt nichts Neues unter der Sonne», benennt es die Bibel. Was aber, wenn es sich bei einer vermeintlichen Kopie aber tatsächlich um eine genuine Idee handelt? Auf der eigenen Originalität bestehen, meint die Werbewoche. Das Schiesspulver wurde schliesslich auch zwei Mal erfunden.

Edipresse will Infotec fördern

Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse hat die Beratungsfirma Phoenix Corporate Finance Partners LLP beauftragt, die Beteiligung von Edipresse bei der Infotec Holding zu analysieren.

Das Westschweizer Verlagshaus Edipresse hat die Beratungsfirma Phoenix Corporate Finance Partners LLP beauftragt, die Beteiligung von Edipresse bei der Infotec Holding zu analysieren. In den letzten Jahren konnte sich das Unternehmen, das zu 40 Prozent Edipresse gehört, im Schweizer Markt gut positionieren und wächst derzeit im Ausland stark. Edipresse will die Holding in deren Ziel unterstützen, weiter auf internationaler Ebene zu expandieren. Das Westschweizer Verlagshaus glaubt, dass Infotec Holding dank einer Änderung in ihrer Beteiligungsstruktur dieses Ziel besser erreichen könne. Edipresse plant ausserdem, weitere Aktienpartner zu suchen, die bereit sind, Infotecs Expansion sowohl in der Schweiz wie auch in anderen europäischen Ländern, zu unterstützen.Infotec liefert in realtime Finanzinformationen von über 140 Börsen und Finanzinstituten. Das Unternehmen wurde 1982 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Genf. Infotec verfügt zudem über Niederlassungen in Zürich, Lugano, London, Paris und Frankfurt.

TBWA mit doppelter Verstärkung

Lucia Staub und Guido Zehnder verstärken als Account Directors seit Oktober bei TBWA\Zürich das Beratungsteam für den nationalen Kunden McDonalds.

Lucia Staub und Guido Zehnder verstärken als Account Directors seit Oktober 2007 bei TBWA\Zürich das Beratungsteam für den nationalen Kunden McDonalds. Lucia Staub war zuvor eineinhalb Jahre bei Saatchi & Saatchi Simko in Genf ebenfalls als Account Director für nationale Kunden wie JT International AG und Novartis tätig. In Deutschland betreute sie bei Agenturen wie McCann Erickson, Argonauten 360° und Leo Burnett unter anderem Kunden wie Philip Morris, BMW und Microsoft. Guido Zehnder, der bereits bei Heye, Zürich den Kunden McDonalds für zweieinhalb Jahre betreut hat, wechselte mit dem Kunden zu Tequila\Zürich. Zuvor arbeitete er als Pricing & Sales Specialist im Marketing Team bei Esso Schweiz und war für Projekte im Bereich „Convenience Retail“ verantwortlich.

Zürich Tourismus baut Marketing aus

Mehr Deutsche und Mailänder sollen in den nächsten Jahren Zürich besuchen. Allein für den deutschen Markt soll das Marketingbudget im kommenden Jahr auf 1,16 Millionen Franken beinahe verdoppelt werden.

Mehr Deutsche und Mailänder sollen in den nächsten Jahren Zürich besuchen. Zürich Tourismus baut das Marketing gemäss Tourismusdirektor Frank Bumann im nördlichen und im südlichen Nachbarland markant aus. Allein für den deutschen Markt soll das Marketingbudget im kommenden Jahr auf 1,16 Millionen Franken beinahe verdoppelt, jenes für Italien von 100’000 auf 430’000 Franken aufgestockt werden. Die Hauptmärkte bleiben für Zürich wie bis anhin Deutschland, Italien, England und die USA. Neu werde die Zürcher Marketing-Organisation jedoch auch Frankreich aktiv bearbeiten, meldet die SDA. Zur Kategorie der strategischen Wachstumsmärkte für die Reisedestination Zürich gehören ausserdem Österreich, Spanien, Russland, die Golf-Staaten, Indien und Südostasien.
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